DER0012267MA - - Google Patents

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DER0012267MA
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copper
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. August 1953 Bekanntgemacht am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bekanntlich, zeigen Polyacrylnitrilfasern sowie i,' mit diesen verwandte Faserstoffe nur eine geringe Affinität zu anionischen Farbstoffen (Säurefarbstoffe, substantive Farbstoffe, Estersalze von Küpenfarb.stoffleukoverbindungen u. dgl.). Durch eine Mitverwendung von Kupfer (I)-verbindungen im Färbebad läßt sich diese Affinität wesentlich verbessern. Wegen der Unbeständigkeit der Kupfer (I)-verbindungen wird in der Technik so verfahren, daß man dem Färbebad eine Kupf eckverbindung zusammen mit einem Reduktionsmittel zugibt, welches die Kupfer(II)-verbindung in die Kupfer (I)-verbindung überführt.
Für diesen Zweck sind verschiedene Reduktionsmittel, wie oxymethansulfinsaures Zink, Formaldehyd-sulfoxylat u. dgl., vorgeschlagen worden. Wegen der Beeinflussung .reduktionsempfindlicher Farbstoffe durch diese Mittel konnten sich die genannten Reduktionsmittel nicht durchsetzen. Wesentlich vorteilhafter verhält sich das Hydroxylaminsulfat, das aber auf Grund seines hohen Preises die Färbekosten sehr wesentlich erhöht, ganz abgesehen davon, daß es technische Schwierigkeiten, so z. B. die Reduktion der Kupferverbindungen bis zum metallischen Kupfer, einschließt.
Gemäß dem neuen Verfahren werden diese Nachteile in der Weise behoben, daß als Reduktionsmittel Eisen(II)-verbindungen im Färbebad zur Verwendung kommen. Diese sind unvergleichlich billiger als das Hydroxylaminsulfat, führen zu
509 658/33
R 12267 IVb/8m
keiner Abscheidung von metallischem Kupfer und erhöhen gleichzeitig die Affinität zu den anionischen Farbstoffen, derart, daß die Färbegeschwindigkeit gegenüber den bisher bekannten Methoden wesentlich erhöht wird. Zweckmäßig setzt man dem Färbebad, um eine etwaige Ausscheidung unlöslicher Eisenverbindungen zu verhindern, geringe Mengen Komplexbildner, wie z. B. Polyphosphate, zu.
Beispiel ι
Dem Färbebad setzt man 2 bis 4% Weinsäure, bezogen auf das Warengewicht, und hierauf 0,8 bis ι g/l eines handelsüblichen Polyphosphats von neutraler bis schwach saurer Reaktion zu. Hierauf fügt man je nach gewünschter Farbtiefe 5 bis io°/o Kupfer (II)-sulfat und außerdem 10 bis 20% Eisen(II)-salz (z.B. Eisen (II)-sulfat oder Ferroammoniumsulfat) unter mäßigem Rühren zu. Der pH-Wert des Bades soll sich zwischen 3 und 4 bewegen. Nach Zugabe des gelösten Farbstoffs geht man mit der Ware ein und treibt allmählich zum Kochen, wobei das Färbegut ausreichend bewegt wird. Je nach Farbstoff wird 1V2 bis 2 Stunden am Kochen gehalten. Im Interesse eines vollkommenen Ausziehens kann dem Färbebad gegen Ende des Färbeprozesses nochmals 2 bis 3% Kupfer (II)-sulfat zusammen mit 4 bis 6% Eisen(II)-sulfat zugefügt werden. Nach dem Färben wird gespült und geseift. /
Bei spiel 1'2..W
Man mischt 25 g Kupfersulfat, 50 g Eisensulfat, 7>5 g l Weinsäure krist. und 2,5 g Polyphosphat ,.» innig zusammen.
Mit 17% (bezogen auf das Gewicht des zu färbenden Materials) dieses Präparates setzt man ein Färbebad an und gibt den gelösten Farbstoff zu. Man färbt damit, wie im Beispiel 1 beschrieben.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Färben von Polyacrylnitrilfaserri und verwandten Faserstoffen in Gegenwart von reduzierten Kupfer(II)-verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion der Kupfer(II) -verbindungen im Färbebad mit Eisen(II)-verbindungen vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Färbebad Komplexbildner zugesetzt werden.
© 509 658/33 2. 56

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