DEF0013894MA - - Google Patents

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DEF0013894MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Februar 1954 Bekanntgemacht am 7. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zur Erzeugung von Eisfarben im Zeugdruck unter Verwendung von Diazoaminoverbindungen werden verdickte Ätzalkalilösungen der- bei der Eisfarbenherstellung gebräuchlichen Kupplungskomponenten und Alkalisalze von Diazoaminoverbindungen, welche in dem an der Farbstoffbildurig nicht beteiligten Rest löslichmachende Gruppen enthalten, auf die Faser gedruckt, und der Farbstoff wird dann durch Einwirkung von Säuiredampf entwickelt. Diese Säurebehandlung bringt eine Reihe Nachteile mit sich, und es sind daher viele Versuche unternommen worden, die Entwicklung der Eisfarben allein durch Dämpfen mit neutralem Dampf zu bewirken, zumal es auch nuir so möglich ist, Eisfarben neben Küpenfarbstoffen, zu erzeugen. So wurden z. B. neuerdings durch Herabsetzung der in der Druckpaste vorhandenen Laugenmenge oder durch Zusatz von Säure abspaltenden Mitteln zuir Druckpaste (vgl. die Patentschriften 906215, 926243 und 928 166) sehr gute technische Effekte erzielt. Der ideale Fall liegt jedoch bei den Farbstoffkombinationen, welche sich ohne jeglichen Zusatz von Säure abspaltenden bzw. Lauge bindenden Mitteln im neutralen Dampf entwickeln lassen. Die Lösung dieses Problems müßte also hauptsächlich in der Verwendung solcher Diazoaminoverbindungen liegen, welche sich im neutralen Dampf leicht und vollständig spalten, in der Kälte jedoch vollkommen stabil sind und; damit eine gute Haltbarkeit der Druckpaste!! gewähren.
609'529/524
F 13894 IVb/'8η
Die Spaltbarkeit von Diazoaminoverbindungen hängt nun sehr stark von der Basizität der Base einerseits und derjenigen des Stabilisators andererseits ab. Jedes diazotierte aromatische Amin besitzt entsprechend seinen Substituenten eine sehr unterschiedliche Kupplungsenergie und bildet je nachdem, ob es stärker oder schwächer basisch ist, eine leichter oder schwerer spaltbare Diazoaminoverbindung. Ähnliches trifft für das als Stabilisator verwendete Amin zu. Beide müssen daher sorgfältig aufeinander abgestimmt sein, wenn -man durch neutralen Dampf allein eine quantitative Spaltung erzielen will. Der Idealfall läge darin, für jede Base den geeigneten Stabilisator bereitzustellen, was technisch erhebliche Mehrkosten verursachen würde.
Es wurde nun gefunden, daß Kombinationen aus meta- und para-Nitranilinen, die durch eine oder zwei Alkyl- oder Alkoxygruppen bzw. durch eine
ao Alkyl- und eine Alkoxygruppe substituiert sind, mit 2-Alkylamino-5(4)-sulfobenzoesäure, wobei die Alkylgruppe mindestens 2 Kohlenstoffatome enthält, »ideale« Diazoaminoverbindungen im obigen Sinne darstellen. Sie geben, mit den Eisfarbenkupplungskomponenten in neutralem Dampf entwickelt, sehr tiefe und ausgiebige Drucke auf Cellulosefasern sowie eine sehr gute Fixation auf Zellwolle. Trotz der leichten Spaltbarkeit im Neutraldampf besitzen die Drackpasten eine sehr gute Haltbarkeit. Die Drucke erleiden ferner keine sichtbare Einbuße an Farbtiefe beim Zusammendruck mit Küpenfarbstoffen. Eingeschlepptes Alkali sowie Reduktionsmittel aus Küpendruckpasten haben also keinen nachteiligen Einfluß auf die Entwicklung der Farbstoffe. In diesem Zusammenhang ist noch wichtig, daß die neuen Kombinationen im Mehrfarbendruck neben Küpen--' farben durch die zwischengeschalteten Walzen in ihrer Stärke nicht abnehmen, was einen besonderen technischen Effekt gegenüber bekannten Kombinationen darstellt.
Außer dem sehr guten drucktechnischen Verhalten besitzen die mit den Basen dieser Anmeldung erhältlichen Farbstoffe neben allgemeinen guten Eigenschaften eine gute Lichtechtheit.
Beispiel 1
Man läßt 1 Mol diazotiertes i-Amino-2-methoxy-5-nitrobenzol in eine. sodaalkalische Lösung von 1,1 Mol des Dinatriumsalzes der 2-Äthylamino-5-suilfobenzoesäiure einlaufen und salzt die sich bildende Diazoaminoverbindung nach ihrer vollständigen Bildung mit Kochsalz aus.
60 g einer Mischung aus äquivalenten Teilen des so hergestellten Natoumsalzes der Diazoaminoverbindung und dem .i-(2',3'-Oxynaphthoylamino)-2-methoxybenzol werden mit etwa 50 ecm Glycolmonoäthyläther , oder einem anderen ; geeigneten Lösungsmittel, etwa 8 bis 15 g Natronlauge 380 Be in annähernd 300 ecm heißem Wasser gelöst und nach Einrühren in 500 g Verdickung mit Wasser auf 1000 g.aufgefüllt. Mit dieser Druckpaste erhält man bei neutralem Dämpfen ein volles, klares Scharlach,; dessen Farbtiefe auf Zellwolle derjenigen auf Baumwolle gleich ist. Im Zusammendruck mit Küpenfarbstoffen zeigt die Kombination unter Verwendung von Abquetschwalzen keine Abnahme der Farbtiefe. ' :
Beispiel 2
Ersetzt man das Natriumsalz der. Diazoaminoverbindung des Beispiels 1 durch das Natriumsalz der Diazoaminoverbindung aus diazotierten! i-Amino-2-methoxy-4-nitrobenzol uind 2-Isopropylamino-5-sulfobenzoesäure als Stabilisator, so gelangt man unter Verwendung von i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-naphthalin als Kupplungskomponente und von etwa 8 bis 15 g Natronlauge 380Be im kg Druckfarbe durch neutrales Dämpfen zu einem kräftigen echten Bordo, dessen Farbtiefe auf Baumwolle derjenigen auif Zellwolle gleich ist.
Beispiel 3
Verwendet man entsprechend Beispiel 1 das aus i-Amino-2-methyl-4-nitrobenzol und der 2-Isopropylamino-5-sulfobenzoesäure hergestellte Natriumsalz der Diazoaminoverbindung, so erhält man mit 1-(2'-Oxycarbazol-3'-carboylamino)-4-chlorbenzol ein volles, sehr lichtechtes Braun.
Beispiel 4
Eine nach den Angaben der vorhergehenden Beispiele hergestellte Druckpaste aus dem Natriumsalz der Diazoaminoverbindung aus i-Amino-2-methyl-5-nitrobenzoliund2-Isobutylamino-5-suilfo- benzoesäure und !-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-2-methylbenzol ergibt neutral entwickelt ein klares, sehr farbtiefes Scharlach.
. Beispiel 5 ioo
Das Natriumsalz . der Diazoaminoverbindung aus T-Amino-2-methoxy-4-nitro-5-methylbenzol und 2-Äthylamino-4-sulfobenzoesäure gibt im äquivalenten Verhältnis mit i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-naphthalin gemischt eine Farbstoff mischung, die bei Anwendung von 8 bis 15 g Natronlauge 380 Be im kg Druckfarbe durch neutrales Dämpfen ein kräftiges Rotviolett gibt, dessen Farbstärke auf Baumwolle derjenigen auf Zellwolle gleich ist.
Beispiel 6
Das Natriumsalz der Diazoaminoverbindung aus diazotierten! i-Amino-2,4-dimethyl-5-nitrobenzol und der 2-Äthylamino-5-sulfobenzoesäure als Stabilisator ergibt in äquivalenter Mischung mit ι-(2', 3'-Oxynaphthoylaminq)-2-äthoxybenzol eine Farbstoffmischung, die* nach den Angaben des Beispiels ι angewandt, mit: 8 bis 20 g Natronlauge 380 Be im kg Druckfarbe beim Dämpfen mit neutralem Dampf auf den verschiedensten Fasern ein sehr klares Scharlach gibt. . :
', Beispiel 7
Eine nach den Angaben der. vorhergehenden Beispiele hergestellte Druckpaste aus dem Natriumsalz' der Diazoaminoverbindung .. aus i-Amino-
529/524
F 13894 IYbI 8η
2, 5-diäthoxy-4-nitrobenzol und 2-Isopropylamino-5-sulfobenzoesäuire sowie i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino) -2-äthoxybenzol als Kupplungskomponente ergibt mit 8 bis 15 g Natronlauge 380 Be im kg Druckpaste neutral gedämpft ein klares farbtiefes Bordo.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Erzeugung von Eisfarben im Zeugdruck, dadurch gekennzeichnet, daß man Diazoaminoverbindungen, erhalten aus metauind para-Nitranilinen, welche durch eine oder zwei Alkyl- oder Alkoxygruippen bzw. durch eine Alkyl- und eine Alkoxygrappe weiter substituiert sind, und 2-Alkylamino-5(4)-su!lfobenzoesäuren, wobei die Alkylgruppe mindestens 2 Kohlenstoffatome enthält, mit Eisfarbenkupplungskomponenten üblicher Art auf die Faser druckt und den Farbstoff allein durch Dämpfen mit neutralem Dampf, ohne jeglichen Zusatz von Säure abspaltenden bzw. Lauge bindenden Mitteln zur Druckpaste, entwickelt.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 704 542.

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