DEN0008453MA - - Google Patents

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DEN0008453MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Februar 1954 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, Bewehrungsstäbe aus Stahl für den Stahlbetonbau durch Kaltverformung dadurch zu verfestigen, daß die Walzstäbe in sich verdrillt oder gereckt und verdrillt werden. Nun ist versucht worden, dieses Verfestigungsverfahren auf zwecks Erhöhung der Haftfestigkeit der Stäbe im Beton mit aufgewalzten, quer oder schräg zur Stabachse verlaufenden Rippen versehene Walzstäbe anzuwenden.' Doch zeigte sich, daß derart behandelte gerippte Stahlstäbe für die Verwendung im Stahlbetonbau unbrauchbar waren. Mit dieser Behandlungsweise ist nämlich zwangläufig eine Neigung zur Alterungsversprödung der Stahlstäbe verbunden, die durch die bei der Verwendung der Stäbe notwendige weitere Kaltverformung an den Abbiegestellen verstärkt wird. Die bei gerippten Stäben gleichzeitig vorhandene Kerbwirkung am Fuß der Rippen bewirkt dann Sprödbrüche an den zum Einbau fertig gebogenen Stäben.
Aus den bisher bekannten Erfahrungen über die Alterungssprödigkeit war zu schließen, daß jede Art von Kaltverformung, wenn sie nur den gleichen Grad erreichte, auch den etwa gleichen Grad von Alterungssprödigkeit zur Folge haben müsse. Es ist daher überraschend, daß quer bzw. schräg gerippte Walzstäbe, die bis über den Beginn einer bleibenden Verformung zur Kaltverfestigung nur gereckt sind, in geringerem Maße zur Alterungsver-
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N8453 VI/18c
sprödung neigen. Beispielsweise ließen sich derart gerippte Walzstäbe, die um io bis 15% mit Hilfe einer Zerreißmaschine gereckt und anschließend nach Ablauf einer Woche um 45 ° um einen Dorn vom sechsfachen Probendurchmesser gebogen waren, trotz Abkochens in Wasser während einer halben Stunde, nach welcher Zeit das Hervortreten einer Alterung hätte erwartet werden müssen, dennoch ohne Bruch oder Anrisse um 220 und mehr zurückbiegen. Diese Tatsache, die den bisherigen Erkenntnissen zuwiderläuft, zeigt also, daß der Stab nicht die sonst befürchtete Alterungsneigung in sich trägt.
Diese durch alleinige Reckung erreichte Wirkung wird nicht. dadurch beeinträchtigt, daß der Stab in Ergänzung zur Reckung, noch einer geringen Drilluog unterworfen1 wird, die natürlich dann nicht, wie bei den bekannten ungerippten Stäben, das wesentliche Verfahrensmerkmal zur Erreichung der Festigkeitssteigerunig. darstellt. Es könnte also bedenkenlos, obwohl für den angestrebten Zweck nicht notwendig, in Ergänzung zur Reckung eine Drillung vorgenommen werden, die jedoch nur eine unwesentliche Festigkeitssteigerung hervorrufen soll, die nicht mehr als ι ο 0Zo, gegebenenfalls sogar nicht mehr als 5 °/o der durch die Reckunig bedingten Festigkeitssteigerung ausmacht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zur Herstellung von wenigstens mit quer oder schräg zur Stabachse verlaufenden Rippen versehenen, alterungsbeständigen Bewehrungsstäben für den Stahlbetonbau durch Kaltverfestigung von gerippten Walzstäben, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzstäbe bis über den Beginn einer bleibenden Verformung gereckt werden.
    Λ.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Reckung noch eine Drillurag vorgenommen wird, die jedoch nur eine unwesentliche Festigkeitssteigerung hervorrufen soll, die nicht mehr als io°/o, gegebenenfalls sogar nicht mehr als 5%, der durch die Reckung bewirkten Festigkeitssteigerung ausmacht. ^

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