DEF0008014MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Dezember 1951 Bekannitgemacht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die: Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung, insbesondere von Werkzeugmaschinen.
Die Entwicklung der Werkzeugmaschinen, zeigt deutlich als Endziel die voll- oder halbautomatische
Betätigung, um sowohl dadurch eine rationellere als auch präzisere Fertigung zu erlangen. Solche
Werkzeugmaschinen benötigen für ihren Betrieb bestimmte, jeweils an das zu fertigende Werkstück
angepaßte Steuerorgane (Kurven, Meisterstücke usw.), deren Herstellung nicht nur mit wesentlichen
Kosten, verbunden ist, sondern auch hochqualifizierte
Facharbeiter erfordert. Daraus ergibt sich sowohl das Erfordernis, über hochqualifizierte
Fachkräfte als auch über eine entsprechend große Stückzahl zu verfügen, bei der die Umlegung1 der
Einrichtekosten (Anfertigung der Kurven, Erproben derselben usw.) ermöglicht wird. In den
meisten Fällen jedoch ist die zu erzeugende Stückzahl nicht groß genug, um die teueren Ein rieht e-
und Amortisationskosten unterzubringen.
Um die Herstellung von Steuerorganen zu ersparen,
die dem Werkstück angepaßt sind, ist es bekannt:, den Bewegungsablauf von, Maschinenteilen
elektronisch, auf Trägern aufzuzeichnen und diese Träger sodann zur Steuerung des Arbeiteablaufes
zu verwenden. Der zu einer solchen, Auf-
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zeichnung und zur Durchführung des Steuervorganges notwendige apparative Aufwand an
Elektronenröhren usw. ist aber derart groß, daß diese Steuerungsart nur in den seltensten Fällen
wirtschaftlich gerechtfertigt ist.
Die zum Stand der Technik gehörenden, durch die zu steuernde Maschine angetriebenen Steueirorgane,
welche durch Nocken, durch, mit Schlitzen versehene Bänder u. dgl. die Abgabe von, Steuer-ίο
impulsen an Relais bewirken, die ihrerseits wieder Schaltvorgänge zur Steuerung des Bewegungsablaufes
der Maschinenteile einleiten, sind nicht: geeignet, universell verwendet zu werden. Für jeden
Arbeitsablauf müssen an diesen Steuerorganen besondere Steuermittel angebracht werden.. Die
Herstellung dieser Steuermittel e rf ordert geschulte Fachkräfte, bedingt einen wesentlichen Zeitverlust
und ist daher nur bei höheren Aufliageziffern, anwendbar.
Der Erfindung1 liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile, bisher bekannter Steuerungen, insbesondere
von.Werkzeugmaschinen, zu beseitigen und eine Steuervorrichtung zu schaffen., die eine universelle
Verwendungsmöglichkeit, unabhängig von der Art und dem Aufbau der zu steuernden
Maschine, aufweist und auf einfache Art und Weise für den automatischen Betrieb' einstellbar
ist, so- daß normal ausgebildete Facharbeiter mit der Ei ns teil arbeit zurechtkommen können, und die
in qualitativer und quantitativer Hinsicht in keiner Abhängigkeit zum Bedienungspersonal steht, und
die Möglichkeit der Bedienung mehrerer Maschinen durch einen. Arbeiter gewährleistet.
Das wesentliche Merkmal der erfindumgsgemäßen
Steuervorrichtung besteht darin, daß zur Weiterschaltung des Maschinenelemente auf elektrischem
Wege steuerndien, zentralen Steuergerätes in den, Bewegungsbahnen der Maschinenelemente
positive Anschläge verstellbar angeordnet sind, welche durch Kontaktgebung übler Reilaisketten
Impulse auslösen, die hinsichtlich des Beginns und der Dauer durch die Relaii'sketiten zeitlich, begrenzt
und damit von der Funktion des zentralen Steuergerätes oder andener Steuereinrichtungen
unabhängig sind.
Durch, die Steuerung nach der Erfindung kann bei Anbringung geeigneter Anschlags- und Kontakteinrichtungen
praktisch jede nicht automatisch arbeitende Maschine, insbesondere Werkzeugmaschine,
in eine vollautomatisch arbeitende umgewandelt werden, Infolge der Einfachheit der Gesamteinrichtung
und der durch die weiteren schaltungstechnischen,
und konstruktiven Merkmale der Erfindung bedingten einfachen Einstellung der Anschlage
und des zentralen Steuergerätes können, auch kleine und. kleinste Serien erfolgreich vollautomatisch
gefertigt werden, d. h., das Bedienungspersonal der Maschine muß außer dem Ein-
und Ausspannen, des Werkstückes keine wie immer geartete, durch, Anlernen oder fachliche Ausbildung
erworbene Kenntnis besitzen. Die Möglichkeit einer Bedienung von mehreren Maschinen durch
eine Arbeitskraft ist gegeben, Das Einstellen der Maschine erfordert keine spezielle Fachausbildung,
sondern kann von normal ausgebildleiten. Fachkräften,
(z. B. Drehern, Fräsern, oder Schlossern usw.) vorgenommen werden,. Eine Anfertigung von
Steuer- oder Kopierelementen (Automatenkurvenscheiben, Meisterstücken usw.) kommt nicht in
Frage.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an.
Hand, dier Zeichnung erläutert, die eine beispielsweise
Verwendung der Steuerung an einer Spitzen- ι drehbank schematisch darstellen. Es zeigt
Fig. ι eine Vorderansicht,
Fig. 2 einen. Grundriß;
Fig. 3 und. 4 zeigen; Kreuzrisse in. zwei verschiedenen
Einstellungen, einer Drehbank;
Fig. 5 zeigt eine Einzelheit der durch die Bank
gesteuerten Kontakte,
Fig. 6 ein Schaltschema für die Bewegung des zentralen Steuergerätes,
Fig. 7 die elektrische Einrichtung des Steuergerätes im Schema;
Fig. 8 bis 12 zeigen das zentrale Steuergerät, und zwar
Fig. 8 in Außenansicht,
Fig. 9 im Längsschnitt,
Fig. 10 im Stirnansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 11 in. Schnittdarstellung und 90 '
Fig. 12 in Innenansicht, eine Einzelheit vergrößert:;
Fig. 13 zeigt eine Ansicht, teilweise im Schnitt, dier Lagerungen, des Antriebes von Anschlag'walzen,
Fig. 14 eine Seitenansicht des Antriebes, Fig. 15 einen Schnitt: nach. III-III der Fig. 14,
Fig. 16 in, Seitenansicht und:
Fig. 17 in Stirnansicht die Ausbildung und Anbringung
von Anschlägen auf den, Anschlagwalzen,
Fig. 18 in Ansicht und ,
Fig. 19 in Stirnansicht die Ausbildung und, Anbringung
von Anschlägen an dieru Maschinenelementen,
Fig. 20 ein, S ehalt schema der Steuervorrichtung
Fig. 21 ein Schaltschema eines Stufenschalters
für die Einstellung verschiedener Funktionen, ein und, derselben Maschine.
In den Fig. 1 bis 4 ist eine handelsübliche Spitzendrehbank beispielsweise dargestellt, welche
einen. Spindelstock 1, einen Reitstock 2, einen
Support 3, einen, Planschlatten 5, ein, Stichelhaus 4,
eine Hauptspindel 7, die über ein stufenloses, durch
einen Getriebehebel 6 schaltbares Getriebe angetrieben ist, ein durch einen, Hebel IO1 schaltbares n5
Nortongetriebe, eine Leitspindel 11 und! eine Zugspindel
12 aufweist. Diese Spitzendrehbank ist durch zusätzliche Einrichtungen erfmdungsgeimäß
für ein automatisches Drehen eingerichtet. Diese zusätzlichen Einrichtungen sind folgende: Zentrales
Steuergerät 18, Anschlagleiste! 30 bzw. Anschlagwalze
50 zur Begrenzung der Längsbewegung des Supportes 3, Kontakteinrichtung 22 zur Impulsgebung
durch die Längsbewegung' dies Supportes, Anschlagleiste 21 bzw. Anschlagwalzia 50
zur Begrenzung der Bewegung des Planschlittens,
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Kontakteinrichtung 23 zur Impulsgebung durch die Bewegung des Planschlittens, Getriebe 16 mit
Motor i6a zum Antrieb der Vorschubbewegungen,
Umschalteinrichtungen (Kupplungen) 17 zur wahlweisen
Einschaltung der Längs- oder Plianbewegung.
Der Antrieb der Hauptspindel 7, die im Spindelstock ι untergebracht ist, erfolgt über einen, hier
nicht gezeichneten Hauptantriebsmotor und in diesem Fall über ein stufenloses Getriebe, das
durch den. Hebel 6 verstellbar ist. Der Kraftfluß zum Antrieb des Vorschubes bei der normalen
Spitzend.rehbank erfolgt von der Hauptspindel 7 über Zwischenrad 8 auf die Räder der Schere 9
(Fig. 4), weiter über das Nortongetriebe, dessen Übersetzungsverhältnis durch den Hebel 10 eingestellt
werden kann., auf die Leitspindel 11 bzw. die Zugspindel 12. Im Falle der automatischen
Funktion, dieser Drehbank (Fig. 3) wird: die Schere 9 mit den Wechselrädern so heruntergeklappt,
daß sie in, das Abtriebs zahnrad,1 des Getriebes 16 eingreift. In diesem Fall geht der Kraftfluß
vom Getriebeantriebsmotor i6„ über Getriebe 16 weiter über die Wechselräder der Schere 9 auf
das Nortongetriebe und, von. hier weiter über die Kupplungen 17, je nach ihrer Stellung, auf die
Leitspindel 11 oder aber auf die Zugspindel 12. Bei
automatischem Betrieb wird die Längsbewegung des Supportes durch die Leitspindel 11 und: die
Planbewegung durch die Zugspindel 12 bewerkstelligt. Demnach müssen beim automatischen
Betrieb sowohl die Leitspindel 11, wie beim Gewindeschneiden des nicht automatischen: Betriebes,
und die Zugspindel 12, wie beim Plandrehen des nicht automatischen Betriebes, in. der Supportschürze
eingeschaltet: sein.
Die Anschlagleisten 13 bzw. 21 sind verschieblich
gelagert und: tragen verschiebbare Anschlagnasen, 14 bzw. 20, gegen die die Supportanschlage
15 bzw. 19 anlaufen. Durch das Anlaufen der
Supportanschläge 15 bzw. 19 gegen die auf den Anschlagleisten 13 bzw. 21 festgeklemmten Anschlagnasen
14 bzw. 20 erfolgt eine Verschiebung der1 Anschlagleisten, 13 bzw. 21, durch welche eine
Betätigung der Impulsgeberkontakte 26, 27 und: 28 bewerkstelligt wird, die in den Komtakteinrichtungen.
22 bzw. 23 untergebracht sind.
Durch, die Betätigung der Impulsgeberkontakte erfolgt eine Impulsabgabe zum Weiterschalten, des
zentralen Steuergerätes 18. Die elektrische Durchschaltung ist aus dem S ehalt schema Fig. 6 zu ersehen.
Bei Beginn der axialen Verschiebung der Anschlagleisten, 13 bzw: 21 werden gemäß Fig. 5
die Kontakte 26 und 27 (Fig. 6) betätigt. Durch das Schließen des Kontaktes 27 erfolgt ein Stromfluß
durch das Hilfsrelais HR über den geschlossenen,
Kontakt r3. Dadurch spricht dieses Relais an,
schließt den Kontakt Ur1 des Hilfsrelaiis HR, der
dem Drehmagneten. D vorgeschaltet ist, wodurch die Impulsbereitschaft für den. Kontakt rx hergestellt:
ist. Bei weiterer axialer Bewegung der Anschlagleisten. 13 bzw. 21 gelangen diese in, ihre
Endstellung. In dieser Lage werden die Kontakte 28 der Impulsgebereinrichtung geschlossen, Durch
das Schließen dieses Kontaktes 28 wird das Relais R unter Strom gesetzt und spricht an. Dadurch,
wird der Kontakt rv dier dem Drehr
magneten D vorgeschaltet ist, geschlossen, der Drehmagnet spricht an und schaltet das zentrale
Steuergerät um einen Schritt weiter. Diei Länge
des Stromstoßes für den Drehmagneten. D ist abhängig
von der Abfallverzögerung des Hilfsrelais
HR, da durch das Ansprechen, des Relais. R der Kontakt r3 geöffnet wird und das Flilfsrelais
HR stromlos wird, wodurch der Kontakt Ar1
sich öffnet.
Durch das Ansprechen des Relais R wird aber auch der Kontakt r2 geschlossen. Der Kontakt 26
ist bereits bei Beginn der Axialbewegung geschlossen
worden,, soi daß das Relais R sowohl über den, geschlossenen Kontakt 28 als auch über die
geschlossenen Kontakte. r2 und 26 angespeist wird.
Sollten nun während, des Betriebes in. der Endstellung
der Ansch.lagleis.teni 13 bzw. 21 Drucksch.wankungen
auftreten, die den Kontakt 28, da dieser
hochempfindlich, ist, vorübergehend öffnen, so kann kein neuer Impuls durch diese Druckschwankungen
abgegeben, werden. Diese Anordnung hat aber auch den, Vorteil, diaß Impulse von anderen Impulsgebereinrichtungen
abgegeben werden können zu einer go
Zeit, wo· sich eine der Anschlagleisten, in ihrer
Endstellung, also Impulsstellung, befindet. Dies ist namentlich dann notwendig, wenn beispielsweise
der Support gegen den Längs anschlag1 gesteuert
wurde und in dieser Lage eine Plansteuerung einsetzt,
oder umgekehrt, oder beliebige Bewegungein kombiniert sind.
Durch die Betätigung des Relais R wird, aber auch der Kontakt r4 eingeschaltet, der die Kontrollampe
KL aufleuchten läßt. Die Kontrolllampe KL gestattet bei Handbetrieb die Einstellung
der Automatik, und zwar auf folgende Art und Weise: Die Maschine wird, auf Handbetrieb' umgestellt,
d. h., die Schere 9 wird hochgeklappt (s. Fig. 4), so daß sie den Kraftfluß der Vorschubelementen
und, 12 zur Hauptspindel 7 herstellt, die Kupplungen der Um schalteinrichtung1 17 für
Leiit- und, Zugspindel werden beide eingeschaltet,
die Anschlagnasen 14 bzw. 20 werden gelockert und so weit verschoben, daß sie beim Anfertigen
des gewünschten, Werkstückes nicht hinderlich sind. Nun wird, das entsprechende Werkstück eingespannt
und wie beim normalen Drehen auf der Spitzenbank mit der Arbeit begonnen. Anstatt daß
der Dreher sich die einzelnen Noniuszahlen, für die Wiederholung beim nächsten. Werkstück vermerkt,
stellt er die einzelnen Anschlagnasen 14 bzw. 20
in den einzelnen Stellungen, dies Supportes gegen
die Supportsanschläge 15 bzw. 19. Das Erreichen
der Impulsstellung zeigt die Lampe KL durch Aufleuchten, an, da, in, dieser Lage der Kontakt: 28
geschlossen ist und das Relais R anspricht. Damit
erscheint diese Stellung des Supportes für die Automatik eingestellt. Schalttechnisch ist Vorserge
getroffen, daß während, des Einstellens die anderen Schaltgeräte außer der Impulsgebung stromlos und
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daß die Gesamtfunktion, der elektrischen Automatik abgeschaltet bleibt, wie dies waiter unten an Hand1
der Fig. 21 erläutert werden wird.
Die weitere! Einstellung der Automatik erfolgt: durch entsprechende Stellungen von. Schaltknöpfen
des zentralen. Steuergerätes gemäß Fig. 8. Durch
einen Schlitz 32 ist die Stellungszahl (an; der Figur als Nr. XIII) zu ersehen. Der erste Knopf 33 verursacht
bei Zeigen, des Pfeiles auf 34 das Laufen des Voirschubg'etriebeimotors i6a nach rechts und
bei Zeigen des Pfeiles auf 35 nach links. Im Schaltschema Fig. 7 sind die Schaltkontakte mit den jeweiligen
Schaltspulen Sch zu ersehen. Wenn, beispielsweise der Pfeil des Knopfes 33 auf 34 zeigt,
SO' wird der Kontakt ν eingeschaltet, zeigt der Pfeil
des Knopfes 33 auf 35, so wird; der Kontakt r eingeschaltet, während in der Mittelstellung keine
Kontaktgebung erfolgt. Die Schaltspule Sch, die durch, die Schließung des Kontaktes ν unter Strom
gesetzt wird, verursacht z. B. den Rechtslauf und die Schaltspule Sch über Kontakt r z.B. den Linkslauf.
Der Knopf 36 verursacht: z. B. beim Zeigen des Pfeiles auf 37 das Einschalten der Kupplung
in der Umschaltvorrichtung 17 zur Planbewegung
des Supportes, also der Zugspindel 12 (Fig. 1), und bei Zeigen des Pfeiles auf 38 das Einschalten der
Längsbewegung des Supportes, also der Leitspindlei 11. Der Knopf 39 schaltet das Getriebe 16 beim
Zeigen des Pfeiles auf 40 auf Eilgang und beim Zeigen des Pfeiles auf 41 auf Vorschubgang.
Knopf 42 verursacht beim Zeigen des Pfeiles auf 43 das Wenden, des Plananschlages und beim
Zeigen des Pfeiles auf 44 das Wenden des Längsanschlages. Der Knopf 45 schaltet beim Zeigen, des
Pfeiles auf 47 den Hauptantnfebsmotor und beim Zeigen des Pfeiles auf 46 die automatische Weiterschaltung
des zentralen Steuergerätes auf Stellung ο ein.
Wenn der Pfeil des Knopfes 45 auf 46 zeigt, erfolgt
in diesem Fall ein Kontaktspiel, das im Schaltschema 7 zu ersehen ist. Bei Pfeilrichtung auf 46
wird der Kontakt ο geschlossen,. Hierdurch wird der Drehmagnet D unter Strom gesetzt und schaltet
das zentrale Steuergerät urn einen. Schritt weiter.
Zugleich aber wird dadurch der Kontakt Ci1 unterbrochen.
Ist nun, in der nächsten Stellung des zentralen Steuergerätes wieder der Kontakt ο geschlossen, so wiederholt sich dieses Spiel so lange,
bis das Steuergerät in. eine Stellung gelangt, bei der der Kontakt ο offen, ist.
In den einzelnen, Stellungen muß das zentrale
Steuergerät für die gewünschten Bewegungen und Bewegungsarten, eingestellt werden. Das Einstellen
erfolgt durch Verdrehung der Knöpfe, wie dies an Hand der Fig. 9 bis 12 weiter unten erläutert wird.
Durch entsprechende Verlängerung der Knopfreihen kann eine Spindeldrehzahlumstelleinriichtung
oder eine Vorschubumschalteinrichtuiig betätigt werden., ebenso können durch weitere Knöpfe auch
6" Steuerungen von zusätzlichen Geräten, beispielsweise
eines Revolverkopfes, der an Stelle des Reitstockes tritt, usw., getätigt werden, Um die Einstellung
der Knöpfe rasch vornehmen zu können, ist das zentrale Steuergerät durch einen Griff 48
so drehbar, daß der Reihe nach die Knöpfe vor den Schlitz 32 gebracht werden können,. Sind die einzelnen
Knöpfe in, den jeweiligen Stellungen fertig eingestellt, so erfolgt von Hand aus, die Rückstellung
des zentralen Steuerschalters 18 in die Stellung ο und. die Rückstellung des Supportes 3
und. der Anschlagledsten, 13 bzw. 21 in die Ausgangsstellung,
ebenso das Hinunterkläppen; der Schere 9 in Eingriff zu Getriebe 16 (s. Fig. 3).
Nach Betätigung eines Handtasters 49 (Schaltschema Fig. 7) erfolgt durch den Drehmagneten
des zentralen Steuergerätes D die Weiiteirschaltung des zentralen Steuerschalters in die Arbeitsstellung
I, womit der vollständige automatische Ablauf der Dreharbeit eingeleitet wird,. Bei Beendigung
der Dreharbeit erfolgt durch die Stellung des Knopfes 45 ein Abschalten des Hauptantriebmotors
und, durch die entsprechende Stellung desselben Knopfes ein Weiterlaufen des zentralen Steuergerätes
zur Stellung o.
Schalttechnisch ist" Vorsorge getroffen, daß der Vorschubmotor i6fl erst dann anlaufen kann, wenn
die jeweils vorgesehene Funktion, in, einer bestimmten
Stellung des zentralen Steuergerätes durchgeführt ist, d. h. zum Beispiel, falls ein Anschlagwenden
vorgesehen ist, die Durchschaltung zum Motor i6a erst erfolgen, kämm, bis die vorgesehene
Wendung des Anschlages ausgeführt: ist.
Sinngemäß kann, die Impulsabgabe durch andere Kontakteinrichtungen, wie Lichtspalt oder Induktionsgeräte,
oder sonstige Einrichtungen erfolgen. Die einfachste Art dieser Impulseinrichtung mit
Kontaktfedern, wurde bier zur Beschreibung verwendet.
Ebenso· kann, das Weiterschalteni des zentralen Steuergerätes 18 durch andere Einrichtungen
als durch einen Drehmagneten erfolgen. Dies wird nämlich dann der Fall sein, wenn, es sich um
größere Steuergeräte handelt. So könnte beispielsweise
das Drehen, des zentralen Steuergerätes durch einen intermittierend arbeitenden Motor erfolgen,
der seine Steuerung von der Impulseinrichtung' abgeleitet erhält.
Das zentrale Steuergerät besteht gemäß der Erfindung aus einer Hohlachse 71, auf der ein Mantel
73 drehbar-angeordnet1 ist. Dieser Mantel 73 wird
schrittweise z. B. durch ein Schaltrelais 72 weiter- n0
geschaltet. Die Impulse zur Betätigung des 'Schal trelais
werden durch das Anlaufen der Anschläge 15, 19 des Werkzeuges bzw. Werkzeugträgers
gegen die Anschläge 14, 20 der Anschlagleisten 13,
21 hervorgerufen.. Im Innern, des Mantels 73 sind Kontaktfedersatz 74 angeordnet, welche aus Kontaktfederpaaren
79 und 80 gebildet sind. Der Anschluß der Kontaktfedern, erfolgt durch die Hohlachse
71 hindurch. Der Mantel 73 ist aus den
Ringen 75, 76 und 77 zusammengesetzt. Eine Veränderung der Steuervorrichtung im Sdmne einer
Erweiterung oder Verminderung ist durch Hinzufügung oder Wegnahme derartiger Ringe in. beliebiger
Weise möglich.
Die einzelnen, den Mantel bildenden! Ringe; 75,
76 und. 77 tragen die Schaltknöpfe 78, welche über
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den Umfang der Ringe gleichmäßig verteilt sind. Jeder Schaltknopfreihe ist ein Kontaktfedersatz 74
zugeordnet, so daß durch die schrittweise Drehbewegung des Mantels 73 um einen der Teilung der
Schaltknöpfe entsprechendein Winkelbetrag jeweils ein, neuer Schaltknopf zwischen bzw. gegen die
Kontaktfedersätze 74 gelangt.
Die in den Fig. 11 und 12 im einzelnen, dargestellten,
Schaltknöpfe bestehen aus einem Isolierstück 81, das mit einer Rastna.se 82 und. einer
Schaltnase 83 versehen, ist, ferner aus dem Schaft 84, dem Kopfstück 85 und. eimer Schraubenfeder
86, die den. Kopf 78 nach außen drückt. In dem Kopf 78 ist zur Betätigung der Schaltknöpfe ein
Schlitz 87 angeordnet. Die Schraubenfeder 86 hält die Rastnase 82 in einem der Rastschlitze 88 und
fixiert damit die Stellung des Schaltknopfes bzw. der Schaltnase 83. Eine Verstellung erfolgt durch
einen, Schraubenzieher, der in den Schlitz 87 eiingeführt wird durch Hineindrücken des Schaltknopfes,
wodurch die Rastnase 82 aus ihrem Rastschlitz 88 ausgehoben und der Schaltknopf in eine
gewünschte Lage verdreht werden kann. Die Stellung des Schaltknopfes kann, an Hand, des Schlitzes
87 von. außen her festgestellt werden.
Je nach der Stellung der Schaltnase 83 wirkt diese durch die schrittweise Weiterdrehung des
Mantels 73 gegen das Kontaktfederpaar 79 oder das Kontaktfederpaar 80 ein, oder es erfolgt bei
einer Mittelstellung der Schaltnase: 83 keine Kontaktgebung. Wenn z. B. das dem Ring 75 zugeordnete:
Kontaktfederpaar 79 die Vorwärtsbewegung und, das Kontaktfederpaar 80 die Rückwärtsbewegung eines Supportes veranlaßt, so· kann durch ent-
sprechende Stellung der Schaltknöpfe die Arbeitsgangfolge des Supportes im Steuergerät im voraus
bestimmt werden. Die weiteren Ringe 76 und 77
sind, weiteren Maschinenelementen z. B. einer Werkzeugmaschine zugeordnet und bewirken deren
Steuerung je nach der Einstellung der auf diesen angeordneten Schaltknöpfe, wie dies an Hand der
Fig. 6 bis 8 weiter oben erläutert wurde.
Bei der in, den, Fig. 13 bis 15 dargestellten Ausführungsform
der Erfindung wird zur Anbringung .von Anschlägen- eine Anschlagwalze, 50 verwendet.
Diese Anschlagwalze 50 ist einerseits drehbar gelagert, wobei ihr Antrieb z. B. von einem Motor
WM über eine Schnecke 51 und ein Schneckenrad 52 bewirkt wird, anderseits ist die Anschlagwa.lze
50 durch Verwendung von, Federn. 25 und Federbüchsen 24 axial verschieblich. Die Federbüchsen
24 dienen zur Begrenzung der Längsverschieblichkeit gegenüber den Drehlagern der Anschlagwalzen
oder fix angeordneten Anschlägen. Die Enden der Anschlagwalzen 50 sind z. B. mit Steuerflächen 53
versehen, welche mit den Kontakten 26, 27 bzw. 28 der Impulseinrichtung zusammenwirken. Die. Kontakteinnichtungen
werden durch Längsverschiebungen der Anschlagwalzen 50 betätigt, wobei die
Anschlagwalzen 50 stets in ihre Ruhelage unter Einwirkung der Federn, 25 zurückkehren.
Die Anschlag walzen, 50 sied parallel zu den Bewegungsbahnen
der zu steuernden Maschinenelemente gelagert und tragen im Querschnitt
zweckmäßig schwalbenschwanzförmige Längsnutee zur versend eblichen. Anbringung von, mit den
M aschi nenel e m en ten ζ us aminen w i r k ende n, Anschlägen.
Im einzelnen besteheni diese in den, Fig. 16
und, 17 in vergrößerter Darstellung wiedergegebenen Anschläge aus Klemmplatten 59, die entsprechend
den Schwalbenschwanznuten einen konischen. Querschnitt aufweisen. Auf diesen
Klemmplatten. 59 sind Anschlagkörper 60 mit Schrauben 61 befestigt. Die Schrauben 61 dienen
gleichzeitig zum Festklemmen der Klemmplatten 591 in. den SchAvalbenschwainiznutcn. Bei schwereren
Maschinen werden die Klemmplatten zweckmäßig direkt an den Anschlagwalzen, festgeschraubt1. Die
Anschläge: bestehen aus Anschlagschraubeni 30, welche- in die Anschlagkörper 60 eingeschraubt
und mittels Muttern 31 feststellbar sind. Die Ver- · wendung von Schrauben. 30 als Anschläge ermöglicht
eine Feineinstellung. Mit dem Anschlagschrauben 30 wirkt ein bei 62 angedeuteter, an, den
zu steuernden M aschi nenel em en ten. angebrachter g-Anschlag
62 zusammen, wodurch eine Längsverschiebung der Anschlagwalze 50 und eine Betätigung
der Kontakteinrichtungen 26, 27, 28 mit Hilfe der Steuerflächen 53 bewirkt wird.
Mit 58 sind Kontaktauflagen. angedeutet, welche go
an den Klemmplatten 59 zweckmäßig mit Schrauben befestigt sind und welche mit einem Schaltstift 57,
der in den Anschlägen, 62 angeordnet ist, zusammenwirken. Die Kontaktauflagen 58 und der
Schaltstift 57 dienen zur Umschaltung von Eil- g5
gang auf Vorschubgang in einer weiter unten näher erläuterten Weise.
Zweckmäßig an den Stirnflächen, des Schneckenrades 52 sind, wie dies aus den Fig. 14 und 15 hervorgeht,
im Querschnitt keilförmige Nuten 56 angeordnet, deren Zahl mit der Zahl der Schwalbenschwa.nznuten.
bzw. der Zahl der Anschläge an den Anschlagwalzen, 50 übereinstimmt. Mit diesen keilförmigen
Nuten 56 wirken Schaltstifte 54, 55 zur Steuerung des Antriebsmotors WM in, einer weiter 10,
unten näher erläuterten Weise zusammen.
Die in den Fig. 18 und 19 dargestellten, an. den
zu steuernden Maschinenelementen angeordneten Anschläge 62 sind, durch Schraubenspindeln, 64 in
der Bewegungsrichtung verstellbar, z. B. längs Schrägführungen 63 verschiebbar. Diese· besondere·
Ausbildung und Anordnung der Anschläge 62 dient zur Feineinstellung, insbesondere nach Auswechslung
eines Werkzeuges, z. B. eines Drehmessers.
In dem in Fig. 20 dargestellten Schaltschema sind die Schalteinrichtungen Kschl, KscllU, Kschm in
dem zentralen Steuergerät angeordnet. Die Schalteinrichtung /Csc/1 T dient zur Steuerung der Schalteinrichtungen
V3Ci1, Esch zur Betätigung des Vorschub-
bzw. Eilganges. Die Schalteinrichtung Ksci,u dient zur Steuerung der Schalteinrichtungen
ScIin und Rp, zur Betätigung· des Antriebsmotors
WM für die· Weiterschaltung den' Anschlagwalzen
50. Die Schalteinrichtung/Csc/i 11T dient beispielsweise
zur Steuerung des Antriebsmotors für den Vorschub über die Schützschalter ScIi1 bzw. Sch\\. —
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Im einzelnen hat die beschriiebene Einrichtung
folgende Wirkungsweise.
ι. Weiterschaltung der Anschlagwalze
Die Drehbewegung der Anschlagwalze 50 wird über das Kontaktfederpaar 1 der Schalteinrichtung
Ksehn eingeleitet, welches bei entsprechender Einstellung
der Steuerteile des zentralen Steuergerätes geschlossen wird. Durch Schließung der Konitakte
Ksch J11 wird ein; Strotnkreislauf von. Erde E über
die Kontakteinrichtung-U1,1, einen Ruhekontaktrp2
des. Relais der Schalteinrichtung Rn und über das
Relais der Schalteinrichtung ScJi1, zur Batterie hergestellt.
Dadurch schaltet die Schalteinrichtung Schp den Motor PFM ein (Motcranschlüsse sind im
Schema, nicht eingezeichnet), wodurch, das Weiterschalten,
dei'Anschlagwalze 50 über den Schnecken trieb
51, 52 eingeleitet wird. Durch die Verdrehung des Schneckenrades 52 fällt zunächst, der schmalere
Schaltstift 55 in eine der Schaltnutein 56 ein, wodurch,
das Federpaket der Kontakteinrichtung H1, geschlossen wird. Durch das Ansprechen, der1 Schalteinrichtung
ScJi1, wurde der Kontakt schn geschlossen,-
so daß die Schalteinrichtung ScJi1, über
die Kontakteinrichtung Hn an Erde angeschlossen
ist und unabhängig von. der Schalteinrichtung U1,
angeschlossen bleibt.
Durch die Weiterdrehung des Schneckenrades 52 fällt nun auch der breitere Schaltstift 54 in die
Schaltnut 56 ein, wodurch die Kontakteinrichtung Up von der Kontaktstellung 1 auf die Kontaktstellung
2 umgeschaltet und damit das Relais der Schalteinrichtung R1, zum Ansprechen gebracht
wird. Auf diese Weise wird der Ruhekontakt: rp9
geöffnet und damit die Anspeisung der Schalteinrichtung Schp über die Kontakteinrichtung U1, von
der Schalteinrichtung Kschn unterbrochen. Das
Ansprechen der Schalteinrichtung R1, bewirkt
ferner ein Schließen des Kontaktes rpl, wodurch ein direkter Stromfluß von E über Kschlli, rpv Rp
gegen Batterie ermöglicht wird, so. daß die Kontakt ei η richtung Up ohne Einfluß auf die weitere
Funktion ist. Das durch die weitere Verdrehung des Schneckenrades 52 bedingte: Heraustreten, des
Schaltstiftes 54 aus der Schaltnut 56 und die dadurch,
bedingte Umschaltung der Kontakteinrichtung Up in die Kontaktstellung 1 ist somit ohne
Einfluß auf die Funktion, der S ehalt ein richtung Rp.
Eiin Stillsetzen des Antriebsmotors WM erfolgt
erst nach. Austreten des Schaltstiftes 55 aus der Schaltnut 56, wodurch die Kontakteinrichtung H1,
geöffnet und die Schalteinrichtung ScItn stromlos
wird.
Die Weiterschaltung der Anschlagwalze 50 kann sowohl als Teil eines Arbeitsablaufes als auch als
selbständiger Arbeitsablau.f erfolgen. Wenn die Weiterschaltung nur ein Teil eines Arbeitsablaufes
ist, müssen alle anderen Maschinenelementbewegungen, gesperrt bleiben, bis die Weiterschaltung
beendet ist, und es darf nach Beendigung dieser Bewegungen kein Impuls auf das zentrale Schaltgerät
abgegeben, werden. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Kontakte 1 und 4
der Schalteinrichtung Kschm des zentralen Steuergerätes
geöffnet gehalten werden, so daß über den durch die Schalteinrichtung Rp geschlossenen Kontakt:
rp3 ein Stromfluß zu den Schalteinrichtungen
Rd und D, welche eine Impulsabgabe bewirken,
nicht möglich ist.
Wenn die Weiterschaltung der Anschlagwalze 50 jedoch einen selbständigen Arbeitsablauf darstellt,
so muß nach Beendigung der Weiterschaltung ein Impuls an das zentrale Steuergerät abgegeben
werden, um dieses weiterzuschalten. Dies erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß durch das Ansprechen
der Schalteinrichtung R1, der Kontakt rp3
geschlossen, wird und durch das zentrale Steuergerät
selbst die: Kontakte 1 und 4 der S ehalte in richtung
Ksch J11 geschlossen, werdein.. Dadurch wird, ein
Stromfluß von Erde über dien, Kontakt rP3, die
Kontakte Ksci, in 1, Ksch ln 4, über den. Ruhekontakt
dJi, über die Schalteinrichtung Rd gegen
Batterie hergestellt. Das Ansprechen des Relais der Schalteinrichtung Rd bewirkt ein Schließen des
Kontaktes rd und ein Anschalten der Schalteinriehtung
D, welche die Dreheinrichtung des zentralen Steuergerätes enthält, so daß über diesen das zentrale
Steuergerät um einen Schritt weitergesehaltet
wird. Durch die Weiterschaltung des zentralen Steuergerätes wird der Konitakt: Ksch n 1 geöffnet,
so daß die Schalteinrichtung Rp stromlos wird und
ihre Kontakte in die Ruhelage zurückkehren. Damit ist die Steuerung bereit, das Steuerspiel neuerdings
zu beginnen.
Um die Anschlagwalze 50 speziell beim Einstellen der Maschine, solange die Automatik noch
abgeschaltet ist, weiterschalten, zu können, ist ein elektrischer Taster T1, vorgesehen, der ebenso wie
die1 Kontakteinrichtung Kseh π ι an Erde geschaltet
ist und bei seiner Betätigung die gleichen Funktionen
auslöst wie die Schalteinrichtung Κε(:1ιη.
2. Sperrung der Maschineinelementbeiwegungein
während der Weiterschaltung der Anschlagwalzen
während der Weiterschaltung der Anschlagwalzen
Um während der Weiterschaltung der Anschlagwalze 50 sämtliche Maschinenelementbewegungen
sperren zu können, besitzt die den Motor WM
steuernde Schalteinrichtung Schp einen Ruhekontakt
scJipg. Dieser Ruhekontakt schn2 ist während
der Bewegung der. Anschlagwalze 50, da das Relais der Schalteinrichtung ScJi1, während dieser
Zeit unter Strom Liegt, geöffnet, wodurch, auch, die
über den Ruhekontakt an, Erde angeschlossenen Schützschalter .SVA1 oder Sehn stromlos bleiben.
Diese Schützschalter ScH1 und Sehn können über die
Schalteinrichtung Kschm, und, zwar über die Kontakte
2 oder 3 je nach der gewünschten Drehrichtung des Antriebsmotors für den Vorschub nur
dann eingeschaltet werden, wenn die. Schalteinrichtung 5VÄp stromlos ist und der Ruhekontakt
schp2 geschlossen, ist, d. h. nur dann, wenn die Anschlagwalze
50 stillsteht. In gleicher Weise können die . Schalteinrichtungen für beliebige andere
Maschinenelementbewegungen während der Weiterschaltung der Anschlagwalzen 50 stromlos gehalten
werden.
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3. Automatische Umschaltung von Eilgang
auf Vorschubgang
auf Vorschubgang
Um die Maßgenaudgkeit der erzeugten Teile zu
steigern, gelangen, bei der Erfindung alle bewegten Maschinenelemente mit derselben Geschwindigkeit
an die auf den Anschlagwalzem angeordneten Abschläge,
wodurch eine entsprechende Betätigung der Impulseinrichtung bewirkt wird. Als G rund geschwindigkeit
wird hierfür die Vorschubgeschwind igkeit angenommen. Zur Überbrückung größerer Leerlaufeiitfernungen (z. B. Supportrückstellung
bei einer Drehbank, Tischrückstellung bed einer Fräsmaschine usw.) ist es jedoch vorteil-
!j häf't, eine Leerlaufgeschwindigkait in Form eines
Eilganges einzuführen, die ein Vielfaches der Vorschubgeschwindigkeit
beträgt. Um ein Anlaufen der Maschinenelemente an die Anschläge miit dieser
hohen Geschwindigkeit zu vermeiden, ist gemäß der Erfindung eine automatische Umschaltung vom
Eilgang auf Vorschubgang vorgesehen.
Die Schalteinrichtung Ksch T des zentralem Steuergerätes
bewirkt in der Kontaktstellung ι ein Anschalten der Schalteinrichtung Vsch für dien Vorschubgang
an Batterie, während in der Kontaktstellung 2 die Schalteinrichtung Esch für den, EiI-gang
an Batterie1 angeschlossen, wird. Das Anschalten!
an Erde erfolgt, über den Ruhekontakt schp,, so' daß, wie vorstehend beschrieben, während
der Weiterschaltung der Anschlagwalze 50 die Scha.lteinrichtungen Vscll und Esch stromlos bleiben,.
Die Schalteinrichtung Esch ist über die Kontakteinrichtung
En, welche sich- in der Ruhelage in der
Kontaktstellung 2 befindet, an die Schalteinrichtung Kschl2 und, über diese über den Ruhekontakt
SCh1J2 an Erde angeschlossen. Die Kontakteinrichtung
E11 trägt einen Schaltstift 57, welcher
gemäß Fig. 4 in dem auf einem der Maschinenelemente angebrachten Anschlag 62 angeordnet ist.
Vor dem Auflaufen des Anschlages 62 gegen, die
Anschlagschraube 30 des auf der Anschlagwalze angebrachten, Anschlages wird der Schaltstift 57
durch eine entsprechend, dimensionierte Kontakt-
. auflage 58 auf der Klemmplatte 59 verschoben, wodurch, die Kontakteinrichtung E1, in die Kontaktstellung
ι gebracht wird,. Auf diese: Weise wird zu einem gegebenen Zeitpunkt der Eilgang abgeschaltet und der Vorschubgang über die Schalteinrichtung
Vscll eingeschaltet, so daß der Anschlag
.0 62 nur mit Vorschubgeschwindigkeit gegen die Anschlagschraube
30 auf der Anschlagwalze 50 anfährt. Die Schalteinrichtungeni Vsch, Esch können
Teile von elektromagnetischen. Kupplungen sein.
4. Schaltung der Maschine auf verschiedene
Schaltstufen
Schaltstufen
In dem S ehalt schema, gemäß Fig. 20 sind die
Erdanschlüsse E mit dem römischen Ziffern. I
und TI verschieden bezeichnet, um anzudeuten, daß die Erdanschlüsse nicht immer die gleichen
Klemmenanschlüsse darstellen, obwohl das elektrische. Potential gegenüber Erde stets gleich, ist.
Diese Unterteilung der Erdanschlüsse ermöglicht in der in Fig. 21 schal tungs technisch dargestellten
Weise die Schaltung der Maschine auf verschiedene Schaltstufen.. Handelt es sich z.B. um eine Spitzendrehbank,
soi ist in der Schaltstufe ο die Maschine
abgeschaltet. In. der Schaltstufe I sind die drei
Drehstromphasen R, S, T durchgeschaltet, uind die Maschine kann als normale Spitzendrehbank Verwemdung
finden. In der Schaltstufe II sind die Impulseinrichtungen, mit entsprechenden Kontrolllampen,
ebenso die verschiedenen Hand.tasten. (alle an £1) eingeschaltet, jedoch sämtliche Anschlüsse
der Automatik abgeschaltet. Auf diese Weise ist ein genaues Einstellen der Anschläge auf sehr einfache
Art möglich. Die leichte und, rasche Einstellung der Automatik ist einer der wesentlichen
Vorteile der Erfindung. Nach Beendigung der Einstellung des Arbeitsablaufes wird auf Schalt- 8c
stufe III geschaltet, wodurch die Voillautomatik betriebsbereit ist.
Claims (25)
1. Mit einem zentralen Steuergerät, in beliebiger Arbeitsfolge arbeitende: elektrische Steuervorrichtung,
insbesondere für Werkzeugmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Weiterschaltung
des Maschinenelemente auf elektrischem Wege steuernden, zentralen Steuer- g0
gerätes in denBewegungsbahnem der Maschinen-'
elemente positive Anschläge verstellbar angeordnet sind, welche durch Kontaktgebung über
Relaisketten, Impulse auslösen, die hinsichtlich des Beginnes und! der Dauer durch die Relaisketten
zeitlich, begrenzt und damit von der Funktion des zentralen Steuergerätes oder anderer
Steuereinrichtungen unabhängig sind,.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, diaiß diie Stromimpulse
nach Beendigung eines Schaltvorganges für das Steuergerät abgebrochen werden und die impulsgebenden
Bauteile sich sperren, unabhängig von der Berührungsdauer der Kon.taktanschläge
und der Tätigkeit des gegebenenfalls durch weitere: Impulse betätigten· zentralen Steuergerätes.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß diie die Strom- ' impulse auslösenden. Bauteile bei Beginn, der
Kontaktgabe: in. eine Bereitschaftslage gebracht werden und, erst nach Erreichung des vollem
Kontaktdruckes den. Stromimpuls . auslösen, worauf sich, die impulsgebenden Bauteile elektrisch
sperren, so daß durch Kontaktdruck- lx§
Schwankungen keine neuen Impulse durch dieselben, wohl aber durch andere impulsgebende
Bauteile: ausgelöst werden, können,.
4. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche
ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung eines Arbeitsvorganges das
zentrale Steuergerät die Maschinenelemente in eine1 Ausgangsstellung für einen weiteren
Arbeitsvorgang bringt und sich nach Ab'auf
der Arbeitsvorgänge selbsttätig in seine Ausgangsstellung bewegt.
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5. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche
ι bis 4, dadurch -gekennzeichnet, daß in
dem zentralen Steuergerät für jede gewünschte Einleitung, Beendigung oder Dauer einer
Maschinellelementbewegung voneinander unabhängig einstellbare Steuert edle;, z. B. Schaltknöpfe,
vorgesehen sind,.
6. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis S, dadurch gekennzeichnet, daß
ίο eine oder mehrere Kontrollampen, angeordnet
sind, die nach Erreichung des vollen Kontaktdruckes der stromimpulsauslösendein Bauteile
eingeschaltet werden und auch nach Abschaltung der Automatik während der Einstellung
oider der Handbedienung der Maschine in Funktion bleiben.
7. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das zentrale Steuergerät aus einem schrittweise
ao weitergeschalteten Mantel (73) besteht, an
welchem Schaltknöpfe (78) angeordnet sind, während entsprechende Kontaktfedersätze (74)
im Innern, des Mantels, zweckmäßig auf einer Hohlachse (Ji), angebracht sind.
8. Steuervorrichtung nach Anspruch 5 bzw. 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Kontaktfedersatz
(74) eine Vielzahl von Schaltknöpfen (78) zugeordnet ist, welche in einer senkrecht
zur Achse liegenden Ebene auf dem Mantel
(73) angeordnet sind.
9. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche S, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die einem Kontaktfedersatz (74) zugeordneten Schaltknöpfe (78) je auf einem Ring (75,
76) 77) angeordnet sind, wobei die einzelnen
Ringe lösbar miteinander'verbunden sind.
10. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der im Innern des Mantels (73) liegende Teil (81) der Schaltknöpfe (78) eine zur Betätigung
der Kontaktfedersätze (79, 80) dienende Schaltnase (83) trägt.
11. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche
5 oder 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der im Innern des Mantels (73) liegende
Teil (81) der Schaltknöpfe (78) eine Rastnase (82) trägt und an der Innenseite des
Mantels (73) Rastschlitze (88) vorgesehen sind, wobei eine Schraubenfeder (86) den Eingriff
der Rastnase (82) in die Rastschlitze (88) sichert.
12. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 7 bis 11, dadurch gekennzeich-
^ net, daß die Schaltknöpfe (78) ein durch den Mantel (73) nach außen tretendes Kopfstück
(85) aufweisen, welches zur Verdrehung der Schaltknöpfe von außen dient, wozu beispielsweise
ein Schraubenschlitz (87) angeordnet ist.
13. Steuervorrichtung nach einem der An-Sprüche ι bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die mit den Maschinenelementen zusammenwirkenden Anschläge auf parallel zu den Bewegungsbahnen
der Maschinenelemente liegenden Anschlagwalzen,(50) verstellbar angeordnet
sind, welche verdrehbar und aus einer Ruhelage axial verschiebbar derart gelagert sind, daß sie
in diese Ruhelage selbsttätig zurückkehren, wobei diese Walzen Einrichtungen zur unmittelbaren
oder mittelbaren Betätigung der Impulseinriclitung aufweisen.
14. Steuervorrichtung nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder der Anschlagwalzen (50) für das Weiterschalten ein Antrieb
(WM) zugeordnet ist, dessen Einschaltung bzw. Abschaltung vom zentralen Steuergerät über 75 ,
entsprechende Schalteinrichtungen (Schp, Rp)
erfolgt.
15. Steuervorrichtung nach Anspruch 13 oder
14, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagwalzen (50) oder ihre Antriebseinrichtungen
(52) mit Schalteinrichtungen, wie z. B. Schaltstiften (54, 55), zusammenwirken, welche die
bewirkte Einschaltung des Antriebes aufrechterhalten bzw. seine Abschaltung bewirken.
16. Steuervorrichtung nach einem der An-Sprüche
13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß einer der zur Einschaltung des Antriebes (WM)
der Anschlagwalzen (50) dienenden Schalteinrichtungen (Schn) Ruhekontakte (schp2) zugeordnet
sind, die sich in Stromkreisen von Schalteinrichtungen (ScH1, Schu, Vsch, Esch) für
Maschinenelementbewegungen befinden und diese während des Weiterschaltens der Anschlagwalzen
unterbrechen bzw. nach Beendigung der Weiterschaltung wieder schließen.
17. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
parallel zu den die Schalteinrichtungen (Schp, Rp) für den Antrieb einschaltenden Kontakten
(Ksc!liii, 2) des zentralen Steuergerätes je ein
elektrischer Taster (Tn) zur Einschaltung der Schalteinrichtungen von Hand aus vorgegesehen
ist.
18. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
im Stromkreis der Schalteinrichtung (ScIin)
und im Bereich der Schalteinrichtung (Rn) ein Ruhekontakt (rp2) angeordnet ist, über den die
Einschaltung der Schalteinrichtung (Schn) erfolgt,
wobei die Einschaltung über einen im Bereich der Schalteinrichtung (ScIin) angeordneten
Kontakt (schnl) und den Schaltstift (55)
über einen Kontakt (Hn) aufrechterhalten wird,
während der Schaltstift (54) an einer Kontakteinrichtung (U1,) angeordnet ist, die über einen
Kontakt (U1,,) die Schalteinrichtung (R1,) einschaltet,,
welche ihrerseits den Ruhekontakt (rn2) öffnet und einen Kontakt (r,n) schließt,
der nach Umschaltung der Kontakteinrichtung (Un) durch den Schaltstift (54) in die Schaltstellung
(Un) die Schalteinrichtung (Rn) eingeschaltet
hält.
19. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß
im Bereich der Schalteinrichtung (Rn) ein Kontakt
(rna) angeordnet ist, welcher über Kontakte
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(Kschm ι, 4) des zentralen Steuergerätes in den
Stromkreis von Schalteinrichtungen (Rd, D) einschaltbar
ist und über diese ein Weiterschalten des zentralen Steuergerätes nach dem Weiterschalten
der Anschlagwalzen ermöglicht.
20. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen Schalteinrichtungen (Vsch>
EscIl) zur
Einschaltung von Vorschub- oder Eilgang eine Kontakteinrichtung (E11) zur automatischen,
von den Maschinenele^nenten gesteuerten Umschaltung von Eil- auf Vorschubgang angeordnet
ist.
21. Steuervorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß vor den auf den Anschlagwalzen
(50) angeordneten Anschlägen Kontaktauflagen (58) angeordnet sind, welche mit an Anschlägen (62) der Maschinenelemente
angeordneten, die Kontakteinrichtung (E11) betätigenden
Schaltstiften (57) zusammenwirken.
22. Steuervorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge aus
Anschlagschrauben (30) bestehen, welche in Anschlagkörper (60) eingeschraubt und mittels
Muttern (31) feststellbar sind, wobei die Anschlagkörper (60) z. B. durch in Schwalbenschwanznuten
der Walzen (50) eingreifende Klemmplatten (59) mittels Schrauben (61) feststellbar
sind.
23. Steuervorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktauflagen
(58) in einem bestimmten Abstand zu den Anschlagschrauben (30) fix oder anschraubbar
auf den Klemmplatten (59) oder am Anschlag selbst angeordnet sind.
24. Steuervorrichtung nach Anspruch 13 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die an
den Maschinenelementen angeordneten Anschläge (62) zur Feineinstellung z. B. längs
Schrägführungen (63) zweckmäßig unter Verwendung von Schraubenspindeln (64) verstellbar
sind.
25. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche ι bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß
die einzelnen Schalteinrichtungen an verschiedene Klemmen gleichen Potentials angeschlossen
sind und daß diese Klemmen mit einem Stufenschalter verbunden sind, durch den eine wahlweise
Zu- und Abschaltung der Schalteinrichtungen zur Erreichung verschiedener Funktionen
derselben Maschine erfolgt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 697 525.
Deutsche Patentschrift Nr. 697 525.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 609 617/3« 8.56
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