DEW0010929MA - - Google Patents

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DEW0010929MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. März 1953 Bekanntgemacht am 22, November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Stromabnahme für Hängebahnen od. dgl., bestehend aus einer U-förmigen, mit ihren Schenkeln nach unten weisenden Trag- und Laufschiene, in deren Innerem durch Isolierkörper gehaltene Schleifleitungen angeordnet sind, und aus einem unterhalb der Schiene angeordneten Stromabnehmerwagen, dessen Schleifkontakte mit den Scbleifleitungen Kontakt machen.
Bei den bekannten Anordnungen dieser Art besteht die Schiene aus einem Stück, die Schenkelenden, sind nach einwärts gebogen und bilden Laufflächen für den innerhalb der Schiene angeordneten Stromabnehmerwagen und die Laufkatze. Diese Ausbildung bedingt, daß die Laufkatze eine Sonderbauart aufweisen muß, die sich hinsichtlich Form und Größe der Trag- und Laufschiene anpaßt und von außen her zur Wartung nicht zugänglich ist. Außerdem kann der Antrieb zur Fortbewegung der Laufkatze nicht mit innerhalb der Schiene untergebracht werden und kann sich nicht unmittelbar auf die Laufrollen auswirken. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine besondere Vorrichtung außerhalb der Schiene erforderlich.
Die Schleifleitungen der-bekanroten. Anordnungen bestehen teils aus Profilschienen, die am Steg der U-förmigen Schiene in Abständen durch Isolierkörper gehalten werden, teils aus aus Blech hergestellten Profilen,, die in die Isolierkörper eingeschoben und in Abständen in einer röhrenartigen Schiene gehalten werden. Die Schleifleitungen nebst Isolierkörpern müssen von einem Ende aus in die Schiene eingeführt werden und sind von unten her nicht zugänglich. Die Verbindung der
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einzelnen Leiter der Schleifleitungen erfolgt durch Laschen oder Steckvorrichtungen, so daß durch die stoßweise Zusammensetzung der Leiter an jeder Stoßstelle leicht eine Funkenbildung auftritt und eine stärkere Abnutzung der Schleifkontakte hervorgerufen wird, was zu Störungen mannigfacher Art Anlaß gibt. Die Schienen müssen an jeder Stoßstelle, die auch gleichzeitig die Stoßstellen der Leiter der Schleifleitungen sind, an Tragvorrichtungen befestigt werden, da sonst bei Belastung der Schiene diese an der Stoßstelle durchknicken würde.
Andere bekannte Anordnungen besitzen lediglich Kleinschleifleitungen und sind als Trag- und Laufschienen für Hängebahnen nicht geeignet.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese Nachteile zu vermeiden und. eine Anordnung zu schaffen, die für die verschiedensten Verwendungsgebiete geeignet ist.
Dieses soll nach der Erfindung dadurch erreicht werden, daß die Trag- und Laufschiene aus einem U-förmigen Oberteil mit rechtwinklig nach außen abgebogenen Rändern und aus zwei Z-förmigen, an den Rändern befestigten Profilschienen zusammengebaut ist, daß die Isolierkörper innerhalb des Oberteiles dicht nebeneinanderliegen und in diesen Isolierkörpern stoßfrei durchlaufende, nach oben abgestützte Schleifleitungen angeordnet sind, daß der Stromabnehmerwagen rahmenförmig aüsgebildet ist, seine Seitenteile Laufräder tragen, die auf den abgebogenen Rändern des Schienenoberteiles laufen und an den Schenkeln des Schienenoberteiles geführt sind, und daß die Strotnabnehmereinrichtung im Stromabnehmerwagen untergebracht ist und von unten her in denjenigen Raum hineingreift, der von den beiden Z-förmigen Profilschienen umgeben ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung bestehen die Schleifleitungen aus flachen Bändern.
Die die Schleifleitungen haltenden Isolierkörper stützen sich weiterhin mit ihren unteren Flächen auf den an den Rändern des Oberteiles befestigten, nach innen über die Schenkel des Oberteiles vorragenden Schenkeln der Z-förmigen Profilschienen ab. Die Isolierkörper umfassen die Schleifleitungen unter Freilassung der Fläche für die Schleifkontakte.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung endlich überlappen sich beim Zusammenbau von zwei Trag- und Laufschienen sowohl die Oberteile als auch die Z-förmigen Profilschienen beider Trag- und Laufschienen.
Gegenüber den bekannten Anordnungen dieser Art weist die Anordnung nach der Erfindung den Vorteil auf, daß die Räder des Stromabnehmerwagens außen an der Laufschiene laufen. Somit kann die Laufkatze jede zweckdienliche Form annehmen, so daß die bisher in der Praxis üblichen Laufkatzen verwendet werden können. Damit paßt sich die Anordnung nach der Erfindung den bisher von der Industrie hergestellten, von außen her zugänglichen Laufkatzen an, und nicht umgekehrt, wie es die bekannten Anordnungen zeigen, bei denen die Laufkatze der Schiene angepaßt sein muß.
Weiterhin wird nach der Erfindung der Vorteil erzielt, daß stoßfrei durchlaufende Strom führende Leiter verwendet werden, so daß der Stromabnehmer, der jeweils Doppelkontakte aufweist, stets eine glatte Gleitfläche bestreicht. Hierdurch wird erreicht, daß selbst bei Schwingungen der Laufkatze, z. B. beim .Heben oder Senken einer . Last, wenn die Laufkatze mit einem Elektrozug zusammengebaut ist, eine Funkenbildung vermieden ist, da wenigstens ein Kontakt immer an der Leitung anliegt. Auch die Ausbildung der Trag- und Laufschiene, die nach der Erfindung aus mehreren Profilschienen zusammengesetzt ist, bietet wesentliche Vorteile gegenüber den bekannten Ausführungen. Die fertig verlegte Schiene ist von unten her zugänglich und ferner durch Überlappung des U-förmigen Oberteiles und der Z-förmigen Profilschienen so ausgebildet, daß eine durchlaufende Übertragung entsteht. So ist die Schiene den räumlichen. Verhältnissen, in denen sie verlegt wird, besser anpassungsfähig, und die Aufhängung ist von Stoßstellen unabhängig.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt; es zeigt
Fig. ι einen Querschnitt durch die Trag- und Laufschiene mit Läufer und Schleifkontakt,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Trag- und Laufschiene mit eingeschobenem Isolierkörper und Schleifleitungen, , ■
Fig. 3 eine Ansicht von oben auf den Läufer mit Schleifkontakthalter,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der
Fig·.3'.
Die im ganzen mit 1 bezeichnete kastenförmig
ausgebildete Schiene weist einen U-förmig gebogenen Oberteil 2 auf, dessen oberer Steg 3 mit Halteschrauben 4 versehen ist, während die beiden seitlichen Schenkel 5 einen rechtwinklig nach außen abgebogenen Rand 6 haben, an dem die die untere Wand bildenden Z-förmigen Teile 7 beispielsweise mit Schrauben und Muttern 8, 9 befestigt sind. Die oberen Schenkel 10 der Z-förmigen Teile 7 schneiden mit den Außenkanten der Ränder 6 ab. Durch ihre etwas breitere Ausbildung als die Ränder 6 bilden sie Auflageflächen 11 für den Isolierkörper 12, der in Abschnitten entweder vom Ende der Schiene 1 her eingeschoben oder .vor dem Anbringen der Teile 7 eingelegt werden kann. Die unteren Schenkel 13 der Z-förmigen Teile 7 sind schräg nach einwärts undi abwärts gerichtet und so bemessen, daß zwischen ihnen ein Abstand verbleibt.
Der Isolierkörper 12 ist U-förmig ausgebildet. Seine Höhe entspricht etwa der Höhe des Sehenke'ls 5. Die beiden Schenkel 14 dies Isolierkörpers 12 schneiden in ihrer Breite mit den inneren Kanten der Schenkel 10 der Z-förmigeri Teile 7 ab, auf denen sie aufliegen. Im Steg 15 des Isolierkörpers 12 sind drei T-Nuten 16 vorgesehen, die parallel zur Längsrichtung der Schiene 1 ver-
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laufen. In den oberen breiteren Teil 17 der T-Nuten 16 ist eine Schleifleitung 18, vorzugsweise ein Kupferband, eingeschoben.
Der Läufer 20 besteht aus einem die Schiene 1 umgreifenden Rahmen 21, an dessen Seitenteilen 22 beiderseits je zwei Lauf räder 23 angebracht sind, die auf den Rändern 6 der Schiene 1 laufen. Um ein Verkanten des Läufers 20 zu vermeiden, sind die der Schiene 1 zugewandten Stirnflächen 24 der Laufräder 23 ballig ausgebildet. Auf dem die beiden Seitenteile 22 verbindenden Rahmenteil 25 des Läufers 20 ist ein Schleifkontakthalter 26 mit Schrauben 27 und Muttern 28 befestigt. Dieser Schleifkontakthalter 26 greift durch den Schlitz, der durch die im Abstand voneinander ■ angeordneten Schenkelenden 13 gebildet wird. Innerhalb der Schiene 1 trägt der Schleifkqntakthalter 26 den aus Isolierstoff hergestellten Schleifkontaktkörper 29, der mit dem Schleifkontakthalter 26 durch Schrauben 30 fest verbunden ist. Für jede Schleifleitung 18 sind im Schleifkontaktkörper 29 zwei Kontaktstifte 31, vorzugsweise aus Kohle, vorgesehen. Diese Kontaktstifte 31 sind in den fest im Schleifkontaktkörper 29 angeordneten Metallbuchsen 32, die durch eine Leiterbrücke 33 miteinander verbunden sind, gleitend so angeordnet, daß sie durch eine unter den Kontaktstiften 31 angeordnete Schraubendruckfeder 34 ständig fest gegen die Schleifleitung gedrückt werden, wobei die Kontaktstifte mit den Buchsen 32 durch eine Kupferlitze 35 leitend verbunden sind.
Die Stromableitung vom Schleifkontaktkörper 29 führt zweckmäßig in einen unter dem Läufer 20 angeordneten Anschlußkasten 36, von dem ein Kabel zum Stromverbraucher führt.
Die Einrichtung nach der Erfindung kann innerhalb eines Raumes oder im Freien in jeder beliebigen Lage und Höhe, mit einer beliebigen Anzahl von Stromabnehmern versehen, angebracht werden. Durch den tiefen Einbau der Schleifleitungen 18 in den Isolierkörper 12 der Schiene ist ein höchstmöglicher Unfallschutz gewährleistet. Gleichzeitig besitzt die Trag- und Laufschiene auf Grund ihrer kastenförmigen Ausbildung ein großes Tragvermögen, so daß ζ. Β. Laufkatzen od. dgl. unmittelbar auf ihr laufen können. Außerdem bietet ihre Kastenform einen vorzüglichen Schutz gegen Witterungseinflüsse wie Regen oder Schnee.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Anordnung zur Stromabnahme für Hängebahnen od. dgl., bestehend aus einer U-förmigen, mit ihren Schenkeln nach unten weisenden Trag- und Laufschiene, in deren Innerem durch Isolierkörper gehaltene Schleif leitungen angeordnet, sind, und aus einem unterhalb der Schiene angeordneten Stromabnehmerwagen, dessen Schleifkontakte mit den Schleif leitungen Kontakt machen, dadurch gekennzeichnet, daß die Trag- und Laufschiene aus einem U-förmigen Oberteil (3, 5) mit rechtwinklig nach außen abgebogenen Rändern (6) und aus zwei Z-förmigen, an den Rändern befestigten Profilschienen (7 und 7) zusammengebaut ist, daß die Isolierkörper (12) innerhalb des Oberteiles (3, 5) dicht nebeneinanderliegen und in diesen Isolierkörpern stoßfrei durchlaufende, ■ nach oben abgestützte Schleifleitungen (18) angeordnet sind, daß der Stromabnehmerwagen. (21, 22) rahmenförmig ausgebildet ist, seine Seitenteile (22) Laufräder (23) tragen, die auf den abgebogenen Rändern (6) des Schienenoberteiles (3, 5) laufen und an den Schenkeln (5) des Schienenoberteiles geführt sind, und daß die Stromabnehmereinrichtung (26, 31 bis 35) im Stromabnehmerwagen untergebracht ist und von unten her in denjenigen Raum hineingreift, der von den beiden Z-förmigen Profilschienen (7 und 7) umgeben ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifleitungen (18) aus flachen Bändern bestehen.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierkörper (12) sich mit ihren unteren Flächen auf den an den Rändern (6) des Oberteiles (3, 5) befestigten, nach innen über die Schenkel (5) des Oberteiles vorragenden Schenkeln (10) der Z-.förmigen Profilschienen (7, 7) abstützen.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierkörper (12) die Schleifleitungen (18) unter Freilassung der Fläche für die Schleifkontakte umfassen,
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich beim Zusammenbau von zwei Trag- und Laufschienen die Oberteile (3, 5) und auch die Z-förmigen Profilschienen (7, 7) beider Trag- und Laufschienen überlappen.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 820314; ■
    USA.-Patentschrift Nr. 2626301.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 708/23 11.56

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