DEF0009205MA - - Google Patents

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DEF0009205MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. Juni 1952 Bekanntgemacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Patentanmeldung F8783lVd/8k ·' ist ein Verfahren zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut, wobei man dieses mit Lösungen von Umsetzungsprodukten aus ι Mol Aluminiumalkoholat mit 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularer Carbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffinkohlenwasserstoffen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt und anschließend trocknet. Nach dem Trocknen wird die Ware vorteilhaft noch der Einwirkung von höherer Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, ausgesetzt.
Es wurde nun gefunden, daß man ebenfalls eine
gute wasserabweisende Wirkung erzielt, wenn man an Stelle der fertigen Umsetzungsprodukte aus Aluminiumalkoholat und den Carbonsäuren Mischungen der genannten ■ Komponenten verwendet. Nach der Erfindung wird somit das Fasergut mit Lösungen von ι Mol Aluminiumalkoholat und 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularen Carbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffinkohlenwasserstoffen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt, anschließend getrocknet und vorteilhaft der Einwirkung von erhöhter Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, ausgesetzt.
Beispiel 1
Lufttrockene Popelinemäntel aus Baumwolle werden 5 bis 10 Minuten bei 500 im Flottenverhältnis 1: 10 30, mit einer Lösung imprägniert, welche folgendermaßen hergestellt wird: 1,4 kg Aluminiumäthylat, gelöst in
509 629/30
F 9205 IVc/8 te
12 kg Xylol, werden mit ioo 1 Benzin verdünnt und in dieser Mischung 1,6 kg Braunkohlenschwelgatsch, 1,6 kg Ceresin sowie 2 kg Stearinsäure (EP. 550) aufgelöst. Nach der Imprägnierung wird die Flotte abgelassen, die Ware abgeschleudert und das Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur abdestilliert. Schließlich wird mit Warmluft von 30% relativer Luftfeuchtigkeit 1Iz Stunde bei 6o° getrocknet und anschließend durch Bügeln fertiggestellt. Man erzielt auf diese Weise einen vorzüglichen Abperleffekt und erhält auch bei der Muldenprobe sehr gute Resultate. Ersetzt man bei der Herstellung der Imprägnierflotte die Stearinsäure durch 4 kg Ölsäure oder 1,5 kg Laurinsäure und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man ebenfalls vorzügliche Hydrophobiereffekte.
Ersetzt man bei der Herstellung der Imprägnierflotte das Aluminiumäthylat durch 2,1 kg Aluminiumisobutylat und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man' ebenfalls einen vorzüglichen Abperleffekt.
An Stelle der Baumwollpopelinemäntel kann man auch lufttrockene Regenschutzkleidung aus Polyamidfasergut in gleicher Weise imprägnieren und fertigstellen.
Beispiel 2
Lufttrockene Gabardinemäntel aus: Wolle werden 5 bis 10 Minuten bei 200 im Flottenverhältnis 1: ίο mit einer Lösung imprägniert, welche folgendermaßen hergestellt wird: 7 kg einer nach Patent 386 688 hergestellten technischen Lösung von halogenhaltigen! Aluminiumäthylat. in Essigester (Aluminiumgehalt = 2,2 °/0) wird mit iool Tetrachlorkohlenstoff verdünnt und hierin 2 kg Paraffin (EP. 52 bis 54°), 2 kg Ceresin sowie 1,5 kg Stearinsäure (EP. 550) aufgelöst. Nach der Imprägnierung wird in gleicher Weise gearbeitet wie in Beispiel 1. Man erzielt auf diese Weise einen vorzüglichen Abperleffekt.
Ersetzt man bei der Herstellung der Imprägnierflotte die Stearinsäure durch 2 kg Rizinusölfettsäure (SZ. 178, VZ. 197, JZ. 85, 2,3% OH) oder 1,5 kg Kolophonium und arbeitet im übrigen in gleicher Weise, so erhält man ebenfalls einen vorzüglichen Hydrophobiereff ekt.
Beispiel 3
Ein Mattkrepp aus regenerierter Cellulose wird auf 2°/0 Feuchtigkeit vorgetrocknet und bei 65 ° in einem Foulard durch eine Lösung geführt, \velche wie in Beispiel 2 hergestellt wird. Nach der Imprägnierung wird abgequetscht und bei erhöhter Temperatur mit Luft getrocknet. Dann wird die Ware 30 Minuten in einem Trockenschrank bei 8o°.mit Luft von etwa 2o°/0 relativer Feuchtigkeit erhitzt. Das Gewebe hat durch die Behandlung einen sehr guten Abperleffekt erhalten. Behandelt man Acetatkunstseidensatin in gleicher Weise, so erhält man ebenfalls einen vorzüglichen Hydrophobiereff ekt.
Beispiel 4
Lufttrockenes Popelinegewebe aus regenerierter Cellulose oder Baumwolle oder Polyamid wird nach der Arbeitsweise von Beispiel 3 imprägniert mit einer Lösung, welche folgendermaßen hergestellt ist: 8,34kg Aluminium-isbpropylat und 5 kg Paraffin (EP. 52 bis 540) werden in 100 1 Perchloräthylen gelöst und hierzu die Lösung von 31Z2 kg technische Stearinsäure (EP. 550) in 5 kg Benzol unter Rühren zugegeben. Das Gewebe hat durch diese Behandlung sehr gute Abperleffekte erhalten.
Ersetzt man das Stearin anteilig oder ganz durch Kolophonium vund/oder das Aluminium-isopropylat durch die äquivalente Menge von Aluminium-sek.-butylat, so kommt man zum gleichen Ergebnis.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Ausbildung des Verfahrens zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut nach Patentanmeldung F 8783 IVd/8k, dadurch gekennzeichnet, daß man das Fasergut mit Lösungen von 1 Mol Aluminiumalkoholat und 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularer aliphatischer oder cycloaliphatischer Monocarbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffinkohlenwasserstoffen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln · behandelt, anschließend trocknet und vorteilhaft der Einwirkung von erhöhter Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, aussetzt.
    Angezogene Druckschriften:
    Weber-Martina, »Die neuzeitlichen Textilveredlungs-Verfahren«, S. 547 und 551 (Referate der britischen Patentschrift Nr. 602 109 und der USA.-Patentschrift Nr. 2 314 135);
    deutsche Patentschrift Nr. 496 444. 30
    © 509 629/30 1.56

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