Temperierelernent «nd T@mperi@rvorriehturtg
für ein Fahrzeug
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Temperiereiement und eine Temperiervorrichtimg für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Elektro- oder Hybridfahrzeug.
Bei Elektrofahrzeugen steht keine Verbrennungsabwärme zum Heizen der Kabine zur Verfügung. Elektrisch resistives Heizen erfordert eine erhebliche Vergrößerung der Batteriekapazitäten, was im Allgemeinen sehr kostenintens v ist. Es sind daher alternative Heilmethoden und auch KüWmeihoden gefragt, um den Bedarf an elektrischer Energie zur Aufrechterhalturtg des Pässagierkom- forts zu verringern.
Für Elektrofahrzeuge steilen PTC~Zu.heizer oder Kaitteiter-Zuheizer eine Möglichkeit; dar, ohne■Mitführung eines Brennstoffes wie Benzin, Bioethanol etc. den Heizbedarf der Passagierkabine in den kälteren Jahreszeiten zu decken. Luft- seifig angeordnete PTC-Zuheizer werden bereits in Serie für Fahrzeuge mit zeitweise geringen Abwärmen produziert, etwa für moderne Dieselfahrzeuge beim Kaltstart. Eine Realisierungsform besieht hier beispielsweise in einem Heizkörperprinzip mit übereinander geklebten Lagen von Berippungen mit PTC-
Steinen zwischen den Lagen. Dieses Design ist zwar besonders einfach, da kein den Heizkörper oder Teile davon umschließender Rahmen, Gehäuse, Rohr o,ä, erforderlich ist, sondern durch die Klebverbindungen eine serielle stoffschlüssige Verbindung mit den jeweiligen benachbarten Lagen besteht. Da bei dieser einfachen Bauweise die Benppung selbst stromführend ist, eignet sich diese jedoch ausschließliche für Niedervoltanwendungen, z.B. für das 12 V- Bordnetz.
Ein weiterer Ansatz ist eine Realisierung eines Heizkörpers mit Peitiertechnoiogie, In diesem Zusammenhang wurden z.B. bereits Prototypen eines Heizkörpers mit alternativer Kühlfunktion zur Unterstützung des AC- re-ises vorgestellt. Bei diesen Prototypen erscheint jedoch das Bauprinzip relativ aufwändig und dreidimensional, z.B. ist eine hohe Tiefe erforderlich, Der Peltiereffekt thermoeiekinscher Materialien wird bereits in Näschenanwendungen zum Kühlen ausgenutzt, etwa Kühlung elektronischer Bauelemente oder in Camping-Kühlboxen. Für Anwendungen im Automobil galt die Effizienz bisher als zu gering, dagegen wird der umgekehrte Effekt der Stromerzeugung aus Temperaturdifferenzen mittels Thermoeiektrik am Abgasstrang verbrennungsmotorisch getriebener Fahrzeuge von namhaften Hersteilern in der Fachweit propagiert und in Richtung Serienreife entwickelt. Bisher wird für die Klimatisierung der Kabine der konventionelle Käitekressfauf eingesetzt, zum Heizen wird in Elektrofahrzeugen der ersten Generationen weitgehend auf elektrische Widerstandsheizer gesetzt.
Beim rein elektrischen Heizen wird hochwertige elektrische Energie in minderwertige Wärmeenergie umgewandelt. Zweierlei Überlegungen stehen dem entgegen. Zum einen kostet eine Bereitstellung einer elektrischen Speicherkapazität, z.B. mittels iJ-ion-Baiterie ca. 500-700 €/kWh, Die bisher angedachten Technologien mit Peltierelementen sind aufgrund der höheren Komplexität der elektrischen Verschattung von abwechselnd p- und n-dotierten Bausteinen In elektrischer Serienschaltung aufwändiger realisierbar als Heizungen mit PTC- Zuheizer. Elektrische Isolatoren sind In der Regel auch thermisch isolierend und
verschlechtern die Wärmeübergänge. Die Thermoeiekirik ist bei hohen treibenden Temperaturgradienten noch stärker von der Reduzierung des COP bzw. des Wirkungsgrades betroffen als konventionelle Wärmepumpen. Widerstandsheizer erreichen lediglich einen COP-1 und belasten die Reichweite des Ejektrofahrzeuges erheblich. Der äitekreisiauf arbeitet prinzipiell mit einem akzeptablen COP, beinhaltet aber viele Einzelkomponenten und muss regelmäßig mit Kältemittel nachgefüllt werden, Insgesamt müssen für jede der bei den Funktionen separate Einheiten zum Heizen (Heizkörper) und Kühlen {Kältekreislauf) verbaut werden.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Temperierelement und eine verbesserte Temperiervorrichtung zu schaffen,
Diese Aufgabe wird durch ein Ternperierelement gemäß Anspruch 1 sowie eine Temperiervorrichtung gemäß Anspruch 8 gelöst.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch eine geschickte Seriensehaltung von Peltier-Efementen ein Heiz- bzw. Kühlkörper im Schichtdesign ermöglicht werden kann, dergestalt, dass jeweils gleich dotierte Peltier-Elemente benachbart in einer Schicht angeordnet sind.
Der Einsatz von Peltierelementen unterscheidet sich vom Einsatz von PTC- Steinen unter anderem durch die Tafsache, dass zwei verschieden dotierte Materialien, also p- und n- dotierte Elemente, miteinander in Verschattung stehen, Standardmäßig büden die Peitlereleniente ein derartige Konfiguration, dass jeweils eine Warmseite zweier unterschiedlich dotierter Peitlereleniente und eine Kaitseite zweier unterschiedlich dotierter Feitierelemente elektrisch leitend verbunden sind, so dass sich insgesamt eine serielle Schaltung ergibt. Eine derartige Konfiguration lässt sich jedoch kaum direkt auf einen fertigungsgerechten Heizkörper bzw. Kühlkörper Übertragen, da die metallischen Leiter keinen durchgehende Steg bilden, der über zwei unterschiedlich dotierte, unmittelbar benachbarte Elemente hinausgeht. Die Unterbrechungen könnten nur
durch einen elektrischen Nichtleiter überbrückt werden. Dieser Nichtleiter stellt für den Wärmeübergang auf beiden Seiten ein Hindernis dar.
Der erfindungsgemäße Ansatz beschreibt einen Heizkörper mit möglicher Kühlfunktion zur Heizung bzw. Kühlung der Kabine eines Eiektrofahrzeuges, der mit möglichst geringem Aufwand und bereits ersetzbaren Fertigungstechnologien möglichst kostengünstig produziert werden kann und zudem einen hohen Wirkungsgrad durch Optimierung der Wärmeübergänge aufweist.
Ein erfindungsgemäßer Heizkörper kann einfach zu fertigende, durchgehende Stege für eine Berippung und durchgehende Kanäle für Kühlwasser aufweisen, die jeweils als elektrische Leiter ausgeführt sind. Durch eine möglichst direkte thermische Änbindung der Peftier-Elemente an eine Flüssig- und/oder Luftseite kann ein hoher Wärmeübergang realisiert werden, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass keine elektrischen Isolatoren als Wärmebarrieren in diesem Bereich vorhanden sind-, Vorteilhafterweise' kann eine derartige Kombination aus Serien- und Parallelschaltung auf 12V abgestimmt werden. Der Wärmeübergang an Rippen auf der Luftseite und einen Kühäwasserkanai kann gemäß einer Äusführungsform zweiseitig ausgeführt sein. Ein derartiger Aufbau bietet den weiteren Vorteil, dass eine mögliche thermische Isolationswirkung einer galvanischen Trennung, z.B. zwischen den Rippen, unproblematisch, da hier aufgrund der Symmetriebedingung kein Temperaturgradient existiert, Insgesamt besteht ein bedeutender Vorteil in einer möglichst geringen Abweichung von bereits gemäß, bestehenden Ferfigungsverfahren hergestellten Heizkörpern, z.B. mit PTC-Zuhe'izem, bei gleichzeitig optimalem Wärmeübergang, Es ergibt sich somit ein optimale Wirkungsgrad oder CÖP (coefficient of Performance). Ein gemäß dem hier erfindungsgemäßen Ansatz gestaltetes Grunddesign bietet somit den Vorteil, dass es sich von dem eines Heizkörpers mit Stoff- schlüssiger Verbindung im Wesentliche durch zwei Punkte unterscheidet Erstens sind Kühlwasserkanäie als Wärmequelle, für einen Heizbetrieb, oder als Wärmesenke, für einen Kühlbetrieb, bereits vorhanden. Und zweitens ist mittig zwischen den Weilrippeh eine elektrische Isolierschicht vorhanden. Eine Funk-
tionsweise eines erfindungsgemäßen Heizkörpers mit Peltier-Elementen für einen Heiz- oder Kühibetrieb gestaltet sich entsprechend so, dass Netto- Wärmeströme in Summe nur in vertikale Richtung auftreten und so zu verstehen sind.
Vorteiihafterwei&e ist ein Heizers ohne Verbrennungsabwärme mit COP>1 und eine Vereinigung der Funktionen Kühlen und Heizen in einem Aufbau möglich. Zudem ergeben ssch ein Entfall von Kältemittel sowie eine einfache Dezentralisierung durch Modularität, aufgrund sich wiederholender Lagen und einer sich wiederholenden Flächenstruktur innerhalb einer Lage.
Die vorliegende Erfindung schafft ein Temperierelement für ein Fahrzeug, mit folgenden Merkmalen; einer ersten Peitier-Element-Lage; einer zweiten Peitier- Element-Lage; einer ersten elektrisch leitfähigen Wärmeieiterlage zum Leiten eines ersten Wärmeleitfluids; und einer zweiten elektrisch leitfähigen Wärmeieiterlage zum Leiten eines zweiten Wärmeleitfluids, wobei die erste Peitier- Element-Lage, die zweite Peitier-Element-Lage, die erste Wärmeieiterlage und die zweite Wärmeieiterlage in Form eines Stapels angeordnet sind, so dass die erste Wärmeieiterlage und/oder die zweite Wärmeieiterlage zwischen der ersten Peltier-Elemenf-Lage und der zweiten Peitier-Element-Lage angeordnet ist, und wobei ein durch den Stapel geleiteter elektrischer Strom aufgrund eines Peltier-Effekts eine Temperierung der ersten Wärmeieiterlage und der zweiten Wärmeieiterlage bewirkt.
Das Temperierelement kann beispielsweise in einem Elektro- oder Hybrid- Fahrzeug eingesetzt werden, um eine Fahrgastzelle des Fahrzeugs zu temperieren. Temperieren kann dabei sowohl erwärmen als auch abkühlen bedeuten. Die erste Peitier-Element-Lage und die zweite Peitier-Element-Lage können aus zwei unterschiedlich dotierten Halbleitermaterialien gebildet sein. So kann beispielsweise die erste Peitier-Element-Lage n-dotiert und die zweite Peitier- Element-Lage p-dotiert oder umgekehrt die erste Peitier-Element-Lage p-dotiert und die zweite Peitier-Element-Lage n-dotiert sein. Anstelle von Halbleitermate-
riaiien können für die Peltier-Element-Lagen auch andere geeignete Leiter eingesetzt werden. Die erste und zweite elektrisch leitfähige Wärmeieiteriage können aus einem gut leitenden Metall gebildet sein. Ein an das Temperierelernent angelegter Strom kann an einem Ende des Stapeis in das Temperierelernent eintreten, den gesamten Stapel durchlaufen und ihn an einem gegenüberliegenden Ende wieder verlassen, zum Beispiel über geeignete Kontakte, die mit einer elektrischen Leitung verbunden sind, Die erste und zweite elektrisch leitfähige Wärmeieiteriage können jeweils von einem Wärmeleitfluid durchströmt werden. Die erste und zweite Wärmeieiteriage können in dem Stapel bezüglich der ersten und zweiten Peltier-Element-Lage so angeordnet sein, dass eine durch den Peltser-Effekt erzeugte Temperatur auf die in denselben geführte Wärmeleitfluide übertragen werden kann. Gemäß dem Peltier- Effekt und der Anordnung der Wärmeleiterlagen in Bezug auf die Peltier-Element-Lagen wird bei einem Betrieb des Temperierelements stets eines der Wärmeleitfluide erwärmt und das andere gekühlt. Bei dem ersten und zweiten Wärmeleitfluid kann es sich z.B, jeweils um ein Gas ode um eine Flüssigkeit handein. Entsprechend einer zu erzielenden Aufgabe des Temperierelements kann dabei eines der Wärmeleitfluide dazu dienen, In eine Fahrgastzelle des Fahrzeugs geleitet zu werden, um diese zu kühlen oder zu erwärmen. Wird der Stromfluss in dem Temperiereiement umgekehrt, so kann das Wärmeleitfluid, das davor durch das Temperierelement erwärmt wurde nun- abgekühlt werden, oder umgekehrt. Um einen Leckstrom über das Wärmeleitfluid zu verhindern, kann zwischen dem Wärmeieitfluid und einer dem Wärmefluid zugewandten Oberfläche der Wärmeieiteriage eine elektrische Isolierung angeordnet sein.
Gemäß einer Ausführungsform kann das Temperierelernent eine weitere erste elektrisch leitfähige Wärmeieiteriage umfassen und zusätzlich oder alternativ eine weitere zweite elektrisch leitfähige Wärmeieiteriage umfassen. Dabei kann die weitere erste und/oder weitere zweite Wärmeieiteriage durch zumindest eine der ersten oder zweiten PeiÜer-Eiemenf-Lage von der ersten oder zweiten Wärmeieiteriage getrennt in dem Stapel angeordnet sein. Beispielsweise kann der Stapel so aufgebaut sein, dass sich zuunterst des Stapels die "weitere zwei-
te Wärmeleiteriage befindet, auf der die erste Peltier-Eiement-Lage angeordnet Ist. Auf dieser wiederum kann die erste Wärmeleiteriage angeordnet sein, auf der sich die zweite Peltier-Eiement-Lage befindet. Die zweite Wärmeleiterläge kann den Äbschluss des Temperiereiementstapels bilden. Alternativ kann der Stapel so aufgebaut sein, dass die weitere erste Wärmeleiteriage die erste Schicht des Stapels bildet. Auf dieser können nacheinander zum Beispiel erste Peltier-Eiement-Lage, die zweite Wärmeleiteriage, die erste Wärmeleiteriage, die zweite Peltier-Eiement-Lage und die weitere zweite Wärmeleiteriage angeordnet sein, wobei zwischen der zweiten Wärmeleiteriage und der ersten Wärmeleiteriage eine thermische Isolierschicht angeordnet sein kann.
Für den Fall, dass das Temperiereiement eine weitere zweite elektrisch leitfähige Wärmeleiteriage umfasst kann die zweite Wärmeleiteriage einen ersten elektrischen Kontakt und die weitere zweite Wärmeleiteriage einen zweiten elektrischen Kontakt aufweisen. Dabei können die erste Peltier-Eiement-Lage und die zweite Peltier-Eiement-Lage zwischen der zweiten Wärmeleiteriage und der weiteren zweiten Wärmeleiteriage angeordnet sein. Die erste Wärmeleiteriage kann zwischen der ersten Peltier-Eiement-Lage und der zweiten Peltier- Eiement-Lage angeordnet sein. Gemäß, dieser Anordnung kann, ein erster Pel- tier-Effekt an der ersten Wärmeleiteriage erzielt werden, so dass die erste Wärmeleiteriage entsprechend einer Polung des durch den Stapel geleiteten Stroms erwärmt oder gekühlt werden kann. Gemäß einem zu dem ersten Pei- tier-Effekt entgegengesetzten weiteren Peltier-Effekt kann die zweite Wärmeleiteriage erwärmt werden, wenn die erste Wärmeleiteriage gekühlt wird beziehungsweise gekühlt wird, wenn die erste Wärmeleiteriage erwärmt wird. Diese Anordnung bietet den weiteren Vorteil, dass keine thermisch isolierende Schicht zwischen den einzelnen Lagen erforderlich ist, stets unterschiedlich temperierte Wärmeleiferlagen stets durch eine Peltier-Elemenf-Lage getrennt sind. Bei einer Stapelung des Temperierelements mit einem weiteren gleichen Tempenerelement ist zudem lediglich eine galvanische Trennung und keine thermo-galvanische Trennung zwischen den Temperierelementen erforderlich ist, da hier zwei Wärmeleiterlagen benachbart zueinander angeordnet sind, die
demselben Peltier-Effekt ausgesetzt sind und somit eine gleiche Temperatur aufweisen,
Alternativ kann das Temperierelement eine weitere erste Wärmeleiterlage und eine weitere zweite Wärmeleiteriage umfassen. Die erste Wärmeleiteriage kann einen ersten elektrischen Kontakt aufweisen, und die weitere erste Wärmeleiteriage kann einen zweiten elektrischen Kontakt aufweisen. Desweiteren kann das Temperierelement eine elektrische Leitung zum Verbinden der zweiten Wärmeleiteriage mit der weiteren zweiten Wärmeleiteriage aufweisen. Dabei können die erste Wärmeleiteriage und die zweite Wärmeleiteriage zwischen der ersten und der zweiten PeStier-Etement-Lage angeordnet sein und die erste Pei er- Elernent-Lage und die zweite Peltier-Etement-Lage zwischen der weiteren ersten Wärmeleiteriage und der weiteren zweite Wärmeleiteriage angeordnet sein. Zwischen der ersten Wärmeleiteriage und der zweiten Wärmeleiteriage kann zudem eine galvanische und thermische isolierlage angeordnet sein. Gemäß dieser Anordnung kann ein elektrischer Strom an dem ersten elektrischen Kontakt in das Temperierelement eintreten und von dort die zweite Peitier- Element-Lage, die zweite Wärmeleiteriage. über die elektrische Leitung die weitere zweite Wärmeleiteriage, die erste Peltier-Eiement-Lage und schließlich die weitere erste Wärmeleiteriag durchlaufen. An dem zweiten elektrischen Kontakt kann der elektrische Strom aus dem Temperierelement heraus- und unter Umständen in ein weiteres Temperierelement hineingelebet werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform können die verschiedenen Wärmeiei- teriagen des Tempenerelements auc über zusätzliche elektrische Leitungen miteinander verbunden sein. Die zusätzlichen Leitungen können dabei jeweils an den den Leitungen gegenüberliegenden Enden der jeweiligen Wärmeleiier- lagen des Temperierelements angeordnet sein. Entsprechend können die mit einem ersten oder zweiten Kontakt versehenen Wärmeleiterlagen jeweils zusätzliche ontakte zum Änsc luss der zusätzlichen Leitungen autweisen. Eine derartige beidseitig ausgeführte Zu- und Ableitung des elektrischen Stromes links und rechts an dem Temperierelement, beispielsweise mittels Kabeln, kann
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zur Reduzierung der Stromstärken in den Stegen oder Rippen der verschiedenen VVäfmejeiterlagen des Ternperiereiements beitragen. Der Nachteil, dass bei einseitiger Anbindung die Stromstärke am Eintritt in die Wärrneleiterlage nämlich der Summe a!ler Ströme durch die Peitier-Elemeni-Leiter einer Reihe entspräche, was zu unzulässigen Stror dichten führen kann, kann somit aufgehoben werden.
Die erste Peltier-Element-Lage kann mindestens zwei benachbart zueinander angeordnete erste Peltier-Element-Leiter aufweisen, und die zweite Pe!tier- Element-Lage kann mindestens zwei benachbart zueinander angeordnete zweite Peltier-Element-Leiter aufweisen. Ein Abstand zwischen den einzelnen Pel~ tier in Elementen kann abhängig von einer Wärmeleistung der Peltier-Element- Leiter gewählt sein. Zwischen den einzelnen Peltier-EIement-Leitern kann eine elektrische Isolierung angeordnet sein. Je nach Ausdehnung der Peltier- Element-Lagen können entsprechend viele Pe!tier-E!ernent-Leiter benachbart zueinander angeordnet sein, Dabei können die Peltier-Element-Leiter flächig, also beispielsweise sowohl in Längsrichtung als auch In Querrichtung nebeneinander angeordnet sein.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform können die erste Peltier-Element- Lage und die zweite Peltier-Element-Lage jeweils mindestens einen ersten Peltier-Element-Leiter und mindestens einen zweiten Peltier-Element-Leiter aufweisen. Der erste und zweite Peltier-Element-Leiter können dabei benachbart zueinander angeordnet und elektrisch leitend miteinander verbunden sein. Infolgedessen kann der durch den Stapel getestete elektrische Strom den ersten Peltier-Element-Leiter und zweiten Peltier-Element-Leiter seriell durchströmen. Beispielsweise können die erste Peltier-Element-Leite n-dotiert sein und die zweiten Peitier-Element-Leiier können p-dotiert sein, oder umgekehrt. Diese AusfDhrungsform des Ternperiereiements bietet den Vorteil, dass unter Umständen bereits vorhandene Prototype von Heizelementen auf Peltiertechnologiebasis zum Bau des hier vorgeschlagenen Temperierelements
eingesetzt werden können. Es ergibt sich daraus eine Zeit- und Kostenersparnis in der Produktion.
Gemäß einer Ausführungsform kann die erste Wärmeleiterlage als ein Künlmit- telkana! ausgebildet sein und die zweite Wärmeleiterlage kann als ein Rippen- eiemeni ausgebildet sein. Beispielswelse kann der Kühlmittelkanal als ein Rohr zum Führen einer ühlmitteiflüssigkeit ausgebildet sein. Das Rippeneiement kann beispielsweise aus zwei Stegen gebildet sein, zwischen denen .ein Zickzack- oder wellenförmig gebogenes Metailband angeordnet ist, so dass beispielsweise schräg angeordnete Rippe zwischen den Stegen gebildet werden. Bei dem zweiten WärmeleUfiuid kann es sich beispielsweise um Luft handeln, die aus einer Fahrzeugumgebung in das Fahrzeug geleitet und durch die zweite Wärmeleiterlage geführt wird, wo sie entsprechend einer Temperatur der zweiten Wärmeleiterlage gekühlt oder erwärmt wird. Ein derartiger Aufbau der zweite Wärmeleiterlage bietet vorteiihafterweise eine große Temperaturübergangsfläche für das durch die zweite Wärmeleiterlag geführte Fluid. Selbstverständlich können auch die erste Wärmeleiterlage zum Führen von Luft und die zweite Wärmeleiterlage zum Führen einer Flüssigkeit ausgebildet sein, Ebenso kann die erste Wärmeleitlage ein Mehrzahl benachbart zueinander angeordnete Kühlmitteikanäle aufweisen und die weite Wärmeleiterlage kann eine Mehrzahl von benachbart zueinander angeordneten Rippenelementen aufweisen,
Die erste Wärmeleiterlage kann an einer Außenseite eine galvanische Isolierschicht aufweisen, Diese kann von einer Leiterschicht umgeben sein, die ausgebildet sein kann, um einen Stromfiuss zwischen der ersten Peltier-Element- Lage und der zweiten Pelfier-Element-Lage zu ermöglichen. Beispielsweise kann die erste Wärmeleiterlage vollständig von der Leiterschicht umschlossen sein, oder die Leiterschicht kann auf zwei gegenüberliegenden Seiten der ersten Wärmeleiterlage aufgebracht und mit einer elektrischen Leitung verbunden sein. Auf diese Weise kann der elektrische Stromfiuss durch den Stapel des Temperierelements gewährleistet werden, wobei gleichzeitig die erste Wärmeleiterlage von einem elektrischen Stromfiuss ausgenommen ist. So können
Leckströme in das die erste Wärmeleiteriage durchströmende Kühlmittel hinein vermieden werden.
Die erste Wärmeieiteriage und die zweite Wärmeleiterlage können ausgebildet sein, um zueinander orthogonale Flussrichtungen für das erste Wärmeleitfluid und das zweite Wärmeleitfluid bereitzustellen. Auf diese Weise können Zuläufe und Abläufe der unterschiedlichen Wärmeieitfiuide an unterschiedlichen Seiten des Temperierelements angeordnet werden.
Die vorliegende Erfindung schafft ferner eine Temperiervorrichtung, die eine Mehrzahl von Temperierelementen umfasst, wobei die Mehrzahl von Temperiereiementen über die jeweiligen ersten und zweiten Kontakte in einer Serienschaltung verschaltet sind.
Gemäß einer Ausführungsform kann zwischen jeweils zwei der Mehrzahl von Temperierelementen eine galvanische Isoiierlage angeordnet sein. Auf diese Weise kann ein elektrischer Stromfluss nacheinander durch sämtliche Temperiereiemente der Temperiervorrichtung gewährleistet werden. Kontakte einer in Bezug auf den Stromfluss ersten und letzten Temperiereinrichtung können mit eine Stromquelle verbunden sein. Zwischen benachbarten Temperierelementen angeordnete galvanische Isolierlagen können zudem eine thermische- Isolierung zwischen den einzelnen Temperierelementen bereitstellen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn zwei unterschiedlich temperierte Wärmeleiteriagen benachbart zueinander in der Temperiervorrichtung angeordnet sind. Die Temperiereiemente können sowohl in einer Serienschaltung als auch in einer Parallelschaltung oder in einer isehförrh in der Temperiervorrichtung verschaltet sein.
Die Mehrzahl von Temperierelementen können in mindestens einem Stapel angeordnet sein. Dabei kann eine Dimension der Temperiervorrichtung über eine entsprechende Anzahl von gestapelten Temperierelementen und/oder eine horizontale Ausdehnung der einzelnen Lagen der Mehrzahl von
Temperierelementen an bestehende räumliche Gegebenheiten angepassi werden. Selbstverständlich kann die Temperiervorrichtung' auch aus einer Mehrzahl von Stapeln gebildet sein, die benachbart angeordnet und über die jeweiligen Kontakte in einer Serienschaltung oder einer Parallelschaltung verschaltet sind,
Die vorliegende Erfindung schafft ferner eine Temperiervorrichtung für ein Fahrzeug, mit. folgenden Merkmalen: einer ersten Wärmeleiteriage zum Leiten eines ersten Wärmeleitfluids; einer Peltier-Element-Lage di eine Mehrzahl von Peliier-Eiementen aufweist, die beabstandet zueinander angeordnet sind und jeweils eine Mehrzahl von Peltier-Eiement-Leitern umfassen; und einer zweiten Wärmeleiteriage zum Leiten eines zweiten Wärmeleitfluids; wobei die Lagen in Form eines Stapels angeordnet sind, so dass die Peltier-Element-Lage zwischen der ersten Wärmeleiteriage und der zweiten Wärmeleiteriage angeordnet ist. Im Betrieb der Temperiervorrichtung kann die Peltier-Element-Lage ausgebildet sein, um die erste Wärmeleiteriage zu kühlen und die zweite Wärmeleiter- Sage zu wärmen, oder umgekehrt. Jedes Peltier-Elemeni kann als ein separates Peltier-Modui ausgeführt sein, Das bedeutet, dass jedes Peltier-Element eigene elektrische Anschlüsse zum Zuführen und Abführen eines durch die Peltier- Efement-Leiter des Pe!tier-E!ements fließenden Stroms aufweist. Die Peltier- Elemente können jeweils eine Grundplatte aufweisen, auf der ausschließlich die Peltier-Element-Leiter des jeweiligen Peltier-Elements angeordnet sind. Ein Abstand zwischen benachbarten Peltier-Element-Leitern innerhalb eines Peltier- Elements kann geringer sein, als ein Abstand zwischen benachbarten Peliier- Eiementen. Die Peltfer- Elemente können jeweils sowohl n-dotierie Peltier- Element-Leiter als auch p-doiierte Peifier-Element-Leiter aufweisen. Auch können die Peitier-ESement-Leiter als aufgedampfte Leiterbahnen oder als Gewebe ausgeführt sein.
Die Mehrzahl von Peltier-Eiementen einer Peltier-Element-Lage kann maximal ein Zehntel einer Gesamtfläche der Pei er~E.iement~Lage bedecken, Zwischen den Peltier-Elementen kann sich ein thermisch isolierter Zwischenraum faefin-
den. Alternativ kann die Mehrzahl von Peltier-Element-Leitern maximal ein Zehniel der Gesamtfläche der Feitier-Element-Lage bedecken.
Gemäß einer Ausfuhrungsform kann die Temperiervorrichtung eine weitere Peitier-EIement-Lage, die eine Mehrzahl von weiteren Peltier-Elementen aufweist, die .beabstandet zueinander angeordnet sind und jeweils- eine Mehrzahl von weiteren Peltier-Element-Leitern umfassen, und eine weitere erste Wärmeleiter- lage zum Leiten des ersten Wärmefeitfluids aufweisen. Dabei kann die weitere PeJfier~Elernent~Lage in dem Stapei zwischen der zweiten Wärnieleiteriage und der weiteren ersten Wärmeleiterlage angeordnet sein. Auf diese Weise ist keine thermische Isolation zwischen benachbarten Lagen erforderlich»
Alternativ kann die Temperiervorricntisng eine thermische isolierlage, eine weitere erste Wärmeieiierlage zum Leiten des ersten Wärmeieiffluids und eine weitere Peltier-Element-Lage aufweisen, die eine Mehrzahl von weiteren Peltier- Eiementen (6ÖÖ) aufweist, die beabstandet zueinander angeordnet sind und jeweils eine Mehrzahl von weiteren Peltier-Element-Leitern umfassen, Dabei können die thermische Isolierlage in dem Stapel benachbart zu der zweiten Wärmeleiterlage und die weitere erste Wärmeleitefiage in dem Stapel zwischen der thermischen isolierlage und der weiteren Peltier-Element-Lage angeordnet sein.
Gemäß einer Ausführungsform weist eine Temperiervorrichtung eine Schafteinrichtung auf, die ausgebildet ist, um das erste Wärmeleitfluid in einem ersten Betriebsmodus der Temp.eriervorrichtung durch die erste Wärmeleitefiage und die weitere erste Wärmeieiierlage und in einem zweite Betriebsmodus der Temperiervorrichtiing entweder durch die erste Wärmeieiteriage oder durch die weitere erste Wärmeleiterlage zu leiten. Das Temperierelement kann als eine Klapp ausgeführt sein. Die Temperiervqrric.hiung kann im ersten Betriebsmodus eine größere Wärmeleistung als im zweiten Betriebsmodus erzseien. Vorteilhafterweise können aktive Peltier-Element-Leiter sowohl im ersten Betriebsmodus als auch im zweiten Betriebsmodus von einem elektrischen Strom
durchflössen werden, der eine zum Betrieb der Peitiei "-Element-Leiter optimale Stromstärke aufweist.
Gemäß einer .Ausführungsform können benachbart angeordnete Peltier- Element-Lagen, beispielsweise die erste Pei'tier-Eiement-Lage und die zweite Peltser-Element-Lage, eine unterschiedliche Anzahl von Peltier-Elerrient-Leitern oder Peltier-Elementen aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann sich eine Anordnung von Peltier-Element-Leitern ode Peitier-Eiementen. auf benachbart angeordnete Peltier-Element-Lagen unterscheiden. Alternativ oder zusätzlich kann sich eine flächenmäßige Ausdehnung der Peltier-Eiement-Leiter oder der Peltier-Elernente auf benachbart angeordnete Peltier-Element-Lagen unterscheiden. Durch eine entsprechende Wahl der Anordnung, Anzahl und/oder Größe kann eine Temperaturverteilung innerhalb der Peltier-Element-Lagen beeinflusst werden. Insbesondere kann eine homogene Temperaturverteilung erzielt werden.
Vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinztpdarsteliung einer Temperiervorrichtung gemäß einem Aus- führungsbeispiei der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung einer Temperiervo richtung gemäß einem weiteren Ausführungsbesspiei der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines Details der Temperiervornchtuhg aus Fig. 2;
Fig. 4 eine Prinzipdarstellung einer Temperiervornohtung gemäß einem weite ren Ausführungsbeispieider vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 eine Prinzipdarsteiiung einer Serienschaiiung einer Mehrzahl von Temperiervorrichtungen, gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 6 eine Prinzipdarsteiiung eines Peliier-Elernents eines weiteren Ausfüh- rungsbeisptels der vorliegenden Erfindung;
Fig. 7 eine Prinzipdarsteiiung einer Peltier-Eiement-Lage, gemäß einem Aus- führungsbeispie! der vorliegenden Erfindung;
Fig. 8 eine prinzipdarsteiiung einer Tempenervorrichtung, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 9 eine Explosionsdarsteiiung eines Abschnitts einer Temperiervorrichtung, gemäß einem Ausführungsbeispiei. der vorliegenden Erfindung;
Fig. 10 eine Prinzipdarstellung einer Peltier-Eiement-Lage und eines Peltfcr- Efements, gemäß einem Ausführungsbeispiei der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 11 eine Projektion zweier Peltier-Element-Lagen, gemäß einem Ausführungsbeispiei der vorliegenden Erfindung.
In der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden für die in den verschiedenen Zeichnungen dargestellten und ähnlich wirkenden Elemente gleiche oder ähnliche Bezugszeichen verwendet, wobei eine wiederholte Beschreibung dieser Elemente weggelassen wird.
Fig. 1 zeigt eine Prinzipdarstellung einer Temperiervorrichtung 100 gemäß einem Ausführungsbeispiei der vorliegenden Erfindung, Die Tempenervorrichtung
100 ist hier aus einem Stapel von vier Temperiereäemenien 105 gebildet. Der Übersichtlichkeit halber ist lediglich eine die Temperiervo richtungen 105 mit einem Bezugszeichen versehen. Die Temperiervorrichtung 100 kann auch mehr oder weniger Temperierelemente 105 aufweisen.
Jede der Temperiervorrichtungen 105 in Flg. 1 weist eine erste Peltier-Eiemeni- Lage 110, eine zweite Peltier-Eierfsent-Lage 1 15s eine erste Wärmeleiterlage 120, eine zweite Wärmeleiterlage 125 und eine weitere zweite Wärmeleiterlage 130 auf. Gemäß der Darstellung in Fig. 1 bildet die zweite Wärmeleiterlage 125 die Basis des Stapeis. Auf dieser ist die erste Peitier-Element-Lage 110 angeordnet, auf der wiederum die erste Wärmeleiterlage 120 angeordnet ist. Diese ist von der zweiten Peitier-Elemenf-Lag 1 15 bedeckt, auf der sich abschließend die weitere zweite Wärmeleiterlage 130 befindet. Gemäß der Darstellung in Fig. 1 setzen sich die erste Peltier-Efcmenf-Lage 110 und die zweite Peltier- Element-Lage 1 15 jeweils aus drei einzelnen beabstandet benachbart angeordneten Peltier-Ele ent-Leitem 135 zusammen. Der Übersichtlichkeit halber ist lediglich einer der Pelt.ier-Element-Leiter 135 mit einem Bezügszeichen versehen. Gemäß der Darstellung in Fig. 1 sind die Peltier-Element-Leiter 135 der ersten Peitier-Element-Lage 1 10 n-dötiert und die Peltier-Element-Leiter 135 der zweiten Peltier-Element-Lage 115 p-dotiert.
Bei dem Ausführungsbeispieä der Temperiervorrichtung. 100 in Fig. 1 ist die erste Wärmeleiterlage 120 jeweils als einen ühimitielkana! ausgebildet. Die zweite Wärmeleiterlage 25 und die weitere zweite Wärmeleiterlage 130 sind jeweils als ein Rippenelement mit zwei parallel angeordneten Stegen und zwischen den Stegen schräg angeordneten Rippen ausgeführt. Zwischen jeweils zwei benachbarten Temperierelementen 105 ist eine galvanische Isolierlage 140 angeordnet. Der Übersichtlichkeit halber ist lediglich eine der galvanischen isolier- lagen 140 mit einem Bezugszeichen gekennzeichnet. Optional kann einer der beiden Siege des Rippenelements 130 auch entfallen, zum Beispiel wenn zwei Temperierelemente 05 in dem Stapel aufeinanderfolgen, so dass eine zweite Wärmeleiterlage 125 eines Temperierelements 105 benachbart, und unter Um-
ständen lediglich durch eine galvanische Isolieriage 140 getrennt, zu einer weiteren zweiten Wärmeleiterlage 130 eines nachfolgenden Temperiereiemenis 105 angeordnet ist. Hier kann zum Beispiel jeweils auf den zu der Isoiierlage 140 benachbarten Steg verzichtet werden. Benachbarte Lagen können in direktem Kontakt zueinander stehen.
Gemäß dem in Fig. 1 gezeigten .Ausführungsbeispiei der Temperiervorrichtung 100 weist jeweils die zweite Wärmeleiterlage 125 einen ersten elektrischen Kontakt 145 und die weitere zweite Wärmeleiterlage 130 einen zweiten elektrischen Kontakt 150 auf. Zur Herstellung einer elektrischen Serienschaltung zwi schen den Temperierelementen 105 ist jeweils ein zweiter Kontakt 150 eines Temperierelements 105 mit einem ersten Kontakt 145 eines benachbarten Temperiereiemenis 105 über eine elektrische Leitung 155 verbunden. Gemäß der Darstellung in Fig. 1 sind der erste Kontakt 145 des obersten Temperiereiemenis 105 in der Temperiervorrichtung 100 und der zweite Kontakt 150 des untersten Temperierelements 105 mit einer elektrischen Zuleitung oder Ableitung verbunden, so dass ein durch die Zuleitung in die Temperiervorrichtung 100 eingebrachter Strom durch den gesamten Stapel fließen und diesen durch die Ableitung wieder verlassen kann.
Jeder Heizkörper bzw. jedes TemperiereSerneni 105 gemäß der Darstellung in Fig. 1 beinhaltet einen Kühlmittelkanal 120 und Luftdurchgänge 125, 130. Über die Peitierelemente 135 wird Wärme zwischen dem Kühlmittel und den Peltierelementen 135 sowie zwischen den Peitierelementen 135 und der berippten Luftseite 125, 130 transportiert. Durch die vorteilhafte elektrische Verschaltung 155 kann ein einfach zu fertigendes Bauprinzip erzielt werden. Zudem kommt der Heizkörper 105 ohne elektrisch Isolatoren aus, die sich im Allgemeinen in Bereichen hoher geforderter Wärmeübertragung negativ auf Wärmeteitungseigenschaften auswirken würde .
Die Kühlmifteikanäle 120 werden mit Kühlmittel durchströmt. An diese sind beidseitig di Pellierelemente 135 angebunden, so dass der Wärmeübergang in
beide Richtungen erfolgen kann. Die Wärme wird über die Peitierelernente 135 übertragen und gelangt auf die benppte Luftseite 125, 130, die Rippen 125, 130 erleichtern den Wärmeübergang an die Luft. Dieser Wärmegang ist auch elektrisch durchgehend leitend ausgeführt, da die elektrisch leitfähigen Wärmeleiterlagen 120, 125, 130 aus Metall, z.B. Aluminium,, gebildet sind und die Peitierelernente 135 thermoeiektrisch aktives Funktionsmaterial enthalten. Mittig zwischen den Weifrippen 125, 130 befindet sich die elektrische Isolationsschichf 140, Ein eventueller Wärmeübergangswiderstand durch die isolationsschichf 140 spielt keine Rolle, da hier gemäß der Symmetrie kein Wärmeübergang in vertikale Richtung im Sinne des Wirkprinzips stattfindet.
Die Peitierelernente 135 in Fig. 1 sind in einer Reihe (Layer) jeweils ausschließlich p- oder n-dotiert ausgeführt. Die elektrische Verschaitung 155 erfolgt derart, dass eine Vergrößerung der Temperiervorriehtung 100 in vertikaler Richtung durch eine Erhöhung der Anzahl an Lagen von Temperierelementen 105 eine Erhöhung des gesamten Spannungsabfalls an der Temperieworridhtung 100 bewirkt. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausfühxungsbeispiei umfasst die Temperiervorrichtung 100 vier Lagen von Temperierelementen 105 mit jeweils identischem inneren Aufbau. Dagegen bewirkt eine horizontale Erweiterung der Temperiervorriehtung 100 eine höhere Stromstärke, da alle Elemente einer Lage elektrisch parallel geschaltet sind.
Gemäß der Darstellung in Fig. 1 sind jeweils die Rippenelemente bzw. Luftselten 25, 130 zweier benachbarter vertikaler Lagen über einen separaten elektrischen Leiter 155, der in der Darstellung als„Kabel" symbolisiert ist, derart verbunden, dass die unmittelbar an eine Luftseite 125, 130 angebundenen Peitierelernente 135 eine unterschiedliche Dotierung aufweisen. Die Verbindung zwischen zwei Lagen an Peltierelementen 136, welche an den gleichen Kühlmittelkanal 120 angebunden sind, muss nicht durch separate Leiter überbrückt werden, da der Kühlmittelkanal 120 selbst elektrisch leitend ist,
Je nach Konstruktion könnten so natürlich auch Lagen miteinander verschaltet werden, die nicht unmittelbar benachbart sind, benachbarte Lagen sind Jedoch aufgrund der kleinsten erforderlichen Leitungslänge naheliegend und zu bevorzugen. Ebenso könnte eine Temperlerelement-Lage 105 um 180° gedreht werden, so dass nicht immer dieselbe Dotierung oben und die andere Dotierung unten liegt. Der Fehlervermeidung bei der Fertigung dienlich ist jedoch die in Fig. 1 gezeigte, immer gleich bleibende Anordnung der Lagen von Temperierelementen 105. Die elektrischen Anschlüsse 145, 150 sind wie i Fig. 1 dargestellt angebracht., dass sie sich nahtlos in das Verschaliungsprinzip einfügen. Wie bereits beschrieben, definiert die Anzahl der Lagen von Temperierelementen 105 den Bereich des Spannungsabfalls am Heizkörper 100. Wäre dieser bei gegebener Höhe des Heizkörpers 100 zu g oß, so Kann die elektrische Verschattung durch weitere elektrische Zuleitungen unterbrochen werden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Heizkörperausschnitt aus Fig. 1 exakt repliziert und auf den bestehenden Ausschnitt oben aufgesetzt werden. Die Trennung wäre dann rein elektrisch, di mechanische Anbindung könnte ohne Unterschied zur Verbindung zwischen den anderen Lagen ausgeführt werden. Eher zu erwarten wäre aber ein zu geringer Spannungsabfall, beispielsweise wenn die durch eine Spannungsquelle zur Verfügung gestellte Spannung möglichst vollständig abgegriffen werde soll, etwa 12 V bei einem Niedervolt-Bordnetz des Fahrzeuges, In diesem Falle besteht die Möglichkeit auch in einer erweiterten elektrischen Serienschaltung durch eine Anordnung mehrerer derartiger Heizkörper 100 in einer bisher nicht genutzten Tiefendimension in einer Flucht, damit der freie Strömungsquerschnift auf der Luftseite erhalten bleibt. Dieser Aspekt des erfindungsgernäSen Ansatzes ist im Zusammenhang mit Fig. 5 erläutert.
Zusammenfassend für das in Fig. 1 gezeigte Äusführungsbeispiei der Temperiervorrichtung 1ÖQ kann der Stromfluss nochmals wie folgt beschrieben werden: Der Strom fließt durch eine Reihe von Peltiereiementen 135 gleicher Dotierung, in Parallelschaltung, zum Kühlwasse kana! 120 und über diesen zur Reihe der anders dotierten Elemente 135, die ebenfalls in Reihe geschaltet
sind. Über die Luftseite 125, hier eine Berippung oder ein Grundblech mit z.B. durch Lotung aufgetragenen Rippen, besteht eine elektrische Verbindung 150 zu einem separaten, unter Umständen beliebig ausgeführten, Leiter 155, welcher den Stromfluss in die Berippung oder das Grundbuch 130 mit z.B, durch Lotung aufgetragenen Rippen einer anderen Lage 105 bewirkt. Jeweils in elektrischer Serienschaltung benachbarte Elemente wechseln die Dotierung.
Fig. 2 zeigt eine Prinzipdarstellung einer Temperiervorrichtung 200 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Temperseivorrichtung 200 weist einen zu der Temperiervorrichtung 100 aus Fig. 1 nahezu identischen Aufbau auf, mit dem Unterschied, lass jedes Temperierelemeni 1.05 eine äußere elektrische Verbindung 205 zur Umgehung des Kühlmiiteikanals 120 aufweist. Der Übersichtlichkeit halber ist lediglich eine der elektrischen Verbindungen 205 mit einem Bezugszeichen versehen. Der Einsatz der elektrischen Verbindungen 205 ist der Tatsache geschuldet, dass in der Regel keine rein organischen Kühlmittel verwendet werden, sondern solche, in denen ein gewisser Anteil Wasser enthalten ist. Dadurch wird das Kühlmittel elektrisch leitend und würde bei einer Verwendung in einer Temperiervorrichtung gemäß Fig. 1 einer Spannungsdifferenz ausgesetzt werden. Dies kann vermieden werden, indem der Kühlmittelkanai 120 aus der Stromkaskade herausgenommen wird: Entsprechend ist zum Beispiel auf dem Kühlmitteirohr 120 ein Nichtleiter in einer dünnen Schicht aufgetragen, so dass ein Wärmetransportwiderstand möglichst gering ist. Darauf ist wiederum eine, vorzugsweise durchgängige, Leiterschicht aufgetragen, Der Kühimiielkanal 120 selbst bleibt somit potenzialfrei, rnuss dafür aber durch den separaten Leiter 205 umgangen werden, wie dies auch auf der Luftseite 125, 130 der Fall. Die Leiter 205 können auch eine andere als die in Fig. 2 gezeigte Ausführung aufweisen.
Fig. 3 zeigt in einer Detailvergrößerung einen Aufbau eines Kühlmiiteikanals 120 ge näß dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel, Gezeigt ist ein Abschnitt des Kühlmittelkanals 120 in einer Längsschnittdarstellung, Eine gakani-
sehe Isolierschicht 305 aus einem Isolator Ist auf den KühlroiitelkanaJ 120 aufgebracht, so dass eine auf eine Ronrwand 310 übertragene elektrische Spannung nicht auf ein das Kühlmittelrohr 120 durchströmende ühifluicl übertragen werden kann. Über die galvanische Isolierschicht 305 ist eine Leiterschicht 315 aus einem elektrischen Leiter aufgebracht. Die Leiterschicht 315 weist wiederum einen elektrischen Kontakt zu einem Äbleiler 320 auf, der den elektrischen Strom hier abgreifen und der Leiterschicht 315 an anderer Stelle wieder zuführen kann, so dass das KühSfiuid von dem elektrischen Stromfiuss ausgenommen bleibt, Die Rohrwand 310 kann beispielsweise aus Aluminium gebildet sein.
Fig. 4 zeigt in einer Prinzipdarstellung ein alternatives AusführüngsbeispJei einer TemperiervOrrichiung 400. Die Temperiervorrichtung 4ÖÖ umfasst einen vertikalen Stapel von drei Temperiereiemenfen 405, Diese weisen einen zu den im Zusammenhang mit Fig. 1 erläuterten Temperierelementen abweichenden Aufbau auf. Hier ist neben der ersten Wärmeleiteiiage 120 auch die zweite Wärmeleiteriage 125 zwischen der ersten Peltier-Element-Lage 110 und der zweiten Peltser-Element-Lage 115 angeordnet. Zwischen der ersten Wärmeleiteriage 1 0 und der zweiten Wärmeiesierlage 125 befindet sieh eine galvanische und thermische Isölierlage 410, Die galvanische und thermische Iso ieria- ge 410 kann einen optionalen Steg für das Rlppeneiement 125 oder das Rippenelement 130 aufweisen. Die im Zusammenhang mit Fig. 1 erläuterte galvanische Isölierlage entfällt hier. Bei dein hier gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Temperiereiement 405 eine weitere erste Wärmeleiteriage 415 auf, die eine Basis des Temperiereiement 405 bildet. Hier weist die erste Wärmeleiterlage 120 den ersten elektrischen Kontakt 145 und die weitere erste Wärmeleiteriage 415 den zweiten elektrischen Kontakt 150 auf. Weiterhin ist die zweite Wärmeleiteriage 125 jedes Temperierelements 405 über eine elektrische Leitung 420 mit der weiteren zweiten Wärmeleiteriage 130 verbunden.
Gemäß der Darstellung in Fig. 4 besteht gegenüber dem im Zusammenhang mit Fig. 1 erläuterten Ausführungsbeispiel lediglich ein einseitiger Wärmeüber-
gang jeweils auf der kalten und der warmen Seite. Somit wirkt die Isoiations- schicht 410 auf der anderen Seite jetzt nicht mehr nur elektrisch isolierend gegen Niederspannung, sondern auch thermisch isolierend. Entsprechend kann eine Dicke der Isofierlage 410 hier höher sein. Hier sind die Luftseiten 125, 130 benachbarte Lagen über die Leitungen 420 elektrisch miteinander verbünden, ebenso sind die Kühlwasserseiten 120, 415 benachbarter Lagen nicht mehr direkt, sondern analog zur Luffseile ebenfalls indirekt über separate Leiter 425 elektrisch miteinander verbunden. Dies erfolgt wiederum derart, dass zwei elektrisch miteinander verbundene Lagen 120, 415 bzw. 125, 130 wechselnde Dotierungen der innerhalb einer Lage einförmig dotierten Peltiersteine 135 aufweisen.
Im Zusammenhang mit den anhand der vorangegangenen Figuren 1 bis 4 erläuterten Äusführungsbeispielen wird betont, dass im Rahmen des hier vorgestellten Ansatzes eine absolute Reihenfolge, d.h. ein Beginn und Ende einer Serienschaltung mit einer bestimmten Dotierung (p oder n), und eine Anzahl an Peltiereiementen in jeder Raumrichtung grundsätzlich offen bleibt. Ebenfalls offen ist ein Betrieb als Wärmepumpe, wobei Luft erwärmt wird, oder als Klimaanlage, wobei Luft gekühlt wird. Die jeweilige Funktionalität kann durch Umpö- lung gewechselt werden.
Fig. 5 zeigt in einer Prinzipdarstellung ei Ausführungsbefspiej einer erweiterten elektrischen Serienschaltung 500 von Temperiervörrichtungen 100, 200 oder 400 gemäß den Figuren 1 bis 4 in einer horizontalen Richtung. Die Mehrzahl von Temperiervorrichtungen 100, 200 oder 400 ist in vereinfachter Form gezeigt. Gemäß der Darstellung in Fig. 5 sind die Temperiervorrichtungen 100« 200 oder 400 in einer Ebene hintereinander in einer durch einen Pfeil angedeuteten Tiefenrichtung 510 angeordnet. Entsprechend baulichen Gegebenheiten des Einsatzortes kann die hier gezeigte Anordnung 500 auch um v/eitere TemperiervOinchtungen 100, 200 oder 400 erweitert werden. Die einzelnen Temperiervörrichtungen 100, 200 oder 400 sind elektrisch ieitfählg miteinander verbunden, so dass einen Stromfluss durch die gesamte Anordnung 500 erfol-
gen kann. Die elektrischen Verbindungen sind in Fig. 5 nicht gezeigt Ein weiterer Pfeil repräsentiert eine Strörmingsnchiung 520 eines zum Beispiel durch die zweiten und weiteren zweiten ärmeleiierlagen der Temperiervorrichtungen 100, 200 oder 4ÖÖ geleiteten ärmeleit uids. Bei diesem Kann es sich beispielsweise um Luft handeln.
Alternativ zu den gemäß Figuren 1 bis 4 vorgestellten Ausführungsbeispielen von Temperiervorriehtungen 100, 200, 400 kann ein weiteres Äusführungsbei- spiel einer erfindungsgemäßen Temperiervorrichtung eine Peltier-E!ement~Lage aufweisen, die eine Mehrzahl von Peltier-Eiementen aufweist, die wiederum eine Mehrzahl von Peltier-Element-Leitern aufweisen. Somit können an Stelle von reinen n- oder p- dotierten Elementen 135 äußerlich geometrisch identische Elemente eingesetzt werden, die in sich eine beliebige, flächige Feinstruktur n- und p- seriengeschalteier Bausteine aufweisen,
Fig. 6 zeigt eine Prinzipdarsteilung eines derartigen Peltier-Elemerrts 800. Gezeigt ist eine horizontale Anordnung von Peitier-Elernent-Leitern 135. Dabei sind jeweils ein n-dotierter Feltier-Eiement-Leiter und ein p-dotierter Peitier- Eiemenf-Lelter abwechselnd in einer Ebene angeordnet. Benachbart angeordnet und unterschiedlich dotierte Peltier-Eiement-Leiter 135 sind jeweils abwechselnd über einen elektrischen Leiter 805 auf einer Warmseite und einen weiteren elektrischen Leiter 605 auf einer Kaltseite miteinander verbunden. Auf einer den jeweiligen elektrischen Leitern gegenüberliegenden Warmseife beziehungsweise Kaltseite befinden sich Unterbrechungen 610 der elektrischen Leiter 805. Oberhalb und unterhalb der Lage von Peltier-Element-Leitern 136 ist jeweils ein elektrischer Isolator 615 angeordnet.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Temperiervorrichtung kann nach dem Prinzip der in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Temperiervorrichtungen 100, 200, 400 aufgebaut sein, wobei jedoch die Peltier-Eiemente 800 eingesetzt werden. Damit ein elektrischer Stromfluss durch den gesamten Stapel einer derart aufgebauten Temperiervorrichtung gewährleistet ist, weist hier im Ge-
gensatz zu den gezeigten Ausführungsbeispielen 100, 200( 400 jedes Peitier- Element 600 eine Zuleitung und Ableitung für elektrischen Strom auf. Im Unterschied zu den Ausfühiungsbeispielen gemäß. Figuren 1 bis 4 fließt hier der elektrische Strom nicht vertikal sondern horizontal durch das jeweilige Peltier- ElementeOG, Möglich ist entweder eine serielle Verschaitung zwischen einzelnen Peltier-Elementen 600 oder eine Parallelschaltung, bei der jedes Peltier- Eiement 800 mit einer zentralen Stromversorgung des Fahrzeugs, in der Regel der Autobattene, verbunden ist, so dass ein Spannungsabfall von 12 V über den gesamten Stapel der Temperiervorrichtung gewährleistet ist.
Gemäß einer Ausführungsform, bei der Peltier-Elemente 600 eingesetzt werden, erfolgt ein Stromfiuss nicht durch den gesamten Stapel, und insbesondere nicht durch die Wärmeleiterlagen, sondern ausschließlich durch die Peltier- Element-Lagen. Die einzelnen Peltier-Element-Lagen können jeweils paraSiel oder seriell geschaltet sein.
Je nach Spannungsabfall an den Peltier-Elementen 600 ergäbe sich die Möglichkeit, die hierin beschriebene elektrische Verschaitung zwischen den Reihen ebenfalls anzuwenden, um den gesamten Spannungsabfall über den Heizkörper weiter zu erhöhen, Alternativ kann einfach jede Reihe mit thermoe!ektri- schen Elementen 800 für sich als Einzelkreis behandelt werden, wenn z.B. die Feinstruktur der Peliiermoduie 600 bereits einen Spannungsabfall um 12 V bewirkt, was der konventionellen Funktionalität entspricht. Beispielsweise kann ein n- oder p-Baustein bzw, n~ oder p-Peltier-Eiement-Leiter einen Spannungsabfall von 0,0625 V aufweisen. Bei 16 Bausteinen ergäben sich somit 1 V für ein Peltier- Element. Weist der Heizkörper 12 seriell geschaltete Reihen auf, würden insgesamt 12 V Spannungsabfall realisiert.
Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Flächenlage, insbesondere einer Peitser-Eiement-lage 710, gemäß» einem Ausführungsbeispiet der vorliegenden Erfindung. Die Peltier-Element-Lage 710 weist eine Mehrzahl von Peltier- Elementen 600 auf. Bei den Peltier-Elementen 600 kann es sich jeweils um ein
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Modui handein, wie es beispielsweise in Fig. 6 gezeigt ist. Die einzelnen Peltier- Elemente 600 sind jeweils durch einen thermisch isolierten Zwischenraum 712 voneinander getrennt. Eine Wärmestromrichtung ist durch einen Pfeil gekennzeichnet.
Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung einer Temperiervornchtung 800, gemäß einem Ausführungsbeispiel de vorliegenden Erfindung. Die Temperiervorrichtung weist einen Stapel aus Wärmeleiteriagen, von denen beispielhaft ein Luitkanal mit dem Bezugszeichen 125 gekennzeichnet ist und Pel- tier-Elemeni-Lagen, von denen beispielhaft eine mit dem Bezugszeichen 710 ■gekennzeichnet ist auf. Gemäß» diesem Ausführungsbeispiel strömt, wie durch die Pfeile gekennzeichnet, warrne Luft in die Temperiervornchtung 8Ö0 hinein und kalte Luft aus der Temperiervorrichtung 800 heraus. Das bedeutet, dass die Peitier-Eiemente so angeordnet sind, bzw, so betrieben werden, dass die Luftkanäie 125 abgekühlt werden. Weitere Wärmeleiteriagen der Tempenervorrichtung 800, die beispielsweise von einem Kühlmittel durchflössen werden können, werden dagegen erwärmt.
Fig. 9 zeigt links eine Lage der in Fig. 8 gezeigten Temperiervorrichtung und rechts eine Explosionsdarstellung dieser Lage, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Gezeigt ist ein stapeiförmiger Aufbau aus einer ersten Wärmeieiterlage 120 zwei zweiten Wärmeleiterlagen 125 und zwei Peltier-Elemeni-Lagen 710, Die Peitier-Eiement-Lagen 710 sind jeweils zwischen der ersten Wärmeleitersage 120 und einer der zweiten Wärmeleiterlagen 125 angeordnet. Die erste Wärmeleiterlage 120 ist in Form eines flachen Kühlmittelkanals ausgebildet, der von einem Kühlmittel 850 durchströmt wird. Di Peltier-Element-Lagen 710 können als Peltierlagen rn.it elektrischer Kontaktie- rung und stofFschlüssiger elektrischer Isolierung ausgeformt sein,
Fig. 10 zeigt eine Peltier-Element-Lage 710 und ein detailliert dargestelltes Pel- tier-Element 600, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfin-
dung. Bei der Peltier-Element-Lage 710 kann es sich um eine in Fig. 9 eingesetzte Peltierlage handeln.
Eine Belegungsrate ε kann kleiner gleich 10% sein: ε ™ (Summe der Flächen der Peltierelemenie 800) (Fläche der Lage 710} =<10%
Das Peitier-Element 800 weist eine Grundplatte und eine Deckplatte auf, zwischen denen eine Mehrzahl von Peliier-Element-Leitern angeordnet ist. Die Anordnung der Peitier-Efement-Leiter kann entsprechend der in Fig. 8 gezeigten Anordnung ausgeführt sein.
Gemäß dem in Fig. 10 gezeigten Ausführungsbeispiel werden anstelle dotierter Steine ganze Elemente 600 in einer Lage 710 eingebracht. Dabei sind höchstens 10% der Fläche einer Lage 710 mit Peitierelementen 600 belegt Somit kann die integrationsebene nicht mehr in dotierten P- und N- Steinen liegen, sondern es können ganze Zukauf-Elemente eingesetzt werden, die eine eigener Feinstruktur, d.h. P und N, aufweisen. Die Feinstruktur kann aus Steinen zusammensetzt sein. Anstelle von verschalteten Steinen können beispielsweise aufgedampfte Leiterbahnen oder Gewebe eingesetzt werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der erfindiingsgemäße Ansatz bei einem thermoelekirischen Heiz- und Klimagerät eingesetzt werden. Ein moduiar aufgebautes Gerät dient zum Heizen oder Kühlen der Kabinenluit, Die Wärmeaufnahme bzw. Wärmeabgabe erfolgt über den Niedertemperaturkreislauf des Fahrzeuges, vorzugsweise Elektrofahrzeuges. Um bereits mit kommerziell verfügbaren, thermoelekirischen IVlateriaiien rentabel' zu sein, ist das Grunddesign des Gerätes auf bestmögliche Wärmeübergänge hin konzipiert.
Im Elektrofahrzeug stellt das Heizen der Kabine eine Herausforderung dar, da keine nennenswerte Motorabwärme zur Verfügung steht. Elektrische Wider-
Standsheizer wandeln in de Batterie gespeicherten Strom mit einem CGP-1 (engl Coefficient of Performance) in Wärme um und reduzieren die Reichweite signifikant. Effizienter sind Wärmepumpen, die mit einem COP>1 arbeiten und die Wärme zum Teil aus Strom, zum Teil auch aus der Umgebung oder aus Abwärmequelle geringen Temperaturniveaus gewinnen. Neben dem Einsatz von Kältemittel-Wärmepumpen, eignen sich auch thsrmoelektrische Materialie , welche den Effekt ohne bewegte Teile und ohne Kältemittel erzeugen können. Ein idealzustand wäre, wenn auch die Kühlfunktion der Kabine (Sommerbetrieb) mittels derselben therrfioelektrischen Elemente wahrgenommen werden könnte, da dann der Kältekreislauf komplett entfiele und das Umschalten zwischen Heizen und Kühlen durch Umpolung der anliegenden Spannungen ohne mechanische Veränderungen bewerkstelligt würde.
Der erfindungsgemäße Ansatz ermöglicht es, die Funktion„Helzen der Kabine" mit einem CÖP>1 zu bewerkstelligen (Wärmepumpenbetrieb) sowie den separate Kältekreislauf durch elektrisches Umschalten auf Kühlbetrieb entfallen zu lassen, wobei der COP im Kühlbetrieb dem CQP eines Kältekreislaufes nicht nachstehen soll.
Wesentliches Merkmal eines Heiz- und Klimargerätes unter Ausnutzung des Peltiereffektes ist ein deutlich gesteigerter Wärmeübergang mit möglichst geringen Temperaturdifferenzen zwischen Fluid und der thermisch angebundenen Seite der thermoelektrsschen Elemente. Da die Effizienz von Wärmeübertragern schnell an ihre Grenzen stößt, bleibt die Lösung, durch starke Herabsetzung der übertragenen Wärmestromdichte geringe treibende Temperaturdifferenzen zu bewirken, Der Zusammenhang zwischen abfallenden GOPs' bei höheren Temperaturdäfferenzen ist bei der Thermoelektrik erheblich stärker ausgeprägt als bei Kältekreisläufen, da zwischen warmer und kalter Seite eines Peltierelementes unerwünschte Wärmeleitung in natürlicher Wärmeflussrlch- tung stattfindet. Wenige Kelvin können hier im Kühlbetrieb schon den Unterschied zwischen einer akzeptablen Anwendung und einer nicht mehr rentablen oder gar einer physikalisch nicht mehr möglichen Konfiguratson ausmachen, da
folgender Rückkopplungsmechanismus vorliegt: Schlechtere GÖPs1 bewirken einen höheren Wärmeanfalf auf der Abwärmeseite und erhöhen dort die Temperatur, was wiederum den COP verschlechtert und Strombedarf sowie Wärmeanfall auf der Abwärmeseite weiter verstärkt.
Bei der Reduzierung der Leistungsdichte kann nicht einfach die Bestromung der thermoeiekirischen Elemente reduziert werden, da sich hier der COP massiv verschlechtern würde, bleibe die Elemente als unerwünschte thermische Brücken zwischen Warm- und aitseite ja erhalten. Die eingesetzten Halbleiter haben in der Regel Wärmeleitfähigkeiten im einsteiligen Bereich (W/m2K). Stattdessen müssen die Peitierelemente mit einer zu berechnenden oder als Kennfeld zu hinterlegenden, optimalen Stromstärke beaufschlagt werden und dürfen zur Reduzierung der Leistungsdichte nur einen geringen FSächenanteil ihrer jeweiligen Einfaau-Flächenlage einnehmen. Die nicht durch thermoelektn- sches Material belegten Flächenanteile sind beispielsweise mit Ssoiationsmate- rial. mit Luft oder mit Gas zu füllen, wie es in Fig. 7 gezeigt ist.
Die geringe Leistungsdichte bezogen auf eine Flächenlage an Peitierelemenien muss in der verbleibenden Dimension durch möglichst nah aufeinanderfolgende' Lagen kompensiert werden, damit insgesamt eine .akzeptable volumetrische Leistungsdichte zur Verfügung steht und das kombinierte Heiz-/ ühlgerät nicht zu groß baut, wie es in Fig. 8 gezeigt ist. Die Luftkanäle sind selbstverständlich berippt, auch wenn in Fig. 8 kein Rippen dargestellt sind.
Die gewünschten Vorteile und Effekte können verstärkt werden durch Gegen- stromführung von Kabinenluft und Kühlmittel wie es in Fig, 8 gezeigt ist sowie durch stoffschlüssige Änbindung der einzelnen Lagen, wie es in Fig, 9 gezeigt ist. So kann etwa eine stoffschlüssige Aufbringung einer sehr dünnen elektrischen isoiaiionsschicht auf der Leiterschicht erfolgen. Idealerweise sind in Jeder Lage jeweils zu jeder Seite hin folgende Schichten stoffschlüssig verbunden und nur so dick ausgeführt., wie zur Erfüllung ihrer Aufgabe zwingend erforderlich: Peltierelement -> elektrischer Leiter -> elektrischer tsoiato» Boden des
Strömungskanals (Kühlmittel- oder Luftseite). Wie in Fig. 9 veranschaulicht, Ist der Kühlmittelkanal 120, der mit Stromstörern,. Turbuiatoren o.ä, ausgestattet sein kann, beidseitig an ihermoeiektrische Elemente thermisch angebunden. Ein weiterer Vorteil dieser Konfiguration ist der modulare Aufbau und die damit gegebene Möglichkeit, durch entsprechende Anpassung der Anzahl der Lagen sowie Wahl der flächigen Abmessungen dezentrale Komponenten zu entwickein, die nahe der entsprechenden Ausströmöffnungen im Front- oder Heckbereich plaziert werden können.
Bei einem Kälfebetrieb mit 1200 W Kälteleistung, 15 ,:'C AusbSastemperatur, 35 °C Kühlmiifeltemperatur, Abmessungen 150x150x300 mm3, 10 Kühlmittellagen, realistische Luft- und Kühlmittelsfröme und geeigneten thermoeie-ktrischen Material ist ein => COP™QK3!te/ efektrisch™2 realisierbar,
Der Heiz- und Kühlkörper wird so ausgelegt, dass der maximale COP an einem oder mehreren relevanten Betriebspunkten möglichst gut angenäheäl werden kann. Bei geringerem Leistungsbedarf, also reduzierter Bestromung, würde sich der COP verschlechtern, d die Peitierelemente zunehmend als natürliche ärmebrüeke wirken. Daher werden nach Unterschreitung einer gewissen Leis- tungsstufe einzelne Lagen nicht nur elektrisch, sondern auch thermisch vom Luftstrom getrennt, indem z.B. Klappen den Eintritt verschließen. Diese Möglichkeit kann für eine gewisse Anzahl an Einzeüagen, oder auch für mehrere Lagen übergreifend realisiert werden. Eine feinere Abstufung verbessert den COP über den Betriebszyklus, eine gröbere Abstufung reduziert die Kosten in der Herstellung.
Beispielsweise können bei einem Heiz- und Kühlkörper 12 Lagen vorgesehen sein. Davon können bei insgesamt 8 Lagen je drei Lagen jeweils gemeinsam luftseitig geschlossen werden. Es werden somit 2 Klappen benötigt. Die Anzahl an gleichzeitig durchströmten Lagen kann somit die folgenden Werte annehmen: 6 Lagen, wenn zwei Klappen zu sind, 9 Lagen, wenn eine Klappe zu ist und 12 Lagen, wenn alte Klappen offen sind.
Weiterhin ist die Komponente so zu dimensionieren, dass beim heat-up bzw. cool-down, also beim Aufheizen und Abkühlen, die erforderliche Heiz- bzw., Kühlleistung erzielt werden kann, unabhängig vom COP, der in diesen Phasen erreicht, wird,
Fig. 11 zeigt eine senkrechte Projektion zweier benachbarter Peltier- elementlagen in eine Ansichtsebene, gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Gezeigt ist eine vordere Peltiereiementlage, in Fig. 11 die obere Lage, mit einer Mehrzahl schematisch dargestellter Peltierelemente 800. Von der Mehrzahl von Peltierelementen 800 ist der Übersichtlichkeit halber nur eines mit einem Bezugszeichen 800 versehen. Ferner ist eine hintere Peltiereiementlage mit einer Mehrzahl schematisch dargestellter Peltierelemente 1600 gezeigt. Die Peltierelemente 1600 s nd durch unterbrochene Linien dargestellt. Von der Mehrzahl von Peltierelementen 1600 ist der Übersichtlichkeit halber wiederum nur eines mit einem Bezugszeichen 1800 versehen.
Gemäß diesem Ausführungsbeispiel weisen die vordere Peltiereiementlage und die hintere Peltiereiementlage eine unterschiedliche Anzahl von Peltierelementen 600, 1800 auf. Beispielhaft weist die vordere Peltiereiementlage sechzehn Peltierelemente 600 und die hintere Peltiereiementlage neun Peiiiereiemente 1600 auf. Zudem weisen die Peltierelemente 600 eine andere Anordnung auf der vorderen Peltiereiementlage auf, als die Peltierelemente 1800 auf de hinteren Peltiereiementlage. Gezeigt ist eine versetzte Anordnung, bei der sich eine Zeile oder Spalte mit Peltierelementen 800 mit einer Zeile oder Spalte mit Peltierelementen 1600 abwechselt. Dabei weisen die Peltierelemente 800 bezüglich der Peltierelemente 1600 keine Überlappungsbereiche auf. Gemäß diesem Ausführungsbe spieS weisen die Peltierelemente 600 und die Peltierelemente 1600 jeweils die gleiche Größe auf, Die Peltierelemente 600,
1600 können identisch sein. Alternativ können die Peltiereiemente 800, 1600 unterschiedliche Größen aulweisen,
Ideaierweise weist jeweils eine Oberfläche einer Peltier-Element-Lage eine homogene Teniperaiurverteilung auf. In der Realität werden sich jedoch an den Peltiereiernenten 600, 1800, welche Wärmequellen bzw. Wärmesenken darstellen, entsprechende Temperaturmaxima bzw. Temperaturminima ausprägen, sogenannte hol spots und cold spots. Dies ist dadurch bedingt, dass die horizontale Wärmeleitung begrenzt äst. Die flächige Anordnung und Anzahl von Peltiereiernenten 600, 1600 und zusätzlich oder alternativ die Elementgro&e der Peitiereiemente 600, 1600 können zwischen zwei benachbarten Peitier- elementiagen variieren. Dies kann den Vorteil bringen, die Bildung von hot spots bzw. cold spots zu verringern, indem die Wärmequellen bzw. Wärmesenken, weiche beispielsweise auf eine Be.rippung, Turbuiatoren oder ein Fluid wirken, in der in Fig. 1 1 gezeigten, gedanklichen, senkrechten Projektion beider Peltier-Element-Lagen auf eine Projektionsf lache, an Anzahl zunehmen und geringere Abstände aufweisen.
Die beschriebenen Äusführungsbeisplele sind nur beispielhaft gewählt und könne miteinander kombiniert werden. Insbesondere ist eine Kombination der Ausführungsbeispiele mit Peltier-Element-Lagen die aus einzelnen Peltier- Eiement-Leitem aufgebaut sind mit und der Ausführungsbeispiele mit Peltier- Element-Lagen die Peltier-E!ementen aufgebaut sind möglich. Dabei kann die elektrische Verschattung der Peltier-Element-Lagen jeweils entsprechend an- gepasst werden.