Verfahren zur Aufbereitung von wässrigen Lösungen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Brüdenkompressionsverfahren sowie eine entsprechende Brüdenkompressionsanlage.
Derartige Verfahren und Systeme sind zahlreich aus dem Stand der Technik bekannt. So ist beispielsweise aus der DE 1 03 25 230 A1 ein entsprechendes Verfahren bzw. eine entsprechende Anlage bekannt. Zwar zeichnen sich die Brüdenkompressionsverfahren grundsätzlich schon durch einen vergleichsweise geringen Energieverbrauch aus, doch ist es Aufgabe der vorliegenden Anmeldung, ein Verfahren bzw. eine Anlage anzugeben, mit der eine Destillation mit weiter gesenktem Energiebedarf möglich ist, die gleichzeitig zuverlässig und möglichst wartungsarm arbeitet und insbesondere auch mit nur geringen verfügbaren Leistungen, insbesondere beim Anfahren, auskommt und auch bezüglich Leistungsschwankungen der verfügbaren Leistung umzugehen zu vermag. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 sowie eine Anlage gemäß Anspruch 4. Die abhängigen Ansprüche 2 bis 3 und 4 bis 1 0 geben vorteilhafte Weiterbildungen an.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Aufbereitung von wässrigen Lösungen kann in verschiedenen Anwendungsszenarien eingesetzt werden. So kann damit beispielsweise Trinkwasser erzeugt oder Abwasser gereinigt werden. Auch ist es möglich, in wässrigen
Lösungen enthaltene (Schad- und/oder Wert-) Stoffe durch das Verfahren auf zukonzentrieren.
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine wässrige Lösung vorgewärmt und die vorgewärmte wässrige Lösung einem Verdampfer an einem unteren Ende zur Erzeugung von Dampf zugeführt. Der Dampf wird von einem oberen Ende des Verdampfers, insbesondere direkt, also insbesondere ohne zusätzliche Aufheizung, Anreicherung durch weiteren Dampf, Filterung und/oder Abscheidung, einem Verdichter zur Verdichtung zugeführt. Der in dem Verdichter verdichtete Dampf wird, insbesondere direkt, also auch hier insbesondere ohne zusätzliche Erwärmung, Abscheidung, Filterung und/oder Anreicherung durch weiteren Dampf zur Energiezufuhr in den Verdampfer genutzt. Der dadurch abgekühlte, ggf. zumindest teilweise kondensierte Dampf wird zur Vorwärmung der wässrigen Lösung verwendet. Das erfindungsgemäße Verfahren wird desweiteren dadurch gekennzeichnet, dass die vorgewärmte wässrige Lösung im Verdampfer in, von dem verdichteten Dampf umspülten, Verdampferrohren erhitzt wird und mindestens eine, insbesondere schräg angeordnete, Zuheizung im oder vor dem Verdampfer vorgesehen wird.
Die Zuheizung ist erfindungsgemäß genau so angeordnet, dass das durch die Erwärmung aufsteigende Rohwasser in die schräg angeordneten geraden Rohre des Verdampfers in der Art gelangt, dass ein Naturumlauf, welcher für eine selbstregulierende Reaktion des Systems auf Schwankungen, die bei Kleinanlagen aufgrund der geringen Kapazitäten zu Problemen führen, unterstützt und das besonders bei Kleinanlagen schwierige Anlaufen ermöglicht wird.
Die Heizkörper sind zu diesem Zweck erfindungsgemäß vorzugsweise so konstruiert, dass die Wärmeabgabe (Heizspot, HS) an einer definierten Stelle erfolgt.
Durch die Nutzung des verdichteten Dampfs sowohl zur Heizung des Verdampfers als auch zur Vorwärmung wird eine besonders gute Energieausbeute erzielt. Durch die direkte Verwendung des verdichteten Dampfes zum Umspülen der Verdampferrohre wird dies besonders gut gewährleistet. Die im Verdampfer oder vor dem Verdampfer angeordnete Zuheizung ermöglicht eine Regelung des Betriebs, als auch ein Bewirken des Anlaufens des Prozesses. Alternativ oder zusätzlich ist erfindungsgemäß eine Regelung durch Anpassung der Drehzahl des Gebläses möglich.
Besonders vorteilhaft wird mindestens ein Rücklaufrohr mit gegenüber den Verdampferrohren größerem Querschnitt vorgesehen. Der größere Querschnitt des Rücklaufrohrs bezieht sich dabei auf einen Vergleich mit jeweils einem Verdampferrohr und/oder auf einen Vergleich mit der Summe der Querschnitte der Verdampferrohre. Ein solches Rücklaufrohr ist dazu eingerichtet, dass nicht verdampfte wässrige Lösung in den unteren Teil des Verdampfers absinken und, bedingt durch die Strömung durch den Dichtegradienten, in die Verdampferrohre aufsteigt und dort erneut erhitzt werden kann. Vorteilhafterweise wird die wässrige Lösung in schräg geneigten Verdampferrohren erhitzt, wobei die Verdampferrohre nach oben hin in Richtung des Rücklaufrohres geneigt sind.
ln bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung Der größere Querschnitt des Rücklauf rohres sich dabei.
Bei Vorsehen eines einzigen Rücklaufrohres sind die Verdampferrohre vorteilhafterweise zumindest teilweise in Richtung dieses Rücklaufrohres geneigt. Dies bedeutet, dass ihr oberes Ende im Querschnitt näher am oberen Ende des Rücklaufrohres angeordnet ist, als das untere Ende des Verdampferrohrs. Wird beispielsweise ein außen liegendes und sich um die Verdampferrohre erstreckendes Rücklauf rohr vorgesehen, so sind die Verdampferrohre nach außen geneigt. Bei einem kreisförmigen Rücklaufrohr enden die entsprechend geneigten Verdampferrohre somit oben an einem größeren Radius, als sie unten beginnen. Die Neigung der Verdampferrohre ist abhängig von der Kapazität der Anlage und beträgt vorteilhafterweise nicht mehr als 40° gemessen gegen die Senkrechte. Insbesondere liegt die Neigung in dem Intervall 1 0° bis 40° . Durch derartige Verdampferrohre bzw. eine entsprechende Anordnung bzw. Erhitzung kann ein besonders vorteilhaft ausgebildeter Naturumlauf erzeugt werden, der insbesondere eine laminare Strömung ausbildet und so zu geringeren Ablagerungen in den Verdampferrohren führt. Diese Anordnung der Rohre gemäß der Erfindung führt mit Vorteil zu einer Strömung des durch die Erwärmung und den daraus resultierenden Dichtegradienten aufsteigenden Rohwassers, die den Naturumlauf unterstützt und es dem Prozess ermöglicht auf Schwankungen selbst regulierend zu reagieren. An der Außenseite der erfindungsgemäß schräg angeordneten Rohre kondensiert Dampf in
einer Art, die gegenüber im Stand der Technik bekannten vertikal und besonders horizontal angeordneten Rohren vorteilhafter ist. Generell kondensiert Dampf an einer Oberfläche, wenn die Wandtemperatur unter der Sättigungstemperatur des Dampfes liegt. Das Kondensat schlägt sich dann an der Wand als zusammenhängender Flüssigkeitsfilm (Filmkondensation) oder in Tropfenform (Tropfenkondensation) nieder. Bei der Dampfkondensation spielen die Benetzbarkeit der Kühlfläche und die Oberflächenspannung des Kondensats eine ausschlaggebende Rolle. Benetzt das Kondensat die vertikale Kühlfläche, so entsteht ein zusammenhängender, isolierender Flüssigkeitsfilm (Filmkondensation), der die Wärmeübertragung verschlechtert. Dieser fließt an der Wand herab, wird dicker und bildet einen zunehmenden Wärmeübergangswiderstand 1 /ct. Bei der Konstruktion mit den geneigten Rohren wird der Dampf zuerst an die Rohrfläche geleitet, die sich bei den geneigten Rohren oben befindet, wodurch sich ein dünnerer Film ausbildet, der einen geringeren Wärmeübergangswiderstand inne hat und die Wärme besser überträgt. An der Rohroberfläche, die nach unten geneigt ist, verjüngt sich der Film mit größerer Dicke aufgrund der Gravitationskraft und bedeckt so einen geringere Fläche, wodurch die Fläche mit einem höheren Wärmeübergangswiderstand kleiner ausfällt, und insgesamt die Wärmeübertagung effektiver ist.
Vorteilhafterweise erfolgt die Erhitzung oder Erwärmung der wässrigen Lösung dabei in geraden Verdampferrohren. Die Verdampferrohre sind somit vorteilhafterweise nicht gebogen und weisen insbesondere einen über Ihre Länge konstanten Querschnitt auf. Dies ermöglicht eine einfache Reinigung, insbesondere wenn die Verdampferrohre durch einen abnehmbaren Verdampferkopf leicht zu erreichen sind. Für die
Reinigung wird erfindungsgemäß der Verdichterkopf, der über genau einen Flansch mit dem Apparat verbunden ist, so abgenommen, dass das Rohwasser nicht abgelassen werden muss und in dem Verdampfer verbleiben kann. Dadurch sind die schräg angeordneten geraden Verdampferrohre frei von oben erreichbar und lassen sich zum Beispiel mit einer einfachen Rundbürste leicht reinigen. Diese Anordnung sorgt erfindungsgemäß außerdem dafür, dass die Rohre bei der Reinigung nicht trocken fallen und dass Antrocknen von Verschmutzungen, die im Betrieb dann die Keime für Verkrustung bilden, gar nicht erst entstehen. Außerdem geht erfindungsgemäß die Wärme des Rohwassers, welches sich im Verdampfer befindet, nicht verloren, so dass die Anlage nach der Reinigung schneller wieder angefahren werden kann. Das alles ist bei horizontal angeordneten Rohren gemäß dem Stand der Technik nicht möglich. Die Schmutzpartikel, die während der Reinigung gelöst werden, können im Rahmen der Erfindung durch die geraden Rohre hindurch auf den Boden der Anlage sinken, wo sie durch den großzügig dimensionierten Soleablass ausgespült und aus dem Prozess entfernt werden können. Bei horizontal angeordneten Rohren gemäß dem Stand der Technik bleiben die Schmutzpartikel nachteilig der Schwerkraft folgend in den Rohren liegen und können durch das Trockenfallen anhaften und bilden so unerwünscht Keime für die Verkrustung, wodurch insgesamt die Reinigung herkömmlicher Anlagen uneffektiver ist. Mit besonderem Vorteil wird ein zentrales Verdampferrohrbündel vorgesehen und das Rücklaufrohr außerhalb des Verdampferrohrbündels angeordnet, insbesondere so, dass es das Verdampferrohrbündel umschließt. Das Rücklaufrohr umschließt die Verdampferrohre, um die auftretenden Wärmeverluste für den Prozess
zu nutzen. Das Rohwasser, welches sich außen in der Nähe der Oberfläche befindet, ist etwas kühler als das Rohwasser im Zentrum der Anlage. Es wurde beobachtet, dass die erfindungsgemäße Anordnung den Naturumlauf unterstützt. Das Naturumlaufsprinzip ist auf diese Weise erfindungsgemäß ein selbstregulierendes System.
Die Kühlung der Verdampferrohre erfolgt erfindungsgemäß durch die umlaufenden Rohwassermengen, die sich in Abhängigkeit von der Beheizung selbständig einstellen. Eine stärkere Beheizung der Verdampferrohre, welche erfindungsgemäß zum Beispiel durch höhere Drehzahlen des Gebläses erzielt werden kann, führt zu größeren Umlaufgeschwindigkeiten. Aufgrund der höheren
Strömungsgeschwindigkeiten werden die Verdampferrohre dann erfindungsgemäß mit Vorteil besser gekühlt, so dass die Gefahr der Überhitzung der Verdampferrohre verringert wird, was ein großer Vorteil des erfindungsgemäßen Naturumlaufs ist. Als Folge davon steigt die Kapazität an und es wird mehr Abwasser aufgereinigt.
Um auf Schwankungen in der Kondensatmenge zu reagieren, kann in Ausgestaltung der Erfindung die Rohwassermenge, die durch den Vorwärmer durch eben dieses Kondensat erwärmt wird, an die Kondensatmenge angepasst werden, damit die Rohwassermenge zeitlich gleichzeitig mit der Kondensatmenge variiert, um eine effektive Vorwärmung zu ermöglichen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und Verdampfer stellt sich mit Vorteil der Prozess so ein, dass eine Verkrustung nicht auftritt.
In bevorzugter Ausgestaltung wird bei der erfindungsgemäßen Anlage und dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Naturumlauf durch einen
Dichtegradienten in den Verdampferrohren, eine Neigung der Verdampferrohre, ein außenliegendes Rücklaufrohr sowie die Ausrichtung und Konstruktion der Heizelemente unterstützt. Dies führt mit Vorteil zu einem deutlich stabileren und selbstregulierenden Verhalten der Anlage als bei herkömmlichen Anlagen.
Dabei wird vorteilhafterweise der verdichtete Dampf zentral, insbesondere über mindestens ein zentral angeordnetes, insbesondere konisches, Prallmittel, insbesondere von oben in die Mitte des Verdampferrohrbündels geführt. Durch eine solche Führung ergibt sich eine besonders effiziente Verteilung und Ausnutzung des Dampfes. Die Anordnung des Prallmittels in der Höhe und der Winkel des Konus werden erfindungsgemäß in Abhängigkeit von der Strömungsgeschwindigkeit des Dampfes und der Anzahl der Verdampferrohre gewählt, die erfindungsgemäß wiederum in Abhängigkeit von der Fläche des Verdampfers gewählt werden. Je geringer der Winkel des als Konus ausgeführten Prallmittels, umso höher wird dieser erfindungsgemäß angeordnet, dabei wird eine möglichst gleichmäßige Umspülung der Verdampferrohre mit Dampf angestrebt.
Die erfindungsgemäßen Prallmittel können während der Auslegung dimensioniert werden. In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann die Positionierung der Prallmittel auch noch während des Betriebes zur Optimierung variiert werden. Dazu sind erfindungsgemäß Verstellmittel vorgesehen.
Mit besonderem Vorteil wird die wässrige Lösung so vorgewärmt, dass sie nach Passieren des Vorwärmers eine Temperatur von 80°C bis 98°C, insbesondere von 93°C bis 96°C aufweist. Dies kann durch eine entsprechende Gestaltung des Wärmetauschers erfolgen. Bei einer solchen Prozessführung ist eine besonders effiziente Prozessgestaltung möglich.
Mit besonderem Vorteil wird der Druck am oberen Ende des Verdampfers durch Regelung der Zuheizung und/oder des Verdichters, insbesondere der Drehzahl des Verdichters, auf 0,9 bis 1 ,5 bar, insbesondere auf 1 ,05 bar, eingestellt. Dadurch ergibt sich ebenfalls eine besonders effiziente Prozessführung, die bei geringem Energieverbrauch und insbesondere laminaren Strömungen im Verdampfer zu besonders anlageschonenden Ergebnissen führt. So tritt beispielsweise eine sehr geringe Verkalkung und/oder Verkrustung auf, was auch durch die geschilderte Anordnung der Verdampferrohre unterstützt wird.
Mit besonderem Vorteil wird die Wärme der im Verdampfer zurückbleibenden Sole zur Vorheizung, Zuheizung oder Heizung in einem weiteren Verdampfer verwendet. Dazu kann die Sole beispielsweise zur Speisung der Zuheizung verwendet werden. Auch ist eine Verwendung der Sole zur Vorwärmung der wässrigen Lösung möglich. Je nach Menge des Solenanfalls kann dadurch eine erhebliche Energiebedarfsreduzierung erreicht werden, wenn mehrere Verdampfer eingesetzt werden, insbesondere wenn diese Verdampfer in Reihe und/oder in Stufen geschaltet werden. In einer solchen Kette wird die Sole besonders effizient aufkonzentriert.
Mit weiterem Vorteil wird die Wärme des Dampfes nach der Vorwärmung der wässrigen Lösung oder überschüssiger Dampf des Verdampfers bzw. nach der Verdichtung zur Vorheizung, Zuheizung oder Heizung in einem weiteren Verdampfer, insbesondere zur Konzentration der Sole, verwendet. Eine solche Verwendung des Dampfes realisiert eine besonders effiziente Prozessführung, insbesondere bei einer Reihenschaltung derartiger Verdampfer. Dies ist insbesondere auch dann der Fall, wenn durch schwankende Umgebungseinflüsse oder Schwankung der in der wässrigen Lösung enthaltenden Bestandteile eine schwankende Energiemenge benötigt wird. Auch können dadurch beispielsweise andere Verdampfer angefahren werden.
Mit Vorteil wird der Verdampfer erfindungsgemäß im Naturumlaufverfahren betrieben, werden also abgesehen von dem beschriebenen Verdichter keine weiteren Verdichter oder Pumpen eingesetzt. Durch diese Maßnahme wird erfindungsgemäß mit Vorteil Blasensieden in den Rohren und damit einhergehende starke unerwünschte Verkrustungen vermieden. Mit Vorteil erreicht man erfindungsgemäß mit den Naturumlaufverfahren eine Selbstregulierung des Prozesses und vermindert somit die Verkrustungsgefahr. Trotz der im Vergleich zu üblichen Zwangsumlaufprozessen niedrigen Strömungsgeschwindigkeit wird beim Naturumlaufverfahren nach der Erfindung die Wärme durch die richtige Dimensionierung des Wärmeübertragers so übertragen, dass die Verkrustung extrem gering ist. Durch die Selbstregulierung, geringe Verkrustung, niedrige Strömungsgeschwindigkeit, erfindungsgemäß vorzugsweise erreichbar durch die Verwendung von geraden und kurz ausgeführten Rohren, können mit Vorteil zusätzliche Pumpen entfallen. Dadurch kann
erfindungsgemäß ein spezifischer Energieverbrauch erzielt werden, der deutlich niedriger als bei herkömmlichen thermischen Kleinanlagen vergleichbarer Kapazität ausfällt. Jedoch ist auch eine Verfahrensart mit Zwangsumlauf denkbar. Mit Vorteil wird in den Rohren des Verdampfers, insbesondere den Verdampferrohren, eine laminare Strömung eingestellt.
Mit besonderem Vorteil wird zur Speisung der Zuheizung zumindest teilweise, insbesondere ausschließlich, Solarenergie eingesetzt, insbesondere aus einer Solarthermieanlage. Der Einsatz von regenerativen Energien ist durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Konstruktion aufgrund deren geringen spezifischen Energiebedarfs möglich.
Mit besonderem Vorteil wird der im Verdampfer erzeugte Dampf senkrecht nach oben abgeführt und einem über dem Verdampfer angeordneten Verdichter zugeleitet und der verdichtete Dampf sodann nach entsprechender Umlenkung wieder senkrecht von oben in den Verdampfer zur Heizung eingeführt. Alternativ kann der Verdichter auch in oder nach der Umlenkung angeordnet sein. Entscheidend ist, dass die entsprechenden Leitungen, insbesondere die zum Verdichter hinführende Leitung, überwiegend senkrecht und über dem Verdampfer angeordnet sind. Dadurch wird, insbesondere beim Anfahren anfallendes, Kondensat möglichst effizient in den Verdampfer zurückgeführt. Diese erfindungsgemäße Anordnung
des Gebläses direkt über dem Verdampfer führt nicht nur zu weniger Kondensation in den Rohren, sondern
auch zu geringeren Wärmeverlusten, die sich umso stärker auf den Prozess auswirken, je kleiner die Anlage ist. Wenn sich Kondensat im Drehkolbengebläse ansammelt, blockiert dieses und nimmt Schaden, auch das ist durch diese Anordnung ausgeschlossen.
Mit besonderem Vorteil wird der Verdampfer derart angefahren, dass ein in der Dampfkammer befindliches Ventil nach außen geöffnet wird und solange offen gehalten wird, bis Dampf, insbesondere eine gewisse Menge Dampf, aus dem Ventil austritt und dieses sodann geschlossen. Dadurch kann eine effektive Entfernung der Inertgase aus dem Kondensator erreicht werden, ohne großen Aufwand zu benötigen. Die dabei entweichende Energie kann zur Vorheizung weiterer Verdampfer oder der Vorwärmung der wässrigen Lösung eingesetzt werden.
Mit Vorteil wird die wässrige Lösung vor der Vorwärmung und/oder vor der Zuführung in den Verdampfer entgast.
Mit weiterem Vorteil wird die wässrige Lösung durch Gravitationskraft, vorzugsweise ohne den Einsatz von Pumpen, in den Verdampfer überführt.
Mit besonderem Vorteil wird der Wasserstand im Verdampfer so geregelt, dass der Wasserspiegel 5 - 30 mm oberhalb der Enden der Verdampferrohre bzw. des obersten Verdampferrohres zu liegen kommt. Besonders bevorzugt wird ein Wasserstand von 10 - 20 mm, insbesondere von 1 5 mm über diesen Enden.
Mit besonderem Vorteil wird der Verdichter mit einer Drehzahl von 4.000 - 5.000, insbesondere 4.500, Umdrehungen pro Minute und/oder mit einer Drehzahl von 2.000 - 4.000, insbesondere 2.500, Umdrehungen pro Minute betrieben.
Mit besonderem Vorteil wird der Verdampfer, zumindest in einem gewissen Betriebsbereich, insbesondere während des gesamten Betriebes außerhalb des Anfahrens, durch Variieren der Drehzahl des Verdichters geregelt. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn, beispielsweise durch unterschiedliche Sonneneinstrahlung, die Zuheizung variiert. Die erfindungsgemäße Regelung des Verdampfers durch Variieren der Drehzahl des Verdichters erfolgt mit Vorteil nahezu ohne Verzögerung und wirkt sich so positiv auf die Regelung des Prozesses aus. Es wird ohne Verzögerung mehr Dampf transportiert, der merklich schneller zu einer Temperaturerhöhung im Verdampfer führt.
Denkbar ist im Rahmen der Erfindung auch, die Zuheizung derart zu variieren, dass maximal die verfügbare Solarenergie eingesetzt wird, und die weitere Regelung über die Steuerung des Verdichters durchzuführen.
Mit Vorteil wird nach der Erfindung neben der beschriebenen Zuheizung und der Heizung durch den verdichteten Dampf keine weitere Heizung eingesetzt.
Die Aufgabe wird auch gelöst durch eine Anlage gemäß Anspruch 8 zur Aufbereitung wässriger Lösung. Die Anlage kann zur Erzeugung von Trinkwasser oder Reinigung von Abwässern bzw. Rückgewinnung
von in der wässrigen Lösung befindlichen Substanzen verwendet werden. Prinzipiell lassen sich alle Verfahrensmerkmale, gegebenenfalls unter Einsatz einer entsprechenden Steuer-/Regelungseinheit, entsprechend auf die Anlage übertragen. Dies gilt auch umgekehrt in dem Sinne, dass sich alle Anlagenmerkmale entsprechend auf das Verfahren übertragen lassen.
Die Anlage zur Aufbereitung wässriger Lösung weist einen Vorwärmer, einen Verdampfer, insbesondere Naturumlaufverdampfer, sowie einen Verdichter auf. Dabei ist die Anlage so eingerichtet, dass die wässrige Lösung dem Verdampfer zugeführt wird und im Verdampfer erzeugter Dampf, insbesondere direkt, also insbesondere ohne weitere Erwärmung, Anreicherung und/oder Filterung, dem Verdichter zugeleitet. Jedoch kann im Rahmen der Erfindung bei bestimmten Anwendungen auch ein Tropfenabscheider vor dem Gebläse am oberen Teil der Anlage direkt im Dampfrohr eingesetzt werden. Der verdichtete Dampf wird, insbesondere direkt, also insbesondere ohne weitere Erhitzung, Anreicherung und/oder Filterung, dem Verdampfer zur Erhitzung der wässrigen Lösung und anschließend dem Vorwärmer (in der Form von Kondensat) zur Vorwärmung zugeleitet. Dabei weist der Verdampfer Verdampferrohre zur Erhitzung der wässrigen Lösung sowie eine diese Verdampferrohre umgebende Dampfkammer auf, in die der verdichtete Dampf geleitet wird. In der Dampfkammer sammelt sich auch das Kondensat, des kondensierenden Dampfes. Desweiteren wird mindestens eine, insbesondere schräg angeordnete, Zuheizung, im oder vor dem Verdampfer vorgesehen.
Wenn sich die Zuheizung innerhalb des Verdampfers befindet, wird sie so angeordnet, dass die durch die Erwärmung durch die Zuheizung
aufsteigende wässrige Lösung den Naturumlauf unterstützt, indem die Strömungsrichtung der durch die durch die Zuheizung bewirkte Erwärmung aufsteigenden wässrigen Lösung mit der Strömungsrichtung der wässrigen Lösung übereinstimmt, die durch den Dampf bzw. die Kondensationswärme erwärmt wird.
Die Zuheizung ist erfindungsgeäß vorzugsweise genau so angeordnet, dass das durch die Erwärmung aufsteigende Rohwasser in die schräg angeordneten geraden Rohre des Verdampfers in der Art gelangt, dass der Naturumlauf, welcher für die selbstregulierende Reaktion auf Schwankungen, die bei Kleinanlagen aufgrund der geringen Kapazitäten zu Problemen führen können, erforderlich ist, unterstützt wird. Außerdem wird das besonders bei Kleinanlagen wie der erfindungsgemäßen Anlage schwierige Anlaufen ermöglicht. Die Heizkörper sind zu diesem Zweck so konstruiert, das die Wärmeabgabe nur an einer definierten Stelle erfolgt. Die Wärmeabgabe erfolgt also ausschließlich im Bereich eines Hotspot.
Mit besonderem Vorteil werden, insbesondere bei einer Anlagenkapazität von 20 bis 40, vorzugsweise bis 70 Liter pro Stunde Kondensat zwei Zuheizungen, insbesondere mit einer gemeinsamen maximalen Heizleistung von 3000 bis 5000 Watt, insbesondere 3500 bis 4500 Watt vorgesehen. Mit besonderem Vorteil ist mindestens ein Rücklaufrohr mit gegenüber den Verdampferrohren größerem Querschnitt vorgesehen und sind die Verdampferrohre zumindest teilweise in aufsteigender Richtung in Richtung des Rücklaufrohres geneigt. Hier gilt oben ausgeführtes bezüglich der Erhitzung der wässrigen Lösung in den Verdampferrohren
bzw. der Anordnung der Verdampfer- und Rücklaufrohre. Mit besonderem Vorteil ist ein zentrales Verdampferrohrbündel, bestehend aus mehreren Verdampferrohren, vorgesehen und ist das Rücklaufrohr außerhalb des Verdampferrohrbündels angeordnet. Der Gesamtquerschnitt der Verdampferrohre entspricht vorteilhafterweise dem Gesamtquerschnitt der Rücklaufrohre.
Mit besonderem Vorteil werden, insbesondere bei einer Anlagenkapazität von 20 bis 40, vorzugsweise bis 70 Liter pro Stunde Kondensat, 1 50 bis 250, insbesondere 1 80 bis 220 Verdampferrohre, insbesondere mit einer Länge von 400 bis 600 mm, insbesondere 450 bis 550 mm, insbesondere bei einem Innendurchmesser von 8 bis 28 mm, insbesondere von 1 3 bis 23 mm vorgesehen. Die Verdampferrohre weisen insbesondere eine Wandstärke von 1 bis 2 mm, insbesondere von 1 ,3 bis 1 ,8 mm auf. Das Verdampferrohrbündel weist insbesondere einen mit seiner Höhe identischen Durchmesser oder zu seiner Höhe identische Länge und Breite auf. Insbesondere weist es eine Höhe von 400 bis 600 mm, insbesondere 450 bis 550 mm auf. Der Durchmesser oder die Länge und Breite betragen vorzugsweise 400 bis 600 mm, insbesondere 450 bis 550 mm.
Die innere Oberfläche der Verdampferrohre weist, insbesondere bei einer Anlagenkapazität von 20 bis 40, vorzugsweise bis 70 Liter pro Stunde Kondensat, vorteilhaferweise eine Fläche von 3,5 bis 5,5 m2, insbesondere 4 bis 5 m2.
Mit besonderem Vorteil weist ein um die Verdampferrohre angeordnetes Rückführrohr, insbesondere bei einer Anlagenkapazität von 20 bis 40, vorzugsweise bis 70 Liter pro Stunde Kondensat, eine
Differenz zwischen Innen- und Außendurchmesser von mindestens 40 mm, insbesondere mindestens 50 mm, insbesondere von 40 bis 60 mm, insbesondere von 45 bis 55 mm, auf. Die im Verdampfer befindliche nicht verdampfte wässrige Lösung weist, insbesondere bei einer Anlagenkapazität von 20 bis 40, vorzugsweise bis 70 Liter pro Stunde Kondensat, vorteilhafterweise ein Volumen von 50 bis 90 Litern, insbesondere von 60 bis 80 Litern auf. Somit ist das Volumen des Verdampfers bis zum vorgesehenen Wasserstand vorteilhafterweise 50 bis 90 Liter, insbesondere von 60 bis 80 Liter.
Der Verdampfer wird vorteilhafterweise aus Edelstahl, insbesondere aus X2CrNiMoN22-5-3 gefertigt.
Der Werkstoff X2CrNiMoN22-5-3 bietet gegenüber Meerwasser spezifische Vorteile. Je nach Auslegung und Kapazität ändern sich die Anforderungen an das Material, so dass sich die Kombination der Werkstoffe ändert, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Der Dampfeintritt für den verdichteten Dampf ist dabei zentral bezogen auf das Verdampferrohrbündel angeordnet und insbesondere ist mindestens ein zentral angeordnetes, insbesondere konisches Prallmittel bzw. Prallblech, zum Umlenken des verdichteten Dampfes in Richtung der Verdampferrohre vorgesehen.
Mit besonderem Vorteil ist eine Regelungseinrichtung vorgesehen, die die Zuheizung und/oder den Verdichter so regelt, dass der Druck am oberen Ende des Verdampfers durch Variieren der Zuheizung und/oder
des Verdichters auf 0,9-1 , 1 5 bar, insbesondere auf 0,98-1 , 1 bar, insbesondere auf 1 ,05 bar eingestellt ist. Dabei wird bezüglich des Verdichters insbesondere die Drehzahl geregelt. Mit besonderem Vorteil wird in einigen Betriebszuständen, insbesondere in allen außerhalb des Anfahrens durch die Regelungseinrichtung allein die Drehzahl des Verdichters verändert. Auch kann die Regelungseinrichtung eingerichtet sein, die weiteren vorteilhaften, oben beschriebenen Regelungen durchzuführen. Mit weiterem Vorteil ist der Vorwärmer bzw. eine Einrichtung zur Regelung der Vorwärmung so eingerichtet, dass die wässrige Lösung nach Passieren des Vorwärmers eine Temperatur von 80°C bis 98°C, insbesondere von 93°C bis 96 °C aufweist. In vielen Anwendungen wird ein Programm zum Anfahren und Beenden des Prozesses benötigt, wohingegen danach mit Vorteil eine Selbstregulierung des Prozesses bei konstanter Drehzahl des Gebläses erfolgen kann.
Mit besonderem Vorteil wird abgesehen von dem Verdichter keine weitere Pumpe vorgesehen.
Insbesondere wird der Einlauf für die Beschickung des Vorwärmers und der Vorwärmer sowie der Verdampfer so angeordnet, dass sich die wässrige Lösung durch die Schwerkraft durch den Vorwärmer in den Verdampfer bewegt.
Durch diese Anordnung wird die Selbstregulierung des Prozesses dadurch unterstützt, dass der Massenstrom sich von selbst auf die tatsächlich eingestellte Verdampferkapazität einstellt, und die Massenströme von Kondensat, das seine Wärme abgibt, und das
Rohwasser, das diese Wärme aufnimmt, von selbst im richtigen Verhältnis stehen. Die Massenströme sind ausgeglichen, und das nicht nur nach der Masse, sondern besonders auch zeitlich. Mit besonderem Vorteil wird eine Solarthermieanlage oder Photovoltaikanlage vorgesehen, die die Energie für die Zuheizung, zumindest teilweise, liefert und somit entsprechend mit der Zuheizung verbunden ist. Insbesondere wird neben der beschriebenen Zuheizung und der Heizung durch den verdichteten Dampf keine weitere Heizung vorgesehen.
Mit besonderem Vorteil weisen die Verdampferrohre einen Innendurchmesser auf, der so bemessen ist, dass sich in den Verdampferrohren eine laminare Strömung einstellt und keine turbulente Strömung.
Das Rücklaufrohr weist vorteilhafterweise einen Innendurchmesser auf, der erfindungsgemäß so bemessen ist, dass sich eine Querschnittsfläche ergibt, die ebenso groß ist wie die Gesamtquerschnittsfläche der Verdampferrohre. Vorzugsweise ist erfindungsgemäß die Anzahl an Verdampferrohren entsprechend der zur Wärmeübertragung benötigten Fläche gewählt. Außerdem ist vorzugsweise erfindungsgemäß die zur Wärmeübertragung benötigte Fläche in Abhängigkeit von der geplanten Kapazität der Anlagegewählt.
Mit besonderem Vorteil sind die Verdampferrohre mit gleichbleibendem Durchmesser und gerade ausgebildet.
Mit besonderem Vorteil wird als Verdampfer ein Drehkolbengebläse, insbesondere bei einer Solldrehzahl von 4.000 bis 5.000, insbesondere von 4.500 Umdrehungen pro Minute und/oder bei einer Solldrehzahl von 2.000 bis 4.000, insbesondere von 2.500 Umdrehungen pro Minute eingesetzt. Mit besonderem Vorteil wird eine Füllstandsregelung des Verdampfers, insbesondere durch Schwimmer, vorgesehen, die insbesondere über ein stetiges Ventil einen Wasserstand einstellt.
Das stetige Ventil sorgt erfindungsgemäß dafür, dass das Rohwasser nicht schwallartig in den Vorwärmer und den Verdampfer strömt und so den Naturumlauf und damit den ganzen Prozess zum erliegen bringt. Außerdem ermöglicht es die Selbstregulierung der Massenströme. Durch diese Anordnung wird die Selbstregulierung des Prozesses unterstützt, dadurch dass der Massenstrom sich von selbst auf die tatsächlich eingestellte Verdampferkapazität einstellt, und die Massenströme von Kondensat, das seine Wärme abgibt, und das Rohwasser, das diese Wärme aufnimmt, von selbst im richtigen Verhältnis stehen. Die Massenströme sind ausgeglichen, und das nicht nur nach der Masse, sondern besonders auch zeitlich.
Mit besonderem Vorteil ist im Brüdenraum des Verdampfers ein Schaumzerstörer vorgesehen. Insbesondere wird der erzeugte Dampf durch ein Labyrinth geführt, um Eintritt von Spritzwasser oder ähnlichem in den Verdichter zu verhindern. Mit besonderem Vorteil
wird dabei ein zentrales Blech sowie ein peripheres Blech vorgesehen, die zusammen ein Labyrinth bilden und mit ihren freien Enden in Richtung der Verdampferrohre geneigt sind, so dass ggf. entstehendes Kondensat abtropfen kann.
Die Führung des Dampfes aus dem Verdampfer in Richtung des Verdichters wird vorteilhafterweise senkrecht eingerichtet. Hinter dem Verdampfer wird vorteilhafterweise eine Umlenkung vorgesehen und sodann eine wiederum senkrechte Führung des verdichteten Dampfes in die Dampf kammer vorgesehen. In der Dampf kammer sammelt sich auch das Kondensat. Die den Dampf führenden Rohre weisen, insbesondere bei einer Anlagenkapazität von 20 bis 40, vorzugsweise bis 70 Liter pro Stunde Kondensat, vorteilhafterweise einen Durchmesser von 60 bis 100, insbesondere von 70 bis 90 mm auf. Vorteilhafterweise sind die den Dampf führenden Rohre zumindest teilweise aus einem elastischen, insbesondere vibrationsdämpfenden Material, insbesondere Silikon, gefertigt um die Vibrationen des Verdichters zu dämpfen und eine Übertragung auf den Verdampfer zu minimieren.
Mit Vorteil werden alle Stutzen im Brüdenraum des Verdampfers derart schräg ausgeführt, dass potentiell entstehendes Kondensat in die wässrige Lösung im Verdampfer zurücktropfen kann. Mit Vorteil wird eine Entgasungsvorrichtung vor der Vorwärmung bzw. vor dem Verdampfer vorgesehen.
Mit Vorteil wird der Verdichter über dem Brüdenraum und/oder über der Dampfkammer angeordnet.
it weiterem Vorteil wird ein Steigrohr mit Schauglas derart angeordnet, dass es mit dem die wässrige Lösung führenden Raum des Verdampfers und dem Brüdenraum des Verdampfers verbunden ist und eine Kontrolle des Wasserstandes erlaubt.
Mit besonderem Vorteil wird in der Dampfkammer ein Kondensataustritt zentral am tiefsten Punkt vorgesehen. Dazu weist der Boden der Dampfkammer eine, vorteilhafterweise zentral angeordnete, Senke auf.
Durch eine derartige Anlage bzw. eine derartige Verfahrensweise kann ein Energiebedarf zur Reinigung bzw. Entsalzung von wässriger Lösung von beispielsweise nur 25kWh/m3 und/oder nur 70 kWh pro 1000 kg oder weniger erzielt werden.
Die Erfindung weist insbesondere folgende Merkmale auf:
1 . Verfahren zur Aufbereitung von wässrigen Lösungen, wobei a. die wässrige Lösung vorgewärmt wird b. die vorgewärmte wässrige Lösung einem Verdampfer an dem unteren Ende zur Erzeugung von Dampf zugeführt wird c. der Dampf von dem oberen Ende des Verdampfers,
insbesondere direkt, einem Verdichter zur Verdichtung zugeführt wird d. der verdichtete Dampf, insbesondere direkt, zur
Energiezufuhr in den Verdampfer genutzt wird
e. der abgekühlte, gegebenenfalls zumindest teilweise kondensierte Dampf zur Vorwärmung der wässrigen Lösung verwendet wird
dadurch gekennzeichnet, dass
die vorgewärmte wässrige Lösung im Verdampfer in von dem verdichteten Dampf umspülten Verdampferrohren erhitzt wird, und
mindestens eine, insbesondere schräg angeordnete, Zuheizung im oder vor dem Verdampfer vorgesehen wird.
Verfahren nach Merkmal 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Rücklaufrohr mit gegenüber den Verdampferrohren größerem Querschnitt vorgesehen wird und die wässrige Lösung in zumindest teilweise in aufsteigender Richtung in Richtung des Rücklaufrohrs geneigten Verdampferrohren erhitzt wird.
Verfahren nach einem der vorstehenden Merkmale, dadurch gekennzeichnet, dass ein zentrales Verdampferrohrbündel vorgesehen und das Rücklaufrohr außerhalb des
Verdampferrohrbündels angeordnet wird und der verdichtete Dampf zentral, insbesondere über mindestens ein zentral angeordnete, insbesondere konisches Prallblech, in das
Verdampferrohrbündel geführt wird.
Verfahren nach einem der vorstehenden Merkmale, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgewärmte wässrige Lösung nach passieren des Vorwärmers eine Temperatur von 80°C bis 98°C, insbesondere von 93 °C bis 96 °C aufweist.
Verfahren nach einem der vorstehenden Merkmale, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck am oberen Ende des Verdampfers durch Regelung der Zuheizung und/oder des Verdichters auf 0,9 bis 1 , 1 5 bar, insbesondere auf 0,98 bis 1 , 1 bar, insbesondere auf 1 ,05 bar, eingestellt wird.
Verfahren nach einem der vorstehenden Merkmale, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme der im Verdampfer
zurückbleibenden Sole zur Vorheizung, Zuheizung oder Heizung in einem weiteren Verdampfer, insbesondere nach einem der
Merkmale 1 bis 7, verwendet wird.
Verfahren nach einem der vorstehenden Merkmale, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme des Dampfes nach Vorwärmung der wässrigen Lösung oder überschüssiger Dampf zur Vorheizung, Zuheizung oder Heizung in einem weiteren Verdampfer,
insbesondere nach einem der Merkmale 1 bis 7, insbesondere zur Aufkonzentration der Sole, verwendet wird.
Anlage zur Aufbereitung wässriger Lösung aufweisend einen Vorwärmer, einen Verdampfer, insbesondere
Naturumlaufverdampfer, sowie einen Verdichter, wobei die Anlage so eingerichtet ist, dass die wässrige Lösung dem
Verdampfer zugeführt wird und im Verdampfer erzeugter Dampf, insbesondere direkt, dem Verdichter zugeleitet wird und der verdichtete Dampf, insbesondere direkt, dem Verdampfer und anschließend das heiße Kondensat dem Vorwärmer zugeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verdampfer Verdampferrohre zur Erhitzung der wässrigen Lösung sowie eine diese Verdampferrohre umgebende
Kondensatkammer aufweist, in die der verdichtete Dampf geleitet wird, und
mindestens eine, insbesondere schräg angeordnete, Zuheizung im oder vor dem Verdampfer vorgesehen ist. Anlage nach Merkmal 8, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Rücklaufrohr mit gegenüber den Verdampferrohren größerem Querschnitt vorgesehen ist und die Verdampferrohre zumindest teilweise in aufsteigender Richtung in Richtung des Rücklaufrohrs geneigt sind. Anlage nach einem der vorstehenden Merkmale 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein zentrales Verdampferrohrbündel vorgesehen und das Rücklaufrohr außerhalb des
Verdampferrohrbündels angeordnet ist und Dampfeintritt für den verdichteten Dampf zentral bezogen auf das
Verdampferrohrbündel angeordnet ist und insbesondere
mindestens ein zentral angeordnetes, insbesondere konisches, Prallblech, zum Umlenken des verdichteten Dampfes in Richtung der Verdampferrohre vorgesehen ist. Anlage nach einem der vorstehenden Merkmale 8 bis 1 0, dadurch gekennzeichnet, dass eine Regelungseinrichtung vorgesehen ist, die die Zuheizung und/oder den Verdichter so regelt, dass der Druck am oberen Ende des Verdampfers durch Regelung der Zuheizung und/oder des Verdichters auf 0,9 bis 1 , 1 5 bar, insbesondere auf 0,98 bis 1 , 1 bar, insbesondere auf 1 ,05 bar, eingestellt ist.
1 2. Anlage nach einem der vorstehenden Merkmale 8 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Vorwärmer so eingerichtet ist, dass die wässrige Lösung nach passieren des Vorwärmers eine Temperatur von 80°C bis 98°C, insbesondere von 93°C bis 96 °C aufweist.
Weitere Vorteile und mögliche Ausführungsalternativen sollen anhand der rein schematischen und nicht beschränkenden Figuren näher aufgezeigt werden. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Anlage;
Fig. 2 zeigt schematisch einen Vertikalschnitt durch eine weitere erfindungsgemäße Anlage; Fig 3 zeigt einen Horizontalschnitt der Anlage gemäß Fig. 2 entlang der Linie III - III in Fig.2.
Zu erkennen in Fig. 1 ist eine Zuheizung H zur Zuheizung mit ihrem Hotspot (HS) der vorgewärmten wässrigen Lösung. Ebenfalls zu erkennen ist ein Brüdenraum mit Schaumzerstörern SZ sowie ein Verdichter V und eine Dampfkammer D. In der Dampfkammer sammelt sich auch das Kondensat. Desweiteren gezeigt sind Verdampferrohre R und ein Rücklaufrohr B und kegelförmige Prallbleche E. Darüber hinaus gezeigt sind schräge Stutzen C, der Wasserspiegel WS, ein Schauglas SG, ein Soleaustritt SA, ein Kondensataustritt KA und ein Rohwasserzulauf ZL.
Die vorgewärmte wässrige Lösung, die durch eine nicht gezeigte Zuleitung zugeführt wird, wird durch die Zuheizung H bzw. den
verdichteten Dampf A, der die Verdampferrohre R umspült, erhitzt. So entsteht ein Dichtegradient innerhalb der Rohre, wodurch das erwärmte Rohwasser nach oben strömt. Der Wasserspiegel WS der wässrigen Lösung befindet sich oberhalb der Verdampferrohre R, welche in einem nicht dargestellten Rohrboden enden. Oberhalb der Verdampferrohre R verdampft die wässrige Lösung zu Dampf F, der durch ein durch die Schaumzerstörer SZ gebildetes Labyrinth zum Verdichter V aufsteigt bzw. von diesem angesaugt wird. Im Verdichter V wird der Dampf F verdichtet und als verdichteter Dampf A in der Dampfkammer D geführt. Dazu wird der verdichtete Dampf A senkrecht und zentral zwischen die Verdampferrohre R geführt. Zur Verteilung des verdichteten Dampfes A sind die kegelförmigen Prallbleche E vorgesehen. Der Dampf A kann sodann, zumindest teilweise kondensiert, durch den Kondensataustritt KA aus der Dampfkammer D austreten und einem Vorwärmer zugeführt werden.
Durch den Soleaustritt SA kann Sole abgeführt werden. Der Soleaustritt wird, damit er nicht durch anfallende unlösliche Bestandteile verstopft, großzügig dimensioniert und mit einem Vibrator versehen, der je nach Bedarf eingeschaltet werden kann und die Agglomeration löst. Das Schauglas SG ist zur Beobachtung des Wasserspiegels WS vorgesehen. Es weist einen schrägen Stutzen C auf, der nach innen und unten geneigt ist, damit entstehendes Kondensat in die wässrige Lösung zurücktropfen kann.
Die Schaumzerstörer SZ bilden ein Labyrinth aus, das einen direkten Übertritt von Spritzwasser, Schaum oder ähnlichem in den Verdichter V verhindert. Gegen mitgerissene Tropfen kann als Tropfenabscheider ein Geflecht oder Demister eingesetzt werden. Dabei sind die Schaumzerstörer SZ aus Blechen ausgeführt und so geneigt, dass Kondensat in die wässrige Lösung zurücktropfen kann.
Die Figur 2 zeigt ebenfalls einen Axialschnitt einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Anlage. Übereinstimmend mit der in Figur 1 gezeigten Ausgestaltung weist die in Figur 2 veranschaulichte erfindungsgemäße Anlage einen Rohwasserzulauf ZL auf. Dieser ist jedoch in der Figur 2 ausdrücklich eingezeichnet. Wie zu erkennen, befindet sich der Rohwasserzulauf ZL seitlich am unteren Abschnitt eines im wesentlichen zylindrischen Tanks 1 , dessen Mittelachse 2 im bestimmungsgemäßen Gebrauch vertikal ausgerichtet ist.
In dem Tank 1 ist mittig im Wesentlichen entlang der Mittelachsel 2 des Tanks 1 axial oberhalb des Rohwasser Zulaufs ZL eine
Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 angeordnet. Der Aufbau entspricht jenem der entsprechenden Einheit der in Figur 1 gezeigten
Ausführungsform der Erfindung. Die Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 umfasst eine im wesentlichen zylindrische Seitenwand 9, welche mit einem oberen Rohrboden 10 und einem unteren Rohrboden 1 1 gegenüber dem im Betrieb mit Rohwasser gefüllten Innenraum des Tanks 1 zur Bildung einer Kondensatkammer K abgeschlossen ist.
Durch die Kondensatkammer K ist eine Anzahl gerader
Verdampferrohre R geführt, welche an ihren Enden jeweils in
zugehörige Öffnungen im oberen bzw. unteren Rohrboden 10, 1 1 münden, um den Durchgang von Rohwasser von unten nach oben zu ermöglichen, wobei die Enden der Verdampferrohre R derart an den zugehörigen Öffnungen befestigt sind, dass ein Medienkontakt in den Verdampferrohren R geführter Medien mit innerhalb der
Kondensatkammer K befindlichen Medien ausgeschlossen ist.
Im oberen Rohrboden 10 der Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 ist mittig eine axiale Eingangsöffnung 1 2 ausgebildet.
Zwischen der Seitenwand 9 der Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 und der Wand des Tanks 1 ist ein ringraumartiger Rücklauf bereich 1 3 ausgebildet. Rücklauf bereich 1 3 ist also radial außen durch die
Wandung des Tanks 1 begrenzt. Der Rücklauf bereich 1 3 hat somit die Form eines Hohlzylinders, welcher die Verdampfer- /Kondensatoreinheit 3 umgibt.
Die Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 ist im Betrieb, wie in Figur 2 zu erkennen, vollständig unterhalb des Nenn-Wasserspiegels WS des zu behandelnden Rohwassers angeordnet. Wie ebenfalls schon in Bezug auf Figur 1 erläutert, befindet sich oberhalb des Nenn-Wasserspiegels WS innerhalb des Tanks 1 ein Brüdenraum 4. der Brüden Raum 4 ist durch ein durch die Schaumzerstörer SZ gebildetes Labyrinth von dem unteren, die Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 enthaltenden Raum derart abgetrennt, das Dampf aus dem unteren Abschnitt des Tanks 1 in den Brüdenraum 4 aufsteigen kann.
Aus dem Brüdenraum 4 wird der Dampf F durch einen Verdichter V am oberen Ende des Tanks 1 über eine außerhalb der Mittelachse des
Tanks 1 angeordnete Auslassöffnung 1 4 abgesaugt und in eine Druckdampfleitung 5 hinein verdichtet. Die Druckdampfleitung 5 ist von oben entlang der Mittelachse 2 des Tanks 1 in den Tank 1 geführt und mündet über die Eingangsöffnung 1 2 im oberen Rohrboden 1 0 der Verdampfer-/ ondensatoreinheit 3 in den Kondensatraum K. Die Verbindung zwischen der Druckdampfleitung 5 mit der Eingangsöffnung 1 2 ist so ausgestaltet, dass ein Medienkontakt in der Druckdampfleitung 5 geführter Medien mit innerhalb des Tanks 1 aber außerhalb des Kondensatraums K befindlichen Medien ausgeschlossen ist.
Der obere, den Brüdenraum 4 begrenzende Abschnitt des Tanks 1 ist über einen umlaufenden Flansch 6 von dem unteren Abschnitt des Tanks 1 , in welchem im Betrieb das Rohwasser bis zum Nenn- Wasserspiegel WS steht, befestigt. Der umlaufende Flansch 6 liegt knapp oberhalb des oberen Rohrbodens 10 sowie oberhalb des Nenn- Wasserspiegels WS. Jedoch liegt der umlaufende Flansch 6 unterhalb des schrägen Stutzens C im oberen Abschnitt des Tanks 1 . Der auf die beschriebene Weise angeordnete umlaufende Flansch 6 ermöglicht es erfindungsgemäß mit Vorteil, den oberen Abschnitt des Tanks 1 zu entfernen, ohne dass das Rohwasser aus dem Tank 1 entfernt werden müsste. Dies führt im Betrieb zu folgenden Vorteilen:
— Einfache mechanische Reinigung durch frei von oben erreichbare gerade Rohre
— kein Trockenfallen der Rohre
— keine Keimbildung durch Trocknen der Innenseite der Rohre
— mangels Keimbildung auch keine Verkrustung
— keine Schmutzanhaftung durch Trocknung der Rohre von innen;
— schnelle Wiederinbetriebnahme;
— Absinken von Schmutzpartikeln auf den Boden des Tanks 1 , wo sie durch den Soleabfluss SA ausgespült werden können, um nicht wieder in den Prozess zu gelangen.
Am unteren Ende des Tanks 1 befindet sich ein Soleaustritt SA sowie eine nur schematisch angedeutete Vibrationsvorrichtung 7. Die Vibrationsvorrichtung 7 dient mit Vorteil zum Ausspülen von auf den Boden des Tanks 1 abgesunkenen Schmutzpartikeln durch den Soleaustritt SA.
Weiter ist in Figur 2 zu erkennen, dass die Zuheizung H einen Hotspot HS aufweist. Die Zuheizung H gibt Wärme an das Umgebungsmedium, also an das Rohwasser, nur im Bereich des Hotspot HS ab. Die Zuheizung H kann gemäß dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel aus einem Heizelement bestehen, bei dem die Erwärmung über den elektrischen Widerstand eines Leiters erfolgt, wobei ein Hüllrohr aus einem für das jeweilige Rohwasser geeigneten Werkstoff sicherstellt, dass eine Wärmeabgabe nur im Bereich des Hotspot HS erfolgt.
Mit Vorteil lässt sich erfindungsgemäß der Naturumlauf durch geeignete Platzierung des Hotspot HS der Zuheizung H im Tank 1 unterhalb der Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 unterstützen. Wie in Figur 2 skizziert, befindet sich der Hotspot HS der Zuheizung H axial im Bereich unterhalb der Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 knapp unterhalb des Rohwasserzulaufs ZL und radial im äußeren Umfangsbereich des unteren Rohrbodens 1 1 , in welchem an Öffnungen Verdampferrohre R am unteren Rohrboden 1 1 befestigt sind, wie oben erläutert. Auf diese Weise vermag die Zuheizung H bei
deren Zuschaltung einen Konvektionsstrom 8 zu erzeugen, welcher in axialer Richtung nach oben in Richtung auf den unteren Rohrboden 1 1 gerichtet ist und somit Rohwasser durch die Öffnungen in die daran befestigten Verdampferrohre R leitet.
Einige der Verdampferrohre R sind, wie sowohl in dem
Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 als auch in dem
Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ersichtlich, gegenüber der
Mittelachse 2 und somit gegenüber der Vertikalen in einem
Neigungswinkel φι . 92 bzw. 93 geneigt angeordnet. Die Neigung ist dabei so gewählt, dass die geneigten Verdampferrohre R am oberen Rohrboden 1 0 an einem radial weiter außen gelegenen Punkt befestigt sind als am unteren Rohrboden 1 1 . Wie in den Figuren 1 und 2 schematisch veranschaulicht, ist der Neigungswinkel φι der radial am weitesten innenliegenden Verdampferrohre R größer als der
Neigungswinkel 92 der radial nach außen benachbarten
Verdampferrohre R. Weiter ist der Neigungswinkel 92 der zuletzt genannten Verdampferrohre R größer als der Neigungswinkel 93 der radial noch weiter außen liegenden Verdampferrohre R. In den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen beträgt der
Neigungswinkel 91 der radial innenliegenden Verdampferrohre R etwa 40° und der Neigungswinkel 93 der radial außenliegenden
Verdampferrohre R etwa 10° . Die Verdampferrohre R weisen einen über ihre Länge konstanten Durchmesser auf.
Aufgrund der Neigung der radial innenliegenden Verdampferrohre R um den Neigungswinkel φι wie beschrieben verbleibt im Kondensatraum K ein um die Mittelachse 2 symmetrischer, sich in axialer Richtung von oben nach unten verjüngender kegelstumpfförmiger Raum 1 5, welcher nicht von Verdampferrohren R gekreuzt ist. Der kegelstumpfförmige Raum 1 5 innerhalb der Kondensatkammer K mündet in einen
Kondensataustritt KA. Um zu verhindern, dass verdichteter Dampf A aus der Druckdampfleitung 5 über die Eingangsöffnung 1 2 in den kegelstumpfförmigen Raum 1 5 innerhalb der Kondensatkammer K eintritt und die Kondensatskammer K quasi im Kurzschluss über den Kondensataustritt KA ohne Umspülen der Verdampferrohre R verlässt, ist in dem kegelstumpfförmigen Raum 1 5 ein kegelförmiges Prallblech angeordnet, dessen Spitze nach oben orientiert ist. Zur weiteren Veranschaulichung ist in Figur 3 ein Horizontalschnitt entlang der Linie III-III in Figur 2 unmittelbar oberhalb des oberen Rohrbodens 10 gezeigt, wobei das Steigrohr mit dem Schauglas SG nicht gezeigt ist. Außerdem ist das Prallblech E nicht zu erkennen. Über den Rohwasserzulauf ZL wird in den Tank 1 Rohwasser, beispielsweise Meerwasser, eingeleitet. Dies kann beispielsweise mittels Schwerkraft erfolgen. Dabei ist einzig entscheidend, dass während des Betriebs das Rohwasser bis zu dem Nenn-Wasserspiegel WS gefüllt ist.
Zum Anfahren der Anlage wird nun die Zuheizung H eingeschaltet und es wird der Verdichter V betrieben. Die Zuheizung H erzeugt an ihrem Hotspot HS innerhalb des Rohwassers den Konvektionsströmung 8 in
Richtung der Verdampfer-/ ondensatoreinheit 3. Dabei wird
Rohwasser durch die Verdampferrohre R geführt.
Sobald aufgrund der Heizwirkung der Zuheizung H oberhalb des Wasserspiegels WS Dampf entsteht, tritt dieser über den
Schaumzerstörer SZ in den Brüdenraum 4 und wird dort von dem Verdichter V angesaugt und in die Druckdampfleitung 5 eingeleitet. Der verdichtete Dampf A wird sodann durch die Eingangsöffnung 1 2 im oberen Rohrboden 1 0 der Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 in den kegelstumpfförmigen Raum 1 5 eingeleitet. Dabei trifft der verdichtete Dampf A auf das kegelförmige Prallblech E und wird dort in radialer Richtung abgelenkt, um die Verdampferrohre R zu umströmen. Dabei gibt der verdichtete Dampf A Kondensationswärme an das in den Verdampferrohren R befindliche Rohwasser ab, so dass der verdichtete Dampf A im Kondensatraum K kondensiert. Das Kondensat wird über den Kondensatauslass KA abgeführt. Nach dem Anfahrvorgang kann die Zuheizung H abgeschaltet werden.
Im angelaufenen Zustand ist ein Naturumlauf in Gang gesetzt, bei welchem Rohwasser vom Bereich oberhalb des oberen Rohrbodens 10 der Verdampfer-/Kondensatoreinheit 3 über den ringraumartigen Rücklauf bereich 1 3 rückgeführt wird und erneut durch die
Verdampferrohre R geleitet wird. Der Naturumlauf entsteht dabei im wesentlichen aufgrund der Dichtegradienten. Eine Regelung der Anlage, soweit eine Selbstregelung bei bestimmten Betriebszuständen nicht ausreicht, erfolgt erfindungsgemäß durch Variieren der Drehzahl des Verdichters V und oder/durch Variieren der Heizleistung der Zuheizung H. Sowohl die Verdichterdrehzahl als auch die Heizleistung können als Stellgrößen zur Regelung des Drucks im Brüdenraum 4
verwendet werden. Es hat sich erfindungsgemäß überraschend gezeigt, dass die Verwendung einer oder mehrerer nur lokaler Zuheizungen H besonders gut geeignet ist, den Naturumlauf in Gang zu setzen bzw. im vorgenannten Sinne zu regeln.
Erfindungsgemäß kann außerdem überraschend aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung trotz der verhältnismäßig geringen Strömungsgeschwindigkeiten beim Naturumlauf eine Verkrustung weitestgehend vermieden werden.
Bezugszeichenliste
1 Tank
2 Mittelachse
3 Verdampfer-/Kondensatoreinheit
4 Brüdenraum
5 Druckdampfleitung
6 umlaufender Flansch
7 Vibrationsvorrichtung
8 Konvektionsstrom
9 Seitenwand
1 0 oberer Rohrboden
1 1 unterer Rohrboden
1 2 Eingangsöffnung
1 3 ringraumartiger Rücklaufbereich
1 4 Auslassöffnung
1 5 kegelstumpfförmiger Raum
φι Neigungswinkel Neigungswinkel
(p3 Neigungswinkel
A verdichteter Dampf
B Rücklaufrohr
C schräger Stutzen
D Dampfkammer
E kegelförmiges Prallblech
F Dampf
HS Hotspot der Zuheizung
R Verdampferrohre
WS Wasserspiegel
SZ Schaumzerstörer
SG Schauglas
SA Soleaustritt
KA Kondensataustritt
H Zuheizung
V Verdichter
ZL Zulauf Rohwasser