DEG0014368MA - - Google Patents

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DEG0014368MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Mai 1954 Bekanntgemacht am 18. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Fenster- ..und ,Türrahmen aus1 Metall· haben neben vielen Vorteilen den Nachteil, daß sie die Wärme gut leiten und daher beil großen Temperaturunterschieden zwischen beiden Seilten des Fensters oder der Tür eine Wärmebrücke bilden, die sich in manchen Fällen in unerwünschter Weise bemerkbar macht. Im Winter z. B. bilden die Glasscheiben der Fenster, insbesondere wenn sie doppelt sind, eine wertvolle
ίο thermische Isolation. In den Innenräumen läßt sich daher die Temperatur ohne Schwierigkeit auf angenehmer Höhe halten. Sind aber die Glasscheiben in einem Rahmen aus Metall, z. B-. aus AlHirniniutnlegierung oder aus Buntmetall', eingefaßt, so findet im Rahmen infolge der guten Wärmeleitfähigkeit des Metalle ein bedeutender Wäirmefluß von innen nach außen statt, der selbst bei guter Beheizung der Inoenräume dazu führen "kann, daß an der Innenseite des Rahmens dessen Temperatur unterhalb des Taupunktes der Luft gesenkt wird, so daß sich Schwitzwasser niederschlägt.
Das ernndungsigemäße Wiinkel'profiil 'gestattet nun auf einfache Weise die Herstellung von Rahmen ohne metallische Wärmebrücke. Es besteht aus einem Steg mit mindestens einem Flansch und1 ist dadurch gekennzeichnet, daß der Steg zwecks Vermeidung der metallliischen Wärmebrücke in der Längsriichtuing durch mindestens eine Kunststoffzwischenlage unterbrochen ist und demzufolge in der Längsinicht'ung aus mindestens zwei Metallprofilstäben besteht, die mit Hilfe mindestens einer längs verlaufenden Kunststoffzwischenlage fest verbunden sind. Da Kunststoffe eine schlechte Leitfähigkeit haben, ist beim erfindüngegemäßen
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Winkelprofil die gefürchtete Wärmebrücke ohne komplizierte Gestaltung vermieden.
Zu diesem Zweck gienügt es vollkommen, wenn
: die Kunststoffzwischenlage sich innerhalb eines
, ,5. weniger als .die Hälfte betragenden Teils der Steghöhe im wesentlichen quer durch, dem Steg erstreckt. Zweckmäßig 'nimmt in einem solchen. Fall die KunststoffzwiBChenlage mindestens innerhalb1 eines Teils ihrer in Richtung der Steghöhe verlaufenden Dimension den gesamten . Querschnitt des Stegesein (Fig. 4).
Es sind zwar Fensterrahmein bekannt, bei. denen zwei MetaltTpronle durch foTmsdhlüiss'ige Verbindung unter Zwischenschaltung eiines' isolierenden Stoffes zusammengefügt sind. Außerdem ist ein Rahmenteil bekannit, der aus ei:nem Tragkörper aus Kunstharzpreßstoff besteht, der diem Rahmen gleichzeitig die besonders bei; größeren Flügeln notwendige Festigkeit gibt und auf den zwei Leichtrmetallprofiie aufgezogen sind. Es ist aber nicht bekannt, den Steg eines Rahmeinprofils im , Sinne der vorliegenden Erfindung zu unterbrechen.
Die einfachste Form -des Rahmenprofite ist das
erfindungsgemäße Wiinkelprofil, bestehend'. aus eimern Steg und einem Flansch. Für die Herstellung von Fensterrahmen kommt vor allem die Gestalt des Z-P,rofils in Frage, bei' welchem die beiden Flansche in entgegengesetztem Richtungen angesetzt sind. Das erfindungsgemäße Winkelprofil kann auch diese Form, aber auch die Form eines T-, eines H- oder eines Ri'onenprofil's haben. In manchen Fällen kommt auch eine Profilform in Betracht, die einem Η-Profil nach Entfernen des einen Flansches entspricht. Selbstverständlich kann im Steg oder in den Flanschen ein Hohlraum in Längsrichtung vorgesehen sein.
Die Kunststoffzwiseheihilage; ist lediglich zur Berichtigung der metaliischein Wärmebrücke vorgesehen und hat nicht etwa die Aufgabe, das Wihkel1-profil zu verstärken oder zu versteifen odbr seine Herstellung zu ermöglichen.
Das Winkelprofil ließe sich ohne weiteres auch ohne' K'Unststoffzwischenlage in einem Stück in der Strangpresse erzeugen und hätte auch dann die er forderliche Steifheit und Feistigkeit.
Auch die das örfinduingsgemäße Winkelprofil bildenden Metallprofilstäbe weisen für sich allein und schon vor dem Zusammenbau die erforderliche Festigkeit und Steifheit auf.
Das erfindungsgemäße Winkellprofil1 besteht vorzugsweise aus zwei. Metallprofilstäben und einer einzigen KumstiStoffzwischenlage.
Für die Zwischenllage kommen vor allem Kon-, densatioris- oder Polymerisatibmisharze im Frage, welche die nötige mechanische Festigkeilt besitzen und sich mit dem Metall fest verbinden lassen, sei es durch eigene Klebekraft odier mittels eines' Klebstoffes oder auch, wo die Möglichkeit
•v dazu gegeben fet, durch Einpressen,; Sehr geeignet sind ■ beispielsweise die Äthoxylinharze, die als Klebstoff "für Metalle, insbesondere für Leichtmetalle1,1 ^verwendet werden. Auch Hartgummi' kommt 'hier als Kunststoff in Frage.
Zur Herstellung des eirfindungsgemäßeri. Winkelprofiils werden z. B. zwei Leichtmetallprofifetäbe nach dem Geraderichten! mit Hilfe eines Äthoxylinharzes durch Einwirkung vom Wärme so zusammengeklebt, daß zwischen beiden Teilen keine metallische Berührung stattfindet und die Harzschicht für die Wärmedämmung ausreichend dick ist. Bei künstlich aushärtbaren. Legierungen, z. B. im Falle der Aluminiumlegierung Anticorodal (markenrechtlich geschützt, Gattung Al-Mg-Si), läßt sich das Einbrennen des Harzes mit der Aushärtungsglühung verbinden.
Die Dicke 'der Kuinststoffzwischemischitiht kann, innerhalb' weiter Grenzen schwankem. Für ihre Bemessung sind vor allem Gründe der Wärmeisplation und' der mechanischen Festigkeit maßgebend, aber manchmal auch ästhetische Gesichtspunkte.
Die KunststoffzwiiischemS'chicht braucht nicht in Form einer homogenen Masse angebracht zu werden. Es lassen sich z.B. passend geformte Kunststoffstäbe' verwenden, die mit Hilfe eines eiinbrennbaren Bindemittels aus Kunststoff dibge- :klebt werden.
Man kann beim erfmduingsgemäßen Winkelprofil die zu verbindenden Metalprofilstäbe mit einer Nut, z.B. in Schwalbanschwanzform, versehen, um der Kunststoffzwischenlage noch besseren. Halt· zu verleihem.
Das erfindungs'gemäße Wihkeiliprofil läßt sich in Fabrikationslängen herstellen und! so auf den Markt bringen, so daß die Verarbeitung sich in gleicher Weise durchführen1 läßt wite im Falle eines eiinstückigen Profils. Seine Verwendung ist besonders bei Doppelverglasungen zu empfehlen, ist aber nicht auf Fenster und Türen, beschränkt. Das erfindungsgemäße Wihkelprofil kommt z. B. auch für die Herstellung von Wändbn in Frage, die aus einem Metallrahmen mit Schichtholz-, Panzerhplzod. dgl. Füililuingen bestehen.
Im Falle von Profilen aus Aluminiumlegierung ist die amodiisehe Oxydation'ohne weiteres durchführbar, da die Kumststoffzwisehenliage dem elektrochemischem Vorgang nicht stört und vom Elektroliyt nicht angegriffen wird.
Die Fig. 1 bis 7 zeigen im Querschnitt eiinige Bieispleilie des erfindumgsgemäßen Winkeiprofils aus Leichtmetall.
Die LeichtmetiaMprofiLstäbe sind! mit 1 bzw. 2 bezeichnet,' die' Kunststoffzwischienlaige mit 3. Es handelt sieh hier um Fernsten-ahmen. Im Fig. 6 und 7 sind außer dem aus den Leichtmetallpröfiistäben 1 und 2 und der Kunststoffzwischenlage 3 bestehenden Rahmenteill das Doppelverglasuingselement 4, ' der Glashaltestab 5 und! die · Kittmasse 6 dargestellt. In Fiig. 3 greifen die Metall ρ rofils tab e mit Nut und Feder ineinander ein.' Im der Ausführung nach Fig. 4 ist ein Kumststoffprofilstab 3 eingeklebt oder eingepreßt. Im Beispiel gemäß Fig. 5 greifen die Metallprofilstabe so ineinander ein, daß sie auch mach Zerstörung 'der Kumststoffzwischemllage-in senkrechter Richtung nicht auseinandergezoigem werden können.
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In der Fig.. 6 und 7 sind sowohl der feste ate der bewegliche Fensterrahmenteil dargestellt. Im Beispiel nach. Fig. 7 dient die eine Kunststoffzwisehenlage zugleich auch als Zugiluftdiehtung! zwischen festem und beweglichem Rahmen.
Selbstverständlich ist <es im Rahmen der Erfindung, möglich, die Kunststoff zwischenlage iin der Länge stellenweise zu unterbrechein.. Eine solche Unterbrechung ist jedoch in den meisten, Fällen inner wünscht.
Bei der Verbindung vom erfindungsgemäßen Winkelprofiten zu fertigen Rahmen duiröh Schweißung ist zu beachten, daß die Kunstsitoffzwischenlage an den überhitzten Stellen zum Teil verkohlt wird. Der Schaden läßt sich, durch Einführen eines geeigneten Lackes, z. B. eines- bei; Zimmertemperator aushärtenden Äthoxylinharzlackeis, an den betroffenen Steifen beheben. WiM man eine Beschädigung der Kunststoffzwisehenlage an der Verbindungsstelle vermeiden, kann man mechanische Verbindungsmittel oder -verfahren anwenden oder aber düe Verbindung in bekannter Weise durch·-Kleben bewerkstelligen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Winkeilprofil aus Metall·, insbesondere für Fenster- oder Türrahmen, mit einem quer zur Scheibenebene durchlaufenden Steg und! mindestens einem Flansch, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg zur Vermeidung einer metallischen Wärmebrücke durch mindestens eine Kunststoffzwiischenlage (3) unterbrochen ist und die Stegteile (1, 2) diunch diüese Zwischenlage miteinander verbunden sind.
  2. 2. Winkelprofil1 nach: Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegteiile (1, 2) mit der Kunststoffzwiseheniage (3) verklebt sind.
  3. 3. Winkelprofil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegteile- (1, 2) Nuten aufweisen, in denen die Kuniststoffzwieehenlage (3) eingreift:
  4. 4. Winkelprofil nach; Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegtoile (1, 2) mit der Kunststoffzwischeinlage (3) verpreßt sind.
  5. 5. Winkel nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß die Stegteile (1, 2) ineinandergreifen.
  6. 6. Winkel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er auis Leichtmetall besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften·:
    • Österreichiisehe Patenitsöhiriften Nr. 174726,
    170382.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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