Die Erfindung betrifft eine Ankerschiene für die Bautechnik
mit einem einen einsehbaren Schieneninnenraum aufweisenden
Schienenteil und in Abständen voneinander an dem
Schienenteil angebrachten Ankern, wobei die Anker einen
Ankerfuß und einen gegenüber dem Ankerfuß querschnittskleineren
Ankerschaft aufweisen, wobei die Anker
an dem Schienenteil in in dem Schienenteil angebrachten
Löchern diese durchgreifend fixiert sind, wobei der Ankerfuß
schieneninnenseitig an dem Schieneninnenteil anliegt.
- Ankerschienen für die Bautechnik werden als Meterware
hergestellt, wobei die Anker lösbar oder fest , jedoch
unverlierbar mit dem Schienenteil verbunden sind. Das
Schienenteil hat in der Regel, aber nicht zwingend, einen
im wesentlichen C- oder U-förmigen Querschnitt senkrecht
zur Längserstreckung des Schienenteils. Das die beiden
Schenkel eines Schienenteils verbindende Teil wird als
Schienenrücken bezeichnet. Die Anker sind in diesem Fall
üblicherweise mit dem Schienenrücken verbunden. Die beiden
Schenkel des Schienenteils oder vegleichbare Teile eines
Schienenteils lassen einen Spalt frei, dessen Breite zumindest
so bemessen ist, daß ein Ankerfuß hindurchführbar
ist. Dabei ist die Anordnung der Löcher so getroffen, daß
diese mit dem Spalt im wesentlichen fluchten. Es versteht
sich, daß der Ankerfuß nicht durch das Loch in dem
Schienenteil hindurchpassen darf. In der Praxis wird der
Durchmesser des Ankerschafts beim Ankerfuß gleich oder
geringfügig kleiner als der Durchmesser des Lochs in dem
Schienenteil sein. Mit dem Schienenrücken sowie den
Schenkeln des Schienenteils wird ein Schienennnenraum
gebildet.
Ankerschienen für die Bautechnik müssen Kennzeichnungen
zur Identifizierung des Herstellers und/oder der Anwendungsbereichen
und/oder der Eigenschaften aufweisen.
Die Anbringung dieser Kennzeichnungen kann grundsätzlich
an Ankern oder an dem Schienenteil erfolgen. In letzterem
Fall ist eine regelmäßige Wiederholung der Kennzeichnungen
erforderlich für den Fall, daß eine Schiene geteilt wird
und die Teilstücke eingebaut werden sollen. In jedem Fall
muß eine größere Anzahl von Kennzeichnungen in aufwendiger
Weise an der Ankerschiene angebracht werden.
Ankerschiene des eingangs genannten Aufbaus sind beispielsweise
aus den Literaturstellen DE 2631396 C1 und EP
0226710 B1 bekannt. Bei den insofern bekannten Ankerschienen
wird die Fixierung der Anker an dem Ankerrücken
dadurch erreicht, daß der Ankerschaft bei fixiertem Ankerfuß
mit einem Klammerwerkzeug in Abstand von dem Schienenteil
gefaßt und dieses in Richtung auf den Ankerfuß hin
bewegt und so ein dem Schienenteil benachbarter Schaftteil
gestaucht wird. Sofern eine Kennzeichnung angebracht wird,
erfolgt dies entweder an dem Schienenteil, an dem Ankerschaft
oder am Ankerkopf.
Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem
zugrunde, eine Ankerschiene einzurichten, welche eine auf
einfache und kostengünstige Weise eingerichtete Kennzeichnung
trägt.
Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung,
daß der Ankerfuß eine schieneninnenraumseitig
einsehbare Kennzeichnung trägt. - Einsehbar meint, daß
eine Person die eine Ankerschiene handhabt durch Blick in
den Schieneninnenraum die Kennzeichnung auf dem Ankerfuß
ohne weitere Hilfsmittel identifizieren kann. Die Kennzeichnung
auf dem Ankerfuß ist vor der Montage des Ankers
an dem Schienenteil angebracht und somit kostengüntig und
einfach herstellbar, da, beispielsweise bei bolzenförmiger
Ausbildung des Ankers, der Hersteller des Ankers im Zuge
des Produktionsprozesses jede gewünschte Kennzeichnung auf
dem Ankerfuß anbringen kann. Insofern betrifft die
Neuerung auch einen zur Montage an einem Schienenteil bestimmten
Anker mit einem Ankerfuß, einem Ankerschaft und
gegenbenenfalls einem Ankerkopf, wobei der Ankerfuß
beispielsweise Stirnseitig eine Kennzeichnung trägt.
Bezüglich Ausbildung und Anordnung des Ankerfußes sind in
jedem Fall folgende weiterführende und/oder bevorzugte
Ausführungsformen möglich.
Der Ankerfuß kann die Gestalt eines Bolzenkopfes aufweisen.
Der Ankerfuß kann eine zum Schieneninnenraum weisende
Stirnfläche aufweisen, welche die Kennzeichnung
trägt. Für die Praxis bedeutet diese Ausführungsform, daß
ein an einem Schienenteil anzubringender Anker im Prinzip
die Gestalt eines Bolzens aufweisen kann, wobei die Kennzeichnung
auf die Stirnfläche des Bolzenkopfes angebracht
ist.
U.a. im Zusammenhang mit einem folgend näher beschriebenen
Verfahren zur Fixierung des Ankers an dem Schienenteil ist
es bevorzugt, wenn die Stirnfläche im wesentlichen kreisförmig
ist und umfangsnah, vorzugsweise unmittelbar an dem
Umfang anschließend, einen vorstehenden Ring trägt. Besonders
bevorzugt ist jedoch ein Ankerfuß, dessen Querschnitt
parallel zur Stirnfläche länglich, insbesondere tonnenförmig
ist, wobei ebenfalls ein Ring in dem vorstehenden entsprechender
Anordnung und Ausbildung vorgesehen sein kann.
Selbstverständlich sind auch andere Ankerfußquerschnitte
möglich, beispielsweise eine Rechteckform. Bei länglichen
Ankerfüßen sind diese in der Regel in Richtung der Längserstreckung
des Schienenteils orientiert. Bei der Ausführungsform
mit Ring kann die Kennzeichnung innerhalb des
Rings auf der Stirnfläche angebracht sein und können Symbole
der Kennzeichnung über die Stirnfläche erhaben oder
darin vertieft eingerichtet sein. In der Regel werden die
Symbole geprägt sein. Es ist aber grundsätzlich mögliche
beliebige andere Anbringungsmöglichkeiten zu verwenden,
wie beispielsweise Beschriftung mit farbgebenden Stoffen,
Aufkleben von Symbolen und dergleichen.
Eine erfindungsgemäße Ankerschiene bzw. ein erfindungsgemäßer
Anker ist einfach herstellbar und erfüllt alle
Anforderungen hinsichtlich eines Kennzeichnungsbedarfs.
Zur Ausführbarkeit der Neuerung ist im einzelnen folgendes
auszuführen. Die im Stand der Technik bekannten Anker werden
regelmäßig im Wege des Stauchens an dem Schienenteil
befestigt. Hierzu ist es erforderlich, daß der Ankerfuß
auf einer Stützplatte o.dgl. fixiert wird bzw. in axialer
Richtung unterstützt wird während ein Stauchwerkzeug den
Ankerschaft greift und in Richtung auf den Schienenfuß
staucht. Die hierbei auftretenden Kräfte sind beachtlich
und eine eventuell an einer Stirnfläche eines Schienenfußes
angebrachte Kennzeichnung wird aufgrund der hohen
Druckkräfte praktisch vollständig egalisiert. Demgegenüber
können hohe auf einen Ankerkopf einwirkende Druckkräfte
vermieden werden, wenn das folgend beschriebene Verfahren
zur Fixierung des Ankers eingesetzt wird. Hierbei wird ein
Anker mit einem Ankerfuß und einem Ankerschaft von der
Innenseite eines Schienenteils mit dem Ankerschaft durch
ein Loch in dem Schienenteil eingesteckt. Der Ankerfuß
wird schieneninnenseitig an das Schienenteil zum Anliegen
gebracht und dort gehalten (fixiert bzw. unterstützt).
Schienenaußenseitig und beabstandet von dem Schienenteil
wird ein den Ankerschaft umfassendes Schneidwerkzeug
eingerichtet. Das Schneidwerkzeug wird relativ zu dem Ankerfuß
in Richtung auf den Ankerfuß bewegt und im Zuge der
Bewegung wird von dem Ankerschaft, einen schienenaußenseitig
an dem Schienenteil anliegenden Abstreifkragen
bildend, Material abgestreift. Der entstandene Abstreifkragen
ist eine Verliersicherung. Die hierbei auftretenden
Druckkräfte zum Halten des Schienenfußes sind um
Größenordnungen kleiner als jene beim Stauchen von Ankern.
Daher wird eine auf einem Ankerfuß angebrachte Kennzeichnung
nicht druckkraftbedingt egalisiert. Es ist im übrigen
zum Halten des Ankerfußes sogar völlig ausreichend, einen
schmalen, umfangsseitig umlaufenden Ring auf der Stirnfläche
des Ankerfußes einzurichten, da ein solcher Ring
völlig ausreicht um alle auftretenden Druckkräfte
aufzunehmen. Ein solcher Ring hat insofern noch zusätzliche
Schutzfunktion für beispielsweise sehr filigrane, erhabene
Kennzeichnungen oder applizierte Kennzeichnungen.
Im einzelnen ist es weiterhin bevorzugt, wenn die Löcher
im Schienenteil in schienenaußenseitig konvex vorstehenden
Ausformungen des Schienenteils angeordnet, vorzugsweise
konzentrisch zu den Ausformungen angeordnet, sind. Die
Löcher in dem Schienenteil können einen im wesentlichen
zylindrischen Querschnitt aufweisen. Der Ankerschaft kann
orthogonal zur Längserstreckung des Ankers einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisen, wobei der Abstreifkragen aus
einem vor der Fixierung des Ankers gegenüber einem zweiten
Schaftteil durchmessergrößeren ersten Schaftteil des Ankerschafts
ausgebildet ist.
Weiterhin bevorzugt ist es, wenn die Anker einen Ankerkopf
aufweisen, wobei der Ankerkopf aus dem zweiten Schaftteil
im Wege des Taumelnietens ausgeformt sein kann. Auch im
Fall des Taumelnietens muß der Ankerfuß unterstützt werden
und die daraus resultierenden Druckkräfte sind gegenüber
anderen Nietverfahren ebenfalls vergleichsweise klein. Im
Ergebnis können das Abstreifen und das Taumelnieten
gleichzeitig oder nacheinander ausgeführt werden, wobei
die gleiche Halterung für den Ankerfuß genutzt wird. In
jedem Fall sind die auftretenden Druckkräfte so gering,
daß eine stirnseitig an dem Ankerfuß angebrachte Kennzeichnung
nicht egalisiert werden kann. Zum Taumelnieten
ist folgendes auszuführen. Hierbei wird der Schaft von
einem Werkzeug, welches vorzugsweise ein koaxial zum
Schaft liegendes konkaves, beispielsweise konisches Nietbett
aufweist, gefaßt und mittels eines in axialer Richtung
zum Nietbett hin fahrenden Döpperwerkzeuges wird an
dem auf dem Nietbett vorstehenden Schaftende durch plastische
Materialverformung ein Ankerkopf ausgebildet.
Das Döpperwerkzeug führt dabei mit einer gegen eine zur
Schaftachse orthogonalen Ebene mit einem Winkel < 90°,
vorzugsweise zwischen 10° und 20°, höchst vorzugsweise 2°
bis 10°, beispielsweise 5°, abgewinkelten Döpperfläche
eine rotationssymmetrisch zur Schaftachse verlaufende
Präzisionsbewegung aus. Dem können auch Schaukelbewegungen
um eine im Bereich des zu bearbeitenden Objekts liegende
Schaukelachse überlagert sein. Im einzelnen kann das zum
vorstehend erläuterten Abstreifen benutzte Schneidwerkzeug
auch gleichzeitig das Nietbett zum Herstellen des Ankerkopfs
tragen. Das Nietbett liegt dann einem Schneidelement
des Schneidwerkzeuges in axialer Richtung des Ankerschafts
gegenüber. Wesentlich bei dem Verfahren des Taumelnietens
ist, daß das Döpperwerkzeug auf dem Werkstück abgewälzt
wird und praktisch kein "Verschmieren" stattfindet. Insofern
besteht Ähnlichkeit zum Verfahren des Rollierens.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen erfindungsgemäßen Anker vor dem Einbau ein
Schienenteil mit Blick auf die Stirnfläche des
Ankerfußes sowie in Seitenansicht,
- Fig. 2:
- eine erfindungsgemäße Ankerschiene mit eingebautem
Anker mit Blickrichtung in den
Schieneninnenraum.
In der Fig. 2 erkennt man eine Ankerschiene 1 für die Bautechnik
mit einem einsehbaren Schieneninnenraum 7 aufweisenden
Schienenteil und in Abständen voneinander an dem
Schienenteil 2 angebrachten Ankern 3, wobei die Anker 3
einen Ankerfuß 4 und einen gegenüber dem Ankerfuß 4 querschnittskleineren
Ankerschaft 5 aufweisen (siehe auch Fig.
1). Die Anker 3 sind an dem Schienenteil in in dem
Schienenteil 2 angebrachten Löchern 6 diese durchgreifend
fixiert. Der Ankerfuß 4 liegt schieneninnenseitig an dem
Schienenteil 2 an. Der Figur 2 ist hierbei entnehmbar, daß
der Anker 4 eine schieneninnenraumseitig einsehbare Kennzeichnung
8 trägt.
Aus einer vergleichenden Betrachtung der Figuren 1 und 2
erkennt man, daß der Ankerfuß 4 die Gestalt eines Bolzenkopfes
aufweist. Der Ankerfuß 4 hat eine zum Schieneninnenraum
7 weisende Stirnfläche 9, welche die Kennzeichnung 8
trägt. Im einzelnen ist die Stirnfläche 9 im wesentlichen
kreisförmig und unmittelbar an dem Umfang anschließend
trägt die Stirnfläche 9 einen in axialer Richtung des Ankers
3 vorstehenden Ring 10. Es versteht sich jedoch, daß
der Ankerfuß 4 bzw. die Stirnfläche 9 grundsätzlich jede
beliebige andere Geometrie aufweisen kann, beispielsweise
Tonnenform durch Abtrennung von zwei einander gegenüberliegenden
Teilen von einem zylinderförmigen Ankerfuß 4
entlang von Sekantenlinien. Auch können die Stirnflächen
konkav oder konvex ausgebildet sein. In ersterem Fall
liegt eine der Ausführungsform mit Ring ähnliche Ausgestaltung
vor. Im Ausführungsbeispiel ist die Kennzeichnung
8 innerhalb des Rings 10 auf der Stirnfläche 9
angebracht und die Symbole der Kennzeichnung 8 sind über
die im Ring liegende Stirnfläche 9 erhaben.