Die Erfindung betrifft einen Linearverstellantrieb, wie im Oberbegriff des Anspruches 1 beschrieben.
Vielfach ist es erforderlich, einen Linearverstellantrieb in Zwischenstellungen zu positionieren,
damit diese Stellung auch bei Auftreten äußerer Kräfte verläßlich gehalten und eine
selbsttätige Verstellung unterbunden wird. Ein derartiger Linearverstellantrieb ist als mit einem
Druckmedium beaufschlagter, doppelt wirkender Hydraulikzylinder mit Sperrvorrichtung
aus der US 4,481,864 A bekannt, bei dem eine rohrförmige Kolbenstange als Arbeitskolben
ausgebildet ist und in einem Druckzylinder verdrehgesichert durch Druckbeaufschlagung
durch ein Medium linear verstellbar angeordnet ist. In der Kolbenstange und mit dieser
bewegungsverbunden ist eine Gewindespindel angeordnet, die mit einer Spindelmutter in
Gewindeeingriff steht. Die Spindelmutter ist Teil eines die Gewindespindel umfassenden
Drehteils, der in einem Endgehäuse des Druckzylinders drehbar gelagert ist und auf dem ein
Zahnrad drehfest angeordnet ist, mit dem eine schaltbare Klinkenanordnung zur Blockierung
der Drehbewegung in Eingriff bringbar ist. Bei einer Linearverstellung des gegen Verdrehung
gesicherten Kolbens kommt es zu einer Drehbewegung des Drehteils, die durch die Klinkenanordnung
und durch das Zahnrad blockierbar ist, womit auch die weitere Linearbewegung
des Kolbens verhindert wird. Nachteilig bei dieser Ausbildung ist die große Zahl von konzentrisch
zueinander angeordneten Bauteilen, wodurch bei großen Außenabmessungen und
dadurch bedingt auch hohem Gewicht der Einheit diese nur für höchste Verstellkräfte technisch
und wirtschaftlich einsetzbar ist. Bedingt durch die großen Außenabmessungen und
durch die vielfach beengten Einbauverhältnisse bei Antrieben von Vorrichtungen und Anlagen
sind sämtliche Steuer- und Regelorgane extern vorgesehen. Dies bedingt aber auch einen
hohen Installationsaufwand und es besteht beim Betrieb die Gefahr von technischen Problemen,
z.B. Leitungsbrüchen, Leckagen etc.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen derartigen Linearverstellantrieb, insbesondere eine mit
einem Druckmedium beaufschlagbare Zylinder-Kolbeneinheit, mit einer Sperranordnung zu
schaffen, die technisch einfach zu realisieren ist und einen geringen Platzbedarf aufweist und
einfach und ohne hohe Fachkenntnisse zu installieren ist.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch die im Kennzeichenteil des Anspruches 1 wiedergegebenen
Merkmale erreicht. Der überraschende Vorteil dabei ist, daß durch die unmittelbare
Lagerung der Gewindespindel bzw. einer mit dieser drehfest verbundenen Sperrhülse im
Endgehäuse und der unmittelbaren Antriebsverbindung der Gewindespindel über das Innengewinde
des Kolbens die Dimensionierung des Verstellantriebes bei hohen Verstellkräften
kleingehalten wird und der konstruktive und fertigungstechnische Aufwand reduziert und
damit gegenüber bekannten Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung unbeabsichtigter Verstellbewegungen
bei derartigen Antrieben von Anlagen und Vorrichtungen eine hohe Wirtschaftlichkeit
erreicht wird.
Von Vorteil ist dabei eine Ausbildung nach Anspruch 2, weil dadurch eine kompakte Einheit
erreicht wird und die Montagesicherheit und der Montageaufwand durch die Integration der
Steuereinheit in das Endgehäuse durch Wegfall externer Steuerorgane und damit anfälliger
Druckleitungen und elektrischer Steuerleitungen optimiert werden.
Weiters ist eine Ausbildung nach Anspruch 3 von Vorteil, weil damit eine feinfühlige Regelbarkeit
der Verstellgeschwindigkeit erreicht wird und für ein kontinuierliches, ruckfreies Verstellen
ein entsprechender Systemdruck einstellbar ist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung, wie im Anspruch 4 beschrieben, wird durch die
zusätzliche Anordnung von Rückschlagventilen unmittelbar vor dem Druckraum des Zylinders
zusätzlich zur mechanischen Sperrfunktion, die durch die Sperranordnung bewirkt wird,
bei plötzlichem Ausfall des Systemdruckes durch Leckage eine hydraulische Sperrwirkung
erreicht.
Möglich ist auch eine Ausbildung nach Anspruch 5, wodurch vom Betriebszustand definierte
Schaltzustände erreicht werden.
Durch eine vorteilhafte Weiterbildung, wie im Anspruch 6 beschrieben, wird eine mechanische
Vorspannung des Sperrkolbens in Richtung der Sperrstellung erreicht und damit zusätzliche
Regelorgane eingespart.
Nach der vorteilhaften Weiterbildung, wie im Anspruch 7 beschrieben, wird eine hohe Betriebssicherheit
erreicht.
Nach der vorteilhaften Ausbildung gemäß Anspruch 8 wird eine falsche Beaufschlagung des
Sperrkolbens und damit eine etwaige Aufhebung der Sperrfunktion wirkungsvoll vermieden.
Nach der im Anspruch 9 beschriebenen vorteilhaften Weiterbildung erfolgt ein selbsttätiger
Regelvorgang, durch den die Sperrstellung des Sperrkolbens verläßlich eingenommen wird.
Die in den Ansprüchen 10 und 11 beschriebenen vorteilhaften Weiterbildungen gewährleisten
eine leichtgängige Antriebsverbindung und eine hohe Verschleißfestigkeit für einen störungsfreien
Langzeitbetrieb.
Durch die im Anspruch 12 wiedergegebene vorteilhafte Ausbildung wird eine ausreichende
Lagerdimension zur Aufnahme hoher Kräfte, insbesondere der Achsialkräfte, erreicht.
Gemäß den vorteilhaften Weiterbildungen, wie in den Ansprüchen 13 und 14 beschrieben,
wird ein rasches Sperren und eine enge Abstufung der Sperrstellungen erreicht.
Möglich ist dabei eine Ausbildung nach Anspruch 15, wodurch eine verdrehgesicherte Anordnung
des Sperrkolbens entfallen kann.
Nach den vorteilhaften Weiterbildungen, wie sie die Ansprüche 16 bis 18 kennzeichnen, wird
bei einem vorgegebenen Drehmoment die seitliche Belastung auf den Sperrkolben reduziert
und der konstruktive Aufwand zur Aufnahme der auf die Gewindespindel einwirkenden Achsialkräfte
verringert.
Die Ausbildung nach Anspruch 19 gewährleistet eine Arbeitsfläche des Kolbens, die einer
durch den inneren Durchmesser des Zylindermantels vorgegebenen Kreisfläche entspricht.
Schließlich sind auch Ausbildungen nach den Ansprüchen 20 und 21 vorteilhaft, wodurch der
Linearverstellantrieb auch bei Anlagen und Vorrichtungen einsetzbar ist, durch die keine
Verdrehsicherung zwischen zwei relativ zueinander bewegter Teile gegeben ist, um z.B. Verstellungen
in mehrere Raumrichtungen vorzunehmen, wozu der Linearverstellantrieb z.B.
beidseits über Kugelköpfe an Vorrichtungsteilen angelenkt ist.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der in den Fig. gezeigten Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Linearverstellantrieb mit einer Sperranordnung in Ansicht,
teilweise geschnitten;
- Fig. 2
- einen Teilbereich des Linearverstellantriebes in Ansicht, geschnitten;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Linearverstellantriebes mit
einer schematischen Darstellung einer integrierten Steuereinheit;
- Fig. 4
- ein Detail der Sperranordnung in Ansicht, teilweise geschnitten;
- Fig. 5
- eine weitere Ausbildung des Linearverstellantriebes mit einer Verdrehsicherung,
in Ansicht geschnitten.
Einführend sei festgehalten, daß in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden,
wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche
Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden
können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten,
seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind
bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters können auch
Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen
Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße
Lösungen darstellen.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Linearverstellantrieb 1, insbesondere eine mit einem Druckmedium
beaufschlagbare, doppelt wirkende Zylinder-Kolbeneinheit 2, gezeigt. Diese ist mit einer
Sperranordnung 3 ausgestattet, mit der eine mechanische Fixierung in End- und Zwischenstellungen
eines Verstellweges erreicht wird.
Die Zylinder-Kolbeneinheit 2 besteht aus einem Zylindermantel 4, gebildet durch ein Rohr 5,
welches an einem stirnseitigen Ende 6 einen Zylinderendadapter 7 aufweist. In einem entgegengesetzten
Ende 8 ist mit dem Zylindermantel 4 fest verbunden, z.B. verschraubt, verschweißt
etc., ein Endgehäuse 9 angeordnet. Das Endgehäuse 9 ist mit einem Lagerkopf 10
versehen, in dem z.B. ein Radialgelenklager 11 zur Aufnahme eines Lagerbolzens 12 angeordnet
ist.
Der am entgegengesetzten Ende 6 angeordnete Zylinderendadapter 7 wird in einer Bohrung
13 von einer rohrförmigen Kolbenstange 14 durchragt, die mit einem weiteren Lagerkopf 15
fest verbunden, z.B. verschweißt, ist. Auch dieser Lagerkopf 15 weist z.B. ein weiteres Radialgelenklager
16 zur Aufnahme eines Lagerbolzens 17 auf. Damit kann der Linearverstellantrieb
1 zur Verstellung zweier relativ zueinander linear bewegbarer Vorrichtungsteile innerhalb
eines vorgegebenen Verstellweges eingesetzt werden.
Die sich in einem vom Zylindermantel 4, Zylinderendadapter 7 und Endgehäuse 9 umgrenzten
Druckraum 18 erstreckende rohrförmige Kolbenstange 14 ist mit einem ringförmigen
Kolben 19 bewegungsfest verbunden. Eine den Kolben 19 in einer ringförmig umlaufenden
Nut 20 umfassende Dichtanordnung 21 bildet eine druckdichte Unterteilung des Druckraumes
18 und damit die doppelt wirkende Ausbildung der Zylinder-Kolbeneinheit 2. Im Endgehäuse
9 ist in einer konzentrisch zu einer Zylinderlängsmittelachse 22 angeordneten, stufig abgesetzten
Bohrung 23 eine aus Radiallager 24 und Achsialdrucklager 25 gebildete Lageranordnung
26 für die drehbare Lagerung eines Lagerfortsatzes 27 einer in die rohrförmige Kolbenstange
14 erstreckenden Gewindespindel 28 vorgesehen. Die Gewindespindel 28 weist ein
Außengewinde 29, z.B. ein Trapezgewinde, auf. Das Außengewinde 29 der Gewindespindel
28 steht in Eingriff mit einem Innengewinde 30, welches in einem zur Zylinderlängsmittelachse
22 konzentrisch verlaufenden Durchbruch 31 des ringförmigen Kolbens 19 angeordnet
ist.
Bevorzugt handelt es sich, wie bereits erwähnt, um ein Trapezgewinde, welches mehrgängig
ausgeführt ist und eine nicht selbsthemmende Gewindesteigung aufweist, wodurch eine Antriebsverbindung
erreicht wird. Wird demnach der Kolben 19 durch Beaufschlagung mit einem
Druckmedium im Zylindermantel 4 linear bewegt und ist dieser gegen Verdrehung abgesichert,
erfolgt über den Eingriff von Außen- und Innengewinde 29, 30 eine Rotationsbewegung
der Gewindespindel 28 entsprechend den vorgegebenen Verhältnissen der Ganghöhe
des Gewindes und des zurückgelegten Weges. Zur entsprechenden Ausgestaltung der Lageranordnung
26 besteht der Lagerfortsatz 27 der Gewindespindel 28 aus einem einstückig an
der Gewindespindel 28 angeformten zylindrischen Lagerzapfen 32 und einer diesen konzentrisch
umfassenden und mit dem Lagerzapfen 32 drehfest verbundenen Sperrhülse 33 für die
Sperranordnung 3.
Zur Ausbildung einer stabilen Lagerung sind zwischen der Sperrhülse 33 und dem Endgehäuse
9 jeweils zueinander in Richtung der Zylinderlängsmittelachse 22 beabstandet zwei der
Radiallager 24 und zwei der Achsialdrucklager 25 angeordnet, wobei letztere zur Aufnahme
der bei einem Gewindetrieb, wie im gegenständlichen Fall, auftretenden Achsialkräfte erforderlich
sind.
Das Endgehäuse 9, in dem die Gewindespindel 28 über die Lageranordnung 26 drehbar gelagert
ist und in der auch die Sperranordnung 3 zur Blockierung der Drehbewegung der Gewindespindel
28 angeordnet ist, weist weiters sämtliche für den Betrieb des Linearverstellantriebes
1 erforderliche Strömungs- und Verbindungskanäle 34 für die Beaufschlagung der Zylinder-Kolbeneinheit
2 und der Sperranordnung 3 zur Beaufschlagung mit dem Druckmedium
sowie die unmittelbar für den Betrieb des Linearverstellantriebes 1 erforderlichen internen
Regelorgane 35 auf.
Die Sperranordnung 3 wird durch einen im Endgehäuse 9 in einer mit dem Druckmedium
beaufschlagbaren zylindrischen Bohrung 36 in einer zur Zylinderlängsmittelachse 22 senkrecht
verlaufenden Richtung verstellbaren Sperrkolben 37 und umfangsseitig durch einem
Sperrfortsatz 38 des Steuerkolbens 37 zugeordnete Sperraufnahmen 39 in einer Oberfläche 40
der Sperrhülse 33 bzw. des Lagerzapfens 32 gebildet. Der Sperrkolben 37 ist über eine Federanordnung
41 in Richtung der die Sperraufnahme 39 aufweisenden Oberfläche 40 der Lagerhülse
33 vorgespannt, womit eine mechanisch wirkende Sicherung gegen das Verdrehen der
Gewindespindel 28 bei Eingriff des Sperrfortsatzes 38 in die Sperraufnahme 39 erreicht wird.
Die Aufhebung der Sperrwirkung erfolgt durch Beaufschlagung des Sperrkolbens 37 mit dem
Druckmedium in einer der Federkraft - gemäß Pfeil 42 - entgegengesetzten Richtung, also in
einer zur Zylinderlängsmittelachse 22 radialen Richtung. Die Beaufschlagung des Sperrkolbens
37 mit dem Druckmedium erfolgt über die im Endgehäuse 9 angeordneten durch Bohrungen
43 gebildeten Versorgungskanäle 44 bzw. den Strömungs- und Verbindungskanäle 34
und den jeweiligen Regelorganen 35, die anhand eines Hydraulikschemas in weiterer Folge
noch erläutert sind. Die Zu- und Abfuhr des Druckmediums erfolgt über im Endgehäuse vorgesehene
Ein- und Ausgangsanschlüsse 45 und Druckleitungen 46 z.B. Druckrohre, Schläuche
etc.
Die Sperranordnung 3 bewirkt in Ruhestellung des Sperrkolbens 37, also wenn dieser in Folge
der Federkraft - gemäß Pfeil 42 - der Federanordnung 41 mit seinem Sperrfortsatz 38 in die
Sperraufnahme 39 der Sperrhülse 33 eingreift, ein mechanisches Blockieren gegen ein Verdrehen
der Gewindespindel 28. Durch den Gewindeeingriff zwischen dem Kolben 19 und der
Gewindespindel 28 wird damit auch eine lineare Bewegung des Kolbens 21 und damit der
Kolbenstange 14 samt Lagerkopf 15 sowohl bei einer Beaufschlagung des Druckraumes 18
mit dem Druckmedium, wie auch durch eine auf den Linearverstellantrieb 1 einwirkende
äußere Kraft, z.B. Hubkraft, verhindert. Diese mechanische Sicherung ist auch in einem
drucklosen Zustand, also wenn kein unter Druck stehendes Medium auf den Kolben 21 einwirkt,
wirksam. Damit können die für eine Reihe von Vorrichtungen, z.B. Hubbühnen, Kräne
etc., vorgegebenen Sicherheitsanforderungen zum Schutz von Benutzern, Bedienungspersonal
etc. erfüllt werden.
In der Fig. 3 ist in Form einer schematischen Darstellung der Linearverstellantrieb 1 mit einer
im Endgehäuse 9 integriert angeordneten Steuereinheit 47 mit den Strömungs- und Verbindungskanälen
34 und Regelorganen 35 gezeigt, wobei die Regelorgane 35 in der für derartige
Darstellungen üblichen Form von Schaltsymbolen eingezeichnet sind. Wie bereits erwähnt,
ist damit für den Linearverstellantrieb 1 eine kompakte Bauform erreicht, wodurch die Installation
vereinfacht wird und nach dem Einbau des Linearverstellantriebes 1 in einer angedeuteten
Vorrichtung 48 dieser mittels der Druckleitungen 46, z.B. Druckrohre 49, Druckschläuche
etc. mit einem Steuerventil 50 zu verbinden ist. Dieses Steuerventil 50 ist strömungsverbunden
mit einer Versorgungseinrichtung 51 für das Medium, das aus einem Tank 52 mittels
einer Pumpe 53 und einer Vorlaufleitung 54 zugeführt wird. Eine Rücklaufleitung 55 verbindet
das Steuerventil 50 mit dem Tank 52 zur Rückförderung des Druckmediums.
Das Endgehäuse 9 weist zum Anschluß der Druckleitungen 49 Anschlüsse 56, 57 auf, die im
allgemeinen durch Bohrungen mit Innengewinde zur Aufnahme von Verschraubungen ausgebildet
sind und von denen im Endgehäuse 9 die schematisch in vollen Linien dargestellten
Strömungs- und Verbindungskanäle 34 weiterführen.
Die Funktion der gesamten, im Endgehäuse 9 integriert angeordneten Steuereinheit 47 mit
den entsprechenden Regelorganen 35 ist nachfolgend beispielhaft für einen Ausfahrvorgang
der Kolbenstange 14 bis zu einer zu haltenden Zwischenposition nach einem Verstellweg 58,
wie in strichlierten Linien gezeigt, erläutert. Zur Vornahme dieses Verstellvorganges ist es
erforderlich, den Kolben 19 auf einer dem Endgehäuse 9 zugewandten Kolbenfläche 59 mit
dem Druckmedium - gemäß Pfeil 60 - zu beaufschlagen. Durch Betätigung des Steuerventils
50, die manuell oder automatisch erfolgen kann, wird dazu das von der Pumpe 53 geförderte
Druckmedium und der Druckleitung 49 dem entsprechenden Anschluß 57 und damit dem
entsprechenden Strömungs- und Versorgungskanälen 34 zugeleitet. Das Druckmedium wird
nach Eintritt in das Endgehäuse in einen Versorgungskanal 61 zur Beaufschlagung des Kolbens
19 und einem weiteren Versorgungskanal 62 verzweigt, durch den das Druckmedium
dem in der Bohrung 36 angeordneten Sperrkolben 37 zugeleitet wird. Die Beaufschlagung des
Sperrkolbens 37 erfolgt in einem den Sperraufnahmen 39 der Gewindespindel 28 bzw. der
Sperrhülse 33 zugewandten Druckraum 63, wodurch eine Verstellung des Sperrkolbens 37
entgegen der Wirkung der Federanordnung 41 erfolgt. Der Sperrfortsatz 38 wird dabei aus
dem Bereich der Sperraufnahmen 39 verstellt, wodurch die Blockierung der Drehbewegung
der Gewindespindel 28 aufgehoben wird und damit eine Linearbewegung des Kolbens 19
erfolgen kann.
Im Verlauf des Versorgungskanals 61 für den dem Kolben 19 zugeleiteten Teilstrom des
Druckmediums ist ein regelbares Drossel-Rückschlagventil 64 angeordnet, welches in Strömungsrichtung
zum Kolben 19 einen ungehinderten Durchfluß des Druckmediums freigibt.
Unmittelbar vor dem Eintritt in den Druckraum 18 der Zylinder-Kolbeneinheit 2 ist ein weiteres
federbelastetes Rückschlagventil 65 angeordnet, welches ebenfalls in Strömungsrichtung
des Druckmediums zum Kolben 19 öffnet und damit den Durchfluß ungehindert freigibt.
Durch den Druckaufbau im Druckraum 18 erfolgt nun die lineare Verstellbewegung des Kolbens
19 und damit der Kolbenstange 14, wozu allerdings das Druckmedium aus einem Zylinderraum
66, welcher getrennt durch den Kolben 19 dem Druckraum 18 gegenüberliegt, verdrängt,
d.h. abgeleitet werden muß. Dies erfolgt über eine weitere, in diesem Bewegungsablauf
als Rückstromleitung dienende Versorgungsleitung 67, in deren Verlauf ein weiteres, den
Rückstrom sperrendes federbelastetes Rückschlagventil 68 angeordnet ist. Um nun das wechselweise
zu- und rückströmen des Mediums über die federbelasteten Rückschlagventile 65, 68
zu ermöglichen, sind diese wechselweise über einen druckbeaufschlagten, doppelt wirkenden
Steuerkolben 69 schaltbar, wozu von den Versorgungsleitungen 61 bzw. 67 Steuerleitungen
70 in Form von Bohrungen zur Beaufschlagung des Steuerkolbens 69 vorgesehen sind. Die
Anordnung der Rückschlagventile 65, 68 im Endgehäuse 9 ist mit einer Mittelachse 71 des
Steuerkolbens 69 fluchtend gewählt, wodurch beidseits den Steuerkolben 69 überragende
Schaltstifte 72 bei Verstellung des Steuerkolbens 69 unmittelbar auf federbelastete Sperrelemente
73, z.B. Kugeln der Rückschlagventile 65, 68, einwirken, um ein Durchströmen in
Sperrichtung zu ermöglichen.
Im weiteren Verlauf der in diesem Bewegungsablauf als Rücklaufleitung dienenden Versorgungsleitung
67 ist ein weiteres regelbares Drossel-Rückschlagventil 74 angeordnet, das dem
Rückströmen einen einstellbaren Widerstand zur Erzielung eines gleichmäßigen Bewegungsablaufes
entgegensetzt.
Nach Zurücklegung des vorgewählten oder erwünschten Verstellweges 58 erfolgt eine Umsteuerung
des Steuerventiles 50, welches in einer Schaltstellung durch seine Ausbildung das
Zu- und Abströmen des Mediums sperrt, also das gesamte System auf dem vorgegebenen
Druckniveau hält. In diesem Zustand tritt nun die Wirkung der Sperranordnung 3 zur mechanischen
Absicherung der Position von Kolben 19 und Kolbenstange 14 dadurch ein, daß
durch die Kraft - gemäß Pfeil 42 - der Federanordnung 41 des Sperrkolbens 37 dieser mit seinem
Sperrfortsatz 38 in Richtung der Gewindespindel 28 bzw. der Sperraufnahme 39 verstellt
wird. Die Verstellung wird ermöglicht durch eine den Sperrkolben 37 durchsetzende Drosselbohrung
75, durch die das aus dem Druckraum 63 zu verdrängende Druckmedium abströmt.
Da über den Umfang der Gewindespindel bzw. der Zwischenhülse mehrere der Sperraufnahmen
39 gleichmäßig verteilt angeordnet sind, wird ein Eingreifen des Sperrfortsatzes 38 in
eine der Sperraufnahmen 39, wenn nicht direkt, dann nach geringfügiger Linearbewegung und
damit Drehbewegung der Gewindespindel 28 sicher erreicht. Zur Funktion des Mediumaustausches
in der Bohrung 39, d.h. zur Betätigung des Sperrkolbens 37, sind in den vom Versorgungskanal
61 und Versorgungsleitung 67 abzweigenden Verbindungskanälen 62 für die
Zu- und Abfuhr des Druckmediums zur und von der Bohrung 39 des Sperrkolbens 37 ebenfalls
federbelastete Rückschlagventile 76 angeordnet und für gegengleiche Strömungsrichtungen
ausgelegt, wobei die Zuleitung des Druckmediums in den Druckraum 63 ungehindert
erfolgt und ein Abströmen aus diesem Druckraum 63 durch die Wirkung der Rückschlagventile
76 verhindert wird. Die gegengleiche Anordnung der Rückschlagventile 76 ist für die
Ableitung des bei einer Verstellung des Sperrkolbens 37 zur Entriegelung zu verdrängenden
und durch die Drosselbohrung 75 abströmenden Druckmediums vorgesehen.
In der Fig. 4 ist ein Detail der Gewindespindel 28 mit der Sperrhülse 33 und dem in eine
der Sperraufnahmen 39 eingreifenden Sperrfortsatz 38 gezeigt. Über den Umfang sind
gleichmäßig verteilt mehrere der Sperraufnahmen 39 angeordnet. Die Anzahl bzw. deren Abstand
in Umfangsrichtung bestimmt in Abhängigkeit von der Steigung des Gewindes der Gewindespindel
28 die Abstufung, in der eine Sperrung der Linearbewegung erfolgen kann. Wie
zu entnehmen, ist eine Bogenlänge 77 der Sperraufnahme 39 größer als ein Durchmesser 78
des Sperrfortsatzes 38 gewählt, wodurch ein Spiel für den Eingriff in Drehrichtung der Gewindespindel
28 erreicht wird, welches den Sperrvorgang erleichtert, jedoch infolge der Antriebsuntersetzung
im Gewinde nur geringe Auswirkungen auf die Exaktheit des Positioniervorganges
hat.
In dem in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt die Verdrehsicherung,
die für die Aufnahme des Drehmomentes zwischen der Gewindespindel 28 und der Kolbenstange
14 erforderlich ist, in der Vorrichtung 48 und der dazu ausgebildeten Anlenkung der
Zylinder-Kolbeneinheit 2 mittels der Lagerköpfe 10, 15 und Lagerbolzen 12, 17.
In der Fig. 5 ist schematisch eine weitere Ausbildung des Linearverstellantriebes 1 gezeigt,
bei dem eine interne Verdrehsicherung 79 zur Aufnahme des zwischen Gewindespindel 28
und des als Spindelmutter ausgebildeten Kolbens 19 bzw. der mit diesem verbundenen Kolbenstange
14 auftretenden Drehmomentes zu dessen Aufnahme vorgesehen ist. Bei dieser
Ausführung weist die Kolbenstange z.B. diametral gegenüberliegende, in Längsrichtung verlaufende
Führungsflächen 80, 81 auf. Ein Durchbruch 82 des Zylinderendadapters 7 ist entsprechend
der Querschnittsform der Kolbenstange 14 ausgebildet und bildet damit eine Führungsanordnung
83 durch die die Kolbenstange 14 gegenüber dem Zylinder verdrehgesichert
ist und damit das in der Gewindeverbindung entstehende Drehmoment aufgenommen wird.
Es ist aber auch eine Verdrehsicherung zwischen dem Kolben 19 und dem Zylindermantel 4
technisch realisierbar und würde auch damit eine interne Drehmomentaufnahme in der Zylinder-Kolbeneinheit
2 bestehen.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, daß zum besseren Verständnis des
Aufbaus des Linearverstellantriebes 1 dieser bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung
entnommen werden.
Vor allem können die einzelnen in den Fig. 1, 2, 3; 4; 5 gezeigten Ausführungen den Gegenstand
von eigenständigen, erfindungsgemäßen Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen
Aufgaben und Lösungen sind den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu
entnehmen.
Bezugszeichenaufstellung
- 1
- Linearverstellantrieb
- 2
- Zylinder-Kolbeneinheit
- 3
- Sperranordnung
- 4
- Zylindermantel
- 5
- Rohr
- 6
- Ende
- 7
- Zylinderendadapter
- 8
- Ende
- 9
- Endgehäuse
- 10
- Lagerkopf
- 11
- Radial-Gelenklager
- 12
- Lagerbolzen
- 13
- Bohrung
- 14
- Kolbenstange
- 15
- Lagerkopf
- 16
- Radial-Gelenklager
- 17
- Lagerbolzen
- 18
- Druckraum
- 19
- Kolben
- 20
- Nut
- 21
- Dichtanordnung
- 22
- Zylinderlängsmittelachse
- 23
- Bohrung
- 24
- Radiallager
- 25
- Achsialdrucklager
- 26
- Lageranordnung
- 27
- Lagerfortsatz
- 28
- Gewindespindel
- 29
- Außengewinde
- 30
- Innengewinde
- 31
- Durchbruch
- 32
- Lagerzapfen
- 33
- Sperrhülse
- 34
- Strömungs- und Verbindungskanal
- 35
- Regelorgan
- 36
- Bohrung
- 37
- 37 Sperrkolben
- 38
- Sperrfortsatz
- 39
- Sperraufnahme
- 40
- Oberfläche
- 41
- Federanordnung
- 42
- Pfeil
- 43
- Bohrung
- 44
- Versorsgungskanal
- 45
- Ein- und Ausgangsanschluß
- 46
- Druckleitung
- 47
- Steuereinheit
- 48
- Vorrichtung
- 49
- Druckrohr
- 50
- Steuerventil
- 51
- Versorgungseinrichtung
- 52
- Tank
- 53
- Pumpe
- 54
- Vorlaufleitung
- 55
- Rücklaufleitung
- 56
- Anschluß
- 57
- Anschluß
- 58
- Verstellweg
- 59
- Kolbenfläche
- 60
- Pfeil
- 61
- Versorgungskanal
- 62
- Versorgungskanal
- 63
- Druckraum
- 64
- Drossel-Rückschlagventil
- 65
- Rückschlagventil
- 66
- Zylinderraum
- 67
- Versorgungsleitung
- 68
- Rückschlagventil
- 69
- Steuerkolben
- 70
- Steuerleitung
- 71
- Mittelachse
- 72
- Schaltstift
- 73
- 73 Sperrelement
- 74
- Drossel-Rückschlagventil
- 75
- Drosselbohrung
- 76
- Rückschlagventil
- 77
- Bogenlänge
- 78
- Durchmesser
- 79
- Verdrehsicherung
- 80
- Führungsfläche
- 81
- Führungsfläche
- 82
- Durchbruch