DEM0007133MA - Elektrische Zündvorrichtung für Gasbrenner, insbesondere für Kochzwecke - Google Patents
Elektrische Zündvorrichtung für Gasbrenner, insbesondere für KochzweckeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Gasbrenner und mit einer Anzahl von Gasbrennern versehene Gasherde und betrifft die Anwendung einer elektrischen Brennerzündung.
Es sind elektrische Zündvorrichtungen an Gasherden bekannt, bei denen ein Widerstandsdraht beim Stromdurchgang zum Glühen gebracht wird. Um das Verbrennen zu verhüten, hat man den Träger des Widerstandsdrahtes derart schwenkbar angeordnet, dass der Widerstandsdraht zur Zündung des Gases in den Bereich der Gasströmung geschwenkt und wieder daraus entfernt werden kann. Diese Schwenkbewegung hat man auch von dem Aufsetzen eines Kochgerätes auf den Gasbrenner abhängig gemacht.
Nach vorliegender Erfindung wird die gleiche Aufgabe dadurch gelöst, dass ein Zündfunken mittels eines Hochspannungsstromes erzeugt wird, für den die Funkenstrecke im Bereich der Gasströmung und ein Handrad der Welle eines Magnetapparates zur Erzeugung des Hochspannungsstromes neben dem Gashahn angeordnet ist. Die Wirksamkeit der Funkenstrecke kann durch die Gasflamme nicht beeinträchtigt werden,
wie das z.B. bei einem Widerstandsdraht als Zündmittel der Fall ist. Die Anordnung des Handrades zum Drehen eines in bekannter Weise mit Primär- und Sekundär-Wicklung versehen Ankers eines Permanent-Magneten zur Herbeiführung einer kurzen Drehung des Ankers neben dem Gasöffnungshahn macht die Bedienung der Hochspannungszündung zu einer ebenso einfachen - wenn nicht noch einfacheren - Handhabung wie die bisherige Verwendung eines Gaszünders.
Die Handhabung der Zündvorrichtung nach der Erfindung kann noch dadurch erleichtert werden, dass für die Funkenstrecke eine besondere Gasleitung vom Gashahn derart abgezweigt wird, dass diese im ersten Teil der Drehbewegung des Gashahnkükens Gas erhält und im weiteren Verlauf der Öffnungsbewegung des Gashahnes wieder gesperrt wird. Dabei können die beiden Drehbereiche des Gashahnes für Zündflamme und mittlere oder volle Brennstärke durch einen nachgiebigen Anschlag unterschieden werden, dessen Wahrnehmung durch die Hand dazu ausgenutzt werden kann, inzwischen das Handrädchen der Welle des Magnetapparates zwecks Erzeugung eines Funkens zur Entzündung der Zündflamme ruckweise zu drehen, worauf dann der Gashahn über den nachgiebigen Anschlag hinaus bis zur mittleren oder vollen Brennstärke weiter geöffnet werden kann. Für einen Kochherd mit mehreren Brennstellen sieht die Erfindung eine zentrale Anordnung der Funkenstrecke zu den Brennern und zwischen den einzelnen Brennern und der zentralen Funkenstrecke Gasleitungsröhrchen für Rückschlagzündung vor. In diesem Fall gibt es am Schaltbrett neben den vier Gashähnen nur ein Handrädchen für die elektrische Zündung.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung in
Fig. 1 in Ansicht auf einem einzelnen Brenner dargestellt, dessen Funkenstrecke
Fig. 2 in einem Querschnittt zeigt.
Fig. 3 zeigt die Anordnung des Magnetapparates an der Rückseite eines Herdes und die Durchführung der Welle des Magnetapparates nach dem vorderen Schaltbrett für die Gashähne.
Fig. 4 zeigt im Grundriss einen Gasherd mit vier Brennstellen und einer zentral dazu angeordneten Funkenstrecke.
Fig. 5 zeigt die Anordnung eines Gasröhrchens für Rückschlagzündung zwischen Gasbrenner und der zentral angeordneten Funkenstrecke.
Fig. 6 erläutert in einer Aufrissdarstellung die Verbindung zwischen Funkenstrecke und den Röhrchen für die Rückschlagzündung.
Das Brennerhahngehäuse 1 (Fig. 1) trägt ein seitliches Abzweigrohr 2 für eine Gasnebenleitung. Am aufwärts gebogenen Ende des Rohres ist im Bereich der Gasströmung des Brennkopfes 4 eine kerzenartige Hülle 3 für die Funkenstrecke 5 (Fig. 2) angeordnet. Diese Funkenstrecke ist in bekannter Weise zwischen den Polen 6 gebildet, die in einem Isolierkörper 7 angeordnet und durch die Anschlussverschraubungen 8 mit dem Stromkreis eines Magnetapparates 9 zur Erzeugung eines Hochspannungsstromes verbunden sind. Solche Magnetapparate bestehen aus einem Permanent-Magneten und einem zwischen dessen Polen drehbar gelagertem Anker mit Hoch- und Niederspannungswicklung. Die Welle 10 (Fig. 3) des Ankers läuft in einem Handrädchen 11 aus, das neben dem Schaltgriff 12 des Gashahnes für den Brenner 4 angeordnet ist. Wird dieses Handrädchen 11 ruckweise gedreht, so werden im Anker des Magnetapparates 9 Hochspannungsimpulse und zwischen den Polen 6 der Funkenstrecke Zündfunken erzeugt. Wenn vorher der Gashahn 12 geöffnet war und dadurch Gas in die Abzweigleitung 2 gelangt war, so entsteht vor der Düse 2a (Fig. 2) der Gasleitung 2 eine Zündflamme, an der der Brenner 4 sich entzünden kann, wenn zu dem Zweck durch weiteres Öffnen des Gashahnes Gas zugeführt wird.
Bei dem Herd nach Fig. 4 sind die vier Brennstellen 4a, 4b, 4c und 4d mit einer zentral angeordneten Zündkerze 13 mit Funkenstrecke 5 (vgl. Fig. 2) durch Röhrchen 15 verbunden, die von einem die Zündkerze 13 tragenden Rohrkreuz 14 unterhalb der Kochherdplatte 16 ausgehen und im Bereich der Gasströmung eines jeden der Brennerköpfe 4a, 4b, 4c und 4d enden. Wird der Gashahn einer Brennstelle geöffnet, so strömt aus dem betreffenden Brennerkopf Gas in das zugehörige Röhrchen 15 und kann sich an der Kerze entzünden, wenn zu dem Zweck das Handrädchen 11 des Magnetapparates 9 ruckweise gedreht wird. Durch Rückschlag entzünden sich dann die Flammen des in Tätigkeit gesetzten Brennerkopfes.
Claims (4)
1) Elektrische Zündvorrichtung für Gasbrenner, insbesondere für Kochzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zündfunken mittels eines Hochspannungsstromes erzeugt wird, für den die Funkenstrecke (5) im Bereich der Gasströmung des Brennerkopfes (4) und ein Handrades (11) der Welle (10) eines Magnetapparates (9) zur Erzeugung des Hochspannungsstromes neben dem Schaltgriff (12) des Gashahnes (1) angeordnet ist.
2) Elektrische Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Funkenstrecke (5) vom Gashahn (1) eine besondere im Bereich der Funkenstrecke (5) endende Gasleitung (2) derart abgezweigt ist, dass in diese im ersten Teil der Drehbewegung des Gashahnkükens Gas eintritt, während sie im weiteren Verlauf der Öffnungsbewegung des Gashahnes wieder gesperrt wird.
3) Elektrische Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Drehbereiche des Gashahnes (1) für die Zündflamme und den Brennerkopf durch einen nachgiebigen Anschlag unterschieden sind.
4) Elektrische Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Anzahl von Brennerköpfen (4a, 4b, 4c, 4d) eine Funkenstrecke (5) zentral zu den letzteren angeordnet ist, und dass zwischen den einzelnen Brennerköpfen und der zentralen Funkenstrecke Gasleitungsröhrchen (15) für Rückschlagzündungen vorgesehen sind.
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