Die Erfindung bezieht sich auf einen Plattenwärmetauscher, insbesondere
Ölkühler, mit mehreren ineinandergesteckten, je aus einer Wärmetauscherplatte mit
einem umlaufenden Randsteg bestehenden Strömungswannen, die an die jeweils
benachbarte Strömungswanne dicht anschließende Ansätze im Bereich von fluchtenden,
die Strömungswannen abwechselnd miteinander verbindenden Durchtrittsöffnungen
aufweisen, wobei die fluchtenden Durchtrittsöffnungen jeweils zwei
quer zu den Strömungswannen verlaufende Strömungskanäle mit Zu- und Abläufen
für die wärmeaustauschenden Medien bilden.
Bekannte Plattenwärmetauscher dieser Art (US 4 708 199 A) haben den
Vorteil eines einfachen Aufbaus, weil sich zwischen den als Wärmetauscherplatten
wirksamen Böden der ineinandergesteckten und flüssigkeitsdicht miteinander verbundenen
Strömungswannen abwechselnd Strömungskanäle für die beiden wärmeaustauschenden
Medien, beispielsweise Öl und Wasser, ergeben. Die wärmeaustauschenden
Medien werden dabei jeweils über einen Zulauf einem durch
die fluchtenden Durchtrittsöffnungen gebildeten, quer zu den Strömungswannen
verlaufenden Strömungskanal abwechselnd jeder zweiten Strömungswanne zugefördert,
um über einen weiteren, ebenfalls durch luftende Durchtrittsöffnungen gebildeten
Strömungskanal aus den Strömungswannen abgezogen und einem Ablauf
zugeführt zu werden. Mit Hilfe von in die einzelnen Strömungswannen eingelegten
Turbulenzblechen kann für eine entsprechende Strömungsaufteilung innerhalb der
Strömungswannen gesorgt werden. Bei einer gegebenen Baugröße des Plattenwärmetauschers
hängt der Wärmeübergang vor allem von der Strömungsgeschwindigkeit
der wärmeaustauschenden Medien ab. Da der Strömungsquerschnitt
zwischen den Strömungskanälen für die Zu- und Ableitung durch die Summe der
Strömungsquerschnitte der Strömungswannen für die einzelnen Medien konstruktiv
vorgegeben ist, hängt der Wärmeübergang bei sonst gleichen Parametern daher
lediglich von der Durchsatzmenge der wärmeaustauschenden Medien ab. Im Falle
von Ölkühlern bedeutet dies, daß bei einer vorgegebenen Baugröße die Kühlleistung
für den maximal anfallenden Öldurchsatz nicht ausreichend sein kann.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Plattenwärmetauscher, insbesondere Ölkühler der eingangs geschilderten Art so auszugestalten,
daß bei gleicher Baugröße und gleichem Mediendurchsatz die Wärmeübertragungsleistung
in einfacher Weise gesteigert werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß zumindest der zulaufseitige
Strömungskanal für eines der wärmeaustauschenden Medien durch wenigstens
eine Trennwand in axiale Abschnitte unterteilt ist.
Durch das Einsetzen einer Trennwand in den zulaufseitigen Strömungskanal
für eines der beiden Medien wird der Strömungsweg für dieses Medium auf jene
Strömungswannen beschränkt, die an den durch die Trennwand verkürzten Abschnitt
des Strömungskanales anschließen. Dies bedeutet bei einer mittigen Unterteilung
des zulaufseitigen Strömungskanales, daß das durch diesen Strömungskanal
fließende Medium durch die Hälfte der diesem Medium zur Verfügung stehenden
Strömungswannen zum jeweils anderen Strömungskanal strömen muß, bevor
es durch die andere Hälfte der Strömungswannen wieder zurück in den anderen
Abschnitt des durch die Trennwand geteilten Strömungskanales zurückfließen kann.
Damit wird der Strömungsquerschnitt für dieses Medium unter gleichzeitiger Verlängerung
des Strömungsweges bei gleicher Baugröße des Plattenwämetauschers
verringert und dadurch bedingt die Strömungsgeschwindigkeit vergrößert, was zu
der geforderten Leistungssteigerung der Wärmeübertragung führt. Voraussetzung
hiefür ist naturgemäß, daß eine ausreichende Förderleistung zur Verfügung steht,
um den zufolge des kleineren Strömungsquerschnittes und verlängerten Strömungsweges
größeren Strömungswiderstand ausgleichen zu können. Es braucht
wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, daß zur weiteren Steigerung der
Strömungsgeschwindigkeit zwei oder mehr Trennwände eingesetzt werden können,
um eine entsprechende Strömungsaufteilung auf die einzelnen Strömungswannen
zu erzwingen. Diese Trennwände sind entsprechend auf die beiden Strömungskanäle
für eines der wärmeaustauschenden Medien aufzuteilen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es
zeigen
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Plattenwärmetauscher in einer vereinfachten
Draufsicht,
- Fig. 2
- diesen Plattenwärmetauscher in einem Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1
und
- Fig. 3
- einen Schnitt nach der Linie lll-lll der Fig. 1.
Der Plattenwärmetauscher gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist
aus einzelnen, ineinandergesteckten Strömungswannen 1 zusammengesetzt, die
jeweils aus einer den Wannenboden bildenden Wärmetauscherplatte 2 mit einem
hochgezogenen, umlaufenden Rand 3 gebildet werden, der mit einer Erweiterung
den Rand 3 der jeweils benachbarten Wärmetauscherplatte 2 übergreift. Die Strömungswannen
1 sind mit abwechselnd gegeneinander vorragenden, tiefgezogenen
Ansätzen 4 versehen, die Durchtrittsöffnungen 5 aufweisen. Da die flächig aneinanderliegenden
Ansätze 4 miteinander flüssigkeitsdicht verbunden sind, ergeben sich
über die Ansätze 4 jeweils flüssigkeitsdichte Durchtritte durch jede zweite Strömungswanne
1, wobei die fluchtenden Durchtrittsöffnungen 5 paarweise zusammenwirkende
Strömungskanäle 6, 7 und 8, 9 für die wärmeaustauschenden Medien,
im Ausführungsbeispiel Öl und Wasser, bilden. Die Strömungswannen 1 sind
dabei zwischen zwei Deckplatten 10 und 11 vorgesehen, wobei die Anordnung so
getroffen ist, daß die Deckplatte 10 einen Zulauf 12 des Strömungskanales 6 für
das zu kühlende Öl trägt, die übrigen Strömungskanäle 7, 8 und 9 jedoch stirnseitig
verschließt. Die Deckplatte 11 trägt neben dem an den Strömungskanal 6 angeschlossenen
Ablauf 13 für das gekühlte Öl den mit dem Strömungskanal 8 verbundenen
Zulauf 14 und den mit dem Strömungskanal 9 verbundenen Ablauf 15 für
das Kühlmittel Wasser. Da der Strömungskanal 6 für das Öl mittig durch eine Trennwand
16 in zwei axiale Abschnitte unterteilt wird, wie dies der Fig. 2 entnommen
werden kann, dient der zugehörige, beiderends durch die Deckplatten 10 und 11
verschlossene Strömungskanal 7 lediglich als Umlenkführung für das Öl, was durch
die schematischen Strömungspfeile angedeutet wird.
Im Gegensatz dazu strömt das Wasser aus dem zulaufseitigen Strömungskanal
8 über alle an diesen durchgehenden Strömungskanal 8 angeschlossenen
Strömungswannen 1 zum Strömungskanal 9, von wo es über den Ablauf 15 abgezogen
wird. Dies bedeutet, daß sich für das Wasser ein Gesamtströmungsquerschnitt
entsprechend der Summe der Strömungsquerschnitte aller für die Wasserführung
dienenden Strömungswannen 1 ergibt. Zum Unterschied dazu steht für die
Ölströmung aufgrund der Trennwand 16 im Strömungskanal 6 lediglich ein Strömungsquerschnitt
zur Verfügung, der der Querschnittssumme der an einen der
durch die Trennwand 16 gebildeten axialen Abschnitte des Strömungskanales 6
angeschlossenen Strömungswannen 1 entspricht. Dies bedeutet im dargestellten
Ausführungsbeispiel im Vergleich zur Wasserströmung eine Halbierung des Strömungsquerschnittes
mit der Folge, daß bei gleichbleibendem Öldurchsatz die Strömungsgeschwindigkeit
verdoppelt wird. Die Vergrößerung der Strömungsgeschwindigkeit
bedingt eine verbesserte Ölkühlung, so daß die Kühlleistung gesteigert werden
kann, ohne die Baugröße des Plattenwärmetauschers verändern zu müssen.
Es braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, daß die Erfindung
nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist. So können die
Strömungswannen 1 mit üblichen Turbulenzblechen oder mit anderen Leiteinrichtungen
zur Strömungsverteilung innerhalb der einzelnen Strömungswannen 1 versehen
sein. Außerdem wäre es möglich, eine weitere Verringerung des Strömungsquerschnittes
durch zusätzliche Trennwände 16 in den Strömungskanälen 6 und 7
herbeizuführen. Naturgemäß kann auch für das Kühlmittel eine analoge Steigerung
der Strömungsgeschwindigkeit durch Trennwände in den Strömungskanälen 8 bzw.
9 vorgesehen werden.