DED0018523MA - - Google Patents

Info

Publication number
DED0018523MA
DED0018523MA DED0018523MA DE D0018523M A DED0018523M A DE D0018523MA DE D0018523M A DED0018523M A DE D0018523MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitric acid
acid
reaction
oxygen
gases
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. August 1954 Bekanntgemacht am 19. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, Tri-p-toluyl-triazin durch Einwirkung wäßriger Mineralsäure hydrolytisch zu p-Toluylsäure zu verseifen (Ber. Deutsch. Chem. Ges., Bd. 53, 1900, S. 1055; Journ. pr. Chem. [2], Bd. 82, 1910, S. 537). Es ist weiter bekannt, p-Toluylsäure und andere, zum Teil verhältnismäßig schwierig zu gewinnende p-substituierte Toluole durch Oxydationsmittel in, Terephthalsäure überzuführen. Alle diese bekannten, Verfahren ίο arbeiten mit großen überschüssigen Mengen, konzentrierter Salpetersäure und zum Teil erheblichen Mengen aliphatischer Monocarbonsäuren (belgische Patentschrift 494439; USA.-Patentschriften 2 666 786 und 2 479 067) oder bei sehr hohen Temperaturen und Drücken (USA.-Patentschrift 2 563 820) oder mit relativ sehr schlechten, Ausbeuten bei langen, Reaktionszeiten (USA.- Patentschrift 2 531 173) oder mit einem großen Überschuß von, Kaliumpermanganat (Chem. Technik, Bd. 5, 1953, S. 503). ,
Es wurde nun gefunden, daß es überraschenderweise möglich ist, Terephthalsäure auf einfachem Wege und in sehr guten Ausbeuten direkt aus Tri-p-toluyl-triazin, herzustellen, wenn man es mit
609 550/481
D 18523 IVh/12 ο
wäßriger Salpetersäure oxydiert. Die Umsetzung verläuft nach dem Schema
CH
Reaktiver
Sauerstoff
COOH
3 NH3
COOH
CH
Besonders gut geeignet hierfür ist wäßrige Salpetersäure, mit der bei Temperaturen zwischen 150 und 250° in flüssiger Phase im Druckgefäß Ausbeuten von. über 8o°/o der Theorie erhalten werden.
An Stelle von Salpetersäure kann man, auch ein Gemisch von, Salpetersäure und anderen Mineralsäuren verwenden. Es hat sich gezeigt, daß es vor-
.25 teilhaft ist, mit den . theoretisch erforderlichen Mengen von Oxydationsmitteln zu arbeiten. .
Es ist auch möglich, die Salpetersäure ganz oder teilweise durch nitrose1 Gase zu ersetzen. Diese haben bei den, Arbeitsbedingungen dieselbe oxydierende Wirkung wie die Salpetersäure. Vorteilhaft arbeitet man hierbei so*, daß gleichzeitig mit der Salpetersäure oder den nitrosen Gasen, Sauerstoff oder sauerstoffhaltige Gase im Reaktionsraum zugegen sind.
Man kann aber auch so< verfahren, daß aus dem Reaktionsraum laufend ein, Teil des dort vorhandenen Sticko'xyds abgezogen, außerhalb des Reaktionsraumes mit Sauerstoff oder Luft zu nitrosen Gasen oder Salpetersäure oxydiert und gegebenenfalls wieder der Reaktion, zugeführt wird.
Beispiel 1
In einem Autoklav aus Spezialstahl (bekannt unter der Handelsbezeichnung »V2 Α-Stahl«) von 600 cm3 Inhalt werden, 35 g Tri-p-Toluyl-triazin (F = 271 bis 273'°'), 87 g 65°/oige Salpetersäure und, 196 cm3 Wasser auf der Schüttelmaschine auf 200 bis 2100' erhitzt und 2 Stunden bei dieser Tempera,-tür gehalten, Der Druck steigt dabei gegen Ende der Reaktionszeit bis auf 72 at an. Als Reaktionsprodukt erhält man nach Abkühlen eine Flüssigkeit mit einem hellgelben Niederschlag. Zur Aufarbeitung wird abgesaugt, der Rückstand mit Wasser säurefrei gewaschen und dann mit etwa 450 cm3 5°/oiger Natronlauge bei Zimmertemperatur gerührt, wobei alles bis auf einen minimalen, Rückstand von, Eisenhydroxyd in Lösung geht. Nach, Filtration wird das alkalische FiItrat mit 2 1 Wasser verdünnt, auf etwa 90'01 erhitzt und unter kräftigem Rühren langsam mit konzentrierter Salzsäure versetzt. Der dicke weiße Niederschlag wird nach Erkalten abgesaugt, . mit Wasser säurefrei gewaschen, im Trockenschrank bei 130'°' getrocknet, pulverisiert und nochmals 2 Stunden bei 1300 bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. '.
Erhalten werden 41 g (82,5 °/o der Theorie) schneeweißes Pulver, das sich auf Grund der ^1 Säurezahl und seiner physikalischen Eigenschaften als reine Terephthalsäure erweist:
Beispiel 2
In einem Autoklav aus »V2A-Stahl« von cm3 Inhalt werden 35 g Tri-p-toluyl-triäzin (F. = 267 bis 271'°% '17 g 93%ige Schwefelsäure, g 65°/oige Salpetersäure und 196 cm3 Wasser auf der Schüttelmaschine auf 200 bis 2100 erhitzt und '5 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Das Reaktionsprodukt besteht nach Erkalten aus einer Flüssigkeit mit viel Niederschlag. Die Aufarbeitung wird gemäß Beispiel 1 durchgeführt und ergibt 38 g (76,5 °/o der Theorie) Terephthalsäure.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von· Terephthalsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man Trip-toluyl-triazin mit wäßriger Salpetersäure oxydiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydation mit verdünnter wäßriger Salpetersäure oder mit einem wäßrigen Gemisch von Salpetersäure und einer Mineralsäure, vorzugsweise Schwefelsäure, durchführt.
3. Verfahren, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei Temperaturen von 150 bis 2500, vorzugsweise , , unter Druck, vorgenommen wird.
4. Verfahren, nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Salpetersäure ganz oder zum Teil durch nitrose Gase ersetzt , wird.
5. Verfahren, nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydation mit Salpetersäure oder nitrosen, Gasen in Gegenwart von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen, durchführt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß während der Um-Setzung ein Teil des im Reaktionsraum anwesenden Stickoxyds laufend abgezogen, außerhalb des Reaktionsraumes mit Sauerstoff oder Luft zu nitrosen Gasen oder Salpetersäure oxydiert und gegebenenfalls wieder der Rieaktion zugeführt wird.
© 609 550/481 7.56

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE958920C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure bzw. deren Salzen bzw. deren Derivaten aus Kaliumbenzoat
DE1695069A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxy-2-oxo-1(2H)-pyridinsulfonsaeure-Natriumsalz und von 2,3-Pyridindiol
DE889153C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Pteridinen
DED0018523MA (de)
DE955859C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure
DE4021274A1 (de) Verfahren zur reinigung von fermentativ hergestelltem riboflavin
DE873542C (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Polycarbonsaeuren und anorganischen, vorwiegend aus Aluminiumsulfat bestehenden Nebenprodukten
DE2364636C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Benzoyl-6-chlor-3-nitro-pyridinen
DE1930842A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Naphthalinsaeurederivaten
CH338182A (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäure
DE666148C (de) Herstellung zusammengesetzter Titanpigmente
DE565233C (de) Verfahren zur Herstellung von Benzoesaeure
DE965399C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure bzw. deren Salzen bzw. deren Derivaten aus Kaliumbenzoat
DE515468C (de) Verfahren zur Darstellung von ª‰-Naphthylaminophenoxyfettsaeuren
DE151981C (de)
AT149503B (de) Verfahren zur Darstellung von N.N&#39;-Dichlorazodicarbonamidin.
AT253488B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-4-chlorphenoxyalkansäuren
DE958196C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure bzw. deren Kaliumsalzen sowie deren Estern
DEH0021244MA (de)
AT209864B (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliummonopersulfat (KHSO5)
DE2313548C3 (de) N-N&#39;-Dichlor-terephthalsäurediamid sowie ein Verfahren zur Herstellung von N,N&#39;-Dichlor-terephthalsäurediamid und von N, N &#39;-Dichlor-isophthalsäurediamid
DE1695069C3 (de) 3-Hydroxy-2-oxo-l(2H)-pyridinsulfonsäure-Natriumsalz, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung zur Herstellung von 23-Pyridindiol
DE2334269A1 (de) Verfahren zur herstellung von 4,4&#39;di-tert.-butylbenzoylperoxid
CH506464A (de) Herstellung von a-Naphthochinonen
DE2412110A1 (de) Neue ester der tetracarbonsauren pyrazinsaeure, verfahren zu deren herstellung und ihre verwendung als thermostabile fluide