CH276477A - Verfahren zur Herstellung von Giessformen und -kernen mit Kernstützen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Giessformen und -kernen mit Kernstützen.

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CH276477A
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Giessformen und -kernen mit Kernstützen.    Vorliegende Erfindung betrifft denjeni  gen Teil der     Giessereitechnik,    welcher sich mit  der Zubereitung von Formen und Kernen be  fasst.  



  Es war in der     Giessereitechnik    schon lange  üblich,     Metallvorrichtungen,    sog. Kernstützen,  zu verwenden, um Sandkerne und -formen zu  verstärken und um die verschiedenen Teile  von solchen Formen und Kernen zusammen  zuhalten, wenn diese aus mehr als einem ein  zelnen Teil zusammengesetzt sind. Ebenso war  es in der     Giessereiteehnik    schon lange üblich,  den Formen und Kernen eine glatte     Ober-          i'läclie    zu geben, indem man sie mit Überzugs  präparaten behandelte, welche sieh zum Teil  stark in ihren Zusammensetzungen unterschei  den, aber ihre Grundlage ist. praktisch immer  eine     Suspension    von     Kieselerdemehl    in Wasser.

    Oft wird zu einer solchen Mischung auch  Graphit. zugefügt. Diese     Überzugspräparate     enthalten also     meistens    zwei sehr feuerbestän  dige     Substanzen    und verhindern, dass der  Sand des Kernes oder der Form an das Metall  aufrittet, geben somit den     Cxussstücken    eine  bessere Oberfläche.  



  Die Kernstützen, die in der Eisengiesserei  angewendet werden, bestehen gewöhnlich aus       Stahl    mit niedrigem Kohlenstoffgehalt wegen  dessen Billigkeit und bequemen Herstellung.       Iri    der     Giessereiindustrie    kommt es oft vor,       dass        Gussstücke    so konstruiert sind, dass an  gewissen Stellen die Kernstützen in direkten  Kontakt mit dem     geselimolzenen    Eisen     zii     stehen kommen, wenn vergossen wird, wobei    es wesentlich ist, dass die Kernstütze in das       Gussstück        hineinschmilzt    und ein Ganzes mit  demselben wird.

   Beim Giessen von     Grauguss-          formlingen    ist die Giesstemperatur gewöhnlich  einige hundert Grade niedriger als der  Schmelzpunkt der     Weichstahl-Kernstützen.    Es  ist also nicht möglich, dass die Hitze des flüs  sigen     Metalles    die Kernstützen sofort schmilzt,  so dass sich diese in der ganzen Masse auflösen.  Die Aufnahme der     Weichstahl-Kernstützen    in  den     Graugussforml.ing    muss also eher durch  Diffusion als durch direktes Schmelzen er  folgen.  



  Diese Tatsache verursachte Unannehmlich  keiten an den Stellen, wo es nötig war, ein  feuerfestes     Überzugspräparat    für einen     Grau-          gussformling    zu verwenden, der mit den       Weichstahl-Kernstützen    in direkten Kontakt  kommen muss. Das Präparat fliesst dann nicht  vollständig von den Kernstützen weg, so dass,  wenn die Form ausgegossen wird, eine Schicht  von feuerfestem Präparat zwischen dem ge  schmolzenen     Grauguss    und der     Stahlkern-          stütze    bestehen bleibt.

   Diese     Schicht.    aus feuer  festem Präparat ist dünn, aber sie genügt oft,  um die durchgehende Diffusion der Stahlkern  stütze in die     Graugussmasse    zu verhindern.  Das Ergebnis ist dann ein fehlerhaftes     Guss-          stück,    welches nur durch ein Schweissverfah  ren gerettet werden kann.  



  Um diese Schwierigkeiten zu beheben, hat  man die Kernstützen vor dem Giessen von  Hand gereinigt, aber dies ist ein kostspieliges  und unzuverlässiges Verfahren. Auch das An-      bringen verschiedener Substanzen auf die  Oberfläche der Kernstütze nach dem Zusam  mensetzen der Form oder des Kernes und vor  dem Aufbringen des     überzugspräparates    ist  versucht worden, hat aber höchstens unbe  stimmte und unschlüssige Resultate gezeitigt.  Unter den Substanzen, die zu diesem Zwecke  ausgewählt wurden, sind:     Leuehtpetrol,    Vase  line, Leichtöle und     Polyvinyl-Alkohol.     



  Die oben beschriebenen Schwierigkeiten  konnten praktisch durch das einfache Hilfsmit  tel, die freie Metalloberfläche der Kernstützen  vor     idem    Anbringen eines feuerfesten Überzugs  präparates mit einer     Polyorganosiloxan-Verbin-          dung    zu überziehen, behoben werden.     Es,istvor-          zuziehen,    diejenigen     Polyorganosiloxan-Ver-          bindungen    (Silikone) zu verwenden, die eine  solche Viskosität aufweisen, die es erlaubt,  sie mit einer gewöhnlichen Spritzpistole auf  zutragen.

   Dies ist jedoch nicht wesentlich, und  die Silikone können auch aufgestrichen oder  sonst in jeder gewünschten Art aufgebracht  werden, die es ermöglicht, einen dünnen,  homogenen Überzug auf der freien Oberfläche  der Kernstütze zurückzulassen. Kernstützen,  welche so überzogen wurden, halten nichts  vom     Überzugspräparat    zurück, sondern blei  ben sauber. Deshalb trifft der geschmolzene       Grauguss    auf eine saubere     Kernstützenober-          fläche    und die Kernstütze diffundiert in den       Grauguss    hinein, bevor die     Verfestigungstem-          peratur    erreicht wird.  



  Es ist vorzuziehen, zu diesem Zwecke ein  Silikon     anzuwenden,    welches eine Viskosität  von ungefähr 350     Centistok    aufweist und  welches von der     Dow        Corning        Company    her  gestellt wird. Dieses Produkt kann jedoch von  jedem andern der im Handel erhältlichen  Silikone ersetzt werden, welches eine ähnliche  Viskosität aufweist. Während Silikone mit  einer Viskosität von etwa 350     Centistok    vorge  zogen werden, sind auch schon andere Pro  dukte mit     Viskositäten    von 100, 200 und 500       Centistok    mit Erfolg angewendet worden.

    Wenn man ein     Silikon    mit einer Viskosität von  ungefähr 350     Centistok    verwendet, so genügt  ein Pfund davon, um mehrere tausend Kern  stützen zu überziehen.    Die Silikone sollten     zweckmässigerweise    un  verdünnt verwendet werden, da alle Versuche,  die Substanz vor dem Aufbringen zu verdün  nen, unbefriedigende Resultate ergaben. Schon  eine Mischung von nur einem Teil     Leucht-          petrol    mit drei Teilen eines Silikons ergibt un  befriedigende Resultate, indem das Präparat  nur unvollständig von den gespritzten Kern  stützen wegfliesst.  



  Die     Silikone    können auf die Kernstützen  aufgetragen werden, nachdem diese in die  Form oder den Kern eingesetzt wurden; es  ist aber klar, dass die Erfindung das Über  ziehen der Kernstützen mit einer     Polyorgano-          siloxan-Verbindung    zu jeder Zeit vor dem An  bringen des feuerfesten     Cberzugspräparates     einschliesst. Beispielsweise kann man die Kern  stützen mit Silikon überziehen und sie dann  in die Form oder den Kern einbauen.  



  Die Anwendung dieses Verfahrens in einer  Giesserei hat die Anzahl der     Gussstücke,    die  geschweisst werden     mussten,    auf ungefähr die  Hälfte reduziert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Giessfor men und -kernen mit metallenen Kernstützen, dadurch gekennzeichnet, dass die freie Metall oberfläche dieser Kernstützen vor dem An bringen eines feuerfesten Überzugspräparates mit einer Polyorganosiloxan-Verbindung über zogen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Polvorgano- siloxan-Verbindung mit einer Viskosität von 100 bis 500 Centistok verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass eine Polyorgano- siloxan-Verbindung mit einer Viskosität von ungefähr 350 Centistok verwendet wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Polvorgano- siloxan-Verbindung auf die Kernstützen auf gespritzt wird.
CH276477D 1948-06-19 1949-06-18 Verfahren zur Herstellung von Giessformen und -kernen mit Kernstützen. CH276477A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2493737A1 (fr) * 1980-11-11 1982-05-14 Gevelsberger Stahlwerke H Diec Nouveau porte-noyau comportant une couche auto-adhesive sur ses surfaces de contact

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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