DEN0008035MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 14. November 1953 Bekanntgemacht am 15. März 1956
Es ist bekannt, daß in der Röntgentherapie zum Beeinflussen der Zusammensetzung der von einer
Röntgenröhre emittierten Strahlen vor derStrahlenaustrittsöffnung der Röhre angeordnete Filter verwendet
werden. Es bietet Gefahr für den Patienten, falls dieser den emittierten Strahlen ausgesetzt
wird, wenn die Anbringung des vorgeschriebenen Filters unterlassen wäre. Das Filter dient zum Absorbieren
der nur an der Oberfläche des zu bestrahlenden Gewebes wirksamen Langwellenstrahlen
im emittierten Strahlengemisch, da diese Strahlen, ohne in dem tiefer liegenden Gewebe eine Nutzwirkung
auszuüben, die Ursache davon sind, daß die zulässige Oberflächendoeis bereits überschritten
wird, bevor die gewünschte Strahlendosis in größerer Tiefe erreicht ist.
Es wurde daher an der Röntgenröhre bereits eine Schutzvorrichtung vorgesehen, die bei Abwesenheit
des vorgeschriebenen Filters verhütet, daß die Strahlenaustrittsöffnung freigegeben wird, oder die
Belastung der Röntgenröhre eingeschaltet werden kann. Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art
betätigt das Filter einen elektrischen Kontakt, und da Filter aus verschiedenem Werkstoff und von
verschiedener Stärke benutzt werden, ist für jedes Filter eine getrennte elektrische Kontaktvorrichtung
vorhanden, mittels deren z. B. eine Signallampe eingeschaltet wird oder auf andere Weise
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eine Anzeige erzielt wird, so daß das Vorhandensein des vorgeschriebenen Filters von einer von der
Röhre fernliegenden Stelle aus geprüft werden kann. Es sind daher1 ebenso viele Signalkontakte
,5: wie Filter erforderlich und außerdem ein Kontakt,
' der von jedem Filter betätigt wird und das Inwirkungtreten
der Bestrahlung verhütet, falls sich das Filter nicht vor der Strahlenaustrittsöffnung
der Röntgenröhre befindet. Mit jedem Kontakt ist
ίο ein elektrischer S.tromdraht verbunden, und diese
sämtlichen Stromdrähte stellen ein Bündel dar, welches das Arbeiten mit der Röntgenröhre, wie
deren Verstellung und Einstellung in die gewünschte Lage, erschwert. Außerdem erfordert das
Unterbringen der Kontaktorgane verhältnismäßig viel Raum, so da-ßderv Umfang einer solchen Vorrichtung
beträchtlich ist'und ihre Anbringung am Mantel der Röntgenröhre Schwierigkeiten bieten
kann.
In einer weiteren bekannten Anordnung, die mit einer Filtersicherung versehen ist, ist ein Wählorgan
vorgesehen, das ein jeweils zu benutzendes Filter anzeigt. Beim Anzeigen des erforderlichen
Filters wird durch das Wählorgan eine. Unterbrechung eines Stromkreises überbrückt. Für die
Einschaltung des Betriebsstromes ist es erforderlich, daß eine zweite Unterbrechung dieses Stromkreises
durch das gewählte Filter bei dessen Einsetzen vor der Strahlenaustrittsöffnung geschlossen
wird. Zu diesem Zweck besitzt der mit der Röhrenhaube verbundene Filterkasten eine Reihe von
Kontaktstellen, die mit Stromzuführungsdrähten verbunden sind, so daß auch mit dieser Vorrichtung
die vorher erwähnten Nachteile verknüpft sind.
Ferner ist es bekannt, die mit einer Kontaktvorrichtung
für den Glühkathoden- oder Sigrialstromkreis ausgestatteten Filter in einem Magazin anzuordnen,
das mit einer Einstellvorrichtung für die Röhrenspannung zusammenwirkt.
Die Erfindung bezweckt, die mit den bekannten Filtersicherungsvorrichtungen verbundenen Nachteile
zu vermeiden. Sie betrifft eine Vorrichtung zum Schützen des Patienten gegen unerwünschte
Röntgenstrahlen mittels eines vor der Strahlenaustrittsöffnung der Röntgenröhre angeordneten Filters,
bei der ein Wählorgan beim Anzeigen des erforderlichen Filters eine Unterbrechung eines
Stromkreises überbrückt und eine zweite Unterbrechung dieses Stromkreises durch das gewählte
Filter bei dessen Einsetzen vor der Strahlenaustrittsöffnung geschlossen wird. Gemäß der Erfindung
ist ein Vorratsraum zum Aufbewahren der verfügbaren Filter vorhanden, und es erfordert das
Inbetriebsetzen der Bestrahlung, daß die Anzeige des Wählorgans einem leeren Platz im Vorratsraum entspricht. Nach einem weiteren Kennzeichen
der Vorrichtung nach der Erfindung kann das vor der Strahlenaustrittsöffnung der Röntgenröhre angeordnete
Filter :eine Unterbrechung in einem Stromkreis zum Inwirkungsetzen der Bestrahlung
überbrücken, während es bei Entfernung aus dem Vorratsraum dieseniStromk'reis unterbricht, wobei
letztere Unterbrechung beim Anweisen dieses FiI-:;!
ters mittels des Wählers überbrückt ist. Mit der Röntgenröhre sind nur zwei Stromzuleitungsdrähte
verbunden, und die Bewegbarkeit der Röhre wird daher nicht gehindert. Es ist möglich, mehr Drähte
als vorher und daher eine größere Auswahl von Filtern zu verwenden. Auch hat die Anwesenheit
einer größeren :Filterzahl. keinen Einfluß auf die Abmessungen der am Röhrenmantel vorhandenen
Lagerung für die Filter.
Der Filterwähler und der Vorratsraum können an Stellen vorgesehen werden, die im Zusammenhang
mit der Anordnung der Einzelteile des Röntgengerätes am günstigsten liegen. Es ist vorteilhaft,
den Wähler in der Nähe des Schaltpultes anzubringen und den Vorrats raum in der Nähe der
Röntgenröhre vorzusehen, z. B. am Stativ der Röntgenröhre zu befestigen.' Der Benutzer des
Röntgenapparates kann auch angeben, welches Filter verwendet werden muß. Derjenige, der die Einstellung
der Röhre durchführt, kann auch das gewünschte Filter aus dem Vorratsraum nach der
Lagerung vor dem Strahlenaustrittsfenster überbringen. Wenn nicht das richtige Filter gewählt
ist, kann die Bestrahlung nicht erfolgen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der eine Vorrichtung nach der
Erfindung mit einem elektrischen Relais dargestellt ist, das die Einschaltung der Röhrenbelastung ermöglicht,
wenn die Bedingungen zum Schutz des Patienten erfüllt sind.
In der Figur ist schematisch der Mantel 1 der Röntgenröhre dargestellt mit dem an diesem befestigten
Konus 2, der die Lagerung 3 für ein Strahlenabsorptionsfilter enthält. Deutlichkeitshalber
ist neben der Stelle für das Filter eine Kontaktvorrichtung 4 dargestellt. Wenn kein Filter vorhanden
ist, ist der Kontakt 4 unterbrochen, und der diesen Kontakt enthaltende Stromkreis ist geöffnet.
Der feste Kontakt der Kontaktvorrichtung 4 ist mittels eines Stromdrahtes 5 mit einem Ende der
Erregerwicklung 6 eines elektromagnetischen Relais verbunden, und das andere Ende der Wicklung 6
ist mittels der Stromzuleitung 7 an die positive Klemme einer Gleichspannungsquelle 8 angeschlossen.
Diese enthält einen Transformator 9, dessen Sekundärspannung von Gleichrichtern 10 in Gleich- no
spannung umgesetzt wird. Die Minusklemme der Spannungsquelle ist geerdet.
Der bewegliche Kontakt der Kontaktvorrichtung 4 ist mittels der Leitung 11 mit mehreren in
Reihe liegenden Kontaktorganen 12 bis 19 verbunden, die einen Teil eines zum Aufbewahren der
verfügbaren Filter dienenden Einzelteils 20 bilden. Dieser als A^orratsraum bezeichnete Einzelteil 20
ist in Abschnitte geteilt, die je ein Filter 21 enthalten.
Die Kontaktorgane 12 bis 19 sind über die Abschnitte verteilt, und jedes Filter 21 betätigt ein
Kontaktorgan. Beim Anbringen eines Filters entsteht Köntaktschluß, und Entfernung eines Filters
führt eine Kontaktunterbrechung herbei. Wenn sämtliche Filter vorhanden sind, ist der Stromkreis,
mit Ausnahme der Kontaktvorrichtung 4, ge-
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schlossen, da das andere Ende der Reihenschaltung von Kontaktorganen 12 bis 19 bei 22 mit Erde verbunden
ist. Das Entfernen eines Filters aus dem Vorratsraum führt eine Unterbrechung des Stromkreises
herbei, wie es mit dem Filter 23 der Fall ist. Trotz der Anbringung des Filters 23 in der am
Röhrenmantel 1 verbundenen Lagerung 3, was zum Schließen der Kontaktvorrichtung 4 führt, kann
kein Strom durch die Relaiswicklung 6 fließen.
Erst wenn die vom Wählorgan 24 eingenommene Lage dem leeren Platz im Vorratsraum entspricht,
aus dem das Filter 23 entfernt worden ist, kann ein elektrischer Strom durch die Wicklung 6
fließen, da in diesem Falle das Wählorgan die vom Kontaktorgan 16 im Vorratsraum unterbrochene
Verbindung bei 25 überbrückt. Um dies für sämtliche Filter zu ermöglichen, kann das Wählorgan
24 ebenso viele Lagen einnehmen, wie Filter zur Verfügung stehen. In jeder Lage verbindet das
Organ 24 zwei Anschlüsse, die mittels des Drahtbündels 26 derart mit den Kontaktorganen 12 bis
19 verbunden sind, daß in den auf folgenden Lagen jeweils eine andere durch Entfernung des entsprechenden
Filters herbeigeführte Unterbrechung überbrückt ist. Zwischen dem ersten und dem
letzten Anschluß 27 bzw. 28 ist im Filterwähler eine Unterbrechung vorgesehen, die vom Wählorgan
24 nicht überbrückt werden kann.
Wenn ein Strom durch die Wicklung 6 des Relais fließt, wird der vom Relaisanker 29 erregte Schalter
39 geschlossen. Dieser Schalter liegt in einem Stromkreis, der außerdem einen Schalter 31 und
die Erregerwicklung 32 des elektromagnetischen Hauptschalters 33 enthält. Infolge des Schließens
des Schalters 30 ist das Hindernis für die Erregung der Wicklung 32 mittels des Schalters 31 beseitigt,
und durch das Schließen des zuletzt genannten Schalters kann das Röntgengerät in Betrieb gesetzt
werden, wobei der Speisestrom, des Netzes über . den Hauptschalter 33 dem Gerät zugeführt wird.
Die Betätigung des Röntgengerätes erfolgt vom Schaltpunkt aus, und es ist zweckmäßig, den Filterwähler
in der Nähe der Bedienungsorgane an-1 zuordnen, so daß die die verschiedenen Einstellungen
für die Röhrenbelastung durchführende Person gleichzeitig mittels des Filterwählers angibt, welches
Filter verwendet werden muß. Es ist möglich, das Wählorgan mit einer der Regelvorrichtungen
zum Einstellen der Belastung der Röntgenröhre zu kuppeln, so daß das Wählen der Filter in Abhängigkeit
von der Einstellung dieser Regelvorrichtung selbsttätig erfolgt und Irrtümer beim
Festsetzen des erforderlichen Filters vermieden werden. Die hierfür am meisten in Frage kommende
Regelvorrichtung ist die zum Einstellen der Röhrenspannung.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Anwendung bei Röntgengeräten, die den Patienten vor ungewünschten
Röntgenstrahlen mittels eines vor der Strahlenaustrittsöffnung
der Röntgenröhre angeordneten Strahlenabsorptionsfilters schützt, wobei die Abwesenheit eines Filters vor der Strahlenaustrittsöffnung
das Inwirkungsetzen der Bestrahlung verhindert und ein Wählorgan beim Anzeigen des erforderlichen Filters eine Unterbrechung
eines Stromkreises überbrückt und eine zweite Unterbrechung dieses Stromkreises durch das gewählte Filter bei dessen Einsetzen
vor der Strahlenaustrittsöffnung geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Vorratsraum zum Aufbewahren der verfügbaren Filter
vorhanden ist und das Inbetriebsetzen der Bestrahlung erfordert, daß die Anzeige des Wählorgans
einem leeren Platz im Vorratsraum entspricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das vor der Strahlenaustrittsöffnung der Röntgenröhre angeordnete Filter eine Unterbrechung in einem Stromkreis zum
Inwirkungsetzen der Bestrahlung überbrückt und bei Entfernung aus dem Vorratsraum
diesen Stromkreis unterbricht, wobei letztere Unterbrechung beim Anweisen dieses Filters
mittels des Wählers überbrückt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Filterwähler am Bedienungspult des Röntgengerätes und der Vorratsraum in der Nähe der Röntgenröhre angeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterwähler mit einem
oder mehreren Organen zum Einstellen der Röhrenbelastung gekoppelt ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 432 220, 487 665; USA.-Patentschrift Nr. 2492281.
Deutsche Patentschriften Nr. 432 220, 487 665; USA.-Patentschrift Nr. 2492281.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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