DED0000448MA - Verfahren und Einrichtung zum Beflocken von Materialien und Gegenständen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Beflocken von Materialien und Gegenständen.

Info

Publication number
DED0000448MA
DED0000448MA DED0000448MA DE D0000448M A DED0000448M A DE D0000448MA DE D0000448M A DED0000448M A DE D0000448MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
flocked
flocking
flake
flakes
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Rudolf Hug
Original Assignee
Deschler, Peter, Ulm-Söflingen
Deschler. Walter, Ulm-Söflingen
Publication date

Links

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Beflocken von Materialien und Gegenständen aller Art.
Mit den bisher bekannten Einrichtungen und Verfahren werden Fasern bezw. Flocken entweder mittels einer Spritzpistole auf eine mit Klebstoff bestrichene Unterlage, z.B. auf Karton, Papier, Webstoff, Holz, u.dgl. aufgespritzt oder sie werden lediglich unter der Wirkung ihrer Schwere aufgeregnet und mittels gegen die Abseite wirkender Schläger erschüttert, damit die Faserflocken dichter zusammenrücken und sich wenigstens teilweise auch quer zur Fläche stellen. Praktisch kann nach diesen Verfahren nicht mehr erreicht werden, als dass die Fasern und Flocken auf der mit Klebstoff bestrichenen Fläche wirr durcheinander liegen.
Um eine mehr plüsch- oder samtartige Ausbildung der Beflockung zu erreichen, ist vorgeschlagen worden, die Abseite der Papier- oder Gewebebahn mittels schnell rotierender prismatischer Trommeln, deren Kanten mit Gleisstäben besetzt sind, zu bearbeiten, sodass Reibungselektrizität entsteht. Infolge der gleichpoligen elektrischen Ladung stossen die zunächst auf dem Klebstoff flach liegenden Flocken und Faser n sich gegenseitig ab und stellen sich dabei zum Teil quer zu ihrer Unterlage. Jedoch liegen auch bei diesem Verfahren die durch ihre Schwere in den Klebstoff gefallenen Faserflocken zunächst wirr durcheinander und werden erst nachträglich vor dem Trocknen des Klebstoffes durch Einwirkung statischer Elektrizität teilweise aufgerichtet.
Demgegenüber ist das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die in einer Flockenaufnahmevorrichtung liegenden Fasern bezw. länglichen Flocken der Krafteinwirkung eines elektrischen Feldes ausgesetzt werden, dessen Kraftlinien nahezu senkrecht zu der zu beflockenden Fläche stehen, wodurch die Flocken nahezu in senkrechter Stellung auf die zu beflockende Fläche auftreffen und dort mit ihrem einen Ende durch einen Klebstoff festgehalten werden. Unter Beflocken im Sinne dieses Verfahrens wird jedes Aufbringen fein verteilter Substanzen, wie Fasern, Flocken, Körnchen u.dgl. auf die Oberfläche von Gegenständen und Materialien aller Art verstanden.
Besonders vorteilhaft ist es, die Vorrichtung zur Aufnahme der Flocken und die zu beflockende Fläche derart zueinander anzuordnen, dass die Flocken entgegen der Wirkung des Schwerefeldes zu der zu beflockenden Fläche bewegt werden. Es ist aber auch denkbar, für gewisse Anwendungszwecke, die Flockenaufnahmevorrichtung und die zu beflockende Fläche derart zueinander anzuordnen, dass die Flocken im wesentlichen wagerecht gegen die zu beflockende Fläche bewegt werden, beispielsweise dann, wenn eine Wand beflockt werden muss.
Zweckmäßigerweise wird ein hochgespanntes elektrisches Gleichfeld verwendet, wobei zu seiner Erzeugung z.B. eine Influenzmaschine oder ein Fleischrichter dienen kann. Es ist aber auch möglich, ein hochgespanntes Wechselfeld anzu- wenden.
Das Verfahren kann auf verschiedene Weise angewendet werden, je nach der Art des zu beflockenden Gutes.
Die Beflockung kann im ruhenden Zustand des zu beflockenden Gutes erfolgen. Bei vielen Anwendungen ist es aber notwendig, das zu beflockende gut zu bewegen. Das ist z. B. dann der Fall, wenn die Beflockung am laufenden Band erfolgt, z.B. wenn das zu beflockende Gut in Bandform vorliegt oder auf einem bandförmigen Träger angeordnet ist. Eine Bewegung des zu beflockenden Gutes kann aber auch durch die Form dieses Gutes bedingt sein oder dann, wenn es allseitig beflockt werden muss, nötig werden. Ferner ist es denkbar, das zu beflockende Gut stetig oder intermittierend zu beflocken, wobei im letzteren Fall beispielsweise das elektrische Feld nur intermittierend zur Einwirkung gelangt oder das zu beflockende Gut nur teilweise mit Klebstoff versehen wird. Es ist auch möglich, die Beflockungsintensität zu verändern, sodass das Gut verschieden dicht beflockt wird.
Ein besonders günstiges Verfahren ergibt sich, wenn beispielsweise die Intensität des elektrischen Feldes geändert oder die Flockenmenge variiert wird. Es ist ausserdem in vielen Fällen notwendig, das Gut allseitig, bei einem bandförmigen Gut insbesondere beidseitig zu beflocken. Das letztere kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen. Nach der einen Art kann das Gut zuerst auf der einen und anschliessend auf der anderen Seite beflockt werden. Nach dem zweiten Verfahren wird das Gut gleichzeitig auf beide Seiten beflockt. Bei allseitiger Beflockung wird das ebenfalls allseitig mit Klebstoff versehene Gut zweckmässigerweise im elektrischen Feld entsprechend bewegt, z.B. gedreht oder gewendet.
Die Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Aufnahme der zur Beflockung dienenden Flocken und durch Mittel zur Erzeugung des elektrischen Feldes.
Anhand der schematischen Zeichnungen werden nachstehend einige Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens näher beschrieben.
Fig.1 und 2 zeigen Einrichtungen zur Beflockung von folien- und plattenförmigen Materialien und Gegenständen.
Fig.3 stellt eine Einrichtung zur Beflockung am laufenden Band eines bandförmigen Gutes dar, wobei
Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer Einzelheit dieser Einrichtung zeigt.
In Fig.5 ist eine Einrichtung gezeigt, die sich zur allseitigen Beflockung von kleineren Gegenständen eignet.
Fig.6 stellt schematisch dar, wie eine senkrechte Wand beflockt werden kann.
In Fig.1 ist mit 1 der Beflockungstisch bezeichnet.
Das Innere 2 ist mit einem Sauggebläse 3 verbunden. Die Platte 4, auf die der zu beflockende Gegenstand zu liegen kommt, ist mit Löchern versehen, ähnlich wie bei einem Sieb, sodass nach Einschalten des Sauggebläses 3 der zu beflockende Gegenstand an der Tischplatte 4 festhaftet. Der Beflockungstisch 1 ist um die Achse 5 um mindestens 180° kippbar, sodass die Platte 4 nach oben gedreht werden kann. Der Be- flockungstisch mit Sauggebläse ist auf einem fahrbaren Gestell 6 montiert, das auf dem Rahmen 7 in Pfeilrichtung hin- und hergeschoben werden kann. Mit 8 ist eine Vorrichtung zum Aufbringen des Klebstoffes auf den zu beflockenden Gegenstand bezeichnet und zwar mittels der Gummiwalze 9, die den Klebstoff in gleichmässiger Schicht auf den zu beflockenden Gegenstand aufträgt, wenn der Beflockungstisch in der gezeichneten Stellung nach rechts über die Klebstoffvorrichtung hinweg verschoben wird. Die Walze 10 überträgt den Klebstoff vom Klebstoffbehälter 11 auf die Gummiwalze 9. Um ein gutes Auftragen und Verstreichen des Klebstoffes auf dem zu beflockenden Gegenstand zu gewährleisten, wird die Umfangsgeschwindigkeit der Gummiwalze 9 gegenüber der Geschwindigkeit des darüber streichenden Beflockungstisches verschieden gewählt. Im Gestell 12 ist der Flockentisch 13 angeordnet, der in seiner Höhe verstellbar ist, damit der Abstand zwischen dem eingefahreren Beflockungstisch 1 und dem Flockentisch 13 beliebig eingestellt werden kann. Auf der Oberseite des Gestells 12 ist eine Flockenstreuvorrichtung angeordnet, die aus dem feststehenden Flockenbehälter 14 und dem beweglich angeordneten Flockenrechen 15 besteht. Der Boden des Flockenbehälters 14 besteht aus perforiertem Blech, z.B. einem Sieb, oder aus einem Drahtgitter. Der Flockenrechen 15 kann ähnlich ausgebildet sein und von Hand oder maschinell hin- und herbewegt werden. Durch das Hin- und Herbewegen des Flockenrechens fallen die Flocken regenartig auf den Flockentisch 13, der dadurch gleichmässig mit Flocken bedeckt wird. Unten im Gestell 12 befindet sich eine trichterförmige Auffangvorrichtung 16 mit einem Behälter 17 zum Auffangen der neben den Flockentisch fallenden Flocken. Die zur Erzeugung des elektrischen Feldes erforderliche Gleich- oder Wechselspannung ist einerseits an den Flockentisch 13, andererseits an den Beflockungstisch 1 angeschlossen, wobei Massnahmen getroffen werden können, dass die Spannung erst dann eingeschaltet wird, wenn der Beflockungstisch vollständig in das Gestell 12 eingefahren ist, d.h. sich in der Stellung befindet, wie es die Zeichnung strichpunktiert andeutet. Der Beflockungstisch 1 bezw. dessen Platte 4 und der Flockentisch 13 liegen in diesem Falle einander in parallelem Abstand gegenüber. Der Anschluss der Spannung kann in bekannter Weise erfolgen und ist deshalb in der Zeichnung nicht dargestellt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende.
Die zur Beflockung verwendeten Flocken werden in den Flockenrechen 15 bezw. den Flockenbehälter 14 geschüttet. Dann wird der Flockenrechen 15 hin- und herbewegt. Diese Bewegung kann zwangsläufig mit dem Kippen bezw. Verschieben des Beflockungstisches derart erfolgen, dass der Flockentisch nach einer Beflockung automatisch wieder mit Flocken versehen wird. Dadurch fallen die Flocken durch den Boden des Flockenbehälters 14 auf den Flockentisch 13, der mit einer gleichmässigen Schicht dieser Flocken bedeckt wird. Im Ruhezustand der Flockenstreuvorrichtung fallen praktisch keine Flocken auf den Flockentisch. Zweckmässigerweise wird gerade eine solche Menge Flocken auf den Flockentisch 13 aufgebracht wie sie zu einer Beflockung notwendig ist. Der Beflockungstisch 1 wird aus der in der Zeichnung dargestellten Lage um 180° gekippt, sodass die Platte 4 nach oben liegt. Nun wird der zu beflockende Gegenstand auf die Platte 4 gelegt und das Sauggebläse eingeschaltet. Dadurch haftet der zu beflockende Gegenstand fest auf der Platte 4. Der Beflockungstisch 1 wird hierauf um 180° zurückgekippt, sodass er in der gezeichneten Stellung ist. Dann wird der Beflockungstisch über den Flockentisch 13 gefahren, wobei er die Klebstoffvorrichtung 8 passiert, sodass der zu beflockende Gegenstand durch die Gummiwalze 9 mit Klebstoff versehen wird. Wenn der Beflockungstisch 1 seine Endstellung im Gestell 12 erreicht hat, wird die Spannung eingeschaltet. Zwischen dem Beflockungstisch 1 und dem Flockentisch 13 entsteht ein elektrisches Feld, wodurch die Flocken vom Flockentisch 13 zum auf der Platte 4 aufliegenden und mit Klebstoff versehenen, zu beflockenden Gegenstand springen. Die Flocken, die sich entsprechend dem elektrischen Felde in ihrer Längsrichtung einstellen, haften mit ihrem einen Ende auf dem zu beflockenden Gegenstand. Nach genügender Beflockung wird der Tisch 1 aus dem Gestell 12 herausgefahren, wobei die Klebstoffvorrichtung 8 durch nicht gezeichnete Mittel gesenkt wird, sodass die Gummiwalze 9 den nun beflockten Gegenstand nicht mehr berührt. In seiner Ausgangsstellung angelangt, wird der Beflockungstisch 1 nach oben gekippt, das Sauggebläse wird abgeschaltet und der beflockte Gegenstand kann nun von der Tischplatte 4 abgenommen werden. Damit ist die Einrichtung für die nächste Beflockung bereit. Anschliessend wird der beflockte Bogen getrocknet und mit einer Saugvorrichtung, beispielsweise ähnlich einem
Staubsauger, abgesaugt, um allfällig nur lose haftende Flocken zu entfernen.
Es ist sehr zweckmässig, zwecks Erzielung einer gleichmässigen Beflockung ein möglichst homogenes elektrisches Feld zu verwenden. Um ein solches Feld zu erzeugen, ist es vorteilhaft, diejenige Fläche des Beflockungstisches 1, auf welche der zu beflockende Gegenstand zu liegen kommt, also die Tischplatte 4, mit einem Metallbelag zu versehen, der mit dem einen Pol der Spannungsquelle verbunden ist. In gleicher Weise kann es von Vorteil sein, diejenige Fläche des Flockentisches 13, auf welche die Flocken zu liegen kommen, mit einem Metallbelag zu versehen, der mit dem anderen Pol der Spannungsquelle verbunden ist. Die Metallbeläge können aus Blech sein. Die Flächen können aber auch nur metallisiert sein. Wie bereits erwähnt, kann es zweckmässig sein, den beflockten Gegenstand unmittelbar nach dem Beflocken zu trocknen und von nicht festhaftenden Flocken zu befreien. Die entsprechenden Vorrichtungen werden mit Vorteil mit der beschriebenen Einrichtung zusammengebaut.
Um zu verhindern, dass die aus der Flockenstreuvorrichtung herunterfallenden Flocken neben den Flockentisch fallen, kann noch eine nicht gezeichnete Abschirmvorrichtung angebracht werden.
Durch Versuch wurde festgestellt, dass der Abstand zwischen der Tischplatte 4 und der oberen Fläche des Flockentisches 13 zweckmässigerweise auf 8 cm eingestellt wird. Es lassen sich aber auch mit Abständen von 4 bis 12 cm brauchbare Resultate erzielen. Die Grösse des Abstandes hängt unter anderem von der Länge und dem Gewicht des ver endeten Flockenmaterials ab, ausserdem von der gewünschten Dichtigkeit der Beflockung.
Die Einrichtung nach Fig.2 unterscheidet sich von derjenigen von Fig.1 lediglich dadurch, dass der Flockentisch 13 in Fig.1 direkt als Flockenbehälter ausgebildet ist, wodurch sich verschiedene Vereinfachungen im Aufbau der Einrichtung ergeben. So kann beispielsweise das Kippen des Beflockungstisches 1 verbunden werden mit der Bestätigung eines Flockenrechens 18, sodass bei jedem Kippen der Flockenrechen bewegt wird und dadurch die Flocken lockerer zu liegen kommen.
In der Ausführungsform nach Fig.2 ist mit 40 der Beflockungstisch bezeichnet, der eine perforierte Platte 41 aufweist, auf welche das zu beflockende Gut zu liegen kommt. 42 ist ein Kontaktstück, 43 das Sauggebläse, 44 ein drehbarer Saugstutzen und 45 ist ein Verbindungsgestänge zur rechenartigen Vorrichtung 48 im Flockenbehälter 47, der durch die Stütze 46 gegenüber dem Boden isoliert ist. 49 und 50 sind die Anschlüsse an die Spannungsquelle, wobei beispielsweise Gleichspannung verwendet wird. Der Beflockungstisch 40 ist um 180° dreh- bezw. kippbar. Der Saugstutzen 44 ist zugleich als Drehachse ausgebildet, an dem das Sauggebläse 43 angeschlossen wird. Wie es bereits in Fig.1 erläutert ist, wird das zu beflockende Gut auf den Beflockungstisch gelegt. Dann wird das Sauggebläse eingeschaltet, wodurch das zu beflockende Gut auf der Platte 41 festgehalten wird. Hierauf wird der Beflockungstisch 40 um 180° gekippt, wodurch er über den Flockenbehälter 47 zu liegen kommt. Da das Verbindungsgestänge 45 mit dem drehbaren Saugstutzen 44 in Verbindung steht, wird bei jedem Kippen des Beflockungstisches 40 der Rechen 48 im Flockenbehälter 47 bewegt, sodass eine Verfilzung der Flocken verhindert wird. Wenn der Beflockungstisch 40 gekippt ist, so macht das Kontaktstück 48 Kontakt mit dem Pol 49 der Spannungsquelle. Da der Flockenbehälter 47 am anderen Pol der Spannung liegt, entsteht zwischen Beflockungstisch und Flockenbehälter das elektrische Feld, wodurch die Flocken aus dem Flockenbehälter zu dem mit Klebstoff versehenen Gut springen und dort mit ihrem einen Ende festgehalten werden.
In Fig. 3, die eine erfindungsgemässe Einrichtung zur Beflockung eines bandförmigen Gutes zeigt, sind mit 20a bis 20<Nicht lesbar> Führungsrollen bezeichnet zur Führung des Bandes 21. Ueber der Rolle 20a ist eine Klebstoffvorrichtung 22 angeordnet, die aus einer Spritzdüse 22a, mit der der Klebstoff auf das Band 21 aufgespritzt wird, und einem Abstreifer und Verteiler 22b, der den Klebstoff gleichmässig über das Band 21 verteilt, besteht. Die Dicke des Klebstoffauftrages kann je nach der Menge des aus der Düse gelangenden Klebstoffes und dem Abstand des Abstreifers vom Band variiert werden. 23 ist eine Flockentransportvorrichtung mit einem Transportband 24, auf dem die zur Beflockung dienenden Flocken 25 zu liegen kommen. Das Transportband 24 ist als endloses Band ausgebildet, das durch die beiden Rollen 34a, 34b geführt und von einer nichtgezeichneten Vorrichtung angetrieben wird. Ueber der Transportvorrichtung 25 ist die Flockenstreuvorrichtung 26 angebracht, die im wesentlichen einen Behälter 26a mit siebartigem Boden 26b und einen beweglichen Rechen 26c, der beispielsweise von Hand bewegt werden kann, aufweist. Von der Vorrichtung zur Erzeugung des elektrischen Feldes sind der
Uebersichtlichkeit halber nur die beiden Elektroden 27a, 27b schematisch angegeben, die vorzugsweise an eine Gleichspannungsquelle angeschlossen werden. Um ein möglichst homogenes elektrisches Feld zwischen den Elektroden zu erhalten, sind diese als einander parallel gegenüberliegende Platten ausgebildet, zwischen denen die beiden Bänder 21 und 24 parallel zueinander und zu den Elektrodenplatten durchlaufen. Die Breite der Platten entspricht dafür ungefähr der Breite der Bänder. Das homogene elektrische Feld ist soweit senkrecht zu den beiden Bändern gerichtet, sodass die Flocken senkrecht auf die mit Klebstoff versehene Fläche des Bandes 21 auftreffen und dort mit ihrem einen Ende festhaften bleiben.
Dadurch erhält das beflockte Gut einen sammetartigen Charakter. Als weitere Einrichtungen sind eine Trockenvorrichtung 28, eine Absaugvorrichtung 29 mit staubsaugerartigen Düsen, eine Vorratsrolle 32 und eine Aufstockrolle 33 vorgesehen. Die Trocknung kann dabei auf bekannte Weise mit Warmluft, indirekte Bestrahlung oder durch Infrarot- oder Hochfrequenzheizung vorgenommen werden. Ein Flockensammtelbehälter 30 dient zur Aufnahme der überschüssigen Flocken 31.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Zunächst werden die zur Beflockung dienenden Flocken in den Behälter 26a gebracht. Dann wird die Einrichtung in Betrieb gesetzt. Das zu beflockende Band 21 läuft über die Führungsrolle 20a, wo es mit Klebstoff versehen wird, dann über die Rolle 20b zwischen den Elektroden 27a, 27b durch, über die Rollen 20c und 20d durch die Trockenvorrichtung 28, wo der Klebstoff getrocknet wird, sodass die Flocken festhaften, weiter über die Rolle 20e an der Absaugvorrichtung an der Absaugvorrichtung vorbei, die die nicht haftenden Flocken absaugt und schliesslich auf die Aufstockrolle 33. Gleichzeitig werden sowohl die Flockenstreuvorrichtung 26 als auch die Transportvorrichtung 23 in Betrieb gesetzt. Ferner wird die Spannung an die elektroden 27a, 27b angelegt. Bei Betätigung des Rechens 26c fallen die flocken durch die Löcher des siebartigen Bodens 26b auf das Transportband 24, das unterhalb des Bandes 21 zwischen den Elektroden 27a, 27b durchläuft, wobei die Geschwindigkeiten der Bänder 21 und 24 so gewählt werden, dass die gewünschte Beflockungsdichte erzielt wird. Allenfalls überschüssige Flocken 31 gelangen in den Flockensammelbehälter 30 und können später wieder verwendet werden.
Eine Fertigung am laufenden Band lässt sich aber nicht nur mit bandförmigem Gut erzielen, sondern auch dadurch, dass das zu beflockende gut irgendwelcher Art und Form auf einem bandförmigen Träger befestigt wird, der die Rolle des Bandes 21 in der beschriebenen Einrichtung übernimmt. Es können dann Massnahmen getroffen werden, um die Beflockung auf das tatsächliche zu beflockende Gut zu beschränken, beispielsweise dadurch, dass nur das zu beflockende Gut mit Klebstoff versehen wird oder dass das elektrische Feld nur dann eingeschaltet wird, wenn sich das zu beflockende Gut zwischen den Elektroden befindet. Die obengenannte Einrichtung eignet sich im Prinzip auch zur Beflockung von Gut, das nicht in Bandform vorliegt, sondern auf einem bandförmigen Träger angeordnet ist.
Fig.4 zeigt die Verwendung des Flockenbehälters 26 anstelle der Flockentransportvorrichtung 22 nach Fig. 3. In diesem Falle ist der Boden 26b selbstverständlich nicht durchlöchert. Er wird zweckmässigerweise gleichzeitig als die eine Elektrode 27b zur Erzeugung des elektrischen Feldes verwendet und zu diesem Zwecke mit einem Metallbelag (Metallblech oder Metallisierung) versehen, der mit dem einen Pol der Spannungsquelle verbunden ist. Der bewegliche Rechen 26c wird mit Vorteil über ein nichtgezeichnetes Getriebe mit dem Antrieb des Bandes 21 gekuppelt, sodass die Flocken durch den Rechen 26c ständig bewegt werden und daher nicht ineinander verfilzen. Bei dieser Anordnung kann man nicht nur die Flockentransportvorrichtung 23, sondern auch den Flockensammelbehälter 30 einsparen, da die nicht auf dem Band 21 festhaftenden Flocken in den Flockenbehälter 26a zurückfallen. In der beispielsweisen Anordnung nach Fig.4 ist 60 eine Vorratsrolle, 61 der auf das zu beflockende Gut aufzubringende Klebstoff, 62 ein Abstreichmesser, 63, 64, 66 und 72 sind Leitrollen, 65 ist ein Blechstück in der Breite des laufenden Bandes und mit dem einen Pol der Spannugnsquelle verbunden. Mit 67 ist eine isolierte Abstützung des Flockenbehälters 68 bezeichnet, der einen beweglichen Rechen 69 enthält. Dieser Rechen kann durch eine Vorrichtung 70 angetrieben werden, die beispielsweise über irgendein Getriebe mit der Antriebsvorrichtung des Bandes 75 zwangsläufig verbunden ist, sodass der Rechen 69 im Betrieb ständig hin- und herbewegt wird. 71 stellt schematisch eine Trockenvorrichtung dar, in der das beflockte Band getrocknet wird, 73 ist eine Absaug- oder Abbürstvorrichtung, die die nicht festhaftenden Flocken entfernt. Das getrocknete und abgesaugte bezw. abgebürstete Band wird dann auf die Aufstockrolle 74 aufgewickelt.
Die Wirkungsweise ist an sich aus der Fig.4 klar ersichtlich. Zweckmässigerweise wird die Höhe des Flockenbehälters verstellbar gemacht, damit der Abstand zwischen dem Band 75 und dem Flockenbehälter reguliert werden kann.
Der Antrieb 70 des Rechens 69 im Flockenbehälters 68 kann auch mit Vorteil mit einer Exzenterscheibe, einem Schneckengetriebe und einem kleinen besonderen Antriebsmotor erfolgen. Die elektrische Spannung zur Erzeugung des elektrischen Feldes wird einerseits an das Blechstück 65, andererseits an den Flockenbehälter 68 angeschlossen. Es bildet sich also zwischen dem Flockenbehälter 68 und dem Blechstück 65 ein elektrisches Feld, dessen Kraftlinien im wesentlichen senkrecht zu dem zu beflockenden Band stehen.
Bei der Einrichtung nach Fig. 5 ist ein Gehäuse, in dem im wesentlichen ein Gleichrichter untergebracht ist, bestehend aus dem Transformator 2, dem Gleichrichterrohr 3, Sieb- und Glättungsmitteln (Drossel 4, Kondensator 5 und Widerstände 6). Der Anschluss an das Wechselstromnetz, von beispielsweise üblicher Spannung von 220 V, erfolgt durch die Anschlussschnur 7. Mit 8 ist in Schalter bezeichnet, mit 9 eine Kontrollampe; 10 ist ein Schaltbrett zur Herstellung der internen Anschlüsse. Der eine Pol der gleichgerichteten Spannung, die z.B. 9 kV beträgt, befindet sich an der Stelle 11. Dort kann eine biegsam, gutleitende Verbindung zum zu beflockenden und mit Klebstoff versehenen Gut 12 angeschlossen werden, wobei dieses gut von Hand entsprechend der gewünschten Beflockung über den Flockenbehälter 13, der mit dem anderen Pol der Spannungsquelle verbunden ist, bewegt werden kann, wie es in der Zeichnung angedeutet ist. Der mit Vorteil abnehmbare Flockenbehälter 13 kann dabei als Schale ausgebildet sein mit einem Boden 14, auf dem die Flocken 15 liegen. Der Boden besteht zweckmässigerweise aus einem Metallblech oder ist mit einem solchen versehen, sodass die elektrischen Kraftlinien im wesentlichen senkrecht aus dem als Elektrode dienenden Boden austreten. Der Rand der Schale kann aus Sicherheitsgründen aus Isoliermaterial bestehen. Unter dem Einfluss des elektrischen Feldes springen die Flocken 15 aus dem Flockenbehälter 13 auf das zu beflockende Gut 12 über, wo sie durch den Klebstoff mit ihrem einen Ende festgehalten werden, und die beflockten Stellen ein sammetähnliches Aussehen erhalten.
Die beschriebene Einrichtung kann mit vorteil als tragbarer Kleinapparat ausgebildet sein, mit welchem man in der Lage ist, alle möglichen Gegenstände, wie Flaschen, Holzgriffe, Metallteile, Spielzeuge, Etuis, Textil- oder Wildlederschuhe auf einfachste Weise zu beflocken. Ein solcher Apparat lässt sich schon in der Grösse von 20 x 30 x 15 cm mit einem Gewicht von einigen Kilogramm bauen. Wie bereits erwähnt, ist es nicht notwendig, den zu beflockenden Gegenstand direkt leitend mit dem einen Pol zu verbinden. Es kann eine genügende Beflockung auch dadurch erzielt werden, dass der eine Pol der Spannungsquelle an den Flockenbehälter gelegt wird, während der andere Pol mit der Erde verbunden wird, sodass dass der menschliche Körper als Verbindung dieses Pols mit dem beflockenden Gegenstand dienen kann. Die Einrichtung kann auch mit einer Halterungsvorrichtung zur Aufnahme des zu beflockenden Gutes versehen sein, die dann zweckmässigerweise verstellbar gemacht wird, damit das zu beflockende Gut entsprechend der gewünschten Beflockung von Hand oder maschinell eingestellt bezw. bewegt werden kann.
Die beschriebene Einrichtung erlaubt, auf eine einfache Art Gegenstände beliebiger Form rasch zu beflocken.
Da es sich zur Beflockung solcher Gegenstände um verhältnismässig kleine Ströme von einigen Milliamperes und weniger handelt, genügt unter Umständen auch eine hochohmige Verbindung zwischen dem einen Pol und dem zu beflockenden Gut. So kann beispielsweise der menschliche Körper zur Verbindung dienen, in der Weise, dass ein Pol an den Flockenbehälter gelegt wird und der andere Pol mit der einen Hand verbunden wird, während die andere Hand in Verbindung mit dem zu beflockenden Gut steht. Es kann aber auch der eine Pol mit dem Flockenbehälter verbunden werden, während der andere Pol geerdet wird, wobei dann das zu beflockende Gut mit der Hand über den Flockenbehälter gehalten wird,bis die Flocken auf das zu beflockende Gut überspringen. In diesem Falle dient der menschliche Körper ebenfalls als Verbindung zwischen der Erde und dem zu beflockenden Gut, d.h. das zu beflockende Gut stellt die andere Elektrode dar.
Bei einer Distanz von 2 bis 12 cm des zu beflockenden Gutes von der anderen Elektrode d.h. vom Flockenbehälter, erweist sich eine Spannung von 5 bis 20 kV als praktisch vor teilhaft. Es ist unter Umständen aber auch notwendig, höhere Spannungen als 20 kV zu verwenden, um eine besonders intensive Beflockung zu erzielen oder die Beflockungszeit abzukürzen.
Die in Fig.5 beschriebene Einrichtung kann auch zur Beflockung am laufenden Band verwendet werden, wenn man eine Mehrzahl solcher Apparate in geeigneter Weise anordnet. Durch entsprechende Wahl kann der Flockenbehälter 13 der Form und Grösse des zu beflockenden Gutes sehr leicht angepasst werden.
In Fig.6 ist noch schematisch dargestellt, wie das erfindungsgemässe Verfahren zur Beflockung von Wänden verwendet werden kann. Mit 80 ist eine senkrechte Wand bezeichnet,die mit Klebstoff belegt ist,81 ist ein tragbarer Flockenbehälter mit Griffen, 82 ein isolierter Schemel. Der eine Pol der Hochspannung wird an die mit Klebstoff belegte Wand 80 gelegt, der andere Pol wird mit der Fussplatte des gegen den Boden isolierten Schemels 82 verbunden. Er kann aber auch direkt an den Flockenbehälter 81 angeschlossen werden. In diesem Falle ist der isolierte Schemel 82 nicht mehr notwendig, sofern der Handgriff des Flockenbehälters 81 isoliert ist. Das elektrische Feld entsteht nun zwischen dem Flockenbehälter und der Wand, sodass die Flocken wagerecht aus dem Flockenbehälter heraus sich gegen die Wand bewegen und dort infolge des Klebstoffes mit ihrem einen Ende festhaften. Der Flockenbehälter 81 weist vorteilhafterweise nach oben gerichtete jalousieartig ausgebildete Fächer auf, in welchem die Flocken liegen.Dadurch wird erreicht,dass die Flocken durch ihre
Schwer

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3631270C2 (de)
DE2620399C3 (de) Vorrichtung zum elektrostatischen Versprühen
EP0055686A1 (de) Vorrichtung zur Behandlung der aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden Aussenfläche von Formkörpern durch Koronaentladung
DE9320654U1 (de) Vorrichtung zur Spritzbehandlung
DE6939885U (de) Verfahren und einrichtung zur herstellung von kunststoffschichten.
DE3721404A1 (de) Vorrichtung zur elektrostatischen spruehbeschichtung von plattenfoermigen werkstuecken
DE3115958A1 (de) &#34;verfahren zum anfeuchten eines flexiblen vorzugsweise bahnfoermigen... und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens&#34;
DE8603098U1 (de) Reinigungsvorrichtung für ein Endlosband
DE4032719A1 (de) Einrichtung zum auftragen von produkten, wie farben oder lacke, mit hilfe von spritzpistolen auf unregelmaessig geformte teile
DE3330493C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von strukturierten, beflockten Oberflächen
DE1577710C3 (de)
DE4425655A1 (de) Vorrichtung zur elektrostatischen Sprühbeschichtung von Werkstücken
DED0000448MA (de) Verfahren und Einrichtung zum Beflocken von Materialien und Gegenständen.
DE2135968C2 (de) Verfahren zum Abstoßen von Teilchen von einer Unterlage sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
CH265750A (de) Verfahren und Einrichtung zum Beflocken von Gegenständen.
DE3611729A1 (de) Fluessigkeitssprueheinrichtung zum bespruehen von leder
DE69313211T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Coronabehandlung
DE1577944A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrostatischen Beflocken von faden-oder garnfoermigem Material
EP2156901A2 (de) Herstellungssystem für ein netz- oder gitterartiges Flächenerzeugnis
DE680325C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Einlegelinoleum
DE963117C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beschichten von Kreppapier und aehnlichen flaechigen, Erhoehungen und Vertiefungen aufweisenden Gebilden
CH264391A (de) Verfahren und Einrichtung zum Beflocken von Gegenständen.
DE916540C (de) Verfahren und Vorrichtung zur selbsttaetigen Herstellung von Mikaniterzeugnissen
DE881635C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von pluesch- bzw. samtartigen Stoffen
DE1005826B (de) Vorrichtung zum Anfeuchten von in Bewegung befindlichen Papierbahnen