DED0019197MA - - Google Patents

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DED0019197MA
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polyamides
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. November 1954 Bekanntgemacht am 22. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 39b GRUPPE 22 04
D 19197 IVb/ 39b
sind als Erfinder genannt worden
Verfahren zur Herstellung lunker- und blasenfreier Profile
aus Polyamiden
Es ist bekannt, Stäbe sowie auch andere Profile aus Polyamiden zu fertigen, und zwar so, daß man zunächst das Polymere herstellt und dieses durch Gießen, Pressen oder Spritzguß in die gewünschte Form bringt. Dazu bedient man sich entweder der Schneckenpresse oder der Spinnpumpe, die das verflüssigte Polymere in Formen preßt, die dann meistens unter dem Druck des flüssigen Polymeren abgekühlt werden. Diese Verfahren werden sowohl kontinuierlich wie diskontinuierlich ausgeübt, besitzen jedoch insofern einen Nachteil, daß stets vom Polymeren ausgegangen wird und Polymerisation und Verformung in verschiedenen Apparaturen und Vorrichtungen erfolgt. Besonders wenn das Polymere — wie dies meistens geschieht — nach seiner Darstellung zunächst in Monofile verformt, gehackt und getrocknet werden muß und anschließend zur Herstellung von Profilen erneut geschmolzen und verarbeitet wird, ergeben sich wesentliche Nachteile gegenüber einem Verfahren, das in der Lage ist, Polymerisation und Profilierung gleichzeitig durchzuführen. Die Herstellung blasen- und lunkerfreier Profile aus Polyamiden ist durch einfaches Gießen infolge der viskosen Konsistenz der Schmelze und der großen Schrumpfung beim Übergang flüssigfest nicht möglich.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, das es gestattet, die verschiedensten Polyamide in
D 19197 IVb/39 b
einem einzigen Arbeitsgang, vom Monomeren ausgehend, in die gewünschten fertigen Profile umzuwandeln. Hierzu wird beispielsweise Caprolactam mit einem Polymerisationsbeschleuniger in geeignete Formen gefüllt und in einem mit Stickstoff oder einem anderen inerten Gas gefüllten Druckgefäß polymerisiert. Anschließend erfolgt unter dem Druck von Stickstoff oder Inertgas die Abkühlung, die so geführt werden muß, daß die Formen
ίο von unten nach oben allmählich auskühlen, wobei der obere Teil des in der Form befindlichen Polyamids so lange flüssig gehalten wird, bis der Inhalt der Formen fast vollständig erstarrt ist. Zweckmäßig wendet man Drucke von io bis 30 atü an, ohne daß aber durch diese Angabe das Verfahren auf bestimmte Drucke eingeschränkt werden soll. Als Formen kommen hauptsächlich solche für Stäbe und Rohre in Frage; die Formen sind zweckmäßig aus einem geschliffenen oder polierten Edelstahl
ao und können entweder geteilt oder ungeteilt sein. Das Druckgefäß besteht zweckmäßig aus einem zylindrischen Innenteil, in den die Formen, gefüllt mit den Monomeren, eingesetzt werden, einer Außenheizung und einem spiralig angeordneten Kühlmantel für Luftkühlung. Der Autoklav muß so konstruiert sein, daß sowohl die Erwärmung wie auch die Abkühlung stufenweise von unten nach oben geführt werden kann, wobei es angebracht ist, die einzelnen Heizzonen automatisch zu schalten. An das Druckgefäß ist eine Vakuumpumpe angeschlossen, um sowohl eine Evakuierung vor der Füllung mit Inertgas vorzunehmen als auch die Beendigung der Polymerisation gewisser Polyamidtypen zu beschleunigen. Der besondere Vorteil des Verfahrens liegt außerdem darin, daß zu gleicher Zeit Profile verschiedener Art und verschiedenen Durchmessers in einer Apparatur gefertigt werden können, daß außerdem auch ohne Schwierigkeit solche Polyamidtypen verformt werden können, die infolge ihrer Temperaturempfindlichkeit ein mehrmaliges Erhitzen und eine Verarbeitung in der Schneckenpresse schlecht vertragen. Das Verfahren liefert absolut homogene, spannungs-, lunker- und blasenfreie Profile.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung lunker- und blasenfreier Profile aus Polyamiden, dadurch gekennzeichnet, daß Polymerisation und Abkühlung in den gleichen, in einem geschlossenen Druckgefäß befindlichen Metallformen durchgeführt werden und daß die Abkühlung unter dem Druck eines inerten Gases erfolgt, und zwar so, daß die Erstarrung der Schmelze von unten nach oben fortschreitet, wobei der obere Teil der Schmelze durch entsprechende Anordnung der Heizzone so lange flüssig gehalten wird, bis der größte Teil des Profils erstarrt ist.

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