DEP0050092DA - Verfahren zur Herstellung von Schalen aus Mineralfasern für Rohrisolierungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schalen aus Mineralfasern für Rohrisolierungen

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DEP0050092DA
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Germany
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shells
mineral fibers
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drying
core
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Lambert Mannheim Jansen
Original Assignee
Grünzweig & Hartmann GmbH, Ludwigshafen
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von sog. Isolierschalen für die Isolierung von Rohrleitungen. Es ist bekannt, solche Schalen aus Mineralfasern wie z.B. Glaswolle, Schlackenwolle oder Steinwolle herzustellen. Dabei werden die Fasern gewöhnlich mit Hilfe von Bindemitteln zu den gewünschten Formstücken verfestigt. Als Bindemittel dienen hierbei z.B. Leim, Kleister, bituminöse Stoffe, Wasserglas, Harze, Kunstharze o.dgl.
Die Formgebung erfolgt auf verschiedene Weise. Bei der Herstellung von Schalen aus sogenanntem Glasgespinst wird aus den von der Trommel abgeschnittenen Strängen zunächst ein dünner Schleier gebildet, der dann mit einer grossen Zahl von Windungen auf einen Holzkern ausgewickelt wird. Anschliessend erfolgt die Tränkung mit dem Bindemittel und die Trocknung.
Bei einem anderen Verfahren wird kurzfaserige Mineralwolle zunächst in Wasser aufgeschlemmt, daraus ähnlich wie bei der Papier- oder Pappeherstellung eine ganz dünne, zusammenhängende
Schicht gebildet und diese mit vorheriger oder nachträglicher Imprägnierung bis zu der gewünschten Stärke auf einen Kern ausgewickelt.
Es ist ferner bekannt, die Fasern in trockenem Zustand in eine durchlöcherte Form zu bringen und sie dann in diesem Zustand z.B. durch Eintauchen der Form in eine Leimlösung zu tränken und später zu trocknen.
Bei dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung wird ein neuer Weg eingeschlagen, und zwar dienen als Ausgangsmaterial sogenannte Vliese, die bei der Herstellung von Fasern mit dem Düsenblasverfahren unmittelbar anfallen. Die Vliese bestehen aus leicht verfilzten Fasern, sie haben also nur einen geringen Zusammenhang und eine Stärke von etwa 0.5 bis zu einigen cm. Diese Vliese werden zunächst in das verdünnte Bindemittel getaucht, bis sie vollkommen durchtränkt sind und dann unter leichtem Druck bis zu der gewünschten Stärke auf einen Kern aufgewickelt. Im allgemeinen sind nur wenige Lagen erforderlich. Beim Aufwickeln wird ein Teil des überschüssigen Bindemittels bereits durch Ausquetschen entfernt. Anschliessend werden die Schalen entweder abgesaugt, d.h., es wird z.B. von innen nach aussen Luft hindurchgesaugt, oder aber die Schalen werden um ihre eigene Achse geschleudert. Das Letztere ist besonders vorteilhaft. Auf diese
Weise wird ein grosser Teil des Bindemittels bzw. des Lösungsmittels aus der Mineralwolle entfernt. Bei Anwendung eines geeigneten Bindemittels erhalten die Formstücke hierdurch bereits eine gewisse, wenn auch sehr geringe Festigkeit, die gerade genügt, um sie sogleich aus der Form herausnehmen zu können und ohne Form zu trocknen. Auf diese Weise kommt man auch bei der Massenfabrikation mit wenigen Formen aus. Durch das vorherige Entfernen der Form wird die Trockenzeit erheblich abgekürzt. Auch durch das Absaugen oder Abschleudern eines grossen Teiles des Bindemittels oder des Lösungsmittels, wird das Trocknen ganz erheblich beschleunigt.
Für das Verfahren können die meisten für ähnliche Zwecke bekannten Bindemittel verwendet werden. Das Verfahren eignet sich besonders gut, wenn als Bindemittel stark quellfähige Stoffe wie z.B. Stärkekleister oder Zellulosekleister allein oder in Mischung mit anderen Stoffen verwendet werden. Auch Bindemittel auf Kunstharzbasis sind geeignet, namentlich solche, die den Mineralfasern schon nach kurzer Zeit eine gewisse Festigkeit verleihen, so dass nach dem Absaugen oder Schleudern die Form entfernt werden kann, ohne dass die Schalen sich verformen.
Nach dem Trocknen werden die Schalen entweder zu Halbschalen oder Segmenten zerschnitten. Besonders vorteilhaft ist es, sie in einer an sich bei Schalen aus Glasgespinst bekannten Weise nur auf einer Seite einzuschneiden und die gegenüberliegende Seite nur leicht anzuschneiden, sie können dann bei der Verlegung auf das Rohr aufgeklappt und besonders einfach verlegt werden. Ausserdem hat man dadurch den Vorteil, dass stets nur genau aufeinanderpassende Schalenhälften zusammenkommen.
In der Zeichnung ist ein ausführliches Beispiel einer Isolierschale gemäss der Erfindung dargestellt. Auf der Stirnseite bei 1 sind die einzelnen Lagen, aus denen die Schale gewickelt ist, sichtbar, es sind in diesem Falle drei bis vier. Die Schale ist nur bis Punkt 2 eingeschnitten, sodass die äussere, erhalten gebliebene Schicht bei der Verlegung wie ein Scharnier wirken kann.
Bei 3 sind kleine Haken dargestellt, die nach dem Schnitt der Form in diese eingedrückt werden und ein Wiederöffnen der Schalen verhindert.
Über den Schalen kann in beliebiger und an sich bekannter Weise ein Überzug aus Gips, Hartmasse, Blech o.dgl. angeordnet werden.

Claims (7)

1. Verfahren zur Herstellung von Schalen für Rohrisolierungen aus Mineralfasern mit Hilfe von Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, dass verfilzte Bahnen (Vliese) aus Mineralfasern, insbesondere aus der nach dem Düsenblasverfahren hergestellten Steinwolle, zunächst in eine Lösung des Bindemittels getaucht, dann auf einen Kern aufgewickelt, nach dem Aufbringen einer äusseren durchlöcherten Form ein Teil des Bindemittels bzw. des Lösungsmittels durch Absaugen oder durch Schleudern entfernt und die Schalen anschliessend zwecks Trocknung oder Erhärtung des Bindemittels erwärmt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Trocknen der Schalen die äussere Form entfernt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Trocknen auch der Kern entfernt und durch eine Stütze ersetzt wird, welche die Bohrung nicht vollständig ausfüllt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Trocknen sowohl die äussere Form als auch der Kern entfernt werden und die Schalen zum Trocknen auf eine biegsame Unterlage aus dünnem Drahtgeflecht in Form einer Hängematte gelegt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel ein Kleister vorzugsweise aus aufgeschlossener Zellulose gegebenenfalls mit Zusätzen anderer Stoffe verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bindemittel auf Kunstharzbasis verwendet wird, das den Mineralfasern schon nach kurzer Zeit eine geringe Festigkeit verleiht, sodass nach dem Absaugen oder Schleudern die Form entfernt werden kann, ohne dass die Schalen sich verformen.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen erst nach dem Trocknen zu Halbschalen oder Segmenten aufgeschnitten werden oder aber nur auf einer Seite eingeschnitten werden, sodass sie bei der Verlegung auf das Rohr nur aufgeklappt zu werden brauche.

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