Verpackungseinheit aus Flaschenträger und Flaschen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackungseinheit aus einem Flachenträger und mindestens zwei Flaschen nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1 , 9, 13, 16 und 20.
Für den Transport von Flaschen, insbesondere Getränkeflaschen, haben sich in der Vergangenheit verschiedene Verpackungseinheiten durchgesetzt. Üblich ist zum einen eine Verpackungseinheit mit Getränkeflaschen, die in festen Flaschenkästen aufgenommen sind. Zur Verbesserung des Handlings finden hierfür inzwischen auch Flaschenkästen Verwendung, die teilbar ausgebildet sind, so dass die Verpackungseinheit in zwei gleich große Teile aufgeteilt und beidhändig getragen werden kann. Ebenfalls bekannt sind Verpackungseinheiten aus einigen wenigen, beispielsweise 6 bis 10, Flaschen, die hängend in einem Flaschenträger aufgenommen sind, der aus einem Tragkörper und einem daran befindlichen Tragbügel ausgebildet ist. Mit dieser in der WO 2004/076310 vorgeschlagenen Verpackungseinheit, in der die Flaschen im Bereich ihrer Hälse in dem Tragkörper hängend angeordnet sind, können alle Flaschen mit Hilfe des Tragbügels gleichzeitig angehoben und transportiert werden.
Eine verbesserte Verpackungseinheit ist in der DE 20 2005 016 091 beschrieben, in der der Flaschenträger einen einstückig über Filmscharniergelenkverbindungen mit dem Tragkörper aus- und einklappbar verbundenen Tragbügel aufweist. Dadurch werden ein einfaches und bequemes Handling sowie eine gute und stabile Stapelung mehrerer Verpackungseinheiten ermöglicht. Insbesondere ist eine solche Verpackungseinheit trotz ihres stabilen und robusten Aufbaus kostengünstig herstellbar, wobei ein Flaschenträger aus Polyethylen, insbesondere einem Polyethylen- Regenerat, wirtschaftlich besonders vorteilhaft ist.
Obwohl diese vorbekannte Verpackungseinheit bedeutende wirtschaftliche Vorteile gegenüber bekannten Verpackungseinheiten aufweist, gibt es Anwendungsbereiche, in denen sie bisher noch nicht optimal einsetzbar ist.
So sind bei der oben genannten Verpackungseinheit die Flaschen in dem Flaschenträger zwar sicher gegen ungewollte Entnahme aufgenommen, jedoch können die Flaschen durchaus entlang ihrer Längsachse also aus der Vertikalen ausgelenkt werden, so dass bei einer Stapelung von mehreren Verpackungseinheiten übereinander eine ungewollte Entnahme von Flaschen aus dem Flaschenträger dadurch möglich ist, dass einzelne Flaschen aus der Vertikalen ausgelenkt und über die auf ihnen aufgrund der aufgestapelten Verpackungseinheiten wirkenden Kraft Hebelkräfte bewirkt werden, die ein Aushebeln dieser Flasche aus der Aufnahme im Flaschenträger bewirkt.
Weiterhin sind PET-Getränkeflaschen üblicherweise mit einem Drehverschluss verschlossen und weisen als Qualitätssiegel einen umlaufenden Ring auf, der sich nach dem erstmaligen Öffnen des Drehverschlusses von diesem wenigstens teilweise löst und so den Öffnungsvorgang eindeutig ausweist. Im Gegensatz zu Kronverschlüssen, die sich mittels Hebelwirkung nach oben hin öffnen lassen, können solche Drehverschlüsse nur mittels einer drehenden Bewegung des Verschlusses gegenüber der Flasche geöffnet werden. Diese Bewegung kann allerdings durch vielfältige Einflüsse erschwert sein, so dass unter Umständen für den Benutzer ein Öffnen
der Flasche nicht oder nicht ohne weiteres möglich ist. Beispielsweise ist ein Öffnen des Drehverschlusses dann erschwert, wenn die den Verschluss greifende Hand oder der Verschluss selbst nicht ganz trocken sind oder wenn der Benutzer nicht in der Lage ist, ein genügend großes Drehmoment auf den Drehverschluss zu übertragen.
Schließlich ist es mit der oben genannten Verpackungseinheit bisher nicht möglich, sicher zu stellen, dass dem Benutzer eindeutig eine gewollte oder auch ungewollte Entnahme von einzelnen Flaschen sowie das nachfolgende Wiederauffüllen der Verpackungseinheit mit einzelnen Flaschen angezeigt wird, so dass dem Benutzer bisher keine Qualitätsgarantie über den Inhalt der Verpackungseinheit gegeben werden kann.
In einem ersten Aspekt ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verpackungseinheit bereit zu stellen, mit der eine sichere Stapelung von einzelnen Verpackungseinheiten ermöglicht wird. In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht die Aufgabe darin, eine Verpackungseinheit zur Verfügung zu stellen, die es dem Benutzer auf einfache Weise ermöglicht, die Drehverschlüsse der Flaschen direkt innerhalb der Verpackungseinheit zu lösen, wobei die Verpackungseinheit dennoch einfach und kostengünstig herzustellen sein soll. Schließlich besteht gemäß einem letzten Aspekt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Verpackungseinheit zur Verfügung zu stellen, die eine Entnahme einzelner Flaschen aus der Verpackungseinheit eindeutig ausweist.
Diese Aufgaben werden gelöst mit Verpackungseinheiten gemäß den Ansprüchen 1 , 7, 1 1 , 14 und 18. In den abhängigen Unteransprüchen sind jeweils vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Gegenstände angegeben.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung werden die aufgenommenen Flaschen daran gehindert, entlang ihrer Längsachse aus der Verpackungseinheit ausgelenkt zu werden. Dadurch ist sichergestellt, dass auch bei vertikaler Belastung der Verpackungseinheit einzelne Fla-
sehen nicht durch Hebelwirkung aus der Verpackungseinheit herausgelöst werden können, sondern nur über gezieltes Manipulieren durch den Benutzer der Verpackungseinheit. Für diese erfϊndungsgemäße Verpackungseinheit werden drei alternative Ausgestaltungen vorgesehen, die sowohl jeweils selbständig ihren Zweck erfüllen als auch miteinander kombinierbar sind.
In einer ersten erfϊndungsgemäßen Ausgestaltung des ersten Aspekts der Erfindung weist die Verpackungseinheit mindestens eine Banderole auf, die im Wesentlichen senkrecht zu den Längsachsen der Flaschen angeordnet ist und alle Flaschen gemeinsam umfasst. Mit dieser Banderole wird wirksam ein Auslenken einzelner Flaschen aus der Verpackungseinheit heraus verhindert. Dabei ermöglicht die Anordnung der Flaschen in dem Flaschenträger überhaupt erst eine Umfassung der Flaschen mit einer Banderole, da sich bei der Verwendung einer Banderole allein die Flaschen immer zu einer punktsymmetrischen Anordnung ausrichten würden und so beispielsweise eine Anordnung von sechs Flaschen in zwei Reihen zu je drei Flaschen nicht verwirklichen ließe. Flaschenträger und Banderole bilden dabei für jede Flasche zwei von einander entfernt liegende Befestigungspunkte, so dass keine Flasche gegenüber der Flaschenlängsachse nach außen aus der Verpackungseinheit heraus ausgelenkt werden kann.
Vorteilhaft umfasst die Banderole die Flaschen mit Vorspannung, so dass die Flaschen nicht nur nicht nach außen, sondern auch nicht nach innen in die Verpackungseinheit hinein ausgelenkt werden können. Durch diese Vorspannung wird innerhalb der Flaschen außerdem ein Druck aufgebaut. So lassen sich auch aus Kunststoff hergestellte Flaschen, die üblicherweise eine sehr dünne Materialstärke und damit geringe Eigenstabilität aufweisen, in solchen Verpackungseinheiten auch dann ohne weiteres stapeln, wenn die in den Flaschen aufgenommene Flüssigkeit gasfrei, insbesondere ohne Kohlensäure, vorliegt. Mit solchen Flüssigkeiten gefüllte Flaschen allein lassen sich nämlich ohne weiteres in allen Richtungen verformen, weshalb eine direkte Stapelung aus statischen Gründen nicht möglich ist. Solche Flaschen mussten deshalb bisher mit stabilen Umverpackungen, beispielsweise Flaschekästen oder Kartonagen, versehen werden. Mit Hilfe der unter Vorspannung
anliegenden Banderole werden nun dünnwandige Flaschen mit einer gaslosen Flüssigkeit so verformt, dass eine weitergehende Verformung durch vertikale Kräfte im Wesentlichen nicht möglich ist. Durch die Vorspannung der Banderole erfolgt somit eine vertikale Stabilisierung der einzelnen Flaschen, so dass die Verpackungseinheit auch bei gaslosen Flüssigkeiten und Flaschen mit sehr dünnen Wandungen eine ausreichende statische Stabilität erhält, wodurch ohne weiteres eine Stapelung einer Vielzahl von Verpackungseinheiten aufeinander ermöglicht wird.
Für den Fall, dass die Flaschen innerhalb der Verpackungseinheit nicht direkt aneinander anliegen, wenn sie also durch die Banderole aus der Vertikalen nach innen in die Verpackungseinheit ausgelenkt werden würden, kann vorteilhaft eine Zwischenlage zwischen den Flaschen angeordnet werden, die bevorzugt aus einem Karton oder Kunststoff, insbesondere einem Schaumstoff besteht. Durch diese Zwischenlage, die bevorzugt in Höhe der Banderole zwischen den Flaschen angeordnet ist, wird wirksam eine Auslenkung der Flaschen nach innen in die Verpackungseinheit verhindert.
Mit Hilfe einer solchen Zwischenlage kann auch wirksam eine Dämpfung der Flaschen bereitgestellt werden, so dass bei Glasflaschen kein Bruch aufgrund von Zusammenstößen der Flaschen erfolgen kann.
Vorteilhaft ist die Banderole als Umreifungsband aus Kunststoff, insbesondere Polypropylen, Polyethylen oder Polyethylen-Regenerat, ausgebildet, wobei die lateralen Enden des Umreifungsbandes bevorzugt miteinander befestigt, insbesondere verschweißt oder verklebt sind. Dadurch ist eine besonders einfache und kostengünstige Herstellung der Verpackungseinheit möglich, insbesondere auch wenn die Banderole unter Vorspannung um die Flaschen anliegt.
Dabei ist die Banderole bevorzugt als Werbeträger ausgebildet ist und deckt insbesondere einen wesentlichen Abschnitt des zylindrischen Körpers jeder Flasche ab. Weiterhin ist vorteilhaft, wenn die Banderole im unteren Drittel der Flaschen, ins-
besondere im Bereich der Böden der Flaschen angeordnet ist, weil dann aufgrund der Hebelwirkung ein Ausscheren von Flaschen am wirksamsten verhindert wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Flaschen rings ihres Umfanges eine Anschlags- oder Mantelfläche, insbesondere in Form einer Ausnehmung oder einer Schulter auf, wobei dann die Banderole beispielsweise in der Ausnehmung aufgenommen ist bzw. an der Schulter anliegt. Durch diese Maßnahme wird die Lage der Banderole rings um die Flaschen genau vorbestimmt und fixiert, so dass sich auch beim Transport der Verpackungseinheiten die Position der Banderole nicht verändert.
Nach der zweiten Alternative des ersten Aspekts der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit ist ein Tray vorgesehen, der eine Aufnahme für die Flaschenböden der Flaschen aufweist, wobei die Aufnahme oberhalb der Flaschenböden Anlageflächen aufweist und die Anlageflächen zumindest in Bezug auf die Verpackungseinheit äußerlich alle Flaschen und zwar wenigstens teilweise rings des Umfangs einer jeden Flasche umgeben. Auch mit dieser Maßnahme ist sichergestellt, dass die Flaschen entlang ihrer Längsachsen nicht aus der Vertikalen aus der Verpackungseinheit ausgelenkt werden können.
Bevorzugt sind dabei die Anlageflächen so ausgebildet, dass die Flaschen direkt, insbesondere unter Vorspannung, umfasst werden, die Anlageflächen also an den Flaschen anliegen. Besonders bevorzugt sind die Anlageflächen so ausgebildet, dass jede einzelne Flasche wenigstens teilweise so umfasst, dass sie gegen laterale Auslenkung auf dem Tray im Wesentlichen fixiert ist. So sind die Flaschen sowohl gegenüber einer Auslenkung aus der Verpackungseinheit heraus als auch einer Auslenkung in die Verpackungseinheit hinein gesichert, so dass keine größeren Hebelkräfte auf die Verbindung zwischen Flasche und Flaschenträger übertragen und so Flaschen aus der Verpackungseinheit herausgelöst werden können. Besonders bevorzugt weist der Tray an seiner Unterseite mindestens eine Ausnehmung auf, die korrespondierend zu der oberen Form der Verpackungseinheit, also des Flaschenträgers und der in diesen aufgenommenen Flaschen ausgebildet ist.
Dadurch lassen sich von mit Trays gebildete Verpackungseinheiten nicht nur übereinander stapeln, sondern die einzelnen Verpackungseinheiten sind in ihrer Ausrichtung zueinander besonders einfach positionierbar.
Gemäß einer dritten Alternative des ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung weist der Flaschenträger Anlageflächen auf, die zumindest in Bezug auf die Verpackungseinheit äußerlich alle Flaschenhälse der aufgenommenen Flaschen und zwar wenigstens teilweise rings des Umfangs eines jeden Flaschenhalses umgeben. Dadurch ist zumindest eine Auslenkung der Flaschen aus der Vertikalen aus der Verpackungseinheit heraus verhindert. Bevorzugt liegen die Anlageflächen direkt, insbesondere unter Vorspannung, an den Flaschenhälsen an.
Besonders bevorzugt sind die Anlageflächen als Manschetten ausgebildet, die von den Aufnahmen des Flaschenträgers sich in Bezug auf den Tragbügel nach unten hin erstrecken und die Flaschenhälse zumindest teilweise umfassen.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung, der allein oder zusammen mit den vorgenannten alternativen Ausgestaltungen einsetzbar ist, sind zumindest zwischen dem Flaschenträger und einem Verschluss einer darin aufgenommenen Flasche Kupplungselemente vorgesehen, die zueinander korrespondierend gestaltet sind, so dass zumindest entgegen der Öffnungsrichtung des Verschlusses ein Anschlag zwischen den Kupplungselementen ausbildbar ist. Durch diese Ausgestaltung kann der Verschluss einer Flasche innerhalb der Verpackungseinheit auf einfache und komfortable Weise dadurch gelöst werden, dass die zu öffnende Flasche entgegen der Öffnungsrichtung des Verschlusses innerhalb der Verpackungseinheit gedreht wird, wodurch aufgrund des Anschlags zwischen dem Kupplungselement des Verschlusses und dem Kupplungselement des Flaschenträgers der Verschluss ein Drehmoment in Richtung seiner Öffnungsrichtung erfährt und dadurch geöffnet wird. Dadurch, dass der Benutzer nicht mehr den Verschluss selbst gegenüber der Flasche drehen muss, sondern die Flasche gegenüber der Verpackungseinheit kann auf besonders komfortable Weise ein großes Drehmoment auf den Verschluss übertragen
werden, so dass sich der Verschluss wesentlich einfacher als bisher von der Flasche lösen lässt.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Flaschenträger an dem Tragkörper angeformte Stege auf, die sich von der Oberseite des Tragkörpers vertikal nach o- ben erstrecken und die Schraubverschlüsse weisen jeweils einen schulterartigen Vorsprung auf. Vorteilhaft sind dabei die Stege direkt an den clipsartigen Aufnahmen des Flaschenträgers angeordnet. Zur freien Drehbeweglichkeit der Flasche gegenüber dem Flaschenträger kann eine Gleitrampe an einem der Kupplungselemente vorgesehen sein, die in Öffnungsrichtung des Drehverschlusses ein Aneinander- vorbeigleiten der korrespondierenden Kupplungselemente von Flaschen träger und Verschluss ermöglicht. Auf diese Weise ist eine besonders einfache azimuthale Positionierung der Flasche innerhalb des Flaschenträgers möglich, so dass das Etikett der Flasche gegenüber dem Flaschenträger werbewirksam ausgerichtet werden kann. Falls die Position des Aufdrucks bzw. Etiketts der Flasche gegenüber dem Kupplungselement des Verschlusses der Flasche im Produktionsprozess gleich bleibend einstellbar ist, kann es allerdings auch vorgesehen sein, dass die Kupplungselemente Teil einer Nut/Federverbindung sind und so sowohl in Öffnungsrichtung als auch entgegen der Öffnungsrichtung des Verschlusses Anschläge ausgebildet sind, die ein Verdrehen der Flasche gegenüber dem Flaschenträger ohne Öffnung des Verschlusses verhindern.
Sowohl Banderole als auch Tray und die Anlageflächen des Tragkörpers für die Flaschenhälse bilden ein Drehhindernis für die Flaschen gegenüber dem Flaschenträger aus. Dadurch wird eine Verdrehung der Flaschen und damit der werbewirksam ausgerichteten Etiketten und Aufdrucke der Flaschen im Wesentlichen behindert, so dass sich die Verpackungseinheit stets in ihrer intendierten Gestaltung dem Benutzer zeigt. Insbesondere mit der unter Vorspannung um die Flaschen angelegten Banderole, aber auch mit direkt oder sogar unter Vorspannung an den Flaschen anliegenden Anlageflächen des Trays bzw. des Flaschenträgers kann eine unerwünschte zufällige Verdrehung der Flaschen gegenüber dem Flaschenträger noch wirksamer unterbunden werden.
Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Verpackungseinheit aus Flaschenträger und Flaschen bereitgestellt, wobei jede Flaschenaufnahme des Flaschenträgers mit einer Versiegelung versehen ist, die eine Entnahme der zugehörigen Flasche aus der Verpackungseinheit anzeigt. Durch diese Versiegelung ist eine Qualitätssicherung der Verpackungseinheit dadurch sichergestellt, dass dem Benutzer eindeutig ausgewiesen wird, wenn eine ursprünglich in der Verpackungseinheit enthaltene Flasche entnommen bzw. ausgewechselt wurde.
Besonders bevorzugt ist die Versiegelung dabei in den clipsartigen Aufnahmen des Flaschenträgers durch zwei Vorsprünge ausgebildet, die jeweils an den Enden eines jeden Clips in die Flaschenaufnahme hineinreichen. Das Material der Vorsprünge bzw. ihre geometrische Formgebung ist dabei so festgelegt, dass sie brechen oder sich irreversibel verformen, wenn die ursprünglich in die Aufnahme eingefügte Flasche entnommen wird.
Vorteilhaft weisen Banderole, Tray und/oder Flaschenträger der Verpackungseinheit eine Kennung in Form einer optischen Kodierung, insbesondere Strich- oder Farbkodierung, oder einer elektronischen Kodierung, insbesondere als Transponder, auf. Dadurch können Lagerung, Transport und Verkauf der Verpackungseinheit optimiert werden.
Weitere Vorteile, Kennzeichen und besondere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden im Zusammenhang mit der beigefügten Zeichnung beschrieben. Darin zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Verpackungseinheit aus einem Flaschenträger, darin aufgenommenen Flaschen und einer Banderole,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Verpackungseinheit aus einem Flaschenträger, darin aufgenommenen Flaschen und einer Banderole,
Fig. 3 die Verpackungseinheit aus Fig. 1 mit einer Zwischenlage,
Fig. 4 eine Verpackungseinheit aus einem Flaschenträger, darin aufgenommenen Flaschen und einem Tray,
Fig. 5 eine Verpackungseinheit aus einem Flaschenträger mit Anschlagelementen für Flaschenhälse und darin aufgenommener Flaschen,
Fig. 6 eine Detailansicht einer Verpackungseinheit mit Kupplungselementen zwischen Flaschenträger und Flaschenverschluss,
Fig. 7 eine Detailansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Verpackungseinheit mit einer Versiegelung der Flaschenaufnahme eines Flaschenträgers und
Fig. 8 eine Detailansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer
Verpackungseinheit mit einer Versiegelung der Flaschenaufnahme eines Flaschenträgers.
In Fig. 1 ist rein schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Verpackungseinheit 1 aus einem Flaschenträger 2, darin aufgenommenen Flaschen 3 und einer Banderole 4 dargestellt. Der Flaschenträger 2 weist einen Tragkörper 5 auf und einen Tragbügel 6, wobei an dem Tragkörper 5 beidseitig gegenüberliegend clipsartige Aufnahmen 7 für die Flaschen 3 angeordnet sind. In den clipsartigen Aufnahmen 7 sind die Flaschen 3 mit ihren Flaschenhälsen so angeordnet, dass sie sich mit der unter den Verschlüssen 8 angeordneten Ringflanschen 9 auf dem Tragkörper 5 abstützen. Durch die clipsartigen Aufnahmen 7 sind die Flaschen 3 an einer direkten Entnahme aus dem Flaschenträger 2 gehindert.
Zur Aufnahme und Fixierung der Banderole 4 an den Flaschen 3 weisen diese eine Ausnehmung 10 auf, in die die Banderole 4 entlang eines Teils des Umfangs jeder Flasche 3 eingreift und somit in seiner Lage fixiert ist. Die Banderole 4 besteht aus einem Polypropylenstreifen und ist unter Vorspannung um die Flaschen angeordnet, wobei die Enden des Streifens miteinander verschweißt oder verklebt sind. Durch die Vorspannung werden die Flaschen 3 gegeneinander gedrückt und gleichzeitig insbesondere bei in den Flaschen 3 enthaltenen kohlensäurelosen Flüssigkeiten ein
Druck auf die Flaschen 3 bewirkt, der die Flaschenkörper stabilisiert. Aufgrund der beidseitigen Fixierung der Flaschen 3 durch den Flaschenträger 2 und die Banderole 4 ist die Verpackungseinheit 1 so stabilisiert, dass auch bei einer Stapelung mehrerer Verpackungseinheiten 1 sich die Flaschen 3 nicht aus der Verpackungseinheit 1 herausneigen können und so Hebelkräfte auf die Aufnahmen 7 der Flaschen 3 wirken. Dadurch ist sichergestellt, dass die Flaschen nicht ohne weiteres die Verpackungseinheit 1 verlassen können.
In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Verpackungseinheit 20 aus einem Flaschenträger 2, darin aufgenommenen Flaschen 21 und einer Banderole 22 schematisch dargestellt (zum erleichterten Verständnis sind im Folgenden gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen). Die Flaschen 21 unterscheiden sich von den Flaschen 3 des ersten Ausführungsbeispiels dahingehend, dass nicht eine Ausnehmung 10 vorgesehen ist sondern ein Anschlag 23, der ein Abrutschen der vorgespannten Banderole 22 zu den Flaschenböden hin verhindert. Die Banderole 22 ist wesentlich breiter als die Banderole 4 des ersten Ausführungsbeispiels bemessen, so dass sie als Werbeträger verwendet werden kann. Natürlich können auch in dem zweiten Ausführungsbeispiel Flaschen mit einer Ausnehmung verwendet werden, wobei die Ausnehmung dann entweder der Breite der Banderole 22 ange- passt ist oder die Banderole 22 aufgrund der Vorspannung bei einer schmaleren Ausnehmung mit einer Seitenkante in die Ausnehmung hineinreicht und an einer Anschlagfläche 23 anliegt.
In Fig. 3 ist wiederum die Verpackungseinheit 1 aus Fig. 1 dargestellt, wobei zwischen den Flaschen 3 eine Zwischenlage 30 aus Karton angeordnet ist. Diese Zwischenlage 30 wirkt zum einen als Toleranzausgleich zwischen den Flaschen 3 und zum anderen als Dämpfungselement, was besonders bei Flaschen 3 aus Glas wichtig ist, damit sich die Flaschen 3 während des Transports der Verpackungseinheit 1 nicht gegenseitig beschädigen. Die Zwischenlage 30 ist konstruktiv sehr einfach durch Aufstecken von zwei Kartonteilen auf ein Verbindungskartonstück herstellbar.
In Fig. 4 ist rein schematisch eine Verpackungseinheit 40 für vier Flaschenträger 2 mit jeweils sechs darin aufgenommenen Flaschen 3 und einem Tray 41 abgebildet, wobei nur zwei Flaschenträger 2 mit darin aufgenommenen Flaschen 3 dargestellt sind. In dem Tray 41 sind Aufnahmen 42 für die Flaschenböden der Flaschen 3 angeordnet, die Anlageflächen 43 aufweisen, an denen die eingestellten Flaschen3 anliegen. In diesem Fall übernimmt somit das Tray 41 die Funktion der Banderole, d. h. die Fixierung der Flaschen 3 gegenüber seitlichen Bewegungen. Auch auf diese Weise lässt sich eine solche Verpackungseinheit 41 sehr gut stabilisieren, wobei das Tray 41 gleichzeitig zur Präsentation der aus den Flaschenträgern 2 und den Flaschen 3 gebildeten Verkaufseinheiten dient und mit besonderen Werdemotiven versehen sein kann.
In Fig. 5 ist eine Verpackungseinheit 50 aus einem Flaschenträger 51 mit Anschlagelementen 52 für Flaschenhälse und darin aufgenommene Flaschen 3 schematisch dargestellt. Die Anschlagelemente 52 des Flaschenträgers 51 sind wie die clipsartigen Aufnahmen 7 des Flaschenträger 2 aus Fig. 1 beidseitig gegenüberliegend an dem Flaschenträger 51 angeordnet und weisen eine vom Flaschenträger 51 weg sich erweiternde Mantelfläche 53 auf, die mit einer axialen Durchbrechung 54 versehen ist, durch die die Flasche 3 entnommen werden kann. Die Mantelfläche 53 ist der Form der Flasche 3 im Übergangsbereich von Flaschenhals zum zylindrischen Flaschenkörper angepasst, so dass die Flasche 3 rings von der Mantelfläche 53 umschlossen wird und so eine seitliche Fixierung der Flaschen 3 durch den Flaschenträger 51 erfolgt. Auch in diesem Fall ist die Verpackungseinheit 50 wirksam stabilisiert, so dass einzelne Flaschen 3 nicht ohne weiteres die Verpackungseinheit 50 verlassen können.
In Fig. 6 ist ausschnittsweise die Detailansicht einer Verpackungseinheit 60 mit Kupplungselementen 61 , 62 zwischen Flaschenträger 63 und Flaschenverschluss 64 aufgezeigt. Das Kupplungselement 61 ist am Flaschenträger 63 so angeordnet, dass es einen festen Widerstand gegenüber einer Drehbewegung des Kupplungselements 62 am Verschluss 64 bildet. Wird nun die Flasche 3 im Uhrzeigersinn gedreht bildet das Kupplungselement 61 für das Kupplungselement 62 einen Anschlag, so dass
der Verschluss 64 der Drehbewegung der Flasche 3 nicht folgt sondern bei weiterer Drehung der Flasche 3 im Uhrzeigersinn von der Flasche 3 abgedreht wird. Auf diese Weise können die Flaschen 3 direkt geöffnet aus dem Flaschenträger 63 entnommen werden, wobei das Öffnen leicht und ohne großen Kraftaufwand erfolgen kann.
In Fig. 7 und 8 sind zwei alternative Ausführungsbeispiele eines Falschenträgers 70, 80 mit einer Versiegelung 71 , 81 der Flaschenaufnahmen 72, 82 in Detailansicht dargestellt. Die Versiegelung 71 des Flaschenträgers 70 weist beidseitig der Aufnahme 72 V-förmige stegartige Abreißglieder auf, die bei der Entnahme einer in der Aufnahme 72 angeordneten Flasche (nicht gezeigt) im Bereich 73 abreißt. In der alternativen Aus führungs form nach Fig. 8 reißen die stegartigen Abreißglieder 81 im Bereich 83 ab. Aufgrund der durch die V-Form und die spitzwinklige Befestigung der Abreißglieder 71 , 81 an den Flaschenträgern 70, 80 bereitgestellten Flexibilität der Abreißglieder 71 , 81 ist ein Einfügen einer Flasche in die Aufnahmen 72, 82 ohne weiteres möglich.