DEC0000406MA - Verfahren zum Färben und Färbepräparat - Google Patents

Verfahren zum Färben und Färbepräparat

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DEC0000406MA
DEC0000406MA DEC0000406MA DE C0000406M A DEC0000406M A DE C0000406MA DE C0000406M A DEC0000406M A DE C0000406MA
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dyeing
dyes
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English (en)
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Alphonse Dr. Basel Heckendorn
Fritz Dr. Gartenstadt Schütz
Willy Dr. Bottmingen Widmer
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BASF Schweiz AG
Original Assignee
Ciba AG
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Description

zwar in alkalischem bis neutralem Medium verhältnismässig gut, in saurem Medium dagegen nur sehr schlecht löslich sind, Diese Farbstoffe können daher in der Regel aus saurem Bade nicht in brauchbarer Welse gefärbt TOrdens da sie durch die Säure sum grössten Teil in verhältnismässig grober Form ausgefällt werden und somit auch dann, wenn sie aus der Suspension, noch auf die Faser aufziehen, ungleichmässige Färbungen und in der Hegel Färbungen mit schlechten Eclitheitseigenschaften z.B. reibunechte Färbungen ergeben. Ausserdem entstehen oft unerwünschte Abscheidungen im Farbebad5 insbesondere an den Wänden des Färbegefässes. Manche Farbstoffe dieser Art ergeben aber, wenn sie aus nicht sauren Bädern, beispielsweise nach dem bekannten Einbad Chromlerverfahren gefärbt werden, sehr wertvolle Fai5Dungen5 die sich oft durch ganz besonders gute Echtheitseigenschaften auszeichnen. Dass solche wertvolle Produkte nicht auch in technisch brauchbarer Weise zum Färben aus saurem Badei z.B. zum Färben nach dem bekannten Hachchromierverfahren verwendet werden konnten, bedeutet einen erheblichen lachteil. Es wurde nun gefunden, dass die Farbstoffe der genannten Art auch aus saurem Bad in technisch durchaus befriedigender Weise gefärbt
werden können, wenn man gemäss dem vorliegenden neuen Verfahren arbeitet. Durch dieses wird der bisher beschränkte Anwendungsbereich der Farbstoffe dieser Art in wertvoller 'Weise erweiterte
Das neue Verfahren zum B1Srben aus saurem Bade ist dadurch gekennzeichnet, dass man O5O5-Dioxymonoasofarbstoffe3 die an sich zwar sum Färben aus neutralem bis schwach alkalischem, nicht aber aus saurem Bade geeignet sind, in Gegenwart eines an sich zum Färben aus saurem Bade geeigneten o,o'-Diox^raonoazofarbstoffes färbt,,
Unter Oi ο 5-Dioxymonoazofarbstoffen sind solche Monoazofarbstoffe zu verstehen, welche die Atomgruppierung
OH OH
C-N=N-C'■^
im Molekül enthalten. Als saure Färbebäder werden im vorliegenden Fall diejenigen bezeichnet,deren pH-Wert unter 6,3 liegt, während der Begriff neutral bis sohv/ach alkalisch den zwischen 6,3 und etwa 8,0 liegenden Bereich der pH-Werte umfasst,
osο 1-Dioxvmonoasofarbstoffes welche zum Färben aus neutralem bis schwach alkalischem, nicht aber aus saurem Bacle geeignet Slndi sind z.B. die jenigen,, welche zwar keine eigentlichen, löslichmachenden Gruppen wie Sulfonsäure-oder Carboxyl gruppen enthalten, welche aber z„B. in Form ihrer Alkaliverbindungen
O-X X-O
C , O
^ C-I=H-Cv^
(worin ein X Wasserstoff und das andere X ein Alkalimetall be-
deutet] noch genügend lös: . - ,- >' m, i. ^n ' - , «
Solche Farbstoffe sind E ,E .'.j - < _f _ , . -- ι -
gruppen freien, eine einzige /1».... _Α ;._··= ..hi=. .=_ι · · «. . t«: stoffe der allgemeinen Porinel
OH OH
> ί
vopin und R0 je einen aromatischen. Rest der Benzoireihe bedeuten, in dera die Azogruppe und die Hydroxylgruppe in o-Stellung zu einander stehen, Weitere OjiO l-DioxsrnonoaEofarbstoffeii welche zum Färben aus neutralem bis schwach alkalischem, nicht aber aus saurem Bade geeignet sind, sind diejenigen, welche von SulfonsMure- und Cnifcoxy!gruppen frei sind und eine einzige Sulfonsäureamidgruppe im Molekül enthalten (OsO t-Dioxymonoasofarbstoffe mit mehr als eine Sulfonsäureamidgruppe sind in der Regel auch zum Färben aus saurem Bade genügend 3 osXi'ütf
Ausse'td; "·'< .1 1 f _ - l . cf C-·=- ' rt auch diejenigen 0,0 '-Dioxyvo 1 _ -~··- - - e>~ "> 1 i-r -Iclie den Rest, eines Dioxynaphthalins enthalten,,
Eine Ansahl von ο,ο'-Dioxymonoazofarbstoffen, welche zum Färben aus neutralem bis schwach alkalischem,nicht aber aus saurem Bade geeignet sind, ist bekannt ( siehe S 0B0 Patent fftfJ 445,,888] „ Vfeitere solche Farbstoffe können nach an sich bekannten Methoden hergestellt werden? Diejenigen der zuletzt angegebenen Formel können ζ .Bs erhalten Werdenis indem
man eine DiaζοVerbindung eines Amins der allgemeinen Formel
worin R1 einen aromatischen Rest der Bensolreihe bedeutet,, in dem die Hydr oxy!gruppe und die Aminogruppe in o~Stellung zu einander stehen,, mit in. o-Stellung zur Hydroxylgruppe kuppelnden Oxybenzolen vereinigt und von Sulfonsäure- und Carboxy!gruppen freie Ausgangsstoffe verwendet.
Die erwähnten sulfonsäureamidgrupperihaltigen Os ο ' -Dioxjjazofarbstoffe können, hergestellt werden, indem man o-Oxydiazoverbindungen (auch hier vorzugsweise solche der Bensolreihe) mit in IJachbarstellung su einer Hy dr oxy !gruppe kuppelnden Verbindungen wie zJe I-Phenyl-3-methyl-5-py^asolonen oder Oxynaphthalinen vereinigt und dabei von Sulfonsäure und Carboxylgruppen freie Ausgangsstoffe verwendet, wobei entweder die Diazoverbindung oder die Kupplungskomponente eine EJulfonsäureamidgruppe enthält«
Die OiOf-IDioxyaEofarbstoffes die den. Rest eines Dloxynaphthaline enthalten.„ können durch Kupplung von O--Oxydlasoverbindungen mit in Nachbarstellung zu einer Hydroxylgruppe kuppelnden Dioxynaphthalinen erhalten Iierdeni Als Diaaokomponenten zur Herstellung von ο, ο '"-Dioxymonoazofarbstoffen^ welche zum Färben aus neutralem bis schwach a"' 1Ischemi nicht aber aus saurem Bade geeignet Slndi, kommen beispielsweise in Betracht: k- oder 5-Nltro-2-amino-l-oxybensol, 5~Witro-4~methyl~2~amino-l~ oxybenzol s 6-AcetyIamino-4-nitro-2-araino-l-oxybenzöl, k-Acetylamino-6~nitro-2-amino-l-oxybenzol, 5-Nitro-4 -ohlor-2-ajnino-l-oxybenzol,
β-Nitro~4-chlor-2-amino-Γ~oxybenzol, 4-Bltro-6-chlor-2-amino-l-oxyhenzol, 4-Chlor-2 - amino-1--oxy benzol,, 4~0hlor--6-aeety lamino-
2- amino-l-oxybenzol, 2-Amlno-l--oxyberisol-4-sulfonsäureamid; als Kupplungskomponenten, können verwendet werden:
In ρ-Stellung zur Hydroxylgruppe durch Alkyl- oder Alkoxygruppen substituierte Oxybensole wie ζ .Β. 4-Methyl-l-oxybenzol, 4-Tertiäramyl-l-oxybenzol, 3, -jI-Dimethy 1-1-oxybenzol,, 2-Acetylamino-4 - methy 1-1-oxybenzol , 2-Acetylamino--4-methoxy-1-oxybenzol, 4- Isopropy 1-1-oxybenzol, 4~n-Buty1-1-oxybenzols ferner Pyrazolone wie I-Phenyl-
3- methy 1-5-pyrazo 1 on, I-Pheny 1-3-Biethy 1-5-pyrazolone 7-sulfonsäureamid, I-Pheny1-5-methy1-5-pyrazolon-3 *-sulfonsäureanilid, ferner auch mehrkernige Systeme wie 2 Λ-DicxyGhinoliri,, 2,5-, 2,4-, 2,6-, 2,7-, 1,5-Dioxynaphthalin, l-0xynaphthalin-5~,~4- oder -5-sulfonsäureamide 2-0xynaphthal,in-6~ sulf onsäureamid2- Oxy naphthalin-6«- sulf onsäur eanil id ..
Solche Farbstoffe sind in der Regel zum Färben., insbesondere zum Färben von Wolle aus neutralem bis schwach alkalischem Bade geeignet,. Sie eignen sich vor allem zum Färben nach dem bekannten Einbadchroraier ν erfahren,, bei welchem in Gegenwart von einem Alkalichromat und von Ammoniumsulfat gefärbt wird und wo Ira Gegensatz zu gewissen früheren Literaturangaben kein Sauresjl sondern normalerweise ein neutrales bis schwach alkalisches B1Srbebad vorliegt« {Es ist zwar üblich, bei diesem Verfahren im Verlauf des Färbeprozesses dem Färbebad Essigsäure zuzufügen; der Zusatz erfolgt allgemein erst dann, wenn der grösste Teil des Farbstoffes bereits auf der Faser fixiert und das Pärbeverfahren somit praktisch abgeschlossen ist,um auch die geringen im Fär'bebad befindlichen Reste
noch auf die Faser zu bringen),
Ali= an sich sum Färben aus saurem Bade geeignete OiOi-Dioxymonoazofarbetoffe, In deren Gegenwart gemäss vorliegendem Verfahren gefärbt wird^ werden zweckmässig solche verwendet, welche als löslichmaohende Gruppen eine Carboxylgruppe oder eine Sulfoneäuregruppe oder die Atomgruppierung
enthalten. Derartige Produkte Bind in grosser Zahl bekannt; als bekannte Produkte dieser Zusammenset zung selen z.B.- erwähnt t die in Schwitz, Parbetofftabellen { T.Auflage) unter Ir, 257, 2405 7^-2 angegebenen Produkte und die Farbstoffe der Formeln
OH
K0„
OH
OH
OH
OH
■XT=N- ,A,-HH •CO 'CH.
Έ0
CH_ J5
OH
OH
Das Verhältnis (3er Menge des sum Färben aus saurem Bade nicht geeigneten Farbstoffes zur Menge des zum Färben aus saurem Bade geeigneten Farbstoffes ist beim vorliegenden VerfaVi. innert weitem Grenzen variierbar„ Ein Zusatz von $0 Teilen eines zum Färben aus saurem Bade geeigneten Farbstoffes zu 70 Teilen eines zum Färben aus saurem Bade nicht geeigneten Farbstoffes ermöglicht bereits ein Farben in technisch befriedigender Weise und einem/
fuhrt zu/güteh Ergebnis „ Verwendet man von beiden. Farbstoffen ungefähr gleiche Mengen, so erhält man aus saurem Bade praktisch ebenso glelchmts= ge n 3c-1 - m r an sich zum Färben aus
saurem Bade gee g _ -e > ' ~- t < - '
Die kombinierte Verwendung "beider Arten von Farbstoffen nach dem vorliegenden Verfahren ist keineswegs auf die Verwendung je eines einzelnen Farbstoffes jeder Art eingeschränkt., Von den zum Färben aus saurem Bade geeigneten, und/oder den zum Färben aus saurem Bade nicht geeigneten Farbstoffen können mit ebenso gutem Erfolg gleichzeitig zwei oder mehrere verwendet werden«
Ira allgemeinen ist es ζWeckmassIg5, das Färben nach
dem vorliegenden Verfahren In Gegenwart einer schwachen Säure, vorzugsweise In Gegenwart von Essigsäure und In Abwesenheit von Mineralsäure durchzuführen, Sobald die Farbstoffe zum grössten Teil auf die Faser aufgezogen-e, kann aber zur Fixierung geringer, noch im Färbebad befindlicher Farbstoffmengen ohne lachten und in manchen Fällen mit Vorteil etwas Schwefelsäure zugesetzt werden»
Die Bereitung der zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens dienenden Färbebäder geschieht zweckmässig mit Hilfe der üblichen Stammlosungenj, welche die Farbstoffe Im gewünschten Mischungsverhältnis und in wesentlich höherer Konzentration als dies für Färbebäder üblich ist, gelöst enthalten* Gewünschtenfalls kann solchen., zweckmässig ungefähr neutral reagierenden Stammlösungen nachträglich auch noch die Säure beigefügt werden,,
Durch Vermischen der Farbstoffe. vorzugsweise in trockenem Zustand erhält man wertvolle Färbepräparate, Diese Färbepräparate sind dadurch, gekennzeichnet, dass sie einen 0,01-Di-Oxymonoazofarbstoffj5 der an sich zwar zum Färben aus neutralem bis schwach alkalischem, nicht aber aus saurem Bade geeignet 1st und einen an sich zum Färben aus saurem Bade geeigneten 0,0'-Dioxymonoazofarbstoff enthalten„
Es ist im allgemeinen zu empfehlen, diesen Färbepräparaten keine aussalzend wirkenden Stoffe wie z.B., Natriumsulfat oder Natriumchlorid beizumischen, da sonst die gute Löslichkeit der Präparate herabgesetzt und die Herstellung konzentrierter Lösungen, beispielsweise der oben erwähnten Stammlösungen erschwert werden könnte „
Das vor-llegeride Verfahren und die zu dessen n, _ führung geeigneten Präparate der angegebenen Zusammensetzung eignen sich vor allein zum Färben tierischer Paserni insbesondere aber zum Färben von Wolle und zwar in erster Linie von loser Wolle oder Kammzugwolle * Die bei diesem Verfahren zu verwendenden, zum Färben aus saurem Bade an sich nicht geeigneten ο,ο'-Dioxvraonoazofarbstoffe liefern bei derartigem Paserrnaterial für sich allein gefärbt in saurem Bade ganz besonders unglelchmässige, sehr oft vollkommen unbrauchbare Färbungen * Dies ist leicht verständlich, da diese Farbstoffe durch die im Färbebad vorhandene Säure in grober Form ausgefällt werden und in diesem Zustand nicht genügend tief in das zu färbende Material eindringen können | sie werden durch die äussersten Faserschichten, welche wie ein Filter wirken,, zurückgehaltene. Arbeitet man dagegen nach dem vorliegenden Verfahren, so bleiben die Farbstoffe überraschenderweise auch in saurem Medium in Lösung oder doch in so feiner Verteilung, dass das zu färbende MateirjIal nicht mehr als Filter zu wirken vermag und gieichmässig durchgefärbt wird, Das neue Verfahren und die neuen Präparate erweisen sich deshalb als besonders vorteilhaft für die ApparatefMrbereii wo in der Regel konzentrierte Färbebäder benutzt werden und das zu färbende Material in verhältnismässig dichter Packung mit grosser Filterwirkung gefärbt wird,. Unter Apparatefärberei sind hier diejenigen Färbemethoden zu verstehen, bei welchen das Färbegut stillsteht und die Färbeflotte - z„Bo durch eine Zirkulationspumpe - bewegt wird „
Unter den Färbepräparaten der oben angegebenen Zusammensetzung sind insbesondere diejenigen wertvoll, die an sich zum Färben nach dem Eihbadchromierverfahren geeignete., zum Färben nach dem Hachchromierverfahren sufolge ungenügender Löslichkeit In saurem Medium aber nicht geeignete o,o-Dioxyraonoazofarbstof f e und gleichseitig solche ο, ο *-Dioxymonoazofarbstoffe enthalten, welche sowohl zum Färben nach dem Elnbadehromierverfahren als auch sum Färben nach dem Naehehromier-Verfahren geeignet sind.
Mit diesen Mehrzweckpräparaten werden Z cBi, auf Wolle sowohl nach dem EinbadchromIerverfahren als auch nach dem WaehchromIerverfahren sehr wertvolle, echte und gleiehraässlge Färbungen erhalten,, wobei das Ergebnis von der Beschaffenheit der su färbenden Wolle weitgehend unabhängig ist.
Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung, ohne diese Irgendwie einzuschränken. Dabei bedeuten, sofern nichts anderes bemerkt Wirdj, die Teile Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente, Die Temperaturen sind In Celsiusgraden angegeben,,
Beispiel 1
Man bereitet ein. Farbepraparati indem man eine gleichmässlge Pulvermischung herstellt aus s
50 Teilen des Parbetoffes der Formel
OH OH H^C-OC-OT- A -W«««H- r
U · M ei)
TiiO0 CjHLi-C-CH,, (Natrlumsali
35 Teilen des Farbstoffes der Formel
OH OH
' U U '",..(ID
! I N0„ CIL
15 Teilen des Farbstoffes der Formel
OH OH
(Wa.tr Iumsal 2'}
> f Na t rIumsa1ζ)
J0„ OCH^
100 Teile, 2
Mit dieser Mischung kann Wolle nach der nachfolgenden Pärbevorschrift in vorteilhafter Weise gefärbt werden.
100 Telle lose 'Wolle werden Ira Parbeapparat (darunter 1st eine Vorrichtung sum Färben su verstehen, bei welcher das zu färbende Material nicht bewegt wird und die Färbeflotte zirkuliert) mit I53 Teilen des gemäss Beispiel I erhaltenen Farbstoffgemisches wie folgt gefärbt-;
Man löst 1,5 Teile des Gemisches In der ungefähr hundertfachen Menge heissem Wasser und stellt dann mit dieser Stammlösung ein Färbebad her,, das In 2500 Teilen Wasser von 50υ ausser dem Farbstoffgemisch 10 Teile krlst., Natriumsulfat und 3 Teile 40$ige Essigsäure enthalte Diese Färbeflotte wird nun im Apparat zu 100 Teilen loser Wolle hinzulaufen gelassen« Unter beständiger Zirkulation der Färbeflotte wird innert einer halben Stunde zum Kochen erwärmt ,, nach 45 Minuten Kochen werden 5 Teile IO^ige Schwefelsäure zugesetzt und nochmals eine Viertelstunde kochend weiterbehandelt=. Dann kühlt man auf 70-8θυ ab, fügt I iJ) Teile Kallumbichromat zu und chrom!ert während 40 Minuten bei Siedetemperatur. Schliesslich wird die Wolle mit kaltem Wasser gespült und getrocknet, Sie Ist In gleichmässig braunem Tone gefärbt„
Anstatt das gemäss obigem Angaben hergestellte Gemisch zur Herstellung der Stammlösung zu verwenden, kann man auch die Farbstoffe im entsprechenden Mengenverhältnis nacheinander in etwa 100 Teile Wasser lösen und die so hergestellte Stammlösung zum Färben, nach dieser Vorschrift verwenden, wobei man praktisch zum gleichen Ergebnis gelangt,
Anstatt mit 1,3 Teilen dee oben angegebenen Gfeinisches kann man die lose Wolle auch mit IsJ Teilen des folgenden Gemisches in der- angegebenen Weise färben und erhält dann ebenfalls eine gleichmässige,, rotstichig braune Färbung 50 Teile des Farbstoffes der Formel (!) (siehe oben) 36 Teile des Farbstoffes der Formel (II) (siehe oben) 14 Teile des Farbstoffes der Formel
OH OH
TT Λ O 1 !
χ/' ν CI 0H_-C-CH
5 iNatriumsalz) Teile» J
Der Farbstoff der obenstehenden Formel (l) ist für sich allein nicht geeignet sum Färben nach dem obenstehenden Verfahren/ da er beim Zusatz von Essigsäure in grober Form ausfällt und die Wolle daher sehr ungleichmässig anfärbt.
Beispiel 2
Man bereitet eine gleichmässlge Mischung aus
50 Teilen des Farbstoffes der Formel (I) (siehe Beispiel 1)
j6 Teilen, des Farbstoffes der Formel (II) (siehe Beispiel l)
14 Teilen des Farbstoffes der Formel
OH OH I f HO^S-Λ··^====Η- S V
TJCL
(Hair iurasalz
Teile,
1,1 Teile dieses Gemisches werden in 100 Teilen heissem "Wasser gelöst,, Diese Stammlösurig wird mit Wasser auf 4000 Volumteile verdünnt und 10 Teile krist„ Natriumsulfat und 4 Teile 40$ige Essigsäure zugefügt,, In das so erhaltene Färbebad geht man mit 100 Teilen loser Violle bei 50° ein, erwärmt innert einer halben Stunde zum Kochen und färbt 45 Minuten kochend , Nun. gibt man 5 Teile 10$ige Schwefelsäure zu und kocht weitere 15 Minuten, Hierauf kühlt man auf 70-80 ab, fügt Ij5 Telle Ka1Iumb1ehromat hinzu und chromiert während 40 Minuten bei Siedetemperatur, Zuletst wird die Wolle in kaltem Wasser gespült und getrocknet,; Sie ist in glelchmässig rotstichig braunem Tone gefärbt.
Weitere 'wertvolle Färbungen werden mit den in der nachstehenden Tabelle angeführten Mischungen erhalten. Dabei
kann -man, entweder, wie oben Hngegebens, PulVermischungen herstellen oder die Farbstoffe im entsprechenden Mengenverhältnis in etwa 100 Teilen Fässer lösen und die so erhaltene Stammlösung sum Färben verwenden» Kolonne I enthält die Angabe Über die an sich zum Färben aus saurem Bade nicht geeigneten Farbstoffe und Kolonne II die Angabe über die sum Färben aus saurem Bade geeigneten Farbstoffe „ In Kolonne III ist der Farbton angegeben., der beim Färben von Wolle mit diesen IMisohungen nach der oben beschriebenen Färbemethode erhalten wird,
II
III
OH
schwarzbraun
O2H5
Teile
40 Teile
OH
H^C-OC-HW-
OH I
-W=W-
OH I OH
OF
s I H0_„S~
-ν, -N=W- / I \
wo,
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H7C-C-CH,
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OH I
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OH i
SO0WH0 OH
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Teile
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28,.5 Telle
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OH
Ρ ~Ή- (
;j j tkC=W ! I •Vi^ GH-, A-
Ci
„5 Teile
OH ±
HO
I=W=
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hh Teile
bordeaud
schwarzgrau
OH OH
A OH
36 Teile
OH HO j
y
SO^H
64 Teile
...
I
!
I
marine-
blau I
AY- OH
OE t.
/\-n=n-c; ι N —a ,m
\ λ w SOo -Mi
i 1. - ι
2 n/ OH, /v
40 Teile
OH OH
HO^S- A-H=N- A~"~\,
.7 j ι >—ς
V" x r
a SO -TOTT- y——\
40 Teile
j" Ö - N-«/—>
X/ '
1 CA
Cl
20 Teile
j
I
blaust ic'i
bord eau:
OH OH
U <=>
2 ei
30 Telle
OH OH
i 1
HQ, A -N=N- / \
KJ \—s
A- ι
"L SO0NH-./—\
2 \ /»
3D Teile
OH
OH j. .
j ^C - Ν™ / V
HC1fS-A-N=N-C' ί \—^
J U
X/ !
JL- ΟΙΑ
C i 3
40 Teile
I— -r. „ _ _ , „ ______ :
violett-
braun
I
Gleiohmässige Färbungen werden auch erhalten, wenn man In einem der- oben (Beispiele 1 und 2) angegebenen Gemische den Farbstoff der Formel (l) durch den Farbstoff der Formel
OH OH 1 !
IO0 OOtL
ersetzt und nach einer der beiden In Beispiel 1 und 2 angeführten Färbevorschriften verfährt „ Auch diesel1 Farbstoff ist für sieh allein verwendet nicht gut geeignet zum Färben aus saurem Bade»

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1)) Verfahren sura Färben aus saurem Bade9 dadurch gekennzeichnet, dass man mit ο,ο'-Dioxyraonoazofarbstoffen, die an sich zwar zum Farben aus neutralem 'bis schwach alkalischem* aber nicht aus saurem Bade geeignet sind, in Gegenwart eines an sich sum Färben aus saurem Bade geeigneten 0,0'-Dioxymonoazofarbstoffes färbt«
    2) Verfahren gemäss Patentanspruch 1,, dadurch gekenn zeichnet, dass man solche, an sich zum Färben aus neutralem bis alkalischem., aber nicht aus saurem Bade geeignete o,o»-Dioxymonoazofarbstoffe wählt, welche von Sulfonsäure- und Carboxylgruppen frei sind., eine einzige Witrogruppe enthalten und der allgemeinen Formel
    OH OH
    I I
    entsprechen., worin R1 und R? je einen aromatischen Rest der
    Benzolreihe bedeuten, in dem die Asogruppe und die Hydroxylgruppe in o-Stellung zu einander stehen«
    5) Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekenn
    zeichnet, dass man solche,, an sich zum Färben aus neutralem bis alkalischem, aber nicht aus saurem Bade geeignete 0,0 '-Dioxymonoazofarbstoffe wählt, welche von Sulfonsäure- und Carboxylgruppen frei sind» und der allgemeinen Formel
    OH OH
    entsprechen,, worin einen aromatischen Rest der Benzolreihe» und R0-OH den Rest einer Kupplungskomponente bedeutet, wobei die -OH-Gruppen in IMachbarstellung zur Azogruppe stehen und das ganze Parbstoffmolekul eine einzige Sulfonsäureamidgruppe aufweist *
    4) Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Solche3 an sich zum Färben aus neutralem bis alkalischem, aber nicht aus saurem Bade geeignete OiO i-Dloxymonoazofarbstoffe wählt, welche von Sulfonsäure und Carboxylgruppen frei sind und der allgemeinen BOrmel
    OH OH
    a 3
    entsprechen, worin R., einen aromatischen Rest der Bensolreihe,
    j.
    in dem die Azogruppe und die Btydr0x3?!gruppe in o-Stellung zu einander stehen und Rn einen in Haohbarstellung zur Hydroxylgruppe an die Azogruppe gebundenen Haphthallnrest bedeutet, wobei das ganze Parbstoffmolekül eine einzige Sulfonsäureamidgruppe aufweist,
    5) Verfahren gemäss Patentanspruch 1„ dadurch gekennzeichnet, dass man Solche9 an sieh zum Färben aus neutralem bis alkalischem s aber nicht aus saurem Bade geeignete 0,0•-Dioxymonoazofarbstoffe Weihlt3 welche von Sulfonsäure- und Carboxylgruppen frei sind und der allgemeinen Formel
    entsprechen* worin Ej eisen arojiatisollen Rest der BenzoXrelhe9 ίιύ ([ro. 0Ί- * ml ν » s '* Kl* -αι s-Steilung su
    ctaroiter et^is.i uxCL t.3 ü:5 >cui "0I-,-Ix .0*1 !> .•lj^tot0 wobei äas gmme ParbstoffiaoleMil eine einzige Sulfoaaimreaaidgriippe aufweist,
    6 } jj. τ ^αή- ^oJ TVee ^iie 1 Ma
    ao<8f. c1 ,•cV·» ν Iil·'"·';, J ir -Jb S1 1 •■.'S-MaidTti Hwtexiiü. TAolle5, iiisfeesönaere lose Wolle TerweiMiet und in Apparat gefärbt wird«, 7°) !?2:Le~ "~> I^jf dadurch gekennzeichnet, dass sie einen
    OpOt-BiosyriD"! c^sf«. ~n-a uff fl«r ia Anspruch 1 fels 5 gekennzeichneten Art8 der an rdr*". ^ 1 sri Jil ζ no ι·_ ■* 'Tjlciu "u j schwach al-Iealisoiiejffl8 näth* ^üci9 o-jtj s: «rcn Drc t- *ctone- j ist and einen an sich zum Tävazii ans sauxcii. Dcils go&ignetcn οβο'-Moxymonoazof art stoff enthalten.
    8 c.) Färbepräparate gemäss Patexitaaapruch 7p dadurch gekenn-
    zeichnet, dass sie einen solchen,. an sich mm färben ans saurem Bad® eccif^iib^ii Par1T?:' οΐί <xn I-IrClteiij der auch zum Färben mach dem Einbatf chromi* τνντϊϋΚτ r. ■ z') ucö 1st·
    Legende zur Par be tafel
    'ärbung 1: hergestellt gemäss Beispiel 1 ( Seite 11-12 der Anmeldung)
    ti 2: 11 " " ι ( " IJ " " )
    " iI: " " l.Bsp. der Tabelle (Seite 15 der Anmeldung)
    II ^ . II H 2 " 'I II ^ II It II ^
    II γ . II ti ij. a II H ti £ II -|_6 " II ^
    In allen Fällen wurden Pulvermischungen (und rächt durch nach einander erfolgtes Lösen der einzelnen Mischbestandteile in Wasser hergestellte Stammlösungen) zum Färben verwendet.

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