DEST006534MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. Juni 1953 Bekanntgemacht am 16. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht slich auf ein Honwerkzeug zum Bearbeiten von Innen- und Außenflächen mit
axial anieinandergereiht angeordneten, durch Zusammendrücken
aulfweitbaren Spreiizkörper.n. Die bisher verwendeten Honwerkzeuge wiesen teilweise
■ eine außen als Arbeitsfläche ausgebildete Hülse auf, welche durch innerhalb vorgesehene Spreizkörper
aufgeweitet bzw. verengt wurde. Man ist dann bereits dazu übergegangen, axial zusammendruckbare
Spreizkörper zu verwenden, die jeweils
mit einzelnen Schleifmiittelikörpern verbunden waren. Um noch eine weitere Vereinfachung zu
erzielen, hat man danin, noch Werkzeuge mit Spreizkörperii verwendet, die ohne Zwischenschaltung
irgendeines Schleifmittelkörpers unmittelbar auf die zu bearbeitende Fläche einwirken.
Hierbei war es jedoch erforderlich, dem Werkzeug entsprechende· Poliermittel während des ganzen
Arbeitsganges zuzuführen. Diese bisher bekannten Konstruktionen sind einerseits verhältnismäßig
teuer und erfordern andererseits eine ziemlich ums tänd'lli ehe Handbabung.
Um die Nachteile der bekannten, Anordnungen zu vermeiden, sind die Spreizkörper erfindumgsgemäß
mit einem Schleiifmittelüberzug versehen od'er bestehen aus einer ein Schleifmittel enthaltenden
Masse, wie z. B. Kunststoff, Gummi
od. dgl. Man -erspart auf diese Weise sowohl die besonderen Schleif mi ttelkörper alls auch die Zuführung
eines entsprechenden Poldermittelsi, wo-
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St 6534 Ib/67a
durch sich die Vorzüge dieser beiden Systeme
summieren. Die Spreizkörper können also nunmehr
direkt auf die zu bearbeitenden Flächen einwirken, ; ohne daß zusätzliche Mittel verwendet werden
müssen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen die· Spreizkörper radiale Schlitze auf, um
das Aufweiten, bzw. Zusammendrücken derselben zu erleichtern. Vorzugsweise sind mehrere S.preizkörperpakete
mit verschiedenem Außendurchmesiser aufeinanderfolgend angeordnet. Hierdurch
können z. B. stufenweise abgesetzte Bohrunigen in einem Arbeitsgang bearbeitet werden.
Die Zeichnung stellt ein Ausfühnung.sbeispieL der
Erfindung dar.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch ein Werkzeug
gemäß der Erfindung,
Fig. 2 einen Spreizkörper in Draufsicht und im Schnitt.
Der abgesetzte Teil eines· Führungsbolzens 1 ist
als Zeiitrierungszapfen. 2 für die Spreizkörper 3
ausgebildet. Die mit einem Durchbrach 4 versehenen Spreizkörper 3 sind von unten auf den in
die Durchbräche 4 eingreifenden Zapfen 2 so aufgeschoben, daß sich ein lamellenartiges Spreizkörperpaket
bildet. Dieses Spreizkörperpaket stützt sich mit seinem oberen, Ende auf einen Bund 5 des
Bolzens 1 und an seinem unteren Ende auf einer Andrückscheibe 6 ab, die auf dem Zapfen 2 in
axialer Richtung verschiebbar und durch eine Feder 7 gegen Verdrehung gesichert angeordnet
ist. Das untere Ende des Zapfens: 2 ist mit einem Gewinde 8 versehen, auf das eine zum Andrücken
der Scheibe 6 vorgesehene'Schraubenmutter 9 aufgeschraubt
ist. Auch der Bund 5 hat ein Gewinde 10 für eine Schraubenmutter 11, die auf die dem
Rande 3' benachbarten Teile der Spreizkörper 3 einwirkt.
Die in Fig. 1 im Schnitt dargestellten Spreiz körper
sind tellerfönmig gewölbte Kreisscheiben mit einer zentralen. Bohrung 4. Die Hüllnäche der
abgerundeten Ränder 3' isit eine Zy.liinderfläche.
Das Werkzeug eignet sich daher zum Läppen oder Honein von kreiszylindrischen. Innenflächen. Durch
Zurückdrehen der Schraubenmutter 11 und durch Festziehen der Schraubenmutter 9 wird der äußere
Rand der sich am Bund S abstützenden Spreizkörper durch die Andrückscheibe 6 nach oben gedrückt,
so daß die Spreizkörper 3 gespreizt werden,
und dadurch die Hüllfläche der Ränder 3' einen größeren Durchmesser erhält. Damit das Werkzeug
den so eingestellten Bearbeitungsdurchmesiser beibehält, wind die Schraubenmutter 11 gewissermaßen
als Kontermutter festgezogen:. SoM der Bea rfoei tu nig,s durchmesser verringert werden, dann
wird die Schraubenmutter 9 gelöst, so daß die Spreizkörper durch >die Elastiizitätskräfte wieder
stärker gewölbt werden.
In der Fig. 2 sind die Spreizkörper 3 a dar-,
gestellt. Um die Spreizkörper leichter spreizen zu können, sind radiale Schlitze .12 vorgesehen. Die
Spreizkörper 3a 'werden dabei, mit zueinander versetzten
Schlitzem aufeinandengereiht. Soll das
Werkzeug zum Honen, oder Feinziehischfeifen verwendet
werden, dann werden die Spreizkörper aus einer ein, wirksames Arbeitsmittel, z.B. Schmirgel
od. dgl., enthaltenden. Masse, z. B. Kunststoff, Gummi, Buna ,od. dgl., hergestellt. Man kann auch
den wirksamen Rand 3' von' metallischen Spreizkörpern
mit einem ein wirksames Arbeitsmittel enthaltenden Überzug, z. B. Einbrennlack, versehen.
Ein, weiteres in der Zeichnung nicht dargestelltes Ausfühnungsbei spiel sieht vor, daß mehrere
Spreizkörperpakete mit verschiedenen Spreizkörpern zum gleichzeitigen.' Bearbeiten, hintereinanderliegender,
verschiedener Flächen vorgesehen sind. Jedes Spreizköiiperpaket ist dabei für die
Bearbeitung einer bestimm ten. Bohrung oder eines bestimmten! Durchbruches vorgesehen. Die Spreizkörper
der verschiedenen Pakete können sich dabei sowohl im Durchmesser alls auch, in ihrer Gestalt
unterscheiden:. Wenden z. B. zwei Rakete von kreisförmigen Spreizkörpern mit verschiedenen
Durchmessern, verwendet, so können damit zwei sich aneiniander anschließende Bohrungen mit verschiedenen
Durchmessern' in einem Arbeitsgang beanbeitet werden. Es ist aber auch imögillich, durch
Verwendung vom z. B. kreisförmigen und auch rechteckigen, Spreizkörper!! gleichzeitig zwei inein- go
ander übergehende Durchbrülche mit quadratischen und zylindrischen Querschnitten zu bearbeiten.
Claims (1)
- P AT EN TANS PR UCHE:i. Honwerkzeug zum Bearbeiten' von Innen>und Außenflächen· mit axial aneinandergereiht ■angeordneten!, durch, Zusammendrücken aufweitlbaren .Spreizkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizkörper mit einem , Schleifmittelüberzug versehen sind oder aus einer ein Schleifmittel enthaltenden) Masse, wie z. B. Kunststoff, Gummi od. dgl., bestehen."2. Honwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizkörper (3„) radiale Schlitze (12) aufweisen.3. Honwerkzeug nach- Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ,mehrere Spreizkörperpakete mit verschiedenem' Außendurchmesser .aufeinanderfolgend angeordnet sind.In Betracht gezogene Druckschriften,: Deutsche Patentschriften Nr. 855661, 350083; französische Patentschrift Nr. 548 983.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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