DEE0009680MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. Oktober 1954 Bekanntgemacht am 20. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
E 9680IH/50 c
Adolf Thomas, s
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kreiselbrecher, der für stufenweises Brechen eingerichtet
ist. Stufenweises Brechen ist erforderlich, wenn von einer verhältnismäßig hohen Korngröße aus
ein möglichst großer Anteil einer bestimmten wesentlich kleineren Korngröße erzielt werden, soll,
da durch Zerkleinerung auf diese kleinere Korngröße in einer einzigen Stufe ein unverhältnismäßig hoher Anteil an Unterkorn anfällt. Um z. B.
ίο Basältsplitt mit einer Korngröße von 6o mm bei
einem möglichst geringen Anfall von Feinmaterial herzustellen, wird das rohe Brechgut zunächst in
einem Brecher mit. einer Spaltbreite von, ioo bis
120 mm bearbeitet, um dann in einer zweiten Stufe durch einen Brecher mit einer Brechspaltweite von
6o bis 8o mm zu laufen.
Es ist bekannt, zwei oder mehr in ihrer Brechspaltweite abgestufte Brecher mitsamt ihren Siebund
Fördereinrichtungen zu einer fortlaufend arbeitenden Anlage zu vereinen.
Ferner ist es bekannt, mehrere Brechkegel verschiedener mittlerer Austrittsspaltweite auf einer
Brechkegelachse derart übereinander anzuordnen,, daß die mittlere Austrittsspaltweite von oben nach
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E 9680 III/50 c
unten abnimmt, und das .Brechgut in dieser Richtung
durch diese Brecher nacheinander hindurchzuleiten.
Bei dieser Anordnung ist es auch bekannt, zwisehen den einzelnen Brechern Siebe vorzusehen,
durch welche das aus dem vorangehenden Brecher kommende gebrochene Gut abgesiebt, der Durchgang
ausgetragen und ;das Überkorn in den folgenden Brecher geleitet wird.
ίο Diese Anordnungen bedingen nicht nur eine
größere Bauhöhe und längere Brechkegelachse, woraus sich ungünstige Kraftbeanspruchungen ergeben,
sondern ihre Herstellungskosten sind gegenüber der normalen Bauart von Kreiselbrechern
wesentlich erhöht. Wo Siebe zwischen den einzelnen Umfangszonen angeordnet sind, sind, diese
nicht zugänglich, ohne daß das ganze Brechergehäuse abgehoben wird.
Um diese Nachteile der bekannten Brecher mit Umfangszonen verschiedener Austrittsspaltweite
zu vermeiden, sind gemäß der Erfindung die Umfangszonen unterschiedlicher Austrittsspaltweite
als Segmentzonen an ein und demselben. Brechkegeil
vorgesehen.
Zur Durchführung des Erfindungsgedankens
wird der Brechplattenbeilag des Brechmantels oder des Brechkegels in zwei oder mehr verschiedenen
Segmentzonen in verschiedener Stärke ausgeführt. Der unterschiedliche starke BTechplattenbelag sowie
die Aufgabevorrichtungen werden jeweils an dem undrehbar gehaltenen Teil des Brechers
(Brechmantel oder Brechkegel) angeordnet, Im allgemeinen bewegt sich das bearbeitete Brechgut im
Brecher nahezu senkrecht nach unten, da eine gegenseitige Drehung zwischen Brechkegel und
Brechmantel während des Betriebes kaum eintritt. Dieser mehrstufige Brecher kann durch Förderund
Siebeinrichtungen ebenfalls zu einer fortlaufend arbeitenden Anlage ausgestaltet werden,
indem unterhalb jeder Segmentzone ein besonderer Austrag vorgesehen ist, der das gebrochene Gut
nach einer außerhalb des Brechers angeordneten Siebvorrichtung leitet, von der das.Überkorn in die
Segmentzone der nächstkleineren mittleren Austrittsspaltweite über den Segmentzonen zugeordnete
Aufgabevorrichtungen eingebracht wird.
Weitere Erfindungsmerkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung.
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι einen senkrechten Mittelschnitt durch, den
stufenweise arbeitenden Becher,.
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Brecheranlage nebst Sieb- und Fördervorrichtungen,
Fig. 3 einen zu Fig. 2 gehörigen Grundriß und
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2 in größerem Maßstabe.
In dem Brechergehäuse 1 des stufenweise arbeitenden Brechers ist der Brechmantel 2 undrehbar
gehalten und an seiner inneren Umfangsfläche mit einem Brechplattenbelag 3 versehen, gegenüber dem
der Brechplattenbelag 4 des Brechkegels 5 eine kreiselnde Bewegung ausführt. Der Brechkegel 5
ist zu diesem Zweck am oberen, Ende in einem Kugelgelenk 6 gelagert und steht am unteren Ends
unter der Einwirkung eines rotierenden Exzenterzapfens 7. Bei der kreiselnden Bewegung des Brechkegels
ändert sich die Weite des Brechspaltes 8 an jeder Stelle zwischen zwei Grenzweiten um z. B.
100 bis 120 mm.
Um in einem einzigen Brecher das Brechgut.mit verschiedenen Austrittsspaltweiten behandeln zu
können, weist der Brechplattenbelag 3 des Brechmantels auf zwei oder mehr Segmentzonen 9, 11, 12
(Fig. 1) verschiedene mittlere Austrittsspaltweiten 8 auf. Bei Aufgabe des Brechgutes in der
Segmentzonei 9 mit der größten mittleren Austrittsspaltweite
fällt ein wesentlich gröberes Korn an als bei Benutzung der Segmentzone 12. Die unterschiedlichen
Austrittsspaltweiten werden dadurch erreicht, daß der Brechplattenbelag 3 in entsprechend
verschiedener Stärke ausgeführt wird. Die Brechplatte wird so>
an dem Brechmantel bzw. Brechkegel befestigt, daß nach Benutzung eine gegenseitige Auswechselung der Brechplatten der
verschiedenen Segmentzonen stattfinden kann.
Jeder der Segmentzonen ist eine besondere Aufgabeeinrichtung 13, 14 (Fig. 2 und 3) zugeordnet,
durch welche das rohe oder schon in einer vorangegangenen Stufe gebrochene Brechgut zugeleitet
wird. Jeder Segmentzone kann auch eine besondere Austrageinrichtung 15 zugeordnet sein, von der
das gebrochene Gut gegebenenfalls nach einer Siebvorrichtung und von hier aus das Überkorn der
Segmentzone des Brechers mit der nächstkleineren mittleren Austrittsspaltweite zugeleitet wird.
Bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten zweistufigen Brecheranlage wird das rohe Brechgut durch die
Aufgabevorrichtung 13.(Fig. 3) der Segmentzone9
mit der größten mittleren Austrittsspaltweitie zugeführt.
Das am Austrag 15 (Fig. 2) dieser Zone anlangende, erstmals gebrochene Brechgut wird
dann auf einem Förderband 16 nach einer Siebanlage
17 befördert, welche die endgültig herzustellende Korngröße absiebt und in einen Austrag
18 fallen läßt, während das Überkorn über einen Leitschaciht 19 auf ein. zweites Förderband 21 gebracht
wird, durch welches es in die Aufgabevorrichtung 14 für die" zweite Segmentzonen mit
kleinerer mittlerer Austrittsspaltweite geleitet wird. Von hier aus kann es durch den gleichen
Austrag 15 und das gleiche Förderband 16 zusammen mit dem Austrag der ersten Segmentzone auf
das Sieb 17 zurückgeführt werden. Dieser Vorgang
wiederholt sich so- lange, bis von. dem ursprünglich aufgegebenen rohen Brechgut am Sieb nichts mehr
anfällt.
Das aus dem Austrag 18 austretende Brechgut
kann dann durch eine besondere Siebeinrichtung von dem Feinmaterial getrennt werden, Der Betrieb
des mehrstufigen Brechers kann, auch so· gehandhabt werden, daß das zu behandelnde Gut vor
Aufgabe in den Brecher in verschiedene Körnungen klassiert wird und jede der verschiedenen Körnungen
je einer der Brechspaltsegmentzonen zur selben. Zeit zugeführt wird.
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Claims (4)
- E9680 HI/50cPATENTANSPRÜCHE:ι. Kreiselbrecher für stufenweises Brechen, mit zwei oder mehr Umfangszonen. unterschiedlicher mittlerer Austrittsspaltweite, getrennter Aufgabe des Brechguts in diese und Siebeinrichtungen zwischen ihnen, dadurch gekennzeichnet, daJß die Umfangszonen unters chied-" licher Austrittsspaltweite als Segmentzonen an ίο ein und demselben Brechkegel vorgesehen sind.
- 2. Kreiselbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Brechplattenbelag (3) des Brechmantels oder Brechkegels zwei oder mehr Segmentzonen (9, 11, 12) verschiedener Stärke aufweist.
- 3- Kreiselbrecher nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brechplatten verschiedener Stärke gegeneinander auswechselbar sind.
- 4. Kreiselbrecher nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb jeder Segmentzone ein besonderer Austrag (15) vorgesehen ist, der das gebrochene Gut nach einer außerhalb des Brechers angeordneten Siebvorrichtung leitet, von der das Überkorn in die Segmentzone d:er nächstkleineren mittleren Austrittsspaltweite über den Segmentzonen zugeordnete Auf gabevo-rrichtungen eingebracht wird.-5. Kreiselbrecher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem mit zwei Segmentzonien verschiedener Austrittsspaltweite (9, 11) versehenen Brecher das Brechgut nach Durchgang durch die erste Segmentzone' (9) über einen Austrag (15) und ein Förderband. (16) in eine Siebvorrichtung (17) geleitet: wird und von hier aus das Uberkorn über ein zweites Förderband (21) und eine Aufgabeeinrichtung! (14) in die zweite Segmentzone (11) mit kleinerer mittlerer Austrittsspaltweite gelangt, welche über den gleichen Brecheraustrag (15) entleert wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 181 571;
französische Patentschrift: Nr. 769 039;
deutsche Patentschrift Nr. 930 838.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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