DEV0007246MA - - Google Patents

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DEV0007246MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Mai 1954 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen Türschließer mit einer den Türflügel in seine Schließlage zurückstellenden, sich hierbei entspannenden Feder und einer zusätzlichen federnden Einrichtung, die aus einer sich mit dem Flügel mitdrehenden, in eine Srihrägflädhe od. dgl. übergehenden, im wesentlichen zylindrischen Nockenfläche und einem auf der Nockenfläche — vorzugsweise mittels Rolle — derart ablaufenden Stößelglied besteht, daß das Stößelglied kurz vor Erreichen der Schließlage auf die Schrägfläche übertritt und dadurch einen zusätzlichen Schließdruck durch Keilwirkung ausübt.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß sich die mit dem Stößelglied zusammenwirkende Schrägfläche bis über die Berührungsstelle von Stößelglied und Nocken in der Schließ lage der Tür hinaus erstreckt. Hierdurch wird erreicht, daß der Türflügel sich auf jeden Fall exakt an den z.B. am feststehenden Rahmen angebrachten und z.B. durch den Falz gebildeten Schließanschlag anlegen kann, ohne durch ein rastartiges Zusammenspiel zwischen Nocken und Stößel daran gehindert zu werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an einem Bodentürschließer dargestellt. Hierbei zeigt
Fig. ι eine Draufsicht auf den Türschließer, teilweise im Schnitt nach Linie i-i in Fig. 2,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3-3 in Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie 4-4 in Fig. 3 und , ,■ Fig. -5 ein ^Federdiagramm.
609 528/84
V7246 V/68d
Im Gehäuse ίο des Bodentürschließers ist die Schließerachse 11 für den Türflügel einerseits in einem Halslager 12 und andererseits in einem Stützlager 13 gelagert,
An den Kurbelzapfen 14 der Schließerachse 11 ist mittels Lenkers 15 das im Grundriß H-förmige Führungsstück 16 angelenkt, das mittels vier Rollen 17 an der Seitenwand des Gehäuses 10 geführt ist und andererseits sich mittels der beiden Ansätze 18 gegen die seitlichen Druckfedern, ig abstützt, welche.sich ihrerseits unter Zwischenschaltung eines Jochstückes 20 gegen Anschläge 21 im Gehäuse 10 abstützen. Mit dem Führungsstück 16 ist ferner mittels Gelenkes 22 der Dämpfungskolben 23 im Innern des bei 24 am Gehäuse abgestützten Dämpfungszylinders 25 angelenkt.
Mit der Schließerachse 11 ist ferner, mit ihr aus einem Stück bestehend, ein Nocken 26 verbunden, welcher etwa über zwei Drittel seines Umfanges zylindrisch ausgebildet ist, während er auf den übrigen Teil seines Umfanges durch eine Abflachung 27 begrenzt wird. Mit dem Nocken 26 wirkt mittels einer Rolle 28 ein unter der Kraft einer Feder 30 stehender Stößel 29 zusammen, und zwar derart, daß in der Lage nach Fig. 1 die durch die Feder 30 in Pfeilrichtung χ ausgeübte Druckkraft mittels Keilwirkung auf die Abflachung 27 ein Drehmoment auf den Nocken 26 in Pfeilrichtung y ausübt. Der Stößel 29 wird einerseits in einer Büchse 31 und andererseits an seinem Gabelkopf 32 mittels seitlicher Ansätze 33 in einer Führung 34 geführt, welche durch das Gehäuse 10 und einer z. B. gabelförmigen Deckplatte 35 od. dgl. gebildet wird.
In Fig. 5 ist über dem Nockenhüb s (z. B. in Winkelgraden) die Federkraft P aufgetragen, wobei p die im Sinne eines Drehmomentes auf den Türflügel wirkende Federkraft der Hauptfeder 19 und q die zusätzliche Federkraft darstellt, welche von der Stößelkraft 30 im Sinne eines Drehmomentes (Pfeilrichtung y) auf den Flügel ausgeübt wird.
Die Schließerachse 11 ist zur Tür derart angeordnet, daß sich ihr Kurbelzapfen 14 in der Schlieißlage der Tür außerhalb des Totpunktes befindet. Dadurch wird in der Ruhelage O eine durch die Hauptfeder 19 auf den Flügel ausgeübte Schließkraft P0 und damit ein auf Schließen des Flügels hinwirkendes Drehmoment erzeugt, das jedoch verhältnismäßig gering ist. Gleichzeitig übt die Zusatzfeder 30 eine Kraft Q0 aus, so daß sich eine Gesamtschließkraft P0+ Q0 ergibt.
Mit dem Öffnen des Flügels werden die Federn 19 etwa entsprechend Kurve p in Fig. 5 zunehmend gespannt. Die Zusatzfeder 30 wird, solange die Rolle 28 auf der Schrägfläche 27 läuft, ebenfalls zunächst gespannt, bis die Rolle die Kante 36 des Nockens 26 erreicht hat. Beim weiteren Schwenken des Flügels schwingt die Rolle 28 um die Kante 36 herum, bis sie im Punkt A des Nockenhubes auf die zylindrische Fläche 37 des Nockens 26 aufläuft, wodurch vom Punkt B ab die Kraft der Feder allein wirksam ist.
- Gewünschtenfalls kann die Rolle 28 bzw. ein entsprechendes Stößelglied mit zusätzlichen Rasten zusammenwirken, indem die zylindrische Fläche 37 an geeigneten Stellen, z.B. bei 900 oder bei kleinerem oder. größerem Winkel, eine entsprechende Rastvertiefung für die Rolle 28 aufweist.
Beim Zurückschwenken des Flügels wird sich dieser zunächst allein unter der Wirkung der Feder schließen, wobei die wirksame Federkraft mit Annäherung an die Schließlage verhältnismäßig stark abnimmt. Im Punkt B tritt wieder die Kraft der Zusatzfeder in Wirkung, indem diese durch Keilwirkung an der Abflachung 27 einen kräftigen Schließdruck auf den Flügel ausübt.
Durch entsprechende Ausbildung der mit der zusätzlichen federnden Einrichtung zusammenwirkenden Nockenkurve kann praktisch jede beliebige Schließkraft und Federungscharakteristik im Bereich der Schließlage erreicht werden.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Türschließer mit einer den Türflügel in seine Schließlage zurückstellenden, sich hierbei entspannenden Feder und einer zusätzlichen federnden Einrichtung, die aus einer sich mit dem Flügel mitidrehenden, in eine Schrägfläche od. dgl. übergehenden, im wesentlichen zylindrischen Nockenfläche und einem auf der Nockenfläche — vorzugsweise mittels Rolle — derart ablaufenden Stößelglied besteht, daß das Stößelglied kurz vor Erreichen der Schließlage auf die Schrägfläche übertritt und dadurch einen zusätzlichen Schließdruck durch Keilwirkung ausübt, dadurch gekennzeichnet, daß sich die mit dem Stößelglied zusammenwirkende Schrägfläche bis über die Berührungsstelle von Stößelglied und Nocken in der Schließlage des Flügels hinaus erstreckt, so daß der Flügel durch das Stößelglied fest gegen einen Anschlag, insbesondere den Türfalz, gedrückt wird.
2. Türschließer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägfläche durch eine einzige durchgehende Abflachung des zylindrischen Nockens gebildet wird.
3. Türschließer nach den Ansprächen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das — gegebenenfalls in weiteren Stellungen — mit Rastflächen am Nockenglied zusammenwirkende Stößelglied in an sich bekannter Weise mit einer Gleitführung am Boden des Türschließers geführt ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 68 484, 7.5 535, 718926;
USA.-Patentschrift Nr. 2 368 875.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609' 528/84 5. 56

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