DEP0041989DA - Kinokamera mit Vorrichtung zur halb- oder vollautomatischen Einstellung der Objektivblende - Google Patents

Kinokamera mit Vorrichtung zur halb- oder vollautomatischen Einstellung der Objektivblende

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DEP0041989DA
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Germany
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housing
camera
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cinema
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Hans Ferdinand Hamburg-Großflottbek Tönnies
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Description

Die Erfindung betrifft eine Kinokamera mit einer Vorrichtung zur halb- oder vollautomatischen Einstellung der Objektivblende mit Hilfe einer Photozelle. Eine solche Vorrichtung besteht aus einer Photozelle, welche aus dem von der Aufnahmeszene herkommenden Licht einen elektrischen Strom erzeugt; aus einem Galvanometer, mehreren Galvanometern oder einer galvanometerähnlichen Vorrichtung; aus einer optischen oder elektrischen Einrichtung zur Drosselung dieses von der Photozelle erzeugten elektrischen Stromes oder einer Einrichtung zur Verstellung eines Galvanometers; aus einer mechanischen Einrichtung zur Betätigung dieser Teile, sowie einer Einrichtung zur Verstellung der Objektivblende.
Der Erfindung gemäss wird diese Vorrichtung in einem besonderen, aus Vorderwand, Rückwand und Seitenwänden bestehenden Gehäuse untergebracht, welches mit Mitteln ausgestattet ist, um es an oder in dem eigentlichen Kameragehäuse zu befestigen. Die Vorrichtung befindet sich also erfindungsgemäss in einem geschlossenen Gehäuse, welches eine Einheit bildet und an der eigentlichen Kamera, welche eine weitere Einheit bildet, durch Verschraubung oder dergleichen befestigt werden kann.
Hierdurch wird es ermöglicht, die Herstellung fabrikatorisch in zwei Teile zu zerlegen, nämlich in den Teil, welcher die eigentliche Kamera mit dem Laufwerk enthält, und den photoelektrischen Teil, welcher die Einrichtung zur halb- oder vollautomatischen Einstellung der Objektivblende der Kamera enthält.
Durch die fabrikatorische Aufteilung wird des ferner ermöglicht, denjenigen Teil der gesamten Kamera, welcher in das Erfahrungsgebiet der Kamerafabrikation fällt, in einer Kamerafabrik anzufertigen, und denjenigen Teil, welcher in das Erfahrungsgebiet der Fabrikation hochempfindlicher elektrischer Messgeräte fällte, also die gesamte photoelektrische Einrichtung zur Einstellung der Objektivblende durch den von der Photozelle erzeugten elektrischen Strom, in einer
Fabrik elektrischer Messgeräte anzufertigen.
Da diese Einstellvorrichtung in einem besondere Gehäuse untergebracht ist, kann sie von der Fabrik elektrischer Messgeräte zum An- oder Einbau an die Kamerafabrik gesandt werden, ohne befürchten zu müssen, dass während des Versandes eine Beschädigung oder Verschmutzung des elektrischen Messwerkes eintritt und dadurch die Funktion gestört wird.
In diesem Zusammenhang mag darauf hingewiesen werden, dass von der Photozelle aus dem auffallenden, von der Aufnahmeszene herkommenden Licht nur ausserordentlich schwache Ströme erzeugt werden, deren Stromstärke in der Grössenordnung einiger millionstel Ampere liegt.
Das Messwerk muss infolgedessen mit grösster Präzision ausgeführt werden und gegen Verletzungen und Verschmutzung durch Staub geschützt sein.
In der Vorder- und Rückwand des Gehäuses der Vorrichtung werden Öffnungen zum Durchlass des Objektives und des in das Objektiv fallenden Lichtes angebracht sowie Lichtdurchlass-Öffnungen, welche in der Verlängerung des Sucherkanals liegen.
Ausserdem können in der Rückwand, bzw. dem Boden des Gehäuses Öffnungen für den Durchlass mechanischer Teile vorgesehen sein, mit deren Hilfe eine im Vorrichtungsgehäuse befindliche, beispielsweise zur photoelektrischen Berücksichtigung der Bildwechselzahl der Kinokamera dienende Mechanik, z.B. zur Einstellung der Bildwechselzahl pro Sekunde übertragen werden kann.
Die Erfindung wird durch die Abb. 1 - 12 der Zeichnung beispielsweise und schematisch veranschaulicht. Abb. 1 ist eine Seitenansicht der Kinokamera mit angesetztem Vorrichtungsgehäuse, Abb. 2 eine Vorderansicht, Abb. 3 ist eine Aufsicht und Abb. 4 eine Seitenansicht. Abb. 5 und 6 stellen Teile des Ausführungsbeispieles dar, Abb. 7 und 8 sind hierzu gehörige Seitenansichten und Abb. 9 ist eine ebenfalls zu diesem Ausführungsbeispiel gehörige Vorderansicht. Abb. 10 stellt in Seitenansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel dar. Abb. 11 ist ein teilweiser Schnitt und Abb. 12 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispieles.
Das Kameragehäuse ist mit 1 bezeichnet und das Gehäuse, in welchem sich die photoelektrische Vorrichtung zur Einstellung der Objektivblende befindet, mit 2, das Kameraobjektiv mit 3. Das Gehäuse 2 besteht aus der Rückwand 4, und dem aus der Vorderwand 5 und den vier Seitenwänden 6 bestehenden Deckel. In dem Gehäuse 2 werden die photoelektrischen Teile der Vorrichtung untergebracht. Rückwand und Deckel werden durch Schrauben miteinander verbunden, so dass hierdurch ein versandfähiges Ganzes entsteht. In der Rückwand 4 befindet sich eine Öffnung 6 zum Durchlass des Kameraobjektives und an der Vorderwand 5 eine Lichteinlassöffnung 7, welche mit einem Schornstein oder Kappe 8 versehen ist. In der Rückwand 4 befindet sich vor dem im Kameragehäuse angeordneten Sucherkanal 14 ein Fenster 15 und in der Vorderwand 5 ein Fenster 16.
Bei 9 befindet sich in einem besonderen Gehäuse die Photozelle, die Irisblende und eine Blende zur Verhütung des Hindurchgehens von Seitenlicht.
Bei der halbautomatischen Kinokamera ist die Irisblende vor der Photozelle mit der Irisblende des Kameraobjektives verbunden.
An dem Gehäuse 2 befindet sich ein Einstellorgan, z.B. ein Drehknopf 12, um die Verstellung der beiden gekuppelten Irisblenden zu bewirken. In bekannter Weise wird alsdann die Irisblende vor der Photozelle so eingestellt, dass sich der Galvanometerzeiger 13 auf die im Sucherfenster 16 sichtbare Marke 17 einstellt. Das Galvanometer ist mit 18 angedeutet.
Die Befestigung des Vorrichtungsgehäuses an dem Kameragehäuse kann in verschiedener Weise erfolgen, z.B. durch Verschraubung an die Vorderseite der Kamera oder indem das Vorrichtungsgehäuse an der unteren und oberen Seite einen Flansch erhält, wie Abb. 3 in der Oberansicht und Abb. 4 in der Seitenansicht zeigt. Die flansche 20, 21 werden alsdann an dem Kameragehäuse durch Schrauben befestigt.
Besitzt die Kamera einen Mechanismus, mit welchem die Bildwechselzahl pro Sekunde verändert werden kann, und ist in dem Vorrichtungsgehäuse eine photoelektrische Einrichtung getroffen, um die hierdurch benötige Veränderung des Durchmessers der Objektivblende zu bewirken, so wird ein Organ vorgesehen, beispielsweise eine Welle mit Hohlvierkant, Abb. 5 und 6, welche durch eine Öffnung in der Rückwand 4 des Ge- häuses für einen Vierkantzapfen zugänglich ist, durch dessen Drehung die Bildwechselzahl in der Kamera entsprechend verändert werden kann. Es ist hierbei gleichgültig, ob sich die äussere Handhabe für diese Verstellung an dem Kameragehäuse oder an dem Vorrichtungsgehäuse befindet, wesentlich ist nur, dass die Kupplung dieser beiden Organe bei der Montage des Vorrichtungsgehäuses an dem Kameragehäuse stattfindet.
Die Abb. 9 zeigt in diesem Zusammenhang einen Knopf 22, durch dessen Drehung die nötige photoelektrische Veränderung in bekannter Weise herbeigeführt werden kann, welche nicht Gegenstand der Erfindung ist, z.B. durch Einschaltung verschiedener Widerstände oder durch Verdrehung des Galvanometers. Der Knopf 22 mag mit einer Welle 23 in Verbindung stehen, die durch die Rückwand 4 des Gehäuses geführt ist und den Hohlvierkant 24 besitzt (Abb. 7, 8). Aus dem Kameragehäuse ragt der Vierkant 25 heraus, welcher in den Hohlvierkant 24 passt und durch dessen Drehung die Bildwechselzahl in der Kamera verändert werden kann.
Die Abb. 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem das Vorrichtungsgehäuse 2 in das Kameragehäuse eingesetzt werden und in ihm beispielsweise durch seitlich angebrachte Schrauben befestigt werden kann.
Wenn sich an dem Vorrichtungsgehäuse ein Einstellorgan zur Verstellung der Irisblenden der Photozelle und des Kameraobjektives zum Zwecke der Einstellung des Glavanometers auf eine im Sucher sichtbare Marke befindet, so empfiehlt es sich, den Mechanismus des Einstellorganes, z.B. den Drehknopf 12, so auszugestalten, dass mit diesem gleichzeitig das Laufwerk der Kinokamera in Gang gesetzt oder arretiert werden kann. Das kann durch die in Abb. 11 und 12 beispielsweise gezeigte Ausgestaltung erfolgen. Auf diese Weise wird ein weiteres Ingangsetzungs-Organ an dem Kameragehäuse vermieden.
Der an dem Vorrichtungsgehäuse 2 angeordnete Drehknopf 12 ist im Gehäuse so gelagert, dass er gedreht werden und auch entgegen dem Drucke einer Feder in das Gehäuse hineingedrückt werden kann. Die Welle 26 des Knopfes 12 ist mit einem Konus 27 und einem Zahnrad 28 versehen. Aus dem Kameragehäuse 1 ragt ein als Laufwerkanlasser dienender Stift 29 heraus der sich mit federndem Druck beim Zusammenschrauben des Vorrichtungsgehäuses mit dem Kameragehäuse gegen den Konus 27 anlegt. Durch Drehung des Knopfes 12 mit dem Zahn- rad 28 werden mittels Zahnradübertragung die Irisblenden der Photozelle und des Kameraobjektives verstellt. Durch Druck auf den Knopf 12 wird durch den Konus 27 der Stift 29 bewegt und damit das Laufwerk der Kamera in Gang gesetzt. Beim Nachlassen des Druckes auf den Knopf 12 wird der Stift 29 durch Federwirkung in die ursprüngliche Lage zurückbewegt und damit das Laufwerk angehalten. An dem Vorrichtungsgehäuse ist ein um die Achse 31 schwenkbarer Hebel 32 angelenkt. Befindet sich derselbe in der in Abb. 11 und 12 gezeigten Lage, so kann der Knopf 12 nicht einwärts gedrückt werden, sodass hierdurch das Laufwerk gegen eine unabsichtliche Ingangsetzung geschützt ist. Wird der Hebel in die gestrichelte Lage geschwenkt, so kann das Laufwerk in Gang gesetzt werden.
Im Fenster 16 können statt einer Marke 17 auch mehrere solcher Marken nebeneinander angeordnet sein, um zur besseren photographischen Wiedergabe der Schattenpartien einer Aufnahmeszene den Galvanometeranzeiger auf eine solche Nebenmarke einzustellen.

Claims (5)

1.) Kinokamera mit Vorrichtung zur halb- oder vollautomatischen Einstellung der Objektivblende, dadurch gekennzeichnet, dass diese Vorrichtung in einem besonderen, geschlossenen Gehäuse (2) untergebracht ist, welches mit Mitteln ausgestattet ist, um es an oder in dem eigentlichen Kameragehäuse (1) zu befestigen.
2.) Kinokamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückwand (4) des Vorrichtungsgehäuses (2) mit einer Öffnung (6) zum Durchlass des Objektives (3) und die Vorderwand (5) mit einer Lichteinlassöffnung (7) für das Objektiv versehen ist, und dass sich ferner Lichtdurchlassöffnungen (15, 16) in dem Gehäuse befinden, durch welche der im Kameragehäuse befindliche Sucherkanal (14) seine Fortsetzung findet.
3.) Kinokamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an dem Vorrichtungsgehäuse ein von der Aussenseite her zu betätigendes Organ (12) zur Verstellung der Irisblenden der Photozelle und des Kameraobjektives befindet.
4.) Kinokamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Vorrichtungsgehäuse ein Organ (22, 23) vorgesehen ist, das bei der Befestigung dieses Gehäuses an dem Kameragehäuse durch eine in der Rückwand (4) des Vorrichtungsgehäuses befindliche Öffnung mit der im Kameragehäuse befindlichen Mechanik zur Einstellung der Bilderwechselzahl in eine Kupplungsverbindung tritt.
5.) Kinokamera nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ (12, 26) zur Verstellung der Irisblenden der Photozelle und des Kameraobjektives in verschiedenem Bewegungssinn bewegbar, z.B. drehbar und axial verschiebbar ist, wobei die eine Bewegung (z.B. Drehung) die Verstellung der Irisblenden und die andere Bewegung (z.B. Axialverschiebung) das Anlassen und Abstellen des Kameralaufwerkes bewirkt, dessen Anlassorgan (29) durch eine Öffnung in der Rückwand (4) des Vorrichtungsgehäuses hindurch in den Wirkungsbereich des Verstellorgans (12, 26) ragt.

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