DEM0022491MA - - Google Patents

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DEM0022491MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. März 1954 Bekanntgemacht am 22. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
M 22491 XH/81 c
Verpackungsgefäß
Die Erfindung bezieht sich auf Verpackungsgefäße, bei denen zum Schutz des Füllgutes metallene oder Kunststoffauskleidungen verwendet werden, beispielsweise aus Aluminium, V2a-Stahl oder einem sonst geeigneten korrosionsbeständigen oder geschmacksunempfindlichen Werkstoff.
Im Hinblick auf die sehr teure Ausführung von metallenen Verpackungsgefäßen ohne schützenden Außenmantel werden bekanntlich die Gefäße aus eklem billigeren .Werkstoff hergestellt und dann mit einer schützenden Auskleidung, nämlich in Gestalt einer Metallfolie oder Kunststoffolie versehen. Bei den bekannten Gefäßen dieser Art wird die Auskleidung vorzugsweise in Form von Metalloder Kunststoffolien teils nachträglich eingebracht und1 entsprechend befestigt, oder aber Mantel und Boden werden jeweils mit gesonderten Folien versehen,, die dann bei der Befestigung der Böden mit erfaßt und somit gehaltert sind.
Es hat sich gezeigt, daß bei der Wahl einer zu dünnen Wandstärke für die Auskleidungsfolie Beschädigungen auftreten, die dann zur Folge haben, daß das Füllgut mit dem nicht korrosionsbeständigen Außenmantel des Gefäßes in Berührung kommt. Hierbei treten vorzeitige Zerstörungen am Gefäß auf, abgesehen von dem Verlust des wertvollen Füllgutes, der durch Korroeionsbeeinträchtigung oder durch Auslaufen entstehen kann. Weiterhin hat sich erwiesen, daß die Herstellung der Gefäße durch Einbringen der dünnwandigen Auskleidung in fertig vorgearbeitete Behältnisse oder fertig vorgearbeitete Mäntel zu umständlich und kostspielig ist. Es fehlt auch die absolute Kontrolle über die Dichtheit der Schutzfolie. Ein
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großer Nachteil besteht bei den bekannten Behältern, darin-, daß die Metallauskleidung vielfach nicht dicht am Außenmantel anliegt und damit die innere Beanspruchung voll aufnehmen muß. Hierin ist eine der wesentlichsten Ursachen der vorzeitigen Zerstörungen zu suchen.
Ein wesentlichen Nachteil wird bei den bekannten Behältern der beschriebenen. Art darin, erblickt, daß die Verbindung zwischen Boden und. Mantel
ίο durch einfache Verfalzung infolge des zur Verwendung gelangenden spröden Materials für den Außenmantel nicht möglich ist, oder aber daß verformbaren: teurer Werkstoff zur Anwendung gelangen muß, um eine- dichte Falzverbindung zu er-
reichen. .-·-, · ■ . ·
Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung
beseitigt. "·■' " "'" "'" ' '■■■.■" "■'
: Die Erfindung geht von den bekannten Verpackungsgefäßen aus, bei denen dünnwandige, vorzugsweise sich selbst tragende Metallmantel, beispielsweise aus Aluminium oder V2a-Stahl, mit einem billig herzustellenden Schutzmantel aus Pappe umwickelt werden. Dies erfolgt dergestalt, daß der sich infolge seiner entsprechenden Wandstärke noch selbst tragende Metallmantel vom Tragdorn einer Wickelmaschine voll aufgenommen und danach die Papierlagen schließend anliegend aufgewickelt werden, und zwar in einer Stärke, die ausreicht, um die den jeweiligen Verwendungszwecken, entsprechenden Beanspruchungen aufnehmen zu können.
Bei der so erreichten Stabilität des . Außenmantel s kann daher auch die Wandstärke des Innenmantels auf ein Kleinstmaß gehalten werden, was wiederum eine erhebliche Ersparnis an Kosten . für das wertvolle Material erbringt. Eine Verbindung zwischen dem inneren Metallmantel und dem äußeren Schutzmantel aus Pappe wird vorzugsweise vermieden, so- daß die Metallauskleidung bei auftretenden Ausdehnungsschwankungen sich frei bewegen kann und damit Zerstörungen durch zu hohe Dehnungsbeanspruchungen infolge der verschiedenartigen Ausdehnungskoeffizienten von Außen- und Innenmantel· nicht eintreten.
Gemäß der Erfindung wird der selbsttragende ■ Innenmantel in Richtung der Längsachse des Gefäßes nach beiden Seiten über den Außenmantel um ein Ausmaß vorstehend oder hinausragend gehalten, das für eine Falzverbindung mit den Endverschlußteilen des Gefäßes ausreichend ist. Dadurch ist es möglich, den Bodenrand bzw. den Rand der Endverschlußteile unmittelbar mit dem Innenmantel dicht zu verfalzen, wobei die Falzverbindung an. den Stirnflächen des Außenmantels geschützt liegt. Zur Sicherung der Falzverbindung kann dann noch ein zwischen dieser und dem Außenmantel gehaltener Schutzring vorgesehen werden.
Diese Verbindung eignet sich besonders für solche Gefäße, bei welchen der Außenmantel aus sprödem Werkstoff besteht oder so stark gehalten ist, daß seine unmittelbare Verformung zu einer Falzverbindung mit dem Boden nicht möglich ist.
Es besteht,damit auch der Vorzug, daß unabhängig '' von der dichtenden Verbindung zwischen Boden und Innenmantel die Stärke des aus Wickelpappe bestehenden Außenmantels gewählt werden kann, je nach den bestehenden Anforderungen an das Gefäß. Andererseits ermöglicht der überstehende Rand des dünnwandigen Innenmantels eine Falzverbindung· zwischen Boden, und Außenmantel, auch durch Mitverformung des ' äußeren Gefäßmantelrandes. Hierbei wird der äußere Gefäßmantelrand von dem überstehenden inneren Behälterrand von innen nach außen umschlossen, und in dieser Umschließung wird dann die Falzverbindung zwischen Boden und Außenmantel durchgeführt, ohne daß Bruchgefahr für den, zu verfqrmenden Außenmantel rand besteht, nachdem dieser von dein Innenmantel irii zu verformenden Teil umschlossen und gestützt wird. Es ist verständlich, daß diese Verbindungsform nur auf eine beschränkte Wandstärke des Außenmantels Anwendung finden kann.
Die Erfindung setzt voraus, daß die Gefäßböden bzw. Endverschlußteile entweder aus demselben Material bestehen, aus welchem der Innenmantel gefertigt ist, oder aber daß sie aus wenig wertvollem Material gefertigt' sind und mit einer dem Innenmantel entsprechenden Schutzfolie abgedeckt werden, die dann bei der Verbindung zwischen Mantel und Boden'ebenfalls ihren. Halt findet.
Die gemäß der Erfindung ausgebildeten Behälter haben den Vorzug, daß sie für jede mechanische Beanspruchung hergestellt werden, können, und zwar durch die leicht zu fertigende Falzverbindung mit verminderten Kosten. ■
Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele der erfiindungsgemäßen Verpackungsgefäße.
Fig. ι zeigt einen Teil quer schnitt durch den oberen Rand des Gefäßmantels, mit dem inneren Metallmantel 1 und dem äußeren Pappmantel 2.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den oberen , Rand eines Behälters nach vollzogener Verbindung , des Verschluß deckels 3 mit dem Gefäßmantel 1, 2 durch einen Rollfalz 4. Der Verschluß deckel 3 ist in diesem Fall aus gleichem Werkstoff erstellt wie der Innenmantel 1. Es ist zu erkennen, daß der innere Mantel 1 den Rand des Außenm antes 2 völlig umschließt und daß der Rand des Verschlußdeckels 3 diese Umschließung' umfaßt. Damit erhält der Rand des Außenmantels 2 eine solche Stütze, die ausreicht, um ihn bei der Verformung gegen Bruch zu sichern.
Fig. 3 zeigt den Querschnitt durch den Rand eines Behälters mit ganz abnehmbarem Deckel 11, der vermittels des Spannringes 12 über die Dichtung 13 auf den Gefäßmantelkopf 5 dicht schließend angezogen wird. Hierbei bildet der nach außen gezogene Rollfalz 5 gleichzeitig das Ringwiderlager und das Dichtungswiderlager und erbringt die Kopfbefestigung des Innenmantels 1, der den als Kopfringwiderlager ausgebildeten Rollfalz 5 vollständig umschließt, In diesem Fall wird der Innenmantel 1 einerseits durch den Bodenroll-
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falz und andererseits durch den Deckelrollfalz gehalten. Durch dieses Anwendungsbeispiel ist gezeigt, daJß die Erfindung auch bei Gefäßen mit ganz abnehmbarem Deckel sich vorteilhaft auswirkt.
Fig. 4 .zeigt den Teilquerschnitt und Fig. 5 den Teillängsschnitt durch ein Verpackungsgefäß gemäß der Erfindung, bei welchem die Falzverbindung zwischen Endverschlußteil 6 und Innemmariitel 1 unter Einschluß der Schutzfolie 9 des Endverschlußteiles 6 unmittelbar erfolgt:. Aus der Darstellung nach Fig. 4 ist zu ersehen, wie sich der zu verfalzende Randteil 7 des Endverschlußteiles 6 auf den nach außen ragenden Bordflansch des über den Außenmantel 2 hinausragenden Teiles 8 des Innenmantels auflegt. Es ist dies der Zustand vor der Durchführung der Falzverbindung.
Fig. 5 zeigt danach die fertige Falzverbindung 10, die im Schutz des äußeren Mantels 2 liegt und die gegebenenfalls noch durch den. Schutzring 14 umschlossen sein kann. Hierbei erfolgt die Halterung des Schutz- und Verstärkungsringes 14 dadurch, daß dieser an den Behälterenden die Verfalzungen 10 zwischen Endverschlußteilen 9 und Innenmantel 1 umgreift.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verpackungsgefäß, bei dem auf einem inneren, dünnwandigen Zylinder aus Metall oder Kunststoff ein nicht metallener Mantel, z. B. aus Pappe oder Papier, in einzelnen Lagen unter Fortlassung von Verbindungsmitteln dicht anliegend aufgewickelt ist, dadurch ge:- kennzeichnet, daß der selbsttragende Innenmantel (1) in Richtung der Längsachse des Gefäßes nach beiden Seiten über den Außenmantel (2) um ein Maß hinausragt, das für eine Falzverbindung (10) mit den Endverschlußteilen (6) des Gefäßes ausreichend ist.
  2. 2. Verpackungsgefäß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen die Falzverbindung (10) abdeckenden, zwischen dieser und dem Außenmantel (2) gehaltenen Schutzring (14).
  3. 3. Verpackungsgefäß nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des metallenen Innenmantels (1) mit dem nicht metallenen Außenmantel (2) durch ihre Verfalzung mit dem Falz (4) des jeweiligen Verschluß deckeis (3) erfolgt und von deiren von innen nach außen verlaufenden, an der Stirnfläche des Außenmantels (2) anliegenden Umrollung gehalten ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 684616,
    USA.-Patentschrift Nr. 2 349 730;
    britische Patentschrift Nr. 614397.
    391;
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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