DEP0009504MA - - Google Patents

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DEP0009504MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. April 1953 Bekanntgemacht am 7. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Preßstoffplatten, insbesondere Türblättern, bei dem eine mit Bindemitteln versetzte Füllmasse in einen über die Dicke der fertigenPlatte hinausgehenden Rahmen locker eingefüllt und zusammen mit die Breitseiten der Platte bildenden Deckfurnieren sowie oberen und unteren Anleimerleistenhälften in einem einzigen Arbeitsgang derart zusammengepreßt wird, daß die ίο Leistenhälften zwischen den Deckfurnieren die Füllmasse umschließende Anleimerleisten bilden.
Es ist vorgeschlagen worden, das Pressen innerhalb des Füllrahmens vorzunehmen, wobei die an der Innenseite des Füllrahmens geführten Anleimerleistenhälften einen dreieckigen Querschnitt haben und sich bei Aufeinanderpressen unter Einwärtsschieben der Füllmasse zu Anleimerleisten mit einem rechteckigen Querschnitt ergänzen.
Die Erfindung bezweckt, das eingangs erwähnte ao Verfahren zu verbessern und zu verbilligen und erreicht das im wesentlichen dadurch, daß der Füllrahmen mit seiner unteren Stirnfläche einerseits auf die Oberseite der auf das untere Deckfurnier aufgelegten unteren Anleimerleistenhälften aufgesetzt wird und andererseits innen eine Längsaussparung der nach Art einer Böschung schräg nach innen
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zum unteren Deckfurnier abfallenden Innenfläche der unteren Leistenhälften abdeckt, so daß die nach Abheben des Füllrahmens beim anschließenden Preßhub zusammengedrückte Füllmasse in die entsprechende Ausnehmung der Anleimerleisten eindringen und dort verdichtet werden kann, aber von den sich anschließenden Stoßflächen der Leistenhälften ferngehalten wird.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn nach dem Abheben des vorzugsweise mit etwas abgeschrägter Innenwand ausgeführten Füllrahmens an seiner Stelle auf den Außenrand der aufgeschichteten Füllmasse ein die oberen Anleimerleistenhälften bildender, dem unteren Anleimerleistenrahmen spiegelbildlich gleicher Rahmen aufgesetzt wird, der mit dem oberen Deckfurnier versehen, unter Preßdruck gesetzt wird und sich beim vollendeten Preßhub mit seiner unteren Fläche auf die sich an die Längsaussparung der Anleimerleisten anschließende Oberfläche der unteren Anleimerleistenhälften auflegt.
Eine auf diese Weise hergestellte Tür hat verschiedene Vorteile. Die Tür ist sehr standfest und verzieht sich selbst beim Gebrauch in. feuchten Räumen in keiner' Weise. Sie ist ferner sehr schalldämmend und hat ein gutes Wärmeisolierungsvermögen. Vor allem aber ist ihre Herstellung billig und die Stirnseiten, die nachträglich in beliebiger Weise bearbeitet werden können, haben ein schönes Aussehen, so daß man der Tür die Tatsache, daß sie unter Verwendung von Füllstoffen hergestellt ist, nicht ansieht.
Zum Stande der Technik sei noch erwähnt, daß auch bereits vorgeschlagen worden ist, einen Füllrahmen, dessen Höhe der Füllhöhe der locker einzubringenden Füllmasse entspricht, dadurch zu bilden, daß ein auf das untere Deckfurnier aufgesetzter Rahmen an seiner Oberseite mit einer ringsum laufenden Nut versehen ist, in die ein Füllrahmen teilweise eingeschoben wird, um nach dem Einbringen der Füllmasse zusammen mit dem oberen Deckfurnier vollends in die Nut eingeschoben zu werden, bis das obere Deckfurnier auf dem Grundrahmen aufsitzt. Hierbei ist die Füllhöhe für die lockere Spannmasse auf weniger als die halbe Dicke der fertigen Platte begrenzt. Diese Füllhöhe ist ungenügend. Die sehr voluminöse Spannmasse, die im allgemeinen verpreßt wird, verlangt eine Füllhöhe, die mindestens das Dreifache der Dicke der fertigen Platte beträgt, wenn eine zufriedenstellende Verdichtung erreicht werden soll. Das Verfahren nach der Erfindung gestattet eine unbegrenzte Füllhöhe, das Nuten des Grundrahmens sehr umständlich und verlangt genaue Arbeit. Der nur eine schwache Feder bildende Füllrahmen kann sich "beim Pressen verziehen, so daß Fehlpressungen vorkommen. Nach der Erfindung dient der Füllrahmen nur zum lockeren Einstampfen der Masse und vor der Verdichtung wird er weggenommen. Schließlich gewährt der beim Erfindungsgegenstand aus zwei etwa gleichen Teilen gebildete Anleimerleistenrahmen ein besseres Stehvermögen der fertigen Platte, weil das Holz nicht die Spannung aufweist, wie das aus einem Stück bestehende starke Rahmenholz des bei der bekannten Ausführung vorgesehenen Grundrahmens.
Die Erfindung wird unter Hinweis auf ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel be-, schrieben, wobei sich weitere kennzeichnende Merkmale ergeben werden. Es zeigt
Fig. ι eine Draufsicht auf ein Türblatt in kleinem Maßstab,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 Einzelheiten eines in dem Türblatt einzulassenden Rahmens,
Fig.. 4 bis 6 Ausschnitte aus dem Querschnittsbild gemäß Fig. 2 in größerem Maßstab in drei verschiedenen Stufen des Herstellungsverfahrens, '
Fig. 7 eine Schrägansicht eines Füllrahmens.
Mit ι und 2 sind Deckfurniere bezeichnet, die die in Fig. ι und 2- dargestellte Tür auf ihren Breitseiten vollständig abdecken. Auf die Innenseite der Deckfurniere 1 und 2 kommen zweckmäßig noch besondere Sperrfurniere 3, 4 zu liegen (Fig. 4, 5 und 6). Das Innere der Tür besteht aus einer Füllmasse 5, die aus . Sägespänen, Hobelspänen, Pflanzenfasern u. dgl., Glaswolle, Schlackenwolle, Steinwolle, Torfmull oder einem Gemisch solcher Stoffe bestehen kann und mit einem Kunstharzbindemittel versetzt ist. Die Füllmasse 5 ist gemäß Fig. 2 von einem Rahmen 6, 7, 8, 9 sowie 10, 11, 8', 9/ (vgl. auch Fig. 3) rings umschlossen, wie im folgenden näher erläutert ist.
In Fig. 4 ist mit 12 eine Aluminiumplatte bezeichnet, die auf die Heizplatte einer Furnierpresse, z. B. einer Mehretagenpresse, gelegt werden kann. Auf diese Aluminiumplatte legt man das Deckfurnier ι auf. Darauf kommt dann ein Sperrfurnier 3 zu liegen, welches man zweckmäßig in einer Leimauftragsmaschine beidseitig mit einer Kunstharzbindemittelschicht versieht. Auf die Sperrfurnierplatte 3 legt man einen Holzrahmen auf, der aus den in Fig. 3 dargestellten Leisten 6, 7, 8, 9 zusammengesetzt ist. Bei sämtlichen Leisten sind die inneren Flächen 13 schräg ausgeführt. Außerdem sind die Stirnflächen 18 der Leisten 8 und 9 so abgeschrägt, daß sie beim Zusammensetzen des Rahmens 6, 7, 8, 9 auf die Schrägflächen 13 der Leisten 6, 7 passen. Wenn man die Teile 6, 7, 8, 9 z. B. durch Anheften mittels kleiner Nägel oder Klammern, zu einem Rahmen zusammengeheftet hat, legt man sie auf das Sperrfurnier 3 so auf, wie dies für die linke Leiste 6 aus Fig..4 ersichtlich ist. Aus Fig. 4 ist weiter ersichtlich, daß die Kante zwischen der inneren Schrägfläche 13 und der oberen Fläche 14 der Leiste 6 durch eine Längsnut von der Breite b unterbrochen ist. Eine solche Unterbrechung oder Längsaussparung ist auch bei den anderen Leisten 7, 8, 9 des Rahmens vorgesehen. Auf den Rahmen 6, 7, 8, 9 wird dann ein Einfüllrahmen 16 aufgesetzt, dessen Form aus der Schrägansicht gemäß Fig. 7 ersichtlich ist und der so bemessen ist, daß seine untere Stirnfläche einerseits außen auf der Oberfläche 14 der auf das untere Deckfurnier 1 bzw. das Sperrfurnier 3 aufgelegten unteren An-
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leimerleisten 6, 7, 8, g aufgesetzt werden kann und anderseits nach innen über die Längsaussparungen 15 vorragt und diese nach oben abdeckt.
Hat man den Einfüllrahmen 16 auf den Anleimerleistenrahmen 6, 7, 8, 9 aufgesetzt, wird die mit einem Bindemittel versetzte Füllmasse, die aus verschiedenen organischen oder anorganischen Abfallstoffen, insbesondere aus Hobelspänen oder einem Gemisch von solchen Stoffen bestehen kann, in den Füllrahmen eingefüllt. Den Füllrahmen wählt man zweckmäßig so hoch, daß die Füllung gerade ausreicht, um in einem Arbeitsgang ein Türblatt zu pressen. Dann drückt man die locker eingefüllte Masse 5' zweckmäßig von Hand oder mit Hilfe einer Vorrichtung etwas fest und hebt den Einfüllrahmen 16, den man zu diesem Zweck mindestens auf seiner Innenfläche etwas konisch ausbildet, nach oben ab. Die mit Bindemittel versetzte Füllmasse 5" bleibt dabei im wesentlichen so stehen, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist. Auf die Füllmasse legt man dann einen Rahmen 10, 11, 8', 9' auf, der ein genaues Spiegelbild des Rahmens 6, 7, 8, 9 sein kann. Die nach innen gerichteten Schrägflächen 13 der Leisten 10, 11, 8', 9' legen sich dabei auf die oberen Außenkanten der noch lockeren Füllmasse 5" auf und drücken deren obere Ränder, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, etwas zusammen.
Hierauf legt man auf den oberen Anleimerleistenrahmen 10, 11, 8', 9' entweder unmittelbar ein Deckfurnier, oder besser ein Sperrfurnier 4 und ein Deckfurnier 2, die in der gleichen Weise behandelt sind, wie dies bereits für die Furniere 1 und 3 beschrieben wurde. Nach dem Auflegen einer AIuminiumplatte 17. schiebt man das Ganze ein eine Furnierpresse hinein, sofern man den Aufbau auf die untere Aluminiumplatte 12 nicht bereits innerhalb der Presse vorgenommen hat. Die Unterseite des Rahmens 10, 11, 8', 9' und gegebenenfalls auch die Oberseite 14 des Rahmens 6, 7, 8, 9 sowie die Flächen 13 sind — was noch erwähnt werden soll — ebenfalls mit einer Bindemittelschicht versehen. Führt man nunmehr einen Preßhub aus und drückt durch die geheizte Preßplatte einer Eandelsüblichen Furnierpresse die Aluminiumplatte 17 nach unten, so wird die Einfüllmasse 5" zusammengequetscht. Sie rutscht dabei in ihren Randzonen einerseits an den Schrägflächen 13, die sich dabei wie Böschungen auswirken, nach dem Platteninneren zu, wird natürlich aber auch in gewissem Umfang nach außen gedrückt und füllt die Aussparungen 15 sowohl des unteren Rahmens 6, 7, 8, 9 als auch des oberen Rahmens 10, 11, 8', 9' restlos aus. Die Breite b der Aussparungen 15 wird dabei zweckmäßig so gewählt, daß eine besonders hohe Verdichtung der Füllmasse im Bereich der Aussparungen 15 und eine gute Haftung der Füllmasse an den Rahmenteilen erreicht wird. Der Preßhub zum Zusammenpressen der Füllmasse ist dann beendet, wenn die Rahmen 6, 7, 8, 9 und 10, 11, 8', 9' mit ihren Außenflächen in Berührung gekommen sind und die Füllmasse bis auf die aus Fig. 2 und 6 ersichtliche Dicke zusammengepreßt ist. Der Druck auf die Platte in der unteren Hubstellung der Presse wird in an sich bekannter Weise bei einer Temperatur (z.B. 1800C), die eine gute Verbindung des Bindemittels mit der Füllmasse, den Rahmenteilen und den Furnieren sichert, aufrechterhalten, bis das Bindemittel vollständig abgebunden hat. Wenn dies geschehen ist, öffnet sich durch Anheben des Preßstempels die Presse und die fertige Platte kann jetzt samt den als Hilfsvorrichtung dienenden Aluminiumplatten 12, 17 aus der Presse herausgenommen werden.
Die Stirnenden der Leisten 8, 9 sind derart ausgebildet, daß sie die Aussparung 15 nicht ganz ausfüllen. Die Aussparungen sind deshalb geeignet, beim Preßhub als Entlüftungskanäle für die Ableitung der in der lockeren Einfüllmasse eingeschlossenen Luft zu dienen. Sofern die Leisten auf Gehrung zusammengesetzt sein sollen, müssen Entlüftungslöcher andersartig vorgesehen werden.
Es hat sich gezeigt, daß die neue Herstellungsweise im Verhältnis zu bekannten Herstellungsverfahren sehr einfach und billig ist und daß die nach dem neuen Verfahren hergestellten Erzeugnisse den Anforderungen genügen, die man an eine gute, geschmacklich schöne und gegen Verwerfung gesicherte Tür stellen kann. Die Tür genügt höchsten Ansprüchen. Die aus der Presse kommende Tür kann an allen Stirnseiten leicht nach üblichen Arbeitsverfahren bearbeitet, z. B. nachträglich mit beliebigen Falzen versehen werden. Man kann auch unmittelbar beim Preßvorgang Fischbänder mit einsetzen oder Aussparungen für das nachträgliche Einsetzen von Einsteckschlössern vorsehen. An denjenigen Stellen, an denen hinterher Schloßlöcher oder Fischbänder in die Stirnseiten einzustemmen sind, ist es auch möglich, bereits beim Preßvorgang massive Holzstücke zur Verbreiterung des Rahmens einzulegen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zum Herstellen von Preßstoffplatten, insbesondere Türblättern, bei dem eine mit Bindemitteln versetzte Füllmasse in einen beliebig über die Dicke der fertigen Platte hinausgehenden Rahmen locker eingefüllt und zusammen mit die Breitseiten der Platte bildenden Deckfurnieren sowie oberen und unteren Anleimerleistenhälften in einem einzigen Arbeitsgang derart zusammengepreßt wird, daß die Leistenhälften zwischen den Deckfurnieren die Füllmasse umgebende Anleimerleisten bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllrafonen (16) mit seiner unteren Stirnfläche einerseits außen auf die Oberseite der auf das untere Deckfurnier (1, 3) aufgelegten unteren Anleimerleistenhälften (6, 7, 8, 9) aufgesetzt wird und andererseits innen eine Längsaussparung (15) der nach Art einer Böschung schräg nach innen zum unteren Deckfurnier abfallenden Innenfläche (13) der unteren Leistenhälften abdeckt, so daß die nach Abheben des Füllrahmens
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    beim anschließenden Preßhub zusammengedrückte Füllmasse (5) in die entsprechende Ausnehmung der Anleimerleisten eindringen und dort verdichtet werden kann, aber von den sich anschließenden Stoßflächen (14) der Leistenhälften ferngehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Abheben des vorzugsweise mit etwas abgeschrägter Innenwand ausgeführten Füllrahmens (16) auf den Außenrand der aufgeschichteten Füllmasse (5') ein die oberen Anleimerleistenhälften bildender, dem unteren Anleimerleistenrahmen (6, 7, 8, 9) spiegelbildlich gleicher Rahmen (10, 11, 8', 9') aufgesetzt wird, der, mit dem oberen Deckfurnier (2, 4) versehen, unter Preßdruck gesetzt wird und sich bei vollendetem Preßhub mit seiner unteren Fläche auf die sich an die Längsaussparung (15) der Anleimerleisten (6 bis 11) anschließende Oberfläche (14) der unteren Anleimerleistenhälften (6, 7, 8, 9) auflegt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß von den zwei Paaren von einander gegenüberliegenden Anleimerleisten (6, 10, 7, 11 bzw. .8, 9, 8', 9'),, deren obere und untere Leistenhälften nach vollendetem Preßhub zur Platteninnenseite hin miteinander V-förmige Nuten (13, 13) bilden, und daß das eine Leistenpaar (8, 9, 8', 9') abgeschrägte Stirnenden (18) erhält, die zur Verbindung mit dem anderen Leistenpaar (6, 7, 10, 11) in dessen über die gesamte Plattenlänge sich erstreckenden Nuten (13) hineinpassen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schrägen Stirnenden (18) im Bereich der Längsaussparungen (15) gebrochene Kanten erhalten, so daß die Längsaussparungen (15) beim Preßhub als durchgehende Entlüftungskanäle wirken.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentanmeldung ρ 3i644lb/38cD.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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