Die Erfindung betrifft einen Plasmabildschirm ausgerüstet mit einer Frontplatte, die eine
Glasplatte, auf der eine dielektrische Schicht, und eine Schutzschicht aufgebracht sind,
aufweist, mit einer Trägerplatte ausgestattet mit einer Leuchtstoffschicht, mit einer Rippenstruktur,
die den Raum zwischen Frontplatte und Trägerplatte in Plasmazellen, die mit
einem Gas gefüllt sind, aufteilt, mit einem oder mehreren Elektroden-Arrays auf der
Frontplatte und der Trägerplatte zur Erzeugung von stillen elektrischen Entladungen in den
Plasmazellen.
Plasmabildschirme ermöglichen Farbbilder mit hoher Auflösung, großer Bildschirmdiagonale
und sind von kompakter Bauweise. Ein Plasmabildschirm weist eine hermetisch
abgeschlossene Glaszelle, die mit einem Gas gefüllt ist, mit gitterförmig angeordneten Elektroden
auf. Durch Anlegen einer elektrischen Spannung wird eine Gasentladung hervorgerufen,
die Licht im ultravioletten Bereich erzeugt. Durch Leuchtstoffe kann dieses Licht in
sichtbares Licht umgewandelt und durch die Frontplatte der Glaszelle zum Betrachter
emittiert werden.
Plasmabildschirme werden in zwei Klassen unterteilt: DC-Plasmabildschirme und AC-Plasmabildschirme.
Bei den DC-Plasmabildschirmen stehen die Elektroden im direkten
Kontakt mit dem Plasma. Bei AC-Plasmabildschirmen sind die Elektroden durch eine
dielektrische Schicht von dem Plasma getrennt.
In einem typischen AC-Plasmabildschirm ist die dielektrische Schicht noch mit einer Schicht
aus MgO überschichtet. MgO besitzt einen hohen ioneninduzierten Sekundärelektronenemissionskoeffizienten
und verringert so die Zündspannung des Gases. Außerdem
ist MgO resistent gegen Sputtering durch positiv geladene Ionen des Plasmas.
Als Gas wird heutzutage meist ein Edelgasgemisch mit Xenon als UV-Licht generierender
Komponente verwendet. Das bei der Plasmaentladung generierte Licht liegt im vakuumultravioletten
(VUV) Bereich. Die Emissionswellenlänge von Xe liegt bei 147 nm und die
Emissionswellenlänge des angeregten Xe2-Excimers liegt bei 172 nm.
Die Luminanz eines Plasmabildschirms hängt zu einem großen Teil von der Effizienz des
VUV-Lichtes ab, die Leuchtstoffe anzuregen. Um die Luminanz zu erhöhen ist in der JP
2000-011895 ein Plasmabildschirm beschrieben, der auf der dielektrischen Schicht eine UV-Licht
reflektierende Schicht aufweist. Die UV-Licht reflektierende Schicht enthält eine
Schichtabfolge von Materialien mit unterschiedlichen Brechungsindices. Die Herstellung
dieser Schichten ist sehr aufwendig und teuer.
Nachteilig ist, dass keine Schicht aus MgO auf der UV-Licht reflektierenden Schicht
aufgebracht werden kann, da die Schicht aus MgO nicht durchlässig für VUV-Licht ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Plasmabildschirm mit verbesserter
Luminanz bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird gelöst, durch einen Plasmabildschirm ausgerüstet mit einer Frontplatte,
die eine Glasplatte, auf der eine dielektrische Schicht, eine UV-Licht reflektierenden Schicht
und eine Schutzschicht aufgebracht sind, aufweist, mit einer Trägerplatte ausgestattet mit
einer Leuchtstoffschicht, mit einer Rippenstruktur, die den Raum zwischen Frontplatte und
Trägerplatte in Plasmazellen, die mit einem Gas gefüllt sind, aufteilt, mit einem oder
mehreren Elektroden-Arrays auf der Frontplatte und der Trägerplatte zur Erzeugung von
stillen elektrischen Entladungen, bei denen UV-Licht mit einer Wellenlänge > 172 nm
entsteht, in den Plasmazellen.
Es ist bevorzugt, dass bei den stillen elektrischen Entladungen UV-Licht mit einer Wellenlänge
zwischen 200 und 350 nm entsteht.
Durch die Verwendung von UV-Licht mit einer Wellenlänge > 172 nm, insbesondere im
bereich von 200 bis 350 nm, zur Anregung der Leuchtstoffe, kann auf der Frontplatte neben
der UV-Licht reflektierenden Schicht eine Schutzschicht aufgebracht werden, welche sich
vorteilhaft auf die Zündspannung des Gases auswirkt. Außerdem wird durch die UV-Licht
reflektierende Schicht die Luminanz des Plasmabildschirms erhöht, da UV-Licht, welches in
Richtung Frontplatte emittiert wurde, durch die UV-Licht reflektierende Schicht in
Richtung der Leuchtstoffe reflektiert wird.
Es ist besonders bevorzugt, dass das Gas ausgewählt ist aus der Gruppe Quecksilberdampf,
Ne/N2 und der Edelgashalogenide.
Diese Gase emittieren bei einer Plasmaentladung Licht mit einer Wellenlänge > 172 nm.
Es ist weiterhin bevorzugt, dass die UV-Licht reflektierende Schicht ein Material ausgewählt
aus der Gruppe der Metalloxide, Metallfluoride, der Metallphosphate, der Metallpolyphosphate,
der Metallmetaphosphate, der Metallborate und Diamant enthält.
Diese Materialien zeigen im Wellenlängenbereich von 173 bis 700 nm keine oder nur geringe
Absorption und widerstehen den hohen Temperaturen während der Herstellung eines
Plasmabildschirms.
Es ist besonders bevorzugt, dass die UV-Licht reflektierende Schicht Teilchen mit einem
Teilchendurchmesser kleiner 300 nm enthält.
Es ist ganz besonders bevorzugt, dass die UV-Licht reflektierende Schicht Teilchen mit
einem Teilchendurchmesser zwischen 20 nm und 150 nm enthält.
Teilchen dieses Durchmessers weisen eine deutlich größere Lichtstreuung im UV-Wellenlängenbereich
als im sichtbaren Wellenlängenbereich auf.
Es ist vorteilhaft, dass die UV-Licht reflektierende Schicht eine Dicke von 0.5 µm bis 5 µm
aufweist.
Neben dem Streuverhalten der einzelnen (isolierten) Teilchen und seine Wellenlängenabhängigkeit,
spielt auch die Dicke der Schicht aus streuenden Teilchen eine Rolle. Durch
Verwendung von Teilchen mit einem Teilchendurchmesser kleiner 300 nm, insbesondere
mit einem Teilchendurchmesser zwischen 20 und 150 nm, sowie einer Schichtdicke von 0.5
µm bis 5 µm wird eine UV-Licht reflektierende Schicht erhalten, die im Wellenlängenbereich
der Plasmaemission stark reflektiert und im Bereich der sichtbaren Emission der
Leuchtstoffe transmittiert.
Im folgenden soll anhand von zwei Figuren und zwei Ausführungsbeispielen die Erfindung
näher erläutert werden. Dabei zeigt
- Fig. 1
- den Aufbau und das Funktionsprinzip einer einzelnen Plasmazelle in einem
AC-Plasmabildschirm und
- Fig. 2
- das Reflexionsverhalten einer erfindungsgemäßen UV-Licht reflektierenden
Schicht.
Gemäß Fig. 1 weist eine Plasmazelle eines AC-Plasmabildschirms mit einer koplanaren
Anordnung der Elektroden eine Frontplatte 1 und eine Trägerplatte 2 auf. Die Frontplatte 1
enthält eine Glasplatte 3, auf der eine dielektrische Schicht 4, auf der dielektrischen Schicht
eine UV-Licht reflektierende Schicht 8 und darauf eine Schutzschicht 5 aufgebracht sind. Die
Schutzschicht 5 ist bevorzugt aus MgO und die dielektrische Schicht 4 ist beispielsweise aus
PbO-haltigem Glas. Auf der Glasplatte 3 sind parallele, streifenförmige
Entladungselektroden 6,7 aufgebracht, die von der dielektrischen Schicht 4 bedeckt sind. Die
Entladungselektroden 6,7 sind zum Beispiel aus Metall oder ITO. Die Trägerplatte 2 ist aus
Glas und auf der Trägerplatte 2 sind parallele, streifenförmige, senkrecht zu den Entladungselektroden
6,7 verlaufende Adresselektroden 11 aus beispielsweise Ag aufgebracht.
Diese sind von einer Leuchtstoffschicht 10, die Licht in einer der drei Grundfarben rot, grün
oder blau emittiert, bedeckt. Dazu ist die Leuchtstoffschicht in mehrere Farbsegmente
unterteilt. Üblicherweise sind die rot-, grün- bzw. blau-emittierenden Farbsegmente der
Leuchtstoffschicht 10 in Form von senkrechten Streifentripeln aufgebracht. Die einzelnen
Plasmazellen sind durch eine Rippenstruktur 13 mit Trennrippen aus vorzugsweise
dielektrischem Material getrennt.
In der Plasmazelle, als auch zwischen den Entladungselektroden 6,7, von denen jeweils eine
im Wechsel als Kathode bzw. Anode wirkt, befindet sich ein Gas, welches bei einer
Plasmaentladung Licht emittiert, wobei das Maximum der emittierten Wellenlänge > 172
nm ist. Vorzugsweise wird bei der Plasmaentladung Licht in einem Wellenlängenbereich
zwischen 200 und 350 nm erzeugt. Nach Zündung der Oberflächenentladung, wodurch
Ladungen auf einem zwischen den Entladungselektroden 6,7 im Plasmabereich 9 liegenden
Entladungsweg fließen können, bildet sich im Plasmabereich 9 ein Plasma, durch das je nach
der Zusammensetzung des Gases Strahlung 12 im UV-Bereich erzeugt wind. Diese Strahlung
12 regt die Leuchtstoffschicht 10 zum Leuchten an, die sichtbares Licht 14 in einer der drei
Grundfarben emittiert, das durch die Frontplatte 1 nach außen tritt und somit einen
leuchtenden Bildpunkt auf dem Bildschirm darstellt.
Zur Herstellung einer Frontplatte 1 mit einer UV-Licht reflektierenden Schicht 8 werden
zunächst auf einer Glasplatte 3, deren Größe der gewünschten Bildschirmgröße entspricht,
mittels Aufdampfverfahren die Entladungselektroden 6,7 aufgebracht. Anschließend wird die
dielektrische Schicht 4 aufgebracht.
Für die Herstellung der UV-Licht reflektierende Schicht 8 werden zunächst Suspensionen
der Teilchen mit dem gewünschten Teilchendurchmesser hergestellt. Als Teilchen können
beispielsweise Oxide, Fluoride, Phosphate, Metaphosphate oder Polyphosphate von verschiedenen
Hauptgruppen- oder Nebengruppenmetallen verwendet werden. Als Oxide können
zum Beispiel die Oxide der 1. Hauptgruppe wie Li2O oder Oxide der 2. Hauptgruppe wie
MgO, CaO, SrO sowie BaO oder Oxide der 3. Hauptgruppe wie zum Beispiel B2O3 und
Al2O3 oder Oxide der 3. Nebengruppe wie Sc2O3, Y2O3 und La2O3 oder Oxide der 4.
Hauptgruppe wie beispielsweise SiO2, GeO2 und SnO2 oder Oxide der 4. Nebengruppe wie
TiO2, ZrO2 und HfO2 oder gemischte Oxide wie MgAl2O4, CaAl2O4 oder BaAl2O4
eingesetzt werden. Als Fluoride können zum Beispiel Fluoride der 1. Hauptgruppe wie LiF,
NaF, KF, RbF und CsF oder Fluoride der 1. Nebengruppe wie AgF oder Fluoride der 2.
Hauptgruppe wie MgF2, CaF2, SrF2 und BaF2 oder Fluoride der 3. Hauptgruppe wie AlF3
oder Fluoride der 4. Hauptgruppe wie PbF2 oder Fluoride der 1. Nebengruppe wie CuF2
oder Fluoride der 2. Nebengruppe wie ZnF2 oder Fluoride der Lanthaniden wie LaF3, CeF4,
PrF3, SmF3, EuF3, EuF2, GdF3, YbF3 und LuF3 oder gemischte Fluoride wie LiMgF3,
Na3AlF6 und KMgF3 zum Einsatz kommen. Als Phosphate können beispielsweise
Phosphate der 1. Hauptgruppe wie Li3PO4, Na3PO4, K3PO4, Rb3PO4 und Cs3PO4 oder
Phosphate der 2. Hauptgruppe wie Mg3(PO4)2, Ca3(PO4)2, Sr3(PO4)2 oder Ba3(PO4)2 oder
Phosphate der 3. Hauptgruppe wie AlPO4 oder Phosphate der 3. Nebengruppe wie ScPO4,
YPO4 und LaPO4 oder Phosphate der Lanthaniden wie LaPO4, PrPO4, SmPO4, EuPO4,
GdPO4, YbPO4 und LuPO4 oder Phosphate der 4. Nebengruppe wie Ti3(PO4)4, Zr3(PO4)4
und Hf3(PO4)4 verwendet werden. Als Metaphosphate mit einer Kettenlänge n zwischen 3
und 9 können zum Beispiel Metaphosphate der 1. Hauptgruppe wie Li3(PO3)3, Na3(PO3)3,
K3(PO3)3, Rb3(PO3)3 und Cs3(PO3)3 oder Metaphosphate der 2. Hauptgruppe wie
Mg(PO3)2, Ca(PO3)2, Sr(PO3)2 und Ba(PO3)2 oder Metaphosphate der 3. Hauptgruppe wie
Al(PO3)3 oder Metaphosphate der 3. Nebengruppe wie Sc(PO3)3, Y(PO3)3 und La(PO3)3
oder Metaphosphate der 4. Nebengruppe wie Ti3(PO3)4, Zr3(PO3)4 und Hf3(PO3)4 oder
Zn(PO3)2 eingesetzt werden. Als Polyphosphate können beispielsweise Polyphosphate
(MxPO3)n der Metalle Li, Na, K, Rb, Cs, Mg, Ca, Sr, Ba, Al, Sc, Y, La, Ti, Zr, Hf, Zn Pr,
Sm, Eu, Gd, Yb oder Lu mit einer Kettenlänge n zwischen 101 und 106 und mit einem Wert
für x, der je nach Oxidationsstufe des verwendeten Metalls zwischen 0.25 und 1 liegt,
Verwendung finden. Bei all diesen Polyphosphaten können Metall-Kationen partiell auch
durch Protonen ersetzt sein. Es können aber auch Hydrogenphosphate wie beispielsweise
KH2PO4, NaH2PO4 und NH4H2PO4 oder Diamant in der UV-Licht reflektierenden
Schicht 8 verwendet werden.
Der Teilchendurchmesser der verwendeten Materialien sollte kleiner als 300 nm sein und
liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen 20 und 150 nm. Es ist besonders vorteilhaft,
wenn eine breite Verteilung über diesen Bereich der Teilchendurchmesser vorliegt, da dies das
Verhältnis Reflexion des UV-Lichts zu Reflexion des sichtbaren in die gewünschte Richtung
beeinflusst.
Alternativ können die Suspensionen auch Vorstufen zu den erfindungsgemäßen Teilchen
enthalten, die dann durch thermische Behandlung in die gewünschten Teilchen überführt
werden. So kann beispielsweise eine Suspension mit Mg(OH)2 nach Aufbringen auf die
dielektrische Schicht 4 thermisch in eine Schicht aus MgO überführt werden.
Die Herstellung der Suspensionen erfolgt bevorzugt in wässriger Lösung. In manchen Fällen
kann es notwendig sein, mit organischen Lösungsmittelsystemen zu arbeiten, beispielsweise
wenn das verwendete Pulver mit Wasser chemisch reagiert oder sich darin löst.
Die Herstellung der Suspensionen erfolgt je nach Material und Teilchendurchmesser auf
unterschiedlichen Wegen. Eine Möglichkeit ist, dass die Teilchen aus geeigneten Vorstufen
synthetisiert werden. Die andere Möglichkeit ist, dass die Teilchen direkt eingesetzt werden.
Im Fall, dass bei Herstellung der Suspensionen Teilchen aus Vorstufen hergestellt werden,
werden zunächst Metallsalze in Wasser gelöst. Die Metallsalze haben die Zusammensetzung
MXn·yH2O, wobei M zum Beispiel ein Metall oder mehrere Metalle ausgewählt aus der
Gruppe Li, Na, K, Rb, Cs, Mg, Ca, Sr, Ba, Al, Sc, La, Y, Sn, Ti, Zr, Hf, Ag, Pb, Cu, Pr,
Sm, Eu, Gd, Yb, Lu und Zn ist. X ist beispielsweise eines oder mehrere der Anionen NO3 -,
RO-, R-COO-, -O2C-CO2 - während y eine Zahl größer oder gleich Null und n eine ganze
Zahl zwischen 1 und 4 je nach Oxidationsstufe des Metallkations Mn+ ist. Als Alkoxide RO-
können beispielsweise Propoxid und Butoxid verwendet werden. Als Carboxylate können
zum Beispiel Acetate, Propionate oder Butyrate verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Teilchen mit einem Teilchendurchmesser kleiner 300 nm werden
dann entweder durch thermische Behandlung wie zum Beispiel Erhitzen unter Rückfluss,
durch saure Behandlung wie beispielsweise Zugabe von Essigsäure, durch alkalische Behandlung
wie Zugabe von Natronlauge oder Aufleiten von Ammoniak und/oder durch Zugabe
des gewünschten Gegenions erhalten. Die Gegenionen werden als Salze zu der wässrigen
Metallsalzlösung gegeben und können beispielsweise Ammoniumsalze wie NH4F oder
Phosphate wie Natriummetaphosphat oder langkettige Polyphosphatsalze sein.
Die erhaltenen Suspensionen werden mit einem Assoziativverdicker und/oder einem
Dispergiermittel versetzt.
Alternativ können Teilchen wie beispielsweise Li2O, MgO, CaO, SrO, BaO, B2O3, Al2O3,
Sc2O3, Y2O3, La2O3, SiO2, GeO2, SnO2, TiO2, ZrO2, HfO2 oder MgAl2O4 mit einem
Teilchendurchmesser kleiner 300 nm auch direkt in wässriger Lösung suspendiert und
anschließend mit einem Assoziativverdicker und/oder einem Dispergiermittel versetzt
werden.
Die Teilchen können durch Mahlen mit einer Kugelmühle mit und ohne Rührwerk, Rühren
mit einem Dissolver, Scherdispergieren mit einem Ultraturrax-Gerät, ein Ultraschallbad oder
eine Ultraschallsonotrode dispergiert werden.
Die Suspensionen können weiterhin noch mit Additiven versetzt werden, die die Fließeigenschaften
der Suspensionen modifizieren und ihnen thixotrope Eigenschaften verleihen. Als
solche Additive können kleine Zusätze von organischen, löslichen Polymeren wie
Polyvinylalkohol, Polyacrylatderivate, assoziativ wirkenden Verdickern oder vollständig
dispergierte Kolloide verwendet werden.
Die auf diese verschiedenen Arten erhaltenen Suspensionen können durch verschiedenste
Verfahren wie beispielsweise Spincoating Meniscuscoating, Bladecoating, Siebdruck oder
Flexodruck auf die dielektrische Schicht 4 der Frontplatte 1 aufgebracht werden.
Zur Trocknung der aufgebrachten Schicht wird diese mit Umluft, Wärme, Infrarotstrahlung
oder Kombinationen davon behandelt. Um eine Rissbildung in der Schicht durch
Schrumpfung zu verhindern, wird die Trocknung ausreichend langsam durchgeführt. Zur
Entfernung der zugesetzten Stoffe wie der Elektrolyte, der Dispergiermittel oder der Polymere
werden die Schichten nochmals thermisch nachbehandelt. Durch Erhitzen der
Schichten auf 450 °C können die Zusätze rückstandsfrei entfernt werden. In einigen Fällen
kann es nötig sein, Temperaturen von 600 °C anzuwenden, um eine vollständige Pyrolyse
der Polymere zu erreichen. Im Fall, dass die aufgebrachte Suspension eine Vorstufe zu einem
erfindungsgemäßen Teilchen enthält, findet bei der thermischen Behandlung auch die
entsprechende Umwandlung statt.
Als Gas für die Plasmaentladung kann beispielsweise ein Edelgashalogenid, wie zum Beispiel
ArF, KrCl, KrF, XeBr, XeCl, XeF, ein Ne/N2-Gemisch oder Quecksilberdampf verwendet
werden.
In der Leuchtstoffschicht 10 werden Leuchtstoffe verwendet, die sich von Wellenlängen >
172 nm, insbesondere in einem Wellenlängenbereich zwischen 200 und 350 nm, anregen
lassen.
Als blau-emittierender Leuchtstoff kann beispielsweise BaMgAl10O17:Eu,
(Ba1-xSrx)5(PO4)3(F,Cl):Eu mit 0 ≤ x ≤ 1 oder (Ba1-x-ySrxCay)5(PO4)3(F,Cl):Eu mit 0 ≤ x ≤ 1
verwendet werden.
Als grün-emittierender Leuchtstoff kann zum Beispiel Zn2SiO4:Mn, BaAl12O19:Mn,
Y2SiO5:Tb, CeMgAl11O19:Tb, (Y1-xGdx)BO3:Tb mit 0 ≤ x ≤ 1, InBO3:Tb
GdMgB5O10:Ce, Tb oder LaPO4:Ce,Tb eingesetzt werden.
Als rot-emittierender Leuchtstoff kann beispielsweise Y2O3:Eu, Y2O2S:Eu, YVO4:Eu,
Y(V1-xPx)O4:Eu mit 0 ≤ x ≤ 1, (Y1-xGdx)2O3:Eu mit 0 ≤ x ≤ 1 oder (Y1-xGdx)BO3:Eu mit
0 ≤ x ≤ 1 verwendet werden.
Zur Herstellung einer segmentierten Leuchtstoffschicht 10 wird nach bekannten Verfahren
eine Leuchtstoffzubereitung mit einem grün-, rot- oder blau-emittierenden Leuchtstoff
hergestellt und diese mittels Trockenbeschichtungsverfahren, z. B. elektrostatische Abscheidung
oder elektrostatisch unterstütztes Bestäuben, als auch mittels Nassbeschichtungsverfahren,
z. B. Siebdruck, Dispenserverfahren, bei denen eine Leuchtstoffzubereitung mit
einer sich dem Kanälen entlang bewegenden Düse eingebracht wird, oder Sedimentation aus
der flüssigen Phase, auf eine Trägerplatte 2 ausgestattet mit einer Rippenstruktur 12 mit
Trennrippen und Adresselektroden 10 aufgebracht. Anschließend wird dieses Verfahren für
die beiden anderen Farben durchgeführt.
Die Trägerplatte 2 wird zusammen mit weiteren Komponenten wie zum Beispiel einer
Frontplatte 1 und einem Gas zur Herstellung eines Plasmabildschirms verwendet.
Bevorzugt wird die UV-Licht reflektierende Schicht 8 bei AC-Plasmabildschirmen, bei
denen die Ansteuerung der Plasmazellen durch Wechselspannung erfolgt und bei denen die
Entladungselektroden 6,7 von einer dielektrischen Schicht 4 bedeckt sind, verwendet.
Grundsätzlich kann eine UV-Licht reflektierende Schicht auch bei DC-Plasmabildschirmen
eingesetzt werden, bei denen die Entladungselektroden 6,7 nicht von einer dielektrischen
Schicht 4 bedeckt sind.
Im folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung erläutert, die beispielhafte Realisierungsmöglichkeiten
darstellen.
Ausführungsbeispiel 1
Zur Herstellung einer Siebdruckpaste wurden 100 g p-Menth-1-en-8-ol, welches 5 Gew-%
Ethylcellulose enthielt, 2.7 g eines Thixotropiermittel und 12 g SiO2 mit einem Teilchendurchmesser
zwischen 20 und 110 nm gemischt und anschließend durch zweimalige Passage
eines Dreiwalzenstuhls dispergiert.
Mittels Siebdruck wurde eine Schicht aus SiO2-Partikeln als UV-Licht reflektierende Schicht
8 auf die dielektrische Schicht 4 einer Frontplatte 1, welche eine Glasplatte 3, eine
dielektrische Schicht 4 und zwei Entladungselektroden 6,7 aufweist, aufgebracht. Die dielektrische
Schicht 4 enthielt PbO und die beiden Entladungselektroden 6,7 waren aus ITO.
Die Frontplatte 1 wurde zunächst getrocknet und dann 2 h einer thermischen Nachbehandlung
bei 450 °C unterzogen. Die Schichtdicke der UV-reflektierenden Schicht 8 aus
SiO2 betrug 4.0 µm. Anschließend wurde die UV-Licht reflektierende Schicht 8 mit einer
Schicht aus MgO bedampft, welche eine Schichtdicke von 730 nm aufwies. Die fertige
Frontplatte 1 wurde zusammen mit einer Trägerplatte 2 und einen Gas zum Bau eines
Plasmabildschirms verwendet, der erhöhte Luminanz aufwies. Das Gas enthielt 90 Vol.-%
Ne and 10 Vol.-% N2.
In Fig. 2 zeigt Linie 15 die Reflexion der 4.0 µm SiO2-enthaltenen UV-Licht reflektierenden
Schicht 8 als Funktion der Wellenlänge gezeigt. Linie 16 zeigt die Reflexion nachdem auf die
UV-Licht reflektierende 8 die 730 nm dicke Schutzschicht 5 aus MgO aufgedampft wurde.
Ausführungsbeispiel 2
150 g Al2O3, welches durch Flammenpyrolyse hergestellt wurde und einen Teilchendurchmesser
bis zu 200 nm aufweist, wurde langsam in eine 0.005 molare Lösung von Ammoniumacetat
in 500 ml destilliertem Wasser mit einem Rührer eingerührt. Nach beendeter
Zugabe wurde die erhaltene Suspension 15 min mit einer Ultraschallsonotrode behandelt.
Unter Rühren wurde die Suspension mit 25.0 ml einer 4.7%igen wässrigen Polyvinylalkohol-Lösung
versetzt. Anschließend wurde die Suspension durch Filtration gereinigt.
Mittels Spincoaten wurde eine Schicht von Al2O3-Partikeln als UV-Licht reflektierende
Schicht 8 auf die dielektrische Schicht 4 einer Frontplatte 1, welche eine Glasplatte 3, eine
dielektrische Schicht 4 und zwei Entladungselektroden 6,7 aufweist, aufgebracht. Die dielektrische
Schicht 4 enthielt PbO und die beiden Entladungselektroden 6,7 waren aus ITO.
Die Frontplatte 1 wurde zunächst getrocknet und dann 2 h einer thermischen Nachbehandlung
bei 450 °C unterzogen. Die Schichtdicke der UV-reflektierenden Schicht 8 aus
Al2O3 betrug 2.0 µm. Anschließend wurde die UV-Licht reflektierende Schicht 8 mit einer
Schicht aus MgO bedampft, welche eine Schichtdicke von 600 nm aufwies. Die fertige
Frontplatte 1 wurde zusammen mit einer Trägerplatte 2 und einen Gas zum Bau eines
Plasmabildschirms verwendet, der erhöhte Luminanz aufwies. Das Gas enthielt KrF