DEP0050034DA - Federnde Lagerung für Wellenzapfen in feinmechanischen Getrieben - Google Patents
Federnde Lagerung für Wellenzapfen in feinmechanischen GetriebenInfo
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Description
AJrtenz.p 50 034 IXb/S3a D
A 100/49 Sohraiaberg, 23.Juli 1949
!ims Gebrüder Junghans JUG,, Schramberg/Württemberg
"Federnde Lagerung für ?lθlleaaapfen to ieinmeohanisohen
Getrieben"
Die &i Srfinciaiig besieht sich auf federung Lagerungea für Wellenzapfen in feinmechanischen Getrieben,
insbesondere fr Unruh»-Zapfen und betrifft eine Iißgeranordnung, bei welcher eine Pederspinne Anwendung
findet. Bei bekannten anordnungen, ^m-^ß^s^m^^mb&msi^ eeta« •ay' rew^^ifrt, wird
die Federspinne lediglioh eur Dämpfung radialer Stöße angewendet , wobei unter flFederapinnen ein vorzugsweise ebenes
Wederelement verstanden werden soll, dessen lütte eine Aufnahme für den lagerfeörper aufweist und !Träger von federnden
£rraen ist, die in beliebigie'r BOras z.B. auoii Spiralform, verlaufen and die Aufgabe toben, BtQh federnd gegen,
ein Widerlager abzustützen. - Es gibt anderseits auch federnde lÄgerungea, "bei denen eine einzige Feder die Stoß-,
dämpfung sowohl in radialer wie in aohsialer Hicntung Übernimmt. Diese Konstruktionen beanspruchen die Cainpfungsfeder
aber mm to einer Richtung und weisen daher Torkehrungen auf, um quer eur !Verrichtung verlaufende StSsse in
dazu senkrechte umzuwandeln; hauptsächlich bedient can sich dazu konischer Flächen am Lagerktfrper und seinem Sitz
in der .Verkplslrte.
Mit der eiec BrfInaun 1R wird eine Laarer-Ironstrurfclon
angestrebt. öle sowohl in der ,Berstellmis wie im Aufbau einfach ist und die ausserdem !sieht zerlegt werden Icann, um den Zustand der Lagerungsteile und
&&r Sonmierung kontrollieren und gegebenenfalls besohadigte Teile ersetzen m Winnen. Die Tvrfindung besteht darin,
dass die vorgespannte Federspinne den lagerlcarper federnd zentriert und zugleich federnd gegen eine senkrecht zur
felle verlaufende und von dieser durchsetzte ebene Gleitfläche andruckt. Bei der bevorzugten iiusf ührungsf orm der
Erfindung weist die ?ederspinne eine mittlere rJffnung auf, gegen deren Ränder sich der durchlochte fsil des Lagerkörpers
radial abstützt, während ein ?om durchlochten !Bell abhebbarer Peoirfeeil aar übertragung der aehsialen
Federkräfte dient. Der äurohlochte lagerteil tenn aus eines Lochstein und einer fassung bestehen, weiche zugleich
gar -aufnahme des Declrateines dient» ivn den. Rand der mittleren #eä\erÖ£fmung können nach innen sagende Pederzungen
angeschnitten sein, die sich auf den Backstein stfttgen» Um des Beckstein tiae gute FUlirung zu geben., ist
der Hand der .Faesung über den Dectetein noehgesogen und 7?eist 2insohnitte auf, in welche die genannten I5Cdersungen
sich einlegen können, flach einem zusätzlichen Merkmal der IrfinAtmg Iann die Plaohe, mit welcher der Lagerkörper
auf seiner Gleitfläche aufliegt, ringförmig und so schmal gehalten »ein, dass der LsgerkSrper bei sehr schweren
StiSssen gegebenenfalls eine IIippbewegung ausführen kann.
Bei der bevorzugten jtusfllirrungsform weist die Immr-
spinne, die ein ebener Körper ist, wenigstens drei-«Bif3, nicht Stircaweg radial verlaufende I-'eder&rme auf9 mit deren
freien Λ'ηάβη sie sioh "bei entsprechender Torspannung radial
und achsial gegen ein Widerlager abstützt, ^ie 5'e<3erarme verlaufen vorzugsweise in flacher SpiralkrUminwng zur
Mitte der Irederspinne und stützen sich mit ihren Bogenkanten gegen ein ringförmiges Widerlager ab, während sur
Abstützung in achsialer Eiehtims en äi© freien laden der Arae angeschnittene !Clauen, dienen, die in Auanehaiimgen
In der ringförmigen Widexlagerfläcfae eingreifen, foraugs* «eise besitzen ti© Hauen In der Isdere^ene bogenförmig
gekrümmte Zanten und greifen in ebenso gekrümmte iiusfräsungen /Sin der ringförmigen TJiderlagerflISche ein, damit
bei einer Ifrehung der Pedersplnne um ihre iielise die Xlauen unter radiale» Binwärtsfedern ihrer Axms auf die ringförmige 'tfIderlagerflaohe hochsteigen MSnnen und die ?eder amß
dem "Widerlager herausgehoben werden. Icann.
Gegenüber bekannter Lagerkonstruktionen mit Stoßdämpfung hat öle Ausführung gebiss der Erfindung folgende
Yorsiige: Die einzige Tiämpfungs feder nimmt unmittelbar sowohl radiale wie sonsieIe Stesse auf und zentriert den
Lagerkörper. Eittel zur farmsohlussigen Zentrierung sind nicht erforderlich. Dies erleichtert in hohem sasse die
Fertigung hinsichtlich des Aufwandes und der Genauigkeit und steigert die Sachgiebigkeit der Dämpfung. T'ie federspinne
kann in einfacher Welse durch Drehen mit der >;inzette herausgenommen werden, aheas£>
der Deckstein^sus der ϊε®sung.^-ΐ M.J,.-rr<«
sich au ο der ztaohf c1 ^aää'ri'*'l.r0SG.Iir.i?i bung eines AusfUhrungs-
beispieles, aus der Zeioimtmg und den Sohut ^ns plröTcshesw.
Auf der Zeichnung stellen dar in vergrössertem Maßstab
ügas* 1 einen Aoheensohnitt durch ein Unruhlager
. Pijssaa? 2 in gegenüber Piges* 1 weiterhin vergrase er-
■tem HsBstab die Sraufsioht auf öle Lageran- ©xintaig aaeii figjaar 1
Pigaar 3 die in Vig.2 gezeigte ^ederspinne allein.
Die ünruhwelle ist mit 1, der Zapfen mit 2 bezeichnet; 3 bezeichnet eine Vterkpla trte und 4 einen Lagereinsats.
Der Boden des Iegereinsatses 4 weist eine Bohrung 5 auf, durch welche die 'welle 1 durchgreift. In bekannter
Weise ist diese Bohrung etwas weiter, als der durchgreifende vvellenteil gehalten, ura diesem bei starken ''tfissen,
die der Wellenzapfen 2 trot ζ der T-ärapfung nioht aushalten würde, einen Anschlag zu. bieten. Auf den Boden 4a einer
Aus drehung 4b im Lagere ins etz 4 ruht die Tffessung 6 auf, in die der lochstein 7 eingedruckt, hingegen der Decksteln
S nur lose eingelegt ist. Tier T/ecke te in 8 liegt auf der Schulter 6aan der Fatterbohruag auf.
Die Standfläche 6b, mit der das futter 6 auf dem Boden 4a des Lagereins&tzes 4, Sie ihr als Gleitfläche
dient, auf ruht, ist durch starkes Breejien der ünterkaute der fassung 6 zu einer schnsalen Ringfläche ausgebildet j^«?^.
{HMvMhMAitthil. bei starken StSssen gegebenenfalls eis Kippen der Passung auf der Gleitfläche 4a zu era Sei ionen, ausserdem aber auch, weil der Reibungswiderstand dadurch ver-
riagert werden, kann»
Zua Eesferleren and achsialen AndrUoten des aus dem Futter 6 und den Steinen 7, B bestehenden Lagerkörpers
dient die Pedersplnne 9. Sie ist eine ebene Solieitoenfeder
mit einem mittleren feil 9a zur Aufnahae der Fassung 6. Die !•fessung 6 stützt sieh Jedooh nur mit ihrem Umfang mit
der Anarehung 6o » in radialer Richtung gegen die Innenkante dee mittleren
Seiles 3& der Pedersüinne, während
dieser Teil nicht auf der Schulter 6d der i%ssimg/auf ·· liegt. In SGhsialer Richtung wird die Feuerkraft auf dan
LagerMrper duroh die an den feil 9a angeschnittenen Federzungen 9h
f die auf den Tisckdtein 8 aufliegen, auf die Passung 6 übertragen. Lie Feclerzungen
9t> greifen durch ^in-BOhnitte 6ε im Hand 6c der 17BBsunp 6 duroh; der Rand 6c
1st zum Zwecke einer langen ™ührung des "ecketeinee 8 etwas Uber deaaen
Oberkante hochgezogen.»
Vom Mittelteil 9a der' irederspinne gehen drei ^rme So SUSs die zunächst ein kuraes r=tück radial und dann in
flachem Spiralbogen verlaufen. Die Jederarme 9c enden in halbmondförmigen ICLauen 9d.
Zur radialen Widerlagerung der Federsplnn© dient die rlngf3rsj±ge nusdrehung 4c im Lagereinsfets 4«. In dieser
Ausdrehung sind bogenförmige Einfräsungen 4d angebracht, ■jnäaah» in radialer dichtung so tief, dass die Hauen 9d
mit ihren Bogenkanten nicht auf dem bogenförmigen ffrund der Einfräsungen aufruhen können. Tiese Bemeenung hat zur
Folge, dass die Klauen 9d sion in den Einfräsungen 4d nur in acheialer "Richtung, nämlich nach jadwÄ abstützen können,
während die Abstützung te radialer Hichtung durch Anlage der bogenförmigen Aussenkanten der Fecierarme 9c auf der
Ringfläche 4ο bei 4e erfolgt.
Die Wirkungsweise tor federnden Lagerung ist folgende:
Bei rulliger Lage des betreffenden Laufwerkes hält die mit Vorspannung sowohl in radialer wie aehaialer Dichtung
©ingebaute federspinne 9 die Fassung 6 in genau zentrischer Lage und drückt sie zugleioh auf ihre Gleitfläche
4a im ,Boden des Lagereinsatzes 4«
Ein achHiaIer Stoss des Legerzapfens 2 auf den Beckstein 8 wird unmittelbar auf die Federspinae 9, die mit
ihren 'Federaungen 9b auf dem Deckstein aufliegt, übertragen und lässt diese sich unter Federung ihrer Arme 9c
senkrecht au ihrer Ebene durchbiegen. Bie Federung ist ins Vergleich au jener in radialer Richtung m iitmm·
weich, gleichwohl aber genügend, um die Hassung mit ausreichender Kraft auf die Gleitfläche 4a su drücken» In bekannter
Weise an der Tielle 1 und as lagereinsats 4 angebrachte Anschläge dienen zum. Abfangen grosser StOBae
Bei radialem Stoes gleitet die Fassung 6 auf ihrer Gleitfläche 4a im Lagereinsats 4, wobei die Pederarme sich
in ihrer- Ebene entsprechend durchbiegen. Die Federung wirkt im Vergleich zu ^ener in achsialer Sichtung härter
und, da von der "Reibung der Passung 6 auf der Gleitfläche 4a wenig Kraft aufgezehrt wird, vermag die "Peöerspinne den
Lagerkörper 6, 7, 8 wieder in seine Eentrisohe Ruhestellung genau eurllcksufuhren.
Bei schrägen Stössen kann der Lagerkörper, sofern
er sich nicht gang von seiner GleitflIohe 4e abhöbt, gegebenenfalls ein© Wippbewegung: um die üussenlsnte seiner
Standfläche 6b ausführen, die au diesem Sweclt schmal gehalten ist.
Zum AuseinaBdernehmen der Lagerung wird die Feder» spinne 9 mit der Pinzette erfasst und (auf der Zeichnung)
gegen den Uhrzeiger verdreht. Es lcoramen dabei die halbmondförmigen Klauen Sd der Pederarme 9c auf dem ebenfalls
halbmondförmigen Srund der Ausfrlisungen 4d zur aufläge und steigen an diesen bei weiterer drehung der P^derspinne
hoch, bis sie auf die Rlngfläche 4c austreten und nun die Psdersplnne in achsialer Richtung herausgenommen werden
kenn. Es kann nunmehr au& die Mssung 6 aus dem lagere insetz herausgehoben und aus diesearwiederum der Beotesteln
entfernt werden. - Belm Zusammenbau wird die Federopinne 9 mit ihren 3 Klauen 9d in die drei Präsungen 4f im Iegeralnsstz 4 eingelegt und mit einer Pinzette nach unter KedrUelct.
sodann rt Uhrzeigersinn verdreht. Die Klauen 9d steigen bei der Verdrehung zunächst &a&>
die Hingflaohe 4o -betete und rasten bei weiterer Verdrehung in die A us fräsungen 9d ein,
womit die Pederspinne in ihrer "Endlage gesichert 1st.
Claims (9)
1. Federnde Iagerung für Wellenzapfen in feinmechanischen Setrieben8 insbesondere für IJnruh1-S: pfen,
bei der eine Federspinne Anwendung findet, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgespannte Iederspiniie den Iager-Mrper
federnd zentriert und zugleich federnd gegen eine senkrecht zur '«Ί olle verlaufende und Von dieser durchsetzte
ebene Gleitfläohe andrückt,
2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die /ederspinne eine mittlere Öffnung aufweist, gegen
deren SJSdeeB-sich der durciiloo'hte Teil des lagerfc-irpers radial abstutzt, während ein vom durchlooircen Teil abhebbarer
Tieckteil zur iJbertra^ung der achsialen Federfcrlfte dient.
3. Lagerung naoh Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der durchloohte Iagerteilt aus einem lochstein (7)
und einer fassung (6) besteht, welche zugleich zur Aufnahme des Uecirsteins (8) dient.
4. Lagerung nach den Ans r dc hen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet
, dass an den Ttnnd (fa) der mittleren Federöffnung naoh innen ragende ^aaerzungen {9b) angeschnitten
sind, die auf dem Beckstein (3) aufliegen«
5. Lagerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Rand (6c) der Fassung, der Uber den Deekstein (8}
vorsteht, Einschnitte (6e) angebracht sind, in welchen die Peöerzungen (9b) liegen.
6. lagerung nach einem oder mehreren der Anspruch©
1-5, dadurch gekennzeichnet, dass öle Plaohe (6b), mit welcher der IagerkSrper auf seiner Gleitfläche (4a) atafliegt, ringförmig und so aohmal gehalten ist, tose der
Lagerkörper gegebenenfalls auoh kippen lcann.
7. Lagerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-6, daduroh gekennzeichnet, dass die ^ederspinne (B) wenigstens drei «■■Uaicht durchweg radial verlaufende Pe-
derarme (6c) besitzt, mit deren freien Ende sie sich hei entsprechender Vorspannung radial und achsial gegen ein
Widerlager (4c, 4d) abstützt.
8. Lagerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ""ederanne im wesentlichen in flacher Spiralkrümmung zur Mitte der Pederspinne 9 verlaufen und sich mit
ihren Bpgenkanten (bei 4e) radial gegen ein ringfSmiigee Widerlager (4o) abstütaen, während zur Aostützung in aohsialer Richtung an die freien IMden der *.rme (9c) angeschnittene Klauen (9d) dienen, die in Ausnehmungen (4d) in der
ringförmigen Widerlagerfläche (4c) eingreifen.
9. Lagerung nach Anspruoh 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klauen Od) in der Pederebene halbmondförmig
nach aussen gekrümmt sind und in ebenso gekrümmte, etwas tiefer gehaltene iiusfrasungen (4d) eingreifen, damit bei
einer Drehung der Pederspinne um ihre Achse die ICLauen (Sä) auf den bogenförmig gekrümmten Gegenflachen (4d) zur
Anlage kommen und auf diesen unter raäl&lem Einwärtsfedera der Pederarme (9c) bis auf die ringförmige Widerlagerflache (4o) hochsteigen können und die P^dersplnne (9)
aus dem Lagereinsatz (4) herausgenommen weröen kann.
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