DEM0016931MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEM0016931MA
DEM0016931MA DEM0016931MA DE M0016931M A DEM0016931M A DE M0016931MA DE M0016931M A DEM0016931M A DE M0016931MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbamic acid
methyl
phenyl ester
hexachlorocyclohexane
ester
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag-der Anmeldung: 9. Januar 1953 Bekanntgeraiacht am 18. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Hauptpatentanmeldung M 16360 IV a/45 1 ist ein Insektizid, das durch einen Gehalt an N, N- Dimethyl - carbaminsäure - phenylester gekennzeichnet ist. Der genannte Ester hat insbesondere die Eigenschaft, die Wirkung anderer Insektizide, speziell der modernen Kontaktinsektizide, zu verstärken, so daß er am besten zusammen mit diesen angewendet wird. Für die Praxis von besonderer Bedeutung ist die Wirkung des N, N-Dimethyl- carbaminsäurephenylesters gegenüber Insektenstämmen, die relativ unempfindlich gegen Kontaktinsektizide, z. B. Dichlordiphenyl-trichloräthan oder Hexachlorcyclohexan sind (resistente Stämme). ·
Bei der weiteren Bearbeitung dieser Erfindung wurde erkannt, daß auch das N-Monomethylderivat in gleicher Weise wie das entsprechende Dimethylderivat der Hauptpatentanmeldung wirkt und angewendet werden kann.
Demgemäß betrifft vorliegende Erfindung ein Insektizid mit einem Gehalt an N-Methyl-carbaminsäure-phenylester. Vorzugsweise soll es die genannte Substanz neben anderen an sich bekannten kontaktinsektizid wirksamen Stoffen, ζ. B. Dichlor-diphenyltrichloräthan oder Hexachlorcyclohexan, speziell gamma-Hexachlorcyclohexan, enthalten. Die Schädlingsbekämpfungsmittel nach der Erfindung lassen sich in allen gebräuchlichen Formen, z. B. als Spritzmittelin wäßriger Emulsion, als Nebel durch Verdüsen einer geeigneten Lösung, als Pulver mit und ohne Trägerstoff oder ■ als Räuchermittel, anwenden. Zur
609 658/463
M 16931 IVa/451
Herstellung der gebrauchsfertigen Mittel sind die üblichen Verfahren und Zusatzstoffe (wie z. B. inerte oder wirksame feste oder flüssige verstäubbare, vergasbare und Verdüsbare Füllstoffe oder Lösungs-
mittel, Emulgatoren, Netz- und Bindemittel, orga-. nische Lösungsmittel,, zu. Flüssigkeiten komprimierte Gase, Rauch- und Nebelentwickler, Färb- und Geruchsstoffe usw.) anzuwenden.
Der N - Methyl - carbaminsäure - phenylester kann
ίο leicht analog üblicher Verfahren zur Herstellung N-methylierter Carbaminsäureester gewonnen werden, z. B. durch Umsetzung von ι Mol Chlorameisensäurephenylester mit 2 Molen wäßriger Methylaminlösung oder mit ι Mol wäßriger Methyläminlösung und ι Mol Alkali. Dieselbe Reaktion kann auch in indifferenten Lösungsmitteln wie Benzol oder Toluol· durchgeführt werden. Das gewünschte-'Produkt ist ebenso leichterhältlich durch Umsetzung von 1 Mol Methylharnstoffchlorid mit ι Mol Phenol in Benzol unter Zusatz der äquivalenten Menge Alkali oder durch Umsetzung von ι Mol Methylisocyanat mit 1 Mol Phenol. Eine bewährte Hersteilungsvorschrift, für die im Rahmen des vorliegenden Patents kein Schutz begehrt wird, sei in folgendem Beispiel gegeben: V .'·■■■/■.;'
Zu 37,5 g Chlorameisensäurephenylester werden ·. unter Rühren bei etwa .20° Innentemperatur 50 ecm 33°/0ige wäßrige Methyläminlösung getropft. Anschlie-·:-, ßend wird noch einige Zeit weitergerührt. Die abge-' schiedene, kristalline Substanz wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und aus" Benzol—Petröläther. umkristallisiert. Sie schmilzt bei 86°. Die, Ausbeute, beträgt 31,5 g = 87% der Theorie.
Der N-Methyl-carbaminsäure-phenylester ist in den meisten organischen Lösungsmitteln löslich; er läßt
sich aus Wasser umkristailisreren. Der' Schmelzpunkt der reinen Substanz liegt bei 86°, der Kochpunkt unter 12 mm Hg liegt bei 148 bis 1500. Der im Vergleich zum Dimethylester höhere Schmelzpunkt bringt bei der Verarbeitung auf feste Anwendungsformen (z.B. Tabletten, Stäubemittel) den-Vorteil, nicht schmierende und auch bei höherer Temperatur lagerbeständige Erzeugnisse zu liefern. Dies' ist insbesondere für die Herstellung von Mischpräparaten mit anderen Kontaktinsektiziden wichtig. So hat
z. B. das Gemisch gleicher Teile Hexachlorcyclohexan und N, N-Dimethyl-carbaminsäure-phenylester einen Schmelzpunkt von 30°, das Gemisch aus Hexachlorcyclohexan und N-Methyl-carbaminsäure-phenylester einen solchen von 69°. .
Die erfindungsgemäßen Mittel zeichnen sich durch besonders große Schnelligkeit der Wirkung aus. Die hervorragende Wirksamkeit von N-Methyl-carbaminsäure-phenylester für sich allein und in Kombination mit gamma-Hexachlorcyclohexan geht aus folgenden . Versuchen an Stubenfliegen (Musca domestica) hervor.
Versuch ι —Petrischalentest
Die angegebenen Mengen an Insektizid (der N-Methyl-carbaminsäure-phenylester ist als »Ester«· bezeichnet) wurden in Acetonlösung auf Filtrierpapierblätter von 65 cm2 Fläche gebracht, das Lösungsmittel verdampft und das Filtrierpapier in eine Petrischale gelegt.· Jeweils zehn Fliegen normaler Insektizidr
empfindlichkeit -wurden- hinzugesetzt, Tind:; die*" Zahl"'" der toten Versuchstiere nach 30 Minuten, 1 Stunde 65 bzw. 3 Stunden festgestellt. Das arithmetische Mittel aus fünf in gleicher Weise durchgeführten Versuchen wurde ge wertet.
Dosierung -f- »Ester1«·-> ,. ... , - 0 /„-Mortalität , ι ■.'..Γ
gamma- Stein.
Hexachlor 20 mg 30 Min. ι Std. I 3 100
cyclohexan 0 80 90
I5mg 15 60 100
20 mg 10 mg 40 100 100
5 mg 5-mg ·; 40 100 100
ίο mg . mg- " ,30 \ 100 100
.·'■ ,!5HIg-. Ö 15 85
-.· — ·'■· ■■ 1.5 mg 0 55 100
2,0 mg 1,0 mg IO 80 100
o,5 mg 0,5 mg 20 60 100
ΐ,ο mg - IO 80
1,5 mg
Die Versuche zeigen, daß N-Methyl-carbaminsäurephenylester allein oder im Gemisch mit gamma-Hexachlorcyclohexan stärker wirkt als eine gleiche Menge gamma-Hexachlorcyclohexan.
''■ ■■ · ;.',■' i go
' ·■"■- Versuch 2 — Verräücherung
Die angegebene Konzentration des Insektizids wurde durch Verräuchern entsprechender Substanzmengen hergestellt und je fünfzig Fliegen eines Stammes herabgesetzter Insektizidempfindlichkeit ι Stunde in dem verräucherten Räum gehalten.
Substanzmenj je pro cbm "/„-Mortalität nach 54
76
24 Sldn.
gamma-
Hexachlor- -
cyclohexan
- »Ester« 52
84
64
76
/.,:.:,:iI2 mg : .:
6 mg
6 mg
Auch dieser Versuch zeigt die Überlegenheit eines Gemisches von N-Methyl-carbaminsäure-phenylester mit gamma-Hexachlorcyclohexan gegenüber reinem gamma-Hexachlorcyclohexan.
Versuch 3 — Dauerwirkung
Petrischalentest wie Versuch 1. Die mit i mg Insektizid präparierten Filtrierpapiere wurden auf ihre Wirkung gegenüber Stubenfliegen normaler Insektizid- : empfindlichkeit sofort und nach 7tägiger Lagerung bei Zimmertemperatur geprüft. Es wurde die ''/„-Mortalität nach 2 Stunden festgestellt:
je ι mg Insektizid
Ester
gamma-Hexächlorcyclo-■·. hexan
"/„-Mortalität sofort nach 7 Tagen
100
100
55
658/463
M 16931 IVa/451
Man sieht, daß der «Ester« während der Lagerung nicht an Wirksamkeit eingebüßt hat.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Insektenbekämpfungsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an N-Methyl-carbaminsäurephenylester.
2. Insektenbekämpfungsmittel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als wirksamer Bestandteil N-Methyl-carbaminsäure-phenylester neben anderen an sich bekannten kontaktmsektizid wirksamen Stoffen vorhanden ist.
3. Insektenbekämpfungsmittel nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Wirkstoff ein Geniisch von Hexachlorcyclohexan, insbesondere gamma-Hexachlorcyclohexan, und N-Methyl-carbaminsäure-phenylester vorhanden ist.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1695269B2 (de) 2-Dialkylamino-4-pyrimidinylcarbamate, Verfahren zur Herstellung derselben sowie sie enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel
DE956638C (de) Insektenbekaempfungsmittel
DE1166790B (de) Verfahren zur Herstellung von insektizid wirksamem O, O-Dimethyl-O-(3-methyl-4-nitrophenyl)-thionophosphorsaeureester
DE1217695B (de) Insekticide Mittel mit acaricider Wirkung
DE1493646A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Cumarany-N-methylcarbaminsaeureestern
DE962124C (de) Insektenbekaempfungsmittel
DE701104C (de) Insekticides Mittel
DE1443933C2 (de) Thiocyano-phenyl-isothiocyanate und ihre Verwendung als Schädlingsbekämpfungsmittel
DD160270A5 (de) Zusammensetzung zur bekaempfung von warmbluetigem ungeziefer
DEM0016931MA (de)
DE2061133A1 (de) Pestizide Verbindung,Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung
DE1910588C3 (de) N-Methyl-0-(2-äthylmercapto-methyl-) phenyl-carbamin-säureester, Verfahren zu seiner Herstellung sowie seine Verwendung als Insektizid
DE1165338B (de) Insektizide Mittel
DE1161078B (de) Mittel zur Bekaempfung von Insekten, Spinnen und Milben, deren Eiern und von Pilzen
DE1046045B (de) Verfahren zur Herstellung einer neuen organischen Phosphorverbindung
DE2141227A1 (de) Carbamoyloximverbindungen sowie deren Verwendung
DE1643996A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines 3-Isopropyl-4-methylphenyl-N-methylcarbamats
DE1792686C (de) Verwendung von 4-Thiocyano-phenylisothiocyanat als Insektizid oder Ovizid. Ausscheidung aus: 1443933
DE1793434A1 (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE1801279C (de) 2 Methyl 5 sek bzw tert butyl phenyl N methylcarbamat und ihre Verwen dung als Insektizide
DE2027058C3 (de) N-acylierte Carbamate, Verfahren zur Herstellung derselben und diese Verbindungen enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel
DE1542662C (de) Eckige Klammer auf 2-Methyl-chinolyl-(8) eckige Klammer zu -N-methylcarbaminsäureester, seine Salze und seine Verwendung
DE1493646C (de) Cumaranyl-N-methyl-carbaminsäureester und Verfahren zu deren Herstellung
DE970347C (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel mit hoher Initialwirkung
DE1002341B (de) Verfahren zur Herstellung halogenierter Bicyclo-[2,2,1]-heptene-(2)