DER0014411MA - - Google Patents

Info

Publication number
DER0014411MA
DER0014411MA DER0014411MA DE R0014411M A DER0014411M A DE R0014411MA DE R0014411M A DER0014411M A DE R0014411MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dolomite
water
bucket
container
mixed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Juni 1954 Bokaiiiitgcmacht am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind Verfahren zur Herstellung von Sorelzement od. dgl. mit direkter Beheizung des Brenngutes durch heiße Feuergase bekannt.
Die Erfindung besteht in einem Verfahren zum Brennen von Dolomit in stückiger Form mit direkter Beheizung des Brenngutes durch heiße Feuergase bei etwa 7000 C während etwa 6 Stunden, wobei der so geglühte Dolomit anschließend an der Luft auf etwa 300 C abgekühlt wird und nach Tauchen eines Teiles des Brenngutes in Acetat enthaltendes Wasser und eines anderen Teiles in Natron-Wasserglas- und Pottaschelösung enthaltendes Wasser beide Teile vermischt dem Brennofen für ein etwa 4stündiges Glühen bei etwa 6oo° C zurückgeführt werden.
Hierbei enthält der eine Behälter erfindungsgemäß wäßrige Acetatlösung (Natriumacetat) und der zweite Behälter wäßrige Wasserglas- und Pottaschenlösung.
Mit besonderem Vorteil werden erfindungsgemäß vom geglühten Dolomit zwei Teile in Acetatlösung und ein Teil in Natron-Wasserglas-Pottaschen-Lösung getaucht.
Das Glühen des Dolomits erfolgt in besonders wirtschaftlicher Weise mittels aus nassem Torf, grünem Holz und/oder Braunkohle gewonnnenen Generatorgases. Dabei kann die Asche des Generatorgases zur Pottaschenlösungsherstellung dienen.
Der erfindungsgemäß hergestellte Sorelzement wird dann auf Zementfeinheit gemahlen, mit an-
609 659/434

Claims (2)

R14411IVc/80b deren Mineralien wie Quarz, Granit, Kieselgur, oder mit Holzmehl, Torfmull vermischt und hierauf mit; Magnesiumchloridlauge übergössen und verrührt. Hierdurch wird eine teigige Masse erhalten, die man verstreichen oder beliebig verformen kann. Je nach dem Mineralzuschlag können entsprechend harte und verschleißfeste Erzeugnisse hergestellt werden. Selbst beim Zuschlag von Holzmehl und/oder Torfmull werden bisher noch ίο nicht erreichte Härten erzielt. So ergab eine vom Materialprüfungsamt durchgeführte Härteprüfung einer Sägemehl enthaltenden Fußbodenplatte mit einer io mm Stahlkugel und einer 3minutigen Auflast von 50 kg folgende Härtewerte in kg/mm2 aus den Eindruckdurchmessern·: 6,37 — 7,24 — 7,95· In DIN 272 wird fürlndustriestampfböden eine Härte von 3 kg/mm2 nach-7 Tagen, eine solche'von 4 kg/mm2 nach 28 Tagen verlangt. Die mit dem erfindungsgemäßen Sorelzement erzielten Werte liegen demnach wesentlich über den !geforderten Normenwerten. Hierbei kann noch größere Festigkeit erzielt werden, wenn die teigige Masse vor dem Abbinden gestampft bzw. geschlagen wird, um hierdurch alle Luftporen zu beseitigen. Werden der Magnesiumchloridlauge erfindungsgemäß noch wasserlösliche Kunstharze, vorzugsweise 2 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des angewendeten Magniesiumchlorids, zügesetzt, so erhält man kittartige Wirkung. Besonders erwähnenswert ist das außerordentlich schnelle Abbinden des erfindungsgemäßen Sorelzements und sein geringes Schwundmaß. Das erfmdüngsgemäße Verfahren zur Herstellung des Sorelzements wird in folgender Weise durchgeführt: Gebrochener Dolomit wird in einen Brennofen gefüllt und etwa 6 Stunden, bei etwa 7000 C geglüht, dann unten abgezogen und an, der Luft auf etwa 300 C abgekühlt Hierauf wird dieser Dolomit in einen Tragkübel gefüllt, der beispielsweise mittels eines schwenkbaren Kranes in .einen Behälter getaucht wird, der mit wäßriger Acetatlösung gefüllt ist. In diesem Behälter verbleibt der gebrannte Dolomit so lange, bis er völlig mit der Lösung gesättigt ist, was man am Sprudeln der Flüsisigkeitsoberfläche erkennen kann. Gleichzeitig wird dabei der gebrannte Kalk, der im Dolomit enthalten ist, gelöscht und setzt sich teilweise auf den Behälterboden·- ab., Hierauf.; wird /der ;,Kübel hochgezogen, und man läßt die Flüssigkeit in den Behälter abtropfen. Nachdem die;?; geschehen, wird der Kübel in den Ofen entleert'.-.'-'ix In gleicher Weise wird'.auch .mitFeinem zweiten Kübel gebrannten Dolomits. verfahren. Vorzugsweise der dritte mit gebranntem Dolomit gefüllte Kübel wird in einen anderen dicht daneben Stehendan Behälter · eingetaucht,- - def-; ^Nätron-Wasserglas- und Pottaschenlösung gemischt enthält. Auch hier verbleibt der gebrannte Dolomit so lange, bis daß er sich völlig mit Wasser vollgesaugt hat. Hierauf zieht man ihn heraus, läßt die Flüssigkeit abtropfen und entleert den Inhalt wiederum in den Brennofen, So erfolgt eine gute Vermischung beider verschieden behandelter Teile des gebrannten Dolomits. 65^ In dem Brennofen wird der wie beschrieben vorbehandelte Dolomit abermals 4 Stunden bei etwa 6oo° C gebrannt und dann auf Zementfeinheit gemahlen. Dieses Mahlgut wird nun mit beliebigen » anderen Mineralien im beliebigen Mischungsverhältnis, wie Quarz, Granit, Kieselgur,· Sand, sorgfältig vermengt und mit Magnesiumchloridlauge Übergossen und verrührt. Man kann aber auch Holzmehl und Torfmull beispielsweise zum Herstellen von Steinholzfußböden verwenden. . ■.. Patentansprüche:
1. Verfahren zum Brennen von Dolomit in stückiger Form für die Herstellung von Sorelzement od. dgl. mit direkter Beheizung des Brenngutes durch beiße Feuergase bei etwa 7000 C und etwa 6 Stunden lang, dadurch gekennzeichnet, daß das Brenngut anschließend an der Luft auf etwa 300 C abgekühlt und nach Tauchen eines Teiles des Brenngutes in Acetat enthaltendes , Wasser und eines anderen Teiles in Natron-Wasserglas und Pottaschenlösung enthaltendes Wasser, beide Teile vermischt dem Brennofen für ein etwa 4stündiges Glühen bei etwa 6oo° C zurückgeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vom geglühten Dolomit zwei Teile in das Acetat enthaltende Wasser und ein Teil in die Natron-Wasserglas-Pottaschen-Lösung getaucht werden.
© 609 659/434 10.56

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2726121C2 (de) Rohmischung zur Herstellung von Zementklinker
DE3445503A1 (de) Verfahren zur herstellung von briketts
DE418101C (de) Verfahren zur Nutzbarmachung von Gichtstaub, Kiesabbraenden oder anderen eisenhaltigen Stoffen
DER0014411MA (de)
DE962146C (de) Verfahren zum Brennen von Dolomit zur Herstellung von Sorelzement od. dgl.
DE912453C (de) Betrieb von Giessereischachtoefen
DE2843128C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Portlandzementklinker
DE654369C (de) Verfahren zur Herstellung von porigen, feuerfesten Formlingen
DE427801C (de) Verfahren zur Herstellung von ungesinterten hydraulischen Bindemitteln aus OElschiefer und Kalkstein u. dgl.
DE800218C (de) Verfahren zur Herstellung poroeser Baustoffe
AT153208B (de) Feuerfestes Erzeugnis.
DE74819C (de) Kohlung von Eisen in der Giefspfanne durch Ziegel aus Kohle und Kalk
DE967758C (de) Verfahren zum Brennen von Feuerstein und zum Herstellen von Silikasteinen
DE867072C (de) Verfahren zur Herstellung von feuerfesten Steinen und Dampfmassen aus gesintertem Dolomit
DE185602C (de)
DE2620824C3 (de) Bindemittel zur Herstellung von im Autoklaven zu härtenden Baumaterialien und Verfahren zu seiner Gewinnung
DE218428C (de)
AT103491B (de) Verfahren zur Herstellung von hydraulischen und zementartigen Bindemitteln aus kalkreicher Braunkohlenasche.
DE698857C (de) Verfahren zum Herstellen von festen, schmelzfaehigen Briketten aus Eisen- und Stahlspaenen
DE973724C (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Baustoffen
DE237492C (de)
DE9473C (de) Verfahren zur Entchlorung des Chlormagnesiums behufs Herstellung feuerfesten basischen Ofenraaterials
DE30545C (de) Verfahren zur Herstellung von manganhaltigem Koks
DE133251C (de)
AT130648B (de) Verfahren zur Herstellung eines Zusatzes für Mörtel oder Beton.