Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aufzug mit einer
von aussen sichtbaren Aufzugkabine, insbesondere einer
Aufzugkabine mit transparenten Wänden, als Werbeträger sowie
eine Aufzugkabine dafür nach Definition der Patentansprüche.
Aufzüge mit offenen Aufzugsschächten oder Aufzugschächten
mit Glaswänden, bei denen die Aufzugkabinen von aussen
sichtbar sind, bestimmen an Gebäudeaussenfassaden und
Innenhöfen die ästhetische Aufmachung des Gebäudes. Bei
Personenaufzügen werden dabei üblicherweise Aufzugkabinen
mit verglasten Wänden, sogenannte Panoramakabinen
eingesetzt.
Beispielsweise ist in der EP 0 665 181 A1 ein Aufzug mit
einer in einem offenen Aufzugschacht verfahrbaren
Aufzugkabine beschrieben. Die sogenannte Panoramakabine
weist verglaste Wände und eine an der Aussenseite der
Aufzugkabine lösbar angeordnete Informationseinrichtung auf,
die für Informations- und Werbezwecke verwendet werden kann.
Als Halterung für die Informationseinrichtung dient ein
separater Profilrahmen, der einerseits lösbar an der
Aufzugkabine befestigt ist und andererseits einen
Bildschirm, einen Werbeträger oder eine entsprechend
gestaltete Kabinenverkleidung zur Informationsweitergabe
trägt.
Diese Informationseinrichtung vermittelt zwar gewünschte
Informationen, ist jedoch samt ihrer Halterung sehr
aufwendig und im Hinblick auf die graphischen
Gestaltungsmöglichkeiten der weiterzugebenden Information
sehr einengend, insbesondere wenn die zu vermittelnde
Information die Sicht der Passagiere in Panoramakabinen
nicht beeinträchtigen soll.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen eingangs
beschriebenen Aufzug anzugeben, der auf einfache und
kostengünstige Weise eine Informations- und
Werbevermittelung ermöglicht.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die bei
Fahrzeugen, wie Strassenbahnwagons, Taxifahrzeugen und
Untergrundbahnen bekannte Art und Weise der Informationsund
Werbevermittelung mit Hilfe von sogenannter Windows-Folie
die vorgenannten Mängel beseitigen lässt, und schlägt
daher vor, den Aufzug mit bedruckter Klebefolie zu versehen.
Die bedruckte Klebefolie kann grundsätzlich auf den
Aussenwänden und/oder Innenwänden der Aufzugkabine und/oder
an transparenten Schachtwänden, wie z.b. einer
Glasverkleidung eines Panoramaaufzugs aufgezogen werden.
Informationen werden dadurch sowohl an die Passagiere in der
Aufzugkabine als auch aussen in der Umgebung der
Aufzugkabine vermittelt. Das erfindungsgemässe Anbringen von
bedruckter Klebefolie ist an Neuanlagen, wie auch an
bestehenden Aufzugkabinen ohne Anpassung und/oder
Veränderung des Kabinenkörpers schnell und einfach möglich.
Die Klebefolie kann hinsichtlich ihrer Grösse,
Oberflächenbeschaffenheit und Formgebung den Kundenwünschen
entsprechend angepasst werden und ermöglicht so eine
flexible Gestaltung des Kabinendesigns. Die bedruckte
Klebefolie ist kostengünstig und kann zudem einfach und
beliebig oft gegen eine neue gleich oder verschieden
bedruckte Klebefolie gleicher oder unterschiedlicher Grösse
ausgewechselt werden.
Ein Anbringen der bedruckten Klebefolie an den Aussenseiten
der Aufzugkabine bietet den Vorteil, dass diese gegen
unbeabsichtigte Beschädigung durch Passagiere und mutwillige
Beschädigungen durch Vandalismus geschützt ist.
Insbesondere bei Panoramaaufzügen, bei denen die
Aufzugkabine entweder ohne allseitige Schachtbegrenzung oder
lediglich mit einer transparenten Schachtverkleidung, wie
z.b. einer Glaswandverkleidung, gegenüber der Umgebung
abgegrenzt ist, ist es zweckmässig, eine Ausführung der
bedruckten Klebefolie zu verwenden, die ein feines
Lochmuster aufweist.
Die Anzahl und Grösse der Löcher der bedruckten gelochten
Klebefolie ist so gewählt, dass einerseits das aufgedruckte
Motiv deutlich zu erkennen ist anderseits die Sicht durch
die bedruckte gelochte Klebefolie nur geringfügig
eingeschränkt möglich ist. Zusätzlich zu der damit
ermöglichten Informations- und Werbevermittlung, bietet die
gelochte bedruckte Klebefolie für die Passagiere in der
Aufzugkabine gegebenenfalls Schutz gegen einfallendes
Sonnenlicht. Auch die bedruckte gelochte Klebefolie kann
grundsätzlich auf den Aussenwänden und/oder Innenwänden der
Aufzugkabine aufgezogen bzw. selbstklebend an den
Aufzugkabinenwänden befestigt werden.
Beide, die bedruckte Klebefolie und die gelochte bedruckte
Klebefolie sind gemäss einer bevorzugten Weiterbildung der
Erfindung mit einer transparenten Deckfolie überzogen bzw.
abgedeckt. Die transparente Deckfolie schützt die bedruckte
Klebefolie vor UV-Strahlung und verhindert ein Verblassen
des Aufdrucks, wie auch eine Beschädigung der Klebefolie an
sich. Eine gelochte bedruckte Klebefolie ist durch die
durchgängig geschlossene Deckfolie ausserdem davor
geschützt, dass sich Staub und/oder Schmutz in den feinen
Löchern absetzt und die Lichtdurchlässigkeit reduziert.
Die glatte und geschlossene Oberfläche der Deckfolie die auf
eine bedruckte gelochte Klebefolie aufgezogen ist,
erleichtert zudem ein Reinigen der mit bedruckter Klebefolie
versehenen Aufzugsteile.
Wird die transparente Deckfolie bereits werksseitig auf die
bedruckte Klebefolie aufgezogen, erhält die bedruckte
Klebefolie dadurch ferner eine Verstärkung, was wiederum das
Installieren bzw. Aufziehen der Klebefolie ohne Beschädigung
oder Verzug an der Aufzugkabine und/oder dem Aufzugschacht
erleichtert.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der beiliegenden
Zeichnung dargestellt und nachfolgend näher beschrieben. Es
zeigt:
- Fig. 1,
- eine Panoramakabine in einem Glasschacht mit einer
voll verglasten Seitenwand und einem im oberen
Bereich verglasten, im unteren Bereich blickdichten
Bereich aus Blech mit einem Applikationsbeispiel
einer darauf angebrachten bedruckten Klebefolie;
- Fig. 2,
- schematisch einen Ausschnitt einer Seitenwand mit
darauf angebrachter bedruckter gelochter Klebefolie,
die von einer Deckfolie abgedeckt ist.
Fig.1 zeigt eine Panoramakabine 1 mit vier Seitenwänden 2.1,
2.2, 2.3, 2.4, die in einem durch Glaswände gebildeten und
hier nur andeutungsweise dargestellten Aufzugsschacht 4.3
entlang Führungsschienen 3.1, 3.2 über mehrere Stockwerke
4.1, 4.2 eines Gebäudes vertikal verfahrbar ist. Die
Seitenwand 2.2 ist voll und die Seitenwände 2.1, 2.3 in
oberen Bereich mit bruchfestem Glas verglast, während der
untere Bereich der Seitenwände 2.1, 2.3 aus blickdichtem
Blech besteht. Die vierte Seitenwand 2.4 der Panoramakabine
1 ist dem Gebäude, d. h. dem Stockwerk 4.2, zugewandt und
bildet eine Zutrittsöffnung, über die Passagiere von dem
jeweiligen Stockwerk in die Panoramakabine 1, bzw. aus der
Panoramakabine 1 auf das gewünschte Stockwerk gelangen
können.
Auf der vom Stockwerk 4.2 weg weisenden Seitenwand 2.2 ist
erfindungsgemäss eine gelochte bedruckte Klebefolie 5.1 mit
Deckfolie 5.2, eine sogenannte gelochte Windows-Klarsichtfolie
5.0 der Firma DECOBE, Dattenmattstrasse 16,
CH-6010 Kriens, über die gesamte Fläche aufgezogen bzw.
aufgeklebt. Gelochte Windows-Klarsichtfolien 5.0 sind auf
den Aussenseiten der Glasflächen der Panoramakabine und des
Aufzugschachts 4.3 angebracht. Die bedruckten Klebefolien
können aber auch auf den Innenseiten oder kombiniert auf
Aussen- und Innenseiten angebracht sein. Entscheidend ist
hierbei, von welcher Seite die Werbewirkung erzielt werden
soll, ob im Kabineninneren oder aussen in der näheren
Umgebung des Aufzugs. Es ist nicht zwingend die ganze
Seitenwand mit gelochter Windows-Klarsichtfolie 5.0 zu
überziehen, sondern es können auch - wie dies das
Applikationsbeispiel der Seitenwand 2.1 in Fig. 1 zeigt -
nur ausgewählte Teilflächen und Bereiche der Kabine 1
und/oder des Aufzugschachts 4.3 beklebt werden.
Grundsätzlich kann, je nach gewünschtem Erscheinungsbild,
die gelochte Windows-Klarsichtfolie 5.0 auch auf eine
blickdichte Fläche, wie z. B. die Blechverkleidung der
Kabine, geklebt sein.
Fig. 2 zeigt schematisch einen Ausschnitt der Seitenwand 2.2
in Fig.1 mit darauf angebrachter gelochter Windows-Klarsichtfolie
5.0. Dort ist eine gelochte bedruckte
Klebefolie 5.1 von einer Deckfolie 5.2 abgedeckt. Die
gelochte bedruckte Klebefolie 5.1 ist der Informationsträger
und als solcher mit einem die gewünschte Information
vermittelnden Motiv auf einer Seite, hier der Aussenseite,
bedruckt. Die bedruckte gelochte Klebefolie 5.1 kann nach
beliebigen Vorgaben der Kunden bedruckt sein. Im
Digitaldruckverfahren lassen sich als mögliche Aufdrucke
beispielsweise Firmenlogos, Produkte und Dienstleistungen,
Menschen, Tiere, Naturmotive darstellen. Die bedruckte
Klebefolie 5.1 ist in einem feinen regelmässigen Raster
gelocht, was es möglich macht, dass ein sich in der
Aufzugkabine befindender Passagier durch sie hindurch nach
aussen sehen kann. Gleichzeitig bietet sie aber Schutz vor
einfallendem Sonnenlicht. Das Raster der Lochung kann wie
der Durchmesser der Löcher in weiten Grenzen beliebig
gewählt werden.
Durch die vielen Löcher 6, bildet die gelochte bedruckte
Klebefolie 5.1 eine raue Oberfläche, weshalb die
transparente Deckfolie 5.2 verwendet wird. Die transparente
Deckfolie 5.2 schützt die gelochte bedruckte Windows-Klarsichtfolie
5.1 vor eventuellen Beschädigungen durch UV-Strahlen
und/oder mechanischer Art und vor einem Absetzen
von Staub und Schmutz in den Löchern und einer damit
einhergehenden Beeinträchtigung der Lichtdurchlässigkeit.
Die transparente nicht gelochte Deckfolie 5.2 deckt die
Löcher 6 ab und die glatte geschlossene Oberfläche der
Deckfolie 5.2 ermöglicht ein unproblematisches Reinigen.
Ist eine nach aussen von der Untergrundfarbe des Aufzugteils
unabhängige Vermittlung der Informationen und/oder des
Werbeinhalts gewünscht, wie an der Seitenwand 2.1 in Fig. 1,
dann bietet die blickdichte nicht gelochte bedruckte
Windows-Folie 2.11 die Möglichkeit das gewünschte Motiv auf
den weissen Hintergrund aufzudrucken. Die weisse Hinter/Untergrundfarbe
der 3M-Vinyl-Windows-Folie bleibt dort
erhalten, wo kein motivbedingter Farbdruck besteht und
erlaubt daher eine Anwendung unabhängig von der Farbe und
des Materials des Aufzugteils. Auch diese blickdichte
bedruckte Klebefolie ist mit einer Deckfolie versehen, die
vor UV-Strahlung und Beschädigungen schützt; üblicherweise
wird sie dann als Windows-Folie 2.11 bezeichnet.
Der bei der Windows-Folie 2.11 und der gelochten Windows-Klarsichtfolie
5.0 verwendete Klebstoff besitzt vorzugsweise
eine temperaturabhängige Klebekraft. So kann in an sich
bekannter Weise sowohl beim Aufziehen, wie auch beim
Wiederabnehmen der Windows-Folie beispielsweise aus Vinyl,
etwa Warmluft zum Lösen der Klebeverbindung verwendet
werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel wurde ein
wiederentfernbarer Selbstkleber mit der Produktbezeichnung
Decocal verwendet. Alternativ dazu können aber auch
Dauerkleber wie Scotchcal, Controltac oder Fascal verwendet
werden.