Vorrichtung zum Abreinigen von Bodenflächen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abreinigen von verunreinigten Bodenflächen, insbesondere von Verkehrsflächen mit unter einer Haube angeordneten, mechanisch auf die zu reinigende Oberfläche einwirken- den, angetriebenen Reinigungswerkzeugen, wobei als Reinigungswerkzeuge mehrere, in einer vorzugsweise sternförmigen Anordnung drehbar an einem Bürstenteilerhalter angeschlossene Bürstenteller vorgesehen sind.
Vorrichtungen zum Abreinigen von Bodenflächen, mit denen besonders stark verunreinigte Bodenflächen gereinigt werden sollen, verfügen über motorisch angetriebene Reinigungswerkzeuge, bei welchen Reinigungswerkzeugen es sich typischerweise um rotierende Bürstenteller handelt. Aufgrund des mechanischen Antriebs dieser Bürstenteller wirken diese mit ihren Borsten mechanisch auf die zu reinigende Bodenfläche ein und tragen die Verunreinigung ab. Besonders hartnäckige Verunreinigungen, wie beispielsweise getrocknete klebrige Substanzen, etwa Kaugummi lassen sich allein auf mechanischem Wege von Bodenflächen nicht, zumindest nicht restlos entfernen. Zu diesem Zweck sind Abreinigungsvorrichtungen entwickelt worden, die neben den mechanisch wirkenden Reinigungswerkzeugen Einrichtungen zum Zuführen einer Reinigungsflüssigkeit und/oder zum Zuführen von Dampf aufweisen. Eine solche Vorrichtung ist aus WO 2004/017805 A1 bekannt geworden. Bei dieser vorbekannten Abreinigungsvorrichtung ist in Bewegungsrichtung der Vorrichtung den Reinigungswerkzeugen ein Reinigungsmittel- bzw. Dampfauslaß vorgeschaltet. Das Vorschalten des Reinigungsmittel- bzw. Dampfauslasses dient dem Zweck, damit das Reinigungsmittel und der Dampf einige Sekunden auf den abzureinigenden Stoff einwirken können, bevor die mechanisch auf die zu reinigende Bodenfläche einwirkenden Reinigungs- Werkzeuge an die Stelle der Verunreinigung gebracht werden und mechanisch auf die Verunreinigung zum Abtragen derselben einwirken. Die Zuführung von Dampf dient dem Zweck, den zu reinigenden Stoff zum erleichternden Entfernen desselben zu erwärmen. Handelt es sich bei dem von der Bodenfläche zu entfernenden Stoff um einen verklebten Kau- gummi oder beispielsweise um ein Harz, dient die Erwärmung dem Zweck,
den zu entfernenden Stoff bis auf eine Temperatur oberhalb seiner Zersetzungstemperatur zu bringen. Nur dann ist letztendlich gewährleistet, dass dieser Stoff von der Bodenfläche entfernt werden kann. Bei den vorbekannten Abreinigungsvorrichtungen hat sich jedoch gezeigt, dass der gewünschte Reinigungseffekt in vielen Fällen nicht eintritt und dass Reste des abzureinigenden Stoffes auf der Bodenfläche verbleiben.
Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Abreinigungsvor- richtung dergestalt weiterzubilden, dass eine Abreinigung von Bodenflächen, insbesondere von Verkehrsflächen verbessert ist.
Gelöst wird diese Aufgabe zum einen durch eine eingangs genannte Ab- reinigungsvorrichtung, bei der die Vorrichtung wenigstens eine Heiß- dampfzuführung mit einer innerhalb der von dem Bürstenteller gehaltenen Bürste oder Beborstung angeordneten Dampfaustrittsöffnung umfasst.
Gelöst wird diese Aufgabe des Weiteren durch eine eingangs genannte Abreinigungsvorrichtung, bei der die Vorrichtung wenigstens eine Heiß- dampfzuführung mit einer innerhalb der Haube zwischen den Bürstentellern angeordneten Dampfaustrittsöffnung umfasst.
Ausgenutzt wird bei diesen Abreinigungsmaschinen ein sich infolge der Rotation des Bürstentellers bzw. der Bürste oder des Borstenteilerhalters mit den daran typischerweise sternförmig angeordneten Bürstentellern einstellender, radial nach außen gerichteter Sog, durch den der zu geführte Dampf zielgerichtet der auf dem abzureinigenden Boden aufliegen Beborstung des oder der Reinigungswerkzeuge zugeführt wird.
Gemäß dem ersten Lösungsvorschlag ist die Dampfaustrittsöffnung der Heißdampfzuführung innerhalb der von einem Bürstenteilerhalter getragenen Bürste angeordnet. Als Bürste dient vorzugsweise eine Ringbürste. Infolge der Drehbewegung der Beborstung entwickelt sich innerhalb einer solchen Bürste ein nach in radialer Richtung nach außen gerichteter Sog, durch den der zugeführte Heißdampf den auf der abzureinigenden Oberfläche arbeitenden Bürstenenden zugeführt wird.
Die Abreinigungsvorrichtung gemäß dem zweiten Lösungsvorschlag verfügt über eine Heißdampfzuführung mit einer innerhalb der Haube zwischen den Bürstentellern angeordneten Dampfaustrittsöffnung. Diese eignet sich vor allem bei solchen Reinigungsvorrichtungen, die mehrere Rei- nigungswerkzeuge aufweisen. Eine Anordnung der Dampfaustrittsöffnung zwischen den typischerweise sternförmig an dem Bürstenteilerhalter angeordneten Bürstentellern als Reinigungswerkzeuge hat den Vorteil, dass der austretende Dampf aufgrund der Rotationsbewegung der Bürstenteller und der dadurch bedingten Luftbewegung fliehkraftbedingt nach außen und somit zu den Borsten der Bürstenteller hin bewegt wird. Hierdurch entsteht der vorbeschriebene Sog. Die Rotationsbewegung des Bürstenteilerhalters ist somit für die Dampfverteilung verantwortlich und führt zu einer Dampfverteilung innerhalb der Haube, bei der der zugeführte Heißdampf unmittelbar an die abzureinigende Bodenfläche herangeführt wird. Der Heißdampf gelangt auf diese Weise auf direktem Wege an die Borsten der Bürstenteller, und zwar in den Bereich ihrer bodenseitigen Abstützung und somit an diejenige Stelle, an der die mechanische Einwirkung auf den abzureinigenden Stoff erfolgt. Im Unterschied zu vorbekannten Abreinigungsvorrichtungen erfolgt bei dieser Abreinigungsvorrichtung eine gleichzeitige thermische und mechanische Einwirkung auf den abzureinigenden Stoff. Dieses war bei dem eingangs gewürdigten Stand der Technik, bei denen die Dampfzuführung in Arbeitsrichtung vor den Bürsten angeordnet ist, nicht möglich, da infolge der rotatorischen Bewegung der Bürsten der eingebrachte Dampf zu den Haubenseitenwänden beschleu- nigt wird. Ein auf einer abzureinigenden Bodenfläche beispielsweise befindliches, festgetretenes Kaugummi wird bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung also unter gleichzeitiger mechanischer Einwirkung der Reinigungswerkzeuge durch den zugeführten Heißdampf auf eine Temperatur gebracht, die oberhalb seiner Zersetzungstemperatur ist. Bei einem Kau- gummi beträgt die Zersetzungstemperatur etwa 1000C. Der zugeführte Dampf weist daher eine Temperatur von mindestens 1000C auf. Infolge des gleichzeitigen mechanischen Einwirkens durch die Borsten der Bürstenteller auf das Kaugummi wird dieses sukzessive bei kontinuierlicher Dampfzufuhr entfernt. Durch die beschriebene Ausgestaltung der Abreini- gungsvorrichtung ist sichergestellt, dass während der gesamten Zeit des mechanischen Einwirkens der Reinigungswerkzeuge auf die zu entfernende Verunreinigung beispielsweise das festgetretene Kaugummi dem
zugeführten Heißdampf ausgesetzt ist und somit in jedem Zeitpunkt der Abreinigung der zum Abrieb anstehende Oberflächenbereich oberhalb seiner Zersetzungstemperatur ist. Durch diese Maßnahme kann die Dampfproduktion auf ein Minimum reduziert werden, da im Gegensatz zu vorbekannten Abreinigungsvorrichtungen der abzureinigende Stoff oder Gegenstand nicht soweit erwärmt werden muss, bis nach Ablauf der Einwirkungszeit tatsächlich mit der mechanischen Bearbeitung des abzureini- genden Stoffes begonnen wird. Gleiches gilt für eine Zuführung eventueller Reinigungsmittel.
Auch eine Kombination der vorgeschriebenen Heißdampfzuführungen ist möglich.
Gemäß einer Ausgestaltung dieser Abreinigungsmaschine ist vorgesehen, dass der Bürstenteilerhalter über eine Hohlwelle rotatorisch angetrieben ist. Die Hohlwelle verfügt über eine unterhalb des Bürstenteilerhalters befindliche untere Öffnung. Die Hohlwelle wird als Kanal für die Dampfzuführung genutzt. Somit kann auf einfache Weise der zur Abreinigung benötigte Heißdampf unmittelbar in den Bereich zwischen die einzelnen Bürsten- teller gebracht werden. Dieses kann unmittelbar in der Hohlwelle selbst oder auch durch eine in der Hohlwelle angeordnete separate Dampfzuführleitung erfolgen. Im letzten Fall ist es zweckmäßig, wenn die separate Dampfzuführleitung thermisch gegenüber der Hohlwelle isoliert ist, um über diese Strecke einen Temperaturverlust zu minimieren. Die Hohlwelle und/oder ein in der Hohlwelle eingesetzter Kanaleinsatz erstrecken sich gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung dieser Reinigungsmaschine mit einem Fortsatz über die Unterseite des Bürstenteilerhalters hinaus. Der in die Haube einströmende Heißdampf verlässt die Zuführleitung dann erst kurz oberhalb von der abzureinigenden Bodenfläche. In einer Weiterbil- düng ist vorgesehen, dass eine Heißdampfzufuhr nicht nur in den Bereich zwischen den Bürstentellern erfolgt, sondern auch in die Borstenteller hinein vorgesehen ist.
Bei Vorsehen eines Bürstenteilerhalters, an den mehrere Bürstenteller angeschlossen sind, verfügt der Bürstenteilerhalter, wenn Die Bürstenteller über Dampfaustrittsöffnungen verfügen, über Heißdampfzufuhrkanäle, die an eine vorbeschriebene Heißdampfzufuhr angeschlossen sind und in
den Bürstentellern innerhalb der Beborstung zur abzureinigenden Oberfläche gerichtet münden.
In einer Weiterbildung dieser Abreinigungsvorrichtung ist vorgesehen, dass vor der Haube mit den Reinigungswerkzeugen eine Vorwärmhaube angeordnet ist. Diese dient dem Zweck, dass unter dieser der abzureinigenden Bodenfläche Wärme zugeführt wird und somit die Bodenfläche vorerwärmt wird. Dadurch kann eine Abreinigung verbessert werden. Die Vorerwärmung erfolgt zweckmäßigerweise durch Zuführen von Heißdampf aus der ohnehin vorhandenen Heißdampfzuführung. Der Heißdampf wird vorzugsweise gleichmäßig über die flächige Erstreckung der Vorwärmhaube in Richtung zum abzureinigenden Boden hin aufgebracht, beispielsweise durch Vorsehen eines mehrere Mäander aufweisenden, sich über die Breite der Vorwärmhaube erstreckenden Rohres, in das zahlrei- che Dampfaustrittsöffnungen eingebracht sind.
Eine weitere Verbesserung der Abreinigungswirkung kann erzielt werden, wenn zwischen der Vorwärmhaube und der Haube mit den eigentlichen mechanischen Reinigungswerkzeugen eine Absaugung angeordnet ist. Durch diese Absaugung soll der bei der Vorerwärmung infolge einer Dampfzufuhr auskondensierte Dampf in Form von Wasser von der zu reinigenden Oberfläche abgesaugt werden. Somit verbleibt die durch den Dampf herantransportierte Wärme in der abzureinigenden Bodenfläche, ohne dass diese mit einem Flüssigkeitsüberzug bedeckt ist. Der unter der die Reinigungswerkzeuge einschließenden Haube zugeführte Dampf erreicht sodann unmittelbar die abzureinigende vorerwärmte Oberfläche.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Bürstenteller bezüglich ihrer Drehbarkeit von dem Antrieb des Bürstenteilerhalters entkoppelt. Diese Maßnahme, die für sich alleine oder auch in Kombination mit einer oder mehreren der vorgenannten Maßnahmen getroffen werden kann, hat zum einen den Vorteil, dass ein mechanischer Antrieb der einzelnen Bürstenteller, wie dieser im Stand der Technik vorgesehen ist, nicht benötigt wird. Rotatorisch angetrieben ist gemäß dieser Ausgestaltung allein der Bürs- tentellerhalter. Die sternförmig zur Drehachse des Bürstenteilerhalters angeordneten Bürstenteller weisen bei diesem Ausführungsbeispiel eine ringförmig angeordnete Beborstung auf. Von dem Borstenring dieser Bürs-
tenteller wird sodann ein unbeborsteter Innenraum eingefasst. Eine rotierende Bewegung des Bürstenteilerhalters hat bei einem drehbaren An- schluss der Bürstenteller an dem Bürstenteilerhalter, wie dieses bei dieser Ausgestaltung vorgesehen ist zur Folge, dass die Bürstenteller infolge ih- rer bodenseitigen Abstützung dennoch in eine Drehbewegung versetzt werden. Bei dieser Drehbewegung werden die Borstenenden im Zuge jeder vollständigen Umdrehung des Bürstentellers in unterschiedliche Richtungen abgewälzt. Dieses hat zur Folge, dass die Borsten nicht einer einseitigen Abnutzung unterliegen und sodann über die Standzeit eines Bürs- tentellers bzw. der Borsten des Bürstentellers eine gleich bleibende mechanische Reinigungskraft auf die abzureinigende Bodenfläche ausgeübt werden kann.
Von Vorteil ist bei einer der vorbeschriebenen Abreinigungsvorrichtungen wenn die Bürstenteller gegenüber dem Bürstenteilerhalter federnd aufgehängt sind. Die federnde Aufhängung der Bürstenteller gegenüber dem Bürstenhalter hat zum Vorteil, dass die Bürsten unabhängig von der topo- grafischen Beschaffenheit der Bodenfläche mit einem weitestgehend gleich bleibenden Anpressdruck auf die zu reinigende Oberfläche einwir- ken. Dieses wird als wesentlich angesehen, wenn ein gleich bleibendes und über die Fläche der Reinigungswerkzeuge gleiches Reinigungsergebnis erzielt werden soll. In vielen Fällen weisen abzureinigende Bodenflächen Unebenheiten auf, die sodann zu einem unterschiedlichen, insbesondere bereichsweise geringeren Anpressdruck der Bürsten der Bürsten- teller auf der zu reinigenden Bodenfläche zur Folge haben. Mithin ist die einwirkende mechanische Kraft zum Entfernen beispielsweise eines festgetretenen Kaugummis mitunter zu gering, um diesen restlos entfernen zu können. Die vorgesehene federnde Aufhängung der einzelnen Bürstenteller gegenüber dem Bürstenteilerhalter vermag diesem Nachteil zu begeg- nen. Besonders zweckmäßig ist eine federnde Aufhängung der Bürstenteller an dem Bürstenteilerhalter, bei der diese gegenüber dem Bürstenteilerhalter gegen die Kraft der für die federnde Lagerung eingesetzten Federelemente gekippt werden können. Mit derartig ausgestalteten Reinigungswerkzeugen können auch unebene Bodenflächen wirksam gereinigt werden, wobei gewährleistet ist, dass auch bei solchen Bodenstrukturen jeder Bürstenteller über seine am Boden aufliegende Fläche mit einem weitgehend gleichen Anpressdruck anliegt. Eine federnde Aufhängung der
einzelnen Bürstenteller gestattet es, dass diese Aufhängung bezüglich der auf die Bürstenteller und somit der durch die Borsten der Bürstenteller auf die abzureinigende Bodenfläche einwirkende Kraft einstellbar ist. Durch diese Maßnahme kann die Kraft des mechanischen Einwirkens der Reini- gungswerkzeuge auf die abzureinigende Bodenfläche in Abhängigkeit von der zu entfernenden Verunreinigung eingestellt werden. Verunreinigungen, die sich mit einer geringeren mechanisch einwirkenden Kraft entfernen lassen, können daher mit einer Einstellung der Abreinigungsvorrich- tung entfernt werden, bei der die Bürsten nur mit einem geringen An- pressdruck an der Bodenfläche anliegen. Dadurch kann der Verschleiß der Borsten der Bürstenteller reduziert werden. Eine solche Einstellung gestattet es auch, dass der Verschleiß der Borsten der Bürstenteller, bei dem diese an wirksamer Länge verlieren und damit die auf der Bodenfläche einwirkende Kraft reduziert wird, durch entsprechendes Nachstellen der federnden Aufhängung kompensiert werden kann. Grundsätzlich ist es ebenfalls möglich, Bürstenteller als Reinigungswerkzeuge in einer Art und Weise aufzuhängen, dass diese bezüglich ihrer Höhe zur abzureinigenden Bodenfläche und somit bezüglich des durch die Borsten auf die abzureinigende Bodenfläche ausgeübten Anpressdrucks auch unabhängig von dem Vorsehen einer federnden Aufhängung mit den vorgenannten Vorteilen einstellbar ist.
Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 : eine Querschnittsdarstellung einer Abreinigungsvorrichtung,
Fig. 2: eine schematisierte Darstellung der Vorrichtung der Figur 1 darstellend die Beweglichkeit der Reinigungswerkzeuge,
Fig. 3: eine Draufsicht der Abreinigungsvorrichtung der Figur 1 und
Fig. 4: eine schematisierte Darstellung der Abreinigungsvorrichtung der Figur 3 mit einer Vorwärmhaube.
Eine Abreinigungsvorrichtung 1 ist mit seinem vorderen Reinigungsteil in den Figuren abgebildet. Die Abreinigungsvorrichtung 1 umfasst eine Hau-
be 2, die einen Arbeitsraum 3 einschließt. Die Haube 2 trägt an ihrem unteren Ende eine umlaufende Schürze 4. Die Schürze 4 besteht aus einem elastischen Material und endet kurz vor der Oberfläche der abzureinigen- den Bodenfläche 6. In anderen Ausgestaltungen reicht die Schürze bis auf die Bodenfläche und schleift auf dieser. Innerhalb der Haube 2 sind an einem Bürstenteilerhalter 7 in einer bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vorgesehenen sternförmigen Anordnung drei einzelne Bürstenteller 8, 8', 8" angeordnet. Der Bürstenteilerhalter 7 ist mittels eines Elektromotors 9 drehbar angetrieben. Zur Übertragung der Drehbewegung der An- triebswelle des Elektromotors 9 auf den Bürstenteilerhalter 7 dient eine Hohlwelle 10. Die Hohlwelle 10 ist mit dem Elektromotor 9 in einem Antriebsgehäuse 11 gelagert und darin gehalten. Das Antriebsgehäuse 11 ist bezüglich des insgesamt mit dem Bezugszeichen 12 gekennzeichneten Gestells der Abreinigungsvorrichtung 1 in vertikaler Richtung, wie durch den Pfeil in Figur 1 dargestellt, einrichtbar verbunden. Durch die Einrichtung des Antriebsgehäuses 11 in vertikaler Richtung und die dadurch bedingte Einrichtung in vertikaler Einrichtung der Hohlwelle 10 ist ebenfalls der am unteren Ende der Hohlwelle 10 angeordnete Bürstenteilerhalter 7 entsprechend einrichtbar.
An jedem Dreharm des Bürstenteilerhalters 7 ist jeweils ein Bürstenteller 8, 8', 8" angeschlossen. Die Bürstenteller 8, 8', 8" sind gegenüber dem Bürstenteilerhalter 7 drehbar gelagert. Die Bürstenteller 8, 8', 8" sind jedoch nicht aktiv von der Abreinigungsvorrichtung 1 angetrieben. Bei den in den Figuren dargestellten Bürstentellern 8, 8', 8" handelt es sich um solche mit einer ringförmigen Beborstung 13, 13', 13", so dass jeder Bürstenteller 8, 8', 8" einen borstenfreien Innenraum 14 einschließt. Die Bürstenteller 8, 8', 8" sind mit dem Bürstenteilerhalter 7 durch jeweils ein Drehgelenk 15, 15' verbunden. Das Drehgelenk 15 selbst ist Teil des Bürstentel- lerhalters 7. Dieses verfügt, wie anhand des Drehgelenkes 15 gezeigt, über einen Anschlussflansch 16, der drehbar um einen von der Ebene des Bürstenteilerhalters 7 nach unten abragenden Lagerbolzen angeordnet ist. Der eigentliche Bürstenteller 8 ist an den Anschlussflansch 16 des Drehgelenks 15 mit mehreren Bolzen 17 angeschlossen. Die Bolzen 17 sind bürstentellerseitig jeweils in einem Gummielement 18 gehalten. Die Gummielemente 18 sind eingepresst in jeweils eine Halteöffnung 19 und darin haftend fixiert. Die Gummielemente 18 dienen dem Zweck, dass der Bürs-
tenteller 8 gegenüber dem Drehgelenk 15 bzw. dem Bürstenteilerhalter 7 quasi schwimmend aufgehängt ist und daher gegenüber der Ebene des Bürstenteilerhalters 7 gekippt werden kann. Ein solches Kippen tritt ein, wenn der Bürstenteller 8 auf eine Unebenheit der Bodenfläche 6 trifft. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Bürstenteller 8 in alle Richtungen gegenüber dem Drehgelenk 15 bzw. seinem Anschlussflansch 16 kippbar, und zwar in einem Maße, wie dieses durch die Gummielemente 18 möglich ist. Daraus wird deutlich, dass bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Materialeigenschaften der eingesetzten Gummielemente 18 verantwortlich dafür sind, in welchem Maße der Bürstenteller 8 gegenüber dem Drehgelenk 15 mit seinem Anschlussflansch 16 gekippt werden kann.
Die weiteren Bürstenteller 8', 8" der in Figur 1 gezeigten Anordnung sind in gleicher Weise an dem Bürstenteilerhalter 7 angeschlossen und gegenüber diesem verstellbar.
Das Kippen der Bürstenteller 8, 8', 8" gegenüber dem Bürstenteilerhalter kann auch durch andere konstruktive Lösungen erreicht werden, bei- spielsweise dadurch, dass das Gummielement durch ein starres Element mit Bohrungen für die Bolzen ersetzt wird. In diesem Fall sind die Bolzen nicht fest mit dem starren Widerlager verbunden, sondern können sich in den jeweils zum Einsetzen der Bolzen vorgesehenen Bohrungen frei bewegen. Der jeweilige Anpressdruck der Bürstenhalter 8, 8', 8" am Boden wird dann beispielsweise durch eine gegen den Anschlussflansch des Bürstenteilerhalters wirkende Feder erzielt.
Die Hohlwelle 10 der Antriebseinrichtung dient zur Aufnahme einer Dampfzuführleitung. Die Dampfzuführleitung ragt unterseitig aus der Hohlwelle 10 mit einem mit dem Bezugszeichen 20 versehenen Fortsatz heraus. Die Dampfeinleitung in die Hohlwelle 10, bzw. die in der Hohlwelle 10 verlaufende Zuführleitung ist der Übersicht halber in Figur 1 nicht dargestellt und befindet sich an geeigneter Stelle. Die Dampfzuführleitung dient dem Zweck zum Zuführen von Heißdampf, insbesondere trockenem Heißdampf in den Arbeitsraum 3 der Abreinigungsvorrichtung mit Temperaturen von mehr als 1000C. Der Fortsatz 20 der Dampfzuführleitung dient des Zweck, dass der zugeführte Dampf nah zur Bodenfläche 6 abgegeben
wird. Der Dampf erreicht daher ohne weiteres die für einen mechanischen Abtrag einer auf der Bodenfläche 6 befindlichen Verunreinigung wirksamen Borstenenden der Beborstungen der Bürstenteller 8, 8', 8". Über den Heißdampf wird thermische Energie in den Arbeitsraum 3 eingebracht und zwar unmittelbar an den Ort, an dem die mechanische Entfernung der Verunreinigung, beispielsweise eines auf der Bodenfläche 6 befindlichen festgetretenen Kaugummis erfolgt. Bei dieser Abreinigungsvorrichtung 1 erfolgt eine mechanische Einwirkung auf den abzureinigenden Gegenstand oder den abzureinigenden Stoff unter gleichzeitiger Dampfbeauf- schlagung. Aufgrund der Rotationsgeschwindigkeit des Bürstentellerhal- ters 7, wird in dem Arbeitsraum 3 fliehkraftbedingt ein in radialer Richtung nach außen ziehender Sog generiert, der die Zuführung des aus dem Fortsatz 20 austretenden Heißdampfes zu den Bürstentellern 8, 8', 8" hin begünstigt. Daher sind grundsätzlich keine weiteren Maßnahmen für eine Dampfverteilung notwendig. Gleichwohl kann der aus der Hohlwelle 10 herausragende Fortsatz 20 der Dampfzuführleitung dampfleitende bzw. dampflenkende Elemente tragen, um eine Zuführung zu den mechanisch aktiven Bereichen der Borsten der Bürstenteller 8, 8', 8" zu unterstützen. Die Rotationsgeschwindigkeit des Bürstenteilerhalters 7 ist bei dem dar- gestellten Ausführungsbeispiel einstellbar. Zum Erzielen des vorbeschriebenen Sog-Effektes für die Dampfverteilung werden bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit seiner Bürstentelleranordnung Rotationsgeschwindigkeiten von größer 100 U/min als ausreichend angesehen.
In einem in den Figuren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Dampfaustrittsöffnung an den Bürstenteller angeschlossen und rotiert mit diesem. Verfügt eine Reinigungsvorrichtung über mehrere Bürstenteller, kann es sein, wenn jedem Bürstenteller eine Dampfaustrittsöffnung zugeordnet ist. Gleichfalls ist eine Kombination einer oder mehrerer ortsfester Dampfaustrittsöffnungen, wie diese in dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel mit dem Fortsatz 20 gekennzeichnet sind, mit solchen Dampfaustrittsöffnungen möglich, die den Bürstenteilerhaltern und/oder den Bürstentellern zugeordnet sind. Des Weiteren ist es möglich, dass eine Dampfaustrittsöffnung zwischen einzelnen Bürstentellern angeordnet ist und zwar in einer Art und Weise, dass diese zusammen mit dem diese Bürstenteller tragenden Bürstenteilerhalter rotiert.
In die Arbeitskammer 3 mündet die Eintrittsöffnung einer Absaugleitung 21. Die Absaugleitung 21 dient zum Absaugen überschüssigen Dampfes. Befindet sich innerhalb des Arbeitsraumes 3 zuviel Dampf, beginnt dieser aufgrund seiner Abkühlung zu kondensieren und benetzt die abzureini- gende Bodenfläche 6, was wiederum mit einer Abkühlung verbunden ist. Der aus der Dampfzuführleitung austretende Heißdampf beaufschlagt dann nicht mehr unmittelbar den zu entfernenden Gegenstand oder den von der Bodenfläche 6 zu entfernenden Stoff, sondern zunächst das auf der Oberfläche der Bodenfläche 6 befindliche Kondenswasser. Aus die- sem Grunde ist man bei einem Betrieb der Abreinigungsvorrichtung 1 des dargestellten Ausführungsbeispiels bestrebt, in dem Arbeitsraum 3 Sorge dafür zu tragen, dass in diesem nicht eine übermäßige Dampfmenge enthalten ist. Überdies unterstützt die Dampfabsaugung die Dampfverteilung über die abzureinigende Bodenfläche. Die Saugwirkung der Dampfabsau- gung wird begünstigt, wenn zwischen dem Bereich der Kaugummi- Auflösung und dem Absaugen eine in den Figuren nicht dargestellte Trennwand eingezogen ist, die unter Belassung eines geringen Spaltes knapp oberhalb der zu reinigenden Bodenfläche 6 endet.
Figur 2 verdeutlicht in der gewählten schematisierten Darstellung die Aufhängung der Bürstenteller 8, 8', 8" der Anordnung der Figur 1 und die sich daraus ergebende Beweglichkeit der Bürstenteller 8, 8', 8" gegenüber dem Bürstenteilerhalter 7.
In einer Weiterbildung der in den Figuren 1 und 2 beschriebenen Vorrichtung 1 , deren Bürstenteller 8, 8', 8" eine ringförmige Beborstung 13, 13', 13" aufweisen, kann vorgesehen sein, dass an den Bürstenteilerhalter 7 jeweils mehrere weitere, im Durchmesser kleinere Bürstenteilerhalter angeschlossen sind, die wiederum jeweils ein oder mehrere Bürstenteller tragen.
Für den Fall, dass eine Dampfzuführung innerhalb eines Bürstentellers oder innerhalb der Beborstung eines Bürstentellers vorgesehen ist, ist an die der Dampfzuführung dienende Hohlwelle 10 eine dem Bürstenteller- halter 7 zugeordnete Dampfzuführleitung angeschlossen, durch die der über die Hohlwelle 10 zugeführte Dampf den Bürstentellern oder je nach Ausgestaltung den von diesem Bürstenteilerhalter getragenen weiteren
Bürstentellerhaltern und dann wiederum den Bürstentellern zugeführt wird. In einem solchen Fall ist dem Bürstenteilerhalter eine Drehdurchführung zugeordnet, durch die der zugeführte Heißdampf an die drehbar an den Bürstenteilerhalter 7 angeschlossenen Bürstenteller oder die weiteren Bürstenteilerhalter zugeführt werden kann.
Aus der Draufsicht der Abreinigungsvorrichtung 1 der Figur 1 wird deutlich, dass diese zum Erzielen einer breiteren Abreinigungsspur über drei versetzt zueinander angeordnete Einrichtungen, wie zu Figuren 1 und 2 be- schrieben, aufweist. Aus dieser Darstellung wird zudem deutlich, dass die Abreinigungsvorrichtung 1 über eine dem Arbeitsraum 3 in Bewegungsrichtung der Vorrichtung nachgeschaltete Absaugkammer 22 verfügt. Die Bewegungsrichtung der Abreinigungsvorrichtung 1 ist in Figur 3 mit einem Blockpfeil kenntlich gemacht. Die Absaugkammer 22 ist von dem Arbeits- räum 3 durch eine Wand 23 getrennt. Die Wand 23 ist konzipiert, damit zwischen dieser und der Oberseite der abzureinigenden Bodenfläche 6 ein Spalt verbleibt. Bei einem Betrieb der Abreinigungsvorrichtung 1 wird über die nicht näher dargestellte Art und Weise an eine Absaugeinrichtung angeschlossene Absaugkammer das durch die mechanische Bearbeitung der Bodenfläche 6 gelockerte bzw. abgenommene Material ebenso abgesaugt, wie auf der Bodenfläche 6 verbleibende Flüssigkeitsreste.
Figur 4 zeigt die Abreinigungsvorrichtung 1 der vorstehenden Figuren, die mit einer zusätzlichen Vorwärmhaube 24 ausgestattet ist. Die Vorwärm- haube 24 ist in Bewegungsrichtung der Abreinigungsvorrichtung 1 der Haube 2 und den darunter angeordneten Bürstentellern 8, 8', 8" vorgeschaltet. Die Vorwärmhaube 24 dient zum Vorwärmen der abzureinigenden Bodenfläche. In der Vorwärmhaube 24 befindet sich ein mehrere Mäander aufweisendes Dampfzuführungsrohr 25, das in nicht näher darge- stellter Art und Weise an eine Dampfzuführung angeschlossen ist, vorzugsweise diejenige, über die auch der Raum unter der Haube 2 über den Fortsatz 20 mit Dampf versorgt wird. In Richtung zur Unterseite des abzureinigenden Bodens hinweisend sind in das Dampfzuführungsrohr 25 zahlreiche Dampfaustrittsöffnungen eingebracht.
Zwischen der Vorwärmhaube 24 und der den Arbeitsraum 3 begrenzenden Haube 2 befindet sich eine Absaugkammer 26. Die Absaugkammer
26 ist in nicht näher dargestellter Art und Weise an eine Absaugeinrichtung angeschlossen und zwar über die Absaugleitung 21. Bei einem Betrieb der Abreinigungsvorrichtung 1 mit der Vorwärmhaube 24 und der Absaugkammer 26 wird über die Absaugkammer 26 kondensierter Dampf und auch andere lose auf dem Boden aufliegende Verunreinigungen oder Partikel von der abzureinigenden Bodenfläche entfernt.
Bezugszeichenliste
1 Abreinigungsvorrichtung
2 Haube
3 Arbeitsraum
4 Schürze
5 Oberseite
6 Bodenfläche
7 Bürstenteilerhalter , 8', 8" Bürstenteller
9 Elektromotor
10 Hohlwelle
11 Antriebsgehäuse
12 Gestell 3', 13" Ringbeborstung
14 Innenraum 5, 15' Drehgelenk
16 Anschlussflansch
17 Bolzen
18 Gummielement
19 Halteöffnung
20 Fortsatz
21 Absaugleitung
22 Absaugkammer
23 Wand
24 Vorwärmhaube
25 Dampfzuführungsrohr
26 Absaugkammer