EP0481996A1 - Schale für verkaufspackungen von nahrungsmitteln. - Google Patents

Schale für verkaufspackungen von nahrungsmitteln.

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EP0481996A1 EP90903774A EP90903774A EP0481996A1 EP 0481996 A1 EP0481996 A1 EP 0481996A1 EP 90903774 A EP90903774 A EP 90903774A EP 90903774 A EP90903774 A EP 90903774A EP 0481996 A1 EP0481996 A1 EP 0481996A1
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    • B65D81/00Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents
    • B65D81/24Adaptations for preventing deterioration or decay of contents; Applications to the container or packaging material of food preservatives, fungicides, pesticides or animal repellants
    • B65D81/26Adaptations for preventing deterioration or decay of contents; Applications to the container or packaging material of food preservatives, fungicides, pesticides or animal repellants with provision for draining away, or absorbing, or removing by ventilation, fluids, e.g. exuded by contents; Applications of corrosion inhibitors or desiccators
    • B65D81/264Adaptations for preventing deterioration or decay of contents; Applications to the container or packaging material of food preservatives, fungicides, pesticides or animal repellants with provision for draining away, or absorbing, or removing by ventilation, fluids, e.g. exuded by contents; Applications of corrosion inhibitors or desiccators for absorbing liquids

Definitions

  • the invention relates to a tray for food sales packages, e.g. B. fresh meat or fruit, with a bottom and a peripheral edge and with an absorbent layer on the floor made of food-hygienic cellulose tissue.
  • Rails for sales packages of the type in question are basically only suitable for single use. Multiple use stands in the way of the high effort required for a food hygiene-perfect cleaning and restoration of the upper layer which comes into contact with food. This applies generally to all of the shells described here.

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Description

Bezeichnung: Schale für Verkaufspackungen von Nahrungsmitteln
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schale für Verkaufspackungen von Nahrungsmitteln, z. B. Frischfleisch oder Obst, mit einem Boden und einem umlaufenden Rand sowie mit einer auf dem Boden befindlichen, saugfähigen Lage aus lebensmittel-hygienischem Zellstoff-Tissue.
Für das Abpacken von Nahrungsmitteln insbesondere im Selbstbedienungs- bereich des Handels sind unterschiedliche Schalen vorbekannt. Die Schale der eingangs genannten Art besteht aus geschlossenzelligem Kunststoffschäum, z. B. Styropor (eingetragenes Warenzeichen), auf ihren Boden ist die saugfähige Lage aus Zellstoff-Tissue ohne separate Verbindung aufgelegt. Nach dem Befüllen mit einem Lebensmittel, das auf die saugfähige Lage gelegt wird, wird im allgemeinen eine dünne, dehnbare Folie über das Lebensmittel gelegt und unten, unter dem Boden festgelegt, beispielsweise verschweißt. Diese Folie hält die saugfähi¬ ge Lage an ihrem Platz. Die saugfähige Lage hat die Aufgabe, vom Le¬ bensmittel stammende Feuchtigkeit aufzunehmen und festzuhalten, so daß es beispielsweise bei Abpacken von Frischfleisch oder auch Obst nicht dazu kommt, daß Flüssigkeit sich (sichtbar) auf der Oberseite des. wasserdichten Bodens ansammeln kann. Da die saugfällige Lage in direk¬ tem Kontakt mit dem Lebensmittel steht, muß sie aus einem lebensmit- tel-hygienischen Material gefertigt sein.
Nachteilig bei dieser vorbekannten Schaumstoffschale mit Zellulosezu¬ schnitt als Einlage ist die Entsorgung. Stypopor oder sonstiger Schaumstoff läßt sich nicht problemfrei beseitigen. Aus Stabilitäts¬ gründen muß die Schaumstoffschale eine gewisse Dicke von mehreren Millimetern haben, um zu verhindern, daß sie beim Verpacken von Lebensmitteln, die ein Gewicht bis zu einigen Kilogramm haben können, zerbricht. Dies bedeutet, daß jede einzelne Schaumstoffschale ein gewisses Volumen hat. Da zudem lie Anzahl der anfallenden, zu vernich¬ tenden Schalen ausgesprochen groß ist, fällt bei Verwendung von Schaumstoffschalen für Verkaufspackungen relativ viel Abfall an, für den eine problemfreie Entsorgung bisher nicht in zufriedenstellender Weise gegeben ist. Neben der Schaumstoffschale -ist eine sogenannte Holzschliffschale bekannt, sie ist einstückig. Aufgrund des Materials Holzschliff ist die Schale saugfähig. Dies wiederum hat den Nachteil, daß die Feuch¬ tigkeit durch die ges»amte Materialdicke hindurchdringen kann, die Schale also durchweichen kann, sie verliert dann ihre mechanische Stabilität. Aus Hygienegründen muß der verwendete Holzschliff lebens¬ mittelhygienisch einwandfrei behandelt sein, was in der Praxis nur durch Verwendung von reinem Holzschliff auf der gesamten Dicke zu erreichen ist. Aus diesem Grund ist die Holzschliffschale im allgemei¬ nen teurer als die Schaumstoffschale mit Einlage in Form eines Zell¬ stoffZuschnittes.
Schließlich sind beschichtete Kartons als Schalen für die Verwendung von Verkaufspackungen bekannt. Sie sind nicht saugend, als Beschich¬ tung werden häufig Metallfolien, insbesondere Aluminiumfolien, einge¬ setzt. Eine problemlose Entsorgung ist unter diesen Umständen nicht gegeben.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugnmde, eine Scha¬ le für Verkaufspackungen anzugeben, die einerseits ohne Umweltprobleme entsorgt werden kann, insbesondere verbrannt werden kann, andererseits ihre mechanische Stabilität auch bei größerem Feuchtigkeitsanfall durch das verpackte Lebensmittel aufrecht erhält und schließlich ko¬ stengünstig herstellbar ist.
Gelöst wird diese Aufgabe ausgehend von der Schale der eingangs ge¬ nannten Art dadurch, daß sie aus drei Lagen aufgebaut ist, nämlich einer die äußere Oberfläche bildenden, unteren, formgebenden Lage aus Faserstoff, insbesondere Holzschliff, Papier- oder Halbzellstoff und vorzugsweise Karton, einer möglichst dünn ausgebildeten Zwischenlage aus einem fettdichten, wasserabweisenden Material, z. B. eine Poly¬ äthylen- oder Lackschicht und einer die innere Oberfläche bildenden, oberen, saugfähigen Lage aus Zellstoff-Tissue.
Durch die Zwischenlage wird die untere, formgebende Lage sowohl vor Feuchtigkeit geschützt, als auch hygienisch getrennt. Die untere Lage kann daher aus relativ preiswertem, hygienisch nicht vorbehandeltem Fasermaterial bestehen, beispielsweise kann Altpapier eingesetzt wer¬ den. Durch die Zwischenlage kommt das zu verpackende Produkt nicht mit der unteren, tragenden Lage in Kontakt, so daß letztere ausschließlich auf optimale Trageigenschaft und Formsteifigkeit bei möglichst gerin¬ gem Materialeinsatz ausgebildet werden kann, ohne daß Rücksicht auf nachlassende Stabilität bei Durchfeuchtung genommen oder Anforderungen an die für Lebensmittel geforderte Keimfreiheit des Materials gestellt werden muß.
Die Zwischenlage ist so dünn wie möglich ausgebildet, sie hat mecha¬ nisch keinerlei Aufgaben zu erfüllen, so daß sie ganz im Hinblick auf ihre Sperrwirkung für Fett und Wasser einerseits und Keime anderer¬ seits ausgebildet werden kann. Die Zwischenlage sollte dehnbar sein, so daß bei einer Verformung der Schale, wie sie bei_m Handhaben, bei¬ spielsweise während des Kaufs, beim Einlegen in einen Verkaufswagen usw. auftritt, keine Risse oder Perforationen entstehen. Weiterhin kann bei einer dehnbaren Folie die Schale aus dem dreilagigen Zu¬ schnitt formgeprägt werden, ohne daß bei dieser Formgebung Dichtig¬ keitsprobleme auftreten.
Die obere, in Kontakt mit dem verpackten Lebensmittel tretende Folie aus Zellstoff-Tissue vermittelt einerseits ein optisch ansprechendes Bild der beim Kauf im allgemeinen sichtbaren, inneren Oberfläche. Sie wird in ihrer Dicke so ausreichend bemessen, daß die bei den ty¬ pischen, zu verpackenden Lebensmittel anfallenden Flüssigkeitsmengen sicher aufgenommen werden können. Die Lage aus Zellstoff-Tissue be¬ steht aus langfasrigem, verleimten Zellstoff (airlight tissue), das im Trockenverfahren gebleicht ist. Derartiges Material wird auch für Papiertaschentücher, Servietten und dergleichen eingesetzt. Vorzugs¬ weise ist diese obere Lage formgeprägt, beispielsweise durch eine Feinprägung, so daß das Lebensmittel nur stellenweise mit der Ober¬ fläche in Kontakt kommt.
Die erfindungsgemäße, aus einem dreilagigen Zuschnitt erstellte Schale läßt sich problemlos entsorgen. Die beiden äußeren Lagen, die obere und die untere Lage, sind aus Naturprodukten, sie lassen sich demzu¬ folge ohne Umweltschäden beseitigen. Die Zwischenlage ist einerseits dünn, so daß sie volumenmäßig nicht sehr ins Gewicht fällt, anderer- seits kann sie aus einem Material hergestellt sein, beispielsweise Polyäthylen, das eine umweltfreundliche Entsorgung ermöglicht. Dadurch ist die gesamte Schale günstig in der Entsorgung.
Schien für Verkaufspackungen der hier in Rede stehenden Art eignen sich grundsätzlich nur für den einmaligen Gebrauch. Einer mehrfachen Verwendung steht der hohe Aufwand für eine lebensmittelhygienisch einwandfreie Reinigung und Wiederherstellung der mit Lebensmittel in Kontakt tretenden, oberen Lage entgegen. Dies trifft allgemein für alle hier beschriebenen Schalen zu.
Im allgemeinen ist die untere Lage deutlich dicker als die beiden anderen Lagen. Die Dicke der Zwischenlage liegt im allgemeinen unter 10 Mikrometern, die Materialstärke der Lage aus Zellstoff-Tissue liegt üblicherweise zwischen 20 und 200 Mikrometern und ist nur bei Sonder- »anwendungen, nämlich zu verpackenden Lebensmitteln mit hohem Flüssig¬ keitsanfall, etwas dicker. Die Stärke der unteren Lage beträgt typi¬ scherweise mehrere zehntel Millimeter.
In einer bevorzugten Weiterbildung besteht die Unterlage zu über 50 %, vorzugsweise bis zu 100 % aus Altpapier. Altpapier fällt in relativ großen Mengen an. Seine geringere Qualität gegenüber frischem Material kann durch größere Materialstärke der unteren Lage, ausreichenden Bindemittelzusatz usw. abgefangen werden. Die Erfindung ermöglicht insoweit einen neuen Anwendungsbereich für aufgearbeitetes Altpapier.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung sind die benachbarten Lagen entweder miteinander verklebt, wobei einer Punktklebung der Vorzug gegeben wird, oder durch Formprägen miteinander verbunden. Dabei wird jeweils ein ausreichender Zusammenhalt der drei Lagen erzielt. Als ausreichender Zusammenhalt wird eine Verbindung der Lagen bezeichnet, bei der diese bei normalem Gebrauch der Schale sich nicht selbständig voneinander lösen, allenfalls am gemeinsamen Rand geringfügig ausein¬ anderklaffen. Dies bedeutet, daß bei der erfindungsgemäß^n Schale im allgemeinen zwei benachbarte Lagen mit geeigneten Hilfsmitteln durch¬ aus voneinander separiert werden können, ohne daß die beiden Lagen ihre Funktion verlieren, insbesondere beschädigt werden. Ein Formprä¬ gen hat den Vorteil, daß kein zusätzlicher Klebstoff benötigt wird. Bei einer Punktklebung ist die Menge des einzusetzenden Klebstoffs möglichst gering. Als Klebstoff wird ein Material verwendet, das keine umweltschädlichen Eigenschaften hat.
Bei der Herstellung der Schale werden zunächst die drei Lagen mitein¬ ander verbunden und aus dem so erhaltenen, in Rollenform aufwickelba¬ rem, bahnförmigen Material die Zuschnitte für die Schalen ausgestanzt. Aus diesen Zuschnitten werden die Schalen in ansich bekannter Weise entweder durch For prägen oder durch Hochfalten der Ränder und Verkle¬ ben bzw. Steckverbinden von an den Rändern vorgesehenen Laschen er¬ stellt.
Bei den erfindungsgemäßen Schalen bildet die untere Lage die gesamte äußere Oberfläche der Schale, die innere Lage aus Zellstoff-Tissue bildet die gesamte innere Oberfläche. Die Schichtstruktur ist nur an den Schnitträndern des Zuschnitts zu erkennen. Die Zwischenlage ist praktisch nicht sichtbar, allenfalls an den Stanzrändern (Schnitträn¬ dern) zu erkennen.
Schließlich läßt sich in einer vorteilhaften Weiterbildung ein ge¬ schlossener Behälter aus zwei erfindungsgemäßen Schalen, die ein¬ stückig miteinander zusammenhängen und um einen Knickbereich zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung bewegbar sind, herstel¬ len. Derartige Behälter können Verkaufspackungen im Fastfood-Bereich, die zur Zeit praktisch ausschließlich aus Schaumstoff bestehen, erset¬ zen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übri¬ gen Ansprüchen sowie der nun folgenden Beschreibung eines nicht ein¬ schränkend zu verstehenden Ausführungsbeispiels der Erfindung, das unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert wird. In dieser zeigen:
Fig. 1 ein Schnittbild durch eine formgeprägte Schale gemäß der Erfindung,
Fig. 2 das Detail II aus Fig. 1 in erheblich vergrößerter Darstellung und - 6 -
Fig. 3 eine Darstellung entsprechend Figur 2 eines zweiten Ausfüh¬ rungsbeispiels
Fig. 1 zeigt eine einstückig aus einem Zuschnitt geprägte Schale an- sich bekannter Formgebung, die erfindungsgemäß in einer dreischichti¬ gen Strucktur erstellt ist, wie sie aus Fig. 2 ersichtlich ist.
Eine untere Lage 20 bildet mit ihrer nach unten sichtbaren Außenfläche eine äußere _Oberfläche der Schale. Diese Lage ist aus möglichst ko¬ stengünstigem Fasermaterial so aufgebaut, daß sie die Stabilität der gesamten Schale bestimmt. Als Fasermaterial wird ein Faserstoff, bei¬ spielsweise Holzschliff, Papier- oder Halbzellstoff, Schrenzpapier oder -karton, eingesetzt, allgemein also holzschliffhaltige oder Alt- papierhaltige Papiere. Vorzugsweise finden Naturstoffe Einsatz, obwohl grundsätzlich auch mit synthetischen Fasern gearbeitet werden kann. Zur Leimung werden die für Zellstoffe und in der Papierindustrie be¬ kannten Klebstoffe, insbesondere Harze eingesetzt. Die Dicke der unte¬ ren Lage 20 liegt bei einigen zehntel Millimetern und wird in Abstim¬ mung mit den Materialeigenschaften, der Leimung und der Tragfähigkeit der Schale ausgewählt. Die untere Lage kann auch aus Wellpappe be¬ stehen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind eine Zwischenlage 24 und eine obere Lage 26 als Vorprodukt miteinander verbunden. Die obere Lage 26 besteht aus flauschigem Papier, einem sogenannten air light tissue, wie es als Taschentuch-, Handtuch und Serviettenpapier aus Zellstoff bekannt ist. Es wird langfasriger Zellstoff eingesetzt, der der oberen Lage 26 ein mattes Aussehen verleiht. Die Dicke der oberen Lage 26 liegt typischerweise zwischen 20 und 200 Mikrometern. Die obere Lage 26 ist aus hygienisch einwandfreiem Material (Zellstoff und Klebstoff) erstellt, sie tritt bei der praktischen Anwendung der erfindungsge¬ mäßen Schale in Kontakt mit dem zu verpackenden Lebensmittel. Ihre Saugfähigkeit ist so bemessen, daß die typischerweise bei dem verpack¬ ten Lebensmittel anfallenden Flüssigkeitsmengen sicher und problemlos aufgesaugt werden können.
Die Zwischenlage wirkt als Sperrschicht zwischen der oberen Lage 26 und der unteren Lage 20, sie soll weder Fett noch Wasser noch Keime durchlassen. Sie ist, ebenso wie die anderen Lagen, materialmäßig so ausgewählt, daß eine umweltschädliche Entsorg-ung der gesamten Schale möglich ist. Obwohl es grundsätzlich möglich ist, die dreilagige Bahn, aus der die Zuschnitte für die Schale erstellt werden, aus drei ein¬ zelnen, separaten Lagen in einem Arbeitsgang herzustellen, wird es vorgezogen, zunächst die Zwischenlage vorzugsweise mit der oberen Lage 26, in einer geänderten (hier nicht dargestellten) Ausführung aber auch zunächst mit der unteren Lage 20 zu verbinden und dann an¬ schließend die fehlende Lage aufzukleben bzw. durch Formprägen mit der erstellten Doppellage zu verbinden.
Im hier besprochenen Ausführungsbeispiel ist auf eine Bahn aus glattem Zellstoff-Tissue einseitig eine sehr dünne Polyäthylenfolie als Zwi¬ schenlage 24 aufgezogen. Die so erstellte Doppellage wird mechanisch geprägt, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Eine derartige Prägung ist jedoch nicht notwendig, sie kann auch entfallen. Durch eine Punkt- klebung wird punktweise auf die außenliegende Fläche der Zwischenfolie (oder alternativ auf die Oberseite der unteren Lage 20) ein Klebstoff aufgetragen und hierdurch die Verbindung der drei Lagen 20, 24, 26 miteinander hergestellt. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Zwischenlage 24 so dauerhaft mit der oberen Lage 26 aus Zellstoff- Tissue zu verbinden, daß ein Trennen beider Lagen zwar möglich, aber im Grunde doch schwer zu bewerkstelligen ist. Dagegen ist die Verbin¬ dung (entsprechend dem gezeigten Ausführungsbeispiel) zwischen dieser zweilagigen Struktur 24, 26 und der unteren Lage 20 nur so schwach ausgeführt, daß bei normaler Handhabung keine Separierung auftritt. Hierdurch wird Klebstoff gespart, was einerseits zu einer Kostenredu¬ zierung, andererseits aber auch zu geringeren Problemen bei der Ab¬ fallbeseitigung führt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel (siehe Fig. 2) besteht durch die Formprägung der kombinierten Lage 24, 26 ein Abstand zwischen dieser und der unteren Lage 20, die Verbindung erfolgt nur im Bereich ausge¬ prägter Buckel. Hierdurch wird einerseits eine punktförmig Verklebung erleichtert, andererseits wird die weiche, flauschige Struktur der Oberseite verbessert. Anstelle einer Zwischenlage aus Polyäthylen können auch andere Mate¬ rialien, die ausreichende Fett- und Wasserdichtigkeit gewährleisten, eingesetzt werden. Grundsätzlich ist eine Zwischenlage 24 aus Wachs, einem geeigneten Lack oder dergleichen möglich.
Als sehr vorteihaft hat es sich erwiesen, beim Zuschneiden nicht nur jeweils eine Schale, sondern zwei im Bereich einer Knicklinie zusam¬ menhängende Zuschnitte für Schalen auszustanzen. Auf diese Weise las¬ sen sich klappbare Behälter erstellen, wie sie zur Zeit im Fastfood- Bereich häufig eingesetzt werden, die bekannten Behälter bestehen jedoch aus Schaumkunststoff. Wie bei den vorbekannten Schaumkunst- stoffbehältern kann eine Schließlasche an der der Knicklinie gegen¬ überliegenden Seite der einen Schale und eine entsprechende Aufnahme¬ vorrichtung an der anderen Schale vorgesehen sein. Bei derartigen Fastfood-Verpackungen wird die untere Lage 20 auch im Hinblick auf eine optimale Thermoisolierung ausgelegt, hier eignet sich beispiels¬ weise Wellpappe, die aufgrund des hohen, gespeicherten Luftvolumens eine gute Wärmeisolierung bietet.
Im Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist die obere Lage 26 durch eine dünne, wasserdurchlässige und feuchtigkeitsabweisende Auflage 28 in Form einer PE- oder Latexfolie (oder einer Folie aus einem geeigneten anderen Material) belegt. Die Dicke dieser Auflage 28 liegt zwischen fünf und zwanzig Mikrometer. Die Auflage 28 vermeidet einen direkten Kontakt des Nahrungsmittels mit dem saugfähigen Material der oberen Lage, es wird ein Haften an dieser oder Mitreißen von Fasern bei der Entnahme von Nahrungsmitteln von dieser vermieden. Die Saugfähigkeit der oberen Lage 26 bleibt aufgrund der Wasserdurchlässigkeit der Auf¬ lage 28 erhalten. Die Durchlässigkeit der Auflage 28 ist so auf das jeweilige, zu verpackende Produkt abgestimmt, daß sich in keinem Fall auf der Auflage 28 Flüssigkeitsmengen ansammeln können. Vielmehr ver¬ bleibt das Produkt stets trocken auf der Auflage 28. Weiterhin ist die Auflage 28 wasserabweisend und selbst nicht quellend, sie hat mög¬ lichst geringe Haftung zu den zu verpackenden Produkten. Dadurch ist sichergestellt, daß das zu verpackende Produkt nicht an der Auflage festklebt. Die Auflage 28 ist vorzugsweise formgeprägt, beispielsweise mit einer Mikroriffeiung, die auch kreuzweise ausgelegt sein kann oder mit kleinen Vorsprüngen (siehe Figur 3) geprägt. Hierdurch wird die Kontaktfläche mit dem zu verpackenden Produkt verringert und wird ein flächenhafter Kontakt des zu-verpackenden Produktes mit der Auflage 28 vermieden, so daß kleine Öffnungen 30 oder Mikrorillen für die Ablei¬ tung von Flüssigkeit stets freibleiben.
Die Auflage kann als gelochte PE-Folie auf die obere Lage 26 in geeig¬ neter Weise aufgebracht werden, beispielsweise geklebt, formgeprägt oder dergleichen. In einer Alternative wird Latex auf die obere Lage 26 so gesprüht, daß die erhaltene Schicht haftet und noch durchlässig (löchrig) ist. Schließlich kann eine PE-Folie durch eine Breitschlitz¬ düse auf die obere Lage 26 aufgebracht werden, durch geeignete Additi¬ ve in der Folie, die nach dem Gießvorgang aufspringen, wird die Was¬ serdurchlässigkeit bewirkt.
Die Öffnungen 30 in der Auflage 28 sind so klein bemessen, daß sie mit dem Auge nicht erkannt werden können. Die Öffnungen 30 können durch Nadelperforierung, als Kapilardurchbrüche, als Mikroschlitze, durch das Formprägen oder dergleichen gebildet sein. Eine größere Ausbildung ist hierdurch jedoch nicht ausgeschlossen. Die Lagen 20, 24, 26 und die Auflage 28 sind vollflächig miteinander verbunden.
Unter dem Begriff Zellstoff-Tissue wird eine faserige Lage aus Zell¬ stoff verstanden. Der Zellstoff kann langfaserig, wie beispielsweise bei Servietten, der kann aber auch kurzfaserig, wie beispielsweise bei Toillettenpapier ausgebildet sein.

Claims

An s p rü c h e
1. Schale für Verkaufspackungen von Nahrungsmitteln, z. B. Frisch¬ fleisch oder Obst, mit einem Boden und einem umlaufenden Rand sowie mit einer auf dem Boden befindlichen, saugf-ähigen Lage aus lebens- mittel-hygienischem Zellstoff-Tissue, dadurch gekennzeichnet, daß die Schale aus drei Lagen (20, 24, 26) aufgebaut ist, nämlich einer die äußere Oberfläche bildenden, unte¬ ren, formgebenden Lage (20) aus Faserstoff, insbesondere Holz¬ schliff, Papier- oder Halbzellstoff und vorzugsweise Karton, einer möglichst dünn ausgebildeten Zwischenlage (24) aus einem fettdich¬ ten, wasserabweisenden Material, z. B. eine Polyäthylen- oder Lack¬ schicht und einer die innere Oberfläche bildenden, saugfähigen, oberen Lage (26) aus Zellstoff-Tissue.
2. Schale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Lage (20) zu über 50 %, vorzugsweise bis zu 100 % aus Altpapier besteht.
3. Schale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Lage (26) die Zwischenlage (24) ein bahnförmiges Vorprodukt aus mit einer Polyäthylenschicht beschichtetem Zellstoff-Tissue-Schicht ist.
4. Schale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei benachbarte Lagen (z. B. 20, 24) miteinander verklebt, insbesondere durch Punktklebung verklebt, sind.
5. Schale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei benachbarte Lagen (z. B. 24, 26) miteinander durch Formprägen ver¬ bunden sind. 6. Schale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischen¬ lage (24) wenige Mikrometer dick ist, z. B.
6 bis 8 Mikrometer Dicke hat.
7. Schale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischen¬ lage elastisch dehnbar ist, insbesondere 10 % gedehnt werden kann, ohne undicht zu werden.
8. Schale nach Anspiruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer weiteren Schale über einen Gelenkbereich aus dem erfindungsgemäßen dreilagigen Material einstückig verbunden ist, wobei in einem ein¬ stückigen Zuschnitt zwei Schalen über einen Gelenkbereich miteinan¬ der verbunden sind.
9. Schale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberste Lage (20) belegt ist mit einer wasserdurchlässig gelochten, feuch¬ tigkeitsabweisenden Auflage (28) aus Kunststoff, insbesondere Poly¬ äthylen oder Latex.
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