Die Erfindung bezieht sich auf ein Markierungssystem zum bedarfsabhängigen
Festlegen von Fahrspuren eines mehrspurigen
Verkehrsweges gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Es ist ein vielfach auftretendes Verkehrsproblem, daß einzelne
Fahrspuren eines Verkehrsweges wegen einer Baumaßnahme
oder eines Unfalles zeitweilig gesperrt werden müssen. Bei
kurzfristigen Sperrungen bedient man sich dabei häufig mobiler
Einrichtungen, vorzugsweise Kraftfahrzeugen, die mit einer
entsprechenden Signalisierung ausgestattet sind, um den
nachfolgenden Verkehr auf die Gefahrenstellen aufmerksam zu
machen und ihn zu veranlassen, auf die benachbarte Fahrspur
auszuweichen. Zur Verkehrsführung in Baustellenbereichen mit
einer länger andauernden Sperrung einzelner Fahrspuren des
Verkehrsweges werden dagegen häufig bewegliche, jedoch massive,
den freigegebenen Fahrbahnteil begrenzende Führungselemente
zur Absicherung des Verkehrs bzw. des Baustellenbereiches
eingesetzt. Bei mehrspurigen Verkehrswegen mit getrennten
Richtungsfahrbahnen ist es dabei nicht ungewöhnlich, einen
Teil des Verkehrs auf die Gegenfahrbahn umzuleiten.
Diese Maßnahmen zur Verkehrsumleitung mögen bei längerfristigen
Bauvorhaben auch dann zweckmäßig sein, wenn der Auf- bzw.
Abbau der genannten Begrenzungselemente aufwendig ist.
Derartige Maßnahmen zur Verkehrsumleitung sind dabei mit Sicherheit
in einer Verkehrssituation untauglich, bei der die
beiden Richtungsfahrbahnen eines mehrspurigen Verkehrsweges
zu einer bestimmten Tageszeit wechselweise ein völlig unterschiedliches
Verkehrsaufkommen aufnehmen müssen. Dies gilt
insbesondere zu Zeiten des Stoßverkehrs. Eine mögliche Lösung
dieses Verkehrsproblemes besteht darin, die jeweils einander
benachbarten, äußeren Spuren der beiden Fahrbahnen des Verkehrsweges
für eine zeitabhängige variable Nutzung in beiden
Verkehrsrichtungen auszustatten.
Aus US-A-4 004 857 ist eine Lösung für die oben beschriebene
Verkehrssituation bekannt. Dabei wird für die jeweils äußere
Begrenzung der Fahrbahnen eine beiden Fahrbahnen gemeinsame
Mittelplanke eingesetzt. Diese ist aus einer Mehrzahl von
einzelnen, aneinanderhängenden Leitelementen zusammengesetzt,
deren Standpfosten quer zu den Fahrbahnen des Verkehrsweges
verschiebbar angeordnet sind. Die zum Beispiel auf Rollen
laufenden Füße der Standpfosten werden in quer zu den Fahrbahnen
verlaufenden, in diese eingelassenen Nuten geführt. Am
Fahrbahnrand sind Aktoren zum Auslösen der Querbewegung der
Leitelemente vorgesehen, mit denen diese in beiden Richtungen
um mindestens eine Fahrspur seitlich versetzbar sind. Von gewissem
Vorteil ist, daß diese bekannte Lösung durchaus in bereits
bestehende Verkehrswege integrierbar ist. Wegen des
Aufwandes, insbesondere der erforderlichen und dabei keineswegs
wartungsfreien Mechanik für die seitliche Verschiebung
der Leitelemente ist diese Lösung zur Verkehrsumleitung in
der Praxis nur bedingt geeignet.
Aus US-A-5 470 171 ist eine weitere Lösung für das angesprochene
Problem bekannt. Um insbesondere die Mittelspuren gegenläufiger
Fahrbahnen eines Verkehrsweges alternativ in beiden
Verkehrsrichtungen für den Stoßverkehr nutzbar zu machen,
wird in diesem Fall eine Spurmarkierung mit einer Vielzahl
von Markierungselementen eingesetzt, die jeweils einer
Fahrbahnbegrenzung des Verkehrsweges fest zugeordnet sind.
Dabei besitzt jedes dieser Markierungselemente mindestens eine
Anzeigeeinheit, wie zum Beispiel einen farbigen Reflektor,
die von Kraftfahrern wahrzunehmen ist und es diesen erlaubt,
die zulässige Fahrtrichtung auf der so markierten Fahrspur
festzustellen. Für die Festlegung eines Fahrtrichtungswechsels
wird allerdings dabei eine mobile, vorzugsweise auf einem
Kraftfahrzeug montierte Einrichtung verwendet, die geeignet
ist, auf jedes der Markierungselemente einzuwirken, um
die Anzeigeeinheit für die zu wechselnde Fahrtrichtung umzustellen.
Dies kann zum Beispiel mechanisch durch die Betätigung
eines Schiebers am Markierungselement erfolgen, durch
den die sichtbare Reflektorfläche aus dem Blickwinkel des anfahrenden
Kraftfahrers durch eine Drehung um ihre Achse weggenommen
wird. Nach der bekannten Lösung könnte aber das
Wechseln der zulässige Fahrtrichtung bei einem solchen Markierungselement
durch die mobile Stelleinrichtung auch auf
akustischem, optischem oder thermischem Zusammenwirken beruhen.
In jedem Falle ist das durch eine mobile Einrichtung bewirkte
Umstellen individueller Spurmarkierungen zeit- und
wartungsaufwendig, zudem verkehrsbehindernd, wenn dazu ein
speziell ausgerüstetes Fahrzeug wohl doch mit einer dem übrigen
Verkehr nicht angepaßten Geschwindigkeit entlang des Verkehrsweges
gegebenenfalls auch mehrfach bewegt werden muß.
Daneben sind, beispielsweise aus US-A-4 490 068, Sperrvorrichtungen
bekannt, die Kraftfahrzeugen lediglich bedarfsweise
die Durchfahrt beispielsweise bei Ein- oder Ausfahrten in
bzw. aus Parkbereichen freigeben. Das angegebene Beispiel betrifft
eine Sperrvorrichtung, die quer zur Fahrspur in die
Fahrbahndecke eingelassen ist und ein drehbeweglich gelagertes
Sperrelement aufweist. Dieses ragt, um dem Kraftfahrer
den Weg zu versperren, in Form einer massiv ausgebildeten
Schwelle aus der Fahrbahndecke hervor. Zum Freigeben der
Durchfahrt für den Kraftfahrer wird dieses Sperrelement in
ein wannenförmiges Gehäuse eintauchend abschwenkt, so daß es
plan mit der Fahrbahndecke abschließt Die kontrollierte Drehbewegung
dieser Fahrzeugsperre wird über einen hydraulischen
Antrieb bewirkt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Markierungssystem der eingangs genannten Art in der Form weiterzubilden,
daß es sich im Bedarfsfall automatisch und möglichst
verzögerungsfrei, dabei verkehrssicher aktivieren
läßt.
Bei einem Markierungssystem der eingangs genannten Art wird
diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des
Patentanspruchs 1 beschriebenen Merkmale gelöst.
Die erfindungsgemäße Lösung nutzt an sich bekannte Technologien
in einer vorteilhaften Weise, um im Bedarfsfall für diesen
Zweck bereits vorbereitete Überleitungen des Verkehrs in
benachbarte oder geänderte Fahrspuren einfach, sicher und unverzögert
durchführen zu können. Im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen
für einen Verkehrsweg läßt sich ein erfindungsgemäßes
Markierungssystem auch ohne weiteres in diesen Verkehrsweg
ohne Änderung der Streckenführung integrieren. Eingesetzt
werden dabei an sich konventionelle Unterflurfeuer als Markierungselemente,
die hinsichtlich ihrer optischen Einheit
ausreichend erprobt sind, um den Anforderungen an die Verkehrssicherheit
bei geringem Wartungsaufwand zu genügen. Von
Vorteil ist in diesem Zusammenhang dabei ferner, daß durchaus
in Kauf genommen werden kann, wenn ein einzelnes Markierungselement
zeitweilig ausfallen sollte. Die Streckenführung ist
dennoch ausreichend verkehrssicher, solange benachbarte Markierungselemente
ihre Aufgabe erfüllen. Gemäß Weiterbildungen
der Erfindung ist es vorteilhaft, das Markierungssystem in
Verbindung mit dem Verkehrsweg ebenso ortsfest zugeordneten
Wechselverkehrszeichen einzusetzen und damit ein System zu
schaffen, das im Bedarfsfalle automatisch durch eine entfernte
Verkehrsleitzentrale in Betrieb gesetzt werden kann.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im
folgenden anhand der Beschreibung von Ausführungsformen erläutert,
die anhand der Zeichnung erfolgt. Dabei zeigt:
Figur 1 ein Schema eines Teilbereiches eines mehrspurigen
Verkehrsweges mit getrennten Gegenfahrbahnen, bei dem im Bedarfsfall
eine Verkehrsüberleitung auf benachbarte Fahrspuren
erfolgt, Figur 2 und Figur 3 jeweils ein Wechselverkehrszeichen, die
dem in Figur 1 dargestellten Streckenabschnitt des Verkehrsweges
- in Richtung auf die Überleitungsstelle -vorangestellt
sind, Figur 4 eine weitere Ausführungsform des Markierungssystemes,
das in diesem Fall dazu dient, bei hohem Verkehrsaufkommen
eine zusätzliche Fahrspur zu schaffen, Figur 5 schematisch eine einzelne, in die Fahrbahn des Verkehrsweges
eingelassene, als Unterflurfeuer ausgebildete
Spurmarkierung im aktivierten Betriebszustand, der durch einen
hydraulischen Antrieb ausgelöst wird, Figur 6 das Unterflurfeuer im Vergleich zur Darstellung von
Figur 5 im inaktiven Ruhezustand und Figur 7 eine weitere Ausführungsform des Unterflurfeuers in
Verbindung mit einem elektromotorischen Antrieb.
Figur 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Streckenabschnitt
eines mehrspurigen Verkehrsweges mit getrennten
Richtungsfahrbahnen 1 bzw. 2, zwischen denen ein Mittelstreifen
3 mit darauf aufgestellten Leitplanken 4 verläuft. Dabei
ist für den in Figur 1 dargestellten Streckenabschnitt im
ausgewählten Beispiel der Fall angenommen, daß in der unteren
Fahrbahn 2 die beiden rechten Fahrspuren S1 und S2 gesperrt
werden sollen, um beispielsweise Reparaturarbeiten durchführen
zu können. Ein Teil des auf der Richtungsfahrbahn 2 ankommenden
Verkehrs soll wegen dieser Behinderung auf die linke
Fahrspur der anderen Richtungsfahrbahn 1 umgeleitet werden,
um einen gewissen Kapazitätsausgleich zu schaffen.
Wie noch zu zeigen sein wird, wird der auf diese Engstelle
zufahrende Verkehr rechtzeitig aufmerksam gemacht und in benachbarte
Fahrspuren übergeleitet. Die vorgesehene Verkehrsführung
ist bezüglich der einzelnen Fahrspuren, zum Beispiel
S1, S2, S3, durch Richtungspfeile 5 schematisch gekennzeichnet.
Die Sperrung der beiden Fahrspuren S1 bzw. S2 ist durch
Barrieren 6 sowie durchkreuzte Richtungspfeile 5' in Figur 1
schematisch angedeutet. Um den Verkehrsfluß in der gewünschten
Weise zu lenken, sind für die Kraftfahrer optisch wahrnehmbare
Spurmarkierungen 7 vorgesehen, die die übergeleiteten
Fahrspuren begrenzen.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die Spurmarkierungen
7 teilweise als dunkle Punkte in Figur 1 dargestellt
sind. Die so bezeichneten Spurmarkierungen 7 sind für den
Kraftfahrer als solche wahrnehmbar. Ein anderer Teil der
Spurmarkierungen, in Figur 1 mit 7' bezeichnet, ist für den
Kraftfahrer in diesem in Figur 1 angenommenen Beispiel optisch
nicht wahrnehmbar. Wie dies technisch gelöst ist, wird
noch zu erläutern sein. Zunächst genügt es festzustellen, daß
die Spurmarkierungen 7 einen aktiven Betriebszustand, in dem
sie optisch wahrnehmbar sind, aber auch einen inaktiven Ruhezustand
besitzen, in dem sie für den Kraftfahrer nicht wahrnehmbar
sind. Dabei ist vorgesehen, daß die Spurmarkierungen
7, vorzugsweise in Gruppen, in den jeweils gewünschten Ruhe- bzw.
Betriebszustand umzuschalten sind. Damit ergibt schematisch
aus der Darstellung von Figur 1: Die für den Kraftfahrer
momentan wahrnehmbaren Spurmarkierungen 7 - als dunkle
Punkte dargestellt - sind in ihrem aktiven Betriebszustand,
um die im Beispiel angenommene Verkehrssituation in der gewünschten
Weise zu regeln. Dabei wird der auf der Richtungsfahrbahn
2 ankommende Verkehr in die beiden linken Fahrspuren
beider Richtungsfahrbahnen 1 und 2 umgelenkt.
Alternativ dazu wäre als eine von weiteren möglichen Varianten
auch denkbar, daß man den Verkehr aus der mittleren Fahrspur
S2 der Richtungsfahrbahn 2 in die rechte Fahrspur S1 umlenken
möchte, was in Figur 1 durch einen in unterbrochenen
Linien angegebenen Richtungspfeil 5'' schematisch angedeutet
ist. In diesem Falle würden dann die entsprechenden, diesem
Richtungspfeil 5'' parallel zugeordneten Spurmarkierungen 7
in den aktiven Betriebszustand geschaltet. Das Beispiel belegt,
mit ortsfest angeordneten, wahlweise aktiv bzw. inaktiv
zu schaltenden Spurmarkierungen 7 im Bereich derartiger Überleitungsstellen
an Verkehrswegen sind alle denkbaren Verkehrsbehinderungen
verkehrssicher und den Verkehrsfluß möglichst
optimal steuernd zu lösen.
In Figur 2 und Figur 3 ist nun ergänzend zu dem in Figur 1
angenommenen Fallbeispiel dargestellt, wie der auf der Richtungsfahrbahn
2 ankommende Verkehr rechtzeitig auf die Verkehrsbehinderung
hingewiesen und damit auf diese Gefahrenstelle
vorbereitet wird. In Figur 2 ist eine die Richtungsfahrbahn
2 überspannende Schilderbrücke 8 mit Wechselverkehrszeichen
9 dargestellt. Jedes Wechselverkehrszeichen 9
ist der unter ihr liegenden Fahrspur S1, S2 bzw. S3 zugeordnet
und signalisiert in seinem Zustand dem ankommenden Kraftfahrer
die für die entsprechende Fahrspur geltende Verkehrsregelung.
Die in Figur 2 dargestellte Schilderbrücke 8 ist im
Verlauf der Richtungsfahrbahn 2 von Figur 1 in ausreichendem
Sicherheitsabstand vor der in Figur 1 dargestellten Engstelle
aufgestellt. Die ankommenden Kraftfahrer werden entsprechend
dem in Figur 2 dargestellten Zustand der Wechselverkehrszeichen
9 darauf hingewiesen, aus der rechten Fahrspur S1 in die
benachbarte Fahrspur zu wechseln und insgesamt die Geschwindigkeit
auf 80 km/h zu beschränken.
In Figur 3 ist nun eine entsprechende Schilderbrücke 8 mit
Wechselverkehrszeichen 9 dargestellt, die - in Figur 1 nicht
gezeigt - unmittelbar vor der Einfahrt in den Bereich der
Verkehrsüberleitung aufgestellt ist. Der in Figur 3 beispielhaft
angegebene Zustand der Wechselverkehrszeichen 9 zeigt
dem ankommenden Verkehr an, daß nunmehr die rechte Fahrspur
S1 gesperrt ist und im übrigen die Geschwindigkeit weiter auf
60 km/h zu beschränken ist. Die in den Figuren 2 und 3 gezeigten
Beispiele illustrieren schematisch, wie mit Hilfe von
Wechselverkehrszeichen 9 in Verbindung mit der anhand von Figur
1 gezeigten Verkehrsüberleitung mittels ortsfest angeordneter
Spurmarkierungen temporäre Verkehrsüberleitungen geregelt
werden können. Die Spurmarkierungen 7 bzw. 7' und die
Wechselverkehrszeichen 9 können in ein Verkehrsleitsystem
einbezogen sein und aus der Ferne gesteuert werden.
In Figur 4 ist ein weiteres Beispiel für die Möglichkeit der
Verwendung ortsfest in der Fahrbahn angeordneter, alternativ
zu betätigender Spurmarkierungen 7 schematisch angedeutet.
Hier ist die Situation angenommen, daß beispielsweise im
Stoßverkehr auf einer Richtungsfahrbahn 1 eines Verkehrsweges
mit drei Fahrspuren S1, S2 bzw. S3 hohes Verkehrsaufkommen
herrscht. Ohne dies hier nochmals durch entsprechende Wechselverkehrszeichen
auch zeichnerisch darzustellen, sei zugrundegelegt,
daß man der Staugefahr durch folgende Maßnahmen
zu begegnen versucht: Der Schwerlastverkehr wird durch ein
Überholverbot auf die rechte Fahrspur S1 beschränkt und es
wird für alle Fahrspuren eine bestimmte Geschwindigkeitsbegrenzung
vorgeschrieben. Durch die in Figur 4 dargestellte
Anordnung der Spurmarkierungen 7 werden ferner die drei Fahrspuren
S1, S2 bzw. S3 durch Begrenzung ihrer jeweiligen Breite
in vier Fahrspuren aufgefächert. Mit Rücksicht auf den
Schwerlastverkehr wird dabei die rechte Fahrspur S1 in der
Breite geringfügiger zurückgenommen, d.h. die gesamte Breite
der Richtungsfahrbahn 1 nicht gleichmäßig, sondern den Verkehrserfordernissen
angepaßt in nunmehr vier Fahrspuren unterteilt.
Damit ist es möglich, eine vorhandene begrenzte
Verkehrsfläche unter Inkaufnahme einer Geschwindigkeitsbegrenzung
bei zeitweilig hohem Verkehrsaufkommen an diese Verkehrssituation
angepaßt optimal zu nutzen.
In Figur 5 ist nun schematisch eine der Spurmarkierungen 7
selbst schematisch dargestellt. Die hier verwendeten Spurmarkierungen
7 sind als Unterflurfeuer ausgebildet, deren konstruktiver
Aufbau an sich bekannt und darum nicht im einzelnen
zu beschreiben ist. Die Spurmarkierung 7 besitzt eine in
einem zylindrischen Gehäuse 71 angeordnete optische Einheit
72. Diese ist auf einen im Gehäuse 71 eng toleriert und gleitend
geführten Hubkolben 73 montiert. In der in Figur 5 dargestellten
Ausführungsform ist angenommen, daß in den von dem
Hubkolben 73 abgeschlossenen unteren Teil des Gehäuses 72 eine
Druckleitung 74 eingeführt ist. Wie schematisch angedeutet,
wird die Druckleitung 74 über einen Kompressor 10 versorgt
und damit die Spurmarkierung 7 gesteuert. Der Kompressor
10 ist vorzugsweise einer Mehrzahl von Spurmarkierungen 7
gemeinsam zugeordnet.
In dem in Figur 5 dargestellten Fall ist angenommen, daß sich
die in die Fahrbahndecke 11 eingelassene Spurmarkierung 7 in
ihrem aktiven Betriebszustand befindet und dabei mit einer
schlagfest ausgestalteten Abdeckung 75 der optischen Einheit
72 über das Niveau der Fahrbahndecke 11 hinausreicht. Der Abstand
des Hubstempels 73 vom Boden des Gehäuses 71 ist in Figur
5 mit h1 bezeichnet.
In Figur 6 ist die Spurmarkierung 7' im Vergleich zu der Darstellung
von Figur 5 in ihrem inaktiven Ruhezustand gezeigt.
Der Abstand des Hubstempels 73 vom Boden des Gehäuses 71 ist
in diesem Falle h2, wobei h2 <h1 ist. Dieser Abstand h2 ist
derart gewählt, daß die Abdeckung 75 der optischen Einheit 72
der Spurmarkierung 7' in ihrem inaktiven Ruhezustand im wesentlichen
plan mit dem Niveau der Fahrbahndecke 11 abschließt.
Daraus ergibt sich, daß Spurmarkierungen 7' in diesem
inaktiven Zustand von Verkehrsteilnehmern nicht mehr als
Markierungspunkte wahrgenommen werden.
In dem in Figur 5 bzw. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist angenommen, daß die optische Einheit 72 lediglich als eine
passive Einheit ausgebildet ist, das heißt retroreflektierende
Flächen besitzt, die einfallendes Licht zurückstrahlen.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß es keiner aktiven
Lichtquelle bedarf, die gegebenenfalls auch gewartet werden
muß und für die dann auch keine Versorgungsleitungen notwendig
sind.
In Figur 7 ist als Alternative dazu eine weitere Ausführungsform
dargestellt, die in ihrer Funktion mit der vorstehend
beschriebenen Spurmarkierung 7 im wesentlichen identisch ist.
Jedoch ist anstelle eines hydraulischen, gegebenenfalls auch
pneumatischen Antriebes in diesem Fall ein elektromotorischer
Antrieb 12 vorgesehen, der über ein Getriebe 13 den Hubstempel
73 bewegt. Da in diesem Falle elektrische Versorgungsleitungen
15 für das gesteuerte Betreiben des elektromotorischen
Antriebes sowieso erforderlich sind, kann es durchaus zweckmäßig
sein, aus Gründen der Verkehrssicherheit in der optischen
Einheit 72 der Spurmarkierung 7' zusätzlich eine Lichtquelle
76 anzuordnen und damit die optische Einheit 72 als
eine aktive optische Einheit auszugestalten.
Ferner ist zu berücksichtigen, daß die im Bedarfsfalle über
das Niveau der Fahrbahndecke 11 herausragenden Spurmarkierungen
7 naturgemäß Belastungen durch den Verkehr auch dann ausgesetzt
sind, wenn sie normalerweise nicht überfahren werden
sollen. Es ist darum zweckmäßig, die optische Einheit 72 in
ihrer Führung in bezug auf das Gehäuse 71 elastisch so zu
lagern, daß die Abdeckung 75 der optischen Einheit 72 Stöße
aufzunehmen vermag, ohne daß der Antriebsmechanismus der
Spurmarkierung 7 dabei beschädigt werden kann. Eine Möglichkeit
der Ausgestaltung besteht darin, die optische Einheit 72
auf dem Hubstempel 73 elastisch anzuordnen. Dies kann beispielsweise
dadurch erreicht werden, daß das zylindrische
Verbindungsstück 731 des Hubstempels 73, auf dem die optische
Einheit 72 aufsitzt, aus einem elastisch formbaren Material
besteht. Eine andere Möglichkeit bestünde darin, die optische
Einheit 72 nicht unmittelbar auf den Hubstempel 73 auszusetzen,
sondern statt dessen um das genannte Verbindungsstück
731 des Hubstempels herumgelegt eine Druckfeder anzuordnen,
auf der sich dann die optische Einheit 72 abstützt. Dem Fachmann
stehen weitere Mittel zur Verfügung, diese Lösungen auszugestalten,
um eine ausreichende Dämpfung zwischen dem jeweiligen
Antrieb für die Spurmarkierung 7 und der stoßweise
belasteten Abdeckung 75 der optischen Einheit 72 zu erreichen.