DEST007571MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Dezember 1953 Bekanntgemacht am 22. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufwärtsfördern
eines durch ein Gas in einem Mischraum aufgelockerten Feststoffes in einer aus dem
Mischraum herausführenden Steigleitung, wobei der Mischraum mittels einer Zubringerschnecke von der
Seite her beschickt wird.
Das Fördern eines feinverteilten Feststoffs mit Hilfe eines Gases ist schon bekannt.. Dafür kann
eine Vorrichtung angewandt werden, in der der Feststoff mittels einer Förderschnecke einem Gasstrom
zugeführt wird. Um zu vermeiden, daß Gas über die Förderschnecke wegströmt, hat diese
Schraube eine abnehmende Ganghöhe, so daß der Feststoff, wenn er sich an der Schraube entlang
bewegt, zusammengepreßt wird, wodurch sich ein hinreichend gasdichter Ver'schlußpfropfen bildet.
Der Nachteil derartiger Vorrichtungen ist jedoch, daß der Feststoff (wegen dieses Zusammenpressens)
meistens nicht in feinverteiltem Zustand mit dem Gas gemischt wird, so daß keine homogene Suspension
erzielt wird.
Gemäß der Erfindung ist der Mischraum derart ausgebildet, daß er allmählich in die Förderleitung
übergeht, wobei als Feststoffzubringerschnecke eine solche mit konstanter Ganghöhe verwendet wird.
Dabei kann es vorteilhaft sein, daß der Feststoff-
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zubringerschneckenkanal in eine schräg aufwärts
gerichtete Leitung übergeht, die in die Seitenwand des Mischraums einmündet.
Durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist es in vorteilhafter Weise möglich, die oben aufgeführten
Nachteile ,zu vermeiden, da die Feststoffteilchen sich an der Abgabeseite der Schnecke in
einem Pseudoflüssigkeitszustand befinden und die Schnecke die Teilchen nicht mehr zusammenzupressen
braucht. Es ist auch nicht mehr erforderlich, mittels eines Gasstrahls oder mittels Preßluft zusammengepreßte
Teilchen wieder aufzuwirbeln.
An Hand der Beschreibung und Zeichnungen wird die Erfindung näher erläutert.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Querschnitt der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und
Fig. 2 stellt einen senkrechten Querschnitt einer abgeänderten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dar.
In Fig. ι wird der feinverteilte Feststoff, mittels
eines Drehschiebers aus einem Bunker oder Speisetrichter in eine mit einer Förderschnecke versehene
Zufuhrleitung 3 ' gebracht. Die Förderschnecke 4 transportiert den Feststoff in eine senkrecht aufgestellte
Mischkammer 5, in der der Feststoff mit Hilfe des durch die Leitung 6 und den Rost 7 zugeführten
Gases in eine Wirbelschicht versetzt wird. Die Mischkammer 5' geht über den konvergierenden
Teil 8 an der oberen Seite allmählich in die Abfuhrleitung 9 über, durch welche Leitung der in dem
Gas suspendierte Feststoff nach dem Bestimmungsort, beispielsweise einem Reaktionsraum, befördert
werden kann.
Beim Betreiben der erfindungsgemäßen Vorrichtung entweicht kein Gas durch die mit der Förderschnecke
4 versehene Zuleitung 3 für den Feststoff. Die Förderschnecke 4 hat eine hohe Rotationsgeschwindigkeit, meistens etwa 500 Umdrehungen
je Minute. ■
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist außerdem den Vorteil auf, daß der feinverteilte Feststoff
in der Mischkammer 5 gleichmäßig in das Gas verteilt wird. Dadurch, daß man nun die senkrecht
aufgestellte Mischkammer allmählich in die Abfuhrleitung 9 hinübergehen läßt, nimmt die Geschwindigkeit
der Suspension nachgerade zu, was zur Folge hat, daß die festen Teilchen auch in dieser
Abfuhrleitung 9 sehr gleichmäßig in ,,dem Gas verteilt
sind.
Wiewohl keine Notwendigkeit dazu vorliegt, ist es öfters wünschenswert, das Gas durch einen
Rost 7, vorzugsweise eine durchlochte Bodenplatte, der wirbelnden Masse in der Mischkammer zuzuführen,
wodurch eine gleichmäßige Verteilung des Gases über den ganzen Querschnitt der Mischkammer
gefördert wird. Anstatt eines Rostes kann man auch eine andere Verteilungsvorrichtung für das
Gas anwenden, während auch unter dem Rost eine zweite Verteilungsvorrichtung angebracht werden
kann, um das Gas möglichst gleichmäßig der wirbelnden Masse zuzuführen.
Die senkrecht aufgestellte Mischkammer ist vorzugsweise zylindrisch ausgeführt, während der
Übergang der Mischkammer in die Abfuhrleitung kegelförmig ist. Es können jedoch auch andere
Ausführungsformen der senkrecht aufgestellten Mischkammer Anwendung finden. ,
Mit Hilfe der erfindurigsgemäßen Vorrichtung können feinverteilte Feststoffe, wie auf pulverförmigen
Trägerstoffen angebrachte Katalysatoren, feinverteilte Erze, feinkörniges kohlenstoffhaltiges
Material usw., nach einem weit höheren, beispielsweise mehr als 25 m höher gelegenen Reaktionsraum
befördert werden. Die Partikelgröße des Feststoffes ist derart, daß der Feststoff in eine
Wirbelschicht versetzt werden kann. Vorzugsweise hat der Feststoff eine Partikelgröße von 20 bis
250 μ, es können jedoch auch größere Teilchen von beispielsweise 1 bis S mm angewandt werden.
Die Abmessungen der Mischkammer können verhältnismäßiig
klein sein. Falls eine Mischkammer von 25 bis 30 1 Inhalt angewandt wird, läßt sich
leicht eine Suspension von 50 kg Feststoff je m3 Gas gewinnen, die mit einer Geschwindigkeit von
etwa xo m je Sekunde über große Abstände von vielen 10 m befördert werden kann. Die Zufuhr des
Feststoffes kann sich je Stunde auf 2000bis 2500kg belaufen.
Dadurch, daß in der Mischkammer eine große Dichtigkeit der wirbelnden festen Teilchen in dem go
Gas bewirkt wird und man kontinuierlich eine solche Menge Feststoff zuführt, daß eine wirbelnde
Masse großer Dichtigkeit in der Mischkammer aufrechterhalten wird, erhält man in der Abfuhrleitung
eine Suspension großer Dichtigkeit, wodurch die ' Vorrichtung bei ziemlich beschränkten Abmessungen
eine große Kapazität aufweist.
Zur Förderung einer guten Wirkung der Vorrichtung wird in der Mischkammer eine Gasgeschwindigkeit
von S bis 100 cm je Sekunde und vorzugsweise von 20 bis 40 cm je Sekunde angewandt.
Durch den Querschnitt der Mischkammer bedingt, kann man einen derartigen Durchmesser
der Abfuhrleitung wählen, daß die Geschwindigkeit der Suspension in dieser Leitung einige Meter je
Sekunde beträgt. Es wird meistens eine Abfuhrleitung
mit einem Durchmesser von 3 bis 10 cm angewandt. - ' '
Falls die Abfuhr unterbrochen werden muß, wird zunächst die Zufuhr,des Feststoffs eingestellt,
so daß das Gas die Abfuhrleitung leeren kann. Die Mischkammer bleibt inzwischen größtenteils mit
Feststoff gefüllt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich besonders zum Fördern von feinverteilten Feststoffen
nach an die Abfuhrleitung angeschlossenen Räumen, in denen die Feststoffe in einer Wirbelschicht
mit Dämpfen oder Gasen behandelt werden.
Unter Umständen kann eine effektivere Wirkung mit der Vorrichtung gemäß Fig. 2 erzielt werden,
welche Figur eine' Vorrichtung zeigt, die der der Fig. ι völlig entspricht, mit der Ausnahme, daß die
mit der Förderschnecke versehene Zufuhrleitung 3 für den Feststoff in eine schräg aufwärts gerichtete
und in die Seitenwand der Mischkammer 5 einmündende Leitung 3a übergeht.
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Beim Betreiben der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat sich nun gezeigt, daß das Dauernd Vorhandensein
einer nahezu konstanten Menge feinverteilten Feststoffes in der schräg aufwärts gerichte
ten Leitung 3a eine zweckmäßigere Wirkung der
Vorrichtung herbeiführt, .weil dadurch eine völlige oder nahezu völlige Gasabdichtung erreicht wird,
vor allem in den Fällen, wo die mit der Förderschnecke versehene Leitung 3 nur teilweise mit dem
feinverteilten Feststoff gefüllt oder' sogar ganz entleert ist. Infolge der Tatsache, daß sich auch in
diesen Fällen nach wie vor Feststoff in der Leitung $a
befindet, wird verhindert, daß große Mengen Gas durch die Leitung 3 und den Bunker 1 wegströmen.
Ob eine mehr oder weniger völlige Gasabdichtung erzielt werden kann, wird vorwiegend durch die
Länge der schräg aufgestellten Leitung 3ß bedingt.
Der Neigungswinkel der Leitung 3a kann innerhalb
weiter Grenzen schwanken, aber vorzugsweise ist diese Leitung derart schräg anzuordnen, daß von
dieser Leitung die Austrittöffnung in ihrem Ganzen höher liegt als der höchste Punkt der Zufuhröffnung.
In dieser Weise wird beim Fördern von Feststoffen, die leicht in eine Wirbelschicht versetzt
werden können, verhindert, daß Gas aus der Mischkammer 5 durch einen freien Durchgang an der
inneren oberen Seite der Leitung 3a entlang nach
der Zufuhrleitung 3 strömen kann.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Aufwärtsfördern eines durch ein Gas in einem Mischraum aufgelockerten
Feststoffes in einer aus dem Mischraum herausführenden Steigleitung, wobei der Mischraum mittels einer Zubringerschnecke von
der Seite her beschickt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischraum allmählich in die
Förderleitung übergeht und als Feststoffzubringerschnecke eine solche mit konstanter Ganghöhe
verwendet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Feststoffzubringerschneckenkanal
in eine schräg aufwärts gerichtete Leitung übergeht, die in die Seitenwand des
Mischraumes einmündet.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 879 972;
belgische Patentschrift Nr. 494 008.
Deutsche Patentschrift Nr. 879 972;
belgische Patentschrift Nr. 494 008.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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