„Farbige Konversionsschichten auf Metalloberflächen"
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der chemischen Oberflächenbehandlung von Zink oder verzinktem Stahl, Aluminium, Magnesium oder deren Legierungen. Sie beschreibt chromfreie Konversionsverfahren für solche Metalloberflächen, d. h. chemische Behandlungsverfahren, die zur Bildung einer Oberflächenschicht führen, in die sowohl Kationen der behandelten Metalloberfläche als auch Ionen aus der Behandlungslösung eingebaut werden. Die chromfreie Beschichtung ist farbig, damit durch einfache visuelle Kontrolle festgestellt werden kann, ob eine ausreichende Konversionsschicht gebildet wurde. Aufgabe dieser Konversionsschicht ist es, die Korrosionsneigung der Metalloberfläche zu verringern und eine gute Haftung zwischen der Metalloberfläche und einer auf die Konversionsschicht aufgebrachten organischen Beschichtung wie beispielsweise einem Lack oder einem Klebstoff herzustellen.
Für die Herstellung chromfreier Konversionsschichten auf den genannten Metalloberflächen existiert ein umfangreicher Stand der Technik:
Die US-A-5 129 967 offenbart Behandlungsbäder für eine No-Rinse-Behandlung (dort als "dried in place conversion coating" bezeichnet) von Aluminium, enthaltend
a) 10 bis 16 g/l Polyacrylsäure oder deren Homopolymere, b) 12 bis 19 g/l Hexafluorozirkonsäure, c) 0,17 bis 0,3 g/l Fluorwasserstoffsäure und d) bis zu 0,6 g/l Hexafluorotitansäure.
EP-B-8 942 offenbart Behandlungslösungen, vorzugsweise für Aluminiumdosen, enthaltend
a) 0,5 bis 10 g/l Polyacrylsäure oder eines Esters davon und b) 0,2 bis 8 g /l an mindestens einer der Verbindungen H2ZrFg, ^ iFg und H2SiFg, wobei der pH-Wert der Lösung unterhalb von 3,5 liegt.
Weitere Polymere, die in ähnlichen Behandlungsbädern eingesetzt werden können, sind in WO 02/20652 aufgeführt.
US-A-4 992 116 beschreibt Behandlungsbäder für die Konversionsbehandlung von Aluminium mit pH-Werten zwischen etwa 2,5 und 5, die mindestens drei Komponenten enthalten:
a) Phosphationen im Konzentrationsbereich zwischen 1 ,1x10"^ bis 5,3x10"^ mol/l entsprechend 1 bis 500 mg/l, b) 1 ,1x10"^ bis 1,3x10"^ mol/l einer Fluorosäure eines Elements der Gruppe Zr, Ti, Hf und Si (entsprechend je nach Element 1 ,6 bis 380 mg/l) und c) 0,26 bis 20 g/l einer Polyphenolverbindung, erhältlich durch Umsetzung von Poly(vinylphenol) mit Aldehyden und organischen Aminen.
WO 92/07973 lehrt ein chromfreies Behandlungsverfahren für Aluminium, das als wesentliche Komponenten in saurer wäßriger Lösung 0,01 bis etwa 18 Gew.-% ^ZrFg und 0,01 bis etwa 10 Gew.-% eines 3-(N-C^.4alkyl-N-2-hydroxyethylaminomethyl)-4- hydroxystyrol-Polymers verwendet. Fakultative Komponenten sind 0,05 - 10 Gew.-% dispergiertes Siθ2, 0,06 bis 0,6 Gew.-% eines Lösevermittlers für das Polymer sowie
Tensid. Das genannte Polymer fällt unter die Gruppe der unten beschriebenen und im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbaren "Umsetzungsprodukte von Poly(vinylphenol) mit Aldehyden und organischen Hydroxylgruppen-haltigen Aminen".
WO 00/71626 offenbart ein chromfreies Korrosionsschutzmittel, enthaltend Wasser und a.) 0,5 bis 100 g/l Hexafluoroanionen des Titan (IV), Silicium (IV) und/oder Zircon (IV) b.) 0 bis 100 g/l Phosphorsäure c.) 0 bis 100 g/l einer oder mehrerer Verbindungen des Cobalts, Nickels, Vanadiums, Eisens, Mangans, Molybdäns oder Wolframs, d.) 0,5 bis 30 Gew. % mindestens eines wasserlöslichen oder wasserdispersierbaren filmbildenden organischen Polymers oder Copolymers (bezogen auf Aktivsubstanz), e.) 0,1 bis 10 Gew. % einer Organophosphonsäure f.) ggf. weitere Hilfs- und Zusatzstoffe.
Bei den vorstehend genannten Dokumenten ist es in vielen Fällen offensichtlich, daß die erzeugten Konversionsschichten farblos und durchscheinend sind, so dass die behandel-
ten Metalloberflächen metallisch blank erscheinen. Zumindest wird in diesen Dokumenten nicht offenbart, dass gefärbte Schichten entstehen würden. Aus der langjährigen Erfahrung mit der Chromatierung von Metalloberflächen ist es der Fachmann auf diesem Gebiet jedoch gewohnt, als Ergebnis der Konversionsbehandlung eine gefärbte Schicht zu erhalten. Er kann dann sofort visuell erkennen, ob die Behandlung den erwünschten Erfolg gebracht hat. Beim Erzeugen farbloser Schichten ist hierfür jedoch eine aufwendigere Oberflächenanalytik erforderlich, beispielsweise die Bestimmung des Ti- oder Zr- Gehalts der Oberfläche durch eine Röntgenfluoreszenzmessung. Daher besteht in der Praxis ein Bedarf nach Oberflächenbehandlungsverfahren, die nicht nur ähnlich gute Eigenschaften hinsichtlich Korrosionsschutz und Lackhaftung aufweisen wie die herkömmlichen Chromatierschichten, sondern die ähnlich wie Chromatierschichten für das menschliche Auge sichtbar sind.
Ansätze zur Lösung dieser Aufgabe sind im Stand der Technik vorhanden. Beispielsweise offenbart WO 94/25640 ein Verfahren zum Erzeugen blau gefärbter Konversionsschichten auf Zink/Aluminium-Legierungen. Hierbei bringt man die Metalloberflächen mit einer Behandlungslösung in Berührung, die einen pH-Wert zwischen 3,5 und 6 aufweist und die 0,2 bis 3,0 Gew.-% Molybdän sowie einen Fluoridgehalt von 0,1 bis 2,0 Gew.-% aufweist. Molybdän kann als Molybdat, als Phosphomolybdänsäure, als Molybdänchlorid und ähnliches eingesetzt werden. Fluorid kann in Form von Flußsäure, einfacher Fluoride, aber auch komplexer Fluorosäuren wie beispielsweise Fluorotitansäure oder Fluorozirkonsäure eingesetzt werden.
Die Lehre der WO 00/26437 geht den Weg, die Konversionsschicht durch einen organischen Farbstoff (Alizerinfarbstoff) einzufärben. Die Konversionsschicht selbst wird mit einer Behandlungslösung erzeugt, die komplexe Fluoride beispielsweise von Titan und Zirkon neben weiteren anorganischen Oxiden, Hydroxiden oder Carbonaten bzw. deren Reaktionsprodukte mit den Fluorosäuren enthält. Zusätzlich kann als organisches Polymer ein mit Aminogruppen substituiertes Poly-4-hydroxi-styrol (Polyvinylphenol) anwesend sein.
In FR 2 461 764 wird eine chemische Oxidation der Aluminiumoberfläche mit organischen Nitroverbindungen in alkalischer Lösung vorgeschlagen. Nach dieser Oxidation können die Schichten mit einem organischen Farbstoff eingefärbt werden. Ein ähnliches 2-Stufen- Verfahren schlägt WO 01/71060 vor. Dieses Dokument beschreibt einen Mehrschichtüberzug aus einer auf einem Metall aufgebrachten Konversionsschicht (die beispielsweise
auf elektrochemischem Wege erhältlich ist und die Poren aufweist) und einer auf dieser Konversionsschicht befindlichen, farbigen Schicht. Die zweite, farbige Schicht kann durch Kontakt mit einer Lösung erhalten werden, die mindestens eine Alkoxysilanverbindung und einen Farbstoff enthält, gefolgt von einer anschließenden Polymerisierung und/oder Vernetzung der Alkoxysilanverbindung.
Die vorstehend zitierten Verfahren zum Erzeugen chromfreier farbiger Konversionsschichten auf Metallen wie beispielsweise Aluminium lassen sich in 2 Gruppen einteilen. Im ersten Fall werden in die Konversionsschicht farbige Übergangsmetallverbindungen wie beispielsweise Molybdate oder Polymolybdate oder organische Farbstoffe eingebaut. Zum anderen wird auf herkömmliche Weise eine Konversionsschicht erzeugt und die organischen Farbstoffe werden auf die bereits gebildete Konversionsschicht in einem zweiten Schritt aufgetragen. Es scheint kein Beispiel einer Konversionsbehandlung von Metalloberflächen zu geben, wobei die Konversionsbehandlung in Gegenwart eines organischen Polymeren erfolgt, das zum einen die Korrosionsschutzwirkung und die Lackhaftung der Konversionsschicht verstärkt und das zum anderen farbgebende Substituenten trägt, so dass die Anwesenheit dieses Polymers auf der Metalloberfläche mit dem Auge erkannt werden kann.
Auf dem Gebiet der Behandlung von Kreislaufwasser z.B. von industriellen Kühlsystemen ist es bekannt, zur Verhinderung von Korrosion oder Ablagerungen organische Polymere zuzugeben. Hier stellt sich die Aufgabe, die Konzentration dieser Polymere im Kreislaufwasser zu überwachen. Die EP 504 520 schlägt hierzu vor, an die für diesen Zweck eingesetzten organischen Polymere Farbstoffreste kovalent zu binden, so dass die Konzentration der Polymere im Kreislaufwasser durch eine Absorptions- oder Fluoreszenzmessung einfach bestimmt werden kann. Dieses Dokument offenbart eine Reihe von organischen Farbstoffresten sowie von Monomeren, die miteinander zur Reaktion gebracht und polymerisiert werden können, um Polymere mit farbgebenden Gruppen zu erhalten. Beispielsweise können diese Polymere eines oder mehrere der folgenden Monomere enthalten: Acrylsäure, Acrylamid, Sulfomethylacrylamid, Vinylacetat, Methacrylsäure oder Acrylnitril.
Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, Mittel und Verfahren zum Erzeugen chromfreier Konversionsschichten auf Metalloberflächen zur Verfügung zu stellen, wobei in einem einzigen Schritt Konversionsschichten erzeugt werden, die dem menschlichen Auge farbig erscheinen oder sichtbar fluoreszieren. Dabei soll kein von den eigentlichen
Konversionswirkstoffen unabhängiger Farbstoff eingesetzt werden, da sonst nicht garantiert werden kann, dass die Intensität der Färbung bzw. der Fluoreszenz mit der Stärke der Konversionsschicht korreliert.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine chromfreie Behandlungslösung zum Erzeugen farbiger oder fluoreszierender Korrosionsschutzschichteπ auf Metalloberflächen, die a) Phosphorsäure und/oder mindestens eine Fluorosäure eines oder mehrerer Elemente der Gruppe B, Si, Ti, Zr und Hf oder jeweils deren Anionen sowie mindestens b) ein organisches Polymer enthält, wobei das organische Polymer über Sauerstoff- und/oder Stickstoffatome an die Metalloberfläche binden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Polymer kovalent gebundene Gruppen trägt, die dem menschlichen Auge farbig erscheinen oder die beim Bestrahlen mit UV- Licht für das menschliche Auge erkennbar fluoreszieren.
Definitionsgemäß ist die Behandlungslösung frei von Chrom, d.h. enthält keine absichtlich zugesetzten Chromverbindungen. Spuren von Chrom können jedoch als Verunreinigungen nicht ausgeschlossen werden, beispielsweise als Folge eines Herauslösens aus Behältermaterial. Weiterhin enthält sie vorzugsweise auch keine anderen Schwermetallionen als die als Komponenten a) aufgeführten. Dies verringert die Ansprüche an die Behandlung anfallender Abwässer.
Insbesondere soll die Behandlungslösung nicht gleichzeitig mehr als 3 g/l Phosphorsäure sowie mehr als 0,3 g/l Zink- und/oder Manganionen enthalten. Hierdurch wird vermieden, dass sich Zink- und/oder Manganphosphatkristalle auf der Metalloberfläche abscheiden. Dies würde einer mehr oder weniger vollständigen schichtbildenden Phosphatierung entsprechen, was im Rahmen der vorliegenden Erfindung unerwünscht ist.
Eine bevorzugte Behandlungslösung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie a) 0,02 bis 20 g/l Phosphorsäure und/oder mindestens eine Fluorosäure eines oder mehrerer Elemente der Gruppe B, Si, Ti, Zr und Hf oder jeweils deren Anionen und b) 0,1 bis 200 g/l des organischen Polymers enthält.
Falls die Behandlungslösung Phosphorsäure enthält, beträgt deren Mindestkonzentration vorzugsweise mindestens 1 g/l, insbesondere mindestens 5 g/l. Als Obergrenze der Konzentration sind 15 g/l in der Regel ausreichend.
Enthält die Behandlungslösung als Komponente a) eine Fluorosäure von Bor, beispielsweise Tetrafluoroborsäure, so wird deren Konzentration vorzugsweise derart gewählt, dass die Behandlungslösung mindestens 0,01 g/l, vorzugsweise mindestens 0,02 g/l, und bis zu 5 g/l, vorzugsweise bis zu 1 g/l und insbesondere bis zu 0,5 g/l Bor (berechnet als Element) enthält. Enthält sie Fluorosäuren von Hafnium, beispielsweise als Hexafluoro- säure, so wählt man deren Konzentration vorzugsweise so, dass die Behandlungslösung mindestens 0,02 g/l, vorzugsweise mindestens 0,5 g/l, und bis zu 10 g/l, vorzugsweise bis zu 5 g/l und insbesondere bis zu 1 g/l Hafnium enthält.
Besonders bevorzugt sind Behandlungslösungen, die als Komponente a) Fluorosäuren von Si, Ti und/oder Zr enthalten. Vorzugsweise wird eine Behandlungslösung eingesetzt, die insgesamt mindestens 0,01 g/l, vorzugsweise mindestens 0,025 g/l, und bis zu 10 g/l, vorzugsweise bis zu 1 g/l, insbesondere bis 0,5 g/l Ti- und/oder Zr- und/oder Si-Ionen sowie mindestens eine solche Menge an Fluorid enthält, dass das Atomverhältnis Ti zu F und/oder Zr zu F und/oder Si zu F im Bereich von 1 : 1 bis 1 : 6 liegt. Dabei können die genannten Ti-, Zr- und /oder Si-Ionen vollständig in Form von Hexafluorokomplexen wie beispielsweise den Hexafluorosäuren oder ihrer im genannten Konzentrationsbereich wasserlöslichen Salze wie beispielsweise der Natriumsalze eingesetzt werden. In diesem Fall beträgt das Atomverhältnis 1 : 6. Es können jedoch auch Komplexverbindungen eingesetzt werden, bei denen jeweils weniger als sechs Fluoridionen mit den Zentralelementen Ti, Zr oder Si verbunden sind. Diese können sich in der Behandlungslösung von selbst bilden, wenn zu dieser sowohl Hexafluorokomplexe mindestens eines der Zentralelemente Ti, Zr oder Si als auch mindestens eine weitere Verbindung eines dieser Zentralelemente zugegeben werden. Als solche weitere Verbindungen kommen beispielsweise Nitrate, Carbonate, Hydroxide und/oder Oxide desselben oder eines anderen der drei genannten Zentralelemente in Betracht. Beispielsweise kann die Behandlungslösung Hexafluorozirkonationen sowie (vorzugsweise kolloiden) Kieselsäure (SiO2) oder deren Reaktionsprodukte enthalten. Nicht umgesetzte Kieselsäure kann in der Behandlungslösung suspendiert sein. Eine derartige Behandlungslösung lässt sich auch dadurch erhalten, dass man Flusssäure oder deren (gegebenenfalls saure) Salze zusammen mit solchen Verbindungen von Ti, Zr und/oder Si einsetzt, die hiermit Fluorokomplexe bilden können. Beispiele sind die bereits genannten Nitrate, Carbonate, Hydroxide und/oder
Oxide. Vorzugsweise setzt man insgesamt eine solche Menge an Ti, Zr und/oder Si als Zentralmetall und eine solche Menge an Fluorid ein, dass das Atomverhältnis Zentralmetall zu Fluorid kleiner oder gleich 1 zu 2, insbesondere kleiner oder gleich 1 zu 3 ist. Das Atomverhältnis kann auch kleiner als 1 zu 6 werden, wenn die Behandlungslösung mehr Fluorid, beispielsweise in Form von Flusssäure oder deren Salze enthält, als stöchiometrisch zur Bildung der Hexafluorokomplexe der Zentralmetalle Ti, Zr und/oder Si erforderlich ist. Beispielsweise kann das Atomverhältnis so klein werden wie 1 zu 12 oder 1 : 18 oder noch darunter, wenn man einen entsprechenden Überschuss an Fluorid einsetzt, d.h. die zwei- oder dreifache oder noch mehrfache Menge dessen, was zur vollständigen Bildung der Hexafluorokomplexe erforderlich ist.
Besonders bevorzugt sind Behandlungslösungen, die Fluorosäuren von Ti und/oder Zr enthalten. Dabei kann es für die Korrosionsschutzwirkung besonders günstig sein, wenn die Behandlungslösung sowohl Fluorosäuren von Ti als auch von Zr enthält. Dabei kann das molare Verhältnis von Ti zu Zr im Bereich von 10 : 1 bis 1 : 10, insbesondere im Bereich von 2 : 1 bis 1 : 2 liegen.
Der pH-Wert der Behandlungslösung soll einen Wert von 1 nicht wesentlich unterschreiten, da niedrigere pH-Werte zu einem zunehmend stärkeren Beizangriff auf die Metalloberfläche führen. Vorzugsweise ist der pH-Wert nicht kleiner als 2 und insbesondere nicht kleiner als 2,5. Bei pH-Werten oberhalb von 6 erfolgt die Bildung der Konversionsschicht nicht mehr im gewünschten Ausmaß. Vorzugsweise arbeitet man bei pH-Werten, die nicht höher sind als 4 und insbesondere nicht höher als 3,5.
Die genannten essentiellen Komponenten a) und gegebenenfalls auch b) stellen alle Protolyte dar, also Moleküle oder Ionen, die unter Abgabe oder Aufnahme von Protonen im Sinne einer Säure-Base-Reaktion reagieren können. Für den Fachmann ist es also offensichtlich, daß diese Komponenten derartige Reaktionen untereinander und mit dem Lösungsmittel Wasser eingehen, bis die entsprechenden chemischen Gleichgewichte erreicht sind. Im genannten Bereich der pH-Werte ist zu erwarten, dass alle diese Protolyte in einem teilweise protolysierten Zustand vorliegen, unabhängig davon, ob man sie in Form ihrer Säuren oder ihrer Salze in die Behandlungslösung eingebracht hat. Vorzugsweise stellt man die genannten pH-Werte, die im sauren Bereich liegen, dadurch ein, dass man die Phosphorsäure und/oder komplexe Fluorosäuren in Form der freien Säuren einbringt. Eine zusätzliche Säure zum Einstellen des sauren pH-Wertes ist dann nicht erforderlich. Jedoch könnte man diese komplexen Fluoridionen oder Phosphorsäure auch
in Form ihrer Salze einsetzen und durch Zugabe einer weiteren Säure wie beispielsweise Salpetersäure den erwünschten pH-Wert einstellen. Zum gegebenenfalls erforderlichen Anheben des pH-Werts sind beispielsweise Alkalien wie NaOH oder Ammoniak geeignet.
Die Konzentration des organischen Polymers b) in der Behandlungslösung liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 0,1 und 200 g/l. Dabei beträgt die besonders bevorzugte Minimalkonzentration mit steigender Präferenz: mindestens 1 g/l, mindestens 5 g/l, mindestens 10 g/l, mindestens 15 g/l. Als Obergrenze der Konzentration können mit zunehmender Präferenz gewählt werden: 150 g/l, 100 g/l, 70 g/l.
Für die Konzentrationen der Wirkkomponenten a) und b) gilt allgemein, dass beim Unterschreiten der genannten Mindestkonzentration die Qualität der Schicht allmählich abnimmt. Ein Überschreiten der genannten Höchstkonzentration schadet üblicherweise nicht, bringt aber keine signifikante Vorteile und ist daher unökonomisch.
In dem organischen Polymer b) beträgt der Gewichtsanteil der kovalent gebundenen Gruppen, die dem menschlichen Auge farbig erscheinen oder die beim Bestrahlen mit UV-Licht für das menschliche Auge erkennbar fluoreszieren, am Gesamtgewicht des organischen Polymers mindestens 0,1 , vorzugsweise mindestens 0,5 und insbesondere mindestens 1 Gew.-% und bis zu 20, vorzugsweise bis zu 15 und insbesondere bis zu 10 Gew.-%.
Das organische Polymer b) kann aus unterschiedlichen Gruppen ausgewählt sein. Vorzugsweise ist das organische Polymer ausgewählt aus Epoxidharzen, Aminoplastharzen, Phenol-Aldehydharzen, Carbonsäure-Gruppen tragenden Polymeren, polymeren Alkoholen, Veresterungsprodukten von polymeren Alkoholen mit Carbonsäure-Gruppen tragenden Polymeren, Aminogruppen tragenden Polymeren, Homo- oder Copolymeren von Vinylpyrrolidon und aus Polymeren mit Phosphinsäure-, Phosphonsäure- oder Phosphorsäureester-Gruppen.
Im Falle von Phenol-Aldehydharzen sind Formaldehydharze bevorzugt. Als Aminogruppen tragende Polymere wählt man insbesondere aminosubstituierte Poly-4-vinylphenol- verbindungen. Beispiele solcher Poly-4-vinylphenolverbindungen, ohne kovalent gebundene farbgebende Gruppe, können der eingangs zitierten WO 00/26437 und der darin zitierten Literatur wie insbesondere der US 5 281 282 entnommen werden.
Weiterhin können die organischen Polymere b) hinsichtlich ihres polymeren Rückgrates ausgewählt sein aus:
e) Polyvinylalkohol oder wasserlöslicher oder wasserdispergierbarer Partialester hiervon, f) Polymeren oder Copolymeren von ungesättigten Mono- oder Dicarbonsäuren oder deren Amiden, g) Ester aus den Polymeren der Gruppen e) und f), h) Polymere oder Co-Polymere von Vinylpyrrolidon, i) Polymeren des Diglycidylethers von Bisphenol A, k) Copolymeren aus Alkylenphosphon- oder Alkylenphosphinsäuren und einer oder mehreren ungesättigten Carbonsäuren.
Bei dem Polymer der Gruppe e) wird unter einem "Partialester" verstanden, daß nur ein Teil der Alkoholgruppen verestert ist, wobei die Esterbildung mit nicht polymeren Carbonsäuren erfolgt. Insbesondere kann die Esterbildung mit einbasischen Carbonsäuren mit 1 bis 4 C-Atomen erfolgen.
Die Polymere oder Copolymere der Gruppe f) können beispielsweise ausgewählt sein aus Homo- oder Copolymeren von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure, deren Säuregruppen teilweise durch Amidgruppen ersetzt oder mit Alkoholen verestert sein können, insbesondere mit einfachen Alkoholen mit 1 bis 4 C-Atomen. Spezielle Beispiele sind Homo- oder Copolymere aus oder mit Methylmethacrylat, n-Butylacrylat, Hydroxiethylacrylat und Glycerinpropoxitriacrylat. Diese speziellen Beispiele sind beispielsweise aus WO 95/14117 bekannt. Die Polymere der Gruppe f) können weiterhin ausgewählt sein aus solchen, die Maleinsäure-Monomere enthalten. Ein spezielles Beispiel hierfür ist ein Maleinsäure-Methylvinylether-Copolymer.
Polymere der Gruppe e) enthalten in der Regel freie Alkoholgruppen, solche der Gruppe f) freie Carbonsäuregruppen. Daher kann man diese beiden Polymeren nicht nur im Gemisch miteinander einsetzen, sondern in einer Form, bei der zwischen den Alkoholgruppen des Polymers e) und den Carbonsäuregruppen des Polymers f) zumindest teilweise eine Esterbildung eingetreten ist. Näher erläutert ist dies in WO 94/12570. Die dort beschriebene Lehre ist auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendbar.
Weiterhin kann die Behandlungslösung Polymere der Gruppe h) enthalten. Derartige Polymere und ihre Verwendung in Behandlungslösungen für die Konversionsbehandlung sind in DE-A-100 05 113 und DE-A-101 31 723 näher beschrieben.
Weiterhin können die zusätzlichen Polymere ausgewählt sein aus denjenigen der Gruppe i), wie es in US-A-5 356490 näher beschrieben ist.
Insbesondere sind organische Polymere b) bevorzugt, die hinsichtlich ihres polymeren Rückgrates ausgewählt sind aus Polymeren oder Copolymeren von Acrylat- und/oder Methacrylatmonomeren, Maleinsäureanhydrid, das ganz oder teilweise hydrolysiert sein kann (insbesondere Methylvinylether-maleinsäureanhydrid-copolymere) und Acrylat- oder Methacrylatmonomere, die mit Phosphatgruppen terminiert sind. Spezielle Beispiele hierfür sind im experimentellen Teil genannt.
Die kovalent gebundenen Gruppen in dem organischen Polymer b), die dem menschlichen Auge farbig erscheinen oder die beim Bestrahlen mit UV-Licht für das menschliche Auge erkennbar fluoreszieren, sind vorzugsweise ausgewählt aus Tuloidin Blau (CAS-Nr. 92-31-9) und aus Neutral Rot (CAS-Nr. 553-24-2).
Die mittlere Molmasse der organischen Polymere a) beträgt vorzugsweise mindestens 10 000 Dalton. Die Obergrenze der Molmasse ist nicht kritisch, so lange das Polymer in der vorzugsweise sauren Behandlungslösung im erwünschten Konzentrationsbereich löslich oder dispergierbar ist. Beispielsweise kann die Obergrenze der Molmasse bei 50 000 000, insbesondere bei 20 000 000 und besonders bevorzugt bei 10 000 000 Dalton liegen. Auch eine Obergrenze von 5 000 000 Dalton kann ausreichend sein. Dabei ist die mittlere Molmasse vorzugsweise größer als 50 000 Dalton und insbesondere größer als 100 000 Dalton. Die mittleren Molmassen sind beispielsweise bestimmbar durch Gelpermeations- kromatografie mit Polyethylenglykolstandard.
Als organisches Polymer b) bevorzugt man insbesondere ein Copolymer von i) Acrylsäure und/oder Methacrylsäure mit ii) Acrylat- und/oder Methacrylat-Monomeren, die mit Phosphatgruppen terminiert sind, wobei das Copolymer kovalent gebundene Moleküle von Toluidin Blau oder Neutral Rot enthält. Eine beispielhafte Herstellung dieses Polymers ist in Ausführungsbeispiel 3, ein anderes Beispiel in Ausführungsbeispiel 10 beschrieben. Diese Polymere sind Beispiele für Polymere, die sowohl Carboxylat- als auch Phosphonsäuregruppen bzw. Phosphorsäureester-Gruppen aufweisen. Wegen ihrer
besonders hohen Affinität zu Metalloberflächen sind diese Polymere mit unterschiedlichen polaren Haftungsgruppen besonders bevorzugt. Solche besonders bevorzugten Copolymere lassen sich beispielsweise auch durch Umsetzung von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure mit anderen ungesättigten Phosphonsäuren, Phosphinsäuren oder Phosphorsäureester erhalten. Beispielsweise kann als ungesättigtes Monomer mit einer Phosphon- säure-Gruppe Vinylphosphonsäure eingesetzt werden.
Die Anmelderin konnte kein Dokument des Standes der Technik auffinden, in dem das besonders bevorzugte Copolymer von i) Acrylsäure und/oder Methacrylsäure mit ii) Acrylat und/oder Methacrylat-Monomeren mit Phosphatgruppen terminiert, das kovalent gebundene Moleküle von Tuloidin Blau oder Neutral Rot enthält, beschrieben ist. Daher bildet dieses Copolymer selbst ebenfalls einen Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Hinsichtlich der bevorzugten Molmassen gelten die weiter oben gemachten Ausführungen. Ebenso gelten die weiter oben gemachten Ausführungen zum Massenanteil der Farbstoffgruppen an der Gesamtmasse des Polymers. Das Gewichtsverhältnis zwischen den Monomeren i) und den Monomeren ii) liegt vorzugsweise im Bereich von 10 : 1 bis 1 : 10, insbesondere von 5 : 1 bis 1 : 5 und besonders bevorzugt im Bereich von 3 : 1 bis 1 : 1.
Ein weiteres für die erfindungsgemäße Behandlungslösung bevorzugtes Polymer ist ein Methylvinylether-Maleinsäureanhydridcopolymer, an das Moleküle von Toluidin Blau oder Neutral Rot kovalent gebunden sind und dessen Anhydridgruppen mindestens teilweise, vorzugsweise zu mindestens 90 % hydrolisiert sind. Das Molverhältnis der monomere Methylvinylether und Maleinsäureanhydrid liegt vorzugsweise im Bereich von 10 : 1 bis 1 : 10, insbesondere von 5 : 1 bis 1 : 5, besonders bevorzugt bei 1 : 2 bis 2 : 1. Beispielsweise kann das Molverhältnis im wesentlichen 1 : 1 betragen.
Zusätzlich kann die wässrige Behandlungslösung als weitere Komponente c) insgesamt 1 bis 2 000 mg/l eines oder mehrerer chelatisierender Komplexbildner enthalten, die nicht unter die Definition der organischen Polymere der Gruppe b) fallen. Dabei ist der chelatisierende Komplexbildner c) vorzugsweise nicht polymer und vorzugsweise ausgewählt aus Molekülen mit 2 oder mehr Phosphonsäuregruppen, insbesondere aus geminalen Diphosphonsäuren, und Phosphonocarbonsäuren und jeweils deren Anionen. (Wie weiter oben erläutert, wird sich in der Behandlungslösung und im Konzentrat je nach pH-Wert das entsprechende Säure-Base-Gleichgewicht zwischen Säureform und
Salzform des Komplexbildners einstellen, unabhängig davon, in welcher Form man ihn in die Lösung oder das Konzentrat eingebracht hat.)
Beispiele derartiger Komplexbildner sind diejenigen, die auch gemäß DE-A-103 39 165 eingesetzt werden können. Auf diese Referenz wird hiermit verwiesen.
Die Eigenschaften der erhaltenen Konversionsschicht können im Bedarfsfall weiter verbessert werden, wenn die Behandlungslösung (unabhängig davon, ob die genannte Komponente c) ebenfalls anwesend ist oder nicht) als zusätzliche Komponente d) mindestens eine anorganische Verbindung in Partikelform mit einem mittleren Partikeldurchmesser, gemessen mit einem Rasterelektronenmikroskop, im Bereich von 0,005 bis zu 0,2 μm Durchmesser enthält.
Die anorganische Verbindung in Partikelform ist in der wässerigen Badlösung vorzugsweise in einem Gehalt von 0,1 bis 80 g/l enthalten, besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,2 bis 25 g/l, ganz besonders bevorzugt von 0,5 bis 10 g/l, insbesondere von 1 bis 4 g/l.
Das Verhältnis der Gehalte an organischem Polymer b) zu Gehalten an anorganischen Verbindungen in Partikelform in der wässerigen Badlösung kann in weiten Bereichen schwanken, insbesondere kann es bei < 3,8 : 1 liegen. Vorzugsweise liegt dieses Verhältnis in einem Bereich von 0,05 : 1 bis 3,5 : 1 , besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,18 : 1 bis 2,5 : 1.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird als anorganische Verbindung in Partikelform ein feinverteiltes Pulver, eine Dispersion oder eine Suspension zugesetzt, wie z.B. ein Carbonat, ein Oxid, ein Silicat oder ein Sulfat, insbesondere kolloidale oder amorphe Partikel. Als anorganische Verbindung in Partikelform sind Partikel auf Basis von mindestens einer Verbindung des Aluminiums, Bariums, Cers, Calziums, Lanthans, Siliciums, Titans, Yttriums, Zinks oder/und Zirkoniums besonders bevorzugt, insbesondere Partikel auf Basis von Aluminiumoxid, Bariumsulfat, Cerdioxid, Seltenerd- mischoxid, Siliciumdioxid, Silicat, Titanoxid, Yttriumoxid, Zinkoxid oder/und Zirkonoxid. Vorzugsweise liegt die mindestens eine anorganische Verbindung in Partikelform vor in Partikein mit einer mittleren Partikelgröße im Bereich von 6 nm bis 150 nm, besonders bevorzugt im Bereich von 7 bis 120 nm, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 8 bis 90 nm, noch stärker bevorzugt im Bereich von 8 bis 60 nm, bis 25 nm. Es ist bevorzugt, dass größere Partikel eine eher plättchenförmige oder längliche Kornform aufweisen.
Für den Fall, dass erfindungsgemäß beschichtete und ggf. auch mit Lack oder lackähnlichen Überzügen versehene metallische Substrate geschweißt werden sollten, kann es vorteilhaft sein, als Partikei der Verbindung in Partikelform solche mit höherer oder hoher elektrischer Leitfähigkeit einzusetzen, insbesondere solche von Oxiden, Phosphaten, Phosphiden bzw. Sulfiden von Aluminium, Eisen oder Molybdän, insbesondere Aluminiumphosphid oder, Eisenoxid, Eisenphosphid, mindestens eine Molybdänverbindung wie Molybdänsulfid, Graphit oder/und Ruß, wobei diese Partikei dann auch eine solche mittlere Partikelgröße aufweisen können, dass sie ggf. aus der erfindungsgemäß erzeugten Schicht etwas stärker herausragen.
In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Erzeugen farbiger oder fluoreszierender Korrosionsschutzschichten auf Metalloberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Metalloberflächen für eine Zeitdauer im Bereich von 0,5 bis 10 Minuten in Kontakt mit einer Behandlungslösung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8 bringt, die eine Temperatur im Bereich von 20 bis 80 °C aufweist.
Dabei kann die Metalloberfläche mit der Behandlungslösung nach in der Technik gebräuchlichen Verfahren wie beispielsweise Tauchen, Sprühen, einer Kombination von Sprühen und Tauchen, Aufwalzen usw. in Kontakt gebracht werden. Nach dem Kontakt mit der Behandlungslösung werden die Metalloberflächen vorzugsweise mit Wasser, insbesondere mit vollentsalztem Wasser gespült und anschließend nach gängigen Verfahren getrocknet. Die Kontaktzeit beträgt vorzugsweise mindestens 1 Minute, insbeson-
dere mindestens 2 Minuten. Eine Kontaktzeit von bis zu 7 Minuten, beispielsweise von bis zu 5 Minuten ist in der Regel ausreichend.
Eine „no-rinse"-Behandlung, d. h. ein Auftragen (Walzenauftrag, Sprühauftrag mit Abquetschen) ohne Nachspülung ist ebenfalls möglich. Die Temperatur der Behandlungslösung beträgt vorzugsweise mindestens 30 °C, beispielsweise 35 °C. In der Regel ist es nicht erforderlich, dass die Temperatur der Behandlungslösung eine Obergrenze von 60 °C, insbesondere von 50 °C übersteigt.
Die Metalloberflächen, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt werden können, sind vorzugsweise ausgewählt aus Oberflächen von Aluminium und Aluminiumlegierungen, Magnesium und Magnesiumlegierungen, Titan und Titanlegierungen, Zink und Zinklegierungen, verzinktem oder legierungsverzinktem Stahl. Bei den Metalloberflächen kann es sich um Oberflächen der genannten Metalle bzw. deren Legierungen als solche handeln, aber auch um Oberflächen eines Substrats wie beispielsweise Stahl, das mit den genannten Metallen bzw. deren Legierungen überzogen ist. Beispiele für letzteres sind elektrolytisch verzinkter oder schmelztauchverzinkter Stahl, aluminierter Stahl, oder beschichtete Stähle wie Galvalume® oder Galfan®, die eine Beschichtung aus Zink/Aluminium-Legierungen tragen.
Schließlich betrifft die Erfindung in einem weiteren Aspekt ein Metallteil, dessen Oberfläche eine farbige oder fluoreszierende Korrosionsschutzschicht aufweist, wie sie nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlich ist. Dabei gelten die vorstehenden Ausführungen zu den besonders bevorzugten Metallen entsprechend. Dabei kann das Metallteil als einzige oder als äußerste Beschichtung die farbige oder fluoreszierende Korrosionsschutzschicht aufweisen, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlich ist. Das erfindungsgemäße Verfahren dient jedoch in der Regel als Vorbehandlung für eine weitere Beschichtung, beispielsweise eine Beschichtung mit einem Lack oder auch mit einem Klebstoff, wenn die behandelten Metallteile miteinander oder mit anderen Substraten verklebt werden sollen. Demgemäss kann das erfindungsgemäße Metallteil als äußerste Schicht einen Lack aufweisen oder kann mit einem weiteren erfindungsgemäßen Metallteil oder auch mit einem anderen Substrat verklebt sein.
Der erfindungsgemäße Behandlungsschritt ist in der Regel Teil einer Behandlungsfolge, wie sie bei einer Konversionsbehandlung der genannten Metalloberflächen vor einer nachfolgenden Beschichtung oder Verklebung üblich ist. Eine derartige Verfahrensfolge
beginnt in der Regel mit einer Reinigung / Entfettung der Metalloberflächen, wofür beispielsweise ein alkalischer Reiniger verwendet werden kann. Hierauf schließen ein oder mehrere Spülschritte mit Wasser an. Hierauf kann ein saurer Behandlungsschritt zum Entfernen oberflächlicher Oxide erfolgen, die bei der alkalischen Reinigung nicht entfernt werden. Dieser Schritt wird auch als "Deoxidieren" oder "Dekapieren" bezeichnet und insbesondere bei Oberflächen von Aluminium und seinen Legierungen eingesetzt. Nach einer Zwischenspülung mit Wasser und vorzugsweise einer zusätzlichen Spülung mit vollentsalztem Wasser folgt hierauf der erfindungsgemäße Behandlungsschritt mit der erfindungsgemäßen Behandlungslösung. Hiernach kann wieder mit Wasser gespült werden. Jedoch kann das Verfahren auch als "no-rinse"-Verfahren durchgeführt werden, d.h. auf ein Spülen mit Wasser nach dem erfindungsgemäßen Behandlungsschritt kann auch verzichtet werden.
Als Ergebnis dieser Behandlungsfolge erhält man eine gefärbte oder fluoreszierende, korrosionsgeschützte Metalloberfläche, die eine gute Haftung zu einer anschließend aufgebrachten Schicht auf Basis organischer Polymere, beispielsweise einem Lack oder einem Klebstoff aufweist. Diese Oberfläche enthält in der Regel 1 bis 70 mg Titan und/oder Zirkon pro m2, insbesondere 3 bis 30 mg/m2, falls die Fluorosäuren dieser Metalle als Komponente a) eingesetzt wurden. Diese Werte können durch gängige Verfahren der Oberflächenanalytik, beispielsweise mit Röntgenfluoreszenzmethoden gemessen werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren liefert also Metalloberflächen, die einen guten Korrosionsschutz und eine gute Lackhaftung aufweisen, wie der Fachmann sie als Ergebnis der technisch sehr vorteilhaften, aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen jedoch unerwünschten Chromatierverfahren kennt. Aufgrund der Färbung der Oberfläche sieht der Fachmann unmittelbar, ob sich bei der Behandlung eine ausreichende Konversionsschicht gebildet hat, so wie er es von der Chromatierung her gewöhnt ist. Das erfindungsgemäße Verfahren hat also gegenüber dem Erzeugen farbloser Konversionsschichten den technischen Vorteil, daß das Ergebnis der Behandlung unmittelbar visuell erkennbar ist, ohne daß eine spezielle Oberflächenanalytik eingesetzt werden uss.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1 : Herstellung eines Toluidin Blau Monomers
3g Toluidin Blau (CAS-Nr. 92-31-9) werden in 50ml Wasser gelöst und mit 200ml Pyridin vermischt. Unter Eiskühlung wird die Lösung tropfenweise mit 1 ,1g Methacrylsäurechlorid versetzt und für eine Stunde und 3 Stunden bei 40°C gerührt. Das Lösungsmittel wird im
Vakuum abdestilliert.
Es wurden 3,8g des Rohproduktes erhalten.
Beispiel 2: Herstellung eines Neutral Rot Monomers
3g Neutral Rot (CAS-Nr. 553-24-2) werden in 50ml Wasser gelöst und mit 200ml Pyridin vermischt. Unter Eiskühlung wird die Lösung tropfenweise mit 1 ,1g Methacrylsäurechlorid versetzt und für eine Stunde und 3 Stunden bei 40°C gerührt. Das Lösungsmittel wird im Vakuum abdestilliert. Es wurden 3,7g des Rohproduktes erhalten.
Beispiel 3: Polymerisation I
0,2g Toluidin Blau Monomer, 13,8g Acrylsäure und 6g Methacrylat-Monomer, mit Phosphatgruppen terminiert (Sipomer PAM100, Firma Rhodia) werden in 300ml Wasser gelöst und durch Einleiten von Stickstoff bei 50°C für 30min von Sauerstoff befreit. Anschließend wird die Polymerisation durch Zugabe von 0,1g V-44 (Initiator) gestartet. Die Lösung wird für 24 Stunden bei 50°C gerührt, mit weiteren 0,1g V-44 nachgestartet und für weitere 24 Stunden polymerisiert. Nachstarten mit 0,1g V-50 (Initiator), Erhöhung der Reaktionstemperatur auf 80°C und Rühren für weitere 4 Stunden. Die farbige Polymerlösung wird für 48 Stunden dialysiert (Dialyseschlauch mit Ausschlussgrenze von 10.000Dalton).
Nach Dialyse wurden 670ml einer 2,4%igen farbigen Lösung erhalten, welches einer 80%igen Ausbeute entspricht.
Beispiel 4: Polymerisation II
0,2g Toluidin Blau Monomer, 13,8g Acrylsäure und 6g Vinylphosphonsäure werden in
300ml Wasser gelöst und durch Einleiten von Stickstoff bei 50°C für 30min von Sauerstoff befreit. Anschließend wird die Polymerisation durch Zugabe von 0,1g V-44 (Initiator) gestartet. Die Lösung wird für 24 Stunden bei 50°C gerührt, mit weiteren 0,1g V-44 nachgestartet und für weitere 24 Stunden polymerisiert. Nachstarten mit 0,1g V-50
(Initiator), Erhöhung der Reaktionstemperatur auf 80°C und Rühren für weitere 4 Stunden.
Die farbige Polymerlösung wird für 48 Stunden dialysiert (Dialyseschlauch mit
Ausschlussgrenze von 10.000Dalton).
Nach Dialyse wurden 470ml einer 3%igen farbigen Lösung erhalten, welches einer
70%igen Ausbeute entspricht.
Bei einer Gelpermeationschromatographie wurde ein mittleres Molekulargewicht
Mw=45000 erhalten. Die GPC-Säule wurde mit einem Polyacrylatstandard kalibriert.
Beispiel 5: Umsetzung von Toluidin Blau mit Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid- Copolymeren
0,1g Toluidin Blau werden in 300ml eines Wasser/Eis-Gemisches gelöst. Anschließend wird unter starkem Rühren 10g Maleinsäureanhydrid-Methylvinylether-Copolymer (Gantrez AN-119, Firma GAF General Aniline Firm Corp.) (Mw=216000g/mol) hinzugefügt und für 24 Stunden gerührt. Für eine vollständige Hydrolyse der Anhydridgruppen wird die Lösung auf 80°C für 2 Stunden erhitzt. Zur Entfernung der nicht reagierten Farbstoffmoleküle wurde die Lösung für 48 Stunden dialysiert (Dialyseschlauch mit Ausschlussgrenze von 10.000Dalton). Nach Dialyse wurden 400ml einer 0,31 %ige farbigen Lösung erhalten.
Beispiel 6: Umsetzung von Toluidin Blau mit Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid-
Copolymeren
0,1g Toluidin Blau werden in 380ml eines Wasser/Eis-Gemisches gelöst. Anschließend wird unter starkem Rühren 10g Maleinsäureanhydrid-Methylvinylether-Copolymer
(Gantrez AN-139, Firma GAF General Aniline Firm Corp.) (Mw=1080000g/mol) hinzugefügt und für 24 Stunden gerührt. Für eine vollständige Hydrolyse der
Anhydridgruppen wird die Lösung auf 80°C für 2 Stunden erhitzt. Zur Entfernung der nicht reagierten Farbstoffmoleküle wurde die Lösung für 48 Stunden dialysiert (Dialyseschlauch mit Ausschlussgrenze von 10.000Dalton).
Nach Dialyse wurden 400ml einer 2,34%ige farbigen Lösung erhalten.
Beispiel 7: Umsetzung von Toluidin Blau mit Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid- Copolymeren
0,1g Toluidin Blau werden in 300ml eines Wasser/Eis-Gemisches gelöst. Anschließend wird unter starkem Rühren 10g von Maleinsäureanhydrid-Methylvinylether-Copolymer (Gantrez AN-169, Firma GAF General Aniline Firm Corp.) (Mw=1980000g/mol) hinzugefügt und für 24 Stunden gerührt. Für eine vollständige Hydrolyse der Anhydridgruppen wird die Lösung auf 80CC für 2 Stunden erhitzt. Zur Entfernung der nicht reagierten Farbstoffmoleküle wurde die Lösung für 48 Stunden dialysiert (Dialyseschlauch mit Ausschlussgrenze von 10.000Dalton). Nach Dialyse wurden 400ml einer 2,4%ige farbigen Lösung erhalten.
Beispiel 8: Umsetzung von Toluidin Blau mit Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid- Copolymeren
0,4g Toluidin Blau werden in 380ml eines Wasser/Eis-Gemisches gelöst. Anschließend wird unter starkem Rühren 10g Maleinsäureanhydrid-Methylvinylether-Copolymer (Gantrez AN-139, Firma GAF General Aniline Firm Corp.) (Mw=1080000g/mol) hinzugefügt und für 24 Stunden gerührt. Für eine vollständige Hydrolyse der Anhydridgruppen wird die Lösung auf 80°C für 2 Stunden erhitzt. Zur Entfernung der nicht reagierten Farbstoffmoleküle wurde die Lösung für 48 Stunden dialysiert (Dialyseschlauch mit Ausschlussgrenze von 10.000Dalton). Nach Dialyse wurden 400ml einer 2,24%ige farbigen Lösung erhalten.
Beispiel 9: Umsetzung von Neutral Rot mit Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid-Copoly- meren
0,1g Neutral Rot werden in 380ml eines Wasser/Eis-Gemisches gelöst. Anschließend wird unter starkem Rühren 10g Maleinsäureanhydrid-Methylvinylether-Copolymer (Gantrez
AN-139, Firma GAF General Aniline Firm Corp.) (Mw=1080000g/mol) hinzugefügt und für
24 Stunden gerührt. Für eine vollständige Hydrolyse der Anhydridgruppen wird die
Lösung auf 80°C für 2 Stunden erhitzt. Zur Entfernung der nicht reagierten
Farbstoffmoleküle wurde die Lösung für 48 Stunden dialysiert (Dialyseschlauch mit
Ausschlussgrenze von 10.000Dalton).
Nach Dialyse wurden 400ml einer 2,1%ige farbigen Lösung erhalten.
Beispiel 10: Polymerisation III
0,2g Neutral Rot Monomer, 13,8g Acrylsäure und 6g Methacrylat-Monomer, mit Phosphatgruppen terminiert (Sipomer PAM100, Firma Rhodia)werden in 550ml Wasser gelöst und durch Einleiten von Stickstoff bei 50°C für 30min von Sauerstoff befreit. Anschließend wird die Polymerisation durch Zugabe von 0,1g V-44 (Initiator) gestartet. Die Lösung wird für 24 Stunden bei 50CC gerührt, mit weiteren 0,1g V-44 nachgestartet und für weitere 24 Stunden polymerisiert. Nachstarten mit 0,1g V-50 (Initiator), Erhöhung der Reaktionstemperatur auf 80°C und Rühren für weitere 4 Stunden. Die farbige Polymerlösung wird für 48 Stunden dialysiert (Dialyseschlauch mit Ausschlussgrenze von 10.000Dalton). Nach Dialyse wurden 650ml einer 2,39%igen farbigen Lösung erhalten, welches einer 77%igen Ausbeute entspricht.
Vorbehandlung von Aluminiumsubstraten mit chromfreier Polymerlösung (pH-Wert: 2,7): Probebleche aus Aluminium der Legierung AL 99.5 wurden vor dem erfindungsgemäßen Behandlungsschritt wie technisch üblich vorbehandelt:
Reinigung: Spritzen mit einem alkalischen Reiniger (Ridoline® C 72, 2 %, Handelsprodukt der Anmelderin) 65°C, 1 Minute
Spülen: Stadtwasser, Raumtemperatur, 1 Minute
Spülen: Vollentsalztes Wasser, Raumtemperatur, 1 Minute.
Hierauf folgte der erfindungsgemäße Behandlungsschritt im Tauchverfahren wie nachstehend.
Nach dem Konversionsbehandlungsschritt wurden die Bleche bei 60 °C im Umluftofen getrocknet und anschließend mit einem handelsüblichen Pulverlack lackiert. Im Anschluss hieran wurde eine praxisübliche Lackhaftungsprüfung vorgenommen: Die Probebleche wurden mit einem Gitterschnitt versehen, 2 Stunden in siedendem vollentsalzten Wasser und anschließend eine Stunde bei Raumtemperatur gelagert. Dann wurde über den Gitterschnittbereich ein Klebeband geklebt und wieder abgezogen. Der hierbei vom Probeblech entfernte Lackanteil wurde beurteilt und durch Gitterschnitt-Noten charakterisiert: Gt 0: kein Lackverlust, Gt 5: weitgehender Lackverlust. Zusätzlich wurde die Lackunterwanderung nach Salzsprühtest geprüft.
Zusammensetzungen der Behandlungslösungen und Behandlungsergebnisse sind nachstehend wiedergegeben.
Beispiel 11 : Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung: H2TiF6 0,1 g Polymer (Beispiel 6) 2,55 g
Wasser 97,35 g Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen hellen Blauschimmer b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen gut sichtbaren Blauton
Beispiel 12:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel 6) 1 g
Wasser 98,9 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen sehr hellen Blauschimmer b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen sehr hellen Blauschimmer.
Beispiel 13:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel e) 1 ,25 g
Wasser 98,65 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen hellen Blauschimmer b) 5min; Bleche" erhielten nach Trocknen einen hellen Blauschimmer.
Beispiel 14:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel 7) 3,6 g
Wasser 96,3 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen dunklen Blauton b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen dunklen Blauton.
Beispiel 15:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel 7) 1,8 g
Wasser 98,1 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen gut sichtbaren Blauton b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen gut sichtbaren Blauton.
Beispiel 16:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel 7) 0,9 g
Wasser 99 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen keinen Blauton b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen sehr hellen Blauschimmer.
Beispiel 17:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel 3) 3,53 g
Wasser 96,37 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen gut sichtbaren Blauton b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen gut sichtbaren Blauton.
Beispiel 18:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel 3) 1 ,8 g
Wasser 98,1 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen sehr hellen Blauschimmer b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen hellen Blauschimmer.
Beispiel 19:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel 10) 3,53 g
Wasser 96,37 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen gut sichtbaren Rotton b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen gut sichtbaren Rotton.
Beispiel 20:
Zusammensetzung einer 100 g wässrigen Behandlungslösung:
H2TiF6 0,1 g
Polymer (Beispiel 10) 1 ,8 g
Wasser 98,1 g
Tauchen von Aluminiumblechen in Vorbehandlung nach a) 2min; Bleche erhielten nach Trocknen einen sehr hellen Rosaschimmer b) 5min; Bleche erhielten nach Trocknen einen hellen Rosaschimmer.
Korrosionsschutzeigenschaften erfindungsgemäß vorbehandelter und anschließend lackierter Bleche (AI 99.5 F 19).
Reinigung/Wasserspülung: wie vorstehend.
Die Behandlungslösungen enthielten 1 Gew.-% H2TiF6 sowie die in Tabelle 1 genannte Menge an Polymer. Temperatur: 35 °C. Behandlungsdauer, pH-Wert der Behandlungslösung und Tests: siehe Tabelle 1 ; Testergebnisse: Tabellen 2 und 3
Trocknen: Umlufttrockenschrank, 60 °C
Lack: BASF Standard, weiß Pulverlack, Ral 9010 Härtung: 20 Minuten, 360 °C Lackdicke: Siehe Tabellen 2 und 3.
Korrosionstests: Siehe Tabellen
Tabelle 1 : Behandlungsparameter, durchgeführte Tests
Tabelle 2: Testergebnisse an ausgewählten Blechen (vergleiche Tabelle 1): Salzsprühnebelprüfung nach DIN 50021 SS
Tabelle 3: Testergebnisse an ausgewählten Blechen (vergleiche Tabelle 1): Kochtest in VE-Wasser, 2 Stunden bei 100°C