DEC0008853MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Februar 1954 Bekanntgemacht am 30, August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 22 b GRUPPE 305 INTERNAT. KLASSE C 09 b
C 8853 IVb/'22b
Dr. Maurice Grelat, Basel, und Dr. Walter Kern, Sissach (Schweiz)
sind als Erfinder genannt worden
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36
Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonküpenfarbstoffen Die Priorität der Anmeldungen in der Schweiz vom 18. Februar 1953 und 29. Januar 1954
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf neue wertvolle Anthrachinonküpenfarbstoffe, nämlich auf lineare
Polyanthrimidcarbazole, welche mindestens vier Anthrachinonkerne und mindestens eine in paraStellung
zu einer Carbazol-NH-Gruppe befindliche
Acylaminogruppe enthalten. Ein solcher neuer Farbstoff ist beispielsweise derjenige der Formel
Diese neuen Farbstoffe lassen sich herstellen, indem man lineare Polyanthrimide, welche mindestens
vier Anthrachinonkerne und mindestens eine in para-Stellung zu einer Anthrimidbrücke befindliche
Acylaminogruppe enthalten, mit carbazolierenden Mitteln behandelt.
Als lineare Polyanthrimide, die gemäß vorliegendem Verfahren als Ausgangsstoffe verwendet
werden, sollen solche aus mindestens vier Anthrachinonkernen zusammengesetzte Anthrimide gelten,
in denen sämtliche Anthrimidbindungen jeweils in i, 4-Stellung (p-Stellung) zueinander stehen, so
daß also jeweils die 4-Stellung des einen Anthrachinonkerns mit der 1-Stellung des nächsten durch
eine —NH-Gruppe verbunden ist. Mindestens einer der beiden endständigen Anthrachinonkerne
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enthält, ebenfalls in p-Stellung zur Anthrimidbindung,
eine Acylaminogruppe.
Besonders zweckmäßig ist die Verwendung
solcher Polyanthrimide, die vier bis sechs Anthrachinonkerne enthalten, wobei vor allem mit
'■-■ Tetranthrimiden wertvolle Ergebnisse erzielt werden.
Weiterhin empfiehlt es sich in der Regel, Polyanthrimide zu verwenden, die an beiden endständigen
Anthrachinonkernen, jeweils in p-Steilung
ίο zur Anthrimidbrücke durch eine Acylaminogruppe
substituiert sind.
Es kommen vorzugsweise solche Polyanthrimide in Betracht, deren Acylaminogruppen der Formel
— NH — OC — R entsprechen, worin R einen aromatischen Rest der Naphthalin- oder vorzugsweise
der Benzolreihe bedeutet, beispielsweise einen unsubstituierten oder einen in geeigneter Weise
z. B.' durch Halogenatome wie Chlor substituierten Benzolrest. So können die Polyanthrimide z. B.
durch eine Benzoylaminogruppe, eine o-, m- oder p-Chlorbenzoylaminogruppe, eine o-Fluorbenzoylaminogruppe,
ferner auch durch eine /?-Naphthoylamino- oder p-Phenylbenzoylaminogruppe substituiert
sein.
Die beim vorliegenden Verfahren als Ausgangs-■-■■
stoffe dienenden Polyanthrimide lassen sich nach an sich bekannten Methoden durch Umsetzung von
a-Aminoanthrachinonen mit a-Halogenanthrachinonen
herstellen. So kann man beispielsweise
4,4"'-Diacylamino-i,
i'"-tetranthri-
mide durch Kondensation von 1 Mol 4, 4'-Diaminoi,
i'-dianthrimid mit 2 Mol eines 4-Halogeni-acylaminoanthrachinons
erhalten. Weitere beim vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe verwendbare, lineare Polyanthrimide, welche eine
einzige Acylaminogruppe enthalten, lassen sich durch Kondensation von i-Amino-4-halogenanthrachinon,
insbesondere i-Aniino-4-chloranthrachinon,
mit sich selbst und nachfolgende Acylierung herstellen. Die so erhältlichen Produkte stellen Gemische
dar, welche aber im wesentlichen aus Anthrimiden bestehen, die mindestens vier Anthrachinonkerne
enthalten.
Die Kondensationen zu den Polyanthrimiden können nach üblichen, an sich bekannten Methoden
erfolgen. In jenen Fällen, wo die gebräuchlichen Lösungsmittel wie Nitrobenzol ein zu schwaches
Lösungsvermögen besitzen, was insbesondere bei Ausgangsstoffen, die bereits mehrere Anthrachinonkerne
im Molekül enthalten, zutrifft, können höhere Kohlenwasserstoffe, wie z. B. Anthraoen oder Phenanthren,
als Lösungsmittel herangezogen werden. Als carbazolierende Mittel können gemäß vorliegendem
Verfahren insbesondere die verschie-
denen an sich bekannten Kombinationen von Aluminiumchlorid mit Flußmitteln verwendet
werden, wobei es im Einzelfall dahingestellt werden kann, inwiefern diese Flußmittel Molekülverbindungen
mit Aluminiumchlorid bilden. Als solche Flußmittel seien aromatische Verbindungen wie
Nitrobenzol, anorganische Verbindungen wie Natriumchlorid oder Schwefeldioxyd gegebenenfalls
allein oder in Kombination -miteinander genannt. Vorteilhafte Resultate erhält man in der
Regel bei Verwendung von Aluminiumchlorid unter Zusatz einer tertiären Base, z. B. einer hydroxylgruppenfireien
tertiären Base, wie z. B. Triäthylamin. Besonders geeignet sind aber cyclische Basen,
wie z. B. Chinolin oder Acridi-n, und νοτ allem
Pyridinbasen wie Pyridin selber und dessen nächste Homologe, z. B. Methylpyridine wie a-Picolin, oder
Gemische von Pyridinbasen wie das technische ß, jz-Picolingemisch.
Die Carbazolierung der Polyanthrimide kann vorteilhaft bei Temperaturen erfolgen, die etwa
zwischen 120 und i8o° liegen. Bei Verwendung von Pyridinaluminiumchlorid sind Temperaturen
von etwa 1400 besonders vorteilhaft, während
beispielsweise die Picoline auch die Durchführung der Reaktion bei höheren Temperaturen (bis etwa
i8o°) erlauben. Je nach Wahl des Kondensationsmittels und der Umsetzungstemperatur können sich
in den Eigenschaften des erhaltenen Produktes, insbesondere bei Pentanthrimiden und höheren
Anthrimiden, gewisse Unterschiede z. B. hinsichtlich des Farbtones der damit erzeugten Küpenfärbung
ergeben.
Die Aufarbeitung der Reaktionsgemische kann in üblicher Weise erfolgen, z. B. indem man den
Reaktionsansatz nach dem Verdünnen mit Wasser mit Alkalihydroxyd alkalisch macht und mit
Natriumhypochlorit behandelt oder durch Zusatz eines passenden Reduktionsmittels, wie Natriumhydrosulfit,
den erhaltenen Farbstoff verküpt und hierauf durch Oxydation, z. B. mittels Luft, abscheidet.
Beim vorliegenden Verfahren finden die theoretisch möglichen Carbazolringschlüsse bei den
Tetranthrimiden leicht praktisch vollständig und bei den höheren Anthrimiden mindestens zur Hälfte
statt, und die obenerwähnten Unterschiede in den Eigenschaften der Endprodukte sind zweifellos
größtenteils darauf zurückzuführen, daß je nach Umsetzungsbedingungen die Carbazolierung mehr
oder weniger vollständig verläuft. Demgemäß entsprechen die nach dem vorliegenden Verfahren
erhältlichen Küpenfarbstoffe der allgemeinen Formel
Z Z
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worin η eine ganze Zahl, größer als 1, und X ein
Wasserstoffatom oder eine Acylaminogruppe bedeuten und mindestens die Hälfte der Reste
. -NH-
Z Z
Atomgruppierungen der Formel
-NH-
und die übrigen dieser Reste Atomgruppierungen der Formel
darstellen, wobei gegebenenfalls einzelne Wasser-Stoffatome durch Substituenten ersetzt sein können.
Diese neuen Farbstoffe können als Pigmente verwendet werden. Sie sind aber insbesondere geeignet
zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Fasern, besonders cellulosehaltiger Fasern,
wie Baumwolle, Leinen, Kunstseide und Zellwolle aus regenerierter Cellulose. Man erhält auch nach
dem sogenannten Heiß färbeverfahren, d. h. bei einer Färbebadtemperatur von etwa 6o° und unter
Verwendung stark alkalischer Küpen, kräftige, vorwiegend graue bis grauolive Färbungen, die
durch ihren Farbton, insbesondere die gute Übereinstimmung des Farbtones auf verschiedenen
cellulosehaltigen Materialien, sowie ihre Echtheitseigenschaften wertvoll sind.
Gegenüber dem im Beispiel 2 der USA.-Patentschrift 2 162 203 beschriebenen Dibenzoylaminotrianthrimid
zeigen die verfahrensgemäß erhaltenen Farbstoffe die Vorzüge, farbstärker zu sein und
Färbungen zu ergeben, die beim Nachseifen den Farbton nicht verändern und bessere Echtheiten
gegenüber Licht und der Chloritbleiche aufweisen.
Gegenüber den in der belgischen Patentschrift
503 508 beschriebenen linearen Tetranthrimidcarbazolen zeichnen sich die verfahrensgemäß er-
. 50 haltenen Farbstoffe dadurch aus, Baumwolle und Viskosekunstseide im gleichen Ton anzufärben.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile
und die Prozente Gewichtsprozente.
B e i s ρ i e 1 ι
35 Teile Aluminiumchlorid werden in 70 Teile Pyridin unter Rühren langsam eingetragen. Nach
dem Eintragen gibt man zu dieser Schmelze 7 Teile 4, 4'"-Dibenzoylamino-ri, i'-4', i"-4", i'"-Tetranthrimid
und erhöht die Temperatur innerhalb 45 Minuten auf 138 bis 1400. Bei dieser Temperatur
läßt man 1 Stunde weiterrühren. Die Schmelze wird dann auf 1000 Teile Eis ausgetragen.
Zu diesem Gemisch fügt man 200 Teile 35%ige Natriumhydroxydlösung und 100 Teile '
Natriumhypochloritlösung (10 bis 12% aktives
Chlor) hinzu. Hierauf wird das Reaktionsgemisch unter energischem Rühren 1 Stunde bei 900 gehalten,
abgesaugt und das Nutschgut neutral gewaschen. Der Rückstand wird dann in Wasser angerührt,
mit Salzsäure angesäuert und einige Zeit sieden gelassen. Der Farbstoff wird nun abgesaugt,
mit Wasser neutral gewaschen und getrocknet. Er bildet ein dunkles Pulver, das sich in konzentrierter
Schwefelsäure mit braunschwarzer Farbe löst und Baumwolle aus brauner Küpe in echten, blaustichiggrauen
Tönen färbt.
Das 4,4"'-Dibenzoylamino-i, i'~4', i"-4", i"'-Tetranthrimid
kann z. B. wie folgt hergestellt werden:
15,3 Teile 4, 4'-Diamino-1, i'-diänthrimid,
26,5 Teile 4-Chlor-i-benzoylaminoanthrachinon,
ι Teil Kupfer(I)-chlorid, 10 Teile wasserfreies
Natriumcarbonat und 300 Teile Naphthalin werden 8 Stunden bei 210 bis 2120 gerührt. Das Reaktionsgemisch
wird nun bis auf 1400 erkalten gelassen und mit 300 Teilen Chlorbenzol verdünnt.
Man saugt heiß ab und wäscht mit Chlorbenzol. Bis zur Entfernung der Lösungsmittel wird das
Nutschgut wasserdampfdestilliert, dann mit Salzsäure angesäuert, abgesaugt, neutral gewaschen
und getrocknet. Man erhält ein dunkles Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit olivgrüner
Farbe löst.
3,87 Teile 4, 4'-Diamino-1, i'-dianthrimid,
8,2 Teile i-(p-Phenylbenzoylamino)-4-chloranthrachinon, 3 Teile Natriumcarbonat, 0,1 Teil Kupfer (I)-chlorid
und 150 Teile Naphthalin werden 8 Stunden bei 2io° gerührt. Das Reaktionsgemisch wird
nun bis auf 1500 erkalten gelassen undmit 100 Teilen
Chlorbenzol verdünnt. Man saugt heiß ab und wäscht mit Chlorbenzol, dann mit Alkohol. Das
Nutschgut wird dann mit verdünnter Salzsäure aufgekocht, abgesaugt, mit Wasser neutral gewaschen
und getrocknet. Man erhält ein dunkles Produkt, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit oliver
Farbe löst.
Dieses Produkt: wird: gemäß Beispiel 1, 1. Absatz,
carbazoiliert. Der Farbstoff bildet ein. dunkles Pulver, dlas sich in, konzentrierter Schwefelsäure
mit brauner Farbe löst und Baumwolle aus brauner Küpe in echtem grauen Tönen färbt.
B e i s ρ i e, 1 3
4,6 Teile 4, 4'-Diamino - 1, 1'- diianthrimid,
7,9 Teile i-(o^Chilorbenzoylamino)-4-chloir'ant(h,rar
chinon, 3 Teile Natriumcarbonat:, o, 1 Teil Kupfer(I) chlorid
und 200 Teile Naphthalin werden 8 Stunden bei 210 bis 2i2° gerührt. Das Realctionsgemisch
wird danni bis auf 1500 erkalten gelassen, mit
200 Teilen. Cbloirbenizol verdünnt, heiß abgesaugt,
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'■■ i;;\d dann mit Alkohol gewaschen.
v/Ird mit verdünnter Salzsäure auftgt,
mit Wasser neutral gewaschen I.b.n erhält ein dunkles Produkt,
. -■ iitriorter Schwefelsäure mit Oliver
■■■.-..; Produkt wird gemäß Beispiel i,
λ -rcolicrt. Der Farbstoff bildet ein
dn.s sich in. konzentrierter Schweifel-■,·■:·■;
Farbe löst und. Baumwolle aus Άι C1CJi::1!! blaugrauen. Tönen: färbt.
4, 4'-Diamino.- ι, ι'-dianthrimid,
[■•(■j- Methoxybenzoylamino) -4-chllor-■\
0.5 Teile Kupfer(I) -chlorid, 8 Teile ■ -".t und 250 Teile Naphthalin werden
\>λ r?io bis 212° gerührt und bis. auf
:·.·' ~ \assen. Bei dieser Temperatur ver-
uv:': ::oo Teilen Chlorbenzol und saugt
ρ -Ti'.tschgut wird mit Chlorbenzol und
.'cc·':öl gewaschen, mit verdünnter SaIz-■
~?'vi, abgesaugt, mit Wasser neutral
.: v1 .■;. '.roeknet. Man, erhält ein. dunkles
■■; s:ch in konzentrierter Schwefelsäure
'"..'-..'■; löst. Dieses Produkt wird, gemäß
τ Absatz, carbazoliert. Der Farbstoff :1;·"1;'θ3 Pulver, das sich in konzenr
. .:'=äure mit brauner Farbe löst und
mc brauner Küpe in echten: grauen
4. 4'-Diamino. - i, 1'- dianthrimid,
;■■■·'r.mino-4-chloranthrachinon, 6Teile
':."':, 0,7 Teile Kupfer(I)-chlorid und
·■;■: .jU'-cl werden. 10 Stunden bei 205
τ'. Hol 500 saugt man ab, wäscht mit
v/.. dann mit Alkohol. Das. Nutschgut : verdünnter Salzsäure aufgekocht,
': Wasser neutral gewaschen und ge-■ :h:i't ein dunkles Produkt, das sich
• . r Schwefelsäure mit oliver Farbe •■•duki wird gemäß Beispiel 1, 1. Ab-'■:■::.
Der Farbstoff bildet ein. dunkles '"'s in konzentrierter Schwefelsäure
~:l;e löst und Baumwolle aus brauner
". '.^'.lucn Tönen färbt.
B e i s ρ i e 1 6
4, 4'-Diamino - ι, ι'-dianthrimid,
T; c c-1: i noy 1 am i no-4-chlo r anthrachinon,
'-.—.lcarbonat, 0,7 Teile Kupfer(I)-o
Teile Nitrobenzol werden 10 Stun-
;. :io° gerührt. Bei 500 nutscht man
'■■n Rückstand mit Nitrobenzol und 7Tu':.s-chgut wird dann mit verdünnter
■"-■■•echt, abgesaugt, neutral gewaschen
;:. Man erhält ein dunkles Produkt,
' i'.itrierter Schwefelsäure mit grüner
3 Produkt wird gemäß Beispiel 1,
ι. Absatz, carbazoliert. Der Farbstoff bildet ein.
dunkles; Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit brauner Farbe löst und Baumwolfe aus
brauner Küpe in echten neutrailgrauen Tönen: färbt.
6,65 Teile 4, 4'-Diamino1-ι, ι'-dianthrimid.,
14, ι Teile i-(ß- Naphthoylamino) - 4 - chloranthrachinon,
5 Teile Natriumcarbonat, 0,7 Teile Kupfeir-(I)-chloridi
unid 250 Teile ' Nitrobemzol werden
10 Stundlen bei 205 bis 2100 gerührt. Bei.500 saugt
mam ab und wäsoht mit Niitrobenzol, dann mit
Alkohol. Das. Nutsohgut wird dann mit verdünnter Salzsäure aufgekocht, abgesaugt, mit Wasser
neutral gewaschen undi getrocknet. Man erhält ein dunkles Produkt, das sich in konzentrierter
Schwefelsäure mit aliver Farbe löst. Dieses Produkt wird gemäß Beispiel 1,1. Absatz, carbazoliert.
Der Farbstoff bildet ein, dunkles Pulver, das sich im konzentrierter Schwefelsäure mit brauner
Farbe löst und Baumwolle aus brauner Küpe in echten olivgraueni Tönen färbt.
B e i s ρ i e 1 8
13,3 Teile 4-Amino-1, !'-4', i"-trianthiriniid,
8Teiäe I-Benzoylaminιo-4-^clhl0ιran.th;räiChinιon,, 4Teile
Natriumcarbonat, 0,5 Teile Kupfer (I)-chlorid und 250 Teufe Naphthalin werden 15 Stunden bei 210
bis 212° gerührt. Das Reaktionsgemisch wird nun
bis auf 150° erkälten gelassen, und mit 200 Teilen
Chlioirbenzoil verdünnt. Man, saugt heiß ab, wäscht
mit Chlorbenzol undldann mit Alkohol.. Das Nutschgut
wird dann mit verdünnter Salzsäure aufgekocht, abgesaugt, mit, Wasser neutral gewaschen
und getrocknet. Mam erhält: ein dunkles Produkt, das. sich in konzentrierter Schwefelsäure mit ol'iver
Farbe löst. Dielseis Produkt wird gemäß Beispiel 1, i. Absatz, carbazoliert. Der Farbstoff bildet ein
dunkles Pulver, dlas, sich in konzentrierter Schwefelsäure! mit brautner Farbe löst und Baumwolle aus
brauner Küpe in echten grauen Tönen färbt.
14,1 Teile 4-Aminoi-4'-henzoylamino-1, i'-diantihrimM
(hergeisteilt z.B. durch Kondensation; des
i-Amino^-nitroaniÄrachinonis. mit dem i-Benzoylami.noi-4-'Qhlo:ranthrachinDn,
und Reduktion des so erhaltenen i-Benz,oylajminoi-4'-n:itro-i, i'-dianthrimi'ds),
3,15 Teilte 1, 4-Diahloranthraohinon, 4 Teile
Natriumcarbonat, 0,5 Teiiie Kupfer(I)-chlorid und 180 Teile Nitorobemzodi werden 15 Stunden bei, 205
bis 2io° gerührt. Das Reaktionsgemisch. wird bis
auf 100 bis. i2o° erkalten gelassen und, abgesaugt.
Der Rückstand! wird mit Nitrobenzol, dann mit
Alkohol! gewaschen. Dais Nufcschgut wird mit. verdünnter
Salzsäure aufgekocht, abgesaugt, neutral gewaschen und getrocknet. Man erhält ein, dunkles
Pulver, das. sich in konzentrierter Schwefelsäure mit oliver Farbe löst. Dieses Produkt wird gemäß
Beispiel 1, !.Absatz, oarbazolierti. Der Farbstoff
C 8853 IVb/22b
bildet ein, dunkles Pulver, das sich in konzentrierter
Schwefelsäure mit braumier Farbe löst und; Baumwolle
aus brauner Küpe in echten grauen Tönen färbt.
5
5
Beispiel ι ο
2O Teile i-Amino^-chiloTanthrachinon, 8 Teile
Natriumcarbonat, 0,5 Teile Kupfer(I)-chloirid und 300 Teile Naphthalin werden 15 Stunden bei 210
bis 212° geirührt. Das Reaktionsgemisch wird dann
bis auf 150° erkalten; gellassen und mit 200 Teilen Chlorbenzol verdünnt. Man saugt heiß ab und
wäscht mit ,Chlorbenzol·, dann mit; Alkohol. Das NutSiCihgut wird dann mit verdünnter Salzsäure
aufgekocht, abgesaugt, mit Wasser neutral gewaschen, und getrocknet. Das Produkt wird nun
mit: 200 Teilen Nitrobenzol· und 10 Teilen Benzoylcblorid
4 Stunden bei 160 bis· 1700 gerührt undi bei
6o° abgesaugt, mit Nitrobenzol, dann mit Alkohol gewasahen und getrocknet. Man erhält ein dunkles
Pulver, das sieh in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst. Dieses Produkt wird gemäß
Beispiel 1, 1. Absatz, carbazoliert. Der Farbstoff
bildet ein, dunkles Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure! mit brauner Farbe löst und Baumwolle
aus brauner Küpe in echten grauen Tönen färbt.
go Beispiel π
50 Teile Ahiminiumehlorid und 7 Teile Natriumchlorid
werden geschmolzen,. Bei 1200 gibt man 5 Teile 4, 4"'-Dibenzoylamino-i, !'-4', i"-4", i"'-tetranthrimid
zu und erhöht die Temperatur bis auf 1400. Bei dieser Temperatur läßt man 3 Stunden
rühren und gießt daran die Schmelze auf etwa 500 Teile Eis. Dieses Gemisch wird nun mit
200 Teilen 35°/oiger Natriumhydroxydlösung al'kalisch
gestellt und mit 70 Teilen, Natrmmhypochloritlösung (10 bis i2°/o aktives Chlor) 1 Stunde bei
900 gerührt. Man saugt heiß ab und wäscht mit Wasser. Das Nutschgut wird mit verdünnter Salzsäure
aufgekocht, abgesaugt, mit Wasser neutral gewaschen und getrocknet. Der Farbstoff bildet ein
dunkles Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure
mit brauner Farbe löst und Baumwolle aus orangebraumer Küpe in echten, grauen Tönen färbt.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonküpenfarbstoffen,
dadurch, gekennzeichnet, daß man lineare Polyanthrimide, welche mindestens· vier Anthrachimonkerne und mindestens,
eine: im para-Stelking zu einer Anthriinidbrücke
befindliche Acylaminogruppe enthalten, mit carbazolierenden Mitteln behandelt.
2. Verfahren, gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man. Polyanthiriimide, die vier
bis sechs Anthrachinonkeirne enthalten, als Ausgangsstoffe
verwendet.
3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche! 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man, Polyanthrimide, diei zwei je in p-S teilung zu, einer
Anthirimidbrücke befindliche! Acylaminogruppen
enthalten, als Ausgangsstoffe verwendet.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Polyanthrimide,
denen Acylreste der Formel — NH—OC—R entsprechen, worin R einen
aromatischen Rest der Benzol reihe bedeutet, als Ausgangsstoffe verwendet.
5. Verfahren gemäß.einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man, Tetranthrimide als Ausgangsstoffe verwendet.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche ι his 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Carbazöl'ierung mit, Alumiiniumchlodd: durchführt.
7. Verfahren gemäß Anspruch 6, dadurch, gekennzeichnet, daß man die Carbazolierung in
Gegenwart einer tertiären Base, vorzugsweise einer Pyridirabase, durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften :
USA.-Patentsehrift Nr. 2 162 203;
belgische1 Patentschrift Nr. 503 508.
USA.-Patentsehrift Nr. 2 162 203;
belgische1 Patentschrift Nr. 503 508.
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