DEN0001466MA - Verfahren zum Schleudern von Rohren aus säurebeständigem Siliciumguß - Google Patents

Verfahren zum Schleudern von Rohren aus säurebeständigem Siliciumguß

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DEN0001466MA
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silicon
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English (en)
Inventor
Heinz Dr.-Ing. Erkrath bei Düsseldorf Neuhauß
Original Assignee
Guronit-Gesellschaft für nichtrostenden Guß, Nachfolger Bernhard Verwoort, Düsseldorf
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Description

Es ist bekannt, dass säurebeständiger Siliziumguss von über 6% Si, besonders bei Gehalten von 12 - 18% Si, beim Giessen zähflüssig ist und im kalten Zustand eine hohe Sprödigkeit besitzt. Das Verfahren nach Erfindung zur Erzeugung von geschleuderten Rohren aus Siliziumguss besteht darin, dass zunächst in die z.B. mit Sand ausgestampfte Schleudergiessform ein Rohr aus unlegiertem Gusseisen geschleudert wird. Sobald dies Gusseisenschleuderrohr innen aufgehört hat, flüssig zu sein, also zu erstarren beginnt, wird möglichst durch die gleichen vom Gusseisen aufgewärmten Giessvorrichtungen hochlegierter z.B. 12% Siliziumguss in das glühende Gusseisenrohr eingegossen.
Das Vorschleudern des äusseren Gussrohres hat den Zweck, die Giessvorrichtungen vorzuwärmen und dem hierauf einzuschleudernden Siliziumgusseisen eine glühende Kokille zu bieten, sodass das Siliziumgusseisen möglichst lange flüssig bleibt und somit möglichst lange dem hohen Schleuderdruck ausgesetzt bleibt. Es wurde nämlich festgestellt, dass der Schleuderdruck eine erhebliche Steigerung der Grafitabscheidung zur Folge hat. Diese intensive Beeinflussung des Gusses durch Druck gestattet es darum, den Siliziumguss zur Verbesserung seiner Vergiessbarkeit beim Einschmelzen mit Kohlenstoff, z.B. 2% C, zu sättigen, da man nach dem Eingiessen in die glühende Giesskokille eine durch den Schleuderdruck gesteigerte Grafitabscheidung erhält und somit dem Kohlenstoffgehalt wieder herunterdrücken kann. Der sich in grossen Mengen auf dem Innern des flüssigen Rohres aus Siliziumguss abscheidende Grafit wirkt als Wärmeisolation, so dass die Dauer des Flüssigbleibens des Siliziumgusseisens gesteigert wird, wodurch sich wiederum die Grafitabscheidung aus dem noch flüssig gebliebenen Siliziumgusseisen vergrössert.
Nach dem Erstarren erhält man ein Rohr, das aussen aus normalem Gusseisen und innen aus Siliziumguss besteht.
Die Vorteile des Verfahrens sind folgende:
Eine Vorwärmung aller Giessvorrichtungen durch Gusseisen, so dass der Prozess trotz der Zähflüssigkeit des Siliziumgusseisens gut durchführbar ist.
Durch die glühende Giesskokille wird ein längeres Flüssighalten des Siliziumgusseisens in der Schleudergiessform erzielt, so dass Zeit für die Grafitabscheidung unter dem Einfluss des Schleuderdrucks vorhanden ist.
Durch den rohen C-Gehalt wird die Vergiessbarkeit des Siliziumgusseisens verbessert. Durch den Schleuderdruck wird nach erfolgter Grafitabscheidung ein kohlenstoffarmes Endprodukt hoher Säurebeständigkeit erhalten. Der Grafitstaub im Innern des Rohres wird zum Verlängern der Flüssighaltung des Siliziumgusses ausgenutzt und damit wieder eine Steigerung der Grafitabscheidung unter der Einwirkung des Schleuderdrucks erzielt. Das Siliziumgussrohr erhält durch den Mantel aus Gusseisen einen Schutz gegen mechanische Beanspruchungen.

Claims (2)

1. Verfahren zum Schleudern von Rohren aus säurebeständigem Siliziumguss von über 6% Si, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst in die Schleudergiessform ein Rohrmantel aus unlegiertem Gusseisen geschleudert wird und hiernach auf das glühende Gussrohr Siliziumgusseisen unter Verwendung der vorher für Gusseisen gebrauchten noch warmen Giessvorrichtungen aufgeschleudert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in die Schleudergiessform gegossene Siliziumgusseisen zur Verbesserung der Vergiessbarkeit mit Kohlenstoff beim Einschmelzen gesättigt wird und dieser Kohlenstoff durch die Einwirkung des Schleuderdrucks in Form von Grafit weitgehend zur Ausscheidung gebracht wird.

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