DEH0006554MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. November 1950 Bekanntgemacht am 27. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen: selbsttätig schließenden
Gashahn mit einer thermostatischen Auslöseeinrichtung für eine den Gashähn in Offenstellung
haltende Sperrvorrichtung.
Gegenstand des älteren Patents 809661 ist bereits ein selbsttätig schließender Gashahn, dessen
Handknebel nach jedem öffnen, solange die Flamme noch nicht entzündet oder sobald die
Flamme durch irgendwelche Umstände wieder
erloschen ist, durch eine Feder od. dgl. selbsttätig wieder in die Schließlage zurückgebracht wird. Der
Handknebel ist hierbei durch eine Schließfeder belastet, die an einer von dem Knebel auf dem
Öffnungsweg mitgenommenen Sperrscheibe angreift, der eine von der Gasflamme thermostatisch
gesteuerte Sperrklinke zugeordnet ist, die bei entzündeter Gasflamme die Sperrscheibe mit der Feder
in einer der Öffnungsstellung des Gashahns entsprechenden
Lage hält. Bei' dieser Ausbildung muß
somit der Handknebel zum Öffnen des Gashahns zum Entzünden so lange von Hand entgegen der
Wirkung der Schließfeder in der 'Öffnungsstellung gehalten werden, bis der Wärmefühler von der
Flamme so weit erwärmt ist, daß er die Sperrklinke wirksam werden läßt.
Die Erfindung betrifft ebenfalls einen derartigen
sich selbsttätig schließenden Gashahn mit tbermostatisdher
Auslösevorrichtung, bei dem aber die Notwendigkeit des Festhaltens des Handknebels in
der Öffnungsstellung bis zum Wirksamwerden des
609 738/6
H 6554 Xl'4c
Wärmefühlers entfällt.. Erfindungsgemäß ist dem von Handknebel entgegen einer Federwirkung
betätigtem Sperrglied beim Öffnen des Gashahns vorübergehend eine in der Freigabestellung für den
Gashahn haltende! zweite Sperrklinke zugeordnet. Die Ausbildung kann dabei so getroffen sein, daß
diese zweite Sperrklinke entweder mit dem Wirksamwerden der ersten, thermostatisch gesteuerten
Sperrklinke von; dieser wieder ausgehoben . ίο wird, wie ihr auch ein beim Öffnen des Gashahns
gespanntes Zeitschaltrelais zugeordnet sein kann, das nach einiger Zeit, die ausreichend bemessen ist,
um die thermostatisch gesteuerte Sperrklinke wirksam werden zu lassen, die zweite Klinke selbsttätig
wieder aushebt., , .
Der Gegenstand; der Erfindung ist mit weiteren Merkmalen an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt , ■ .
Fig. ι eine Draufsicht auf die Gesamtausbildung,
und zwar für den Brenner eines Gasherdes,
Fig. 2 eine Seitenansicht mit Schnitt durch
die thermostatisch gesteuerte Sperrklinke nach Linie II-II der Fig. 1, ■ .
Fig. 3 eine Vorderansicht zu Fig. ι und
Fig. 4 die Ausbildung einer zeitgesteuerten Sperrvorrichtung.
Die Hahnblende k des Gasherdes trägt in bekannter
Weise den.Brenner Ji und das die Gaszufuhr
zu diesem aus der Zuleitung m steuernden Ein stellglied α eines Gashahns, das von bekannter
Bauart ist. Auf der den, Knebelgriff b tragenden Steuerwelle c des Einstellgliedes α sitzt eine breite*
Segmentscheibe v, an der eine durch eine Feder d
belastete Kette μ angreift. Die Feder d ist in einer an der Kette u befestigten Hülse e geführt, wobei
ein Bügel / die Hülse in der Achslage hält. Die Fedeir d ist in einen Schraubbolzen η des Bügels/
eingehängt.
Die Hahnblende k trägt an der Rückseite,einen
Haltewinkel ; mit einer zum Brennerrohr parallelen Tragstange 0. Diese nimmt an ihrem Ende
einen Stahlstift r auf, der durch einen Stellnippel s
an der Stange 0 einstellbar ist. Am oberen Ende ist der Stahlstift r mit einem ihn umgebenden Kupferröhrchen
i verbunden, dessen unteres Ende an eine
Sperrklinke g angeschlossen ist. Die Klinke g hat U-förmigen Querschnitt und ist nahe dem Stahlstift
r um einen Bolzen p der Tragstange 0 schwenkbar.
Sie untergreift mit einer Nase an ihrem freien 50" Ende die Hülse e, die einen der Nase zugeordneten
Einschnitt / aufweist. Eine Feder t zwischen der Tragstange 0 und der Klinke g versucht diese nach
oben auszuschwenken, wobei jedoch die Bewegung der Klinke g von dem Kupferröhrchen i abhängig
ist. .
Diese Ausbildung entspricht hinsichtlich der Wirkungsweise der Einrichtung nach dem älteren
Patent 809661. Mit dem Öffnen des Gashahns
durch das Einstellglied α wird von der Segmentscheibe
ν durch die Kette u die Feder d gespannt und gleichzeitig die Hülse e so weit verschoben, bis
der Einschnitt / über der Nase der Klinke g Hegt.
Nach dem Entzündendes B'renners dehnt sich das sich erwärmende Kupferröhrchen i aus und bringt
hierdurch für die Dauer des Bestandes der Brennerflamme die Klinke g in Eingriff mit dem Einschnitt
/. Der Knebel b kann damn unabhängig von
der Feder d nach Bedarf eingestellt werden. Nach dem Erlöschen der Flamme gibt die Klinke g die
Hülse e frei, und die Feder d dreht das Einstellglied α in die Schließstellung des Gashahns zurück.
Die Sperrklinke g trägt nahe dem Schwenkende ein aufgebogenes Lagerauge, an dem eine zweite
Sperrklinke q angeordnet ist, die über der Hülse e liegt. Der Abstand der Nase der Klinke g- von der
zweiten Sperrklinke q entspricht etwa dem Durchmesser der Hülse e. Der zweiten Sperrklinke q ist
in der Öffnungsstellung des Gashahns an" der
Hülse e eine obere Kerbe f± zugeordnet. Die zweite
Sperrklinke q ist an dem Lagerauge begrenzt ausschwenkbar
angelenkt.
Mit dem Öffnen des Gashahns und dem damit verbundenen Verschieben der Hülse e gelangt deren'
obere Kerbe Z1 unter die zweite Sperrklinke q, die
in diese einfällt und damit die Hülse festhält. Sobald nach dem Entzünden- der Gasflamme die
Klinke g ausgeschwenkt wird, greift dann deren Nase in die untere, Kerbe / ein, wobei gleichzeitig
die zweite Sperrklinke q aus der oberen. Kerbe Z1
ausgehoben wird Durch diese Ausbildung wird
somit die Rückführeinrichtung für das Einstellglied1
α unmittelbar mit dem Öffnen des Gashahnis in der Offenstellung gesichert.
Die Ausbildung der zweiten Sperrklinke q ist so getroffen, daß sie erst nahe dem Ende des Einrastens
der Klinke g- in die Kerbe / aus der Kerbe J1
ausgehoben wird.- Auch liegt die zweite Sperrklinke q um ihre Wandstärke entgegen der Zugridhtung
der Feder vor der Klinke g, während die beiden Kerben f und fx in der gleichen· Ebene
liegen. Hierdurch; wird'erreicht, daß beim Eingreifen der Klinke g die Hülse e unter dem Einfluß
der Feder d um die Wandstärke der Sperrklinken zurückgezogen wird und die zweite Sperrklinke q
beim Erlöschen der Flamme nicht wieder in die Kerbe /\, einrasten kann.
Da bei dieser Ausbildung die Schließsicherung nach dem älteren Patent 809661 nur wirksam
werden kann, wenn nach' dem Öffnen des Einstellgliedes (das Einrasten der zweiten Sperrklinke q
erfolgt in der äußersten Öffnungsstellung, d. h. der Kleineinstellung der Flamme) auch tatsächlich
die Flamme entzündet worden ist, könnte bei einem Unterlassen des Anzündens bei der vorbesdhriebenen
Ausbildung Gas unkontrolliert ausströmen:.
Um dies zu verhüten, wird in weiterer Ausbildung
des Erfindüngsgegenstandes die zweite Sperrklinke nicht von der Hauptsperrklinke g- gesteuert, sondern von einem Zeitschaltrelais·, das
unabhängig von dem Wirksamwerden der thermostatisch gesteuerten Haupt sperrklinke g die zusätzliche
zweite Klinke nach- einer gewissen Zeit wieder
aushebt.
Nach der Fig. 4 sind neben der Hülse e und' zu
dieser parallel liegend zwei teleskopartig inein~ andergeführte Röhrchen A, B vorgesehen, von
738/6
H 6554 Xl4 c
denen das eine fest an dem Bügel / angeordnet und
an dem freien Ende mit einer verstellbaren Luftaustrittsöffnung
w versehen ist. In den beiden Röhrchen, die im übrigen an den freien Enden verschlossen;
sind, ist eine Druckfeder angeordnet. Das verschiebbare Röhrchen B ist durch einen Mitnehmer
ζ mit der Kette u auf das Röhrchen A aufschiebbar
und1 trägt an der der Hülse e zugekehrten Seite eine Längsrippe x, die mit einer Auflaufkante
ίο versehen ist. Der Kerbe Z1 der Hülse e ist eine
zusätzliche zweite Klinke y zugeordnet, die beim Überfühi-en der Hülse e in die der Öffnungsendstellung
des Hahns entsprechenden Lage durch dlie Rippe χ des Röhrchens in die Kerbe ft eingelegt
wird. In dieser Zündstellung wird durch eine nicht dargestellte Auflauffläche des Bügels I der Mitnehmer
ζ von dem Röhrchen B angehoben. Die in
den Röhrchen A, B eingeschlossene Feder schiebt diese nach Maßgabe des Lufteintritts durch die
Düse w wieder auseinander, so daß die Längsrippe χ die zusätzliche zweite Sperrklinke 31 nach
einer gewissen Zeit wieder freigibt. Sofern bis zur Freigabe der zusätzlichen zweiten Klinke y nicht
durch Entzünden der Flamme die thermostatisch gesteuerte Hauptsperrklinke wirksam geworden
ist, bringt die Feder d den Gashahn in die Schließlage
zurück. Hierdurch wird erreicht, daß durch das Einstellglied α der Gashahn zwar durch Verriegelung
der Rückholeinridhtung vorübergehend geöffnet wird, aber wieder in die Schließlage verbracht
wird, wenn die Flamme nicht entzündet wird;
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Selbsttätig schließender Gashahn mit einer thermostatischen Auslöseeinrichtung für eine den Gashahn in Offenstellung haltende Sperr- , vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß dem Sperrglied (e), auf das die thermostatisch gesteuerte Hauptsperrklinke (g) einwirkt, eine zweite, mit dem Öffnen, des Einstellgliedes vorübergehend wirksam werdende Sperrklinke (q oder y) zugeordnet ist.
- 2. Gashahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Sperrklinke (q) vom der wirksam werdenden Hauptsperrklinke (g) aushebbar is>t.
- 3- Gashahn nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Sperrklinke (q) an der als Schwinge ausgebildeten thermostatisch gesteuerten Hauptsperrklinke (g) sitzt, das Sperrglied (e) als ' zwischen den beiden Sperrklinke« (q, g) verschiebbare Hülse ausgebildet und mit Kerben (/, Z1) zum wechselweisen Eingriff der beiden Sperrklinke!! (q, g) versehen ist.
- 4. Gashahn nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kerben (f, f%) mit ihren Wirkflächen, in einer Ebene liegen und. die beiden Sperrklinken (q, g) um ihre Wandstärke gegeneinander versetzt sind. .
- 5. Gashahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Sperrklinke (3;) von einem gleichzeitig mit dem Öffnen des Einstellgliedes betätigten Zeitschalter aushebbair ist;
- 6. Gashahn nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitschalter aus zwei entgegen einer Federwirkung ineinanderschieb-■baren, an den Enden geschlossenen Röhrchen (A, B) besteht, von denen das eine mit einer verstellbaren Ansaugdüse (ze;) versehen und fest angeordnet ist, während das andere eine die zweite Sperrklinke (y) steuernde Rippe (x) trägt und von einem an dem Sperrglied (e, u) angelenkten un'd in der Öffnungsstellung aushebbaren Mitnehmer (z) mitnehmbar ist.
- 7. Gashahn nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptsperrklinke (g) von einem Temperaturfühler gesteuert wird, der aus zwei Stoffen (i, r) verschiedener Wärmedehnung besteht, die an einem Ende miteinander verbunden sind und, von denen der eine (r) einstellbar von einem Träger (0) und der andere von der an dem Träger (0) angelenkten Hauptsperrklinke (g) aufgenommen ist.Hierzu i Blatt Zeichnungen '
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