Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Ermittlung von Zufallszahlen, insbesondere von Lottozahlen,
mit einem geschlossenen, zumindest auf einer Seite durchsichtigen Behälter, einer
im Behälter angeordneten Rollfläche mit einer Mehrzahl von Ausnehmungen und mindestens
einer im Behälter zwischen der Rollfläche und der durchsichtigen Seite frei beweglichen
Kugel.
Stand der Technik
Aus den DE-G 86 27 463.5, DE-G 90 10 533.8 und DE 298 01 343 U1 sind eine Reihe von
Geräten zur Ermittlung von Zufallszahlen bekannt mit in einem durchsichtigen Behälter frei
beweglichen Kugeln. Der Behälter umfasst eine Rastplatte mit runden Ausnehmungen,
deren Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser der Kugeln. Die Kugeln können in die
Ausnehmungen festhaltend aufgenommen werden. Wird der Behälter manuell geschüttelt,
können sich die Kugeln frei im Behälter bewegen. Sobald der Behälter nicht oder kaum
mehr bewegt wird, werden die Kugeln jeweils von einer der Ausnehmungen der Rastplatten
aufgenommen. Jeder der Ausnehmungen ist eine Zahl zugeordnet, so dass durch die aufgenommenen
Kugeln mehrere Zahlen zufällig ermittelt sind.
Bei den bekannten Geräten vergeht nach Beenden der Schüttelbewegung eine gewisse
Zeit, bis die Kugeln in die Ausnehmungen aufgenommen sind. In dieser Phase ist die Bewegung
der Kugeln unruhig, Kugeln können beispielsweise mehrmals in benachbarte Ausnehmungen
umgeleitet werden.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein dem eingangs genannten technischen Gebiet zugehörendes
Gerät zur Ermittlung von Zufallszahlen zu schaffen, bei welchem die Aufnahme der
mindestens einen Kugel in eine Ausnehmung ruhig, schnell und sicher verläuft.
Die Lösung der Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 definiert. Gemäss der
Erfindung weisen die Ausnehmungen zur Aufnahme der mindestens einen Kugel eine im
Wesentlichen polygonale, insbesondere eine regelmässig 3-8eckige, bevorzugt eine quadratische,
Form auf.
In einer im Wesentlichen polygonalen Ausnehmung liegt die Kugel bei mehreren beabstandeten
Punkten auf. Die Anzahl der Auflagepunkte entspricht im Allgemeinen der Anzahl
Seiten des Polygons. Dadurch ist die Rastposition klar definiert und die Aufnahme in die
Ausnehmung erfolgt von einem Moment auf den nächsten. Im Gegensatz dazu liegt eine
Kugel in runden Ausnehmungen entlang eines Kreisbogens auf, die Kugel ist aber schon
dann von der Ausnehmung zumindest teilweise erfasst, wenn sie sich leicht ausserhalb der
eigentlichen Ruheposition befindet. Dadurch ergeben sich Rotationsschwingungen, bei
welchen eine Kugel mehrmals in einer Ausnehmung oszilliert, bis sie zur Ruhe kommt, oder
Kreisbewegungen entlang des Randes einer Ausnehmung ausführt. Die Aufnahme der Kugel
in der Ausnehmung erfolgt allmählich, bereits bei geringen Störungen kann die sich in
einer Rotationsschwingung befindliche Kugel die Ausnehmung wieder verlassen.
Als polygonale Formen für die Ausnehmungen kommen insbesondere Dreiecke, Vierecke,
Fünfecke, Sechsecke, Siebenecke oder Achtecke in Frage. Diese weisen eine vergleichsweise
geringe Anzahl von Kontaktpunkten auf, unterscheiden sich also, was die Aufnahme
der Kugel betrifft, stark von einer runden oder annähernd runden Ausnehmung. Die Polygone
können regelmässig oder unregelmässig sein, wobei unregelmässige Polygone mit
vier oder mehr Seiten meist von Nachteil sind, weil sie keine eindeutige Aufnahmeposition
für eine Kugel definieren. Besonders bevorzugt ist eine quadratische Form der Ausnehmungen.
Diese ist im Allgemeinen ästhetisch befriedigend und derartige Ausnehmungen
lassen sich symmetrisch und regelmässig entlang von Reihen und Spalten anordnen. Eine
dreieckige Form der Ausnehmungen ist ebenfalls von Vorteil, weil derartige Ausnehmungen
auch Kugeln aufnehmen können, welche nicht exakt rund sind, sie bilden nämlich in
jedem Fall eine Dreipunkt-Auflage für die aufzunehmenden Kugeln bzw. kugelähnlichen
Körper. Der erfindungsgemässe Effekt wird auch mit im Wesentlichen polygonalen Ausnehmungen
erreicht, welche beispielsweise aus ästhetischen oder Handhabungsgründen
leicht abgerundete Ecken aufweisen.
Das erfindungsgemässe Gerät kann für Lottozahlen, aber auch für Totozahlen oder andere
Glückszahlen sowie für eine andere zufällige Auswahl aus einer begrenzten Zahl von Möglichkeiten
verwendet werden. In bestimmten Fällen ist es von Vorteil, unterschiedliche
Kugeln, z. B. Kugeln von unterschiedlicher Farbe einzusetzen: Soll z. B. eine 6-stellige
Lottozahl und eine Zusatzzahl ermittelt werden, können sechs weisse Kugeln und eine rote
Kugel vorgesehen werden, wobei die Aufnahmeposition der roten Kugel die Zusatzzahl
anzeigt.
Bevorzugt ist ein maximaler Durchmesser der Ausnehmungen kleiner als ein Durchmesser
der mindestens einen Kugel. Dies hat zur Folge, dass bei der Aufnahme einer Kugel nur ein
kleiner Teil der Kugel, d. h. eine Kugelkalotte geringer Höhe, in die Ausnehmung eindringt,
und dass die Kugel in einer eindeutig bestimmten Position gehalten ist. Ein gründliches
Mischen der Kugeln erfolgt bereits bei mässigem Schütteln des Geräts. Trotzdem sind die
Kugeln nach der Aufnahme aufgrund der polygonalen Form fest und sicher in den Ausnehmungen
gehalten. Bei polygonalen Ausnehmungen entspricht der maximale Durchmesser
der längsten innerhalb der Ausnehmungsfläche verlaufenden Strecke, welche durch den
Schwerpunkt der Fläche verläuft.
Durch Änderung des Verhältnisses des Durchmessers der Ausnehmungen zum Durchmesser
der Kugeln und durch die Wahl der Form der Ausnehmungen lässt sich das Roll- und
Aufnahmeverhalten der Kugeln beeinflussen. Die Parameter können also so gewählt werden,
dass sich die Kugeln nach Ende der Schüttelbewegung möglichst zufällig in die Ausnehmungen
verteilen. Sowohl die Form als auch die Grösse der Ausnehmungen können
dabei in unterschiedlichen Bereichen der Rollfläche unterschiedlich gewählt werden, wenn
z. B. aus geometrischen Gründen bei gleich ausgestalteten Ausnehmungen die Wahrscheinlichkeit
für die Aufnahme einer Kugel nicht für alle Ausnehmungen gleich gross ist.
Durch die unterschiedliche Wahl der Parameter der Ausnehmungen können die Wahrscheinlichkeitsunterschiede
kompensiert werden, so dass sämtliche Zahlenkombinationen
mit möglichst gleicher Wahrscheinlichkeit ermittelt werden.
Mit Vorteil werden die Ausnehmungen durch Löcher in einer Rastplatte gebildet. Eine derartige
Rastplatte lässt sich auf einfache Weise z. B. durch Stanzen, Giessen oder
Schneiden, z. B. Laserschneiden, herstellen.
Alternativ können die Ausnehmungen lediglich Einsenkungen bzw. Mulden in der Rastplatte
sein oder als Vertiefungen direkt in einer Wand des Behälters angeordnet sein.
Bevorzugt umfasst der Behälter einen Bodenteil und einen Deckelteil, wobei der Deckelteil
durchsichtig ist und kraftschlüssig mit dem Bodenteil verbindbar ist. Der Behälter kann
also durch Entfernen und Wiederanbringen des Deckelteils vom Bodenteil beliebig oft geöffnet
und wieder verschlossen werden. Dies eröffnet neben der Bestimmung von Zufallszahlen
weitere Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemässen Geräts, insbesondere
als Warenverpackung. Beispielsweise kann der Innenraum des Behälters zwischen der
Rollfläche und dem durchsichtigen Deckel zunächst mit Waren (z. B. Süsswaren) gefüllt
verkauft werden. Sobald die Waren aus dem Behälter entnommen worden sind, steht der
Innenraum der mindestens einen Kugel zur Verfügung, das Gerät kann also nunmehr zur
Ermittlung von Zufallszahlen dienen. Das Öffnen und Wiederverschliessen des Behälters
erlaubt im Weiteren auch einen Austausch der Kugeln und/oder der Rastplatte, wenn z. B.
eine andere Anzahl von Zufallszahlen oder Zahlen in einem anderen Bereich ermittelt werden
sollen. Als Material für den durchsichtigen Deckelteil und gegebenenfalls auch für den
Bodenteil ist ein hochtransparenter Kunststoff besonders geeignet.
Alternativ kann der Behälter einstückig ausgebildet oder aus einer grösseren Anzahl von
Elementen zusammengesetzt sein. Der Deckelteil kann mit dem Bodenteil ausserdem verklebt,
verschweisst oder vergossen sein, so dass eine feste Verbindung gebildet wird.
Vorzugsweise sind Distanzhalter im Behälter angeordnet zum formschlüssigen Halten der
Rastplatte. Dadurch werden Klebungen oder Verschweissungen vermieden. Die Rastplatte
kann zudem einfach ausgewechselt werden.
Mit Vorteil ist die Rastplatte durchsichtig und unterhalb der Rastplatte ist ein Zwischenblatt
mit den Ausnehmungen zugeordneten Zahlen angeordnet. Dank der durchsichtigen
Rastplatte können die Zahlen zwischen den Ausnehmungen angeordnet sein, so dass sie
auch dann noch abgelesen werden können, wenn eine Kugel von einer Ausnehmung aufgenommen
ist. Das Zwischenblatt kann ausserdem mit weiterer Information, z. B. mit bildlichen
Darstellungen, die ein bestimmtes Thema betreffen, oder mit Werbeaussagen versehen
werden. Beispielsweise kann das Zwischenblatt ein Spielfeld einer Sportart (z. B.
Fussball, Basketball, Handball etc.) zeigen, und die Kugeln können den entsprechenden
Bällen nachempfunden sein. Ein derartig gestaltetes Gerät eignet sich hervorragend als
Werbe- oder Promotionsmittel.
Bei einer undurchsichtigen Rastplatte können die Zahlen durch durchgehende Öffnungen
hindurch sichtbar sein. Hier bietet die polygonale (insbesondere viereckige) Form den zusätzlichen
Vorteil, dass eine grössere Sichtfläche für Zahlen möglich ist als bei runden Öffnungen.
Alternativ können die Zahlen statt hinter der Rastplatte auch auf oder vor der
Rastplatte angeordnet sein, insbesondere am durchsichtigen Deckel. Dies bietet den Vorteil,
dass die ermittelten Zahlen unmittelbar sichtbar bleiben, also nicht von den aufgenommenen
Kugeln verdeckt werden können.
Bevorzugt weisen sowohl der Bodenteil als auch der Deckelteil rechteckige Grundflächen
und daran senkrecht anschliessend je vier Seitenwände auf, wobei der Deckelteil in den
Bodenteil einführbar ist, so dass die kraftschlüssige Verbindung geschaffen wird. Der
Deckelteil weist also eine um die Wandstärke der Seitenwände des Bodenteils verminderte
Grundfläche auf. Eine derartige Gestaltung ist einfach und schafft einen formschönen Behälter.
Alternativ kann der Bodenteil eine entsprechend kleinere Grundfläche aufweisen und in
den Deckelteil einführbar sein. Die Gestaltungsmöglichkeiten für einen Behälter mit
Deckelteil und Bodenteil sind gross; besonders formschön ist auch ein Behälter, bei welchem
Deckel- und Bodenteil eine gleich grosse Grundfläche aufweisen und bei welchen
jeweils die Seitenwände so gegeneinander abgestuft sind, dass nach dem Zusammensetzen
ein quaderförmiger Körper ohne Vorsprünge oder Stufen an seiner Aussenseite gebildet
wird.
Mit Vorteil ist der Bodenteil durchsichtig, und ein flächiges Bild- oder Werbeobjekt ist innerhalb
des Behälters, anschliessend an den Bodenteil positionierbar, so dass das Bildoder
Werbeobjekt bei verschlossenem Behälter von aussen sichtbar ist. Das erfindungsgemässe
Gerät kann also zusätzlich als Fotostation eingesetzt werden. Kann der Behälter
geöffnet werden, kann vorgesehen werden, dass das Bild- oder Werbeobjekt vom Benutzer
ausgewechselt werden kann. Ist der Behälter aus jeweils einem rechteckigen Boden- und
Deckelteil gebildet, wobei der Deckelteil in den Bodenteil einführbar ist, ergibt sich eine
umlaufende Stufe am Übergang zwischen den Seitenwänden des Bodenteils und den Seitenwänden
des Deckelteils. Beim Aufstellen des Geräts auf eine der seitlichen Flächen
ergibt sich aufgrund der Stufe sowohl in Quer- als auch in Hochrichtung eine gewisse Neigung,
d. h. das Bild- oder Werbeobjekt steht nicht senkrecht sondern leicht nach hinten
geneigt. Dadurch ergibt sich eine ideale optische Wirkung des gezeigten Objekts.
Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die zur Erläuterung des Ausführungsbeispiels verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1A
- Eine Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Gerät zur Ermittlung von Zufallszahlen;
- Fig. 1B
- einen vertikalen Querschnitt durch das Gerät in Längsrichtung;
- Fig. 1C
- einen vertikalen Querschnitt durch das Gerät in Querrichtung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Rastplatte des Geräts;
- Fig. 3A, B
- eine in einer Ausnehmung des Geräts eingerastete Kugel;
- Fig. 4
- die Verwendung des Geräts als Fotostation.
Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die Figur 1A zeigt eine Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Gerät zur Ermittlung von
Zufallszahlen, die Figur 1B zeigt einen vertikalen Querschnitt in Längsrichtung, entlang der
Achse AA', und die Figur 1C zeigt einen vertikalen Querschnitt in Querrichtung, entlang der
Achse BB'. Das Gerät umfasst einen Bodenteil 1 und einen Deckelteil 2 mit jeweils rechteckiger
Grundfläche und vertikal dazu hochgezogenen Seitenwänden. Sowohl der Bodenteil
1 als auch der Deckelteil 2 sind vollständig aus hochtransparentem Kunststoff gefertigt.
Die Grundfläche des Deckelteils 2 ist gegenüber der Grundfläche des Bodenteils 1 um
die Wandstärke des Bodenteils 1 verkleinert, so dass der Deckelteil 2 passgenau in den
Bodenteil 1 aufgenommen werden kann. Durch den Kraftschluss zwischen den Seitenwänden
des Deckelteils 2 mit den Seitenwänden des Bodenteils 1 werden die Teile aneinander
gehalten. Zum Öffnen des durch den Bodenteil 1 und den Deckelteil 2 gebildeten Behälters
muss die Reibungskraft überwunden werden, welche derart ist, dass ein unbeabsichtigtes
Öffnen verhindert wird. Der Kraftschluss kann durch an sich bekannte Mittel wie Verzahnungen,
Rastungen, Reibflächen etc. verstärkt bzw. durch lösbaren Formschluss unterstützt
werden.
Innerhalb des durch den Bodenteil 1 und den Deckelteil 2 gebildeten Behälters ist eine
Rastplatte 3, ebenfalls aus transparentem Kunststoff, angeordnet. Deren Grundfläche entspricht
im Wesentlichen der Grundfläche des Deckelteils 2, die Rastplatte 3 ist also in horizontaler
Richtung formschlüssig vom Deckelteil 2 gehalten.
Die Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die Rastplatte 3 des Geräts. Die Rastplatte 3 weist
eine Mehrzahl gleichartiger quadratischer Öffnungen 4 auf, welche regelmässig entlang der
Hauptfläche angeordnet sind. Im dargestellten Beispiel sind die Öffnungen gitterartig angeordnet
und bilden in Längsrichtung neun Reihen mit je fünf Öffnungen. In der Mitte der
beiden Querseiten der Rastplatte 3 sind in Randnähe jeweils zwei runde durchgehende
Öffnungen 5 nebeneinander, parallel zum Rand angeordnet.
Zwischen der Rastplatte 3 und dem Unterteil 1 des Geräts ist angrenzend an die Rastplatte
3 ein Zwischenblatt 6 eingelegt, welches auf seiner der Rastplatte 3 zugewandten Seite
bedruckt ist, so dass es durch die durchsichtige Rastplatte 3 und den durchsichtigen
Deckelteil 2 sichtbar ist. Der Aufdruck zeigt ein Fussballfeld 6a mit Randbegrenzung, Mittellinie,
Torraum etc. sowie Zahlen 6b, wobei jeder Öffnung der Rastplatte 3 eine Zahl 6b
zugeordnet ist. Insgesamt sind also 45 Zahlen aufgedruckt. Unterhalb des Zwischenblatts,
angrenzend an den Unterteil 1 ist ein Werbebogen 7 eingelegt, welcher auf seiner Unterseite
bedruckt ist, so dass der Aufdruck durch den transparenten Unterteil 1 sichtbar ist.
Die Rastplatte 3 wird durch zwei Distanzstücke 8 in ihrer Position gehalten, wobei die
Distanzstücke 8 zwischen der Rastplatte 3 und der Grundfläche des Oberteils 2 angeordnet
sind, und zwar beidseitig in Querrichtung mittig, nahe und parallel zum Querrand der
Rastplatte 3. Die Distanzstücke 8 bilden also optisch die "Tore" des Fussballfelds, sind
also in die Gestaltung des Geräts integriert. Die Distanzstücke 8 sind mittels jeweils zweier
Noppen 8a an der Rastplatte 3 fixiert, indem die Noppen 8a in die Öffnungen 5 der Rastplatte
3 eingreifen. Die Rastplatte 3 ist also durch ihre Fläche und die Distanzstücke 8
formschlüssig innerhalb des Geräts gehalten.
Im Zwischenraum zwischen der Rastplatte 3 und der Grundfläche des Oberteils 2 des Geräts
sind sechs Kugeln 9 frei beweglich. Die Kugeln 9 sind entsprechend dem Thema
"Fussball" optisch verkleinerten Fussbällen nachempfunden. Im dargestellten Beispiel sind
die Kugeln 9 je in eine der Öffnungen 4 der Rastplatte 3 aufgenommen, so dass sich entsprechend
den besetzten Feldern die Zufallszahlen 6, 14, 18, 21, 30 und 38 ergeben.
Diese Zahlen entsprechen beispielsweise einer Lottozahl in einem sogenannten Spiel "6
aus 45". Durch Schütteln des Geräts werden die Kugeln 9 aus den Öffnungen 4 gelöst, so
dass sie sich frei bewegen können. Sie werden also gleichsam gemischt und nach Beenden
der Schüttelbewegung kommen sie auf zufällige Weise wiederum in Öffnungen 4 zur Ruhe
und bestimmen so eine neue Gruppe von Zufallszahlen.
Die Figuren 3A, 3B zeigen eine in einer Ausnehmung des Geräts eingerastete Kugel. Die
Figur 3A zeigt einen vertikalen Querschnitt, welcher durch das Zentrum der Kugel 9 verläuft,
parallel zu einer Begrenzung der quadratischen Öffnung 4. Die Kugel liegt an genau
zwei Punkten 10 ihrer Umrandung auf den seitlichen Begrenzungen der Öffnung 4 auf. Die
Figur 3B zeigt einen horizontalen Querschnitt, welcher durch die obere Hauptfläche der
Rastplatte 3 verläuft. In dieser Fläche kontaktiert die Kugel 9 die Rastplatte 3 an vier Punkten
10, jeweils mittig der begrenzenden Seiten der Öffnung 4. Dadurch ergibt sich eine
stabile Aufnahme der Kugel 9 in der Öffnung 4. In der dargestellten Ebene verläuft der horizontale
Querschnitt unterhalb des maximalen Kugelquerschnitts (welcher gestrichelt
angedeutet ist), die Kugel ragt also in einer geringfügig höheren Horizontalebene teilweise
über die Öffnung 4 hinaus. Die Durchmesser der Kugeln und der Öffnungen können so
gewählt werden, dass eine Öffnung von einer in ihr aufgenommenen Kugel vollständig
überdeckt ist.
Die Figur 4 zeigt die Verwendung des Geräts als Fotostation. Dazu ist das Gerät zum Darbieten
eines Werbebogens 7 im Hochformat auf eine Querseite gestellt. Selbstverständlich
können auch Werbebogen im Querformat dargeboten werden, indem das Gerät auf eine
Längsseite gestellt wird. Weil der Bodenteil 1 den Deckelteil 2 mit seinen Seitenwänden
überragt, ergibt sich für das Gerät eine Stellung, in welcher die Hauptfläche des Bodenteils
1 leicht nach hinten geneigt ist. Der Werbebogen 7, welcher durch die Hauptfläche des
Bodenteils 1 sichtbar ist, wird also optimal präsentiert. Durch Wahl der Wandstärke sowie
der Länge der Seitenwände des Bodenteils 1 lässt sich die Neigung verändern.
Die konkrete Gestaltung des erfindungsgemässen Geräts kann auf vielfältige Weise verändert
werden. Beispielsweise können die Anzahl Kugeln und/oder Löcher den zu erzeugenden
Zufallszahlen angepasst werden (z. B. sechs weisse und eine rote Kugel und 49 Löcher
für Lottozahlen und Zufallszahl im Spiel "6 aus 49"). Das Gerät kann überdies mehrere
Bereiche vorsehen, in welchen sich jeweils eine oder mehrere Kugeln frei bewegen können,
wobei aber Kugeln nicht in einen anderen Bereich gelangen können. Ein Gerät zum
Bestimmen von achtstelligen Zufallszahlen umfasst z. B. acht Kugeln, welche einzeln in
acht Bereichen mit je zehn Löchern frei beweglich sind.
Die Gestaltung kann im Weiteren einem anderen Thema als "Fussball" angepasst werden,
z. B. einer anderen Sportart, einem zu bewerbenden Produkt oder Tierkreiszeichen und
anderen Glücksbringern. Dabei kann der eingelegte Werbebogen dem Thema angepasst
sein, oder anstelle eines Werbebogens erhält der Benutzer die Möglichkeit, eigene Bilder
bzw. Fotos einzulegen.
Die Zahlen können statt unterhalb der Öffnungen auch neben den jeweiligen Öffnungen
angeordnet werden, so dass die ermittelten Zufallszahlen nicht von den Kugeln verdeckt
sind und direkt abgelesen werden können. Die Zahlen können bei Bedarf auch oberhalb
der Öffnungen, insbesondere auf dem Deckelteil, angeordnet sein. Ein anderer Weg, die
ermittelten Zahlen unmittelbar sichtbar zu machen, besteht darin, die Kugeln aus einem
durchsichtigen Material zu fertigen und die Zahlen so unterhalb der Öffnungen aufzudrucken,
dass sie durch die Kugeln, welche als Linsen wirken, hindurch gut lesbar sind.
Die Form des erfinderischen Geräts, insbesondere des Boden- und Deckelteils sowie der
Rastplatte und der Distanzhalter lässt sich ebenfalls variieren. So können Boden- und
Deckelteil so geformt sein, dass beim Zusammensetzen ein genau quaderförmiger Behälter
geschaffen wird, z. B. indem die Seitenflächen von Boden- und Deckelteil einander entsprechende
Stufen aufweisen. Neben ihrer unterschiedlichen Optik lassen sich quaderförmige
Behälter einfacher und platzsparender stapeln und lagern als Behälter mit aussenliegenden
Stufen.
Die Form der Rastplatte kann verändert werden, um eine andere Optik zu erreichen oder
um die Bewegung der Kugeln zu beeinflussen, z. B. indem ein die Öffnungen umgebender
Rand leicht nach innen geneigt ist. Die Öffnungen selbst können ebenfalls verschiedenartig
geformt werden, z. B. als nicht durchgehende Mulden oder mit einer drei-, fünf- oder
sechseckigen Form. Die Rastplatte kann zudem fest am Deckelteil befestigt werden, so
dass beim Auswechseln eines Fotos durch den Benutzer nicht die Gefahr besteht, dass
Kugeln das Gerät verlassen.
Die Distanzhalter können ebenfalls unterschiedlich gestaltet werden, z. B. um optisch einen
Zusammenhang mit dem durch das Gerät dargestellten Thema zu bilden. Die Distanzhalter
können ausserdem direkt am Deckelteil angeordnet und mit diesem fest verbunden
sein.
Schliesslich können die Materialien des Geräts frei gewählt werden, neben Kunststoffen
auch z. B. Metalle oder Holz. Auch die äussere Form ist in weiten Grenzen wählbar, das
Gerät kann z. B. als Quader, Würfel, Kugel oder als Prisma mit praktisch beliebiger Grundfläche
ausgebildet sein.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung ein Gerät zur Ermittlung von
Zufallszahlen geschaffen wird, bei welchem die Aufnahme der mindestens einen Kugel in
eine Ausnehmung ruhig, schnell und sicher verläuft.