DEM0017339MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. Februar 1953 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen derVerbrennungsrüdkstände
aus Dampfkesselfeuerungen auf pneumatischem Wege.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, die gesamte in einem Kessel, einem Ofen u. dgl. anfallende
Asche, d. h. die teigig und. sehr oft auch großstückig anfallende Schlacke der Brennkammer
und die Flugasche gemeinsam auf pneumatischem
ίο Wege zu entfernen. Die pneumatische Förderung
dieser Sahladken- und Aschenarien setzt aber
voraus, daß sie vorher völlig oder nahezu ganz trocken sind, damit sie die pneumatische Fördervorrichtung
nicht verstopfen.
Die Erfindung setzt sich weiterhin zur Aufgabe, ein Verfahren zu schaffen, das einfach und: betriebssicher
arbeitet und sich wirtschaftlich vorteilhaft und ohne schwierige Wartung durchführen läßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung ein Verfahren vor, dessen erfinderische Kennzeichen
darin bestehen, daß die aus dem Brennraum anfallende,
in bekannter Weise durch Wasser abgeschreckte und mechanisch entwässerte Schlacke
durch Rauchgase vorgetrocknet, sodann fein gebrochen und darauf mit heißer, trockener Asche
oder Flugstaub vermischt und das so entstehende Gemisch durch eine pneumatische Förderanlage bekannter
Art abgeführt wird.
Das Verfahren gemäß der Erfindung bedient sich bei dem Abschrecken der aus dem Brennraum des
Dampfkessels oder des Ofens anfallenden teigigen oder grobstückigen Schlacke bekannterweise eines
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Wasserbades, in welchem ein endloses Kratzerband umläuft und die im Wasser gekühlte Schlacke
mechanisch abführt, wobei sie auch gleichzeitig -'- entwässert wird;
§ Das Verfahren gemäß der Erfindung kennzeichnet
sich darin, daß' das Gemisch von vorgetrockneter und fein zerbrochener .Schlacke und heißer,
trockener Asche durch Rauchgase nachgetrocknet wird.
ίο Die Erfindung sieht ferner vor, daß die Rauchgase
zum Trocknen gleichzeitig zum Fördern der trockenen Asche zur Mischvorrichtung verwendet
werden.
Die Erfindung sieht ferner eine Vorrichtung zum Durchführen der v vorher beschriebenen Verfahren
vor, welche sich der', Erfindung gemäß dadurch
kennzeichnet, daß ein vom Brennräum des Dampfkessels aus mit Schlacke beschickbares, von einem
endlosen Kratzerband bekannter Art durchzogenes Wasserbad vorgesehen ist, an das ein aufwärts gerichteter,
mit Rauchgasen im Gegenstrom beschickbarer kanalartiger Teil, in dem die Kratzer das
Schlackenwasser abladen, sowie ein diesem nachgeschalteter Schlackenbrecher mit einer Misch-
Schnecke angeschlossen ist, die «ine pneumatische
■'■-■■ Fördervorri'dhtung-beliefert, und daß die Mischschnecke
mit einer Zuteilvorrichtung versehen ist, welche der Schnecke heiße, feinkörnige Asche oder
Flugstaub zumischt.
Die Erfindung sieht ferner bei der vorher beschriebenen
Vorrichtung vor, daß zwischen die Zumischstelle und1'die pneumatische Fördervorrichtung
eine mit heißen Rauchgasen belieferte Trockenvorrichtung mit Verteilern geschaltet ist.
.35 Die Erfindung sieht ferner vor, daß an das Austragsende der Mischschnecke eine Abzugsvorrichtung
für das aus den zum Trocknen verwendeten Rauchgasen und dem beim Trocknen entstehenden
Wasserdampf und Resten der Flugasche bestehende Gemisch an eine unter Unterdruck stehende Stelle
der Anlage, z.B. denpBrennräum, angeschlossen ist.
In der Zeichnung ist eine gemäß der Erfindung
durchgebildete Zubereitungsvorriohtung schematisdh
dargestellt, mit welcher das Verfahren gemaß der Erfindung durchführbar ist.
In Fig. ι und 2 ist eine Anlage dargestellt, in welcher die aus dem Brennraum stammende
Schlacke zur Förderung auf pneumatischem Wege zubereitet wird1, und zwar ist
Fig. ι ein Schnitt: nach der Linie I-I der Fig. 2
■.si und ■ ": . ■· ■
Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie II-II der
Fig. ι;
Fig. 3 zeigt verkleinert und schematisch die in Fig. ι und 2 dargestellte Anlage an einem Dampf-
: kessel; sie läßt die Verbindung zwischen der Feuerungsanlage und den übrigen Teilen des
Kessels erkennen. .-■ .
Unterhalb des Feuerungsraumes 1 einer Feuerungsanlage
für einen Dampfkessel ist ein Wasserbad angeordnet, das in bekannter Weise aus einem
wassergefüllten Behälter 2 besteht. In diesem Wasserbad wirdrdie' aus dem Feuerraum. 1
kommende Schlacke abgeschreckt und zerspringt in ;
kleine und mittelgroße Teile. Ein über Rollen 3 geleitetes endloses Kratzerband 4 mit Kratzern 5 ist
durch das Wasserbad 2 geleitet. Auf diesem Wege durch das Wasserbad nimmt das Kratzerband die
im Wasserbad befindliche mehr öder weniger großstückige Schlacke mit und fördert sie in einem an ?<>
das Wasserbad 2 angeschlossenen schräg aufwärts gerichteten kanalartigen Teil 6 nach oben
und wirft sie durch ein Rohr 7 in den Trichter einer Brecheranlage 9. In diesem wird die Schlacke
so fein zerkleinert,. wie es für eine pneumatische Förderung nötig ist. In dem kanalartigen Teil 6
stellen sich die Kratzer 5 so ein, daß das Wasser, welches in der von ihnen geförderten Schlacke vorhanden
ist, abläuft und wieder in das Wasserbad 2 zurückfließt. Durch ein in das Schüttrohr 7 mündendes
Rohr 10 werden heiße Rauchgase eingeführt und im Gegenstrom in Richtung des eingezeichneten
Pfeiles durch den kanalartigen Teil 6 hindurch und am Ende der Steilstreoke über den
Wasserspiegel des Wasserbades 2 hinweg wieder abgeführt. Durch diese im Gegenstrom fließenden
Rauchgase wird die von den Kratzern 5 mit hochgenommene Schlacke schon in beträchtlichem Maße
vorgetrocknet, so· daß die Schlacke durch den'
Schütttrichter 7 schon in ziemlich trockenem Zustand in die Brecheranlage 9 hineingelangt. Die
Brecheranlage 9 gibt durch einen Trichter 12 die zerkleinerte Schlacke in das Gehäuse 13 einer
Mischschnecke 14.
Das endlose Kratzenband 4 Und die Brecheranlage
haben einen gemeinsamein Antrieb durch einen Elektromotor 15 (s. Fig. 1). Die Mischschnecke
14 erhält ihren Antrieb durch einen in Fig. ι ersichtlichen Elektromotor 16. Die Schnecke
fördert die aus dem Brecher 9 kommende Schlacke in Richtung des eingezeichneten Pfeiles. 17 ist ein
kastenartiger Aufsatz.-In ihn mündet eine Leitung 18, die heiße Flugasche in den Aufsatz liefert. Im
Aufsatz trennt sich die Flugasche von ihrem Trägergas, das durch eine Leitung 20 den Trockenstellen
zuströmt. Die Flugasche wird von einem Zuteiler 19 in das Gehäuse 13 der Mischschnecke
14 gegeben. Im Mischschneckengehäuse 13 mischen sich also die aus dem Brecher kommende fein zerkleinerte
Schlacke und die aus dem Kasten 17 kommende heiße Flugasche oder der heiße Flugstaub
miteinander. Durch das innige Vermischen der zugeleiteten heißen Flugasche und der ·■ zerkleinerten
Schlacke in der Mischschnecke 14 verliert die Schlacke durch mechanisches Trocknen
weitere Feuchitigkeitsmengen. Der sich'dabei entwickelnde
Dampf muß zusammen mit den Rauchgasen und auch mit den Resten der Flugasche abgeführt
werden, insbesondere schon deshalb, damit die feinsten Ascheteilchen, die in dem Gasdampfgemisch
suspensiert sind, den umliegenden Raum und die darin beschäftigten Menschen nicht stören.
Dazu ist in Richtung des Austragendes der Mischschnecke 14 eine Blechlhaube 2$α mit einer Leitung
24 vorgesehen. Die Leitung 24 ist an eine unter Unterdruck stehende Stelle der Kesselanlage an-
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geschlossen, "ζ. B. an den Brennraum ι und den
Rauchgaskanal.
Sollte jedoch die Schlacke noch nicht in dem Maße getrocknet sein wie es für die nun nachfolgende
pneumatische Förderung und. Ableitung der Schlacke und Asche erforderlich ist, so1 ist an
das Schneckengehäuse 13 eine Nachtrocknungsanlage 21 angeschlossen, die mit heißen Rauchgasen,
einem Teilstrom der Trägergase aus der Leitung 20, über eine Leitung 22 beschickt wird.
An die Leitung 22 ist ein Verteiler 23 angeschlossen. Er verteilt die Rauchgase über die
ganze Länge der Nachtrocknungsanlage 21. Der sich bei dieser Nachtrocknung bildende Dampf
wird über eine Leitung 24 ebenfalls in den Feuerungsraum ι der Anlage zurückgeleitet. Das nunmehr
vollkommen trockene Gemisch aus Flugasche und zerkleinerter Schlacke gelangt schließlich in
einen Drudkförderer 25 bekannter Art und wird durch diesen weitergefördert.
Beschreibung der Anlage nach Fig. 3: Gleiche
Bezugszeidhen der Fig. 3 bedeuten die gleichen Teile, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt und beschrieben
sind.
An den zweiten Zug 25 der Feuerungsanlage ist ein Aschetrichter 26 mit einem Entleerungsapparat
27 angeordnet. Der Rauchgaskanal 28 führt zum Entstauber 29, der mit Sammeltaschen 30, 31 und
32 ausgerüstet ist. An diese Sammeltaschen ist je ein Entleerungsapparat 33, 34, 35 angeschlossen.
Das an den Entstauber 29 angeschlossene Rauchgasgebläse 36 liefert das Fördergas, es wird über
Leitungen 37 an die Entleerungsapparate 33, 34, 35 und über eine Leitung 38 an den Entleerungsapparat
27 abgeben. Bei der geringen Entfernung zwischen dem Entstauber 29, dem zweiten Kesselzug
25 und dem Sammelkasten 17 reicht der Druck des Rauchgasgebläses 26 zum Fördern des Staubes
aus den Taschen 30, 31 und 32 völlig aus. Die oben aus dem Sammelkasten 17 austretenden Rauchgase
werden danach bei 10 und 22 dem Kratzer, der Schnecke und der Nachtroicknungsanlage 21 über
den Verteiler 23 für die Trocknung der Schlacke und des Schlackenascihengemisdh.es zugeführt.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zum Entfernen der Verbrennungsrückstände aus Dampfkesselfeuerungen auf pneumatischem Wege, bei dem die aus dem Brennraum anfallende, durch Wasser abgeschreckte Schlacke mechanisch entwässert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlacke durch Rauchgas vorgetrocknet, sodann fein gebrochen, darauf mit heißer, trockener Asche oder Flugstaub vermischt und das so entstehende Gemisch durch eine pneumatische Förderanlage bekannter Art abgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch von vorgetrockneter und fein zerbrochener Schlacke und heißer, trockener Asche durch Rauchgase nachgetrocknet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rauchgase zum Trocknen zugleich zum Fördern der trockenen Asche zur Mischvorrichtung verwendet werden.
- 4. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Brennraum (1) des Dampfkessels aus mit Schlacke beschickbares, von einem endlosen Kratzerband (4, 5) bekannter Art durchzogenes Wasserbad (2) vorgesehen ist, an das ein aufwärts gerichteter, mit Rauchgasen im Gegenstrom beschickbarer kanalartiger Teil (6), in dem die Kratzer (5) das Schlackenwasser abladen, sowie ein diesem nachgeschalteter Schlackenbrecher (9) mit einer Mischschnecke (14) angeschlossen ist, die eine pneumatische Fördervorrichtung (25) beliefert, und daß die Mischschnecke mit einer Zuteilvorrichtung (19) versehen ist, welche der Schnecke (14) heiße, feinkörnige Asche oder Flugstaub zumisoht.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Zumischstelle und die pneumatische Fördervorrichtung (25) eine mit heißen Rauchgasen belieferte Trocken- ■ vorrichtung (21) mit Verteilern (23) geschaltet ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, da- g0 'durch gekennzeichnet, daß an das Austragsende der Mischschnecke (14) eine Abzugsvorrichtung (23a, 24) für das aus den zum Trocknen verwendeten Rauchgasen und dem beim Trocknen entstehenden Wasserdampf und Resten der Flugasche bestehende Gemisch an eine unter Unterdruck stehende Stelle der Anlage, z. B. den Brennraum, angeschlossen ist.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 426 704, 357 696, 34O-Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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