DEF0010933MA - - Google Patents

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DEF0010933MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Januar 1953 Bekannitgemacht am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist unter anderem aus der USA.-Patentschrift 2 028 091 bekannt, daß Sulfonierungserzeugnisse zweifach veresterter Dicarbonsäuren, wie z.B. Sulfobernsteinsäurediöctylester, gute Netzmittel sind; sie besitzen jedoch den Nachteil,, daß sie in alkalischem Medium, insbesondere bei erhöhter Temperatur, ihre Wirksamkeit einbüßen.
Wie nun gefunden wurde, lassen sich diejenigen Abkömmlinge von Sulfoiiierungserzeugnissen veresterter Dicarbonsäuren, ;in denen lediglich die eine Carboxylgruppe verestert ist, während die andere Carboxylgruppe durch eine Säureamidgruppe amidiert ist, auch in heißen alkalischen Lösungen hervorragend als Netzmittel verwenden.
Die erfindungsgemäß zu verwendenden Netzmittel können in mannigfacher Weise hergestellt werden, z. B. in der Weise, daß man Dicarbonsäureanhydride, vorzugsweise Maleinsäureanhydrid, mit Säureamiden im Molverhältnis 1: 1 bei erhöhter Temperatur umsetzt und das erhaltene Reaktionsprodukt dann in an sich bekannter Weise mit Alkoholen verestert und der Einwirkung von Sulfierungsmitteln, wie z. B. Alkalibisulfit, unterwirft.
■ Als Säureamide kommen im Sinne der vorliegenden Erfindung Carbonsäureamide oder auch Sulfonsäureamide, vorzugsweise höhermolekularer Natur, in Betracht; die Amidgruppe kann dabei auch durch einen Alkylrest substituiert sein.
609 657/451
F 10933 IVc/8 ο
Verbindungen, die unter Verwendung von Sulfonsäureamiden aufgebaut werden, wie man sie durch Sulfochlorierung von Kohlenwasserstoffen der Kettenlänge C6 bis C18 und nachträgliche Umsetzung der Sulfochloride mit Ammoniak oder Aminen erhält, zeigen eine besonders gute Netzwirkung. Dies hängt ■ vermutlich damit zusammen, daß bei derartigen Verbindungen in Anbetracht der Verteilung der Sulfongruppe über die gesamte Kette der Kohlenwasserstoffe ίο zusätzliche, die Netzwirkung begünstigende Verzweigungen vorliegen.
Bei den gemäß der vorliegenden Erfindung zu verwendenden Netzmitteln handelt es sich um Verbindungen folgender Konstitution:
1S ' >X
MeO3S-R:
,co-n;
XO-O-Z
Hierbei bedeutet R den Rest einer aliphatischen Kette, Me ein einwertiges Kation, X Wasserstoff oder eine Alkylgruppe, Y einen höhermolekularen Carbonsäurerest, wie z. B. —OC- C5H11, —OC- C11H23, — OC- C17H35, oder einen höhermolekularen Sulfonsäurerest, wie z. B. —O2S · C14H29i Z eine, Alkylgruppe, wie z. B. die Butyl-, Amyl-, Hexyl-, Octyl-, 2-Äthylhexyl-Gruppe.
Die Verwendung der Netzmittel erfolgt in der üblichen Weise. Geeignete Verfahren zu ihrer Herstellung sind in den folgenden Beispielen näher beschrieben; die dort angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel ι
In 146 Teile eines Amids, das durch Sulfochlorierung eines Kohlenwasserstoffes des Siedebereiches 250 bis 3200 und durch nachträgliche Umsetzung mit Ammoniak erhalten war, werden unter Rühren 49 Teile Maleinsäureanhydrid bei etwa 25° eingetragen. Nachdem man die Mischung 1 Stunde auf ioo° erwärmt hat, fügt man 75 Teile 2-Äthylhexanol, 150 Teile Toluol und ι Teil Schwefelsäure zu und erhitzt in einer Destilliermischung zum Sieden. Das abdestillierende Gemisch von Toluol und Wasser wird kondensiert, das Wasser wird abgetrennt, und das Toluol wird zurückgeführt. Nach vollendeter Veresterung wird das Lösungsmittel erschöpfend abdestilliert, zum Schluß im Vakuum. Man setzt dann 160 Teile 4o°/0ige Bisulfitlauge und etwa 8 Teile 45%ige Natronlauge zu und kocht unter Rückfluß, bis das Produkt wasserlöslich geworden ist. Zum Schluß wird das Wasser abdestilliert ; man erhält das Reaktionsprodukt in Form einer gelbbraunen Paste.
Zur Erreichung einer Netzzeit von 100 Sekunden werden benötigt:
Sulfobernsteinsäürebctylester
Produkt des Beispiels
neutral
alkalisch
g/l
unwirksam
0,92
Heiß (75°)
neutral
g/l
0,23
0,15
alkalisch
g/l
unwirksam
0,91
Beispiel 2
105 Teile eines Amids, das durch Sulfochlorierung eines Kohlenwasserstoffs vom Siedebereich 180 bis 210° und nachträgliche Umsetzung mit Ammoniak erhalten war, werden bei ioo° mit 49 Teilen Maleinsäureanhydrid umgesetzt. Nach Zufügung von 75 Teilen 2-Äthylhexanol, 150 Teilen Toluol und 1 Teil konzentrierter Schwefelsäure kocht man etwa 6 Stunden unter Rückfluß, wobei das entstehende Reaktionswasser kontinuierlich abgetrennt wird. Anschließend wird das Toluol erschöpfend abdestilliert. Durch Kochen mit 160 Teilen Natriumbisulfitlauge und etwa 7 Teilen 45°/0iger Natronlauge wird das Reaktionsprodukt wasserlöslich gemacht; es fällt nach dem Eindampfen des Wassers als viskose Paste von hohem Netzvermögen an.
Beispiel 3
200 Teile Kokosfettsäureamid werden mit 98 Teilen
Maleinsäureanhydrid bei iooc zusammengeschmolzen und eine Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Anschließend werden 150 Teile Octylalkohol, 300 Teile
Toluol und 2 Teile konzentrierter Schwefelsäure zugesetzt; durch Kochen unter Rückfluß wird unter Auskreisung des Wassers die Veresterung vollzogen. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels fügt man 300 Teile 40%ige Bisulfitlauge und 10 Teile 45°/oige Natronlauge zu und kocht unter Rückfluß, bis das Reaktionsprodukt wasserlöslich ist. An ■ Stelle des Octylalkohols kann man auch die gleiche Menge Vorlaufalkohol einsetzen, wie er durch Reduktion der bei der Paraffinoxydation anfallenden Vorlauffettsäuren erhältlich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verwendung von· solchen Abkömmlingen der Sulfonierungserzeugnisse veresterter Dicarbonsäuren, in denen nur die eine Carboxylgruppe verestert ist, während die andere Carboxylgruppe 11*. durch eine Säureamidgruppe amidiert ist, als Netzmittel.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschrift Nr. 2 368 067.
    © 609 657/451 10.56

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