DEF0015308MA - - Google Patents

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DEF0015308MA
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BUNDESREPUBLIK DMJTSGHtAND
Tag der Anmeldung: 26. Juli 1954 Bekanntgeniacht am 5. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es wurde gefunden, daß man sehr lichtechte gelb- bis .orangefarbene Salze von Disazofarbstoffen erhält, die in organischen Lösungsmitteln gut löslich sind, wenn man die Disazofarbstoffe aus diazotierten! ^4-Amino-i, i'-azobenzol das noch durch Methyl- und bzw. oder Carbonsäuregruppen substituiert sein kann, jedoch so, daß jeder Benzolkern hur einen dieser Substituenten enthält, und i-Phehyl-S-pyrazolon-ß-carbonsäuren, die im Phenylkern eine SuIförisäuregruppe tragen körinen, mit organischen Basen umsetzt. . :. .·- ■
Die so erhaltenen Farbstoffe sind in Wasser nur wenig löslich oder unlöslich. Sie lösen sich jedoch vorzüglich in organischen Lösungsmitteln, wie Methanol, Äthanol, Butanol, Methylacetat, Methylglykol, Äthylglykol, Diacetonalkohol, und eignen sich daher sehr gut zum Färben von Lakken, wie Spritlack, Acetyl- oder Nitröcelluloselakken, sowie zum Färben von Polymerisaten, Mischpolymerisaten und Kondensaten, wie sie zur Lakkierung von Folien üblicherweise verwendet werden. Auch zum Färben von Holzbeizen, Celluloid und zur Herstellung von Gummidruckfarben können die neuen Farbstoffsalze vorteilhaft Verwendung finden.
Es ist bekannt, in organischen Lösungsmitteln lösliche Farbstoffsalze dadurch herzustellen, daß man saure oder substantive Textilfarbstoff^, die eine oder mehrere Carbonsäure- oder Sülfonsäuregruppen im Molekül enthalten, in Salze von Di-
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oder Polyaryl- oder Aralkylguanidinen überführt (deutsche Patentschrift 469 179).
Ferner ist vorgeschlagen worden, auch andere
organische;Basen, rwieDicyclöhexylamin, Methyldicyclohexylamin, Tetramethyldiaminodibenzylsul-
- · foil·, ;'HexänydroäriiliFi,; Ghiholin, Hexahydromethyläthylpyridin, 2-Methylbenzimidazol, 2-Aminobenzimidazol, 2-Aminoperimidin, 2-Toluidono-4,5-dihydroimidazol, tri-substituierte Melamine, Diäthyl-α- und -/J-naphthylamin, 3-Aminoäthylcarbazol u. a., mit organischen Farbstoffen, welche saure salzbildende Gruppen enthalten, umzusetzen (deutsche Patentschriften 561 338, 533 871, 767 788). Durch die Umsetzung mit den organisehen Basen werden die Ausgangsfarbstoffe in organischen Lösungimitteln löslich gemacht und können dann zum Färben; beispielsweise von Nitrocelluloselacken, Verwendung finden.
Vor den aus den genannten Patentschriften be-
ao kannten Farbstoffsalzen zeichnen sich die erfindungsgemäß erhältlichen Pyrazoloriazofärbstoffe, die als Diazokomponente das 4-Amino-i, i'-azobenzol oder dessen Methyl- oder Carbonsaurederrvate enthalten, durch eine wesentlich bessere Lichtechtheit aus.
" Beispiel ι
19,7 Gewichtsteile 4-Amino-i, i'-azobenzol werden mit 63 Volumteilen 5 η-Salzsäure und 200 Volumteilen Wasser verrührt und unter Eiszusatz bei 3 bis 5° mit 20 Volumteilen 5 n-Natriumnitritlösung· diazotiert. Es wird 1 bis 2 Stunden nachgerührt.
Die geklärte Diazolösung läuft nun unter Rühren in eine vorgelegte Lösung aus 29,2 Gewichtsteilen i-(2'-Sulfophenyl)-5-pyrazolön-3-carbonsäure (ioo°/oig), 200 Volumteilen Wasser und 25 Gewichtsteilen kalzinierter Soda. Die Kupplungstemperatur wird zwischen ο bis 50 gehalten. Man rührt 3 bis 5 Stunden nach und nitriert dann ab.Der isolierte, feuchte Farbstoff wird bei 50 bis 6o° in einer Mischung von etwa 1000 Volumteilen Wasser und 100 Volumteilen 2 n-Schwef elsäure gelöst. In-die geklärte Farbstofflösung läßt man bei einer Temperatur unterhalb 400 unter gutem Rühren 440 Volumteile 0,5 n-Dicyclohexylaminsulfatlösung einlaufen. Es wird 6 bis 8 Stunden nachgerührt und dann das ausgefallene Produkt abfiltriert und getrocknet. Der erhaltene gelbstichigorange Farbstoff löst sich gut in organischen Lösungsmitteln, Sprit- und Nitrocelluloselacken und zeichnet sich durch eine hohe Lichtechtheit aus.
.·:.- Ersetzt man das Dicyclohexylaminsulfat durch Dodecyläminsulfat, : Diphenylguanidinchlorhydrat, Anilinchlorhydrat oder Benzylaminchlorhydrat, so erhält man die erisprechenden Farbsalze. Sie sind im Farbton kaum voneinander unterschieden und • ebenfalls hervorragend lichtecht.
Beispiel 2
19,7 Gewichtsteile 4-Amino-i, i'-azobenzol werden nach den Angaben des Beispiels 1 diazotiert. Die mit Kieselgur geklärte Diazolösung läuft unter Rühren z-u; einer: Lösung aus 29,2^ Gewichtstei-; r len i-(4'-Suifophenyl)-5-pyrazplon-3-carbonsäure (ioo%ig), 200 Volumteilen Wasser und 25 Gewichtsteilen kalzinierter Soda. Die Kupplungstemperatur wird zwischen ο bis 5° gehalten. Man rührt 3 bis 5 Stunden nach und filtriert dann ab. Die Herstellung des Dicyclohexyläminsalzes des erhaltenen Disazofarbstoffes erfolgt nach .den Angaben des Beispiels i.J Man erhält ein orangefarbenes Produkt, das in organischen Lösungsmitteln gut löslich ist und eine ausgezeichnete Lichtechtheit besitzt.
Beispiel 3
26.2 Gewichtsteile 4-Amino-3, 2'-dimethyl-i, τ'-· azobenzol-chlorhydrat werden mit 300 Volumteilen Wasser und 45 Volumteilen 5'n-Salzsäure angerührt und unter Eiszusatz bei 5 bis 70 mit 20 Volumteilen 5 n-Natriumnitritlösung diazotiert. Man rührt etwa 1 Stunde nach.
Die geklärte Diazolösung läuft unter Rühren in eine Lösung aus 29,2 Gewichtsteilen i-(2'-Sulfophehyl)-5-pyrazoion-3-carbonsäure (ioo°A>ig), 200 Volumteilen Wasser und 25 Gewichtsteilen kalzinierter Soda. Die Kupplungstemperatur wird zwischen ο bis 50 gehalten. Man rührt 1 ^ bis~~2~~Stan-~~" ' den nach und salzt dann den Farbstoff mit 150 Gewichtsteilen Steinsalz langsam aus. Hierauf wird 2 bis 3 Stunden nachgerührt. Der ausgesalzene, feuchte Farbstoff wird nun in1 1000 Volumteilen Wasser heiß gelöst. In die mit Kieselgur geklärte Farbstofflösung läßt man bei 18 bis 200 unter kräftigem Rühren 440 Volumteile 0,5 n-Dicyclohexylaminsulfatlösung einlaufen. Es wird etwa 8 Stunden nachgerührt und hierauf das ausgeschiedene Farbstoffsalz abfiltriert und getrocknet. Es stellt ein orangefarbenes Pulver von sehr guter Lichtechtheit dar.
Beispiel 4
26.3 Gewichtsteile des Natriumsalzes der 4-Amino·-1, i'-azobenzol^'-carbonsäure werden in 200 Volumteilen Wasser warm gelöst und filtriert. Die mit 20 Volumteilen 5 n-Natriumnitritlösung versetzte, nitrierte Lösung läßt man nun unter schnellem Rühren in mit Eis auf ο bis 50 gekühlte 65 Volumteile 5n-Salzsäure einlaufen. Es wird ungefähr 1 Stunde nachgerührt.
Die Diazoverbindung scheidet sich aus und wird unter Rühren als saure, wässerige Suspension zu einer Lösung aus 29,2 Gewichtsteilen i-(2'-Sulfophenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure (ioo°/oig), 200 Volumteilen Wasser sowie 25 Gewichtsteilen kalzinierter Soda gegeben. Die Kupplungstemperatur soll bei 3 bis 50 liegen. Man rührt 2 bis 3 Stunden nach und fällt den Farbstoff durch Hinzufügen von etwas 2 n-Schwef elsäure aus. Der ausgeschiedene 12c Farbstoff wird in 1500 Volumteilen Wasser; dem : eine geringe Menge 2n-Natronlauge zugesetzt wird, schwach: alkalisch heiß gelöst Und mit Kieselgur geklärt. Dann läßt man die geklärte Farbstofflösung durch Eiszugabe auf etwa i8° abkühlen und unter starkem Rühren 660 Volümteile 0,5 n: ν
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Dicyclohexylaminsulfatlösung zulaufen. Es wird etwa 8 Stunden nachgerührt und dann das ausgefallene Produkt abgetrennt und getrocknet. Man erhält so ein in organischen Lösungsmitteln, Sprit- und Nitrocelluloselacken lösliches orangefarbenes Pulver von vorzüglicher Lichtechtheit.
Beispiel 5
19,7 Gewichtsteile 4-Amino-i, i'-azobenzol werden mit 63 Volumteilen 5n-Salzsäure und 200 Volumteilen Wasser verrührt und unter Eiszugabe bei 3 bis 5° mit 20 Volumteilen 5 n-Natriumnitritlösung diazotiert. Es wird 1 bis 2 Stunden nachgerührt. Die geklärte Diazolösung läßt man unter Rühren in eine Lösung aus 21 Gewichtsteilen i-Phenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäure (ioo°/oig), 400 Volumteilen Wasser, 50 Volumteilen 2h-Natronlauge sowie 100 Volumteilen Sodalösung (20°/oig) einlaufen. Die Kupplungstemperatur hält man durch Eiszusatz bei 3 bis 50. Es wird einige Stunden nachgerührt, wobei sich der Farbstoff restlos ausscheidet. Der ausgeschiedene Farbstoff wird in 2000 Volumteilen Wasser unter Zusatz von Volumteilen ion-Natronlauge heiß gelöst und geklärt. Die heiße, geklärte Farbstofflösung gibt man unter kräftigem Rühren zu 400 Volumteilen einer 0,5 n-Diphenylguanidinchlorhydratlösung. Es wird 8 bis 10 Stunden nachgerührt. Das so erhaltene orangefarbene Farbstoffsalz besitzt eine sehr gute Lichtechtheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Diazofarbstoffsalzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Azofarbstoffe aus diazotiertem 4-Amino-i, i'-azobenzol, das noch durch Methyl- und bzw. oder Carbonsäuregruppen substituiert sein kann, jedoch so, daß"jeder Benzolkern nur einen dieser Substituenten enthält, und i-Phenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäuren, die im Phenylkern eine Sulfonsäuregruppe tragen können, mit organischen Basen umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 533871, 767788.

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