DEF0016423MA - - Google Patents

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DEF0016423MA
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chloro
xylene
acid
sulfuric acid
superheated steam
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der direkten Chlorierung von reinem m-Xylol wird nach Abtrennung des unchlorierten· und überchloirierten Anteils gewöhnlich ein Isomerengemisch aus 4-Chlor- und 2-Chloir-m-xylol erhalten. Die Trennung dieses Gemisches mit Hilfe der fraktioniertem Destillation ist äußerst schwierig, da die Siedepunkte der beiden Isomeren sehr nahe beieinander liegen.
Bisher werden, die beiden genannten Chlorm-xylole, die als Ausgangsmaterialien für Farbstaffzwischenprodukte Verwendung' finden, nach der umständlich und kostspielig arbeitenden Sandmeyermethode aus den entsprechenden reinen XyIidinen hergestellt.
Es wurde nun gefunden, daß man Gemische aus 4-Chlor- und 2-Chlor-m-xylol in sehr einfacher Weise trennen kann, wenn man dieselben zunächst auf bekannte Weise in die Gemische ihrer Sulfonsäuren verwandelt und dann 4-Chlor-m-xylolsulfonsäure aus mindestens 8o°/oiger 'Schwefelsäure in kristalliner .Form zur Abscheidung bringt und anschließend, die Sulfonsäuregruppe mit überhitztem1 Dampf, vorteilhaft bei 170 bis 18-5°, wieder abspaltet.
Auf diese Weise wird das 4-Chlor-m-xylol in sehr hohen Ausbeuten bis zu etwa, 90 bis 92% der im: Gemisch vorhandenem Menge und in direkt weiter ■verwendbarer Form rein erhalten. Die 4-Chlor-
509 704/400
F 16423 IVb/12 ο
m-xylolsulfonsäure wird aus Schwefelsäure der Konzentration vom 80 bis 100%, vornehmlich aber aus einer. 86- bis 88%igen Schwefelsäure, abgeschieden. Die 2-Chlor-m-xylolsulfons'äure bleibt praktisch vollständig gelöst; sie kristallisiert erst bei einer Konzentration unterhalb 80% Schwefelsäure in nennenswertem Mengen aus. Die 2-Chloirm-xyloilsulioosäure blaibt zusammen mit geringen Mengen ^Chloir-m-xylolsulfonsäure in der Mutterlauge. Behandelt man diese mit überhitztem Wasserdampf, z. B. vorteilhaft bei 170 bis 1850, so' wird die Sulfonsäuregruppe abgespalten, und ein an 2-Chlor-m-xylol stark angereichertes Chlorxylolgemisch gebildet, das sich nach bekannten physikalischen Methoden!, z. B-. durch Ausfrieren, weiter reinigen läßt. Bei Anwendung einer höheren Spalttemperatur treten allmählich Zersetzungserscheinung'en auf; bei Anwendung1 niedrigerer Temperaturen wird die Umsetzung verlangsamt.
Be i sρ ie I
106 g Chlorxylolgemisch vom Erstarrungspunkt etwa—400, welches aus etwa, 88°/» 4-Chlor- und etwa i2°/o 2-Chloir-m-xylol besteht, wird mit einem Gemisch aus 565 g Schwefelsäure (97°/oig) und 43 g Wasser bei Jo bis 85° bis zur klaren Wasser löslichfceit sulfoniert. Die klare Lösung läßt man anschließend bis auf o° abkühlen. Nach etwa, 24 Stunden wird der ausgeschiedene Kristallbrei, welcher aus 4-Chlor-m-xylolsulfonsäure besteht, abgesaugt, gut abgepreßt und· mit etwa 50 g eisgekühlter 88°/oig-er Schwefelsäure abgedeckt. Nach erneutem Absaugen und Abpressen wird die mit Schwefelsäure behaftete SuIfonsäure bei 170 bis 185° mit 150 g etwa 97°/oiger Schwefelsäure und überhitztem Dampf in der Weise gespalten, daß man laufend Wasser zutropft und das abgespaltene 4-Chlor-m-xylol kontinuierlich aus, der Reaktionszone entfernt. Nach Abtrennen und Trocknen werden etwa 90% des: im Gemisch vorhandenen 4-Chlor-m-xylols in technisch reiner Form erhalten. In der Schwefelsäure-Mutterlauge werden in gleicher1 Weise die Sulfonsäuregruppen abgespalten,; das erhaltene 2-Chlor-m-xylol liegt nun in stark angereicherter Form vor und kann nach bekannten Methoden, weiter gereinigt werden.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Trennung von 4-Chlor- und 2-Chloir-m-xylol, dadurch gekennzeichnet, daß*
x| / man die Gemische nach bekannten Methoden in L ( ihre Sulfonsäuren verwendet, die 4-Chlorm-xyloilsulfonsäure aus Schwefelsäurekonzenr trationen von etwa, 80 bis 100%, bevorzugt aus 86- bis 88%iger Schwefelsäure durch Kristallisation abscheidet, anschließend mit überhitztem Dampf, bevorzugt bei 170 bis, 1850, die Sulfotisäuregruppe abspaltet und das- gebildete 4-Chlor-m-xylol kontinuierlich aus, der Reaktionszone entfernt. '
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die 2-Chlor-m-xylolsulfonsäure und geringe Mengen 4-Chlorm-xylolsulfonsäure enthaltende Mutterlauge mit überhitztem Dampf, vorteilhaft bei 170 bis 1850, behandelt und das gebildete, an 2-Chlorm-xylol angereicherte Chlorxylolgemisch isol·- liert.

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