DEC0000519MA - Verfahren zur Herstellung einer Dicarbonsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Dicarbonsäure

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DEC0000519MA
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DE
Germany
Prior art keywords
dicarboxylic acid
oxy
acid
amino
benzene
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Ernst Dr. Schaffhausen Felder
Original Assignee
Cilaz AG, Schaffhausen
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Description

Gegenstand des Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung der 4-Amino-2-oxy-benzol-1,5-dikarbonsäure, welche, wie gefunden wurde, unter anderen therapeutisch wertvollen Eigenschaften eine gute Aktivität gegen säurefeste Bakterien, insbesondere gegen Tuberkelbazillen aufweist und daher als Pharmazeutikum und als Zwischenprodukt verwendet werden soll. Das Verfahren zur Herstellung dieser neuen Verbindung, ist dadurch gekennzeichnet, das man eine Verwendung der allgemeinen Formel worin R ein Wasserstoffatom oder ein hydrolytisch leicht abspaltbares Radikal, zum Beispiel ein Acyl- oder ein Garbalkoxy-Radikal ist, und in welcher das on p-Stellung zur Oxy- oder zur R-NH-Gruppe befindliche Wasserstoffatom durch die Karboxylgruppe substituiert sein kann, oder ein Salz einer solchen Verbindung, mit Kohlensäure und einem Karbonat, zum Beispiel einem Alkali- oder einem Erdalkalikarbonat in der Hitze behandelt, so dass sich die 4-Amino-2-oxy-benzol-1,5-dikarbonsäure bildet.
Beispiel 1:
100 g m-Aminophenol, 350 g Wasser und 400 g Kaliumkarbonat werden in einem Autoklaven bei 120°C 24 Stunden unter einem Kohlensäuredruck von 15 Atmosphären erhitzt.
Das beim Erkalten des Reaktionsgemisches ausfallende Gemisch von m-Aminophenol und Kaliumcarbonat wird abgetrennt, die Lösung mit Salpetersäure auf ein p(exp)H von 1 eingestellt, die dabei sich niederschlagende 4-Amino-2-oxy-benzol-1,5-dikarbonsäure abgesaugt, mit Wasser gut ausgewaschen und aus Sodalösung mit 2 n Salzsäure umgefällt. Die so in guter Ausbeute erhaltene 4-Amino-2-oxy-benzol-1,5-dikarbonsäure ist ein farbloses, bei 210-211° unter Zersetzung schmelzendes Pulver. Die ist leicht löslich in verdünnten Alkalien, mässig gut löslich in Methanol, Aethanol, und Aceton, praktisch unlöslich in verdünnten Mineralsäuren und in Kohlenwasserstoffen.
Durch Abstumpfen der salpetersauren Lösung kann eine kleine Menge der gleichzeitig entstandenen 4-Amino-2-oxy-benzol-1,5-dikarbonsäure in guter Reinheit als Nebenprodukt gewonnen werden. Die neue Verbindung lässt sich auch ohne Anwendung von Druck durch längeres Einleiten von CO(sub)2 in eine siedende, zweckmässig wässrige Lösung von m-Aminophenol und Kaliumkarbonat gewinnen.
Beispiel 2:
145 g 4-Amino-2-oxy-benzosäure, 600 g Kaliumkarbonat und 500 g Wasser werden in einem Autoklaven bei 130° 12 Stunden unter einem Kohlensäuredruck von 15 Atmosphären erhitzt. Nach Beendigung der Reaktion wird wie in Beispiel 1 angegeben aufgearbeitet, wobei man die 4-Amino-2-oxy-benzol-1,5dikarbonsäure in vorzüglicher Ausbeute erhält.
Beispiel 3:
150 g 4-Oxy-anthranilsäure, 600 g Wasser und 600 g Kaliumkarbonat werden im Autoklaven bei 120-130° 12 Stunden unter einem CO(sub)2-Druck von 15 Atmosphären erhitzt. Nach Beendigung der Reaktion wird, wie im Beispiel 1 beschrieben, das Kaliumkarbonat abgetrennt, die Lösung mit Salpetersäure angesäuert, die ausgefallene 4-Amino-2-oxy-benzol-1,5-dikarbonsäure gesammelt und zwecks Reinigung umgefällt.
Die neue Säure lässt sich auch in Form ihrer Salze, zum Beispiel Natriums, Kalciums oder organischer Basen isolieren.

Claims (4)

1. ) Verfahren zur Herstellung einer Dikarbonsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel
worin R ein Wasserstoffatom oder ein hydrolytisch leicht abspaltbares Radikal, zum Beispiel ein Acyl- oder ein Carbalkoxy-Radikal bedeutet, und in welcher das in p-Stellung zur Oxy- oder zur R-NH-Gruppe befindliche Wasserstoffatom durch die Karboxylgruppe substituiert sein kann, oder ein Salz einer solchen Verbindung, mit Kohlensäure und einem Karbonat, zum Beispiel Alkali -oder Erdalkalikarbonat in der Hitze behandelt, sodass sich die 4-Amino-2-oxy-benzol-1,5-dikarbonsäure bildet.
2. ) Verfahren nach Patentanspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung in wässrigem Medium vornimmt.
3. ) Verfahren nach Patentanspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass man Kaliumkarbonat verwendet.
4.) Verfahren nach Patentanspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass man die Behandlung unter Druck vornimmt.

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