DER0012971MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. November 1953 Bekamntgiemacht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren
zur Herstellung von Farmkörpern, insbesondere Platten, aus insbesondere stark wasserhaltigen,
gegebenenfalls mit härtbaren Bindemitteln zusätzlich versetzten Holzspan, Hoilzfaserstoffen oder
anderen organischen Faserstoffen. Solche Formkörper können z. B. aus Säge- oder Hobelspänen
und einem Bindemittel bestehen, das ein Kunstharz sein, oder auch durch entsprechende thermische
Druckbehandlung der Holzabfälle aus der Holzsubstanz selbst gewonnen werden kann. Die Formgebung
und Härtung solcher Formkörper erfolgte bisher allgemein in Warmpressen, in die die Vorformlinge
eingesetzt werden. Solche Pressen stellen bekanntlich einen besonders kostspieligen Teil der
Fabrikationsanlage dar und sollen, daher aus wirtschaftlichen Gründen im Betrieb möglichst
weitgehend ausgenutzt werden. Weisen jedoch die zu verpressenden, Formlinge einen, relativ hohen,
Wassergehalt auf, so wäre ihre Trocknung in einer Warmpresse sehr unwirtschaftlich, d,a dliesfalls die
Wasseirmenge, die nicht durch Druck, sondern, nur durch die Verdampfung entfernbar ist, grotß ist
und ihre Verdampfung erhebliche Zeit erfordert, während welcher die Presse untätig1 sein muß.
Diese Mängel werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß die Vorform linge unter
Zwischenschaltung an sich bekannter Durchström-
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kanäle und Oberfiachenoffnungeri enthaltender
Zwischenlagern gestapelt und der Stapel in bekannter Weise in ,einer. Presse kalt in einem
Spannrahmen eingeschlossen und außerhalb der Presse in eingespanntem Zustand vorzugsweise
unter Durch! ei tang eines Heizmediums durch die .Kanäle getrocknet wird. Dadurch wird die Preßdauer
auf ein Mindestmaß herabgesetzt, und die Trocknung wird außerhalb der Presse durchgeführt,
so daß letztere sehr bald zum Pressen eines neuen Stapels zur Verfügung steht. Außerdem
ergeben sich gleichmäßige Behandlungseffekte über den, ganzen Querschnitt das Stapels.
Bekannt ist zwar ein Verfahren zum Trocknen von. Stapeln, die in eine Spannvorrichtung eingespannt
und durch heiße Luft getrocknet werden. Hierbei bestehen jedoch die Stapel aus Bauholzlagen,
Zwischenlagen aus porösem Stoff und Abstandhalten! aus, gelochten! Blechen mit WeIl-
ao blech- oder Rohreinlagen. Außerdem wird! das
Bauholz in der Stapelform nicht gepreßt, um auf diese Weise Wasser aus dem Holz zu entfernen.
Ferner ist auch das Pressen von verhältnismäßig
trockenem Fasermaterial und das nachträgliche Erhitzen des Materials in einem Spannrahmen an
sich bekannt. Durch das Erhitzen des gespannten Materials soll aber eine bessere Verleimung bzw.
eine bessere Härtung der als Bindemittel vorgesehenen härtbaren Kunststoffe erreicht werden.
Dagegen ist dieses Verfahren, nicht dazu bestimmt, größere Wassermengen aus dem Fasertnaterial zu
entfernen.
Das erfindungsgemäßei Verfahren eignet sich
insbesondere zur Herstellung von mittelharten, relativ porösen Platten mit einem: spezifischen Gewicht
von etwa'700 bis 800 kg/m3. Solche Platten weisen eine befriedigende Isolierwirkung, daneben
aber gegenübier1 typischen Dämmplatten auch höhere Festigkeit auf. Auch typische Dämmplatten mit
niedrigerem spezifischem Gewicht können nach der Erfindung erzeugt werden.
In. der Zeichnung ist die Erfindung an Hand einer beispielsweisen Vorrichtung zur Herstellung
von Platten, schematisch dargestellt.
Fdg. ι und 2 zeigen einen Stapel in Vorder- bzw.
Seitenansicht;
Fig. 3 und 4 zeigen in, größerem Maßstab einen Teil eines solchen Stapels in Ansicht bzw. Draufsicht;.
Fig. 5 ist ein lotrechter Schnitt durch eine Trockenkammer.
Es sei beispielsweise angenommen, daß Platten aus einer Fasermasse herzustellen sind, dile etwa
aus gleichen Gewichtsteilen Trockensubstanz und Wasser besteht. Gemäß Fig. 1 und, 2 werden, Vorformlinge
1 aus dieser Masse abwechselnd mit Zwischenlagen 2 zu einem Stapel übereinandergeschichtet.
, Gemäß Fig. 3 und 4 besteht jede Zwischenlage 2 aus zwei in Abstand verlaufenden
S tahlblechen 3, zwischen denen eine Reihe paralleler
Stege 4 aus Stahlblechstreifen angeordnet ist. Die Verbindung zwischen den Blechen 3 und den
Stegen 4 erfolgt z. B. durch Punktschweißung, denen Durchführung insbesondere dadurch ■erleichtert,
wird, daß die Bleche.3 mit zahlreichen Öffnungen, z, B. in Form von Schlitzen 5, versehen
sind, an denen die Stege 4 nach außen hin frei liegen. Wie in Fig. 4 dargestellt, zeigen die Stege 4
einen zickzaekförmigen, (oder auch wellenförmigen)
Verlauf, dessen Vorteile nachstehend angegeben sind,
Die oberste Zwischenlage 2 des Stapels ist mit einer Reihe vom parallelen Trägern 6 verbunden,
deren Enden beiderseits über den Stapel vorstehen. ■
In gleicher Weise ist die unterste Zwischenplatte 2 mit unteren Trägern 7 verbunden. Je zwei übereinanderliegende
Träger 6 und 7 können durch Aufstecken eines Bügels 8 auf ihre Enden miteinander
verbunden werdien.
Der zwischen den aus den Trägern 6 und 7
gebildeten Querhäuptern angeordnete Stapel aus Vorformlingen 1 und Zwischiemliagen 2 wird! in der
in Fig. ι durch einen oberen, und unteren Stempel 9 bzw. 10 .angedeuteten Presse ohne Wärmezufuhr
einem Druck von z. B. 30 bis 50 at ausgesetzt,
wodurch ein Großteil des Wassergehaltes, der Formkörper, z. B. Platten, entfernt und die Dicke
der letzteren stark herabgesetzt wird. Hierauf werden die Bügel 8 aufgebracht, so daß der Stapel
nach Lüften der Presse weiter unter Druck gehalten wird. Die Querhäupter 6, 7 und die Bügel 8
können mannigfach abgeändert werden. Wesentlich ist bloß die Ausbildung einer den Stapel
umfassenden Einspannvorrichtung, welche ermöglicht, den Stapel unter Druck zu halten,
Die Zwischenlagen, 2 sind zur Aufnahme erheblicher Preß drücke fähig, da die Kraft durch die
zahlreichen Stege 4 übertragen, wird und diese relativ niedrig sind (die Gesamthöhe einer
Zwischenlage 2 beträgt z.B. 20mm), so daß
sie erhebliche Kniickbeanspruchungen, aufnehmen können.' Durch die Zickzack- oder Wellenform ist
überdies eine wirksame Versteifung der Stege gegen Knicken, gegeben.
Der Stapel wird, nunmehr auf einem Wagen 15 !°5
in eine Trockenkammer 11 gefahren, die mit einem Einlaß 12 und einem Auslaß 13 für das Heizmedium,
z. B. Heißluft, versehen ist, Als Heizmedium können, selbstverständlich auch zur Verfügung
stehende heiße Abgase bzw. Rauchgase no verwendet werden. Der Stapel nimmt! in der
Trockenkammer eine solche Stellung ein, daß die zwischen den Stegen 4 der Zwischenlagen gebildeten
Kanäle in der Strömungsrichtung des Heizmediums, also in Fig. 5 von links nach rechts, verlaufen.
Durch eine dem, Umriß des Stapels angepaßte Haube 14 wird dafür gesorgt, daß die gesamte
Menge des Heizmediums durch die genannten Kanäle streicht. Hierbei werden die Bleche 3 und
damit auch jeder einzelne Formling 1 intensiv geheizt. Der entwickelte Wasserdampf kann nicht
bloß an den, Plattenrändern., sondern auch durch die zahlreichen Schlitze 5 austreten. Der zickzackförmigebzw.
wellenförmige Verlauf der Stege 4 hat auch einen wärmetechnischen Vorteil, da das
zu einer gewundenen Bahn gezwungene Heiz-
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medium die Stege 4 intensiver bestreicht und erhitzt, die ihrerseits ihre Wärme durch Leitung an
die Bleche 3 und somit an das Trockengut abgeben. Das Heizmedium kann auch umgewälzt werden,
wie dies bei Trockenverfahren an sich bekannt ist. Die Trocknung ist beispielsweise in etwa zwei
Stunden beendigt, während der Preßvorgang bloß wenige Minuten dauert, so daß die Presse in
kurzen Zeitabständen, mit neuen Stapeln beschickt werden kann. Nach beendeter Trocknung und Entfernung
der Bügel 8 wird der Stapel zerlegt und die fertigen Platten entnommen.
Zusätzlich zur oder unter Umständen auch an Stelle der Trocknung der wasserhaltigen Formlinge
mittels Wärmezufuhr kann gegebenenfalls auch eine Unterdrucktrocknung bewirkt werden, beispielsweise
in der Art, daß in der Trockenkammer 11 (Fig. 5) ein evaporierender (entwässernder)
Unterdruck dauernd oder für bestimmte Zeitabschnitte erzeugt bzw. aufrechterhalten wird;
man, kann so eine miitunter erwünschte Beschleunigung des Trocknungsprozesses erzielen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern, insbesondere Platten, aus vorzugsweise stark wasserhaltigen, gegebenenfalls mit härtbaren Bindemitteln zusätzlich versetztem Holzspan-, Holzfaserstoffen oder anderen organischen Faserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorformlinge unter Zwischenschaltung an sich bekannter, Durchströmkanäle und Oberflächenöffnungen enthaltender Zwischenlagern gestapelt und der Stapel in an sich bekannter Weise in einer Presse kalt in einen Spannrahmen eingeschlossen und außerhalb der Presse in eingespanntem Zustand vorzugsweise unter Durchleitung eines Heizmediums durch die Kanäle getrocknet wird.
- 2. Zwischenlage zur Durchführung dies Verfahrens nach Anspruch r, gekennzeichnet durch zwei parallele, mit öffnungen versehene Stahlbleche (3), die durch eine Reihe von parallelen, zu den Platten (3) senkrecht stehenden Stegen (4) aus Stahlblechstreifen, in Abstand gehalten und untereinander insbesondere durch Schweißung verbunden sind.
- 3. Zwischenlage nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen wellenförmigen oder zickziackförmigen Verlauf der Stege (4).In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 981 846;
britische Patentschrift Nr, 563 912.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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