DED0017261MA - - Google Patents

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DED0017261MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. März 1954 Bekaninitgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen photographischen Objektivverschluß mit einem Blitzlicht-Gleichstimmer, welcher nach seiner Auslösung einen unveränderlichen Ablaufweg unter dem Einfluß eines Hemmwerkes zurücklegt und dabei eine Kontakteinrichtung für Blitzlicht betätigt sowie gegen Ende seines Weges den Verschlußmechanismus zum öffnen und Schließen der Verschlußsektoren in Tätigkeit setzt.
Es sind bereits Verschlüsse dieser Art bekannt, bei denen die verhältnismäßig lange Wirkung des Hemmwerkes (etwa 20 ms) auf den Blitzlicht-Gleichstimmer durch Abschaltung des Hemmwerkankers vermindert werden kann. Da jedoch das restliche Hemmräderwerk noch im Eingriff mit dem Blitzlicht-Gleichstimmer verbleibt, ergibt sich hierbei eine zwar sehr geringe, aber trotzdem noch fühlbare Verzögerung von etwa 1 bis 2 ms am Blitzlicht-Gleichstimmer.
Die Erfindung hat nun zur Aufgabe, diese restliche, oft auch noch nachteilige Hemmwirkung des Hemmwerkes auf den Blitzlicht-Gleichstimmer auszuschalten. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, mittels welcher der ,Hemmeinfluß des Hemmwerkes auf den Blitzlicht-Gleichstimmer außer Wirkung gesetzt werden kann.
Die übrigen Merkmale der Erfindung sind in der nachstehenden Beschreibung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt
Fig. ι den gespannten Verschluß bei Benutzung des Vorlaufwerkes,
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Fig. 2 und 3 den gleichen Verschluß während des Vorlaufwerkablaufes und kurz vor dem öffnen der Sektoren,
Fig. 4 die Kontakteinrichtung bei »X«-Kontaktgäbe,
Fig. 5 das Vorlaufwerk als öffnungsverzögerungswerk für eine »M«-Aufnahme,
Fig. 6 die Kontakteinrichtung bei »M«-Kontaktgabe und
ίο Fig. 7 das Vorlaufwerk bzw. Öffnungsverzögerungswerk abgeschaltet für eine »X«-Aufnahme.
Im Verschlußgehäuse io ist ein Hauptantriebsorgan 12 um den Zapfen 14 drehbar gelagert. Es steht unter dem Einfluß einer nicht dargestellten Hauptantriebsfeder, die bestrebt ist, das Hauptantriebsorgan im Uhrzeigersinne zu verdrehen. Zum Spannen des Hauptantriebsorgans 12 dient eine verzahnte Spannscheibe 16, die oberhalb des Hauptantriebsorgans 12 an dem Zapfen 14 lose drehbar gelagert ist und beim Spannen mit ihrem Vorsprung 18 auf einen Lappen 20 des Hauptantriebsorgans 12 einwirkt. Zum Spannen dient ein Spannring 22, der um das Objektivrohr 24 drehbar gelagert ist und unter Wirkung einer Feder 26 steht, die ihn in seiner Ruhelage hält. Zum Ausführen der Spannbewegung des Spannringes 22 im Uhrzeigersinne dient sein Handgriff 28. Die Verzahnung 30 des Spannringes 22 steht mit der Verzahnung der Spannscheibe 16 im Eingriff.
Zum Festhalten des Hauptantriebsorgans 12 in seiner Spannstellung dient ein doppelarmiger Sperrhebel 32, der mit seinem einen Arm 34 an einem Lappen 36 des Hauptantriebsorgans 12 angreift und an seinem anderen Arm 38 von einem Auslöser 40 beeinflußt wird.
Der Antrieb der Verschlußsektoren 42 geschieht in bekannter Weise über einen Sektorenring 44, der seinerseits wieder vom Hauptantriebsorgan 12 betätigt wird. Der Sektorenring trägt zu diesem Zweck zwei Stifte 46 und 48, die mit Antriebsvorsprüngen 50 bzw. 52 des Hauptantriebsgliedes 12 zusammenarbeiten. Der Vorsprung 50 bewegt den Stift 46 entgegen dem Uhrzeigersinn zum öffnen und der Vorsprung 52 den Stift 48 im Uhrzeigersinn zurück zum Schließen der Sektoren. Die Regelung der Belichtungszeit geschieht über ein nicht dargestelltes, an einem Teil 54 des Hauptantriebsorgans 12 angreifendes und im Verschlußgehäuse 10 untergebrachtes Zeithemmwerk.
Im Verschlußgehäuse 10 ist außer dem bereits erwähnten Zeithemmwerk für das Hauptantriebsorgan 12 ein Vorlauf hemmwerk eingebaut, welches den eigentlichen Ablauf des Verschlußmechanismus, beispielsweise zur Ausführung von Selbstaufnahmen, entsprechend verzögert. Dieses Vorlaufwerk besitzt einen Hemmanker 56 mit Steigrad 58, das mit einem Räderwerk 60 bis 74 im Eingriff steht. Das Rad 74, welches um einen Zapfen 76 drehbar lagert, ist als Ratschrad mit etwas nach oben vorstehenden Rasten 78 ausgebildet, in die zwei nach unten abgebogene Schleifzungen 80 einer Spannscheibe 82 eingreifen, welche ebenfalls
um den Zapfen .76 drehbar gelagert ist, jedoch
oberhalb des Rades 74 liegt. Um den Zapfen 76 ist außerdem eine Antriebsfeder 84 für das Vorlaufwerk gewunden, welche sich mit ihrem Ende an einem Stift 86 der Spannscheibe 82 und mit dem anderen Ende an einem ortsfesten Stift, 88 einer oberhalb des Vorlaufwerkes liegenden, nicht dargestellten Platine abstützt.
Das Spannen des Vorlaufwerkes geschieht zugleich mit dem Spannen des Hauptantriebsorgans 12 durch den Spannring 22. Dieser besitzt zu ' diesem Zweck einen Vorsprung 90, der bei seiner Bewegung im Uhrzeigersinn mit dem Stift 86 der Spannscheibe 82 in Eingriff kommt und sie entgegen dem Uhrzeigersinn schwenkt. Ein Sperrhebel 91, der oberhalb des Vorlauf werkes liegt und durch den Vorsprung 90 in der Ruhestellung des Spannringes 22 unwirksam gemacht ist, wird bei der Spannbewegung mit seiner Nase 93 in das Rad 72 einfallen und das Vorlaufwerk während der Spannbewegung der Spannscheibe 82 sperren. Die Spannscheibe 82 wird in gespannter Stellung durch einen Sperrhebel 92 gehalten, dessen Arm 94 mit einer Nase 96 der Spannscheibe 82 in Eingriff kommt. Ein zweiter Arm-98 des Sperrhebels 92 arbeitet mit einem Vorsprung 100 des Sektorenringes 44 zusammen zwecks Aufhebung der Sperre 94, 96.
Ein zweiter, dreiarmiger Sperrhebel 102 ist in der Nähe des Sperrhebels 92 gelagert. Der eine Arm 104 des Sperrhebels 102 arbeitet mit dem Vorsprung 96 der Spannscheibe 82 zusammen, während sein anderer Arm 106 auf einen Sperrnocken 108 des Sektorenringes 44 einwirkt. Der dritte Arm 103 des Sperrhebels 102 ragt durch das Verschlußgehäuse 10 nach außen. Die Aufgabe dieses Armes wird erst später erläutert.
Die im Verschlußgehäuse 10 eingebaute Kontakteinrichtung für Blitzlichtauslösung hat eine isolierte Kontaktfeder 110 und eine bewegliche Kontaktfeder 112, die mittels eines Nippels 114 an den Blitzlichtstromkreis angeschlossen werden können. Die bewegliche Kontaktfeder 112 wird von einem Kontakthebel 116 getragen und stützt sich mit einem Ende gegen die Verschluß innenwand derart ab, daß sie den Kontakthebel 116, der nachstehend als »X-Kontakthebel« bezeichnet ist, in der Stellung nach Fig. 1 hält. Der X-Kontakthebel 116 ist bei 118 drehbar gelagert und sein Arm 120 ragt in eine Ausnehmung 122 des Sektorenringes 44 ein. Sobald sich der Sektorenring 44 so weit entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt hat, daß die Kante 124 der Aussparung 122 mit dem X-Kontakthebel 116, 120 in Eingriff kommt und ihn während der Weiterbewegung des Sektorenringes 44 mitnimmt, wird die Kontaktfeder 112 an die Kontaktfeder 110 angedrückt und der Blitzlichtstromkreis geschlossen. Dies geschieht bei annähernd voller Offenstellung der Sektoren 42.
Ein zweiter doppelarmiger Kontakthebel 126, nachfolgend »M-Kontakthebel« genannt, ist ebenfalls bei 118 drehbar gelagert. Er ist durch eine Feder 128 belastet, die bestrebt ist, seinen Arm 130
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im Uhrzeigersinn zu schwenken und zur Auflage am Arm 120 des X-Kontakthebels n6 zu bringen. Der andere Arm 132 des M-Kontakthebels 126 ragt durch einen Schlitz 134 des Verschlußgehäuses 10 nach außen und arbeitet mit einem Schaltring 136 zusammen. Dieser Schaltring ist in den Zeichnungen der Deutlichkeit halber um den Verschlußumfang gelegt, in Wirklichkeit aber beispielsweise um das hintere Objektivrohr des Verschlußgehäuses to 10 drehbar gelagert. Eine Feder 138 (Fig. 2) greift am Schaltring 136 an und ist bestrebt, ihn entgegen dem Uhrzeigersinn zu verdrehen. Eine Feder raste 140 liegt im Wege einer Nase 142 des Schaltringes 136 und bestimmt zusammen mit einem Endanschlag 144 zwei Stellungen des Schaltringes 136, die mit »X« und »M« bezeichnet sind. Aus der Stellung »X« ist der Schaltring 136 noch weiter im Uhrzeigersinn in eine Stellung »V/X« entgegen der Wirkung seiner Feder 2ü 138 verstellbar, in welcher er durch einen doppelarmigen Sperrhebel 146 festgehalten wird, der hierbei mit seinem einen Arm 148 in eine Raste 150 des Schaltringes 136 einfällt. In den Stellungen «X» oder »M« liegt der Arm 148 unwirksam an der Innenfläche 152 des Schaltringes 136. In der Stellung »V/X« dagegen ragt der Arm 154 des Sperrhebels 146 in den Weg eines Steuerstiftes 156 am Sektorenring 44 und kann von diesem geschwenkt werden. Eine Aussparung 157 des Schaltringes 136 kommt bei Einstellung desselben auf »M« über den Arm 132 des M-Kontakthebels 126 zu liegen, so daß dann dieser zum Schließen des Blitzlichtstromkreises mittels des Hebels 116 und der Kontaktfeder 112 freigegeben wird. Erwähnt sei noch, daß ein Teil des Vorlaufwerkes als Öffnungsverzögerungswerk für den Sektorenring 44 dient, um seinen wirksamen Ablauf nach Auslösung und Kontaktgabe so lange zu verzögern, bis der Leuchtverzug von Blitzlampen mit größerem Leuchtverzug (»M«-Klasse) verstrichen ist. Zu diesem Zweck sind der Anker 56 mit Steigrad 58 und die Räder 60, 62 und 64 auf einer gesonderten Platte 158 (Fig. 2) gelagert, die um den Zapfen 160 schwenkbar ist. Eine Feder 162 wirkt auf die Platte 158 derart ein, daß die Räder 64 und 66 im Eingriff bleiben. Ein Arm 164 der Platte 158 ragt durch das Verschluß gehäuse 10 nach außen, und sein nach unten abgebogener Lappen 166 kann mit einem schrägen Vorsprung 168 des Schaltringes 136 derart in Eingriff kommen, daß die Platte 158 entgegen der Wirkung der Feder 162 im Uhrzeigersinn geschwenkt und die Teile 58 bis 64 des Vorlaufwerkes abgeschaltet werden.
Der Schaltring 136 trägt außerdem eine Einrichtung, welche in erfindungsgemäßer Weise dazu dient, den Sperrhebel 102, der die funktionsmäßige Verbindung zwischen dem Öffnungsverzögerungswerk 66 bis 84 und dem als Blitzlicht-Gleichstimmer fungierenden Sektorenring 44 herstellt, außer Wirkung zu setzen, so daß das genannte Werk keinen Hemmeinfluß auf den Blitzlicht-Gleichstimmer ausüben kann. Diese Einrichtung besteht aus einem Steuernocken 137 am Schaltring 136, welche in der Stellung »X« dieses Schaltringes mit dem dritten Arm 103 des Sperrhebels 102 in Eingriff kommt und ihn entgegen dem Uhrzeigersinn derart verschwenkt, daß sein erster Arm 106 außerhalb der Bahn dem Sperrnocken 108 des Sektorenringes 44 liegt und sein zweiter Arm 104 von dem Vorsprung 96 der Spannscheibe 82 erst in der abgelaufenen Stellung des Kontakthemmwerkes erreicht werden kann. Damit ist die funktionsmäßige Verbindung zwischen dem Werk 66 bis 74 und dem Sektorenring 44 unterbrochen, d. h. das nach der Verschlußauslösung zugleich mit dem Blitzlicht-Gleichstimmer ablaufende Werk übt keinerlei Hemmwirkung auf den letzteren aus.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Verschlusses ist folgende: Soll eine Aufnahme mit Vorlaufwerk gemacht werden, dann ist durch den Spannring 22 das Hauptantriebsorgan 12 und das Vorlaufwerk zu- spannen. Der Schaltring 136 ist vor oder nach dem Spannen in die Stellung »V/X« zu stellen, so daß das ganze Vorlaufwerk 56 bis 84 in Funktionsbereitschaft gesetzt ist. Der Schaltring wird in seiner Stellung »V/X« durch den Sperrhebel 146 gehalten, so daß er vorerst nicht in seine Normalstellung »X« zurückkehren kann
(Fig. i). go
Nach dem Auslösen des Verschlusses durch den Auslöser 40 wird das Hauptantriebsorgan 12 entsperrt und der Sektorenring 44 entgegen dem Uhrzeigersinn um eine geringe Wegstrecke so weit bewegt, bis er durch den Sperrhebel 102, 106 an seinen Sperrnocken 108 angehalten wird (Fig. 2). Durch diese kurze Bewegung des Sektorenringes 44 schwenkt sein Vorsprung 100 den Sperrhebel 92, 98 aus der Bahn des Vorsprunges 96, so daß das Vorlaufwerk ablaufen kann. Die Ablaufbewegung des Vorlaufwerkes dauert etwa 10 bis 15 Sekunden. Gegen Ende dieser Bewegung löst die Nase 96 der Spannscheibe 82 den Sperrhebel 102, 104 aus (Fig. 3), so daß nun der Sektorenring 44 ganz ablaufen kann und die Sektoren 42 geöffnet und geschlossen werden, womit der Belichtungsvorgang beendet ist.
Bei dieser Aufnahme mit Vorlaufwerk kann selbstverständlich auch Blitzlicht benutzt werden, weil ja der Sektorenring 44 mit seiner Kante 124 no den X-Kontakthebel 116 zur Kontaktgabe betätigt (Fig. 4). Die Kontaktgabe erfolgt jedoch erst bei annähernd voller Offenstellung der Sektoren 42, so daß hierbei nur Blitzlampen ohne Leuchtverzug (»X«-Klasse) verwendet werden können.
Wie bereits erwähnt, wird der Schaltring 136 bei Einstellung auf »V/X« in dieser Stellung durch den Sperrhebel 146 festgehalten. Nach erfolgter Aufnahme soll er sich aber in seine ursprüngliche Normalstellung »X« zurückbewegen, so daß er für die nächste Aufnahme erneut auf Normalstellung steht. Diese Rückbewegung des Schaltringes 136 wird dadurch ermöglicht, daß der Stift 156 am Sektorenring 44 den Arm 154 des Sperrhebels 146 während der Öffnungsbewegung des Sektorenringes im Uhrzeigersinn schwenkt und damit die
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Sperre 148, 150 aufhebt. Der Schaltring 136 kehrt dann unter Wirkung seiner Feder 138 selbsttätig in die Stellung »X« zurück, wobei er gleichzeitig mit seinem Vorsprung 168 die Platte 158 im Uhrzeigersinn schwenkt und damit wiederum den zur Öffnungsverzögerung nicht benutzten Teil 56 bis 64 des Vorlaufwerkes selbsttätig abschaltet. 1
Soll dagegen eine Aufnahme ohne Vorlaufwerk, jedoch mit einer Blitzlampe der »M«-Klasse mit großem Leuchtverzug durchgeführt werden, dann stellt man den Schaltring 136 in Stellung »M« (Fig. 5). Die Federraste 140 muß dabei von Hand überwunden werden, und die Nase 142 des Schaltringes 136 liegt nachher am Anschlag 144 an. In dieser Stellung gibt die Ausnehmung 157 des Schaltringes 136 den M-Kontakthebel 126 frei, so daß ihn seine Feder 128 zur Anlage am X-Kontakthebel 116 bringt und dieser wiederum an der Kante 125 der Aussparung 122 des Sektorenringes 44 anliegt. Der Teil 56 bis 64 des Vorlaufwerkes ist auch in diesem Falle abgeschaltet. Nach der Auslösung wird während der kurzen Anfangsbewegung des Sektorenringes 44 seine Kante 125 so weit entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt, daß die Feder 128 beide Kontakthebel 116 und 126 im Uhrzeigersinn schwenkt, wodurch der Blitzlichtstromkreis geschlossen wird (Fig. 6). Die Freigabe des als Öffnungsverzögerungswerk dienenden Teiles 66 bis 84 des Vorlaufwerkes, das Anhalten des Sektorenringes 44 durch den Sperrhebel 102 sowie die Schwenkung dieses Sperrhebels 102 zur Freigabe des Sektorenringes 44 geschieht wie bei der erstbeschriebenen Aufnahme mit Vorlaufwerk, jedoch mit dem Unterschied, daß die Hemmwirkung des Werkes 66 bis 84 nur sehr kurz ist, etwa 20 ms, so daß das Öffnen der Sektoren gerade in dem Zeitpunkt erfolgt, in dem der Leuchtverzug der Blitzlampe verstrichen ist.
Bei Aufnahmen ohne Vorlaufwerk ist der Schaltring 136 in die Stellung »X« zu bringen (Fig. 7). Hierbei ist, wie vorstehend erläutert, durch den Steuernocken 137 des Schaltringes 136 auch das Öffnungsverzögerungswerk 66 bis 84 erfindungsgemäß abgeschaltet. Es läuft zwar während des Ablaufes des als Blitzlicht-Gleichstimmer fungierenden Sektorenringes 44 ebenfalls ab, übt
aber keinerlei Hemmwirkung auf ihn aus. Damit fällt der Zeitpunkt der eigentlichen Verschlußauslösung praktisch mit dem Zeitpunkt des Verschlußöffnens zusammen, so daß ■ Aufnahmen 50 von sehr schnell bewegten Objekten ohne weiteres möglich sind. Solche Aufnahmen können auch mit Blitzlicht ausgeführt werden, wenn Blitzlampen ohne Leuchtverzug (»X«-Klasse) benutzt werden, weil diese, wie unter »Aufnahmen mit Vorlauf- 55 werk« beschrieben, vom Sektorenring überdenKontakthebel 116 bei voll geöffneten Sektoren gezündet werden.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Photographischer Objektivverschluß mit einem Blitzlicht-Gleichstimmer, welcher nach seiner Auslösung einen unveränderlichen Ablaufweg unter dem Einfluß eines Hemmwerkes zurücklegt und dabei eine Kontakteinrichtung für Blitzlicht betätigt sowie gegen Ende seines Weges den Verschlußmechanismus zum öffnen und Schließen der Verschlußsektoren in Tätigkeit setzt, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, mittels welcher der Hemmeinfluß des Hemmwerkes auf den Blitzlicht-Gleichstimmer außer Wirkung gesetzt werden kann.
2. Photographischer Objektivverschluß nach Anspruch 1, bei welchem als Blitzlicht-Gleich-Stimmer der Sektorenring dient, dessen Ablauf durch einen als Öffnungsverzögerungswerk benutzten Teil des Verschlußvorlaufwerkes beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (137) ein Glied (102, 104) außer Wirkung setzt, welches die funktionsmäßige ' Verbindung zwischen dem Öffnungsverzögerungswerk (66 bis 84) und dem Sektorenring (44) herstellt.
3. Photographischer Objektivverschluß nach Anspruch 2, bei welchem ein Schaltglied vorgesehen ist, welches die Kontakteinrichtung für »M«- oder »X«-Aufnahmen einstellt, dadurch gekennzeichnet, daß die das Glied (102, 104) außer Wirkung setzende Einrichtung (137) vom Schaltglied (136) getragen ist und bei seiner Stellung »X« in Tätigkeit tritt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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