DED0012110MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. Mai 1938 Bekanntgemacht am 9. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Überführung von flüssigen
bzw. verflüssigten, insbesondere schmelzflüssigen Stoffen und Stoffgemischen, wie Metallen,
Metallegierungen, metallurgischen Zwischenprodukten und Abfallprodukten, schmelzbaren Verbindungen,
schmelzbaren Naturprodukten und anderen Stoffen, in feinverteilte Form.
Für die Verarbeitung gemäß Erfindung kommen
ίο z. B. edle bzw. edlere Metalle, wie Gold, Silber,
Kupfer u. dgl., weniger edle Metalle, wie Eisen, Nickel, Blei, Aluminium, Magnesium, Natrium,
ferner die verschiedensten Legierungen, insbesondere auch sogenanntes Scheidgut, in Betracht. Von
erfindungsgemäß zu verarbeitenden schmelzbaren ■ Metallverbindungen ist beispielsweise Bleiglätte,
Natriumhydroxyd, Zinkchlorid, Zinnchlorid, Ammoniumnitrat, Naphthalin genannt. Als metallurgische
Zwischenprodukte kommen unter anderem Roh- oder Werkmetalle, Glätten, Steine, Speisen, ao
als weitere Ausgangsstoffe ζ. Β. schmelzflüssige Schlacken u. dgl. in Betracht.
Die Überführung der ,flüssigen Ausgangsstoffe in feinverteilte Form erfolgt erfindungsgemäß derart,
daß der flüssige Stoff auf einen schnell umlaufenden Körper, z. B. eine schnell umlaufende
Scheibe, geleitet, hierbei der Einwirkung der Fliehkraft unterworfen und gleichzeitig einer vorzugsweise
zur Auftreffrichtung auf den umlaufenden Körper etwa quer gerichteten Schlagwirkung
ausgesetzt wird. Dabei werden die durch die Schlagwirkung entstehenden Stofft.eilchen gleichzeitig
abgekühlt bzw. abgeschreckt. Dies kann etwa derart erfolgen, daß Kühlflüssigkeit auf die Scheibe
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aufgebracht und gleichzeitig mit den Stoffen zersprüht wird oder daß kühlend wirkende Gase oder
Gasgemische durch die Zerteilungszone geführt werden. Auch eine Kühlung durch gleichzeitige
Anwendung von Kühlflüssigkeiten und kühlend wirkenden Gasen oder Gasgemischen kann in gewissen
Fällen vorteilhaft sein. Durch die verschiedenen, auf die zu zerteilende Flüssigkeit wirkenden
Kräfte, wie Schleuderwirkung und Schlagwirkung
ίο in Verbindung mit dem Einfluß des Aufpralls der
flüssigen Masse auf den Drehkörper kann man bei sehr großen Leistungen außerordentliche Wirkungen
z. B. mit Bezug auf die Feinheitsgrade der Erzeugnisse erzielen. Hierbei kann man den Vorgang
noch weitgehend regeln; z. B. durch die Fallhöhe der auf den Drehkörper geleiteten Flüssigkeit
und den dadurch bedingten, mehr oder weniger heftigen Aufprall, durch die Umlaufgeschwindigkeit
des Drehkörpers und die Art der 'Schlagwirkung.
Zur Durchführung des Verfahrens kann man Drehkörper verwenden, welche mit Unebenheiten,
z. B. Erhöhungen oder Vertiefungen, derart versehen sind, daß die auf den Drehkörper auftreffende
Flüssigkeit bzw. die daraus entstehenden Teilchen den gewünschten Schlagwirkungen unterworfen
werden.
Man kann z. B. Scheiben verwenden, die mit Leisten oder Rippen oder Rillen versehen sind, die
z. B. in radialer Richtung oder auch schräg hierzu verlaufen können. Die Leisten u. dgl. können z. B.
einen geraden Verlauf aufweisen oder auch andersartig, z. B. etwa schaufeiförmig ausgebildet sein,
um die auftreffenden Masseteilchen in eine bestimmte Richtung zu schleudern. Durch die Gestaltung
der die Schlagwirkung ausübenden Teile, wie Leisten u. dgl., kann man noch Sonderwirkungen
erzielen. Die Leisten, Rippen od. dgl. können z. B. scharfkantig oder teilweise abgerundet ausgebildet
werden. Sie können z. B. einen recht-. eckigen, dreieckigen oder unterschnitttenen Querschnitt
aufweisen. Die Schlagteile können fortlaufend ausgebildet sein oder z. B. unterbrochen
und derart gegeneinander versetzt sein, daß die Masseteilchen, welche eine Unterbrechung passiert
haben, von dem nächsten Schlagteil erfaßt werden.
Man kann die Oberfläche der Drehkörper auch
mit verschiedenartigen Erhöhungen, wie Zacken, Schneiden u. dgl., versehen, so daß die auftretenden
Masseteilchen auf ihrem Wege von der Mitte des Drehkörpers zu dem Außenumfang von einer
Erhöhung gegen eine andere, von dieser wieder gegen eine andere geschleudert werden usw., bis
sie schließlich in feinverteiltem Zustand abgeschleudert werden.
Bei Anordnung und Ausbildung der Schlagteile, wie Rippen, Rillen u. dgl., hat man darauf zu
achten, daß die auftreffenden .Masseteilchen abschleudert werden Und sich nicht etwa zwischen
den Schlagteilen, z. B. Rillen, ansammeln und z. B. infolge von Erstarrungsvorgängen festsetzen.
Nach einer Ausführüngsform der. Erfindung werden die umlaufenden Körper mit Durchbrechungen
versehen, deren Wäride infolge der
hohen Umlaufgeschwindigkeit heftige Schlagwirkungen auf die in die Durchbrechungen eintretenden
Masseteilchen ausüben. Je nach Anordnung und Gestaltung der Durchbrechungen ist man. in
der Lage, die einfallenden Masseteilchen durch Schlagwirkung nach oben oder nach unten oder
nach beiden Richtungen hin weiterzusehleudern.
Mit Vorteil kann man die Drehkörper mit Schlagarmen, wie z. B. Rippen oder Leisten und
außerdem noch mit Durchbrechungen der eben beschriebenen Art versehen. Auch hierbei können
z. B. die Rippen oder Leisten Unterbrechungen u. dgl. aufweisen. In allen Fällen sind die Anordnungen
so zu treffen, daß Gewähr dafür gegeben ist, daß die Masseteilchen einen oder mehrere quer
gerichtete Schläge erhalten.
Die ■ Ausbildung des Drehkörpers kann z. B. auch derart sein, daß er auf einer gewissen radialen
Breite lediglich aus einzelnen Schlagarmen besteht, die so dicht aneinandergesetzt sind, daß die
Flüssigkeit bzw. die darauf entstandenen Teilchen unter allen Umständen Schlagwirkungen erhalten
und nicht etwa unbeeinflußt durch die Zwischenräume durchfallen können.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt eine Aufsicht auf einen scheibenartigen
Drehkörper 1, der mit Leisten 2 versehen ist, die radial zur Mitte gerichtet sind.
In Fig. 2 ist eine der Fig. 1 ähnliche Aufsicht auf einen Drehkörper dargestellt, dessen Leisten 3
schräg verlaufen. Der Abstand der Leisten voneinander kann beliebig gehalten werden und richtet
sich danach, mit welcher Umlaufzahl der Drehkörper betrieben wird.
In Fig. 3 sind schematisch zwei weitere Anordnungen der Leisten dargestellt; auf der rechten
Seite des Drehkörpers sind Leisten, Rippen od. dgl. schematisch veranschaulicht, die unterbrochen sind
und bei denen an den unterbrochenen Stellen, etwas versetzt, weitere Rippen od. dgl. angeordnet sind,
so-daß die durch die Unterbrechungen hindurchgehenden Masseteilchen von der zurückliegenden
Rippe oder Leiste getroffen werden. Die linke Seite der Fig. 3 veranschaulicht Rippen oder Leisten 4
auf dem Drehkörper, die schaufelartig ausgebildet sind.
In der Fig. 4 sind einige Querschnittsformen der Rippen oder Leisten dargestellt. Vorzugsweise sind
die Leisten scharfkantig ausgebildet, damit sie messerartig wirken können. Die Querschnitte
können rechteckig, trapezförmig oder gewölbt sein.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel im Querschnitt für einen Drehkörper, dessen Oberfläche mit einzelnen
im Querschnitt dreieckförmigen Zacken od. dgl. besetzt ist.
Fig. 6 veranschaulicht einen Drehkörper 11, auf dem einzelne Durchbrechungen 12 im regel- oder
unregelmäßigen Abstand vorgesehen sind.
Fig. 7 zeigt einen Querschnitt durch den Drehkörper mit Durchbrechungen. Der Drehkörper ist
hierbei so stark zu machen, daß beim Durchfallen
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der Masseteilchen durch die Durchbrechungen diese Teilchen auf jeden Fall von der entsprechenden
Durchbrechungswand getroffen werden, wodurch sie einen seitlichen ,Schlag erhalten. Neben
diesen Unterbrechungen können auch noch Erhöhungen 13 auf dsm Drehkörper vorgesehen
werden.
Bei Durchführung des Verfahrens mit Hilfe von Vorrichtungen der vorstehend beschriebenen Art
ist es, wie bereits oben erwähnt, wesentlich, dafür Sorge zu tragen, daß ein Festsetzen von Teilchen
an dem Drehkörper vermieden wird. Es hat sich nun gezeigt, daß man derartigen Nachteilen in
ausgezeichneter Weise entgegenwirken kann, wenn man, gleichzeitig mit den zu zerteilenden
Schmelzen u. dgl., Flüssigkeiten, wie ζ. B. Wasser,
Alkohol u. dgl., auf die Scheibe aufbringt. Derartige Flüssigkeiten wirken außer als Kühlmittel
gewissermaßen auch als Gleit- oderSchmiermittel Und verhindern ein Festsetzen oder Verbacken
von Teilchen an dem Drehkörper. Man kann z.B. derart verfahren, daß man schmelzflüssiges
Material, z. B. eine metallische Schmelze, in einem Strahl oder mehreren Strahlen auf die
umlaufende Scheibe auffließen läßt und gleichzeitig Flüssigkeit, z. B. Wasser, etwa durch Aufsprühen,
auf die umlaufende Scheibe bringt und sie zusammen mit der Schmelze versprüht.
Bei Verarbeitung von Schmelzen u.dgl. hat es sich weiterhin als wesentlich erwiesen, für rasche
Abkühlung der Teilchen Sorge zu tragen. Hierdurch gelingt es unter anderem, Kornvergröberungen
durch Wiederzusammentreten feiner Teilchen und Agglomerierungen, wie sie selbst nach bereits
eintretender Verfestigung beim Aufprall auf die Behälterwandung vorkommen können, zu vermeiden.
Bei Verwendung von Flüssigkeiten als Gleit- und Schmiermittel dienen diese, wie erwähnt, zugleich
als Kühlmedien. Durch Aufbringen geeigneter Flüssigkeiten auf die umlaufende Scheibe
wird einerseits die Scheibe gekühlt, andererseits eine Dampfatmosphäre im Zerteilungsraum er-.
zeugt. Gegebenenfalls können auch noch die Wandüngen des Zerstäubungsraumes gekühlt und das
versprühte Material in Flüssigkeiten aufgefangen werden oder beide Maßnahmen getroffen werden.
Durch Aufbringen von Flüssigkeiten auf den Drehkörper und gegebenenfalls dessen explosions artige
A-rerdampfung kann man außerdem noch den
Zertei lungs Vorgang günstig beeinflussen.
Man verfährt z.B. derart, daß man die Schmelze, z. B. eine Silber-Kupfer-Legierung, in dünnem
Strahl auf die schnell umlaufende, in einen verschließbaren Behälter eingebaute Scheibe laufen
läßt, während gleichzeitig Kühlwasser, z. B. mit Hilfe von Düsen, auf die Scheibe gesprüht wird.
Unter der Wirkung der Zentrifugalkraft wird die auf die Scheibe auftreffende Schmelze in feine
oder feinste Teilchen zerrissen. Je nach Umlaufgeschwindigkeit der Scheibe, Dicke des Gießstrahles
bzw. der Gießstrahlen der Schmelze, Auflaufgeschwindigkeit (Fallhöhe), Viskosität der
Schmelze usw. kann man den Vorgang z. B. mit Bezug auf den Feinheitsgrad des Produktes weitgehend
regeln. Durch das Aufsprühen von Kühlwasser wird die Zerteilung der Schmelze begünstigt,
die Scheibe gekühlt und infolge Verneblung und Zerstäubung des Kühlmediums eine Dampfatmosphäre
erzeugt, durch welche die durchfliegenden Teilchen gekühlt werden und ein Ansetzen von
Teilchen an den Behälterwänden verhindert wird. In Sonderfällen kann man die Wirkung noch durch
Maßnahmen, wie Beregnen und Besprühen des Zerstäubungsraumes mit Kühlwasser, Berieseln der
Wandungen u. dgl. verbessern. Der untere Teil des Behälters kann als Wasserbassin ausgebildet sein,
in dem die Teilchen aufgefangen und vollends abgeschreckt werden. Das Wasser kann kontinuierlich
oder dikontinuierlich abgeführt und durch Frischwasser ersetzt werden.
Bei Verarbeitung von Legierungen der verstehend genannten Art kann man den Zerteihingsvorgang
z. B. so regeln, daß das Produkt in Teilchengrößen anfällt, welche praktisch vollständig
durch ein Sieb gehen, das mindestens 50 Maschen pro cm2 aufweist. Derartiges Material ist außerordentlich
leicht aufarbeitbar, z. B. durch Rösten, Herauslösen des Kupfers durch Schwefelsäure und
Zugutemachung des Silbers, wobei ein Silber von hohem Reinheitsgrad erhalten wird.
Bei Verarbeitung von Scheidgut hat es sich als vorteilhaft erwiesen, vor oder nach der Zerteilung
der Schmelze Schwefel oder Schwefel enthaltende Stoffe, wie z. B. Sulfide, vorzugsweise in Mengen
von etwa 3 bis 10%, zuzufügen. Hierdurch erhält man poröse, spröde, für die Weiterverarbeitung
besonders geeignete Produkte.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird durch Leiten eines kühlend wirkenden Gasstromes
oder kühlend wirkender Gasströme durch die Zerstäubungszone für möglichst rasche Abkühlung der
Teilchen Sorge getragen und gegebenenfalls ein zu rasches Berühren der Teilchen mit festen Flächen
verhindert. Der Gasstrom kann dabei auch gleichzeitig zur Kühlung von Apparateteilchen,. insbesondere
der umlaufenden Scheibe dienen. Man verfährt vorteilhaft derart, daß man den Gasstrom
in der Nähe, gegebenenfalls unmittelbarer Nähe der umlaufenden Scheibe bzw! der Auftreffstelle der
Schmelze auf die Scheibe einführt oder daß man durch Einblasen von Kühlgas in die Schmelze bei
deren Auftreffen auf die Scheibe oder unmittelbar vorher die zerteilende Wirkung der umlaufenden
Scheibe unterstützt. Zur Einführung des Gases in den Zerstäubungsraum bzw. zum Einmischen bzw.
zum Blasen von Gas in die Schmelze kann man sich üblicher Vorrichtungen, wie Injektoren, Zerstäuber
od. dgl., bedienen. Man kann die umlaufende Scheibe auch noch durch andere Mittel gegen den
Angriff der heißen Schmelze schützen, z.B. derart, daß man sie hohl ausbildet und durch eine Hohlwelle Kühlwasser in das Innere der Scheibe einführt.
Besonders gute Wirkungen werden erzielt, wenn man die Kühlung durch vereinigte Anwendung von
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Kühlflüssigkeit und Kühlgas bewirkt, z. B>. derart,
daß Kühlflüssigkeit, wie oben beschrieben, auf die umlaufende Scheibe aufgebracht und gleichzeitig
mit der Schmelze versprüht wird und außerdem' noch Kühlgas in 'dar vorstehend beschriebenen
Weise in den Zerteilungsraum eingeführt wird.
Nach einer Ausführungsform wird der Gasstrom derart und mit solcher Geschwindigkeit durch die
Zerstäubungszone geführt, daß nicht nur eine Kühlwirkung
ausgeübt wird, sondern gleichzeitig auch das von der Scheibe abgeschleuderte feinverteilte
Gut durch den Gasstrom weitergeführt wird. Hierdurch ist es möglich, die Zeitdauer zwischen dem
Übergang der Schmelze in feinrverteilteh Zustand und dem Auffangen des feinverteilten Gutes in
gewünschter Weise zu erhalten und dadurch eine zu rasche Berührung der Teilchen mit festen Wänden
oder ein zu rasches Absetzen 'der Teilchen zu verhindern. Man kann z. B.- -auch so arbeiten, daß die
Teilchen oder Teile derselben mit Hilfe des Gasstromes in mit dem Zerstäubungsraum in Verbindung
stehende Absetz- bzw. Sammerräume getragen •werden. Hierdurch kann man die Teilchen nach Art
der Windrichtung in einzelnen Fraktionen gewinnen.
Als Kühl- und Trägergase kann man z. B. Stickstoff, Kohlensäure, Wasserstoff, Generatorgas,
Leuchtgas, Rauchergase u. dgl. verwenden.
Wenn die Ausgangsstoffe bei dem Zerteilungsvorgang chemische Veränderungen nicht erfahren
sollen, sind inerte Kühlmittel (Kühlflüssigkeiten und/oder Kühlgase) anzuwenden. So kann man z, B.
bei Verarbeitung von Stoffen, z.B. gewissen Metallen oder Legierungen, welche die Neigung
haben, mit Wasser zu reagieren, als Kühlflüssigkeit inerte Flüssigkeiten, wie z. B. Benzol u. dgl., verwenden.
Das Verfahren kann unter anderem mit Vorteil zur Herstellung von Metallpulvern, z. B.
Eisenpulver, verwendet werden. Bei Verarbeitung unedler Metalle empfiehlt sich hierbei, das Zerstäuben
in inerter Atmosphäre vorzunehmen.
Die Erfindung gestattet aber auch, die Ausgangsstoffe gleichzeitig mit der Zerteilung in chemischer
Hinsicht zu beeinflussen, also z. B. Metalle in gewünschte Metallverbindungen oder angewandte
Verbindungen in solche anderer Art überzuführen. Man kann z. B. durch Anwendung einer oxydierenden,
z. B. sauerstoffreichen Atmosphäre Metalle bereits während des Zerstäubens in Oxyde überführen.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird der Zerteilungsvorgang in Gegenwart von
festen Stoffen, wie Kohlenstaub, Ruß, Salzen, z. B. Alkalichloriden usw., vorgenommen. In diesem
Falle empfiehlt es sich, die festen, feinverteilten Stoffe zusammen mit inerten und/oder selbst
reaktionsfähigen Gasen oder Gasgemischen, z. B. Luft, in die Zerstäubungszone einzuführen, In
gegebenen Fällen kann man auch feste Zusatzstoffe zusammen mit der Schmelze einführen.
Die Arbeitsbedingungen, z. B. mit Bezug auf Temperatur u. dgl., können so gewählt werden, daß
gewünschte Umsetzungen ganz oder zum Teil in der Zerstäubungszone stattfinden. Man kann aber
auch die Bedingungen so wählen, daß die Zusatzstoffe, z. B. Kohlenstaub, in innige Mischung mit
dem zerstäubten Gut, z. B. metallurgischen Zwischenprodukten, gebracht werden und das zerteilte
Mischgut alsdann in üblicher Weise, z. B. in Schacht-, Flamm-, Muffelofen, Destillationsretorten
usw., veiterverarbeitet wird.
, Erfindungsgemäß in feinverteilten Zustand übergeführte Stoffe, wie Pulver aus Metallen, Legierungen
u. dgl., sind unter anderem auch ausgezeichnet geeignet für dieHerstellung von Körpern
auf metallkeraimischem Wege.
Claims (4)
1. Verfahren zur Überführung von flüssigen bzw. verflüssigten,linsbesonderaschmelzflüssigen
Stoffen oder Stoffgemischen in feinverteilte Form, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einen
schnell umlaufenden Körper, z. B. eine Scheibe, geleiteten, flüssigen Stoffe hierbei der Einwirkung
der Fliehkraft unterworfen, einer vorzugsweise zur Auf treff richtung auf den Körper etwa
quergerichteten Schlagwirkung ausgesetzt und die hierbei entstehenden Stoffteilehen zugleich
abgekühlt (abgeschreckt) werden, z. B. derart, daß Kühlflüssigkeit auf die Scheibe aufgebracht
und gleichzeitig mit den Stoffen zersprüht wird oder derart, daß kühlend wirkende Gase oder
Gasgemische durch die Zerteilungszone geführt oder Kühlmaßnahmen beider Art angewendet
werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einem
in einem Gehäuse schnell umlaufenden Körper, dessen Oberfläche zur Ausübung der Schlagwirkungen
geeignete Unebenheiten, wie Leisten, Rippen, Rillen od. dgl., gegebenenfalls verschiedene
derartige Unebenheiten, aufweist.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der umlaufende Körper mit Durchbrechungen ausgerüstet ist, welche die Schlag-'wirkung
ausüben und gegebenenfalls außerdem noch weitere Schlag Wirkungen erzeugende Anordnungen,
wie Leisten, Rippen od. dgl,, aufweist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende
Körper auf einem Teil seiner radialen Breite mit radial gerichteten Schlagarmen versehen ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 4221 222;
österreichische Patentschrift Nr. 135675;
USA.-Patentschrift Nr. 2 010 902.
Deutsche Patentschrift Nr. 4221 222;
österreichische Patentschrift Nr. 135675;
USA.-Patentschrift Nr. 2 010 902.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 509 657/288 1. 56
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