Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Tragen eines insbesondere
mit einer Flüssigkeit gefüllten Behältnisses mit einer Auslaßeinrichtung
zum Auslassen des Behältnisinhalts, wobei die Vorrichtung einen Mantel
mit einer Aussparung zum Einfügen der Auslaßeinrichtung, eine Auffangeinrichtung
zum Auffangen von austretendem überschüssigem Behältnisinhalt
sowie einen in diese einfügbaren oder eingefügten Bodenteil
zum Aufstellen des Behältnisses aufweist.
Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise als Bierfaßummantelung für
insbesondere 51-Bierfäßchen bekannt. Als Bierfaßummantelung kann dabei
zugleich eine Kühlfunktion vorgesehen sein, wobei in diesem Falle die
bekannte Bierfaßummantelung eine Kühleinrichtung enthält bzw. aus einem
eine Kühlung ermöglichenden oder erzeugenden Material besteht. Bei einer
anderen Variante einer Bierfaßummantelung ist die Vorrichtung aus einem
Kunststoff in Form eines Fäßchens gefertigt und weist einen abnehmbaren
Boden sowie eine obere Öffnung mit nach innen kragendem Rand auf. Der
obere Rand der Ummantelung weist außerdem zwei einander gegenüberliegende
Aussparungen auf, in die Arme einer Zapfeinrichtung als Auslaßeinrichtung
für das Bierfäßchen eingelegt werden können. Eine solche
Zapfeinrichtung wird in den Deckel eines in die Ummantelung von der Unterseite
her eingefügten Bierfäßchens eingestoßen. Zum Einfügen des
Bierfäßchens wird der Bodenteil der Ummantelung abgenommen und diese
über das Bierfäßchen gestülpt. Anschließend kann das Bodenteil wieder
mit der Ummantelung verbunden werden, insbesondere über einen Bajonettverschluß
verrastet werden. Die Ummantelung kann auf eine Auffangeinrichtung
in Form einer Tablettschale aufgestellt werden. Zu diesem Zweck
weist die Auffangeinrichtung eine entsprechende Ausnehmung auf, in die
der Bodenteil der Vorrichtung paßt. Eine weitere Ausnehmung ist mit zueinander
parallelen Stegen versehen, die von der Oberfläche erhaben zwischen
sich jeweils Nuten bilden. Diese Ausnehmung dient zum Aufstellen
eines Bierglases, in das das Bier gezapft werden soll. Durch das Vorsehen
dieser Ausnehmung kann das Bier, das beim Zapfvorgang über das Glas
hinausläuft, daran gehindert werden, auf die Ummantelung bzw. die die
Vorrichtung umgebende Tischplatte oder den Boden zu tropfen.
Bei den vorstehend genannten Bierfaßummantelungen erweist sich der verhältnismäßig
hohe Anschaffungspreis in Höhe von 20,- bis 30,- DM als
nachteilig, da er sehr hoch im Vergleich zu dem Anschaffungspreis eines
Bierfäßchens ist. Außerdem wird eine Bierfaßummantelung mit Kühlfunktion
bei kleinen Bierfäßchen, insbesondere 51-Dosen, kaum benötigt, da der
Inhalt des Bierfäßchens so schnell geleert wird, daß eine derartig aufwendige
Ummantelung zur Kühlung des Bieres nicht unbedingt erforderlich
ist.
Eine weitere Vorrichtung zum Tragen eines Bierfäßchens ist in Form eines
bankförmigen Ständers bekannt. Beispielsweise wird hierzu eine in etwa
der Bodenfläche des Fäßchens entsprechende Platte mit beispielsweise
vier Beinen verwendet, um das Bierfäßchen so weit von einer Tischplatte
zu entfernen, daß ein Zapfen des Bieres aus einer im Mantel des Bierfäßchens
vorgesehenen Auslaßeinrichtung mühelos möglich wird. Eine weitere
Möglichkeit besteht darin, das Bierfäßchen als solches an eine Tischkante
zu stellen, wodurch ebenfalls unterhalb des Zapfhahnes bzw. der Auslaßeinrichtung
so viel Platz belassen wird, daß ein Unterstellen von
Biergläsern mühelos möglich wird.
Die beschriebenen Vorrichtungen zum Tragen von Bierfäßchen in Form eines
bankförmigen Ständers oder das Aufstellen des Fäßchens auf einer Tischkante
erweist sich als nachteilig, da dabei an dem Bierglas vorbei gezapftes
oder überschäumendes Bier auf Tisch oder Boden tropfen kann, was
zu unerwünschten Verschmutzungen führt. Wird eine Auffangeinrichtung in
Form einer Schale aufgestellt, kann diese beim Zapfvorgang verschoben
werden, wodurch wiederum Bier auf Tisch oder Boden gelangen kann. Dies
ist bei den bekannten Ummantelungen beim Verdrehen der Ummantelung gegenüber
der Auffangeinrichtung ebenfalls möglich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dahingehend weiterzubilden, daß sie kostengünstig
herzustellen ist und zugleich eine komfortablere und sichere
Handhabung ermöglicht, insbesondere in Bezug auf die Auffangeinrichtung,
als dies beim Stand der Technik möglich ist.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 dadurch gelöst, daß die Auffangeinrichtung von dem Mantel der
Vorrichtung abnehmbar, deckelartig und in der Auffangposition gegenüber
diesem unverschiebbar mit diesem über Verbindungsmittel wieder verbindbar
ist. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
Dadurch wird eine Vorrichtung zum Tragen eines insbesondere mit einer
Flüssigkeit gefüllten Behältnisses mit einer Auslaßeinrichtung zum Auslassen
des Behältnisinhalts geschaffen, bei der die Auffangeinrichtung
ein Teil der Vorrichtung ist, das durch Umpositionieren einerseits als
Deckel der Vorrichtung, andererseits als Auffangeinrichtung bzw. insbesondere
Tropfschale zum Auffangen von aus dem Behältnis austretendem
überschüssigen Behältnisinhalt verwendet werden kann. Durch das ortsfeste,
dadurch verrutschsichere und jederzeit zu Reinigungszwecken oder
zum Entleeren abnehmbare Verbinden der Auffangeinrichtung mit dem Mantel
der Vorrichtung kann vorteilhaft vermieden werden, daß beispielsweise
durch Drehen des Behältnisses in der Vorrichtung wie beim Stand der
Technik ungewollt dennoch Behältnisinhalt über die Auffangeinrichtung
hinaus tropft. Das Behältnis wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
auf dieser bzw. deren Bodenteil aufgestellt, wodurch der Mantel gegenüber
dem Behältnis schon durch dessen Gewicht im wesentlichen nicht verdrehbar
ist. Dies wird vorteilhaft auch dadurch vermieden, daß die in
dem Mantel der Vorrichtung vorgesehene Aussparung zum Einfügen der Auslaßeinrichtung
oberhalb der unverschiebbar durch die Verbindungsmittel
gesicherten Auffangeinrichtung vorgesehen ist, sobald die Auffangeinrichtung
am endseitigen Rand oder Ende des Mantels in dort vorgesehene
Verbindungsmittel vorteilhaft eingefügt ist. Durch Drehen der Vorrichtungen
nach dem Stand der Technik auf ihren jeweiligen Auffangeinrichtungen
oder des Behältnisses, insbesondere Bierfäßchens, gegenüber dem
Mantel sowie der Auffangeinrichtung kann trotz Vorsehens der Auffangeinrichtung
der Behältnisinhalt auf einen Tisch gelangen bzw. außerhalb der
Auffangeinrichtung des Behältnisses heruntertropfen. Dies wird jedoch
erfindungsgemäß vermieden.
Besonders bevorzugt wird das Bodenteil in einer solchen Höhe innerhalb
des Mantels der Vorrichtung vorgesehen, daß die Vorrichtung über das Behältnis
gestülpt werden kann, wobei das Bodenteil auf der deckel- oder
bodenseitigen Oberfläche des Behältnisses auflagert. Dadurch kann die
Vorrichtung platzsparend und knicksicher mit dem Behältnis zusammen gelagert
und zum Verkauf als Einheit angeboten werden. Vorzugsweise weist
die Vorrichtung daher auf die Abmessungen des Behältnisses abgestimmte
Abmessungen auf.
Durch Vorsehen der deckelartigen Auffangeinrichtung, die von dem Mantel
der Vorrichtung abnehmbar ist, kann vorteilhaft in Verbindung mit dem
Bodenteil zwischen diesem und der deckelartigen Auffangeinrichtung, wenn
sie auf den Mantel der Vorrichtung aufgefügt ist, ein Hohlraum geschaffen
werden, in den Gegenstände eingefügt werden können. Diese Gegenstände
können Zugaben sein, wie beispielsweise Chipstüten, Nüsse, Würfelbecher,
Skat- bzw. Kartenspiele, etc. oder zu Karneval auch Pappnasen, die
als Zugabe beim Kauf des Behältnisses, insbesondere eines Bierfäßchens
oder Weinkanisters, dem Kunden neben der Vorrichtung beigegeben werden.
Zur Verwendung der Vorrichtung zum Tragen eines Behältnisses wird diese
von dem Behältnis abgenommen und nach Abnehmen der deckelartigen Auffangvorrichtung
und Ein- bzw. Anfügen an den Mantel der Vorrichtung in
vorzugsweise im Bereich des endseitigen Randes des Mantels der Vorrichtung
vorgesehene Ausnehmungen, in die die Auffangeinrichtung mit ihrem
umlaufenden Rand einsteckbar ist, das Behältnis auf dem Bodenteil im Innern
der Vorrichtung umgebend von einem Teil des Mantels aufgestellt.
Besonders bevorzugt sind die Ausnehmungen im endseitigen Rand des Mantels
zum Einstecken der Auffangeinrichtung schlitzförmig. Der umlaufende
Rand der deckelartigen Auffangeinrichtung kann dadurch in die schlitzförmigen
Ausnehmungen eingelegt werden, wodurch ein Relativverschieben
der Auffangeinrichtung gegenüber dem Mantel der Vorrichtung nicht mehr
möglich ist, wobei nach Aufstellen des Mantels auf der deckelartigen
Auffangeinrichtung und nachfolgendem Aufstellen des Behältnisses auf der
Vorrichtung die Auffangeinrichtung erst dadurch wieder von der Vorrichtung
gelöst werden kann, daß Behältnis und Mantel von der Auffangeinrichtung
abgehoben werden. Ein ungewolltes Entfernen der Auffangeinrichtung
wird dadurch vorteilhaft vermieden.
Bevorzugt ist in die Auffangeinrichtung ein gitterartiges Element einfügbar,
auf das das zu befüllende Gefäß aufgestellt werden kann. Es
dient dazu, daß dieses nicht in dem sich in der Auffangeinrichtung sammelnden
Behältnisinhalt, z. B. Bier, steht. Es kann als Sieb, insbesondere
Einlegesieb, Abtropfgitter oder dgl. gebildet sein. Außerdem ist
eine Ausführungsform möglich, bei der das gitterartige Element durch
Falten eines Teilbereichs der Auffangeinrichtung und/oder eines zusätzlichen
Bodenteils erzeugt werden kann.
Vorzugsweise ist das Bodenteil der Vorrichtung in dem Mantel auf dessen
Mantelinnenfläche befestigt. Alternativ kann das Bodenteil aber auch aus
dem Mantel herausnehmbar sein und insbesondere beim Anbieten des mit der
Vorrichtung versehenen Behältnisses in die deckelartige Auffangeinrichtung
eingelegt sein. Im letzteren Falle weist das Bodenteil vorzugsweise
Mittel zum Auflagern auf entsprechend im Mantel der Vorrichtung vorgesehenen
Mitteln auf. Die im Mantel der Vorrichtung vorgesehenen Mittel
sind besonders bevorzugt laschenförmige Einschnitte in der Mantelfläche.
Sie können aber auch in Form von auf der Mantelinnenfläche der Vorrichtung
vorgesehenen Haltemitteln vorgesehen sein, die insbesondere simsartige
Stützen sind. Daneben ist auch jede andere Ausbildung von Halteeinrichtungen
möglich, die ein Auflagern des Bodenteiles innerhalb des Mantels
der Vorrichtung so gestatten, daß das Behältnis auch im gefüllten
Zustande auf dem Bodenteil fest aufgestellt werden kann, ohne daß dieser
sich von dem Mantel ungewollt löst.
Besonders bevorzugt weist die Auffangeinrichtung eine der Querschnittsform
und -fläche des Mantels der Vorrichtung angepaßte Form auf und ist
insbesondere rund, oval oder mehreckig. Die Form des Mantels der Vorrichtung
ist vorzugsweise an die Form des zu ummantelnden Behältnisses
angepaßt, bevorzugt zylindrisch oder als Mantelfläche eines mehreckigen
Körpers gebildet, beispielsweise eines Quaders, Würfels oder Prismas.
Dasselbe gilt für den Durchmesser bzw. die sonstigen Abmessungen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
Die Mantelfläche der Vorrichtung ist bevorzugt als Vollfläche und/oder
als mit Perforationen oder Öffnungen versehene Fläche gebildet. Besonders
bevorzugt besteht die Mantelfläche aus einzelnen insbesondere stabförmigen
Elementen, insbesondere in Form eines Netzes oder Gitters, oder
sie sind palisadenförmig aneinandergereiht. Bei der Ausbildung des Mantels
ist lediglich darauf zu achten, daß eine ausreichende Stabilität
gegeben ist, um das auf das in den Mantel eingefügte Bodenteil aufgestellte
Behältnis tragen zu können. Bei Vorsehen von stabförmigen Elementen,
die die Mantelfläche bilden, wird vorzugsweise in einem Randbereich
des Mantels zwischen den einzelnen stabförmigen Elementen ein solcher
Abstand belassen, daß der umlaufende Rand der Auffangeinrichtung
darin eingefügt werden kann. Ein zusätzliches Vorsehen von Ausnehmungen
oder Schlitzen in diesem Randbereich ist dann nicht erforderlich, kann
jedoch dennoch geschehen.
Auch das Bodenteil kann eine oder mehrere Öffnungen, insbesondere eine
zentrale Öffnung aufweisen. Hierdurch wird weniger Material verbraucht,
weswegen die Vorrichtung leichter wird. Außerdem ist es dadurch vorteilhaft
möglich, die Vorrichtung beispielsweise auch zum Heizen oder Warmhalten
eines mit einem Heißgetränk, insbesondere mit Glühwein gefüllten
Behältnisses zu verwenden. In diesem Falle wird eine Stövchenkerze oder
eine ähnliche Wärmequelle unterhalb des Bodenteiles und/oder in dessen
Haltemitteln innerhalb des Mantels der Vorrichtung aufgestellt und zum
Erwärmen des mit einem Heißgetränk, z. B. Glühwein gefüllten, auf dem
Bodenteil aufgestellten Behältnisses bzw. von dessen Inhalt verwendet.
Alternativ kann auch die Auffangeinrichtung eine oder mehrere Perforationen
aufweisen, die ein Vorsehen einer Öffnung in der Auffangeinrichtung
ermöglichen, wobei bei auf den Mantel der Vorrichtung aufgefügter
Auffangeinrichtung das Behältnis mit dem Heißgetränk aufgestellt werden
kann. Alternativ kann die Wärmequelle, z. B. Kerze in der erzeugten Öffnung
der auf die Unterseite aufgefügten Auffangeinrichtung eingestellt
und das Behältnis zum Erwärmen oder Warmhalten auf das in den Mantel
eingefügte Bodenteil aufgestellt werden. Es können sogar mehrere Bodenteile
vorgesehen sein, die in jeweils unterschiedlichen Höhen in den
Mantel eingefügt werden können, wobei hierzu vorzugsweise in diesem Haltemittel
in verschiedenen Höhen vorgesehen oder erzeugbar sind. Außerdem
ist es möglich, zwei deckelartige Auffangeinrichtungen vorzusehen, von
denen eine auf das obere und eine auf das untere Ende des Mantels der
Vorrichtung aufgefügt und dadurch ebenfalls ein Stövchen und zugleich
eine Stapelbarkeit geschaffen werden kann von mehreren von der Vorrichtung
vollständig umhüllten Behältnissen. Beispielsweise kann bei einer
solchen Verkaufseinheit eine Colorierung nach Art eines gefüllten Glases
auf der Vorrichtung vorgesehen werden.
Bei vollständiger Ummantelung des Behältnisses kann der oder die Bodenteile
in die Auffangeinrichtungen eingelegt und die Haltemittel zum Auflagern
der Bodenteile im Mantel der Vorrichtung als laschenförmige Elemente
anklebbar am Mantel und/oder den Bodenteilen befestigt sein.
Um eine ausreichende Luftzufuhr für die Wärmequelle vorzusehen, kann die
Mantelfläche der Vorrichtung mit Öffnungen und/oder mit stabförmigen
Elementen versehen sein. Als Material sollte für die Vorrichtung bei
diesem Verwendungsfall ein nicht oder schwer brennbares vorgesehen werden.
Vorzugsweise besteht die erfindungsgemäße Vorrichtung aus einem biegsamen,
formbaren, zumindest in einer Richtung des geformten Materials stabilen
Material, insbesondere aus Pappe oder Papier, einem Metall, insbesondere
Aluminium oder Edelstahl, einem nachwachsenden Rohstoff, insbesondere
Holz, oder einem Kunststoffmaterial. Vorzugsweise wird verstärktes
Papier oder Pappe verwendet, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung
als Einweg- oder Wegwerfartikel und Zugabe zu der eigentlichen Ware des
Behältnisses mit Inhalt im Handel angeboten wird. Selbstverständlich
kann aber auch eine Vorrichtung beispielsweise aus Aluminium oder Edelstahl
als mehrfach verwendbares, besonderes als Designerstück im Handel
angeboten werden, wobei dieses auch getrennt von den Behältnissen angeboten
werden kann.
Die Auffangeinrichtung der Vorrichtung besteht vorzugsweise zumindest in
ihrem Bodenflächenbereich aus einem flüssigkeitsundurchlässigen Material,
insbesondere aus einem Kunststoff, vorzugsweise durchsichtigem oder
durchscheinenden Kunststoff oder einem mit einer flüssigkeitsundurchlässigen
Beschichtung versehenen Material, insbesondere Pappe oder Papier.
Dadurch kann insbesondere ein flüssiger Behältnisinhalt sicher
aufgefangen und daran gehindert werden, durch die Auffangeinrichtung
hindurchzutreten und die darunter liegende Oberfläche eines Tisches oder
dergleichen, auf dem die Vorrichtung nebst Auffangeinrichtung aufgestellt
ist, zu verschmutzen. Durch das Verwenden eines durchsichtigen
oder durchscheinenden Materials kann die eventuell als Zugabe zwischen
deckelartiger Auffangeinrichtung und Bodenteil eingefügte Ware von außen
gesehen werden.
Die Mantelfläche der Vorrichtung kann vorzugsweise koloriert werden,
insbesondere mit Werbeaufdrucken. Dadurch ist sie neben ihrer tragenden
Funktion für das Behältnis auch zugleich als Werbeträger nutzbar. Gerade
im Bereich des Vertriebs von Bierdosen, Bierfäßchen oder Weinkanistern
können dadurch besondere Werbeaktionen oder auch Sponsoring, insbesondere
im Sportbereich, wie im Rennsport, angezeigt werden. Auch eine Colorierung,
z. B. als Glas kann als besonderer Gag vorgesehen werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann besonders bevorzugt als Ständer
für Getränkedosen, insbesondere Bierfäßchen oder Weinkanister verwendet
werden. Sie eignet sich jedoch auch sehr gut als Ständer für sonstige
Spendeeinrichtungen, wie beispielsweise Seifenspender, bei denen ebenfalls
aus der Auslaßeinrichtung ein Nachtropfen auftritt, zugleich aber
unerwünschte Flecken auf der darunterliegenden Oberfläche ergibt, auf
der der Seifenspender aufgestellt ist. Neben diesen Verwendungsmöglichkeiten
sind auch beliebig andere möglich, insbesondere auch für Behältnisse,
die mit Feststoffen bzw. Pulvern gefüllt sind, um auch dabei
überschüssig austretenden Behältnisinhalt sicher auffangen zu können.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung werden im folgenden Ausführungsbeispiele
anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Diese zeigen in:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Figur 2
- eine perspektivische Explosionsansicht einer zweiten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zusammen mit einem
Behältnis,
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform
eines Bodenteiles für eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
- Figur 4
- eine Schnittansicht durch den zylindrischen Körper einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit zwei unterschiedlichen Mitteln
zum Auflagern des Bodenteiles einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Figur 5
- eine Schnittansicht durch das Detail einer weiteren Ausführungsform
von Mantel und Bodenteil mit gestrichelt angedeutetem
Unterteil eines Behältnisses, das auf das Bodenteil aufgestellt
ist,
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit mantelseitigen Öffnungen
und
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung bestehend aus stabförmigen
Elementen.
In Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 dargestellt. Die Vorrichtung weist
einen Mantel 2, ein Bodenteil 3 sowie eine Auffangeinrichtung 4 auf. Die
Auffangeinrichtung 4 ist in schlitzförmige Ausnehmungen 21 im Bereich
des unteren Randes 22 des Mantels 2 mit seinem umlaufenden Rand 41 eingefügt.
Letzterer umgrenzt eine im wesentlichen flache Auffangfläche 42
der Auffangeinrichtung.
Die beiden schlitzförmigen Ausnehmungen 21 sind so am unteren Rand 22
des Mantels 2 positioniert, daß der umlaufende Rand 41 der Auffangeinrichtung
in die schlitzförmigen Ausnehmungen 21 des Mantels eingefügt
werden kann und dabei die Auffangeinrichtung so positioniert wird, daß
sie fluchtend unterhalb einer Aussparung 24 im oberen Rand 23 angeordnet
ist. Anstelle von schlitzförmigen Ausnehmungen als Verbindungsmittel
können andere derartige Mittel an dem Mantel befestigt oder in diesen
integriert sein, beispielsweise hakenförmige Elemente zum Aufhängen oder
Einhängen der Auffangvorrichtung. Diese Art der Anordnung der Auffangeinrichtung
erweist sich als vorteilhaft, wenn auf das Bodenteil 3, von
dem oberen Rand 23 des Mantels umgrenzt, ein Behältnis aufgestellt wird,
das mit einer Auslaßeinrichtung im unteren Bereich versehen ist, die in
diese Aussparung 24 eingelegt werden kann. Dadurch ist es vorteilhaft
möglich, auf die Auffangeinrichtung 4 bzw. die Auffangfläche 42 ein Gefäß
aufzustellen, das mit dem Behältnisinhalt über die Auslaßeinrichtung
des Behältnisses befüllt wird, wobei der über das Gefäß hinaustretende
Behältnisinhalt in der Auffangeinrichtung 4 aufgefangen wird und nicht
in die Umgebung beispielsweise auf eine Tischplatte oder dergleichen
austritt. Besonders vorteilhaft erweist sich dies bei der Verwendung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung als Ständer für ein Bierfäßchen oder einen
Weinkanister, wobei das zu befüllende Gefäß ein Glas o.ä. ist. Anstelle
lediglich zweier schlitzförmiger Ausnehmungen können auch mehrere vorgesehen
werden, so daß ein Umpositionieren der Auffangeinrichtung möglich
ist. Dadurch kann diese weiter von dem Mantel abstehen oder näher an
diesem positioniert werden (Figur 6). Bei Verwenden eines Behältnisses
mit besonders geformter Auslaßeinrichtung kann dies sinnvoll sein. Auch
können mehrere Aussparungen 24 vorgesehen werden, zu denen die Ausnehmungen
jeweils entsprechend positioniert werden.
Zur Aufbewahrung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. zum Anbieten im
Handel eignet sich ein Auffügen direkt auf dem Behältnis, das anschließend
auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 aufgestellt werden kann.
Ein solches System bzw. eine solche Verkaufseinheit ist in Figur 2 in
einer Explosionsansicht dargestellt. Darin ist ein Behältnis 5 mit einer
Auslaßeinrichtung 6 versehen. Die Auslaßeinrichtung kann entweder bereits
aus der Oberfläche des Behältnisses herausragen oder flach an dieser
anliegen und lediglich herausziehbar sein. Das Behältnis 5 wird
durch Aufsetzen des Mantels 2 der Vorrichtung 1 auf das Gefäß von der
Vorrichtung umschlossen bzw. zumindest zum Teil ummantelt. Beispielsweise
kann die schlitzförmige Ausnehmung 21 am unteren Rand 22, der zuerst
über das Behältnis 5 geführt wird, so breit ausgebildet sein, daß die
Auslaßeinrichtung 6 des Behältnisses 5 darin aufgenommen werden kann.
Dies ist jedoch in der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform nicht
der Fall. Hierbei ist ein vollständiges Umschließen des Behältnisses
möglich, so daß die erfindungsgemäße Vorrichtung bei entsprechender Ausbildung
eine Stapelbarkeit der Behältnisse unterstützt. Durch deren Stapeln
kann beispielsweise bei interessanter Colorierung der Vorrichtung
der Eindruck gestapelter, mit dem Behältnisinhalt gefüllter Gläser erzeugt
werden.
Der Mantel 2 kann bereits mit dem Bodenteil 3 sowie der deckelartigen
Auffangeinrichtung 4 versehen sein und wird anschließend auf das Behältnis
aufgefügt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, wie in Figur 2
dargestellt, nach dem Auffügen des Mantels 2 auf das Behältnis 5 zunächst
das Bodenteil 3 und anschließend die deckelartige Auffangeinrichtung
4 in das Mantelteil einzufügen bzw. auf das Mantelteil aufzufügen.
Das Bodenteil 3 ist in der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform im
wesentlichen flach und wird auf Haltemittel in Form von simsartigen
Stützen 25 aufgelegt. Die simsartigen Stützen 25 sind auf der Innenseite
26 des Mantels 2 befestigt, insbesondere aufgeklebt. Sofern der Mantel
2 beispielsweise aus einem Metall besteht, können die simsartigen
Stützen 25 auf der Mantelinnenfläche 26 beispielsweise aufgelötet oder
aufgeschweißt sein. Auch ein Anschrauben oder Nieten ist prinzipiell
möglich, erhöht jedoch im Zweifel die Herstellungskosten, weswegen die
kostengünstigeren Varianten für die Herstellung mit hohen Stückzahlen
bevorzugt werden.
Die Auffangeinrichtung 4 wird mit ihrem umlaufenden Rand 41 nach unten
zu dem Behältnis weisend auf den oberen Rand 23 des Mantels 2 aufgefügt.
Dadurch entsteht zwischen dem Bodenteil 3 und der Auffangfläche 42 der
Auffangeinrichtung 4 ein Hohlraum, in den beispielsweise noch weitere
Gegenstände, wie Zugaben, eingefügt werden können. Diese sind bei zumindest
teilweise durchsichtiger Ausbildung der Auffangeinrichtung von außen
sichtbar.
In Figur 3 ist eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform
des Bodenteiles 3 gezeigt. Das Bodenteil weist in dieser Ausführungsvariante
laschenförmige Vorsprünge 31 auf. Die laschenförmigen Vorsprünge
31 ragen von einer äußeren umlaufenden Kante 32 des Bodenteiles
nach außen und können in entsprechende Ausnehmungen oder Öffnungen in
dem Mantel 2 der Vorrichtung eingefügt werden. Anstelle der laschenförmigen
Vorsprünge können diese auch haken- oder nasenförmig sein, um in
entsprechende Öffnungen, Ausnehmungen oder Aussparungen des Mantels 2
eingreifen und sich darin festhalten zu können.
Im zentralen Bereich des Bodenteiles ist eine Perforation 33 vorgesehen,
wodurch durch Entfernen des von der Perforation umgebenen Teilstücks eine
Öffnung erzeugt werden kann. Durch das Vorsehen einer solchen Öffnung
kann die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht nur als Ständer für beispielsweise
ein Bierfäßchen, sondern auch als Stövchen zum Erwärmen oder
Warmhalten von Flüssigkeiten wie insbesondere Glühwein verwendet werden.
Ein entsprechendes mit der zu erwärmenden Flüssigkeit gefülltes Behältnis
wird dabei auf das Bodenteil aufgestellt oder zwischen die Haltemittel
eingeklemmt, wobei der obere Rand 23 des Mantels 2 das Behältnis
seitlich abstützt. Das Behältnis kann aber auch auf die auf den oberen
Rand 23 aufgefügte Auffangeinrichtung 4 aufgestellt werden, wenn diese
eine Perforation zur Bildung einer insbesondere mittigen Öffnung aufweist,
unter der die Wärmequelle, wie z. B. eine Kerze angeordnet wird.
Hierbei kann die Auffangeinrichtung z. B. aus einem Kunststoffmaterial
bestehen, das vorzugsweise hitzeresistent ist. Um eine ausreichende Belüftung
für die Verwendung als Stövchen zu erreichen, kann der Mantel,
wie in Figur 6 angedeutet, mit Öffnungen 75 versehen sein.
In Figur 4 sind verschiedene Mittel zum Auflagern des Bodenteils 3 innerhalb
des Mantels 2 der Vorrichtung 1 durch eine seitliche Schnittansicht
durch den Mantel angedeutet. Das eine Haltemittel ist als simsartige
Stütze 27 gebildet, die im Unterschied zu der simsartigen Stütze 25
gemäß Figur 2 mit einer schräg zum Mantelinneren hin verlaufenden Wandung
28 versehen ist. Das andere Mittel zum Auflagern ist durch einen
laschenförmigen Einschnitt 71 in dem Mantel bzw. dessen Fläche gebildet.
Der laschenförmige Einschnitt ist zweifach gefalzt, wobei ein erstes
Teilstück 72 als Haltemittel in das Mantelinnere zeigt und ein zweites
Teilstück 73 schräg zum Mantel zurückweist. Dieses zweite Teilstück 73
stützt das erste Teilstück 72 des Haltemittels gegen die Mantelinnenfläche
26 ab. Als Bodenteil kann bei dieser zweiten Variante eines Auflagermittels
beispielsweise ein solches, wie in Figur 3 dargestellt, verwendet
werden. Auf die simsartige Stütze 27 kann beispielsweise ein Bodenteil,
wie es in Figur 2 angedeutet ist, aufgelegt werden. Bei Auflegen
eines Bodenteils gemäß Figur 3 auf das erste Teilstück 72 des anderen
Auflagermittels können die laschenförmigen Vorsprünge 31 des Bodenteils
jeweils durch die laschenförmigen Einschnitte 71 des Mantels hindurchgesteckt
und auf der Außenseite des Mantels durch Umbiegen befestigt
werden.
Eine andere Variante ist in Figur 5 als Detailschnittansicht gezeigt.
Dabei weist das Bodenteil 3 einen hakenförmig gebogenen Vorsprung 34
auf. Dieser kann entweder durch mehrfaches Umknicken eines laschenförmigen
Vorsprungs 31, wie er in Figur 3 gezeigt ist, gebildet werden. Er
kann aber auch bereits an dem Bodenteil als hakenförmiger Vorsprung angeformt
sein. Zum Verbinden mit dem Mantel 2 ist in der Vorrichtung zum
einen der laschenförmige Einschnitt 71, zum anderen eine zusätzliche
Öffnung 74 vorgesehen. In diese zusätzliche Öffnung 74 greift der hakenförmige
Vorsprung 34 des Bodenteils mit seinem einen Teilstück 35 ein.
Der laschenförmige Einschnitt 71 ist durch eine Öffnung 36 in dem Bodenteil
3 geführt. Um Stabilität und Festigkeit der Verbindung von Bodenteil
und Mantel zu gewähren, ist das laschenförmige Teil nach dem Durchdringen
der Öffnung 36 des Bodenteils 3 zu dem Mantel 2 zurückgebogen.
Selbstverständlich ist alternativ auch ein Umknicken des laschenförmigen
Einschnitts in anderer Weise möglich, insbesondere in der in Figur 4
dargestellten. Dabei kann sich das Teilstück 73 des laschenförmigen Einschnitts
71 zwischen der Unterseite des Bodenteils und dem Teilstück 35
abstützen.
Eine zusätzliche Stabilität und Festigkeit ergibt sich durch Anordnen
der Öffnung 36 zum Durchführen des laschenförmigen Einschnitts 71 des
Mantels 2 so, daß ein Aufstandsbereich 51 des Behältnisses 5 auf dem laschenförmigen
Vorsprung 31 aufgestellt werden kann, und dadurch ein Herausrutschen
des laschenförmigen Einschnitts aus der Öffnung 36 des Bodenteils
3 verhindert wird.
In den Figuren 6 und 7 sind andere Ausführungsvarianten des Mantels 2
dargestellt, wobei dieser jeweils nicht als Vollkörper ausgebildet ist,
wie in den vorigen Figuren, sondern entweder mit Öffnungen versehen ist,
wie in Figur 6, oder aus einzelnen Elementen, hier einzelnen stabförmigen
Elementen, aufgebaut ist, wie in Figur 7 gezeigt. Durch das Vorsehen
von Perforationen zum Erzeugen von Öffnungen oder Öffnungen 75 wie bei
der Ausführungsform gemäß Figur 6 gezeigt, können besondere Effekte erzielt
werden, unter anderem der für die Verwendung als Stövchen bereits
oben genannte Vorteil der Zuluftzuführung. Aber auch bei der Verwendung
als beispielsweise Bierfäßchenständer können durch das Vorsehen derartiger
Perforationen oder Öffnungen neben werbewirksamen ästhetischen Effekten
auch besondere Stabilisierungen in diesem Bereich vorgesehen werden.
Der Bereich der Öffnungen kann ebenfalls mit farbigem Papier oder
dergleichen hinterlegt werden. Ein derartiges Schmücken des Mantels kann
auch durch Bedrucken z.B. mit Werbung geschehen. Dies erweist sich besonders
beim Anbieten der erfindungsgemäßen Vorrichtung zusammen mit einem
entsprechend gefüllten Behältnis als besonders vorteilhaft, da durch
Vorsehen einer entsprechenden Bedruckung auf den einzelnen Teilen der
Vorrichtung entweder Werbebotschaften oder andere die Ware oder bestimmte
Aktionen der Werbung betreffende Informationen dem Kunden als Kaufanreiz
angepriesen werden können.
Figur 6 können auch die beiden sich in dem Mantel durch Einfügen des Bodenteils
bildenden Hohlräume 11, 12 entnommen werden. Der eine Hohlraum
11 wird durch Auffügen der deckelartigen Auffangeinrichtung 4 auf
dem Mantel 2 auf dessen oberem Rand 23 gebildet. Der andere Hohlraum 12
entsteht zwischen einer Oberfläche, beispielsweise einer Tischoberfläche,
auf den die Vorrichtung bzw. der Mantel der Vorrichtung mit seinem
unteren Rand 22 aufgestellt wird, und der Unterseite des Bodenteiles 3.
In den Hohlraum 11 können Zugaben wie Chipstüten, Nüsse, andere herzhafte
oder süße Knabbereien, Kartenspiele, Würfelbecher, Karnevalsutensilien
wie Pappnasen etc. für den Kunden eingefügt werden. In den unteren
Hohlraum 12 wird gegebenenfalls eine Wärmequelle, insbesondere eine Kerze,
eingefügt, wenn die Vorrichtung als Stövchen verwendet werden soll.
Ansonsten wird er auf ein Behältnis zur Lagerung und zum Verkauf mit
diesem zusammen aufgesteckt.
Bei der Ausführungsform gemäß Figur 7 ist der Mantel 2 aus einzelnen
stabförmigen Elementen 76 aufgebaut, die im wesentlichen palisadenförmig
parallel zueinander nebeneinander angeordnet sind und einen im Querschnitt
etwa ovalen oder runden Körper bilden. Die stabförmigen Elemente
76 sind jeweils mit Abstand zueinander angeordnet, wodurch die dekkelartige
Auffangeinrichtung 4 mit ihrem umlaufenden Rand 41 zwischen
jeweils zwei benachbarte stabförmige Elemente 76 eingefügt werden kann.
Auch hierdurch ist wiederum eine exakte Positionierung der Auffangeinrichtung
unterhalb der Aussparung 24 in dem Mantel der Vorrichtung möglich,
die in dieser Ausführungsform durch verkürzte stabförmige Elemente
gebildet ist.
Die stabförmigen Elemente werden im Bereich des unteren Randes 22 des
Mantels mittels eines Halteringes 77 in Position gehalten. Anstelle des
Halteringes kann auch eine beliebige andere Einrichtung vorgesehen werden,
die die stabförmigen Elemente parallel zueinander und in entsprechender
Ausrichtung am Umfang des Mantels hält.
Im Bereich des oberen Randes 23 des Mantels 2 ist das Bodenteil 3 entlang
seinem Umfang mit Aussparungen 37 versehen, in die die stabförmigen
Elemente 76 klemmend eingefügt sind und dadurch in Position gehalten
werden. Das Bodenteil 3 kann auch eine beliebige andere Ausformung aufweisen,
wobei auch im Bereich des oberen Randes 23 des Mantels eine Verbindung
und exakte Positionierung der stabförmigen Elemente gewährt werden
sollte, durch das Bodenteil und/oder zusätzlich zu diesem.
Alternativ zu den beiden in Figur 6 und 7 dargestellten Ausführungsformen
kann der Mantel 2 auch gitter- oder netzartig aufgebaut sein oder
eine beliebige andere Ausformung aufweisen. Als Material für den Mantel
eignet sich, um insbesondere ein kostengünstig herstellbares Produkt zu
haben, Papier oder Pappe, wobei bei Verwendung von Papier dieses eine
solche Steifigkeit aus sich heraus oder durch seine Formgebung erhalten
sollte, daß ein mit einem Behältnisinhalt befülltes Behältnis auf der
Vorrichtung problemlos aufgestellt werden kann. Gerade bei der Verwendung
von Papier oder Pappe kann der Mantel auch durch Falten erzeugt
werden, wobei durch beispielsweise eine Ziehharmonikafaltung noch weitere
optische Effekte erzielt werden können, auch hinsichtlich der Bedrukkung
des Papiers oder der Pappe. Für das Bodenteil und die Auffangeinrichtung
kann ebenfalls ein verstärktes Papier oder Pappe verwendet werden,
wobei die Auffangfläche 42 sowie die Innenseite 43 des umlaufenden
Randes 41 der Auffangeinrichtung mit einer vorzugsweise flüssigkeitsundurchlässigen
Beschichtung versehen werden. Als Material für den Mantel
sowie das Bodenteil und die Auffangeinrichtung eignen sich außerdem Metalle,
insbesondere nichtrostende Metalle wie Aluminium und Edelstahl.
Die einzelnen Elemente der Vorrichtung können aber auch aus Kunststoffen
bestehen oder aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Holz, wobei bei der
Verwendung von Holz sich insbesondere eine Ausführungsform, wie sie in
Figur 7 dargestellt ist, als besonders bevorzugt erweist.
Eine weitere Ausführungsform kann auf einem eine Kühlungs- und/oder Erwärmungsfunktion
ausübenden Material bestehen, wobei dies insbesondere
unter zusätzlichem Vorsehen einer Kühl- und/oder Erwärmungseinrichtung
erzeugt werden kann. Diese kann z. B. die Vorrichtung von außen ummanteln
oder in den Mantel der Vorrichtung integriert sein oder werden.
Zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsvarianten der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Tragen eines insbesondere mit einer
Flüssigkeit gefüllten Behältnisses können auch beliebig andere Ausführungsformen
gebildet werden. Die beschriebenen Ausführungsformen stellen
insofern lediglich eine beispielhafte Aufzählung dar. Es sind noch zahlreiche
andere Ausführungsvarianten möglich, bei denen die Vorrichtung
eine in sie integrierte Auffangeinrichtung aufweist, die deckelartig auf
die Vorrichtung aufgefügt werden kann, von der Vorrichtung wieder abnehmbar
und zum Auffangen von aus dem Behältnis austretendem überschüssigem
Behältnisinhalt gegenüber der Vorrichtung unverschiebbar, also
insbesondere verrutschsicher, mit dieser wieder verbunden werden kann.
Die Vorrichtung sowie die Auffangeinrichtung können dabei beliebige Formen
annehmen, wobei die Auffangeinrichtung, um als Deckel für die Vorrichtung
dienen zu können, hinsichtlich ihrer Form und Abmessungen an
die Querschnittsform und -größe des Mantels der Vorrichtung vorteilhaft
angepaßt wird.
Bezugszeichenliste
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Mantel
- 3
- Bodenteil
- 4
- Auffangeinrichtung
- 5
- Behältnis
- 6
- Auslaßeinrichtung
- 11
- oberer Hohlraum
- 12
- unterer Hohlraum
- 21
- schlitzförmige Ausnehmung
- 22
- unterer Rand
- 23
- oberer Rand
- 24
- Aussparung
- 25
- simsartige Stütze
- 26
- Mantelinnenfläche
- 27
- simsartige Stütze
- 28
- schräge Wandung
- 31
- laschenförmiger Vorsprung
- 32
- umlaufende Kante
- 33
- Perforation
- 34
- hakenförmiger Vorsprung
- 35
- Teilstück
- 36
- Öffnung
- 37
- Aussparung
- 41
- umlaufender Rand
- 42
- Auffangfläche
- 43
- Innenseite
- 51
- Aufstandsbereich
- 71
- laschenförmiger Einschnitt
- 72
- erstes Teilstück
- 73
- zweites Teilstück
- 74
- Öffnung
- 75
- Perforation/Öffnung
- 76
- stabförmige Elemente
- 77
- Haltering